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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: So 31. Jul 2016, 19:01 
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Volk: Goblin
Beiträge: 12
Skalfaxa hatte gute Arbeit geleistet und sich mit ihrer freundlich schon fast herzerwärmenden Art durchaus Freunde gemacht. Sie spürte zwar das sie noch immer eine Fremde war, aber gerade für Verwundete war eine freundliche sanfte Art wohltuend. Außerdem war es ihre Art. Sie war eben einfach nett
Am nächsten Tag kam Barlok herein und brachte den Düsterling mit welchen sie bereits am Vortag kurz gesehen hatte.
Sie blinzelte und wirkte kurz entsetzt als sie den Zustand von Mard sah.

"So geht ihr mit Gefangenen um?"

Die Goblinfrau schüttelte den Kopf und trat zu Mard um seine Wunden zu betrachten.

"Hey könnt ihr auch etwas weiter weg Wache stehen? Ihr raubt einem ja die Luft zum atmen."

Sprach sie zu den Wachen welche dann wirklich etwas weiter weg gingen sie aber aus der Entfernung immer noch weitgehenst im Auge behielten.
Sie beugte sich über den Düsterling und machte sich vorsichtig daran dessen Wunden zu säubern während sie leise zu ihm sprach.

"Mard von den Nebelkatzen"

Vorsichtig strich sie über eine Wunde um den Schmutz hinaus zu wischen.

"Was machst du nur für Sachen."

Ihr Stimme war sanft, frreundlich, sie wirkte als wäre sie doch besorgt über den Zustand des Düsterlings. Vorsichtig säuberte sie weiter die Wunden.
Kurz warf sie einen Blick zu den Wachen. "Könnt ihr euch nützlich machen? Er braucht zu Essen und zu trinken um wieder zu Kräften zu kommen."
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: So 14. Aug 2016, 21:13 
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Volk: Düsterling
Beiträge: 19
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Die Freien Völker (1)
Man hatte ihn aus dem angenehm dunklen und muffigen Kerkerloch geholt und in ein luftiges, lichtdurchflutetes Riesenzelt gesteckt. Dort lag er nun auf einer Pritsche, durch herabhängende Tücher von den anderen Insaßen abgeschirmt. Die Sonne blendete durch den hellen Stoff. Er legte den Unterarm schützend über seine Augen. Nach so langer Dunkelheit hatte er besonders starke Probleme mit dem Tageslicht. Jeder einzelne Knochen schmerzte ihn und er hatte einen ungesund schnellen Puls. Zwischendurch zuckte immer mal wieder irgendeines seiner Gliedmaßen unkontrolliert oder sein ganzer Körper, als würde er erschrecken. Den Schweif hatte er wie ein Hund zwischen den Beinen hindurch nach vorn auf den Bauch gepresst.

Er war der festen Überzeugung, dass man ihn heute umbringen würde. Die Lichtfolter würde die Vorstufe davon sein. Er hielt die Ohren ganz still, wenn sie nicht gerade unwillkürlich zuckten, um zu verbergen, dass er sehr genau lauschte und so innerhalb kurzer Zeit ein dreidimensionales Bild seiner Umgebung vor dem inneren Auge erzeugte. Er hörte die Abmessungen und Aufteilung des Zeltes anhand der Schritte, auch wusste er bald, wie viele Personen sich hier befanden und welche davon bewaffnet waren. Sobald sich eine Gelegenheit ergab, würde er fliehen. Er brauchte dazu kein Augenlicht.

Gerade näherte sich eine Person, die eindeutig weiblich roch. Ihre Schritte waren kurz und leicht, sie war sehr kleinwüchsig und filigran, vermutlich ein Goblin. Sie schaffte es durch ein Gespräch, die Wachen dazu zu bewegen, Abstand einzunehmen. Das war gut.

Sie begann, an seinen Wunden zu hantieren. Mards Finger ballten sich zu Fäusten, sein Atem ging stoßweise. Alles in ihm brüllte, sich gegen die unerlaubte Berührung zu wehren, allein das Wissen, wie wichtig die Wundversorgung war, sorgte dafür, dass er sich beherrschen konnte. Sein ganzer Körper versteifte und verkrampfte sich. Durch sein Gehirn zischten wie weiße Blitze Erinnerungen an die schrecklichsten Situationen, in denen man ihn unerlaubt berührt hatte. Erinnerungen, die ihm quälende Übelkeit bescherten, brutale, aber auch sanfte Berührungen, völlig egal, sie alle waren schrecklich gewesen, denn nichts davon hatte er gewollt.

"Mard von den Nebelkatzen", sagte sie seinen Namen. Dabei strich sie ihm sanft über eine Wunde.

Seine Hand schnellte nach vorn und umschloss ihr Handgelenk, fest wie eine Schraubzwinge. Er öffnete die Augen, die vom Licht blutunterlaufen und mit einem dichten Adernetz überzogen waren.

"Ich bringe dich um", sagte er mit einer Kälte in der Stimme, die manch Zeltinsaßen entsetzt zurückweichen ließ, während er ihr Handgelenk umklammert hielt. Sein Gesicht war wie aus Stein gemeißelt. Wer auch nur ein wenig Ahnung vom Leben hatte, erkannte, dass diese Ansage sehr ernstzunehmen war.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Mo 15. Aug 2016, 19:27 
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Volk: Goblin
Beiträge: 12
Die Goblinfrau zuckte zusammen als plötzlich die Hand des Düsterling hervor schnellte und ihr Handgelenk umgriff. Im ersten Moment wirkte sie erschrocken doch dann erwiederte sie seinen Blick starr. Schwäche zeigen war jetzt nicht der richtige Moment.

So stellte sie ihm ganz simpel einfach nur eine Frage.

"Warum?"

Skalfaxa ließ die Frage einen Moment wirken bevor sie weiter sprach.

"Weil ich die Wunden versorgte welche dir die Zwerge zugefügt haben?"

