Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
Das Herzland
Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Iberias
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Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#1

Beitrag von Iberias » So 22. MĂ€r 2015, 16:13


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ErzÀhler
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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#2

Beitrag von ErzĂ€hler » Mi 25. MĂ€r 2015, 20:26

Iberias und Lacrima saßen in einer Höhle. Soeben hatte die Vampirdame ihrem GefĂ€hrten erzĂ€hlt, wie Kargon sie vor einer Bande von Banditen gerettet hatte 
 der Gott der Macht und der Dunkelheit persönlich!

Doch dies war nicht das Einzige, was in dieser Nacht Seltsames geschehen sollte. Eine Stimme erklang von draußen und ließ die beiden zusammenfahren. Sie hatten sich inmitten des Waldes in Sicherheit gefĂŒhlt und mit keinem Besuch gerechnet. Iberias packte seine Waffe und richtete sich auf, auch Lacrima sprang auf die FĂŒĂŸe, um sich notfalls mit bloßen HĂ€nden zu verteidigen.

Zu der Stimme von draußen gesellte sich eine zweite und eine dritte, immer mehr Stimmen wurden es. Doch sie klangen nicht gefĂ€hrlich, eher, als wĂŒrden Leute sich ungezwungen unterhalten.

So wagten Lacrima und Iberias es, aus dem Eingang der Höhle zu spÀhen, zunÀchst vorsichtig, damit man sie nicht gleich bemerkte. Vor ihren Augen bahnte sich eine ganze Karawane bepackter Leute einen Weg durch den Wald. Sie alle waren Geschöpfe der Dunkelheit: Vampire, Dunkelalben, Tieflinge, sogar ein paar Xarrxe huschten zwischen den Stiefeln der Leute entlang. Junge und Alte, sogar Kinder wanderten mit ihnen, manche Frauen trugen einen SÀugling eng am Leib in einem Tragetuch.

Iberias ahnte, dass von solch einer Truppe keine Gefahr ausging. „Seid gegrĂŒĂŸt, gute Leute“, rief er und trat aus der Höhle. „Wer seid ihr und wohin seid ihr alle unterwegs?“

Ein Dunkelalb, der ein Kind an der Hand fĂŒhrte und einen gigantischen Rucksack trug, hielt inne. „Wir sind jene, denen der Krieg alles genommen hat – ihre HĂ€user, liebe Verwandte, Freunde 
 und jene, die dennoch die Hoffnung nicht verloren haben. Wir lassen das Leid in diesem Land hinter uns und fahren ĂŒbers Meer nach Asamura. Dort herrscht noch Frieden und wir wollen einen neuen Anfang dort wagen.“

„Aber ihr seid alles Wesen der Nacht“, mischte Lacrima sich ein und trat nun ebenfalls aus der Höhle. "Das kann doch kein Zufall sein." Misstrauisch beĂ€ugte sie die Reisenden.

Der Alb nickte. „Ja, wir reisen in Gruppen, die entweder das Sonnenlicht lieben oder scheuen. Sonst wĂŒrde das nur die Reise verzögern. Wollt ihr nicht auch mit uns kommen? Ich kenne einen zuverlĂ€ssigen KapitĂ€n, der euch fĂŒr eine geringe Bezahlung ĂŒbersetzt, fĂŒr einen Freundschaftspreis, kaum mehr als ein Obulus.“

Lacrima und Iberias berieten sich kurz. Sie erinnerten sich allzu lebhaft an all das Leid, was sie erlebt hatten. Nach einigem Hin und Her beschlossen sie, die Überfahrt zu wagen. Notfalls konnten sie ja einfach zurĂŒck segeln. So schlossen sie sich den FlĂŒchtlingen an und wanderten mit ihnen bis zum Meer.

Das Schiff war nagelneu und sah Ă€ußerst wuchtig und stabil aus. „FĂŒr den Preis hĂ€tte ich kaum mehr als einen Kutter erwartet“, fand Iberias, doch unglĂŒcklich war er darĂŒber nicht. Lacrima sagte nichts, sie sah sich nur mit großen Augen um. Sie wurden unter Deck gebracht, unter dem Vorwand, dort Schutz vor der Gischt zu haben – und vor den Piraten.

