Umzug nach Souvagne


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr├Ągt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben├Âtigt man starke Nerven und gleicherma├čen ein H├Ąndchen f├╝r B├╝ndnisse und Hinterhalte.
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Brandur von Hohenfelde
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Die Handelsallianz

Umzug nach Souvagne

#1

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Do 5. Apr 2018, 22:13

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Die Verabschiedung von dem Toten hatte viele Stunden in Anspruch genommen und sich sogar noch ├╝ber den darauffolgenden Tag hingezogen. Die Trauerg├Ąste waren langsam ersch├Âpft. Vor allem aber Linhard, der am schwersten unter dem Verlust litt. Liebevoll betrachtete Brandur seinen Jungen, der sich so viel M├╝he mit allem gegeben hatte und noch immer gab. Er war so jung und die B├╝rde so gro├č. Die Verantwortung und F├╝hrung von drei Sippen lasteten auf seinen Schultern, w├Ąhrend er noch mit dem Verlust seines Vaters zu k├Ąmpfen hatte. Er sah m├╝de aus, k├Ârperlich und seelisch ersch├Âpft.

Brandurs Geist schwebte wieder zu ihm, als er ihn einsam sah.

"Mein lieber Junge", sagte er sanft. "Ich danke dir daf├╝r, wie du dich um meinen Leib gek├╝mmert hast. Ich sehe die Sorgfalt, mit der du alles vorbereitet hast, die geb├╝gelten Kleider, die geputzten Schuhe und das Blumenbett, wo jede einzelne Bl├╝te f├╝r sich angeordnet wurde. Ich sehe die Liebe. Ich liebe dich auch, mein gro├čer Kleiner.

Es tut mir leid, dass ich so fr├╝h gehen m├╝sste. Ich wei├č, dass du mich noch l├Ąnger an deiner Seite gebraucht h├Ąttest. Wenn du mich brauchst, werde ich f├╝r dich da sein, auch in lebloser Gestalt. Mit Osmund und Maghilia hast du zwei f├Ąhige und piet├Ątvolle Nekromanten, die dir dabei behilflich sein werden, mich zur├╝ck in die Physis zu rufen. Wenn du meinst, den vor├╝bergehenden Abschied noch ein weiteres Mal aushalten zu k├Ânnen, bitte ich dich darum, mich schlafen zu lassen. Es ist f├╝r einen Nekromanten, der zeit seines Lebens Macht ├╝ber die Toten hatte, sehr dem├╝tigend, selbst beschworen zu werden. Drum bitte ich dich darum, mich bis zu meiner endg├╝ltigen Erweckung schlafen zu lassen, wenn es f├╝r dich tragbar ist. Dunwin gibt auf dich Acht, da ich es nicht mehr kann."


Er umfasste Linhards Kopf mit seinen kalten blauen Geisterh├Ąnden und dr├╝ckte ihm einen eisigen Kuss auf die Stirn.
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Linhard von Hohenfelde
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Die Handelsallianz Rote Laterne

Re: Umzug nach Souvagne

#2

Beitragvon Linhard von Hohenfelde » So 8. Apr 2018, 11:30

Linhard schaute seinen Vater ganz genau an, er wollte sich jede noch so kleine Kleinigkeit einpr├Ągen. Lin wusste nicht, wie lange sie beide auf ein Wiedersehen warten musste und ebenso wenig wusste er wo es stattfinden w├╝rde.

Es spielte auch keine Rolle, Versagen war unm├Âglich denn der Weg war nach beiden Seiten hin offen.

"Es war das Mindeste was ich tun konnte Paps, ich habe zu danken. Es trifft Dich keine Schuld, dass Du gehen musstest. Wir alle tragen eine Kollektivschuld Paps, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass es soweit kommen konnte und blieb.

Aber Du hast wenigstens versucht etwas zu ├Ąndern. Du hast nicht nur geredet, Du hast gehandelt. Ob wir siegen werden, wird sich zeigen. Aber der Versuch ist in meinen Augen schon ehrbar genug.

Sicher h├Ątte ich Dich noch l├Ąnger an meiner Seite gebraucht und sogar viel ehr, aber ich bin schon froh darum, dass ich Dich ├╝berhaupt 6 Monate an meiner Seite hatte. Wenn Du mich schon so fragst"
, grinste Lin zwar frech, aber mit eindeutig Wehmut in der Stimme.

"Unsere gemeinsamen 6 Monate waren meine sch├Ânste und gl├╝cklichste Zeit, trotz aller Widrigkeiten und daf├╝r bin ich Dir dankbar. Und auch f├╝r Dunwins Beistand bin ich dankbar. Wir werden unsere Sache in Deinem Namen gut machen Paps. Was ich ertragen kann spielt in dem Fall keine Rolle, es geht um Deine Totenruhe - es ist Deine... Bestattung.

Unser Abschied ist nicht f├╝r immer, das verspreche ich Dir.
Ich liebe Dich auch Paps",
sagte Linhard leise und liebevoll.

Er hielt ger├╝hrt still, als sein Vater ihn auf die Stirn k├╝sste. Gemeinsam mit Brandurs Geist kehrte er zu Osmund zur├╝ck.

"Er m├Âchte nun schlafen", sagte Linhard schlicht.
"Dann lasse ich ihn gehen - gehab Dich wohl Brandur", erkl├Ąrte Osmund freundlich.
"Bis bald Paps...", sagte Lin und formte lautlos mit den Lippen `Ich liebe Dich, vergiss das nicht┬┤.

Im gleichen Moment gab Osmund Brandurs Geist frei.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde