Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der magische Hilferuf

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Antworten
Benutzeravatar
Anwolf
Marquis
Beitr├Ąge: 73
Registriert: Sa 11. M├Ąr 2017, 09:00
Steckbrief: [ externes Bild ]

Der magische Hilferuf

#1

Beitrag von Anwolf » Sa 11. Aug 2018, 01:16

Der magische Hilferuf


Anwolf
Anwolf konnte es nicht in Worte fassen, welches Grauen er erlebt hatte. Der ├ťberfall, die ├ťbernahme, ein Grauen das keinen Namen hatte. Archibald hatte ihm die Lippen auf den Mund gedr├╝ckt und zeitgleich hatte sich etwas in seinen K├Ârper und seine Seele gepresst, das ihn schier zu zerrei├čen drohte. Das ihn mit der Wucht eines Orkans aus seinem eigenen Kopf fegte und ihn als zitterndes Etwas in der hintersten Ecke seines Verstandes zur├╝ck lie├č. Er war nur noch ein Zuschauer in seinem eigenen K├Ârper der Abgrundqualen durchlitt. Zwar konnte er nicht mehr handeln und die Schmerzen l├Ąhmten seinen jungen Geist, aber durch den Verbund mit dieser Etinit├Ąt, mit dieser Wesenheit hatte er seelennah miterlebt, was und vor allem WER dieses Etwas war. Ein Begreifen stellte sich erst sp├Ąter ein, denn es ├╝berstieg die Dimension, die Anwolf noch erfassen konnte. Er war nichts weiter als ein portables Kleiderst├╝ck mit Magiebonus f├╝r seinen uralten verwandten NEKROMANTEN. Er benutzte ihn als H├╝lle, er benutzte ihn als Energielieferant, er missbrauchte ihn als Nahrung und er weidete sich an seiner grenzenlosen Seelenqual. DAS war ein Nekromant und nichts anderes. Mit Geistmagie hatte Nekromantie so viel zu tun wie eine Amme mit Archibald - nichts! Das was er lernte, zu 180 Grad verdreht, pervertiert, ausgekotzt erneut gegessen und ausgespien... das war Nekromantie. Egoismus reichte nicht aus um einen Lich zu beschreiben. Diese Kreatur war ein Egomane der andere molk wie K├╝he und nichts weiter waren all jene in seinem Dunstkreis - Vieh! Schlagartig verstand Anwolf die Furcht der Menschen vor Nekromanten. Und sie hatten nicht seine Erfahrung machen m├╝ssen. H├Ątten sie es getan, w├╝rde kein einziger Nekromant mehr leben, denn man h├Ątte sie auf Scheiterhaufen verbrannt oder einfach erschlagen... wobei man einen Lich nicht erschlagen konnte. Ein Wille, eine Machtanwendung, ein geb├╝ndelter und kanalisierter egomanischer Gedanke raubte den Leuten ihr Leben, riss ihnen ihre Essenz aus den K├Ârpern und er verleibte sie sich ein. Wurde ├Ąlter und gef├Ąhrerlich, mit jedem Leben das er stahl. Anwolf wollte einst Maghilia um Hilfe bitten. Er wollte sie bitten den alten Weg gezeigt zu bekommen. Dunwolf von Hohenfelde hatte ihm den alten Weg in Reinform gezeigt. Anwolf dankte Ainuwar auf Knien, dass er das ├╝berlebt hatte. Nur kurz hatte der alte Lich seinen K├Ârper verlassen um sich mit dem Haus vollst├Ąndig zu verbinden, da war er gelaufen. Gestolpert und gerannt durch die Finsternis, er w├Ąre ernetu eingefangen worden, aber Wolfi kannte das Haus, kannte fast jede Ecke, genau wie der Lich. Und drau├čen, als er dachte es w├Ąre vorbei, da hatte ihn der Fremde besch├╝tzt, indem er die H├Ąscher von Dunwolf umnietete. Nun hockte er schohn Stunden unter der Plane, endlich war er angekommen. Von dem kleinen Haus wusste niemand. Dennoch versteckte sich Anwolf drau├čen im Garten. Zitternd mit Todesangst im Herzen griff er auf seine magische Gabe zu und rief nach seinem Onkel.

Anwolf
`Dave ich bin in Gr├╝nbachtal in Naridien. Bitte hole mich ab. Ich wurde entf├╝hrt... ich konnte entkommen, ein Lich, Dunwolf... hol mich ab bitte, ich hab Angst Dave┬┤.

Anwolf
Wolfi verschnaufte ehe er Ciel eine Botschaft schickte. Er war ein Magier, er w├╝rde sie empfangen.

Anwolf
`Ciel ich bins Wolfi... ich wurde entf├╝hrt. Ich bin in Naridien. In Gr├╝nbachtal. Da habe ich ein H├Ąuschen. Sie wollten mich t├Âten, Dunwolf wollte mich t├Âten und meinen K├Ârper f├╝r sich er wollte mich umbringen, er war dabei... ruhig bleiben.... Er... er hat mich losgelassen und ich konnte fliehen. Sie sind noch irgendwo... bitte hol mich mit Dave ab Ciel. Bitte holt mich ab, bitte...┬┤, fehlte Wolfi seinen Schwager weinend an und Ciel sp├╝rte durch die Verbindung die Todesangst von Anwolf.

Benutzeravatar
Anwolf
Marquis
Beitr├Ąge: 73
Registriert: Sa 11. M├Ąr 2017, 09:00
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Der magische Hilferuf

#2

Beitrag von Anwolf » So 12. Aug 2018, 02:05

Ciel Felicien de Souvagne
Sie hatten den riesigen Greif Kariakin den anderen ├╝berlassen, damit diese die Spur der Bei├čer verfolgen konnten. Zu dritt flogen Linhard, Ciel und Ferrau auf dem Drachenhuhn Aquilla nach S├╝dnaridien, um Anwolf zu retten. Der Flug ben├Âtigte einige Tage und sie mussten unterwegs ├Âfter rasten, als ihnen lieb war, da sie in einige Sommergewitter gerieten. Nun hatten sie das winzige Dorf Gr├╝nbachtal endlich gefunden und auch das kleine Haus, in dem Anwolf sich vor den Bei├čern versteckt hielt. Von au├čen wirkte es, als w├Ąre es seit Monaten verlassen, alle L├Ąden waren verschlossen und nichts wies darauf hin, dass sich hier jemand aufhielt. Ciel klopfte an die T├╝r. ┬╗Wir sind es, Anwolf┬ź, sagte er durch die T├╝r.

Anwolf
Ciel sp├╝rte wie ihn jemand mental abtastete, dann ├Âffnete sich die T├╝r einen winzigen Spalt breit. Weiter geschah erst einmal nichts. Es dauerte eine Weile bis Anwolf aus der T├╝r sp├Ąhte. Drinnen war es so dunkel, dass Ciel nur die bleichen Finger von Anwolf um die T├╝r greifen sah und ein blutunterlaufenes Auge. `Komm rein┬┤, ├╝bermittelte Wolfi und trat von der T├╝r wieder weg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel warf Linhard und Ferrau einen Blick zu, dann trat er als erster ein und lie├č die T├╝r hinter sich offen, so dass Licht ins Haus schien. Ciel blickte sich um. ┬╗Willst du wirklich, dass wir hier drin miteinander reden? Wir wollten dich schnellstm├Âglich heim nach Souvagne holen.┬ź Er stand mitten im Raum vor der T├╝r, Staubflocken trudelten im Sonnenlicht um ihn herum.

Anwolf
Anwolf kroch zur├╝ck unter das Sofa und beobachtete Ciel von seiner Seitenlage aus. Der Anblick war ziemlich gruselig, da das Licht nur seine blutroten Augen erreichte. "Sie sind dort... sie haben mich da gefangen... drei von denen sind noch dort... da sind wir nicht sicher. Wo sind wir sicher?", fragte Wolfi tonlos, so als geh├Ârte die Stimme zu keinem Menschen.