„Piraten?“, rief Lacrima erbost. „Davon hat man uns nichts erzĂ€hlt! Los, Iberias, lass uns hier verschwinden! Ich will raus hier!“ Doch es gelang ihnen nicht mehr, aus dem Unterdeck zu entkommen, da immer mehr Reisende nachdrĂ€ngten und sie zurĂŒckschoben, bis sie alle dort saßen, dicht gedrĂ€ngt wie die Sardinen. Die Luke wurde mit einem harten, endgĂŒltig klingenden GerĂ€usch verschlossen.

Die Reise verlief unbequem und niemand durfte das Unterdeck verlassen. Nicht nur Iberias und Lacrima wurde es nach einigen Tagen fast unertrÀglich und man hÀmmerte gegen die Luke, doch niemand öffnete ihnen. Es erklang nur hÀmisches Lachen.

„Wir sind an einen SklavenhĂ€ndler geraten“, knurrte Iberias irgendwann dĂŒster. „Darum der geringe Preis. Das war ein Köder.“
„Ich habe fĂŒr meine eigene Versklavung auch noch bezahlt?“, erboste sich Lacrima. In ihrem Geiste malte sie sich die schrecklichsten Zukunftsvisionen aus.

Doch keine davon sollte sich bewahrheiten 


Das Schiff begann bedrohlich zu schwanken und die Balken knarrten. Die Leute taumelten, wenn sie sich erhoben, einige stĂŒrzten. Die Mannschaft an Deck fluchte und rannte durcheinander, Kommandos wurde geschrien. Doch alle Hektik half nichts. Plötzlich ging ein Ruck durch das Schiff, das Holz knarrte und brĂŒllte wie ein Riese, als der Rumpf an den Klippen vor der KĂŒste Asamuras regelrecht aufgeschlitzt wurde.

Das Mondlicht fiel durch den klaffenden Spalt und die ersten FlĂŒchtlinge kletterten hektisch nach draußen.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#3

Beitrag von Iberias » So 12. Apr 2015, 22:59

Schreie ertönten auf dem Deck, laute FlĂŒche, Befehle und Kommandos wurden ausgestoßen.
Iberias konnte jedoch keines der Worte verstehen, da diese, im lauten Sturm welcher seit kurzer Zeit herrschte, untergingen. Es sind etliche Tage
vergangen seitdem er und seine GefÀhrtin in diesem Schiff eingesperrt worden waren. Der Tiefling konnte nicht genau sagen wie lange sie nun hier
unten waren, er hatte jegliches ZeitgefĂŒhl verloren. Sie beide wurden von SklavenhĂ€ndlern auf ihr Boot gelockt und bevor die beiden ĂŒberhaupt etwas
unternehmen konnten wurden sie eingesperrt. Sein Schwert hatte man ihm zwar ĂŒberlassen, jedoch war dieses in dieser Situation genauso nutzlos wie
Iberias selbst. Er konnte sich kaum Bewegen, eingesperrt mit den etlichen anderen Personen, MĂ€nner, Frauen und Kinder unterschiedlichster Rassen,
zusammengepfercht wie Vieh. Dies war jedoch nicht das schlimmste...

Wie schon zuvor bei der GoldseeĂŒberfahrt machte Iberias seine Seekrankheit zu schaffen. Dieses hin und her schaukeln raubte ihn jegliche Orientierung.
Zudem verhinderte seine durchgehende Übelkeit und die UnterdrĂŒckung seines Brechreizes, jegliche Nahrungsaufnahme. Dennoch waren die SklavenhĂ€ndler
den Personen wohlgesinnt und warfen genug zu Essen durch die Luke. Wahrscheinlich damit ihre wertvolle Fracht nicht verhungerte und sie einen stattlichen
Preis fĂŒr ihre Ladung erhalten.

Seit kurzem wĂŒtete jedoch dieser entsetzliche Sturm und Iberias konnte den Brechreiz kaum noch unterdrĂŒcken. Die Wellen schlugen gegen die Schiffsseiten
und der LĂ€rm wurde immer lauter.
Auch die Schreie wurden immer panischer und hysterischer. Die Kinder heulten und klammerten sich an ihre Elternteile, wÀhrend diese versuchten sie zu
beruhigen oder Stoßgebete zum Himmel schickten. Nun fingen jedoch auch die Erwachsenen an Panik zu kriegen und die Gebete wurden lauter.
Lacrima saß direkt hinter Iberias, und er konnte erahnen was in ihr vorging. Seitdem die beiden auf dem Schiff waren, hatte die Vampirin keine Nahrung
aufgenommen. Zu groß war die Gefahr, dass Sie als Geschöpf der Nacht enttarnt wird und die Insassen in ihr eine Gefahr sahen. Die Vampirin kauerte mit
angezogenen Knien auf ihrem Platz und bewegte sich nur selten.

