Dunwin [Geist]

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Dunwins Geist
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Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » Sa 23. Sep 2017, 17:29

Kurzinfo Dunwin - Geist (ehemals Freiherr Dunwin von Hohenfelde)

Name: Dunwin
aka: Dun
Volk: Geist (ehemals Naridier/Naridische Almane)
Fraktion: keine
Alter: keines (verstorben mit 61 Jahre)
Gr├Â├če: 182 cm
Gewicht: gewichtsloser Astralk├Ârper (ehemals 70 - 72 kg)
Erscheinungsbild: Astralk├Ârper in blauen Spektralfarben
Statur/Erscheinung: schlank und durchtrainiert
Herkunft: Shohiro
Derzeitiger Wohn-/Aufenthaltsort: Nexus oder dorthin wohin er gerufen wird
Sprachen: Asameisch, Rakshanisch
Familienstand: ehemals verheiratet

Direkte Familie:

Eltern:
Alastair von Hohenfelde - Vater
Mechthilt von Hohenfelde, geborene Freiin von Wigberg - Mutter

Br├╝der:
Kunwolf von Hohenfelde
Brandur von Hohenfelde

Ehefrau:
Melisande von Hohenfelde, geborene von Eibenberg

S├Âhne:
Ansgar von Hohenfelde
Davard von Hohenfelde

Enkel:
Linhard von Hohenfelde
Anwolf von Hohenfelde


Aussehen
Dunwin ist ein Geist, er erscheint in den Spektralfarben seiner Seele - hellblau.
Wie zu Lebzeiten, so erscheint er auch als Geist als ein hochgewachsener, schlanker, trainierter Mann. Dunwin tr├Ągt eine leichte Robe mit Kapuze die sein Gesicht und sein langes Haar verh├╝llt.

Link:
https://i.pinimg.com/736x/05/10/82/0510 ... 1fc666.jpg

https://i.pinimg.com/originals/0e/7a/48 ... ef66c8.jpg

https://i.pinimg.com/originals/60/09/32 ... 285ad8.jpg

https://static.giantbomb.com/uploads/or ... sassin.jpg

https://vignette.wikia.nocookie.net/eld ... -prefix=de


Aussehen zu Lebzeiten:

Link:
https://mospineq.deviantart.com/art/Valtieri-306409559

https://i.pinimg.com/originals/50/82/3a ... ba0b1b.jpg

http://orig09.deviantart.net/3a88/f/201 ... 4qcw0s.jpg

https://mospineq.deviantart.com/art/Swo ... -267436389


Charakter und Mentalit├Ąt

...Wie er ├╝ber Euch sprach, war von seiner jeweiligen Erinnerung gepr├Ągt Brandur. Sprach er ├╝ber Eure jungen Kindertage oder manche Streiche, h├Ątte man meinen k├Ânnen man sprach mit einem zufriedenen Mann in einer gl├╝cklichen Familie.

Sprach er ├╝ber Euch als junge M├Ąnner, waren s├Ąmtliche Erinnerungen zersplittert. Sie bestanden aus einzelnen kleinen Komponenten, die Glasscherben gleich in seinen Gedanken steckten und seinen Geist zerschnitten. Er selbst h├Ątte es Dir nicht anders erkl├Ąren k├Ânnen.

Die gleiche Erinnerung sah er auf viele Arten. Mal sah er im puren Hass auf Euch zur├╝ck, da Ihr etwas besessen habt, was er nicht erreichen konnte, mal habt Ihr ihn angewidert in Eurer scheinbaren magischen Dekadenz, dann wiederum hat er Euch f├╝r Eure k├Ârperliche Schw├Ąche verachtet - unf├Ąhig ├╝berhaupt eine Waffe zu f├╝hren, dann wiederum hat er zu Euch aufgesehen und manchmal hat er Euch einfach als Br├╝der, Vertraute und Weggef├Ąhrten aus einer l├Ąngst vergangen Zeit vermisst und Euch geliebt.

Er war ein seelischer Kr├╝ppel Brandur, ein Haufen Scherben, ein Puzzle das sich st├Ąndig selbst zu einem neuen Bild formte und niemandem die M├Âglichkeit oder Chance einr├Ąumte, ihn auch nur f├╝r eine Sekunde einsch├Ątzen zu k├Ânnen.

Uns als seinen S├Âhnen wurden nur die ersten, nie die letzten beiden Punkte zu Teil. Manchmal in einer stillen Stunde versuche ich ihn zu begreifen und dann f├╝hre ich mir vor Augen, dass er nur 17 Jahre ├Ąlter war als ich.

Wir h├Ątten uns verstehen k├Ânnen, vom Alter her h├Ątten wir uns sogar sehr gut verstehen k├Ânnen. Wir h├Ątten gemeinsam gegen Alastair aufbegehren k├Ânnen, aber er ist lieber vor ihm gekrochen und lie├č aus Wut und Verzweiflung andere vor sich selbst kriechen.

Nun ich bin in diesem Punkt keinen Deut besser, ich h├Ątte mich mit Linhard ebenso verstehen k├Ânnen, habe es aber nie getan. Ich habe meinen eigenen Fehler nicht einmal gesehen, bis Davard meine Schnauze in meinen eigenen Dreck gesto├čen hat. M├╝he allein gen├╝gt nicht... und allein der Wille zu einer Ver├Ąnderung bewirkt noch keine...
- Beschreibung/Erinnerung von Ansgar, Dunwins ├Ąltesten Sohn.

**

...Die hatte er nach wie vor, er hat sein Weltbild von das Eures Vaters abh├Ąngig gemacht und zeitgleich hat er es verachtet. Nun man kann nicht einem Bild entsprechen, dass man zeitgleich hasst. Er hat es versucht. Aber das hat ihm weder die Zuneigung noch die Anerkennung Alastairs eingebracht...
- Beschreibung/Erinnerung von Ansgar, Dunwins ├Ąltesten Sohn.

**

...Ich habe ihn gern so angesprochen zu seinen Lebzeiten, um ihn damit zu verspotten. Dunwin hat sich sehr dar├╝ber ge├Ąrgert, er hatte, mit Verlaub, ausgepr├Ągte Minderwertigkeitskomplexe. Mit so etwas konnte man ihn wunderbar necken, ohne sich gro├če M├╝he daf├╝r machen zu m├╝ssen, wie ein Kompott zu vergiften...
- Beschreibung/Erinnerung von Brandur von Hohenfelde, Dunwins Bruder

**

...Dunwin sa├č gut gelaunt im Speisesaal, als sein ├Ąltester Bruder Kunwolf eintrat. Dun musterte ihn und schmunzelte Kun h├Âflich an, w├Ąhrend er aus einem Glas Kompott l├Âffelte. Vorsorglich reichte ich meinem Herrn eine Serviette, die er mit freundlichem Nicken annahm.

"M├Âchtest Du probieren? Eine neue Kreation von Jorgen. Er fragte ob man herausschmeckt, was er f├╝r Fr├╝chte verwandt hat, ich schmecke nur Waldbeeren... lecker ist das Kompott trotzdem", erkl├Ąrte Dunwin und lie├č es sich schmecken.
"Von Jorgen? Ich probiere... von Deinem Becher und Deinem L├Âffel Dun... sicherer ist das", antwortete Kunwolf.

"Du und Deine Superparanoia...", antwortete Dunwin und trank einen Schluck Kaffee.

Kunwolf nahm den L├Âffel von Dunwin entgegen und leckte ihn ab. Der ├Ąlteste Sohn von Alastair von Hohenfelde schmeckte Waldbeeren, Erdbeeren und Himbeeren.

"Wirklich sehr k├Âstlich, zu Quarkspeise m├╝sste es noch besser schmecken", antwortete Kunwolf freundlich.
"Stimmt oder als Aufstrich auf s├╝├čem Brot", f├╝gte Dunwin an.

"Vater hatte vorhin nach Dir gesucht, wo warst Du Dun?", fragte Kunwolf und g├Ânnte sich noch einen L├Âffel vom Kompott.
"Mit meinen Hunden drau├čen", erkl├Ąrte Dunwin und legte den Kopf leicht schief.

Kunwolf stockte. Keine zwei Sekunden sp├Ąter sp├╝rte er wie sich ihm die Kehle zuschn├╝rte. Verzweifelt japste er nach Luft, w├Ąhrend seine Beine ihren Dienst versagten. Sein Sch├Ądel dr├Âhnte, als h├Ątte ihm sein Bruder mit einem Hammer davor geschlagen, seine Sicht verschwamm durch das Blut, dass sich in seinen Augen sammelte. Er sp├╝rte wie sein Herzschlag anfing unregelm├Ą├čig vor sich hin zu stolpern.