Linhard von Hohenfelde
Linhard betrat nach Ciel das kleine Haus und musterte nerv├Âs Anwolf unter dem Sofa. Er fragte sich, wie sich sein Bruder da drunter gequetscht hatte, aber Wolfi war nie dick gewesen und mit gutem Willen, oder Panik ging scheinbar alles. Er sah fertig aus, so fertig wie er Anwolf noch nie gesehen hatte. Generell hatte er noch keinen Menschen mit einer derartigen Panik gesehen. Wobei doch, dass hatte er, als Brandur Dunwin beschwor und Dave zwar stehen blieb aber trotzdem die Besinnung verloren hatte. Und Anwolf sah ganz ├Ąhnlich aus, er sah aus als h├Ątte er ebenfalls einen Geist gesehen. Und irgendwer schien ihn stranguliert zu haben, so dass die Gef├Ą├če in seinen Augen geplatzt waren. Lin hockte sich vor das Sofa und hielt Wolfi eine Hand hin. "Bei uns bist Du sicher, na komm da raus, ich besch├╝tze Dich. Komm Wolfi", bat Lin aufmunternd, auch wenn sich ihm gerade die Kehle zuschn├╝rte.

Ferrau Du Trieux
Ferrau plumste vom Drachenhuhn und lief Ciel und Linhard nach. Dass was er zu sehen bekam, lie├č ihn erstarren. Der kleine Bruder von Prince Linhard war total verst├Ârt und durch den Wind. Er wusste nicht, was geschehen war, aber Ciel war sofort hierher gefolgen. Sie waren lange unterwegs, aber es war gut, dass sie gleich gekommen waren. Ferrau sagte nichts, sondern strich Ciel nur ├╝ber den R├╝cken. Der Junge ben├Âtigte Hilfe, magische Hilfe, oder er musste vielleicht sogar in einen Tempel. Oder zu einem Heiler unter Bewachung, damit er wieder Vertrauen fasste. Er war vor Angst fast wahnsinnig, dass sah man seinen Augen an. Ferrau rieb sich die eigenen Augen, damit er nicht weinte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel strich Ferrau ├╝ber den Arm, doch sein Hauptaugenmerk musste nun Anwolf gelten. Er ging zum Sofa und legte sich b├Ąuchlings zu ihm auf den staubigen Bretterboden. Er tastete mental nach Anwolfs Blut. Das f├╝hlte sich f├╝r einen Sterblichen v├Âllig anders an, als der Zugriff eines Geistmagiers, denn der K├Ârper reagierte ohne den Umweg des Verstandes. Anwolfs Herzschlag beruhigte sich und das Gef├╝hl von W├Ąrme breitete sich in ihm aus, doch auf seine Psyche hatte Ciel keinen Zugriff. ┬╗Wir haben einen Maulwurf bei ihnen eingeschleust. Arbogast ist auf unserer Seite. Nat├╝rlich bringen wir dich nicht zur├╝ck ins Herrenhaus, sondern ich biete dir an, erst einmal im Palast zu wohnen, bis das Problem gel├Âst ist und es dir wieder besser geht. Im Palast bist du so sicher wie nirgends sonst, wie sollte irgendwer unbemerkt dort an dich herankommen? Zudem haben wir dort hervorragende Heiler, Magier und Seelsorger. Wir brauchen deine Hilfe, um die Bei├čer zu fassen und den ├ältesten zu vernichten. Wir m├╝ssen erfahren, was du erlebt hast und ├╝ber sie wei├čt.┬ź

Anwolf
Anwolf kroch zu Ciel in die Arme und klammerte sich wie ein Ertrinkender an ihm fest. Die Umarmung war grob, fast brutal, aber nicht aus B├Âswilligkeit, sondern aus purer Verzweiflung. Er spr├╝te wie Wolfi sich in seinen Armen beruhigte, sein Herz h├Ąmmerte nicht mehr wie verr├╝ckt gegen seinen Brustkorb, aber er war immer noch wei├č wie ein Laken mit einem blutverschmiertem Gesicht. "Ich sag Dir alles was Du wissen willst. Er ist ein Lich. Ein uralter, widerlicher, perverser Lich. Er sch├Ąndete mich, er ergriff von mir Besitz und ich war ihm hilflos ausgeliefert. Ich hatte Schmerzen, solche Schmerzen, unertr├Ągliche Schmerzen als er in meinem K├Ârper war. Ich war nur noch Zuschauer und er machte mit mir was er wollte. Er zehrte von meiner Essenz, er wollte meine Seele fressen, meinen K├Ârper behalten... f├╝r sich. Seinen Fleischtempel nannte er ihn. Es war als nimmt Dir einer Deinen K├Ârper weg und l├Ąsst Dich magisch auch noch zur Ader. Ich wurde in ihm immer schw├Ącher und er wurde immer sicherer in meinem K├Ârper. Und es schmerzte so, seine Anwesenheit war so falsch, so verdreht so widerlich und es schmerzte so. Mein Animus, mein Atman, also meine Seele hatte Schmerzen, Du kannst Dir nicht vorstellen wie. Er hat mir was wegnommen von mir selbst. Und er stahl meinen K├Ârper. Was wollte er noch? Er wollte mich ausl├Âschen... ganz und er sah es als sein Recht, denn er ist ein Hohenfelde... er ist einer von uns! Der erste von uns! Wei├čt Du wer er ist? Dunwolf von Hohenfelde, ein Nekromant. Dun-Haru-Mar... so der alte Gru├č. Der Sippenbegr├╝nder. Er begr├╝ndete nichts, er schuf sich eine Herde Schlachtvieh und ich war eines davon. Ich f├╝hle mich als blute ich immer noch, ich kann bald nicht mehr. Bald bin ich tot, auch ohne dass er an mir saugt. Er hat glaube ich ein Loch in mich gerissen irgendwo. Aber er hat nicht gewusst, dass eine Verbindung zweiseitig ist. Dadurch das er in mir war und mich nicht beachtete, sondern immer nur anzapfte habe ich seine Gedanken gesehen. Er hielt mich f├╝r unwert, f├╝r sowas wie ein Getr├Ąnk. Wer macht sich Gedanken um sein Getr├Ąnk? Wenn sein Zugriff schw├Ącher wurde, schrie ich einfach vor Schmerz. Ich wollte das nicht, aber mein K├Ârper schrie sich die Seele aus dem Leib, dabei musste ich k├Ąmpfen genau dort zu bleiben. W├Ąre ich drau├čen, w├Ąre ich tot. Und blieb ich, w├Ąre ich auch bald tot, absorbiert damit er noch weitere Jahre lebt auf meine Kosten. Diese gestohlenen Leben, von all den Leuten, damit dieses Vieh so uralt wird und stiehlt und stiehlt, ich war dumm. Ich fragte mich warum sie Paps f├╝rchten... warum sie Ossi f├╝rchten...weil beide DAS sind! Egomanen die andere aussaugen um zu leben. Sie sind feige, sie wollen nicht sterben und lassen andere daf├╝r verrecken. Stehlen ihnen das Leben und verleiben es sich ein, was ihnen gar nicht zusteht! Nekros haben ├╝berhaupt nichts mit Geistmagier gemein. Ich wei├č es, ich habe seine Seele gesehen. Ich habe gesehen was er macht, was er tat, all die Jahre, all die Erinnerungen... Dun-Haru-Mar... Haru und Mar hat er aufgefressen und das nachdem sie ├╝ber Dreihundertjahre eine Einheit bildeten. Einfach so, war eben so, drauf geschissen, wer sind die schon? Er oder der Rest der Welt... er t├Âtet sie alle, uns alle, er ist... es gibt keinen Namen f├╝r dieses Monster Ciel... ich will nach Hause, bring mich nach Hause zum Palast und zu einem Heiler, irgendwas stimmt nicht mit mir", flehte Wolfi.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├╝ckte den verzweifelten Jungen ganz fest an sich, eine Hand auf seinem Hinterkopf wie bei einem Baby, da dies viele Menschen beruhigte. Sie erinnerten sich unterbewusst daran, das die Hand, die ihren Kopf st├╝tzte, die Hand der Mutter, des Vaters oder einer anderen liebenden und sorgenden Person war. Anwolf war fast zehn Jahre j├╝nger als Ciel und in diesem Moment glaubte er, das erste Mal so etwas wie die Ahnung von Vatergef├╝hlen zu sp├╝ren. Er hielt ihn sicher in seinen Armen. ┬╗Ja, du hast ein Loch in deiner Seele, so wie ich. Mir sind alle Haare ausgefallen deswegen, ich hoffe, das bleibt dir erspart. Drum trage ich nun die selbe Frisur wie dein Bruder - gar keine. Wichtiger ist jedoch, dass solch ein Loch wieder verschlossen werden kann. Mir haben dein Onkel Davard, der Heiler Benito und Magistral Parcival das Leben gerettet, indem sie das Ausbluten meiner Seele beendeten und den Riss versiegelten. Wie ich hoffe, dauerhaft. Komm, wir bringen dich nach Hause.┬ź Er zog Anwolf sanft, aber bestimmt unter dem Sofa hervor. Der Junge musste schnellstm├Âglich fort. Er half ihm auf die F├╝├če und zog sich seinen Arm ├╝ber die Schulter. Er war selbst noch schwach, aber er nahm keine R├╝cksicht auf sich und brachte Anwolf zu Aquilla. ┬╗Lin, Ferrau, helft mir, ihn hinaufzubringen. Ich hoffe, Lin, du verstehst nun, warum ich eure beiden anderen Lichs nicht dabei haben wollte und warum wir Nekromantie so vehement verbieten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard schob Ferrau behutsam aus dem Haus und zog die T├╝r hinter sie zu. Er nahm Ciel Anwolf ab und trug ihn zu Aquilla. "Ciel hat Recht. Dave, Ben und Dan werden Dir helfen. Sie haben auch Ciel geholfen. Ich setzte Dich auf Drachenhuhn und binde Dich fest Wolfi. Danach setze ich mich vor Dich und Ciel hinter Dich, so kann Dir nichts passieren. Versuch so gut es geht wach zu bleiben, schlaf nicht ein, Du wei├čt warum. Einmal weg, f├╝r immer weg. Also auf gehts", sagte Lin und wuchtete Anwolf auf Aquilla. Sein Bruder war wesentlich leichter als er ihn in Erinnerung hatte. Zwar hatte er Wolfi nicht oft getragen, aber sie hatten sich manchmal aus Spa├č gerauft und da hob man auch schon mal jemanden hoch. Besorgt schaute Lin Ciel an, w├Ąhrend er Anwolf sicher festgurtete. Danach schwang er sich selbst auf Aquilla, zog Ciel hinter Wolfi hoch und zum Schluss Ferrau. "Gurtet Euch und Ciel Du musst Wolfi mitfesthalten. Wir sind bald Zuhause Wolfi, versprochen. Mach Dir keine Sorgen und Kurzer, nie wieder Streit h├Ârst Du? Ich lieb Dich Wolfi, merk Dir dass und Du musst durchhalten, Dein Neffe m├Âchte Dich kennenlernen. Du packst Kurzer", sagte Linhard vehement. Als alle gegurtet waren, sprang Aquilla in den Himmel und flog mit kr├Ąftigen Fl├╝gelschl├Ągen nach Souvagne. Ganz so, als w├╝sste sie, wie bedrohlich die Situation ist, flog sie schnell und ausdauernd. Auch der Blick der gewaltigen Tieres schien ernst zu sein.