Erneut donnerte eine Welle gegen das Schiff und kippte es gefÀhrlich stark zur Seite. Doch nun gesellte sich zu dem schlagen der Wellen auch immer wieder
schabende GerÀusche. Es ruckelte und immer öfter kamen abrupte SchlÀge, welche die Personen von ihren PlÀtzen hoben. Immer mehr Kinder aber auch
Erwachsene fingen an zu schreien. Das Tosen der Wellen erreichte einen Höhepunkt und mit einem GerÀusch der einem Donnerschlag Àhnelte, prallte das
Schiff gegen ein Hindernis. Die rechte Flanke des Bootes wurde regelrecht zerrissen als spitze Felsen in das Schiffsinnere Drangen. Auf ihrem Weg nahmen sie
hier und dort ein Paar Gliedmaßen und einen Kopf mit. Blut spritzte in alle Richtungen und vermischte sich mit dem eindringenden Salzwasser.
Panik brach aus, alle Menschen und Anderlinge flĂŒchteten vor dem spitzen Gestein und drĂ€ngten zur anderen Seite des Schiffes. Sie nahmen keinerlei RĂŒcksicht
auf andere und einige wurden umgestoßen und von dem Mob ĂŒberrannt. Schnell sprang Iberias auf und zog auch die Vampirin mit auf die Beine. Als er versuchte
gegen die AnstĂŒrmende Masse Fuß zu fassen, konnte er der Vampirin gerade noch ein: „Halt dich fest!“ zurufen, bevor es einen erneuten
Schlag gab, bei dem jeder einzelne durch die Luft geschleudert wurde.
Iberias konnte gerade noch die Arme vor das Gesicht reißen bevor er durch das Loch im Bug und durch die gebrochenen Holzplanken nach draußen flog.

Er sah noch wie er in Richtung Erde flog, bevor ihm der Aufprall kurz die Sinne raubte. Nach ewigen Sekunden wurde sein Blick wieder scharf und er hörte etwas
mehr als nur das Blut welches in seinen Ohren rauschte. Langsam richtete er sich auf und schaute sich um.
Das Schiff war ein einziges Wrack. Anscheinend mehrmals gegen Felsen geprallt und von den starken Wellen auf Land geworfen, denn tragen wÀre eine zu sanfte
Wortwahl gewesen.
Der Tiefling versuchte aufzustehen als sich ein stechender Schmerz durch seinen Oberschenkel zog.Als er hinschaute sah er, dass sich ein großer Bugsplitter in sein
Bein gebohrt hatte. Es regnete stark, Iberias konnte sich kaum bewegen, ĂŒberall lagen die Leichen von Menschen oder Anderlingen herum, teilweise auch nur Teile
dieser. Die Vampirin und sein Schwert waren auch nirgendwo zu sehen. „Hoffentlich geht es Lacrima gut“, dachte er bei sich.

Man könnte meinen das der Tag nicht schlimmer werden konnte, doch die Schreie der Überlebenden ĂŒberzeugten ihm vom Gegenteil. Die Unverletzten oder nur Leicht
verletzten Sklaven versuchten so schnell wie möglich zu fliehen, wurden jedoch von bewaffneten SklavenhĂ€ndlern aufgehalten. Und zum allen Überfluss, kamen auch
zwei der Sklaventreiber in seine Richtung.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#4

Beitrag von Lacrima Dal'danil » Mo 13. Apr 2015, 01:14

Gestank, Getrampel, Geschrei und dieser Geruch...so sĂŒĂŸ. Und mit jedem Tag der verging wurde es verfĂŒhrerischer. Bald konnte sie sogar schon das Blut in den Adern rauschen hören.
Einzig Iberias direkte Anwesenheit gab ihr etwas Kraft. Er saß so nahe, damit wĂ€re er der Erste der Ihrem Blutdurst zu Opfer fallen wĂŒrde. Und sie wußte sie wĂŒrde es bitter bereuen, wenn sie ihren eigenen GefĂ€hrten töten wĂŒrde.