Die beiden Wachen welche sie beide bewachen sollten zogen ihre Waffen. Immerhin hatte man ihnen eindeutig befohlen auf sie aufzupassen. Die Frage welche sich beide wohl stellten war, wie weit dürften sie zuschlagen ohne das es ihnen genauso erging wie den Beiden, welche sich an Mard ausgetobt hatten.

Doch Skalfaxas Blick blieb auf Mard fixiert. Sein Griff um ihr Handgelenk schmerzte bereits aber trotz des Ernst in seiner Stimme und Blick machte sie einen verdammt ruhigen Eindruck.
Leider war dies lediglich nach außenhin der Fall. In ihrem Köpfchen ratterte es, wie ein dutzend Zahnräder. Sie brauchte eine Idee und zwar sofort.

Langsam glitt ihre Hand zu dem Stab, welcher ihr scheinbar nur als Gehhilfe oder Schmuck diente. So genau hatte man das nicht heraus gefunden. Aber da draußen gab es ja seltsame Leute und diese Goblin hatte bisher ja nicht den Eindruck geweckt eine Gefahr zu sein.

Die Wachen hatten inzwischen fast das Bett erreicht als Skalfaxa ihren Stab umklammerte und fest auf den Boden stieß. Aus der Kugel welche Kunstvoll zwischen Geäst an der Spitze angebracht wurde , brach ein gleißend helles Licht hervor.
Ein paar der Verletzen vergruben instinktiv ihr Gesicht im Laken und den Wachen fielen ihre Waffen aus den Händen mit welchen sie ihre Augen reibend hilflos herum stand.
Da es ihr Stab ihr Artefakt war vermochte dieses blennende grelle Licht sie nicht zu stören.
Aber sie spürte wie sich die Hand um ihr Handgelenk lockerte und dann gänzlich verschwand. Selbst Mard...irgendwie tat er ihr gerade leid, waren Düsterlinge doch so lichtempfindlich...hielt sich die Augen zu.

Nun mußte sie schnell handeln. Düsterlinge vermochte im stockdunkel sich gut zurecht zu finden. Den Stab los lassend, dank seiner Magie stand er freihand direkt neben ihr. griff sie sich das Laken von dem Bett, auf welchem Mard lag und wickelte es flink um Selbigen, gefolgt von einem Seil. Wie ein Päckchen verschnürte sie ihn, lediglich seine Hände und Füßen waren etwas frei das er sich zumindestens noch bewegen konnte, aber in der engen Konstellation und weil ein Teil des Seiles um sein Hals gewickelt war, würde die Goblin seiner Kraft und möglichen Abwehrversuchen widerstehen können.

Doch nun war Eile geboten. Den Rucksack warf sie sich über und dann marschierte sie los. in einer Hand das Seil mit welchem sie Mard wie ein Hund und ein verschnürtes Päckchen gleichermaßen hinter sich herzog, in der anderen Hand ihren Stab mit welchem jeder der sie aufzuhalten versuchte geblendet wurde.

Irgendwo hörte sie noch Geschrei das Mard noch Informationen schuldete und man ihn gefälligst zurück holen sollte, aber sie blieb keineswegs stehen.

Nie hatte sie damit gerechnet soweit zu kommen, doch tatsächlich schaffte sie es so bis hinaus auf die Plätze der Bogenschütze, welche sie ebenso blendete.

Zum Glück zog ihr der Stab keine Kraft, den im nächsten Moment schüttete sie einen ihrer Beutel aus und ein Haufen Knochen purzelten auf den Boden. Große, kleine, dicke, dünne, spitze stumpfe.
Und dann fing sie an zu murmeln, worauf die Knochen erst anfingen zu zappel und dann sich zu bewegen. Sie schmiegten sich wie eine Rüstung um den Leib der Goblin. Wobei die dicken Knochen an den empfindlichen Stellen für Schutz sorgten. und die kleinsten spitzen wie Stacheln von ihr abstanden, vor allem um ihren Hals.

Doch sie hörte bereits Schritte welche sich näherten und so zog sie ihre letzte "Geheimwaffe" aus dem Rucksack.
Ein großes Tuch welches sie weitgehenst entfaltete und dann über die Brüstung warf, nur den Metallähnlichen Stock in der Mitte hielt sie fest.

"Auf gehts."

Skalfaxa warf sich Umhang um, band sich den Stab an den Leib und drückte auf einen Knopf der sich an diesem Stock befand und sofort wurde sie und Mard über die Brüstung hinaus direkt in die Luft gezogen. Unter Skalfaxas Füßen breitete sich eine Stange mit zwei kleineren Stangen auf welchen sie ihre Füße abstellen konnte aus und etwas über ihr zwei Griffe.
An den Griffen festhalten saß sie hinab zu Mard, welcher unglücklich in der Luft baumelte nur gehalten von dem Seil, welches an diesem seltsamen Ding hing. Das könnte sein letzter Weg sein.
Mard von den Nebelkatzen erhangen inmitten der Luft...klang nicht sehr reizvoll.

"Wenn du dicht nicht erhängen willst solltest du dich am Seil festhalten und bitte sagen."

Sprach sie hinunter während sie den Gleitschirm, welcher die einzige goblinische Erfindung war, welche sie besaß, weg von der Festung leitete. Mit den Hebeln regulierte sie die Richtung.
Plötzlich schoß ein Pfeil vorbei und Skalfaxa grinste. Natürlich standen sie jetzt da und versuchten sie vom Himmel zu schießen. Ob das eine kluge Idee war. Aber damit hatte sie gerechnet, als kurz nach ihrem Abflug die Tür aufgestoßen wurden war.

Aber sie war gerüstet und der Gleitschirm hielt einiges aus. Selbst Pfeile.
Und so glitten sie dahin. Es zeigten sich schon bald die ersten Zelte des Lagers von Tarkan unter ihnen, aber noch flogen sie hoch genug das man entscheiden konnte ob man weiter fliegen sollte, weg vom Lager oder nicht.
WIe Mard wohl darüber dachte?