Ferrau Du Trieux
Ferrau klammerte sich an Ciels R├╝cken fest, w├Ąhrend des Fluges. Zeitgleich streichelte er ab und an Wolfi beruhigend, der ziemlich schlaff in den Gurten hing, aber grimmig darum k├Ąmpfte wach zu bleiben. Er machte das gut fand Ferrau. "Es ist nicht mehr weit", munterte Ferrau den Jungen auf, obwohl er ├╝berhaupt keine Ahnung hatte, wie weit sie noch fliegen mussten. Anwolf schaute seine H├Ąnde an, fuhr sich ├╝ber die Finger und seine Fingern├Ągel l├Âsten sich. Ferrau packte ihn mit um die Brust und hielt ihn fest. "H├Âr auf damit!", wimmerte der Leibdiener.

Ciel Felicien de Souvagne
Es schmerzte Ciel, nicht helfen zu k├Ânnen. Hier war er machtlos, bei Seelenverletzungen konnte nur ein Heiler oder Geistmagier helfen. Er unterst├╝tzte w├Ąhrend des Fluges Anwolfs Kreislauf und Herzt├Ątigkeit, damit dieser nicht vor Stress oder Ersch├Âpfung umkam, doch das half nicht gegen das Ausbluten der Seele und irgendwann musste er selbst schlafen. Ferrau machte das alles sehr fertig, besonders, als er sah, wie Anwolf sich k├Ârperlich aufzul├Âsen begann. Sie sprachen nicht w├Ąhrend des Fluges, Ciel gab jedoch auf sie alle Acht. Er hielt Anwolf fest und stupste ihn gelegentlich sanft an. Auch Ferrau gab sein Bestes, um zu helfen. Wenn Anwolfs Zustand es erlaubte, k├╝mmerte sich Ciel um ihn, k├╝sste und tr├Âstete ihn. Auch Linhard strich er mitunter ├╝ber den R├╝cken und die Arme, den diesen w├╝rde es ebenso mitnehmen, was mit seinem kleinen Bruder geschah. Ciel betete, dass sie rechtzeitig kamen. Endlich landeten sie im Hof von Beaufort.

Linhard von Hohenfelde
Aquilla landete im Hof, aber Linhard lie├č die anderen nicht absteigen, sondern trieb das Drachenhuhn bis vor die T├╝r von Benito an. Erst dort gurtete er sich schnellstm├Âglich ab, direkt gefolgt noch Anwolf. Er packte seinen Bruder, zerrte ihn vom Drachenhuhn und schleppte ihn sofort in die Heilstube von Benito. Der Heiler kam gerade nach vorne und setzte zu einer seiner bekannt ber├╝chtigten Begr├╝├čungen an, aber als er sah was los war, machte er sofort Platz und lotzte Linhard in ein Behandlungszimmer. "Mit ihm ist das Gleiche geschehen, wie mit Ciel. Er hat ein Loch in der Seele Ben, Du musst ihn sofort heilen, er hat einige Tage so verbracht", erstattet Lin sofort Bericht. Benito untersuchte Anwolf so schnell er konnte. "Holt meinen Bruder her Prince, sofort, ich ben├Âtige Hilfe und schleppt eines der Himmelsaugen hier an. Je m├Ąchtiger, je besser. Oder Euren Onkel, schnell!", befahl Benito und griff sofort auf seine Gabe zu um Anwolf zu heilen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel half Ferrau vom Drachenhuhn. ┬╗Wenn du dich ausruhen willst, geh in unsere Gem├Ącher. Ich habe hier noch zu tun.┬ź Er schickte sofort drei Dienstboten los und kurz darauf waren Parcival, Dantoine und Davard vor Ort. Er selbst sa├č zu dieser Zeit l├Ąngst wieder bei Lin und Wolfi.

Anwolf
Wolfi ging es schlecht. Seine N├Ągel hielten nicht mehr richtig, aber das war eine Folge der Auszehrung, dass wusste er. Ciel k├╝mmerte sich ganz lieb w├Ąhrend des Fluges um ihn. Er f├╝hlte sich sicher und geborgen. Linhard flog wie besessen und gab alles um ihn zu retten. Er liebte seinen Bruder ebenfalls, aber gesagt hatten sie sich das bis jetzt nie. Das Linhard ihm das sagte, machte Anwolf deutlich wie schlecht es um ihn stand. Aber auch, was Linhard tats├Ąchlich f├╝r ihn empfand, denn w├Ąre das tats├Ąchlich wahr, was er immer vermutet hatte, w├Ąre Lin nicht zu seiner Rettung erschienen. Wolfi dachte an all die sch├Ânen Dinge die sie zusammen erlebt hatten. Viele waren es nicht, aber die paar waren umso wertvoller. Seine letzte gute Erinnerung war, wie ihn Lin vor den Wachen rettete, weil ihn Nathan in die Pfanne gehauen hatte. Und davor hatte er ihn vor Archibald gewarnt, als sie mit dem Knochendrachen fortgeflogen waren. Der Familienkrieg und das alles kam ihm so unendlich fern vor. Und er kam sie so dumm vor. Er hatte Maghilia gegen Linhard um Hilfe bitten wollen. Er hatte den Dunklen Pfad beschreiten wollen. Was h├Ątte das bedeutet? Er w├Ąre ein Dunwolf geworden, damit sie niemals in Frieden und Freiheit lebten. Soweit hatte er sie gebracht. Sklaven die mit Stolz ihre Ketten trugen und sich einbildeten er w├Ąre Schmuck. Nun lag er auf einer Liege bei Benito dem Heiler und sp├╝rte wie sich W├Ąrme in seiner Seele ausbreitete. Vorher hatte Ciel seinen K├Ârper geheilt, nun heilte Benito seine Seele. Wolfi streckte die Hand nach Ciel und Linhard aus. Er sp├╝rte wie es ihm besser ging, aber er war noch schwach. Er sehnte sich nach einem Halt und er vermisste Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hielt seine Hand fest und streichelte sie etwas. "Hilfe ist da, Wolfi", sagte er freundlich. Da er, wie alle Mitglieder der Krone, ein guter Schauspieler war, sah sein hoffnungsvolles L├Ącheln echt aus.