Zur Tarnung aß sie immer mal einen Happen des Essen, welches die HĂ€ndler zu den Gefangenen hinunter warfen. Aber immer nur ein kleines bisschen. Sie wollte niemandem etwas wegessen, wo es ihr doch ohnehin nichts nutze. Zum GlĂŒck fiel das nicht weiter auf.
Nur hin und wieder wurden der schönen Frau einige Blicke zugeworfen aber keiner wollte sich mit dem Tiefling anlegen der so dicht bei ihr saß. Vor allen war es in der Enge ohnehin schwierig sich durch zu bewegen geschweige den zu kĂ€mpfen.
Es reichte gerade so das man seine natĂŒrlichen BefĂŒrnisse nicht in der Menge erledigen mußte. Dennoch stank es widerlich und dazu kam auch noch der Geruch von Erbrochenem seit der Sturm wĂŒtete.

Doch Lacrima bekam es nur halb mit, sie war schon seit Tagen zu sehr darauf konzentriert ihren Durst unter Kontrolle zu halten. Inzwischen hatte sich ihr Äußeres auch verĂ€ndert. Sie sah aus als wĂ€re sie um einige Jahre gealtert. Zum GlĂŒck fiel das nicht weiter auf. Und sie war nicht die Einzige. Im Hintergrund saßen noch zwei ein PĂ€rchen und Lacrima war nicht entgangen das die auch Vampire waren. Ein PĂ€rchen offenbar, zumindestens vermutete Lacrima das.

Plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen als Iberias sie mit zerrte. Irritert bemerkte sie das das Schiff halb auseinander flog. Hin und her geschleudert. Die Anderen schrien und sie sah sich hastig nach Iberias um, doch hörte sie nur noch wie er ihr etwas zurief und schon gab es einen Knall und sie flog den Anderen hinterher direkt durch die Schiffswand.
Bevor sie reagieren konnte, landete sie mit der Nase vorran im Dreck.
Murrend richtete sie sich, einige blutige Kratzer zierten ihren Leib, aber eine Untote sollte das nicht stören.

Tief die frische Luft einatmen sah sie sich um und erblickte nur Elend. Schreie, Herumirrende Sklaven gefolgt von Sklaventreibern. Und da war er, der sĂŒĂŸe Geruch der ihre Nase umschmeichelte und einen wahnsinnigen Durst in ihr weckte. Die Augen der Vampirin fĂ€rbten sich blutrot und erblickten das Schwert was unweit von ihr lag.
Wie es der Zufall wollte war es das von Iberias und ihr kam es gerade ganz gelegen. Das Schwert in der einen Hand und ihren Dolch in der anderen zog sie auf in die Schlacht.

Es war fast schon ein legendÀres Bild wie die Lady in rot mit den Waffen in der Hand auf das, nun man konnte es schon Schlachtfeld nennen, lief.
Nur das es vermutlich keiner sah.

Der Blick der blutdurstige Vampirin wanderte umher auf der Suche nach ihrem ersten Opfer und dabei erblickte sie zwei Sklaventreiber die gerade auf einen am Boden liegenden Tiefling zuliefen. Ein böses LÀcheln umspielte ihre Lippen.
Gleich drei Opfer. Innerhalb eines Augenblinzeln verwandelte sie sich in eine Fledermaus und tauchte im nÀchsten Moment schon hinter den den Sklaventreibern auf.
Jene wanden sich herum als sie ihre Anwesenheit aus den Augenwinkeln bemerkten doch im nÀchsten Moment erstarrte ihr Blick und das Schwert Iberias und der Dolch der Vampirin wurde von Blut geziert.
Aber Das war egal, im nÀchsten Moment senkten sich schon die Lippen auf die Wunde und Lacrima stille gierig ihren Durst.

Zufrieden leckte sie sich das Blut von den Lippen und hob den Kopf. Erneut stieg ihr Geruch von Blut in die Nase. Das Blut eines noch lebenden Wesens.
Sie erhob sich und drehte sich zu dem am Boden liegenden Tiefling zu. Die roten Augen musterten ihn blutlĂŒstig und sie hob das Schwert....
Doch dann weiteten sich ihre Augen und sie senkte das Schwert, Iberias Schwert.

"Iberias?"

Überrascht und irgendwie auch erschrocken sah sie ihn an, nahm den Dolch mit in die Schwerthand und hielt ihm die Hand hin um ihm aufzuhelfen doch wanderte ihr Blick hinab zu seiner Wunde und der Geruch des Blutes in ihre Nase stieg. Durstig leckte sie sich ĂŒber die Lippen....