Seine Lage hatte sich irgendwie nicht zum besseren gewendet. Das geschnüre aus Laken und Seil erlaubte ihm kaum Bewegungsfreiraum und letzendlich...wer wußte schon welche Tricks diese Frau noch auf Lager hatte.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Mo 15. Aug 2016, 20:52 
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Volk: Zwerg
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Die Ordnung (1) Chronist in Bronze (1) Herausragender RPG Beitrag (1) Schlüsselloch (1)
Ein greller Blitz erfüllte das Arbeitszimmer und das mitten am Tag! Das konnte kein natürlichen Ursprung haben. Eisenhand rannte hinunter und betrat den Hof, dort sah er Wachen die sich die Augen rieben und wild umher liefen, manche Armbrustschütze schoßen hinter etwas her, doch was war das? Barlok rannte die Mauer hinauf und sah dort ebenso Soldaten die sich die Augen rieben, doch andere schoßen weiter und weiter bis sie es schließlich fluchend aufgaben.

Ihm wurde berichtet das die Goblinfrau eine Magierin sein musste, sie hatte sich Mard geschnapt und war fort. Die Hände des Generals ballten sich zu Fäusten und er fluchte so laut er nur konnte, er tobte regelrecht doch als er sich wieder fing gab es nur einen Ausdruck in seinem Gesicht, dieser nannte sich Rache!

Eine Stunde später fand eine Befehlsausgabe statt, an dem Tisch saßen viele Baumeister die ihm berichteten das der Kanal, in wenigen Tagen wieder Wasser führen würde. Doch das war Barlok nicht genug, an dem Tisch saßen noch weitere Offiziere, er befahl ihnen nach Niwar zu reisen um dem König die Lage zu schildern. In diesem Bericht befand sich ebenso, sein eigener Bericht in dem er nichts beschönigte oder sonstiges. Dort drin stand ebenfalls, das Zwerge gestorben waren für Informationen die anscheinend niemals, seine Ohren erreichen würden. Daher war jegliche Art der Diplomatie vom Tisch! Die Offiziere sollten dazu, weitere Reserven erbitten und zur Festung führen. "Des weiteren wird es keine Zeltstadt mehr geben, wir werden den Platz brauchen!" alle anwesenden sahen ihn fragend an.

"Wir werden dort Fallgruben ausheben, zudem kommen dort allerhand von Fallen hin" sein Gesicht war kalt und hart. Man sagt sich wer das Vertrauen eines Zwergs verliert, der wird es niemals wieder erlangen. "Wenn diese elendigen Ratten, nur daran denken in die Nähe dieser Mauern zu gehen, will ich das sie erst durch die Hölle gehen müssen, ehe sie sich durch den Kanal müssen!". Dieser Satz erntete Zustimmung, der General stand auf und schritt um den Tisch herum. "Ich will mehr Petrolium, ich will das ganze Gräben damit auf Befehl geflutet werden können wenn es sein muss, schafft mir mehr davon heran!". Die Alchemisten würden sich in den kommen Tagen und Wochen tot schuften, doch das war Barlok gleich.

"Herr meint ihr der Kanal wird nicht reichen?" die anderen Anwesenden zogen die Luft scharf ein, sie schauten jedoch direkt zum General der sich umdrehte und düster drein schaute. "Eine Goblindame hat unseren Gefangenen, einfach so mir nichts dir nichts mitgenommen!" er schlug mit der Faust auf den Tisch "der Kanal reicht nicht!".

In den folgenen Tagen ließ Barlok einen Erlass verabschieden, der die Zeltstadt auflöste. Die Zwergenhändler durften nicht mehr das Gebirge verlassen, der Krieg war nun doch angekommen. Der Kanal führte wieder Wasser Barlok hatte veranlasst das die Baumeister die jeweiligen Fallgruben aufhebten, es bliebt ein kleiner Pfad für die Zwerge der begehbar war, doch diesen kannten nur sie selbst. Zudem kahmen die Reserven nach und nach an, sie blieben jedoch im Gebirge um in jeder Zeit einsatzbereit dazu zu stoßen. Barlok beobachtete das Treiben vor der Festung, viele Zwerge arbeiteten an Gräbensystemen, an Fallgruben mit spitzen Pflöcken darin. Sie verwandelten die freie Fläche, vor dem Kanal in ein wahres Labyrinth des Todes.

Er stand dort auf der Mauer und starrte in die Ferne, er sah die Türme die dort wie ein Mahnmal standen. Den Jenseits dieser Türme lauerte der Feind und dort waren Zwerge gefallen, für Informationen die er niemals bekommen sollte, für einen Moment des Vertrauens, sein Moment der Schwäche!

Sowas würde niemals wieder geschehen, sollte er jemals Mard oder die Goblinfrau sehen, würde dies nicht gut für die beiden enden. Die Festung würde, stand halten bis zum letzten Zwerg! Sollten sie scheitern gab es immer noch, den Befehl an die Alchemisten, doch hoffentlich müssten sie niemals diesen Plan in die Tat umsetzen.....
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Do 1. Sep 2016, 19:41 
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Volk: Goblin
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Als sie so dahin schwebte, unter sich das Zeltlager und über sich den Himmel, bemerkte sie das Mard langsam dunkler im Gesicht wurde. Dieser Düsterling war sich wirklich zu fein sie um Hilfe zu bitten.
Aber tod wollte sie ihn auch nicht dem Tarrik übergeben.

Seufzend drückte sie auf einen weiteren Knopf, ein Plopp ertönte und ein Netz spannte sich unter ihnen, mit einem kleinen Hebel zog sie es höher so das Mard nicht mehr gurgelnd in der Luft hing sondern im Netz lag.

"Faszinierend"

Entfuhr es Skalfaxa. Obwohl sie sich nicht wirklich mit goblinischen Erfindungen beschäftigt hatte , wäre sie kein Goblin gewesen wenn ihr das hier nicht gefallen hätte.