Davard von Hohenfelde
Noch w├Ąhrend Anwolf von Benito geheilt wurde, erschien Dave mit den anderen in der Heilstube. Linhard umarmte seinen Onkel fest zur Begr├╝├čung, brachte aber kein Wort heraus. Dass musste er auch nicht. Dave k├╝sste Lin kurz auf die Stirn und schob ihn von sich um Wolfi helfen zu k├Ânnen. "Wir sind so schnell gekommen, wie es ging. ├ľffne Deinen Geist Wolfi, gleich geht es Dir besser", versprach Dave und setzte sich auf Anwolfs andere Seite. Er griff ebenfalls auf seine Gabe zu und ├╝bertrug von sich selbst auf Anwolf Lebensessenz. Dan gesellte sich zu seinem Bruder und unterst├╝tzte diesen mit seiner eigenen Gabe. Ciel sah welches Gl├╝ck er selbst gehabt hatte, als Wolfi so schwach und abgek├Ąmpft vor ihm lag. Er hatte nur einige Stunden durchhalten m├╝ssen, Wolfi einige Tage und so sah er auch aus. Seine Haut war rissig und eingefallen, er hatte keine Fingern├Ągel mehr und seine Augen bluteten, aber er hatte seltsamerweise noch seine Haare. Anwolf bekam wieder etwas Farbe und seine Augen h├Ârten auf zu bluten und kl├Ąrten sich langsam. Wolfi g├Ąhnte leise und umfasste Ciels Hand fest. Die Hand die ihn gestreichelt und gehalten hatte.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte seinem Schatz zu und verschwand so schnell, wie Ciel seinen Diener nie hatte laufen sehen. Aber in der selben Geschwindigkeit kehrte er auch einige Minuten sp├Ąter wieder zur├╝ck mit einem Henkelmann in der Hand. "H├╝...h├╝...h├╝hnersuppe!", japste Ferrau v├Âllig au├čer Atem. Er keuchte und schnaufte einige Minuten, dann stellte er die Suppe vorsichtig auf einen Tisch. "Damit... er wieder... zu Kr├Ąften kommt... Markl├Âsschen drin... da drin...", japste Ferrau und nickte aufmunternd. Die Br├╝he w├╝rde dem Jungen gut tun, sobald die Heilung vollbracht war. Parcival nickte anerkennend und spendete Dave Lebensessenz, damit dieser sie an Anwolf weiterleiten konnte. Wolfi leckte sich ├╝ber seine rissigen Lippen, die nicht mehr blutleer waren und l├Ąchelte schwach.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hielt Anwolfs Hand weiterhin fest und streichelte sie unentwegt. Er war froh zu sehen, wie es dem Jungen langsam wieder besser ging. "Dave", sagte er. "Unser Feind ist Dunwolf von Hohenfelde. Die anderen beiden hat er, so wie Brandur es vermutete, absorbiert. Er allein steht als Lich noch gegen uns. Aber er hat inzwischen weltliche Unterst├╝tzer um sich geschart."

Davard von Hohenfelde
Dave trennte behutsam die Verbindung zu Anwolf und blieb ersch├Âpft neben ihm sitzen. "Dann war unsere Vermutung richtig. Er hat sie v├Âllig vernichtet, daf├╝r dass sie sich mit ihm eingelassen haben. Nun man k├Ânnte sagen, sie haben bekommen was sie verdient haben. Sie haben freiwillig diesen unheiligen Bund geschlossen und er richtete sich gegen sie. Dunwolf war der Sippenbegr├╝nder unserer Sippe, sprich der Hohenfelde-Eibenberg-Wigberg-Sippe. Dass das Untier einen Namen hat, macht es leichter. Wir m├╝ssen nur noch herausfinden, wie man ihn endg├╝ltig t├Âtet. Oder einer von uns absorbiert ihn", grinste Dave. Bei dem Gesicht dass Anwolf zog, streichelte er ihn schnell, "Das war nur Spa├č", schmunzelte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir ben├Âtigen jedenfalls einen gut ausgearbeiteten Plan. Daf├╝r m├╝ssen wir ihr Ziel wissen. Anwolf, wei├čt du, was sie als n├Ąchstes vorhaben? Was sie ├╝berhaupt vorhaben?┬ź

Anwolf
Anwolf setzte sich mit der Unterst├╝tzung von Benito etwas auf. "Ja das wei├č ich. Also der ├älteste m├Âchte in den Keller der Duponts einziehen um dort ein neues Leben zu beginnen. Das wurde ihm von Nathan vorgeschlagen. Der Kerl macht nur ├ärger. Er war auch im Keller anwesend, mir hat er schon mal ├ärger bereitet. Lin kann es bezeugen, ich habe nichts getan. Und er ist mit Archibald im Bunde. Er schlug den Keller der Duponts vor. Der ├älteste gab Nathan die Aufgabe die Bei├čer dorthin zu f├╝hren. So nennt sich die Gruppe. Mitglieder sind Archibald, Nori und Arbogast, dass sind seine Kinder, Nathan und ein Robere. Und ein Geist, dass ist Kazrar der ehemalige Sch├╝ler von Archibald. Sie wollen Ansgar jagen und t├Âten. Vorher wollen sie Kazrar einen neuen K├Ârper besorgen, einen Arashik├Ârper. Die Gruppe hat sich geteilt, Dunwolf ging mit Robere und Kaz zur├╝ck ins Herrenaus und Nathan f├╝hrt die restlichen in den Keller. Dort soll Archibald alles vorbereiten. Ich habe so viele Infos, ich wei├č gar nicht, was ich Euch erz├Ąhlen soll. Seine Erinnerungen Dave, stell Dir das vor. Du hattest Recht, Du hattest immer Recht, es macht einen Unterschied ob man rein bleibt oder ob man sich korrumpieren l├Ąsst und seinen Geist verformt. Es ist immer der Geist, Geist ├╝ber Materie. Hei├čt dann doch nicht nur, dass der Geist mehr ist als Fleisch. Das hei├čt dann doch auch, man sollte den Geist w├Ąhlen, statt den Besitz. Aber sie w├Ąhlen nur das, sie wollten alles, aber der Boss war er Dunwolf. Ich wei├č was sie Dir angetan haben. Er hat es gesehen und er hat es genossen. Und ich habe es gesehen und ich habe geschrieen vor Schmerzen... f├╝r Dich... weil... und f├╝r Papa... er genauso... er muss damit aufh├Âren, ehe er so endet wie Dunwolf! Sag ihm das Dave, bitte sag ihm dass. Und geh nicht weg, sie wollen Dich t├Âten... Archibald will Dich wieder einfangen... damit Du siehst... das Du nichts gegen ihn tun kannst. Sie denken so viel Zeug und alles ist so dicht in meinem Kopf, dass ist viel zu viel in meinem Kopf...", st├Âhnte Anwolf und klammerte sich an Ciels Hand. "Leg Dich zu mir und halt mich fest... bitte", fehlte er Ciel an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war sehr ersch├Âpft. Er selbst war dem Tod durch Seelenblutung nur knapp entronnen. So war er froh, nun einen Vorwand zu haben, sich hinzulegen, ohne als schw├Ąchlich dazustehen. ┬╗Rutsch ein St├╝ck┬ź, bat er, legte sich um Anwolf und nahm ihn in die Arme. ┬╗Wenn es dir wieder besser geht, m├Âchte ich dir etwas erz├Ąhlen┬ź, sprach er im Tonfall, als w├╝rde er ihm eine Geschichte vorlesen. Doch es ging um sehr viel mehr. Vielleicht hatte er einen neuen Streiter in den Reihen der Bluthexer gefunden ... einen neuen Lebensbewahrer. Einen weiteren magischen Krieger im Kampf gegen die Nekromantie. Er dr├╝ckte ihn an sich. Er w├╝rde Alexandre bitten, Anwolf ausbilden zu d├╝rfen, auch wenn er noch kein Hexenmeister war, sondern gerade erst die Pr├╝fung des dritten Grades bestanden hatte - wof├╝r ihm noch immer die Urkunde fehlte. ┬╗Nathan ... seine Loyalit├Ąt hat den Charakter einer Wetterfahne im Wind. Ich wage kaum zu fragen, in welchem Verh├Ąltnis er zu Archibald steht. Ich kann es mir denken, wenn er ihm hinterherl├Ąuft. Er muss v├Âllig von Sinnen sein, von der Krone gesuchten Schwerverbrechern ein sicheres Versteck zu zeigen! Ich muss mir meinem Vater dar├╝ber reden, ob dies nicht unter Hochverrat f├Ąllt. Denn er hilft jenen, die zwei Princen nach dem Leben trachteten, einer davon des Ducs Sohn. Davard und Lin, was schlagt ihr vor? Ihr kennt unsere Gegner besser als ich.┬ź