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#5

Beitrag von Iberias » Do 14. Mai 2015, 15:25

Schnell versuchte Iberias aufzustehen doch das Holz in seinem Bein verhinderte es mit entsetzlichen Schmerzen. Er packte es und
zog den Keil mit einem Ruck raus. Er musste sich beeilen, denn die beiden bewaffneten MĂ€nner die auf ihn zu stĂŒrmten wĂŒrden ihm
sicherlich nicht verarzten wollen. Erneut versuchte der Tiefling aufzustehen, schaffte es sich halb aufzurichten bevor sein Bein nachgab
und er, mit dem Gesicht voran, erneut in den Sand fiel. In der Zwischenzeit mĂŒssten die SklavenhĂ€ndler ihn erreicht haben, doch das
einzige was er vernahm als er den Sand ausspuckte, welcher sich in seinem Mund gesammelt hatte, waren erstickte laute, Fleisch welches
durch Klingen bearbeitet wurde und dann waren da nur noch schmatzende GerÀusche.

Der Tiefling drehte sich, immernoch auf dem Boden liegend, auf den RĂŒcken und sah wie Lacrima vor ihm stand. Ihr Kleid, ihre HĂ€nde, ihr
Gesicht und ihre Waffen waren Blutverschmiert. Trotz des Blutes auf ihrem Körper war ihr Erscheinungsbild nicht etwa beÀngstigend, nein
ganz im Gegenteil. Selbst ihr Blick, mit dem Sie ihn musterte, die Augen rot leuchtend mit einem solch starkem Verlangen nach Blut,
erschreckte ihn nicht. Sie hatte ihn wieder einmal gerettet, hatte ihr Wesen im Kampf preisgegeben und alles nur wegen seiner Sicherheit.
Iberias war unwohl bei dem Gedanken immerzu in solche misslichen Lagen zu geraten und von jemanden gerettet werden zu mĂŒssen, dennoch
war er der Vampirin dankbar. Er bemerkte gar nicht, dass die Vampirin im Begriff war ihn anzufallen. Ihm fiel es erst auf als sich der Blick der
Vampirin aufklarte und sich ein erschrockene Ausdruck auf ihrem Gesicht breit machte. Selbst in diesem Moment konnte Iberias nur dankbar lÀcheln.

Als Lacrima ihm die Hand zur Hilfe reichte, wanderte ihr Blick zu seinem blutenden Bein. Mit der einen Hand ergriff er Lacrimas wÀhrend die andere
schnell die Wunde verdeckte. Doch auch wenn man das offene Fleisch nicht mehr sehen konnte, war das Blut weder zu ĂŒbersehen noch riechen.
Iberias stand mit ihrer Hilfe auf.

“Danke”, sagte er hastig und warf ihr erneut ein LĂ€cheln zu.
“Wir sollten uns beeilen und von dem Strand wegkommen, wir sind hier nicht sicher.”, fĂŒgte er schnell hinzu.

Schnell und unbeholfen stapfte der Tiefling vorwÀrts, wÀhrend hinter ihm die Schreie weiter zunahmen. Der Sand war rot vor Blut,
fast der gesamte Strand hatte durch den Regen ein blasses Rot angenommen.
Die SklavenhÀndler waren immer noch auf der Jagd nach ihrer Ware. Einige von ihnen standen um Lacrima und ihm herum, unsicher
ob sie sich mit der Vampirin anlegen sollten, wĂ€hrend immer wieder das Wort Vampir fiel. Sie hatte schließlich zwei ihrer Kameraden
mit Leichtigkeit niedergestreckt. WĂ€hrend Iberias langsam in Richtung Wald stapfte, beobachteten Sie die beiden genau, machten jedoch
wenig Anstalten ihnen zu folgen. Hier im offenen Feld hatten sie wenig Chancen gegen die Vampirin und erneut konnte sich Iberias ein
Grinsen nicht verkneifen.

“Dumm sind diese Menschen nicht”, dachte er bei sich und setzte, stark humpelnd, aber zĂŒgig einen Schritt nach den anderen.

Nach Augenblicken, die ihm wie eine Ewigkeit vorkamen, erreichte er an den Rand des Waldes. Der Tiefling erkundigte sich nach seiner
GefÀhrtin und Schritt weiter in den Wald hinein.