"Dun...", zischte Kunwolf und st├╝rzte zu Boden. Dunwin hob seine Kaffeetasse vom Tisch, da Kunwolf die Tischdecke samt Geschirr mit zu Boden riss. Der j├╝ngere Hohenfelde folgte Kunwolfs Sturz mit dem Blick und trank weiter seinen geretteten Kaffee.

"Ist Dir nicht gut, lieber Bruder?", s├Ąuselte Dunwin mit diabolischem Grinsen.

Kunwolf schloss die blutenden Augen und versuchte seine Atmung und seinen Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bekommen. Zeitgleich versuchte er am Geschmack herauszufinden, mit was ihn sein j├╝ngster Bruder vergiftet hatte. Seine H├Ąnde wurden taub, viel Zeit blieb ihm nicht mehr. Zeitgleich breitete sich in seinem K├Ârper ein unertr├Ąglicher Schmerz aus.

"Richte Vater doch meinen Dank f├╝r seine F├╝rsorge aus... er wei├č schon wof├╝r...
Ich an Deiner Stelle w├╝rde versuchen an einen Schluck Kaffee zu kommen Kuni...
und damit habe ich mehr gesagt, als Dir Versager ├╝berhaupt zusteht...", schnurrte Dunwin und goss seinem Bruder den Kaffee ├╝ber den Sch├Ądel, ehe er den Speisesaal verlie├č.

Als Kunwolf wieder zu sich kam, lag er im Krankenzimmer des Leibarztes seines Vaters. Er war in weiche Daunendecken geh├╝llt und in einiger Entfernung sa├č Alastair und musterte ihn eisig...
- Erinnerung von Canan, Dunwins Dienerin

**

Kunwolf stand an den Destillier-Apparaturen und widmete sich seiner Arbeit, als sein Bruder Dunwin das Labor betrat und sich mit ver├Ąchtlicher Miene umschaute.

"Oh unsere K├╝chenfee zaubert...", s├Ąuselte Dunwin sp├Âttisch.
"So k├Ânnte man es nennen... gewiss", l├Ąchelte Kunwolf und widmete sich wieder seiner Arbeit.

Er nahm das Fl├Ąschchen von der Flamme und schaute dabei zu, wie sich die Fl├╝ssigkeit darin dunkel einf├Ąrbte. Kunwolf wartete ab, bis sich die Fl├╝ssigkeit verdickte und eintr├╝bte, dann verkorkte er die kleine Flasche und sch├╝ttelte sie kurz. Nach einem weiteren Moment ├Âffnete er die Flasche wieder und gab aus einer anderen Phiole einige Tropfen dazu.

Er schwenkte die Flasche und hielt sie dann Dunwin hin.
"Hier Br├╝derchen, versuch doch mal meine neuste Kreation...", schmunzelte Kunwolf.

Dunwin zog fragend eine Augenbraue hoch.
"Wie gew├Âhnlich, geradezu banal um nicht zu sagen plump Kuni. Glaubst Du dass ich Dein Gift wirklich freiwillig probiere?", hakte Dun nach und nahm die Flasche entgegen.

"Das liegt bei Dir", schmunzelte Kunwolf.
"Ich glaube eher weniger, aber ich sage Dir gerne was es ist, ganz ohne Dein Gift zu kosten", schmunzelte Dunwin zur├╝ck.

Er tauchte einen Finger minimal hinein. Ein winziger Tropfen blieb an seinem Finger h├Ąngen. Er verrieb ihn zwischen zwei Fingern und roch daran.

"Das ist...", weiter kam Dunwin nicht.
Er glotzte seinen Bruder mit riesigen Augen an, w├Ąhrend die Adern an seinem Hals und seiner Stirn anschwollen und er wie von Sinnen vor Schmerzen loskreischte. Er brach zusammen und kr├╝mmte sie wie ein Embryo zusammen, w├Ąhrend er darum k├Ąmpfte Luft zu bekommen.

"Du kannst das Gift auch einfach ├╝ber die Haut absorbieren, genial oder?", fragte Kunwolf leichthin.
Dunwins Antwort bestand in einem unverst├Ąndlichen Fluch gegen seinen Bruder.

Dun lag verkrampft und unkontrolliert zuckend auf dem Boden, w├Ąhrend ihm blutiger Schleim und Schaum aus den Mundwinkeln lief. Schreien war ihm durch den verkrampften Kiefer nicht mehr m├Âglich. Er war vollauf damit besch├Ąftigt, genug Luft zum Atmen zu bekommen.

Kunwolf musterte seinen Bruder emotionslos. Einerseits wollte er jede Sekunde genie├čen, die Dunwin auf dem Boden lag und vor Schmerzen fast umkam. Auf der anderen Seite f├╝hlte Kun hinter all der befriedigenden Genugtuung Dunwin leiden zu sehen, so etwas wie Mitleid f├╝r seinen kleinsten Bruder. Etwas das Dun garantiert nicht verdient hatte. Aber obwohl er wusste, dass Dunwin sein Ableben verdient hatte, warum f├╝hlte er sich dabei so schuldig?

Vermutlich weil sein Hass nicht Dunwin galt, sondern seinem Vater. Er verabscheute ihn daf├╝r, sie gegenseitig auszuspielen und jeden einzelnen darin zu best├Ąrken dass es nur einen einzigen Erben geben konnte. Gleichg├╝ltig wer von ihnen drei beschlie├čen sollte mit seinen Br├╝dern in Frieden zu leben, mindestens einer w├Ąre der vergiftete Dorn in ihrem Fleisch.

Kun hasste Alastair daf├╝r Dunwin so perfekt zu seinem Werkzeug geformt zu haben. Und er hasste Dunwin f├╝r seine Blindheit. F├╝r sein Aufbegehren Vater gegen├╝ber, dass in Wahrheit nichts als Kadavergehorsam war. Kunwolf hasste sie beide, daf├╝r dass sie alle seine Hoffnungen auf ein anderes Leben zerst├Ârt hatten.

Und er hasste sich selbst f├╝r seine Schw├Ąche, nicht einfach seine Familie hinter sich zu lassen und mit allem abzuschlie├čen.

Was waren sie eigentlich? Das was ihnen Alastair als Macht und St├Ąrke verkaufte, als H├Ąrte um die Familie zu retten, war nichts weiter als reine Erb├Ąrmlichkeit. Und sein kleiner Bruder Dunwin war die erb├Ąrmlichste Kreatur seiner Familie, da er mit Freude hasste und mordete.

Und weshalb? Nur um Alastair zu beweisen, dass er doch etwas wert war. Die Behauptungen nichts auf die Meinung seines Vaters zu geben, waren nichts als eigens├╝chtige Meineide - er buhlte mit Grausamkeit jenseits eines gesundes Verstandes um die Zuneigung von einem Mann der nichts liebte - nicht mal sich selbst.

Kunwolf starrte auf Dunwin herab. Er konnte nicht zusehen, wie diese Etwas das sein Bruder war, so elendig verreckte. Trotz allem, trotz all seiner Angriff und Mordanschl├Ąge war dieser Wahnsinnige immer noch sein Bruder. Kun wusste, dass er bereuen w├╝rde, was er als n├Ąchstes tun w├╝rde.

Er kramte das Gegengift aus der Schublade, dass er f├╝r sich selbst bereitgelegt hatte, w├Ąhrend seiner Experimente. Er beugte sich ├╝ber Dunwin, ergriff seinen Bruder brutal am Kinn und presste ihm den verkrampften Kiefer auseinander. Er goss ihm die komplette Phiole in den Hals und zog sich dann schnell von Dun zur├╝ck.

Dunwins Kr├Ąmpfe lie├čen nach und er lag Gr├Ątenbreit auf dem Boden, alle viere von sich gestreckt. Er japste mit jedem Atemzug nach Luft und musterte Kunwolf nicht verstehend.

"Du hast mich gerettet...", zischte Dun leise.
"Bilde Dir nichts drauf ein", gab Kun zur├╝ck.
"Du h├Ąttest mich verrecken lassen k├Ânnen...", keuchte Dunwin und richtete sich etwas auf.
"Ja und es h├Ątte Dich den Verstand vor Deinem Leben gekostet. Nicht dass Du sonderlich viel Verstand zu verlieren h├Ąttest...", gab Kunwolf zur├╝ck.

