Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Dunkelbruch nach der Eroberung

Die Chaosfront
Die Hauptstreitmacht des Chaos wurde entfesselt, um die Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Die Niederlage der Zwerge schien lange unausweichlich, doch Almanien, Evalon und Avinar kamen den Zwergen zur Unterst√ľtzung. Nach Jahren des Kampfes sind die Truppen aller Seiten ersch√∂pft und man verhandelt in Ehveros endlich √ľber Frieden. Das Kaisho-Abkommen zerbrach an diesem Krieg.
Antworten
Benutzeravatar
Tarkan
Zweitcharakter
Beiträge: 67
Registriert: So 10. Jan 2016, 18:38
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Rakshaner

Das Chaos

Dunkelbruch nach der Eroberung

#1

Beitrag von Tarkan » Sa 3. M√§r 2018, 16:07

<< Der Krieg der alles ändern wird
<< Verhandlungen zwischen Chaos und Ordnung


[ externes Bild ]Dunkelbruch nach der Eroberung[ externes Bild ]

Zickidul Raman, Tarrik von Dunkelbruch

Die Rakshaner hielten Wort. Sie ließen die Zwerge ihre Toten bestatten und dann ließen sie die kleinen bärtigen Krieger ziehen, zusammen mit einigen Almanen, welche sie mit sich in ihr unterirdisches Reich namen. Die ehemalige Zwergenfestung Dunkelbruch, genannt das Auge des Nordens, war nach der Schlacht in rakshanischer Hand.

Die Rakshaner selbst k√ľmmerten sich um ihre Gefallenen auf ihre Weise: Man verf√ľtterte die Toten an die Hy√§nen. Als Ghulfutter wurden sie momentan nicht ben√∂tigt, denn die Ghule waren aufgrund der eisigen Witterung fast allesamt tiefgefroren und wurden ebenfalls den Hy√§nen geopfert. So erfolgte eine nat√ľrliche Reduzierung der Untoten, die sich im Chaosheer √ľber das Jahr √ľber angesammelt hatten. Auch die Vampire hielten eine Art Winterstarre, meist in Gestalt tiefgefrorener Flederm√§use, die meisten in den Ruinen von Trux. Wenn es w√§rmer wurde, w√ľrden sie auftauen und sich erneut unter ihre sterblichen Kameraden gesellen, die sie mit Blutspenden willkommen hie√üen. Nur wenige Untote hielten sich in den beheizten R√§umen und mit angew√§rmter Kleidung wach.

Das Tor von Dunkelbruch wurde wieder instant gesetzt und die Festung, so gut es die Rakshaner vermochten, repariert. Sie waren keine guten Handwerker, ensprechend sah das Ergebnis aus. Doch man konnte darin leben. Das Geröll war beseitigt woren und man hatte die Anlage bezogen und es sich darin bequem gemacht, während man wartete. Man lebte von dem, was die Zwerge noch im Inneren verwahrten, denn die kleinen Männer hatten nicht daran gedacht, ihre Vorräte, Kleider und die anderen verwertbaren Dinge rechtzeitig zu verbrennen. Die Rakshaner schlemmten prächtig und erholten sich langsam von den schweren Strapazen der langen Belagerung.

So ging es, bis ein Trupp von zerlumpt aussehenden Almanen an das Tor klopfte. Es waren offensichtlich Soldaten, doch sie trugen eine wei√üe Flagge und keiner hielt eine Waffe in den H√§nden. Man lie√ü sie ein, verzichtete darauf, ihnen die Waffen abzunehmen und gab ihnen hei√üe Suppe. Zickidul pers√∂nlich setzte sich zu ihnen an den Kamin im Saal der Zitadelle, wo man sich um die G√§ste k√ľmmerte.

"Wer genau seid ihr?", wollte er wissen.

"Wir sind die Reste Streitmacht der Hohen Mark", sagte ihr Anf√ľhrer mit rauer, krank klingenden Stimme. "Wir haben den ganzen Winter √ľber in der Steppe gewartet auf weitere Befehle, doch es kamen keine. Gro√üherzog Roderich ist verschollen und scheinbar f√ľhlt sich niemand mehr zust√§ndig. Wir erfrieren, wir verhungern und die Sieche rafft uns dahin. Wir k√∂nnen nicht nach Hause, es gab keinen Befehl zum R√ľckzug und selbst wenn es ihn g√§be, k√∂nnten das Gebirge im Winter nicht √ľberqueren. Wir m√ľssten durch Rakshanistan ziehen und dort warten Eure M√§nner mit ihren Knochens√§beln. Seht uns an. Habt ein Herz und erbarmt euch, sonst ist das unser Tod!"

In der Tat waren die Soldaten zerlumpt, abgemagert und krank. Sie w√ľrden nicht mehr lange durchhalten.

"Ihr seid alle von der Hohen Mark?", wollte Zickidul wissen. "Die Hohe Mark wurde vom Chaos erobert. Wenn das so ist, untersteht ihr meinem Kommando."

"Nicht alle stammen von dort. Es sind auch Teile der Truppen von Ledwick und Ehveros dabei, die unter Roderich in den Krieg zogen und bislang nicht heimbeordert wurden. Einige souvagnische Söldner ebenso. Aber der Großteil sind Markler. Wir bitten um Hilfe. Wir sterben!"

"Die Hilfe sollt ihr bekommen", erkl√§rte Zickidul gro√üm√ľtig. "Wir haben gen√ľgend Speis und Trank und warme Kammern. Die Zwerge haben Dunkelbruch in vortrefflichem Zustand zur√ľckgelassen, wenn man von den kaputten Zinnen und Katapulten absieht. Seid unsere G√§ste. F√ľhlt euch wie zu Hause."

Antworten