Davard von Hohenfelde
"Ja ich kenne unseren Feind, besser als jeder andere und zwar aus eigener leidiger Erfahrung. Dunwolf kenne ich pers├Ânlich nicht, da m├╝ssen wir uns auf Wolfi verlassen. Zu Archibald, er ist ein Kinderfresser. Er hat mich benutzt mit der Erlaubnis meines "Vaters" und er tat es bis ich so... hm... 16 Jahre alt war. Er ist hochgradig manipulativ. Er konnte meinen Vater um den Finger wickeln und er hat sogar Linhard um den Finger gewickelt. Und so abartig es klingt, sogar manchmal mich. Das ich glaubte, wenn ich ihm heute gehorchte, dann tut er mir nichts. Vielleicht l├Ąsst er es, wenn ich nur absolut gehorche. Er l├Ąsst es erst, wenn man tot ist und nicht mal dann. Denn dann frisst er den Rest. Also ich gehe davon aus, dass er Nathan um den Finger gewickelt hat und so wie Nathan ist, wird er Archs Zuneigung wie einen Schwamm aufgesogen haben. Jeder Mensch sehnt sich danach und er ist ein Meister darin herauszufinden, wie und was er servieren muss. Man findet ihn charmant, geistreich, frech und trotzdem loyal. Man f├╝hlt sich in seiner N├Ąhe gut und sicher... solange er das m├Âchte. Und keiner begreift, dass er nicht mit einer Quietscheente die Badewanne teilt, sondern mit einem hungrigen Hai! Die Einzigen die Arch tats├Ąchlich mag sind mein Vater, seinen Mann Jesper und seine M├╝ndel. Kazrar war sein M├╝ndel und Arch verlieh mich an ihn weiter. Also von meinem Vater aus durfte er alles, au├čer mich t├Âten. Das h├Ątte ├ärger mit meinem Opa gegeben. Sonst war es gleich was er tat. Also verlieh er mich weiter, oder auch Ansgar. Oder er verlieh uns auf Partys. Er nahm mich mit zu sich nach Hause. Ich habe sein Haus gesehen und ich habe gesehen, was Lin nicht sah. Ich sah ihn fressen und ich betete zu Ainuwar, dass ich das Haus lebend verlassen durfte um wenigstens noch einmal das Sonnenlicht zu sehen. So war es, ich sah es und kehrte trotzdem in den Abgrund zur├╝ck. Fr├╝her war Lautst├Ąrke seine Schw├Ąche oder Licht. Er litt unter Migr├Ąne und zwar derma├čen, dass er so Anf├Ąlle bekam, total verkrampfte, seiberte und blind wurde. Der einzige der ihn dann anfasste war mein Vater, weil das ziemlich gef├Ąhrlich war. Aber Kasimir biss Archibald und machte ihn zum Vampir. Ergo hat der Menschenfresser diese Probleme nicht mehr. Er brachte mich als Kind nicht grundlos zum Schweigen. Schweigen weil es f├╝r die Schmerzen keinen Ausdruck gibt. Denn schrie man ihn an, konnte das einen Anfall ausl├Âsen. Dunwin folterte mich, bis ich schwieg. Archibald folterte Ansgar, bis dieser nur noch br├╝llte. Und dann tauschten sie die Spielzeuge... ich der Stumme geh├Ârte Arch und der Schreihals geh├Ârte Dunwin... Das war unser Zuhause. Also verurteilt Nathan nicht, sondern rettet ihn! Wenn diese Konstellation kippt, wenn er Nathan nicht mehr f├╝r infantil h├Ąlt, wir er ihn t├Âten. Was sucht Nathan denn au├čer ein paar liebevolle Arme? Das sucht doch jeder von uns und er ist doch kein Verr├Ąter. Ich kann ihn auslesen wenn Ihr wollt. Ich schw├Âre Euch, ich finde keinen Verrat. Falls Ihr mir nicht glaubt oder traut, fragt ein Himmelsauge. Arch benutzt Nathan, wie er alle anderen benutzt, er ist ein Einzelg├Ąnger der in einer Gruppe existiert wie ein Puppenspieler. So nutzt er die Leute. Am Ende w├╝rde er alle F├Ąden durchschneiden nur um zu ├╝berleben. Das sagte einst mein Vater", erkl├Ąrte Dave und nahm Ciels andere Hand.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Gibt das Nathan einen Freifahrtschein? Scheinbar ist es wieder einmal gleich, ob jemand mich umbringen m├Âchte oder nicht, beziehungsweise jemanden unterst├╝tzt, der dies tut. Gleichg├╝ltig. Wer einem Verbrecher hilft, wird darob selbst einer, v├Âllig egal, ob er sich nach Liebe, nach Reichtum oder nach Macht sehnt oder nach allem zusammen. Und mit Archibald hat Nathan sich keinen Kleinkriminellen ausgesucht! Ich fragte nach einem Plan. Die Gruppe hat sich gespalten. Der Lich und Robere suchen einen K├Ârper f├╝r den Geist namens Kazrar. Einen Arashi-K├Ârper. Sie werden sich also vermutlich als n├Ąchstes im Arashibezirk in Naridien umsehen. Nathan f├╝hrt Archibald und seine beiden Kinder ins alte Anwesen der Duponts. Den Ring der Menschenfresser in Obenza sollten wir ebenfalls nicht aus den Augen verlieren. Ich will konkrete Vorschl├Ąge, meine Herren┬ź, zickte Ciel.