"Ich glaube eher, Du hast den Verstand verloren. Ich werde mich noch f├╝r Deine Kostprobe bedanken, dass schw├Âre ich Dir", schnaufte Dunwin und legte sich ersch├Âpft wieder zur├╝ck auf den Boden.

"Ich wei├č Dunwin, ich erwarte von so einer Kreatur wie Dir nichts anderes. Du w├╝rdest meinen Grund eh nicht verstehen, daf├╝r bist Du zu beschr├Ąnkt. Ich habe Dich nicht verrecken lassen, weil ich nicht so ein Monster bin wie Du", knurrte Kunwolf.
"Korrekt Kuni, aber Du bist n├Ąher dran, als je zuvor und dass Dank mir und meiner Motivation", antwortete Dunwin und fletschte die blutigen Lippen zu einen diabolischen Grinsen...
- Erinnerung von Canan, Dunwins Dienerin


****


Glaube/Anbetung:
Ainuwar, den Gott der Zeit, des Geistes und Todes


Zu Lebzeiten erlernte F├Ąhigkeiten:
Ausbildung eines Adligen
Grammatik
Rhetorik
Logik
Arithmetik
Geometrie
Astronomie
Musik
├ťbungen in ├╝berlieferten Gewohnheiten
Fechten
Jagen
Reiten
Schwimmen
Schachspiel
Bogenschie├čen
Verseschmieden
Saitenspiel
Kenntnisse von Liedern
Erlernen von Spruchweisheiten

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F├Ąhigkeiten als Geist:

Die F├Ąhigkeiten und Freiheiten von beschworenen Geistern h├Ąngt in erster Linie von dem Nekromanten ab, der sie beschworen hat. Allein dieser Nekromant entscheidet dar├╝ber, wie viel Freiheiten er dem beschworenen Geist gew├Ąhrt und einr├Ąumt. Dunwin wurde von seinem Bruder Brandur beschworen.

Spuk:
Der beschworene Geist erscheint einer oder mehreren lebenden Personen und versetzt sie durch seine blo├če Anwesenheit in Angst und Schrecken.

Poltern:
Der beschworene Geist erscheint einer oder mehreren lebenden Personen, l├Ąrmt und erzeugt Krach (poltert), schmei├čt dabei eventuell Gegenst├Ąnde um, verschiebt Gegenst├Ąnde, verl├Âscht Licht etc.

Kontaktaufnahme:
Der beschworene Geist erscheint und steht seinem Beschw├Ârer Rede und Antwort oder der gew├╝nschten Person, z.B. einem nahen, lebenden Verwandten.


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Geisterhafte Pr├Ąsenz:

Die meisten Totengeister strahlen eine Aura eisiger K├Ąlte (Grabesk├Ąlte) aus, ebenso Dunwin in seiner Astral-/Geisterform.

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Stoffliche/K├Ârperliche Pr├Ąsenz:

Die k├Ârperliche/stoffliche Pr├Ąsenz von Dunwin ist ein kn├Âcherner Wyvern, den ihm sein Bruder Brandur zum Geschenk machte.

├ťberreichung des Geschenks:
Nachdem sie das Gef├Ąhrt erreicht hatten, wurde ihm bewusst, dass ein momentaner Flug gef├Ąhrlich war in seinem jetzigen Zustand. Wurde er bewusstlos, w├╝rden sie abst├╝rzen und er w├╝rde Linhard mit sich in den Tod rei├čen. Einen Moment z├Âgerte Brandur noch, dann f├Ąllte er seine Entscheidung. Er durchtrennte die Schn├╝re, welche die toten Harpyien mit dem Gef├Ąhrt verbanden. Er legte die H├Ąnde auf den k├╝nstlichen Drachen und konzentrierte sich.

"Damit mache ich die gr├Â├čte Angst deiner S├Âhne war. Ich schenke dir einen neuen K├Ârper, Dunwin."
- Brandur zu seinem Bruder Dunwin

Wyvern
Link:
https://img00.deviantart.net/108d/i/201 ... 4f5quh.jpg

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Seele/Seelenfarben von Dunwin:
Link:
http://vignette3.wikia.nocookie.net/eld ... 0311060518


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St├Ąrken und Schw├Ąchen

St├Ąrken:
Geist - Astralk├Ârper
Wyvern-Knochen-K├Ârper zur Nutzung, in diesem K├Ârper flugf├Ąhig
Ausbildung eines Adligen
Exzellenter Schwert-, S├Ąbel- und Degenk├Ąmpfer (zu Lebzeiten)
Waffennarr
Sehr guter Nahk├Ąmpfer (zu Lebzeiten)
Kampferfahren
Verf├╝gt ├╝ber ausgezeichnete Folterkenntnisse
Eiskalt und r├╝cksichtslos in gesch├Ąftlichen Entscheidungen
Knallharter Gesch├Ąftsmann (zu Lebzeiten)
Versucht in jeder erdenklichen Situation das Beste f├╝r sich herauszuschlagen
Verschlagen
Berechnend
Risikofreudig
Mutig
Stolz
Willensstark
Furchtlos
Entschlossen
Kreativ
Einfallsreich
Treu und loyal Freunden gegen├╝ber
Sadistisch
Dreist

Schw├Ąchen:
Geist - Astralk├Ârper
Sehr unsicher, kein Selbstbewusstsein (zu Lebzeiten mit Arroganz und Boshaftigkeit ├╝berspielt)
Extrem Unausgeglichen
Absoluter Egoist (zu Lebzeiten)
Hass auf Magier und alle magiebegabten Personen (zu Lebzeiten)
Hasst und verachtet die meisten nichtmenschlichen V├Âlker
Logisch aber mit dem Fehlen jeder Moral
Besitzergreifend, auch was Personen anbelangt (zu Lebzeiten)
Leicht reizbar und aggressiv
Extrem rachs├╝chtig
Generelles Misstrauen
Verbittert
Feindseelig
Machtgierig (zu Lebzeiten)
R├╝cksichtslos
Missg├╝nstig
B├Âsartig
Unversch├Ąmt
Arrogant


**

Lebenslauf:

Das "Leben" von Dunwin als Geist begann am 12.03.202 n.d.A. als Dunwin von seinem Sohn Dave ermordet wurde.

Beschworen in Geistform und damit zur├╝ck in die Physis geholt wurde Dunwin am 15.09.202 n.d.A. von seinem Bruder Brandur.

Brandur von Hohenfelde beschwor seinen Bruder Dunwin auf der Hochzeit von Dave um sich gegen Ansgar, Dave und Varmikan zu verteidigen. Die Beschw├Ârung verfehlte ihre Wirkung nicht. Gemeinsam mit Linhard und Dunwin gelang Brandur die Flucht.

Bei dieser Flucht ├╝berreichte Brandur seinem Bruder einen kn├Âchernen Wyvern, den dieser durch Brandurs Hilfe in Besitz nehmen konnte um ihnen die Flucht zu erm├Âglichen. Den K├Ârper der Wyvern ├╝berreichte Brandur seinem kleinen Bruder als Geschenk.

Seit diesem Tag, an dem Brandur seinen kleinen Bruder beschworen hatte, wandelt dieser als gebundener Geist an dessen und Linhards Seite.


**


Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A

Dave ging vor, w├Ąhrend ihm Dunwin folgte.

"Wir sind fast da, das sind Alastairs Gem├Ącher. Was immer Du hier m├Âchtest Davard, Du gehst vor... ich folge Dir...", sagte Dunwin misstrauisch.

"Eure Sorge ist unbegr├╝ndet. Ich gehe alleine, Ihr bleibt hier... Vater...", antwortete Dave freundlich.
"Was? Wieso?", fragte Dunwin verdutzt.

Dave drehte sich blitzartig um und rammte seinem Vater seinen Dolch in den Schulter. Er zog die Waffe sofort wieder mit einem brutalen Ruck heraus.

"Weil Du tot bist "Papa"...", zischte Dave und schlitzte erneut nach seinem Vater.

Dunwin zuckte gerade noch rechtzeitig zur├╝ck. In der Sekunde, die Dunwin brauchte um sich sch├╝tzend wegzudrehen und einen Ausfallschritt zu machen, wurde er noch dreimal in den R├╝cken gestochen, aber seine Panzerung fing einen Teil der Stiche ab.