Unter ihnen tauchte Tarkans Zelt auf und Skalfaxa zog erneut an etwas worauf sie fast schon abstürzten, aber nur fast Die Landung war zwar nicht sanft aber auch nicht so das man sich dabei verletze, direkt vor die Füße der verdutztend Wache.
Die Goblin zog Mard aus dem Netz, noch immer gefesselt wie ein Paket und hielt der Wache ihr Zebrafell unter die Nase, was sie von Tarkan bekommen hatte.

Die Wache ließ sie, nach kurzer Ankündigung auch ins Zelt zu Tarkan hinein. Dort schubste sie Mard vor dessen Füßen und rieb sich kurz das Handgelenk.


"Da habt ihr euren Späher wieder...oder besser den Verräter. Hab ihn und die ZWerge in den Sümpfen aufgegriffen, wo sie augenscheinlich Tieflinge abschlachteten. Offenbar ein WUnsch des Kleinen hier. Und wenn ich es richtig gehört habe, hat er dem General der Zwerge dafür Infos über euch und die Anderen hier versprochen."

"Kurz er wollte euch verraten...und mich nebenbei umbringen"


Das sie noch immer aussah wie ein halbes Skelett, wegen der Knochenrüstung an ihrem Leib störte sie nicht.Zumal ihr Kopf frei sichtbar war Ihre Hand legte sich wieder um den Stab den Blick kurz skeptisch zu dem Düsterling.

"Nun ja unglücklicher Weise mußte ich mir Gewaltsam einen Weg aus der Festung beschaffen. Ich schätze die Zwerge werden darüber nicht erfreut sein. Aber bevor der Kleine hier mich tötet oder Dinge ausplaudert...es war nicht so geplant und alles recht chaotisch. Aber ich habe ihn gefunden und hergebracht so wie ihr wolltet."


Skalfaxa zuckte mit den Schultern und sah zu Tarkan. Sie hatte getan was er verlangt hatte so gut sie es konnte. Alles Andere lag nun in der Hand des Tarrik.
Außerdem wieviel andere Wahl hatte sie gehabt. Unauffällig hinaus bringen? Das war unter der BEwachung und der Aggression des Düsterling unmöglich gewurden. Und wer weiß schon ob er bis dahin nicht geplaudert hätte. Zumindestens laut dem was die Wachen getuschelt hatten, hatte der General diesbezüglich keine Geduld mehr gehabt.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2016, 14:45 
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Volk: Düsterling
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Die Freien Völker (1)
Mard hatte keine Ahnung, wie es hatte geschehen können, dass er plötzlich wie ein Paket von einem Laken umschnürt wurde. Er war verletzt, aber nicht so sehr, dass er sich nicht hätte wehren können. Normaler Weise wäre es niemals möglich gewesen, dass dieses Weib ihn so einpackte. Vielleicht hatte sie Hilfe von einem dieser Pfuscher, die sich Götter nannten und die ihn allesamt hassten, anders war es nicht zu erklären, dass er sich plötzlich an einem Flugdrachen hängend wiederfand, ein Seil um den Hals, das ihn langsam strangulierte.

"Wenn du dicht nicht erhängen willst solltest du dich am Seil festhalten und bitte sagen." Sie hatte den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da verleierte Mard seinen Kopf und bespuckte sie. Eher würde er sterben, als um Gnade zu winseln oder kriecherische Worte wie 'Bitte' in den Mund zu nehmen! Die Schlinge zog sich langsam fester und er spürte, wie sein Bewusstsein entglitt. Er ließ die Augen offen. Wenn es schon sein musste, dann würde er gefälligst sehend sterben! Das Land, das unter ihm hinwegraste, verschwamm, seine Augen wurden glasig. Den Wald hatten sie schon überquert und nun die Steppe. Wie ein einfacher, nicht motorisierter Flugdrachen so lange in der Luft bleiben und in der Zeit eine derart lange Strecke überwinden konnte, war ihm ein Rätsel. Auch das wäre untr normalen Umständen niemals möglich gewesen, immerhin war das kein dampfgetriebener Helikopter! Göttliche Macht? Halluzinationen? Es gab keine andere Erklärung. Nichts von all dem machte irgendeinen Sinn.Mards letzten Gedanken waren wüste Flüche, ehe er in die Ohnmacht glitt. Als er erwachte, lag er im Staub vor Tarkans Füßen. Er schob mit der Zunge verklumpten Dreck aus seinem Mund. Der ältere Mann blickte auf ihn herab.

"Da habt ihr euren Späher wieder...oder besser den Verräter." Das verfluchte Goblinweib erzählte dem Tarrik die ganze Geschichte, dann zuckte sie die Schultern, als hätte sie so eben einen kleinen Spaziergang unternommen. Wahrscheinlich fühlte sie sich gerade unwahrscheinlich überlegen und mächtig! Keine Kunst, wenn ein Gott einem geholfen hatte!

"Sie lügt", keuchte Mard. "Glaubt ihr kein Wort! Die Zwerge haben mich gefangen gehalten und gefoltert! Und sie haben Skalfaxa den Auftrag erteilt, mich zu Euch zu bringen und diese Lügen zu verbreiten! Sie hat ein hübsches Sümmchen dafür erhalten! Sie ist die Verräterin hier! Ich bin nur ein einfacher Späher, dem ein dummes Missgeschick passiert ist!" Mühsam befreite Mard sich aus dem Laken und löste den Strick um seinen Hals. Er musste husten.