Davard von Hohenfelde
"Nein das gibt ihm keinen Freifahrtschein, aber Ihr solltet der Schlange den Kopf abschlagen und nicht eine Schuppe daf├╝r verurteilen, an ihr zu haften. Mir ist es ganz gewiss nicht gleichg├╝ltig ob Euch jemand bedroht. Ihr habt uns aufgenommen, uns Schutz geboten und Euch f├╝r uns mit dem Haus also Dunwolf angelegt. Wie k├Ânnte es mir gleich sein Ciel? Ginge es nach mir, m├Âchte ich noch in dieser Sekunde Dunwolf, Archibald samt seiner Brut und Kazrar auf bestialische Weise hingerichtet sehen. Ich habe Euch nur erl├Ąutert, was dieser Mann macht Ciel. Nun einen Plan, gut. Wir sollten uns ebenfalls aufteilen. Eine Gruppe muss Dunwolf aufhalten und Kazrar. Er darf keinen neuen K├Ârper erhalten. Dann muss eine Gruppe Archibald den Boden unter den F├╝├čen wegziehen. Das hei├čt, eine Gruppe muss den Zirkel der Menschenfresser ausr├Ąuchern und umlegen. Das w├╝rde ich ├╝bernehmen mit den Fantomen. Und eine Gruppe muss Archibald selbst folgen. Den Part kann ich nicht ├╝bernehmen, weil er mich unterbuttern kann. Ohne meinen Mann, ohne Urako oder jemanden der mir besteht, macht er mich fertig. Selbst wenn ich das nicht m├Âchte, ich... ich bin dann wie in Starre. Was sagt Ihr dazu?", fragte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich werde mich zu der Verharmlosung von Nathans Verrat nicht ├Ąu├čern. Du schl├Ągst also vor, dich um den Ring der Menschenfresser zu k├╝mmern, gemeinsam mit den Fantomen. Gut. Bleiben wir beide, Linhard. Wir werden uns nicht auftrennen. Zuerst also Dunwolf oder zuerst Archibald? Was meinst du?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard machte eine beschwichtigende Geste. Er wusste warum Dave so reagierte, er hatte seinen eigenen Blick auf Archibald und das ganze Grauen, da er es durchleben musste. "Archibald ist hochgef├Ąhrlich, dass wei├č ich. Aber er ist trotzdem nur der Handlanger f├╝r den ├ältesten, also Dunwolf. Wenn wir ihn entg├╝ltig beseitigen, ist die gr├Â├čte Gefahr vorbei. Und Dunwolfs Tod, ist der Tod Archibalds Gottes. Das wird ihm zus├Ątzlich aus der Bahn werfen. Der Zirkel, sein Gott, seine Tochter Derya, danach sacken wir ihn ein. Das wird zwar schwer, aber wenn einer so getroffen ist, macht er Fehler. Und die wird er machen. Und wir werden ihn einsacken und das war es mit ihm. Ergo zuerst Dunwolf. Er muss weg, er muss sterben. Er muss zur├╝ck in den Nexus. Wir trennen uns nicht Ciel, wir haben das gemeinsam angefangen und wir werden es gemeinsam beenden. Schwert und Magie. Zwei sind schon fort, es fehlt nur noch der Dritte. H├Ątten wir je gedacht so weit zu kommen?", fragte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Zuerst also den Lich. Ich teile deine Einsch├Ątzung und freue mich, dass wir einer Meinung sind. Gut, dass Archibald so freundlich ist, sich in einer geschleiften Burgruine zu verstecken, anstatt seinen sogenannten Gott zu sch├╝tzen. Wir erhalten ├╝ber seinen Sohn alle ben├Âtigten Informationen ├╝ber seinen momentanen Aufenthaltsort. Parcival, deine Himmelsaugen behalten ihn weiterhin im Auge, w├Ąhrend wir uns Dunwolf widmen. Wir beide Linhard, wie du es sagst, Schwert und Magie. Wir nehmen auf jeden Fall Bellamy mit, um Robere in seine Schranken zu verweisen, da ich davon ausgehe, dass dieser Archibald und seinem falschen Gott ebenfalls dient. Warum sonst sollte er ihm derart hinterherlaufen, anstatt seinen Dienst bei der Leibgarde zu verrichten? Dann ist die Frage, wer aus eurer Familie wagen w├╝rde, sich erneut dem Haus zu stellen, jetzt, da seine Natur offenbart wurde. Es ist gut, dass Davard seine Grenzen realistisch einsch├Ątzt. Wer aber kann uns im Kampf gegen Dunwolf helfen - oder sind wir diesmal wirklich allein?┬ź

Anwolf
Wolfi dr├╝ckte Ciels Hand. "Er hat es gesehen, Dunwolf hat alles gesehen und es durch seine Geisterf├Ąden gesp├╝rt. Deine Qualen Dave, Dein Leid, wie Ansgar schrie und wie Du zum Schweigen gebracht wurdest. Wie man Euch missbrauchte, wie man Euch folterte, wie sich Alastair an Euch zu schaffen machte auf seine Art, Dunwin auf die n├Ąchste und Archibald auf die andere. Und er genoss es wie einen guten Wein, es war seine pers├Ânliche Theaterauff├╝hrung. Jeder Hohenfelde war ein Schauspieler auf seiner B├╝hne. Ein Kampf um Leben und Tod, der gar keiner war. Es war die eingetrichterte Bestenauslese, damit die Trauben immer noch s├╝├čer und saftiger wurden. Und so wurde das Spiel immer h├Ąrter und brutaler. Und so litten Generationen von Hohenfelde auf ihre eigene Art, Du Dave wie so viele andere. Dieses Haus, diese Mauern sind voller Leid, Schmerz und Pein und voller Genugtuung von drei widerw├Ąrtigen Seelen, die sich genau dieses Leid auf der mentalen Zunge zergehen lie├čen. Archibald ist Dunwolfs liebster Anh├Ąnger, er ist in seinen Augen tats├Ąchlich effektiv, er jagt, er bringt Opfer mit heim, er bringt Unterhaltung, er sprach sogar mit ihnen. Er ist seit langer Zeit jemand, den Dunwolf wirklich sch├Ątzt, da er nur gutes von Arch hat. Arch ist ein treuer Diener Dunwolfs, ohne es zu begreifen. Seine Mutter war ein ├Ąhnliches Tier wie er. Und Alastair hatte sich in diesen weiblichen Eisklotz verliebt. Alastair und Rigmor, das heimliche Liebespaar. F├╝r Dun-Haru-Mar war es kein Geheimnis. Alles was man in diesem Haus sagte, dachte oder f├╝hlte... sie wussten es. Und so wei├č er auch, wer Arch tats├Ąchlich ist, welches Blut in ihm flie├čt. Und sollte er es je offenbaren, wird Arch ihn umso mehr f├╝r einen Gott halten. Einst war er nur ein kleines Kind, dass so alleine war, dass er davon wahnsinnig wurde. Seine Mutter formte ihn nach ihren Vorstellungen. Und dann traf der Kleine den ├ältesten und dieser sah nicht ein, warum man so ein effektives Werkzeug verschenken sollte. Den Hass verdiente die Mutter tats├Ąchlich. Dunwolf lie├č sie t├Âten und Archibald t├Âtete... so verlangte es sein Gott. Aber er ist nicht kadavergehorsam, dass stimmt. Im schlimmsten Fall wird er einfach weiterziehen, denn das ist es was einen Dornburg ausmacht, er kommt alleine zurecht. Das ist etwas, dass Dunwolf an Archibald ├Ąrgert, er ist nicht zu 100% loyal, sondern zu 99%. Da k├Ânnte man ansetzen. Wo soll ich mich denn beteiligen?", fragte Anwolf schwach. "Vielleicht kann Euch mein Vater helfen, aber er ist ein Nekromant wie Brandur. Wenn sie ihn aufhalten und es aufgeben, dass w├Ąre gut, dass w├Ąre mir wichtig".

Linhard von Hohenfelde
"Wer sich ihm stellen k├Ânnte? Nun die Nekros, sprich die anderen Lich m├Âchtest Du nicht einsetzen. Dann w├╝sste ich jemanden, Veyd. Er ist ein m├Ąchtiger Geistmagier und darauf spezialisiert Leute zu beeinflussen. Das w├Ąre ein extremer Vorteil. Bellamy, Boldi, einige von der Garde auf alle F├Ąlle. Wie w├Ąre es wenn wir nachts angreifen, dann k├Ânnten wir einige Gargoyle vielleicht mitnehmen?", schlug Linhard vor.