Allerdings breitete sich von der ersten Schulterwunde ein starkes Taubheitsgef├╝hl aus, nicht wirklich K├Ąlte, aber grau und dicht wie Nebel f├╝hlte sich die Vergiftung an.

ÔÇ×Du wei├čt nicht mit wem Du Dich angelegt hastÔÇŽÔÇť, zischte Dunwin.
ÔÇ×Dito..ÔÇť, antwortete Dave knapp.

Dave glitt hin und her, auf den Fu├čballen balancierend, und lie├č sich von seinem Instinkt leiten, um eine M├Âglichkeit f├╝r einen n├Ąchsten Angriff zu finden.

Die Zeit verlangsamte sich, wie sie es oft tat, wenn nur das Handeln wichtig wurde, und wurde dabei von Dunwins Instinkt unterst├╝tzt. Er wollte schon mit blo├čen F├Ąusten den ersten Schlag setzen, aber da sein Angreifer genauso wie ein Schlange hin und her zuckte, nahm Dunwin sich die Zeit eine Stilett artige, kurze Klinge zu ziehen. Er taxierte seinen Sohn und lauerte ebenso auf eine Schwachstelle und eine L├╝cke in dessen Deckung.

Warme Fl├╝ssigkeit lief seine Schulter und seinen R├╝cken herunter, und er musste das Messer in die rechte Hand nehmen, weil sein linker Arm langsam taub wurde.

Dave gab nur einen ver├Ąchtlichen Schnaub-Laut von sich.

Dunwin schlug eine Finte, aber sein Sohn wich zur├╝ck und wartete einfach darauf, dass sein Gift Wirkung zeigte. Dunwin nahm sich einen Moment, um sich zu beruhigen und so den Giftfluss in seiner Blutbahn zu verlangsamen und sich Zeit zu verschaffen. Er versuchte zu erschmecken mit welcher Form von Gift sein Sohn ihn attackiert hatte, vermutlich Schlangengift.

Von Daves Dolch in seiner linken Hand tropfte Blut, Dunwins Blut. Der Nebel breitete sich langsamer in Dunwins K├Ârper aus, w├Ąhrend sein K├Ârper langsam aber sicher den Gehorsam verweigerte. Dunwin blieb auf den Beinen und hatte einen klaren Blick auf seinen Sohn - seinen Gegner.

Er verzog den Mund zu einem h├Ąmischen Grinsen, das eher einem Z├Ąhnefletschen gleichkam.

"Was Du so drauf hast, sobald Du musst Davard...", zischte Dunwin.

├ťberzeugt davon, dass sein Angriff Dunwin gel├Ąhmt hatte, duckte sich Dave und griff seinen Vater erneut an. Dunwin bewegte seinen Oberk├Ârper zur Seite, Davards Klinge, die Hand und der Arm seines Sohnes zischten an Dunwin Millimeter breit vorbei.

Im gleichen Augenblick grabschte Dunwin zu und wie eine Schraubzwinge schloss sich seine Hand um den Arm von Dave.

Der ├╝berraschte Dave krachte gegen seinen Vater, seine Schulter gegen dessen Brust und pl├Âtzlich standen sie sich Auge in Auge gegen├╝ber.

Dunwin starrte seinen Sohn noch eine Sekunde an, dann stie├č er mit einer schnellen Bewegung seinen Kopf vor, so dass seine Stirn hart gegen den Sch├Ądel von Dave krachte. Mit der freien Hand brachte Dunwin das Messer nach vorne und presste die Spitze in das weiche Fleisch knapp unterhalb eines Auges von Dave.

"Gut, aber nicht gut genug... Davard... ", zischte Dunwin und starrte seinem Sohn in die Augen.

Dave starrte zur├╝ck. Der seltsame Blick nahm Dunwin gefangen. Tief in den dunklen Abgr├╝nden wo eine Pupille sein m├╝sste, war nichts als ein merkw├╝rdiger Nebel. Dunkel, langsam und wundersch├Ân.

F├╝r einen Augenblick verlor Dunwin das Gef├╝hl daf├╝r wo er sich befand. Dave schlug mit der freien Hand nach Dunwins Kopf und seine Faust traf den Sch├Ądel seines Vaters wie ein Vorschlaghammer. Nur durch sein Jahrzehnte langes Training, l├Âste sich Dunwins Griff nicht, als sein Kopf zur Seite ruckte und ein scharfer Schmerz durch seinen Sch├Ądel schoss.

"Das kann ich auch wie Du wei├čt... ich pr├╝gele Dir auch in dem Alter Respekt ein Davard....", knurrte Dunwin und fing an, Dave mit Schl├Ągen zu bombardieren.

Dave riss den Kopf sch├╝tzend nach hinten und trat wirkungslos gegen die gepanzerten Beine von Dunwin. Dun f├╝hlte sich als w├╝rde er durch Schlamm waten, aber sein Griff war so stark, dass sich Dave trotz aller Zappelei nicht befreien konnte.

Dave wich dem n├Ąchsten Schlag mit einer Halbdrehung aus und trieb seinen Dolch in den Hals von Dunwin. Es war mehr ein Gl├╝ckstreffer, denn ein geplanter Hieb. Dave erwischte Dunwin schr├Ąg unter dem Kiefer, und riss die Waffe dann zur Seite weg, um gr├Â├čtm├Âglichen Schaden anzurichten.

Eine Wolke schwarzen Blutes, schoss dem Magier entgegen.

Dave trat mit aller Wucht zu und riss sich zeitgleich los. Dunwin prallte einige Meter weiter entfernt auf den Boden. Er keuchte, r├Âchelte und spuckte Blut w├Ąhrend er sich beide H├Ąnde auf den aufgeschlitzten Hals presste.

Mit jedem Atemzug traten blutige Blasen aus seiner Kehle. Kaum dass er auf dem Boden aufschlug, war Dave ├╝ber ihm. Dunwin sp├╝rte im gleichen Moment wie sich Daves Dolch erneut in seinen K├Ârper bohrte...

...in seine Schulter, in seinen Bauch, in seine Brust... unz├Ąhlige Male stach Dave wie besessen auf seinen Vater ein. Solange, bis Ansgar ihn von dem zerschundenen Leichnam ihres Vaters wegzerrte.

"Er ist tot Davy, er wird Dir nie wieder etwas antun. Du bist frei", fl├╝sterte Ansgar und dr├╝ckte seinen kleinen Bruder sch├╝tzend an sich.
"Wir sind frei Ansgar, wir sind endlich frei...", fl├╝sterte Dave zur├╝ck.
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Brandur von Hohenfelde
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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Do 30. Nov 2017, 12:49

Die Nacht des Blutes

29.11.188 nach der Asche. Naridien.