Skalfaxa öffnete den Mund, um irgendetwas zu erwidern, da fuhr ihr ein Batzen Sand ins Gesicht. Noch einer und noch einer. Es hörte gar nicht mehr auf, ihr ganzes Gesicht war voll davon, ihr Haar, ihr Oberkörper und dann auch die Arme und Beine. Vergeblich versuchte sie den Sand mit den Händen abzuwehren, immer mehr traf sie und geriet um sie herum kriechend in Rotation. Auch Skalfaxa begann sich zu drehen. Eine Windhose bildete sich genau dort, wo sie stand, eine Säule aus Sand, die sie nach und nach wirbelnd umschloss, ummer schneller drehte sie sich erhob die Goblinfrau in die Luft, während sie immer weiteren Sand der Umgebung aufsaugte und wuchs. Von Skalfaxa war bald nichts mehr zu sehen, sie war vollständig von den wirbelnden Massen eingschlossen. Die Windhose trug sie unter lautem Pfeifen und Tosen hinaus aus dem Lager. Daran, dass sie um die Zelte und Rakshaner einen ordentlichen Bogen machte und sorgfältig um die Ecken bog, konnte man erkennen, dass es sich hier um kein natürliches Phänomen handelte. Vielleicht einer der Magier hier? Noch ein Gott? Mard wusste es nicht. Atemlos beobachteten er das Geschehen. Die Windhose trug Skalfaxa hinaus in die Steppe und verschwand mit ihr am Horizont.

Mard rappelte sich auf. Er hatte starke Schmerzen am Hals und ihm war schlecht. Aber er hatte nun einen Drachen! Er nahm das von Skalfaxa zurückgelassene Fluggerät und probierte den Mechanismus aus, der die Tragflächen ähnlich wie Fledermausflügel auf und zu klappen ließ, so dass der Drachen zu einem schmalen Bündel Stäbe zusammengefaltet werden konnte. Da bemerkte er den ungnädigen Blick von Tarrik Tarkan, der auf ihn hinabsah.

"Ihr glaubt dem Weib doch nicht etwa, oder?" fragte Mard ängstlich. "Der Alten hat die Verlogenheit doch schon aus dem hässlichen grünen Gesicht gegrinst! Sie hat sogar versucht, mich zu befummeln!" Er wies mit dem Finger anklagend in die Richtung, in welcher die Windhose verschwunden war. Der Blick des Tarrik blieb ungerührt. "Was ich glaube, ist unerheblich. Von Bedeutung wäre vielmehr ein handfester Beweis für deine Worte."
"Wie soll ich so was beweisen!" kreischte Mard. "Wie soll ich ihre Lügen wiederlegen! Ich bin Euer Späher! Ich habe den Wassergraben der Zwerge verstopft mit einem wunderschönen Staudamm! Vertraut Ihr mir etwa nicht?"
"Du bist nicht unser einziger Späher, Mard. Ich habe Hinweise erhalten, dass zumindest ein Teil der Aussagen von Skalfaxa durchaus der Wahrheit entspricht - zum Beispiel die Vernichtung von Katamaris im Herzen Alkenas. Und wir haben einen zwergischen Gefangenen, dessen Aussagen einige andere Dinge bestätigen."
Mard wurde blass. "Aber ich kann alles erklären!"
"Ich danke dir für die Dienste, die du Rakshanistan erwiesen hast, Mard von den Nebelkatzen. Doch für Verräter ist in unseren Reihen kein Platz. Für deine Leistungen schenke ich dir dieses eine Mal das Leben. Nutze die Chance, möglichst viel Raum zwischen uns zu bringen. Wenn wir uns das nächste Mal begegnen, sind wir Feinde. Du bist hiermit verbannt und wenn morgen die Sonne aufgeht, bist du in gesamt Rakshanistan vogelfrei. Jetzt lauf, bevor ich es mir anders überlege! Kehre nie mehr zurück!"

Mard packte den zusammengefalteten Drachen und rannte hinaus aus dem Zeltlager, weit in die trostlose Steppe hinein. Er rannte, stolpernd vor Erschöpfung und Schmerzen, gepeinigt von der unbarmherzigen Sonne, bis er nicht mehr konnte und dann ging er schnellen Schrittes, schlussendlich lief er auf allen Vieren, das Bündel mit dem Arm an seine Flanke gepresst. Fort, er musste weiter fort! Die Sonne ging unter und von da an fiel es ihm etwas leichter, seine Kräfte beisammenzuhalten. Er bewegte sich in Richtung Süden, als die Kälte der Nacht sich erhob und die Sterne am schwarzen Himmel funkelten, bis der Horizont wieder grau wurde und die Sterne verblassten. Die ganze Nacht war er abweschselnd gegangen, gelaufen und gekrochen. Es war eisig und der Wind fauchte ungebremst über die Steppe, weder Baum noch Strauch bremsten ihn. Noch immer befand Mard sich in der öden Wildnis, nirgends gab es Deckung oder eine Möglichkeit, seine Spuren zu verbergen. Wenn die Hyänenreiter ihn einholten, war das sein Ende.

Mit vor Erschöpfung zitternden Armen öffnete Mard den Drachen. Er hatte noch nie solch ein Fluggerät bedient. Der Wind griff sofort unter die Tragflächen und riss ihn hinauf, Mard konnte gerade noch die Füße auf die Trittstangen stellen und sich oben festhalten, da segelte er schon über die Steppe. Er schlang den Schweif fest um die zentrale Stange, so dass er nicht hinunterfallen konnte. Er fühlte sich gekreuzigt und hätte lieber in klammernder Position auf dem Drachen gesessen! Er blickte ängstlich nach unten. Wie ein versteinertes Meer glitten die Hügel der Steppe unter ihm dahin. Er kam sehr schnell vorwärts, doch hatte Mühe, das Fluggerät zu lenken und zu kontrollieren. Als der Horizont sich rot färbte, geriet Mard in einen Scherwind, der Drachen wurde herumgewirbelt und stürzte trudelnd zu Boden. Er gab sein Bestes, den Sturz irgendwie zu kontrollieren, doch er konnte ihn nicht mehr aufhalten. Dumpf schlug er auf einem Hügel ein, der Sand stob, Mard rutschte mit seinem Drachen den Hang hinab. Er blieb liegen, wie er war und schlief erschöpft ein.