Parcival:
"Wir behalten sie weiterhin im Auge, bedenkt wir k├Ânnen uns als Orden auch in einem Kampfverbund zusammenschlie├čen und einem von Euch unsere geballte Macht zur Verf├╝gung stellen. Stellt Euch vor, Dave oder Veyd stellen sich diesem Dunwolf mit der Macht von zig hundert Geistmagiern im Nacken. Seine Seele wird verbrennen. Es ist allerdings hochgef├Ąhrlich so eine Macht zu nutzen. Den Kampfverbund einzugehen nicht. Im Konsenz lebt es sich sogar gut. Die Gefahr besteht f├╝r die eine Person, die zur Brennlinse der Macht wird. Sprich jene Person die die Macht in sich b├╝ndelt und weiterleitet. In dem Falle Dave oder Veyd. Sei muss sich extem zusammennehmen und die Macht genau einsetzen. Sollte sie die Kontrolle ├╝ber diese Macht verlieren, war es dass. Sie wird von der puren Macht zerrissen. Zur├╝ck bleibt eine leere, seelenlose H├╝lle. Aber es ist eine M├Âglichkeit, die wir im Hinterkopf behalten sollten. Dieser Lich ist eine zu gro├če Gefahr. Ansonsten stelle ich mich der Kreatur und biete mich als Brennglas an. Einst tat ich es bereits. Es ist schwierig, es ist wie ein Unwetter mit den Gedanken formen, aber es ist m├Âglich und ich w├╝rde es auf einen einzigen vernichtenden Schlag beschr├Ąnken um niemand weiteres zu gef├Ąhrden. Dieser Dunwolf bedroht nicht nur Euch und Eure Familie Prince Linhard, er bedroht die Krone, er bedroht ganz Souvagne. Verbrennen wir ihn", schlug Parcival vor.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel und kraulte Anwolf den Hinterkopf, als dieser sprach. Er umarmte ihn stellvertretend f├╝r alle, die unter der Macht des Hauses, das in Wahrheit Dunwolf war, gelitten hatten. Die Geschichte der get├Âteten Familien, der gefolterten Kinder, sie taten einem einf├╝hlsamen Menschen wie Ciel weh. ┬╗Das Haus wird fallen, diesmal endg├╝ltig┬ź, versprach er. ┬╗Egal, in welchem K├Ârper es nun weilt. Und es wird nicht mehr erwachen. Wolfi, du wirst uns nicht begleiten.┬ź Ihm fiel auf, dass er ÔÇ║WolfiÔÇ╣ gesagt hatte und bekam rote Ohren. Dann dr├╝ckte er den Kleinen noch fester. Als Parcival die Seelenverbrennung vorschlug, leuchteten Ciels Augen auf. Er drehte sich etwas zu dem Magier herum. ┬╗Besser. Ansgar soll dieser Brennspiegel sein. Das d├╝rfte die Effektivit├Ąt potenzieren, denn Untote zu beherrschen ist seine Spezialit├Ąt als Nekromant. Alles, was ihn daran hindert, den Lich zu b├Ąndigen, ist die Tatsache, dass dieser noch m├Ąchtiger ist als er selbst. Ansgar ist in Hass und Zorn sehr stark, wie man sagt und er hat mit Dunwolf, so wie alle Hohenfeldes, eine sehr hohe Rechnung offen. Sind dies nicht die besten Voraussetzungen? Und Linhard, du hast vollkommen Recht. Au├čer Belly sollten weitere Gardemitglieder uns begleiten, aber Belly mag selbst aussuchen, welche er f├╝r geeignet erachtet. Er ist in der Einsch├Ątzung seiner Personalzusammensetzung bisher immer sehr gut gewesen. Wir werden jedoch nicht nachts angreifen, Linhard. Niemand von uns hat Nachtsicht, wie stellst du dir das vor? Sollte Archibald wider Erwarten doch noch auftauchen, machen wir es ihm allzu einfach. Nein, der Angriff erfolgt bei Tage und zwar sehr fr├╝h am Morgen, damit wir gen├╝gend Zeit haben.┬ź

Anwolf
"Du darfst immer Wolfi zu mir sagen", freute sich Anwolf, als er Ciels Z├Âgern bemerkte. "Verbrennen finde ich passend. Er ist die Dunkelheit und dann siegt das Licht. Ihr m├╝sst es Paps sagen, wenn er wei├č was dieses Schwein mit mir und uns alles getan hat, dann wird er ihn vernichten. Er wollte sich damals von Brandur t├Âten lassen, damit ich leben kann. So ist er. Er dachte leider fr├╝her wie ein Hohenfelde. Wenn ein Nekro, also sein Vater ihn so qu├Ąlt, muss er das Gleiche werden nur viel m├Ąchtiger um der Qual zu entkommen. Aber das stimmt nicht. Er muss etwas v├Âllig anderes werden um dieses Gift zu stoppen. Das m├╝sst Ihr ihm sagen. Er wollte nie wieder Magie wirken, nachdem Kampf wo Brandur starb und er fast mit drauf ging. Aber kein Magier kann ohne Magie leben, dass wisst Ihr. Also wieso w├Ąhlt er die Magie ab? Er soll nur die Nekromantie abw├Ąhlen. Schlagt ihm das vor, sonst mache ich das und stelle mich Dunwolf mit der Macht aller anderen", sagte Wolfi.

Parcival:
Das alte Himmelsauge strich dem Jungen ├╝ber den Kopf. "Tapfer aber t├Ârricht Kleiner. Es w├╝rde Dich zerrei├čen. Dieser Kerl stirbt, damit kein unschuldiges Opfer mehr stirbt und Du kannst so eine Macht nicht b├Ąndigen. Du kannst Dich nicht mal auf den Beinen halten. Dein Vater wird ihn zum Abgrund schicken, oder wer auch immer, Du jedenfalls nicht. Du kurrierst Dich aus und lernst sp├Ąter weiter flei├čig. Und Du wirst alle Erfahrungen bitte niederschreiben und alle Erinnerungen. Falls es doch noch so eine Kreatur gibt, m├╝ssen wir wissen wie er zu dem wurde was er ist, was er kann und wie wir ihn aufgehalten haben", sagte Parcival.

Dantoine:
"Wir werden Euch ebenfalls begleiten. Ich die eine Gruppe und mein Bruder eine andere. So ist Euch Heilung gewiss, falls es zum ├äu├čersten kommen sollte", sagte Dan freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Parcival hat recht. Du wirst das nicht tun, Wolfi, du bist sehr geschw├Ącht und wir brauchen dich. Ich werde deinen Vater bitten, diesen Part zu ├╝bernehmen und ich glaube, er ist eine sehr gute Wahl, nach allem, was ihr ├╝ber ihn erz├Ąhlt. Du bleibst hier und wenn es dir besser geht, beginnst du zu schreiben. Falls du Rat dabei brauchst, mein Lehrer Alexandre kennt sich mit dem Verfassen von Fachtexten bestens aus.┬ź Nat├╝rlich schlug Ciel den Erzhexer aus einem ganz anderen Grund vor - er sollte Anwolf schon einmal ein wenig Honig ums Maul schmieren, bevor er ihm das Angebot unterbreitete, als Bluthexer die untote Bedrohung zu bek├Ąmpfen. ┬╗Dan und Ben, ihr k├Ânnt uns nicht alle beide begleiten. Einer von euch muss hier bleiben, um meinen Vater und meine Geschwister zu versorgen, das wird Benito sein. Denn du, Dan, kennst Ansgar und wom├Âglich wird er deine Hilfe nach dem Seelenbrand brauchen. Also ist es entschieden. M├Âchte noch jemand etwas vorschlagen oder anmerken?┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau hob sch├╝chtern die Hand. "Ich m├Âchte etwas vorschlagen. Wir sollten den Hof besonders sichern, w├Ąhrend Ihr alle auf Jagd seid. Ich wei├č, er ist immer gesichert, aber die Leute sollten bescheid wissen. Falls einem was seltsam erscheint, muss man es melden und nicht denken, was ist das denn?. Drau├čen steht ein dicker Mann und schaut komisch", sagte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war ├╝berrascht, dass Ferrau sich traute, etwas anzumerken und dann auch noch eine so gute Anmerkung. ┬╗Du hast vollkommen Recht, die Leute hier m├╝ssen informiert werden. Allen voran mein Vater. Ich werde vor der Abreise mit ihm sprechen und er wird entscheiden, welche zus├Ątzlichen Sicherheitsma├čnahmen eventuell erforderlich sein werden. Gut. Davard, ich ├╝berlasse dir die Organisation und Durchf├╝hrung f├╝r die Zerschlagung des Rings der Menschenfresser in Obenza. Parcival, Ihre Aufgabe ist es, den Seelenbrand f├╝r Dunwolf mit Ihren Himmelsaugen vorzubereiten. Linhard, du informierst Ansgar ├╝ber seine ehrenvolle Aufgabe. Dan und Ben - ihr erholt euch, ihr beide habt Anwolf das Leben gerettet. Dan, du k├╝mmerst dich um deine Vetretung w├Ąhrend deiner Abwesenheit. Wolfi - du wirst erst einmal einen riesen Teller der H├╝hnerbr├╝he essen, die Ferrau dir besorgt hat. Ich werde mich zu meinem Vater begeben und mit Bellamy sprechen. Und du Ferrau ├╝berlegst dir noch einmal, ob du uns wirklich begleiten m├Âchtest. Habe ich etwas vergessen?┬ź

Ferrau Du Trieux
"Ja den Fettsack vor der T├╝r", fl├╝sterte Ferrau leise.

Ciel Felicien de Souvagne
"Herrje, Ferrau, welchen Fettsack denn? Ich hoffe nicht, dass du in diesem Ton vom Hofmarschall oder von Gaston sprichst!" Ciel setzte sich auf.