Brandur war, als w├╝rde er etwas sp├╝ren. Als w├Ąre da ein Unwetter, das heraufzog, dabei hatten die Priester nichts Entsprechendes vorausgesagt. Brandur sp├╝rte genau, dass da etwas war, seine Tr├Ąume k├╝ndeten davon. Er f├╝hlte sich unwohl und wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, als er mitten in der Nacht noch einmal von seinem Schlafgemach aufstand. Ohne einen Blick auf seine schlafende Frau zu werfen, zog er seine feinen Stoffpantoffeln ├╝ber die F├╝├če und trat auf den dunklen Flur des Herrenhauses. Es war still, niemand sonst war unterwegs, weder von den Mitgliedern seiner Familie noch von der Dienerschaft.
Nathaniel, sein Leibdiener, bemerkte, dass er aufgestanden war und kam aus der Kammer, die gleich an das Schlafzimmer der Herrschaften grenzte. Ohne ihn anzusprechen half er Brandur in den Morgenmantel und folgte ihm schweigend mit der ├ľllampe auf seiner Wanderung. Wenn Brandur nachts durch die G├Ąnge streifte, wollte er keine menschlichen Worte vernehmen und auch niemanden sehen, so dass sein Diener sich nach M├Âglichkeit au├čerhalb seines Blickfeldes hielt. Jeder der von Hohenfeldes hatte endlos viele Marotten und des Nachts herumzuirren war eine von Brandurs.
Die G├Ąnge des Herrenhauses waren ein endloses Labyrinth aus Dunkelheit, mit leeren R├╝stungen aus verschiedenen Zeitepochen an den W├Ąnden und nur sehr vereinzelt brennenden Lampen. Zwischen jeder Lichtinsel lag ein Fluss von Schw├Ąrze.
Brandur folgte dem schmalen, blutroten Teppich, ohne das Ziel zu kennen, die Augen starr geradeaus gerichtet, ohne wirklich etwas zu sehen. Die Realit├Ąt wurde ├╝berlagert von einer Traumwelt. Die G├Ąnge wurden zu Waldwegen, die sich bald als schmale, himmelshohe Br├╝cken durch die Wolken schwangen. Niemand au├čer ihm war hier, der Blick in alle Richtungen endlos und die warme Luft duftete nach Sommer.
Das Haus ver├Ąnderte sich um ihn herum, ohne dass er es bewusst wahrnahm, denn diese Erscheinungen waren ihm vertraut. Es verschob dumpf grollend wie ein im Schlaf knurrendes Untier seine W├Ąnde und man sagte, dass es lebte.
Brandur lie├č sich von ihm f├╝hren, von einem Gang zum n├Ąchsten, lie├č es seine Schritte lenken, dieses sein zu Hause, sein Gef├Ąngnis und von dem uralten Geheimnis leiten, das niemand verstand.
Wie ein Schlafwandler lie├č er sich treiben, bis er auf einem der Balkone stand. Hier erwachte er. Er zwinkerte einige Male, um sich zu sammeln und zur├╝ck in die Realit├Ąt zu gelangen. Etwas verwirrt schaute er sich um. Statt Sommer war Winter, statt Mittag war es Mitternacht. Er konnte sich an den Weg hier hier nicht mehr erinnern. Die zahllosen d├╝nnen Narben auf seinem Kreuz brannten, zwiebelten und stachen. Er fasste in seinen Morgenmantel und unter das Nachthemd und betrachtete seine Fingerspitzen, um sich zu vergewissern, dass er kein Blut auf dem R├╝cken hatte, sondern dies nur die ├╝blichen Erinnerungsschmerzen waren, die ihn in N├Ąchten wie diesen heimsuchten und vor denen sein Verstand in andere Sph├Ąren floh.
Der Vollmond schien viel zu hell, er blendete ihn regelrecht. Wie eine riesige leuchtende Scheibe hing er ├╝ber dem verschneiten Anwesen. Unter ihm an der Mauer rauschte der Fluss, der Eisschollen f├╝hrte. Die K├Ąlte drang durch seine d├╝nne Kleidung.
Als Brandur sich vom Licht abwandte, um wieder in das Haus zu gehen, bewegte sich im Dunkel ein Schatten hinter der offenen Balkont├╝r. Die Augen Nathaniels, der noch immer die ├ľllampe hielt, weiteten sich ungl├Ąubig, ehe sie starr wurden. Ein schlanker Degen schoss aus seiner Brust und verschwand ebenso rasch wieder darin. Der treue Diener fiel, doch noch bevor er auf dem Boden aufschlug, schleuderte Brandur seine ├ľllampe nach dem Angreifer.
Augenblicklich war alle M├╝digkeit und Vertr├Ąumtheit fort, seine Sinne gesch├Ąrft und sein Wille fokussiert. Der Angreifer wich dem Wurfgeschoss mit dem Oberk├Ârper aus. Ddie Lampe zerschellte neben ihm an der Wand und das brennende ├ľl ergoss sich ├╝ber seinen Kopf. Kreischend und um sich schlagend lie├č er den Degen fallen, den Brandur sogleich an sich nahm. Mit zwei kurzen Tritten in die Luft befreite Brandur sich von seinen feinen Stoffpantoffeln, die wirbelnd davonflogen. Die Gefahr, dass er in ihnen stolperte, war zu gro├č. Inzwischen ahnte er, was gerade vonstattenging. Aus der Ferne h├Ârte er Schreie. Er verzichtete darauf, dem brennenden Mann den Todessto├č zu versetzen, denn das w├╝rde ihn wertvolle Augenblicke kosten, und rannte in den finsteren Gang.
Einer seiner Br├╝der hatte den Krieg um die Erbfolge er├Âffnet, nur eine Nacht, bevor er es selbst getan h├Ątte. Brandur rannte mit wehendem Morgenmantel durch das Labyrinth. Vor der n├Ąchsten Abbiegung schob eine Wand sich langsam von der Seite in den Gang. Er beschleunigte sein Rennen, um den schmaler werdenden Spalt noch zu erreichen, doch kurz bevor er ankam, schloss sich Stein auf Stein. Er prallte dagegen, stie├č sich wieder ab und rannte den Weg zur├╝ck, den er gerade gekommen war, um eine andere Abzweigung zu finden. Nun fuhr am Ende des Ganges, dort, wo die n├Ąchste Kreuzung war, von unten eine Wand hinauf, ganz so, als ob die Bosheit ihres Vaters, vom Blut geweckt, zusammen mit dem Herrenhaus erwachte, um seine S├Âhne darin einzusperren, bis sie sich gegenseitig abgeschlachtet h├Ątten.
Mit einem Hechtsprung flog Brandur durch den schmalen Spalt, machte eine Rolle und kam wieder auf die F├╝├če. Den Degen hielt er noch immer fest in der Hand. Die an der Wand stehenden Ritterr├╝stungen klapperten, das gesamte Haus erzitterte, Stein knirschte. Alles schien sich irgendwie zu bewegen und von oben rieselte es aus den Fugen. Die Schreie um Hilfe waren durch die zahllosen W├Ąnde ged├Ąmpft, doch Brandur erkannte sie. Es war das Kinderm├Ądchen seines ├Ąltesten Sohnes und das seiner Leibwachen, die sie zu sch├╝tzen versuchten. Brandur hastete weiter, um zu ihnen zu gelangen, doch immer, wenn er einen Gang nehmen wollte, der ihn n├Ąher an seine Familie brachte, fuhr eine Wand heraus und versperrte ihm den Weg. Da war der n├Ąchste Abzweig, doch er war nicht leer. Darin polterten die Schritte einer rennenden Personengruppe.
Brandur hielt an und presste sich mit dem R├╝cken flach neben einer Ritterr├╝stung an die Wand. Die Truppe bewaffneter M├Ąnner rannte an ihm vorbei, dem letzten stach Brandur von hinten den Degen ins Kreuz. Er kannte ihn, der Kerl geh├Ârte zu Dunwin. Offenbar suchten sie in kleinen Gruppen das Labyrinth nach ihm ab und nach anderen, die wom├Âglich dem Anschlag entkommen waren. Die M├Ąnner rannten weiter, im L├Ąrm ihrer eigenen Schritte hatten sie das Aufschlagen des K├Ârpers ihres Kameraden nicht geh├Ârt. Brandur sprang ├╝ber ihn hinweg. Er war 48 Jahre alt und nicht mehr so schnell und wendig wie fr├╝her, doch er war gut trainiert und wusste mit einem Degen durchaus umzugehen.
Er holte auf und mit wenigen Stichen hatte er drei weitere M├Ąnner erledigt. Nur noch einer blieb ├╝brig. Der fuhr mit gezogenem Degen herum. Als Brandur nach ihm stach, parierte er, lenkte die Klinge um und der Stich traf ins Leere. Mehr als das, sein Gegner lenkte die Bewegung flie├čend in einen Gegenangriff um und Brandur konnte nur mit M├╝he verhindern, selbst erstochen zu werden. Sein Gegner trieb ihn mit mehreren Hieben r├╝ckw├Ąrts und Brandur erkannte im matten Licht ein vertrautes Bewegungsmuster.
┬╗Archibald┬ź, zischte er w├╝tend.
┬╗Oh, guten Abend┬ź, erwiderte sein Gegner und parierte eine weitere Attacke mit lockeren Bewegungen. Brandur holte zu stark aus. Kreischend fuhr sein Degen ├╝ber die steinerne Wand, Funken stoben und erhellten f├╝r einen Augenblick das Gesicht seines Gegen├╝bers, der seine spitz gefeilten Z├Ąhne in einem verzerrten Grinsen zeigte. Dann erloschen die Funken und das L├Ącheln. Archibald hieb mit doppelter Geschwindigkeit auf ihn ein. Brandur parierte mehrmals und erkannte dabei, dass er auf Dauer keine Chance hatte. Wenn er hierblieb, w├╝rde dieser Kampf in wenigen Augenblicken sein Ende besiegeln.
Nach der letzten Parade sprintete er davon. Im Finsteren hatte er gegen diesen Gegner keine Chance. Doch hatte Brandur bemerkt, dass Archibald eine kurze Pause eingelegt hatte, als die Funken gestoben waren und sein Grinsen schien eher dazu gedacht gewesen zu sein, die schmerzverzerrte Grimasse zu verbergen, zu der sein Gesicht geworden war.
Brandur musste irgendwie ins Licht kommen!
Im Rennen strich er mit den Fingerspitzen an der Wand entlang, um sich in den dunklen Abschnitten zu orientieren. Er stie├č mit der Hand an eine R├╝stung, packte zu und warf sie hinter sich um.
Das Poltern und Fluchen verriet ihm, dass Archibald dar├╝ber st├╝rzte.
┬╗Ich krieg dich, Hexer┬ź, br├╝llte der Schwertmeister.
Anhand seines Gegners und der Betonung, dass er ein Hexenmeister war, erkannte Brandur nun eindeutig, wer hinter dem Angriff auf seine Familie steckte. Archibald war ebenso ein Purie wie Dunwin.
Da war die T├╝r zum Balkon! Brandur beschleunigte sienen Sprint und rettete sich nach drau├čen. Schwer atmend stand er da, den grell leuchtenden Vollmond im R├╝cken. Sein Atem verursachte wei├če Wolken. Er starrte mit kampfbereit erhobenem Degen auf die T├╝r. Er war nicht mehr allein. Das Mondlicht spiegelte sich einen Moment lang in Archibalds Augen, dann trat der Schwertmeister zur├╝ck in den Schatten, der seit jeher sein Metier war.
┬╗Ich kann warten┬ź, knurrte Archibald. ┬╗Ich habe Zeit. Und du? Wie viel Zeit bleibt dir?┬ź
Der sonst so beherrschte Brandur blickte panisch in Richtung der kleinen, schie├čschartenartigen Fenster, die entlang des gro├čen Kastenbaus verliefen. Die Schreie, die daraus drangen, ver├Ąnderten sich. Dies waren nicht mehr die Stimmen von Erwachsenen.