Er erwachte in der Mittagshitze. Das erste, was er sah, wahren nervös scharrende Hufe. Langsam blickte er an ihnen hinauf. Sie gehörten zu einem Zentauren, der unsicher herumtänzelte und offenbar nicht wusste, was er mit dem Düsterling anfangen sollte. Sein Fell war grau, die Kopfhaare bildeten einen schwarzen, borstigen Hahnenkamm, der seine Wirbelsäule entlang wuchs bis zur Hälfte seines Rückens. Er wirkte struppig und heruntergekommen, nicht unbedingt ein prachtvolles Exemplar, mit vielen halbkreisförmigen Narben, die vermutlich von Huftritten herrührten.

"Du da! Du darfst mir helfen!", krähte Mard. "Ich muss nach Dunkelbruch und zwar schnell!" Tatsächlich kam der Zentaure vorsichtig näher und legte sich hin, damit der verletzte Düsterling aufsteigen konnte. Mard hasste Pferde und er hasste Menschen, eine Kombination aus beidem war sicher noch schlechter. Aber er brauchte ihn als Transportmittel, sonst fraßen ihn die rakshanischen Hyänen. Der Zentaure erhob sich und ging in leichten Trab über. Mard krallte sich mit einer Hand an seiner Mähne fest und hielt mit der anderen seinen Drachen. Der Kerl stank extrem nach Pferd und verlor manchmal ein paar Äpfel, ohne dafür extra anzuhalten. Was für ein Widerling! Am Nachmittag erreichten das ungleiche Paar schließlich die Zwergenfestung.
"Barklok Eisenhand", rief Mard die Mauern hinauf. "Ich bin wieder da, um mein Wort einzulösen!"
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2016, 17:33 
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Die Ordnung (1) Chronist in Bronze (1) Herausragender RPG Beitrag (1) Schlüsselloch (1)
Der Tag neigte sich dem Abend und somit seinem Ende zu, der General war in seinem Arbeitszimmer und schaute auf die Karten hinab um sich noch einmal, ein paar Szenarios durch den Kopf gehen zu lassen. Die Reserven waren angekommen der König hatte erneut Zweihundert Krieger anrücken lassen, sie waren jedoch im Gebirge untergebracht, der König hatte außerdem in einem Schreiben klar gemacht das keine weiteren Verbände mehr zu entbehren waren.

Es war wirklich nicht das was er erhofft hatte, doch hatten offenbar die Zwerge überall ihre Konflikte und die Pforten mussten weiterhin geschützt werden und daher waren die Kräfte der Zwerge nicht gesammelt vertreten sondern mussten sich aufteilen.

Das Klopfen an seiner Tür riss ihn aus seinen Gedanken, eine Wache trat ein und verbeugte sich rasch. Er holte Luft und sprach "ein Reiter ist gerade eingetroffen, es ist der Gefangene der geflohen war!". Die Miene von Barlok Eisenhand wurde ernst und seine Hände ballten sich zu Fäusten, wie konnte er es nur wagen jemals wieder ein Fuß in die Richtung von der Feste zu machen!

Mit einer Handbewegung ließ er den Soldaten hinaustreten, dieser schaute ihn verwirrt an doch tat wie ihm befohlen wurde.

Auf der Mauer hatten ein gutes Dutzend Zwergenkrieger die Armbrüste auf Mard gerichtet, er wurde von dem anwesendem Offizier angewiesen sich nicht von der Stelle zu rühren. Die Szene musste für Mard beklement gewesen sein, vor ihm war der Graben wieder geflutet über das freie Feld zogen sich versteckte Fallgruben und die Zugbrücke war hinauf gezogen.

Der letzte Punkt wurde jedoch geändert hinter der Mauer wurde das Klirren von Ketten laut und ein mechanischer Mechanismus wurde in Gang gesetzt. Die Zugbrücke wurde hinunter gelassen, als sie unten war sah man einen Zwerg in kompletter Rüstung auf ihr Richtung Mard stapfen, allein und voller Tatendrang.

Die doppelschneidige Axt fest mit beiden Händen umklammert, der Helm verdeckte ab der Nase hinauf das Gesicht und Mard erkannte nicht wer er war, zumindestens nicht sofort. "Absetzen!" wurde von der Mauer aus befohlen und die Soldaten senkten ihre Amrbrüste, der General war es höchst selbst in voller RÜstung. Er blieb ungefähr Zehn Meter vor Mard zum stehen, seine Augen waren kalt und nicht gerade von guten Absichten erfüllt "nenn mir einen guten Grund warum, ich dich nicht hier und jetzt töten soll!" grollte Barlok voller Zorn.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Sa 3. Dez 2016, 15:00 
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Volk: Rakshaner
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Das Chaos (1)
Zuerst sah es nur aus wie eine Nebelbank, die vom Horizont aufstieg. Fliehende Steppentiere rannten davor her und preschten dicht an den Zwergen vorbei, als sei da im Norden eine noch größere Gefahr, vor der sie flohen. In ihrer Panik stürzten einige von ihnen in den leeren Graben oder gelangten in das Innere von Dunkelbruch, wo sie sich in der Enge vor lauter Panik die Knochen brachen. Dann war ein Donnern zu hören, nur leise zunächst, obwohl der Himmel an diesem Morgen nicht nach Gewitter aussah. Bald zeigte sich unter dem vermeintlichen Nebel ein dunkler Streifen. Als sich die Erscheinung näherte, mischte sich das Kreischen und Lachen von Hyänen darunter. Die gesamte Streitmacht Zentralraksahnistans war auf dem Weg nach Dunkelbruch, Hyänenreiter in Rüstungen aus Leder und Knochen, etwas weiter hinten die schwer gepanzerten Orks, Tieflingsmagier begleiteten den Tross auf gescheckten Raktauren. Über ihnen kreisten Schwärme von Geiern, die auf Aas hofften und etwas außerhalb krochen die hungrigen Ghule durch das Steppengras, in großem Abstand zueinander und schwer zu sehen.