Jesper van Verling
Jesper betrat den Raum und musterte Anwolf mitf├╝hlend. Ebenso die anderen Anwesenden. Sein Blick blieb kurz an Linhard haften, ehe er sich Ciel zuwandte. "Ich wei├č dass etwas mit Archibald los ist Herr. Er fehlt und die Panik greift um sich. Ihr und Linhard seid aufgebrochen, ebenso Davard. Es ist so, wie es zur Zeit war, als er das Geisterhaus angriff. D├╝rfte ich f├╝r Archibald etwas erbitten? Ich w├Ąre bereit meinen Anteil zu leisten", bat Jesper.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte den Mann mit einer Mischung aus Missbilligung und Neugier an. "Zuerst darf ich Sie bitten, sich vorzustellen und zu erkl├Ąren, wass Sie damit meinen. Was genau ist ihrer Meinung nach mit Archibald los?"

Jesper van Verling
"Verzeihung, mein Name ist Jesper van Verling und ich bin der zweite Mann in Prince Linhards Stab. Archibald wird versuchen eine Bereinigung durchzuf├╝hren. Das hei├čt er wird versuchen die Leute dazu zu bewegen, nach seinen W├╝nschen zu handeln, oder ihm nicht in die Quere zu kommen. Daf├╝r wird er ihnen beweisen, dass er sich jeden holen kann, dem er den Tod w├╝nscht. Bereits zweimal geschehen im Geisterhaus. Archibald war gegen die Friedensverhandlungen der Hohenfeldes untereinander. Damit diese nicht zu Stande kommen und damit Davard seinen Neffen Linhard und seinen Onkel Brandur weiter hasst, hat er zwei Personen der Geister get├Âtet. Davard sollte entweder Lin und Brandur dies in die Schuhe schieben. Und falls er das nicht tat, sollte er wissen, dass es Archibald war. Als Warnung, tauchst Du zu den Friedensverhandlungen auf, sterbt ihr alle. So reagiert mein Mann. Ich habe lange genug zugesehen, ich bin es leid. Ich habe der Bestie die ein Teil von ihm ist, nie die Stirn geboten. Ich habe fast 50 Jahre versucht ihn zu heilen. Es geht nicht. Er hat eine gute Seite, glaubt mir Herr. Drum m├Âchte ich die Bestie t├Âten, aber Archibald retten. Mir Eurer Erlaubnis erbitte ich, dass er nicht stirbt, sondern den Rest seines Lebens in einem Sanatorium verbringt. Er ist kein Monster, er wurde dazu gemacht. Das entschuldigt nichts, und gleich wie lieb er sein kann, er darf nicht weiter drau├čen herumlaufen. W├Ąrt Ihr dazu bereit?", bat Jesper.

Davard von Hohenfelde
"Allein f├╝r diese Bitte, sollte er davon erfahren Jesper, wird er Dich t├Âten. Und zwar so, wie er Verr├Ąter t├Âtet. Du liebst dieses kranke Schwein noch immer oder? Was glaubst Du macht er, wenn Du ihn im Sanatorium besuchst? Sich freuen? Er wird Dich verabscheuen. Denk gut dr├╝ber nach", mahnte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
"Warum sollte er Ihrer Meinung nach eine Bereinigung in Souvagne durchf├╝hren lassen? Noch wei├č er nicht, dass er gejagt wird. Was ist sein Ziel?"

Jesper van Verling
"Seine Ziele sind mir unbekannt, er redet selten ├╝ber so etwas. Aber er war unterwegs und das hei├čt nie etwas Gutes Herr. Vielleicht gr├╝ndet er hier einen neuen Zirkel? Er verbringt viel Zeit mit Leuten vom Hof, von der Wache und das ist nicht normal", warnte Jesper.

Ciel Felicien de Souvagne
"Nur mit Robere und Nathan, dachte ich?", fragte Ciel erschrocken. "Wer noch?"

Jesper van Verling
"Er traf sich mit Nathan und Fabien Herr. Sie plauderten. Er sprach auch noch mit anderen, mit einem Heiler. Ich wei├č nicht mit welchem", gestand Jesper.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte fragend zwischen Benito und Dantoine hin und her.

Benito:
Beide Br├╝der zuckten synchron die Schultern, was wegen der gleichen Roben wie eine Pantomineshow aussah. "Mit mir hat er nicht gesprochen, eventuell mit den Hofheiler? Also dem Leibarzt des Duc - Florismart Provencher?", fragte Ben. Parcival schaute grimmig. "Das bringen wir sofort in Erfahrung. Dieser Archibald ist eine ├Ąu├čerst unangenehme Unperson, er sucht sich jene Personen die die M├Ąchtigen umgeben, dass ist kein Zufall!", warnte das Himmelsauge.

Ciel Felicien de Souvagne
"Bringen Sie es in Erfahrung!", verlangte Ciel. "Jetzt! Und was Ihr Anliegen anbelagt, Jesper, so lautet meine Antwort Nein."

Jesper van Verling
Jesper schaute bek├╝mmert drein. "Herr wenn ich Euch verspreche ihn einzufangen und ihn auszuliefern? Bitte gebt mir doch die Chance, mein Versagen zu korrigieren", flehte Jesper. Parcival musterte Ciel schmunzelnd. "Schon dabei", sagte er freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel musterte Jesper langsam von oben bis unten. "Ich wiederhole mich nicht gern. Diese Person hat keinerlei Gnade verdient und ihre Hinrichtung ist bereits bis ins Detail geplant. Die Gef├╝hle eines Einzelnen sind kein ausreichender Grund und ich w├╝nsche dar├╝ber keine Diskussion. Wenn Sie Gewissensbisse plagen, empfehle ich ihnen, sich vertrauensvoll an den Seelsorger unseres Tempels zu wenden."

Jesper van Verling
Jesper nickte zustimmend. "Verzeiht dass ich gest├Ârt habe. Ihr habt Recht mit dem was Ihr sagt, entschuldigt die St├Ârung", sagte Jesper, verneigte sich etwas ungelenkt und verlie├č den Raum. Die Gruppe schaute ihm hinterher.

Davard von Hohenfelde
Dave wandte sich Ciel zu und musterte ihn aufmerksam. "Dankesch├Ân", sagte er schlicht und gl├╝cklich, dabei stupste er Ciel behutsam mental an, so dass er sich liebevoll umarmt f├╝hlte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blinzelte Davard kaum merklich zu. Dann blickte er Parcival ernst an. "Haben Sie herausgefunden, welchen Heiler Archibald aufsuchte? Und beauftragen Sie die Himmelsaugen, Jesper f├╝r eine Weile im Auge zu behalten."

Anwolf
"Der ist ja verr├╝ckt! Der wei├č nicht, wen der da liebt. Mach das blo├č nicht. Alex kann sich bei mir melden, ich warte auf ihn. Und wir warten gemeinsam auf Eure R├╝ckkehr. Passt alle auf Euch auf. Eigentlich geht der Satz weiter - es tut sonst keiner. Ein alter Spruch aus unserer Familie. Aber hier passt der Anhang nicht mehr, hier tut man es doch. Und ich bin froh drum, dass ich Euch gefolgt bin. Drum passt auf Euch auf und wir alle haben ein Auge aufeinander", sagte Wolfi und knuffte zuerst Ciel, dann Lin und seinen Onkel.

Parcival:
"Archibald sprach nicht mit einem Heiler, sondern mit einer Krankenschwester unten in der Heilstube. Dies war an dem Tag, als er Robere einen Krankenbesuch abstattete. Keiner der Heiler sprach mit Archibald Herr. Und Jesper wurde bereits auf die ├ťberwachungsliste gesetzt. Seid unbesorgt", versicherte Parci.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke, Parcival.┬ź Ciel knuffte Anwolf vorsichtig zur├╝ck. ┬╗Alexandre wird dich bald besuchen. Der Name von Hohenfelde wird in einigen Jahren nicht mehr f├╝r das Dunkel stehen, das bald nur noch ein Schatten der Vergangenheit sein wird. Es liegt in Eurer Hand und ich werde euch dabei helfen, so gut ich es vermag. Es wird kein weiteres ÔÇ║schwarzes HausÔÇ╣ mehr geben, zumindest nicht in Souvagne und hoffentlich nirgends mehr.┬ź Er stand auf. ┬╗Ihr kennt eure Aufgaben, ich gehe zu meinem Vater.┬ź

Anwolf
"Ich warte und werde gesund. Dave sag bitte Paps bescheid, er muss herkommen. Ich Danke Dir f├╝r alles Ciel, Euch allen. So sollte es in einer Familie sein, Brandur hatte Recht. Wenn es so kommt wie Du sagst Ciel, dann hat Dunwolf tats├Ąchlich verloren und das w├Ąre sch├Ân", sagte Anwolf m├╝de.

Antworten