┬╗Ich war gerade auf dem Weg zu deinen Kindern┬ź, sprach Archibalds Stimme aus den Schatten. ┬╗Ich hoffe, sie lassen mir noch etwas von ihnen ├╝brig. Dunwin hatte es mir eigentlich versprochen.┬ź
┬╗Du krankes Schwein┬ź, br├╝llte Brandur mit ├╝berschlagender Stimme. ┬╗Lass meine Kinder da raus! Es geht nur um uns drei, um Dunwin, Kunwolf und mich!┬ź
┬╗Du wei├čt so gut wie ich, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Es geht um die Erbfolge. Zwei von drei Linien werden heute Nacht ihr Ende finden. Und eine von ihnen ist die deine. H├Âr nur, wie sie schreien. Ist das jetzt dein Sohn oder deine Tochter? Sie klingen so gleich.┬ź
Nur m├╝hsam konnte Brandur den Impuls, seinen Degen in die Schatten zu schleudern, unterdr├╝cken. Der Schwertmeister w├╝rde ihn abwehren und die Waffe an sich nehmen. Brandur blickte hektisch in alle Richtungen, auch abw├Ąrts, an der mauerartigen Balkonbr├╝stung hinab. Steil und tief, von hier aus gab es keinen Weg hinab. Keine M├Âglichkeit, seine Familie ├╝ber eine andere T├╝r zu erreichen und das Schlimmste vielleicht noch einmal abzuwenden.
┬╗Er versteckt sich auf dem Balkon┬ź, sprach Archibald zu jemand anderem. Eine zweite Person trat aus dem Dunkel an ihm vorbei ins Vollmondlicht. Dunwins Schwert war bis zum Heft getr├Ąnkt von Blut und er war in voller Kampfmontur. Er machte eine kleine, zuckende Bewegung aus dem Handgelenk und das Blut spritzte als langer Streifen auf den Stein. Der d├╝nne Eisfilm auf dem Boden schmolz. Es war noch warm.
┬╗Du bist der Letzte, Brand. Deine Familie ist tot. Ein w├╝rdiger Abschluss, ein Schmankerl zum Schluss. Komm her und tritt deinem Ende entgegen. Tut mir leid, Archi. Ich konnte nicht auf deine Ankunft warten. Ich musste sie alle so schnell wie m├Âglich tot vor mir sehen, sicher ist sicher. Es darf keinen Erben au├čerhalb von meiner Linie geben. Niemand darf heute entkommen.┬ź
Ein entt├Ąuschtes Schnauben drang aus dem Dunkel. Brandur sp├╝rte, wie aller Lebenswille ihn bei diesen Worten verlie├č. Seine Degenspitze sank ein St├╝ck hinab. Dunwin sprach noch immer mit Archibald.
┬╗Wenn wir hier fertig sind, statte doch zum Ausgleich einfach meinen S├Âhnen einen Besuch ab und erteile ihnen eine Lehrstunde┬ź, schlug Dunwin vor, ohne dabei Brandur aus den Augen zu lassen. ┬╗Vielleicht gelingt es dir ja diesmal, ihnen Respekt vor purer K├Ârperkraft beizubringen. Es braucht keinen Magier, um diese ganze Brut kaltzumachen. Bring ihnen das bei. Sie sind genau so wertlos wie Brandurs und Kunwolfs Brut!┬ź
Dunwin griff an. Ihre Klingen trafen sich vor dem Vollmond, wirbelten gemeinsam herum, trennten sich wieder, schlugen erneut aufeinander. Brandur parierte, ripostierte, attackierte, so gut er noch konnte. Dunwin musste ihm nach hinten ausweichen, h├╝pfte auf die Mauer des Balkons und t├Ąnzelte r├╝ckw├Ąrts. Brandur setzte nach und hieb nach seinen F├╝├čen. Dunwin machte einen eleganten Satz dar├╝ber hinweg, sprang und landete auf dem Flachdach. Dann rannte er fort.
Dieser Feigling!
Brandur sprang folgte ihm ├╝ber die Mauer auf den Kastenbau. Dunwin schien zu straucheln und er holte ihn bald ein. Den Sippenm├Ârder, die schlimmste Brut, die Alastair je hervorgebracht hatte. Brandur w├╝rde ihm ein Ende bereiten, jetzt und hier.
┬╗Wo ist Kunwof?┬ź Brandurs Stimme war ganz ruhig. Er war ihm gefolgt, um ihn zu t├Âten und er w├╝rde es zu Ende bringen. Er kannte die Antwort, doch er wollte sie aus dem Mund dieses Scheusals h├Âren. ┬╗Wo ist unser Bruder?┬ź
Dunwin lachte und stand auf einmal wieder sicher auf beiden F├╝├čen. Das Straucheln, die Flucht - nichts als eine weitere Finte. Er stellte sich vor ihn und sah ihm furchtlos und ohne die Spur von Reue in die Augen.
┬╗Tot, so wie du auch gleich!┬ź, br├╝llte Dunwin und trat Brandur noch bevor er den Satz beendet hatte in den ungesch├╝tzten Bauch. Brandur war zu langsam, er bekam den Tritt ab, bevor er seine Bauchmuskulatur anspannen konnte. Der Fu├č quetschte seine Eingeweide bis fast zur Wirbels├Ąule. Ein Schwall von Mageninhalt wurde in Brandurs Mund und Nase gedr├╝ckt, er erbrach sich, hustete und sah die Klinge auf seine Brust zurasen. Im letzten Augenblick drehte er sich zur Seite und riss den Arm nach oben. Der Degen fuhr unter seiner Achselh├Âhle hindurch, schnitt durch Morgenmantel und Nachthemd und zerteilte seine Muskeln bis auf die Knochen. Er sp├╝rte, wie die Klinge ├╝ber seine Rippen fuhr.
Sein Schwertarm war damit unbrauchbar. Rasch wechselte er die Waffe in die andere Hand, w├Ąhrend er den Schwertarm angewinkelt gegen seine blutende Flanke presste.
Dunwin br├╝llte vor Zorn. W├╝tend dar├╝ber, nicht Brandurs Herz durchbohrt zu haben, stach er nun nach seiner Kehle. Brandur versuchte, sich zu verteidigen. Doch mit dem linken Arm war er nicht halb so gut wie mit dem rechten und selbst mit seinem Schwertarm war er den Fechtk├╝nsten seines Bruders nicht gewachsen. Dunwin hatte nie auf Magie zur├╝ckgreifen k├Ânnen, sondern sich stets auf seinen K├Ârper verlassen m├╝ssen. Er war mehr als gut, er war ein hervorragender Krieger. Je l├Ąnger der Kampf dauerte, umso mehr bekam Brandur das Gef├╝hl, dass sein Tod unausweichlich war. Die schwere Verletzung und die Anstrengung forderten ihren Tribut.
Doch er hatte noch einen letzten Trumpf. Wenn sein ├Ąlterer Bruder tot war, konnte er ihn beschw├Âren.
ÔÇ║KunwolfÔÇ╣, rief er gedanklich und tastete im Nexus nach dessen vertrauter Pr├Ąsenz. Er sp├╝rte ihn, v├Âllig verst├Ârt. Ja, er war tot. Kunwolfs Geist hatte noch nicht einmal richtig begriffen, was geschehen war und wurde schon wieder zur├╝ck in die Welt der Lebenden gezerrt. ÔÇ║Hilf mir, Bruder!ÔÇ╣, sprach Brandur eindringlich. ÔÇ║Dunwin ist uns zuvor gekommen, er hat die Nacht des Blutes selbst eingel├Ąutet. Unsere Familien sind tot, nur noch ich bin ├╝brig und ich bin verletzt! Hilf mir, dieses Schwein noch mit mir in den Tod zu rei├čen! Schinde mir noch ein paar Minuten heraus, bis er ersch├Âpft genug ist, dass ich ihm den finalen Sto├č versetzen kann!ÔÇ╣
ÔÇ║Ich bin kein guter Schwertk├ĄmpferÔÇ╣, erwiderte Kunwulfs Geist z├Âgerlich.
ÔÇ║So wenig wie ich, Bruder. Lass es uns gemeinsam versuchen, es ist unsere letzte Chance, diesen Wahnsinnigen in den Abgrund zu bef├Ârdern! Lass uns unsere Familien r├Ąchen und dann gehen wir gemeinsam in die Gro├če Dunkelheit ein.ÔÇ╣
Brandur sp├╝rte, wie die vertraute K├Ąlte des Geistes sich um ihn legte wie ein Mantel aus Eis. Dann sank Kunwolf in ihn hinein und es war, als w├╝rde das Gehirn des Hexenmeisters gefrieren.
Dunwin wich ein paar Schritte zur├╝ck, als er das blaue Leuchten sah, das von Brandur ausging, der konzentriert da stand. Das erste Mal in dieser Nacht spiegelte sich Angst in dem Gesicht des j├╝ngsten und skrupellosesten der drei Br├╝der.
┬╗Es ist Kunwolf┬ź, keuchte Dunwin. ┬╗Du hast Kunwolf gerufen!┬ź
Brandur schlug die Augen auf. Sie leuchteten grellblau in der Nacht.
┬╗Wir bringen dich um┬ź, sprach der Hexer nun mit doppelter Stimme. Dann preschte er vorw├Ąrts.
Ihre aufeinanderprallenden Degen klangen wie die Schl├Ąge eines Schmiedehammers. Der Kampf verlief so schnell, dass man ihm kaum mit blo├čem Auge folgen konnte. Funken spr├╝hten. Brandur sp├╝rte, dass sie nun in der selben Liga k├Ąmpften. Zwei mittelm├Ą├čige Fechter in einem gemeinsamen K├Ârper standen gegen einen einzelnen sehr guten Mann. Es war wie ein Tanz des Todes, bei dem die F├╝hrung sich abwechselte. Mal jagte der Hexer seinen Gegner ├╝ber das Dach, dann war es umgekehrt. Sie drehten sich, ihre Klingen blitzen im Mondlicht und ein Funkenregen ergoss sich ├╝ber Brandurs Gesicht. Dunwins Gesicht war vor Anstrengung verzerrt. Brandur konnte mehrere Treffer landen, doch verhinderte Dunwins R├╝stung, dass die Treffer t├Âdlich verliefen. Sie verursachten bestenfalls einige oberfl├Ąchliche Schnitte. Und irgendwann sp├╝rte Brandur, dass er endg├╝ltig erm├╝dete. K├Ârper und Geist hatten sich bis zum ├äu├čersten verausgabt.
ÔÇ║Kunwolf.ÔÇ╣
ÔÇ║Ja?ÔÇ╣
ÔÇ║Ich kann nicht mehr. Du musst diesen Kampf allein ├╝bernehmen.ÔÇ╣
ÔÇ║Was?! Allein habe ich keine Chance! Halt noch ein wenig durch! Auch er muss irgendwann m├╝de werden. Ich helfe dir!ÔÇ╣
ÔÇ║Es ist vorbei. Ich bin am Ende, Bruder.ÔÇ╣
ÔÇ║Nein! Rei├č dich zusammen, komm schon! Noch ein bisschen!ÔÇ╣
Brandur sp├╝rte, wie Kunwolf all sein K├Ânnen zusammennahm, um seinen ersch├Âpften K├Ârper zu f├╝hren. Brandur taumelte herum, wurde durch die Gegend gezogen wie eine Marionette. Einige Hiebe lang vermochte Kunwolf noch, Dunwin standzuhalten. Dann trat er mit Brandurs K├Ârper fehl.
Brandur knickte mit dem Fu├č um und stolperte. Dunwin nutzte die Gelegenheit sofort, verpasste ihm einen weiteren Tritt in den Bauch und Brandur st├╝rzte. Doch er prallte nicht auf dem Dach auf.
Er fiel weiter.
Brandur riss den Mund auf zu einem stummen Schrei, als ihm bewusst wurde, dass er gerade r├╝cklings vom Dach st├╝rzte. Er sah seine H├Ąnde vor sich, die ins Nichts griffen, den wirbelnden Degen, den er losgelassen hatte, seine nackten, strampelnden F├╝├če und seinen wehenden Morgenmantel, unter dem wei├č das Nachthemd hervor flatterte. Und dar├╝ber, auf der Dachkante stehend, die dunkle Silhouette Dunwins.
Brandur sp├╝rte von unten einen heftigen Schlag gegen seinen R├╝cken, eiskalt umschloss ihn das Wasser des Flusses. Der Hexenmeister verschwand in einem Wirbel von Luftblasen und ging darin unter. Der Fluss riss ihn mit sich, Brandur, den Bruder, Vater, Ehemann, Onkel, Geliebten, wirbelte ihn herum, schlug ihn gegen Steine und Baumst├Ąmme und zerrte ihn ├╝ber das kiesige Bett, ehe er das Bewusstsein verlor.