Tarrik Tarkan saß auf einem prächtigen Exemplar einer gestreiften Riesenhyäne und war selbst von Kopf bis Fuß in Zebrafell gekleidet. Darüber trug er als einer der wenigen Harnisch und Schulterstücke eines erbeuteten almanischen Eisenpanzers. Sein Haupt zierte der Kopf eines toten Leoparden samt geschecktem Fell, dass hinter ihm im Wind wie ein Umhang wehte.

"Barlok Eisenhand", brüllte seine Stimme durch den Sturm. "Dunkelbruch wird am heutigen Tage fallen und du mit ihm!"
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2016, 11:58 
Spielleiter des Geisterhauses
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Volk: Goblin
Beiträge: 547
Auszeichnungen: 5

Das Kaisho Abkommen (1) Chronist in Silber (1) Rote Laterne (1) Quasselstrippe (1)
Jeelen hatte die Botschaft von Lydia erhalten. Die Zwergin bat ihn um ein Treffen in ihrer Heimatstadt – Shohiro. Der Goblin musste nicht lange überlegen, ob er der Bitte nachkam. Lydia bat nie leichtfertig um einen Gefallen, wenn sie seine Hilfe brauchte, dann gab es dafür einen triftigen Grund. Und selbst wenn sie keinen Grund gehabt hätte, sie waren Freunde – manchmal auch mehr, aus diesem Grund folgte er ihrem Ruf.

Nun saß er seiner langjährigen Berufskollegin und Freundin in ihrem Heim gegenüber bei einem Krug Bier. Sie hatten sich lange nicht gesehen, aber das tat ihrer Freundschaft keinen Abbruch. Die Zwergin wie auch der Goblin wusste, dass sie sich jederzeit aufeinander verlassen konnten.

„Nun hier bin ich. So gerne ich mit Dir Zeit verbringe, Du wirst mich nicht grundlos gerufen haben Lydia. Gibt es „Platz-Problem“ in der Stadt? Soll ich irgendwem beim Umzug helfen?“, fragte Jeelen leise und nahm einen Schluck Bier. Dabei musterte er sein Gegenüber freundlich über den Rand des Kruges hinweg.

„Ich bin froh dass Du hier bist. Es sind Gerüchte im Umlauf, Du wirst genauso davon gehört haben wie ich Jeel. Das Problem liegt nicht in Shohiro, das Problem ist weitaus größer als die meisten vermuten. Es geht nicht mehr um Ordnung und Chaos, zwei Kräfte die sich gegenüberstehen. Ich befürchte mein Freund, es heißt schon lange das Chaos gegen den Rest unserer Welt. Krieg von unbekanntem Ausmaß“, erklärte Lydia und nahm ebenfalls einen kräftigen Schluck von ihrem Bier.

„Von den Gerüchten habe ich auch gehört. Aber worum geht es Dir? Eigentlich ist das nicht unser Kampf. Was gehen uns die Probleme anderer an, solange wir nicht für die Lösung bezahlt werden? Willst Du Gewinn aus der Situation schlagen? Da müsste einiges zu holen sein. Wenn Du an einen Job zu zweit denkst – meine Klinge gehört Dir, ich bin auf alle Fälle dabei.

Fürchtest Du um Deine Sicherheit? Dann verlasse Shohiro und zieh Dich ins Reich der Zwerge zurück. Sollte es hart auf hart kommen, könnt ihr dort alles aussitzen. Im Grunde muss Euch die Oberfläche nicht scheren. Wenn Du vor hast die Oberfläche zu verlassen und jemanden als Begleitung suchst, ich bin dabei, solange ich nicht in einem Stollen übernachten muss. Tonnen von Geröll und Gestein über meinem Kopf machen mir in einer Stadt nichts aus. Dient schließlich in dem Fall unserer Sicherheit“, gab Jeelen zurück.

„Es geht weder ums Geschäft, noch um einen Rückzug von der Oberwelt Jeel. Wenn das eintritt was ich befürchte, dann wird es kein Reich der Zwerge mehr geben mein Freund, dann wird es überhaupt keine Reiche mehr geben. Weder das der Goblins, noch der Menschen, noch der Zwerge. Die Zwerge sind wie so oft die letzte Bastion zwischen den Schutzbedürftigen und den Horden des Chaos! Aber diesmal sind es keine Scharmützel, diesmal stehen die Horden vor den Toren von Dunkelbruch. Und sollte Dunkelbruch fallen, dann fällt die ganze Welt. Verstehst Du das Ausmaß der Katastrophe?“, fragte Lydia besorgt.

„Klar, ich verstehe. Den Völkern droht die total Vernichtung oder die Annektion durch die Chaos-Fraktion“, antwortete der Goblin.

„So ist es. Und da kommen wir ins Spiel. Wo Heere versagen, wo Armeen scheitern, da hat schon oft ein einziges Messer in der Dunkelheit die ausweglose Situation herumgerissen. Ich bitte Dich, gehe nach Dunkelbruch Jeel. Das ist mir sehr wichtig. Die Sache ist groß, größer vielleicht als wir beide. Sprich dort mit den Zwergen und hilf meinen Leuten. Egal in welcher Form, selbst wenn Du sie nur beraten kannst. Zwerge denken anders als Goblins. Wir beide wissen, wie effektiv eine Zusammenarbeit sein kann. Ich werde Dir folgen, sobald ich kann. Es wird nicht Dein Schaden sein. Nimm diesen Brief mit für den dortigen Kommandanten“, flüsterte Lydia eindringlich und reichte Jeelen einen Brief.

Der Goblin nahm den Brief entgegen, drehte ihn kurz in der Hand und steckte ihn dann mit knappen Nicken ein.

„Freundschaft hat noch nie eine Bezahlung verlangt. Weder Du für meine geflickte Fresse, noch ich für Deine geretteten Sommersprossen. Von den anderen Dingen mal ganz zu Schweigen. In Ordnung, ich gehe zu den Zwergen und werde sehen was ich tun kann. Mehr als Hilfe anbieten können wir nicht Lydia. Ich hoffe sie sind nicht beratungsresistent“, antwortete er freundlich und trank sein Bier aus.
„Danke Grüner, ich weiß. Ich sehe es genauso. Sturheit hat seine Grenzen Jeel. Sturheit kann man sich nicht leisten, wenn das Leben aller davon abhängt samt dem uns bekannten Weltgefüge“, sinnierte die Zwergin.