Als er erwachte, lag er auf einem steinigen Ufer. Es roch nach verfaultem Schlamm und nach Frost. Die Morgensonne war schon aufgegangen, doch sie hatte seine gefrorenen ├ärmel nicht aufgetaut. Brandur st├╝tzte sich auf die Unterarme, seine eis├╝berzogenen Kleider knisterten. Vor K├Ąlte waren seine Gliedma├čen steif und gef├╝hllos wie Holz. Es dauerte lange, ehe er auf allen vieren stand und noch l├Ąnger, ehe er, kreidewei├č, aufrecht stand.
Das Herrenhaus war von hier aus nicht zu sehen. Er musste weit fortgesp├╝lt worden sein. Kunwolf war fort und Brandur zu schwach, um ihn erneut zu beschw├Âren. Er war vollst├Ąndig allein. Ihm wurde bewusst, dass alle, die ihm je etwas bedeutet hatten, seit letzter Nacht tot waren. Bis auf Dunwin.
Brandur begann am ganzen K├Ârper zu schlottern. Sein K├Ârper nahm den Kampf auf, obwohl seine Seele sich so starr und tot anf├╝hlte wie seine tauben F├╝├če.
Er blickte flussaufw├Ąrts, wo hinter den B├Ąumen, weit entfernt, irgendwo das Herrenhaus lag, in dem er geboren worden war und in dem er das Martyrium seiner Kindheit verbracht hatte. Den Ort, von dem er und seine Br├╝der so oft versucht hatten, zu fliehen, damals, als sie noch Freunde waren, bis sie zu alt daf├╝r waren und ihren Platz in der blutigen Geschichte der Familie von Hohenfelde einnahmen.
Steifbeinig, jeden Schritt einzeln setzend und unter extremen Schmerzen, stapfte Brandur barfu├č durch das gefrorene Gras. In seinem R├╝cken war irgendetwas kaputt. Er konnte nur winzige Schritte machen und jede Ersch├╝tterung fuhr wie ein Blitz seine Wirbels├Ąule hinauf. Doch f├╝r Brandur hatte dies keine Bedeutung.
Seine Augen waren glasig. Erneut war es ihm, als w├╝rde er dies alles tr├Ąumen, als w├Ąre er ein Schlafwandler, der durch einen Alptraum wandeln muss, ohne je erwachen zu k├Ânnen. Nie zuvor hatte er sich so tot gef├╝hlt. Da war nichts mehr.
Den Blick entr├╝ckt, die Wahrnehmung in weiter Ferne, bewegte er sich mechanisch fort von dem Ort, an dem Brandur von Hohenfelde gestorben war.
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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » So 10. Dez 2017, 20:36

Charbogen-Erg├Ąnzung 16.09.202 n.d.A.:


Enterbung und Versto├čung nach Hausrecht durch Ansgar von Hohenfelde


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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » So 10. Dez 2017, 20:37

Charbogenerg├Ąnzung 28.10.202 n.d.A:


Abdikation von Ansgar, Macht├╝bergabe von Ansgar an Anwolf


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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » So 10. Dez 2017, 20:37

Charbogenerg├Ąnzung 24.11.202 n.d.A.:


Herausgabeforderung des Erbes nach naridischem Recht von Brandur von Hohenfelde

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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » So 10. Dez 2017, 20:37

Charbogen-Erg├Ąnzung:

Herausgabe des Erbes von Freiherr Anwolf von Hohenfelde am 10.12.202 n.d.A.:

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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » So 10. Dez 2017, 20:41

Charbogenerg├Ąnzung vom 24.11.202 n.d.A.:


Adoption von Linhard von Hohenfelde durch Brandur von Hohenfelde

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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » Fr 29. Dez 2017, 23:51

Charbogen-Erg├Ąnzung:


Engste Vertraute von Dunwin:

Canan = Leibw├Ąchterin, Dienerin, Vertraute, Geliebte von Dunwin
Archibald = Wahlbruder, Vertrauter, Erster Mann der Truppe
Jesper = Vertrauter, Zweiter Mann der Truppe

***

Erste Truppenbesetzung (bis zum Angriff des Panthers Inaki):

1. Mann der Truppe: Archibald von Dornburg
2. Mann der Truppe: Jesper van Verling
3. Frau der Truppe: Alrun Pfeifer
4. Mann der Truppe: Brijesh, Schnitt Wange ÔÇô irrelevant
5. Mann der Truppe: Farhild Schwindwald
6. Mann der Truppe: Chirag, Arm verloren
7. Mann der Truppe: Eknath, tot
8. Mann der Truppe: Mihir, tot
9. Mann der Truppe: Orjit, tot
10. Mann der Truppe: Neeteesh, tot
11. Frau der Truppe: Merna de Littneaux (Mutter von Derya)
12. Mann der Truppe: Damir el Akir

***

Zweite Truppenbesetzung von Dunwin (bis 12.03.202 n.d.A. - Dunwins Tod):

1. Mann der Truppe: Archibald von Dornburg
2. Mann der Truppe: Jesper van Verling
3. Frau der Truppe: Alrun Pfeifer
4. Mann der Truppe: Brijesh Ruide
5. Frau der Truppe: Farhild Schwindwald (verstorben)
6. Mann der Truppe: Chirag de Dupont, Arm verloren
7. Mann der Truppe: Undorich Holzapfel
8. Mann der Truppe: Harro von Rotheberg
9. Frau der Truppe: Luitgard Siegert
10. Mann der Truppe: Sunja Vogelsang
11. Frau der Truppe: Merna de Littneaux (Mutter von Derya), (verstorben)
Partnerin von Archi und Jesper
12. Mann der Truppe: Damir el Akir
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Re: Dunwin [Geist]

Beitragvon Dunwins Geist » Di 2. Jan 2018, 00:47

Charbogen-Erg├Ąnzung:


Canan
Gef├Ąhrtin, Dienerin, Leibw├Ąchterin von Dunwin, Mutter von Skronda
D├╝sterlingsfrau, Rudel: Die Schatten, geb.: 118 n.d.A., geb. in Shohiro unter dem Herrenhaus Hohenfelde, 85 Jahre alt

1. Mann der Truppe:
Archibald von Dornburg
"Archi"
Naridier, Almane, Adelsstand Junker, geb.: 25.11.141 n.d.A., geb. in: Shohiro, 170 cm, Beruf: Schwertmeister, heute 62 Jahre
Link Bild:
https://witcher.gamepedia.com/media/wit ... ttlaff.png
Link Bogen:
viewtopic.php?f=17&t=1172

2. Mann der Truppe:
Jesper van Verling
Naridier, Almane, Adelsstand Junker, geb.: 25.12. 131 n.d.A., geb. in: Malbun n├Ârdlich von Kalthorst, 192cm, Beruf: Schwertmeister, heute 72 Jahre
Link Bild:
https://pixabay.com/de/mann-m%C3%A4nnli ... g-2898148/
Link Bogen:
viewtopic.php?f=17&t=1239

3. Frau der Truppe:
Alrun Pfeifer
ehemalige Partnerin von Damir, Mutter von Asukir el Dshamar
Naridierin, Almanin, geb.: 143 n.d.A., in Shohiro, 165 cm, Beruf: K├Ąmpferin, heute 60 Jahre
Link:

4. Mann der Truppe:
Brijesh Ruide
"Bri"
Almane, Souvagner, geb.: 141 n.d.A., in Lanteigne/Souvagne, 175cm, Beruf: K├Ąmpfer, heute 62 Jahre
Link:
https://i.pinimg.com/originals/a5/62/e6 ... 1e61a3.jpg

5. Frau der Truppe:
Farhild Schwindwald (mittlerweile verstorben)
Naridierin, Almanin, geb. 148 n.d.A. in Kalthorst, 168 cm, Beruf: K├Ąmpferin, w├Ąre heute 55 Jahre alt
Link:

6. Mann der Truppe:
Chirag de Dupont
Almane, Souvagner, Adelsstand: Chevalier, geb.: 145 n.d.A. in Vergne/Souvagne, 178 cm, Beruf:
ehemals Chevalier - sp├Ąter K├Ąmpfer unter Dunwin von Hohenfelde, heute 58 Jahre alt
165 n.d.A. Arm verloren - Angriff durch Inaki
Link:
https://i.pinimg.com/736x/1d/f6/af/1df6 ... 1105b8.jpg

7. Mann der Truppe:
Undorich Holzapfel
"Holzi"
Naridier, Almane, geb.: 140 n.d.A. in Gr├╝nbachthal/N├Ąhe Kalthorst, 172 cm, Beruf: K├Ąmpfer, heute 63 Jahre alt
Link:
https://vignette.wikia.nocookie.net/wit ... 0622160418


8. Mann der Truppe:
Harro von Rotheberg
Naridier, Almane, Adelsstand: Junker, geb.: 147 n.d.A. in Rotheberg/H├Âhe Earos, 175 cm, Beruf: K├Ąmpfer, heute 56 Jahre alt
Link:
https://orig00.deviantart.net/2eae/f/20 ... bhyk86.jpg

9. Frau der Truppe:
Luitgard Siegert
Naridier, Almanin, geb.: 139 n.d.A. in Sturmfels, 168 cm, Beruf: K├Ąmpferin, heute 64 Jahre alt
Link:
https://i.pinimg.com/originals/eb/25/7b ... 37f12d.jpg

10. Mann der Truppe:
Sunja Vogelsang
Naridier, Almanin, geb.: 148 n.d.A., in Wellersbrunn, n├Ârdlich von Daijan an der K├╝ste, 166 cm, Beruf: Heilerin, heute 55 Jahre
Link:
https://i.pinimg.com/736x/04/78/a1/0478 ... f64434.jpg

11. Frau der Truppe:
Merna de Littneaux
ehemalige Partnerin von Archi und Jesper, Mutter von Derya,
Almanin, Souvagnerin, geb: 143 n.d.A., in w├Ąre heute 60 Jahre alt, verstorben
Link:
https://images.contentful.com/rporu91m2 ... d_FULL.jpg

12. Mann der Truppe:
Damir el Akir
"M├Ąusehirn"
Naridier, Rakshaner, geb: 29.12.142 in: Rakshanistan, nahe Tazlogg , 179 cm, Beruf: K├Ąmpfer, heute 60 Jahre
Link Bogen:
viewtopic.php?f=17&t=1244
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