„Wie ich immer sagte, wo das Versagen des einzelnen den Tod aller bedeuten kann – kann es keine Gnade geben. Und ich glaube wir waren für einiges „bekannt“ aber Gnade zählte nicht dazu. Zudem Lydia, wenn nicht wir, dann wird ein anderer herausfinden welcher Kopf rollen muss, damit dieser Spuk beendet wird. Ich breche heute Nacht nach Dunkelbruch auf. Komm nach, wie versprochen“, flüsterte Jeelen.

Lydia reichte ihm die Hand und der Goblin ergriff sie. Beide umschlossen kurz das Handgelenk des anderen mit der eigenen Hand und besiegelten so ihren Pakt.

Der Goblin machte es sich in der Stube von Lydia gemütlich und schlief bis zum Einbruch der Nacht. Lydia füllte den Proviant wie auch das Wasser von Jeelen auf, damit dieser direkt losziehen konnte, sobald ihm danach war. Wie versprochen machte sich der Goblin in der Dunkelheit auf den Weg nach Dunkelbruch.

Jeelen marschierte bei Nacht und blieb so lange wie möglich auf dem Gebiet der Handelsallianz. Dabei behielt er die Marschroute auf der rechten Seite des Gebirges bei. Es war ein ganzes Stück Weg, das er vor sich hatte. Der Goblin lief nur in der Dunkelheit und ruhte versteckt tagsüber. Sobald die Dunkelheit wieder hereinbrach war auch Jeelen mit auf äußerst geschärften Sinnen wieder unterwegs. Er hielt nur an, wenn es unbedingt nötig war. Er nahm auch das Essen während seiner Wanderschaft zu sich.

Endlich auf dem Gebiet der Zwerge angekommen, bewegte er sich nicht nur weiterhin in der Dunkelheit fort, sondern er schlich auch von Schatten zu Schatten um so lange wie möglich unsichtbar zu bleiben.

Dunkelheit und Schatten machten ihm nichts aus. Es waren seine Elemente. Wo andere die miese Sicht verfluchten, verließ sich der goblinische Meuchelmörder auf seine langen, spitzen und sehr zuverlässigen Ohren. Wenn es der Kampf verlangte, kämpfte er nach reinem Gehör. Die Augen konnten einem in der Dunkelheit einen Streich spielen, die Ohren waren da weitaus zuverlässiger. Jedenfalls was seine Ohren anging.

Als er endlich nach langer Wanderung Dunkelbruch erreichte, staunte der Goblin nicht schlecht. Es war Abend, um die Festung war ein Todesband ausgehoben worden. Ein Düsterling stand vor dem Bollwerk. Zig Armbrüste waren auf das Wesen gerichtet und die Zwerge schienen alles andere als begeistert zu sein von ihrem schwarzen Besucher.

Einen Augenblick später wurde die Zugbrücke heruntergelassen und ein komplett gerüsteter Zwerg marschierte auf den Düsterling zu. Der Mann blieb vor dem Düsterling stehen und Jeelen konnte förmlich die Spannung fühlen die in der Luft lag, ähnlich einem nahenden Gewitter.

Der Zwerg wollte vom Düsterling einen Grund hören, warum er nicht hier und sofort erschlagen werden sollte, was Jeelen breit grinsen ließ. So unterschiedlich Zwerge auch waren, wenn es um Rache ging, da waren sie alle gleich.

Langsam trat der Goblin aus dem Schatten und blieb in einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu dem Zwerg und dem Düsterling stehen.

„Grüße“, sagte er freundlich.

„Ich komme in friedlichen und hilfreichen Absichten, ich möchte mit dem Kommandanten dieser Festung sprechen. Ich habe eine Nachricht für ihn“, erklärte Jeelen und wartete ab, dabei waren seine Nerven bis zum Zerreißen angespannt.

Einerseits um sich notfalls schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen, andererseits um sein Versprechen zu erfüllen was er Lydia gegeben hatte.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Krieg der alles ändern wird
BeitragVerfasst: Do 29. Dez 2016, 17:05 
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Die Freien Völker (1)
"Weil ich die versprochene Informationen für dich habe, du undankbarer Filzbart", kreischte Mard entrüstet, ohne Anstalten zu machen, von seinem struppigen und stinkenden Ponyzentauren abzusteigen. "Aber ich kann auch auf der Stelle wieder kehrt machen und dem Windelkopf Bescheid geben, dass du vor den Toren auf ihn wartest wie auf einem silbernen Teller!" Er wies mit dem ausgetreckten Finger nach hinten, wo Tarkan und seine Männer sich in der Ferne näherten, zerrte dem Zentauren an der Mähne, so dass dieser sich auf die Hinterbeine stellte und wiehernd mit den Vorderhufen in der Luft schlug. Die Zwerge mit den Armbrüsten auf den Zinnen spannten sich an, doch waren diszipliniert genug, nicht ohne Befehl auf den Düsterling zu schießen, mochte er auch noch so sehr das große Maul haben. Mard grinste höhnisch und offenbarte alle vier Zahnlücken.

In diesem Moment mischte sich eine Goblinpest ein und grüßte den General mit einem scheißfreundlichen Grinsen. Was für ein Kriecher! Hoffentlich würde Eisenhand ihn sofort abschießen lassen. Mard lockerte den Griff, so dass der Zentaure wiede auf allen vier Hufen zu stehen kam.

Hinter ihen näherte sich unaufhaltsam die Front des Chaos. Schon wahren die lachenden Rufe der Hyänen und ein rakshanischer Kriegsgesang zu hören, begleitet von Trommeln aus Feindeshaut.
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