Doch sobald die beiden in den BĂŒschen verschwunden waren, setzten ihnen die Piraten hinterher, in der Hoffnung einen Vorteil im dunklen
Wald zu haben.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#6

Beitrag von Lacrima Dal'danil » Fr 12. Jun 2015, 19:23

So ein Schlamassel, warum mußte Iberias auch diese Leute ansprechen und wieso sind sie ihnen nur gefolgt. HĂ€tten sie das nicht getan wĂ€ren sie jetzt nicht irgendwo in der Fremde, unverletzt und...

Und ohne irgendwelche Verfolger fĂŒgte sie ihren Gedanken noch hinzu wĂ€hrend sie mit Iberias in den Wald flĂŒchtete. Der Geruch strömte ihnen frisch entgegen und ĂŒber ihnen rauschten die Krone der BĂ€ume.
Eigentlich schön wÀre die Situation eine Andere.

Die Vampirin seufzte auf.

"Wir werden verfolgt. Ich kann sie bis hier riechen."

Nur wo sollten sie hin? Ihrem Durst zu Trotz hatte sie keine Lust auf einen Kampf und außerdem waren sie vom Regen durchweicht, schmutzig und verletzt. Sie mochte die Verletzung wenig stören, aber die von Iberias war schlimmer.

Ihr Blick flog kurz zu dem verletzten Bein des Tieflings...dieser Duft.
Murrend wand sie ruckartig den Blick ab und sah suchend durch den Wald ehe sie ihren Dolch wegsteckte und den Tiefling in eine Richtung stieß.
Der Boden war matschig und entsprechend rutschig aber er endete in einer kleinen Höhle, deren von hohen GrÀsern verborgenen Eingang sie nur durch einen Zufall bemerkt hatte.
Rasch folgte sie Iberias und mußte aufpassen das sie nicht ausrutschte und noch auf ihn drauf stĂŒrzte.

Die Höhle welche sich auftaut, war nicht sonderlich groß, aber es reichte als Versteck. So hoffte sie.

Plötzlich ertönten von draußen Stimmen, die Piraten waren ihnen dichter auf den Fersen gewesen als sie geahnt hatte. Vor dem Eingang schienen sie einen Moment stehen zu bleiben und ihre Hand glitt schon zum Dolch....doch dann hörte man sich entfernende Schritte und die Stimmen der MĂ€nner wurden leiser.

Offenbar hatten sie den Eingang nicht bemerkt. Aber den beiden FlĂŒchtenden war auch etwas entgangen.
Von einem Baum vor der Höhle starrten zwei Augenpaare direkt auf ihren Eingang...

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#7

Beitrag von Spleen » Mi 8. Jul 2015, 15:12

Spleen wachte mit starken Kopfschmerzen auf. Langsam öffnet er die Augen und zu seinem Überraschen ist es stockduster und Spleen dĂ€mmert es langsam was in den letzten Stunden geschehen ist. Erschrocken springt er auf:

"Dozzy! Doz..!"

ihm blieb seine Stimme im Hals stecken. Er ist in irgendeinem Wald aufgewacht, weit weg von dem Ort wo er war. "Verflucht. Wo bin ich hier gelandet?". Offensichtlich wurde Spleen wegteleportiert von dem Zauberer, den er voller Wut niedergestochen hatte. Dozzy war nicht in seiner NĂ€he und langsam brach Verzweiflung in dem kleinen grĂŒnen Körper vom Goblin aus. Erst verlor er Maske und nun auch noch Dozzy, den ersten und einzigen anderen Goblin an den er sich richtig erinnert.

"Nach vorne schauen, Spleen, du bist im Wald, du bist hier sicher. Schauen wir uns erstmal um."

Spleen stellt sich langsam auf und zu seiner Verwunderung hat er keine großen offenen Verletzungen. Zu seinem Bedauern muss er aber auch feststellen, dass er all seine Utensilien zum Brauen verloren hat. Spleen stöbert in seiner zerschlissenen Tasche und findet wenigstens seinen Dolch. Er schaut sich langsam um und seine Augen gewöhnen sich langsam an die Umgebung. Er ist in der NĂ€he eines Strandes gelandet, so viel konnte er erkennen, aber ihm war nicht bewusst wo genau. Spleen fĂŒhlte sich mĂŒde und schwach, also fing er an nach einer kleinen Bleibe fĂŒr die Nacht zu suchen. Nicht unweit von seiner Stelle wo er aufgewacht ist, fand er eine kleine Höhle, die ihm wenigstens fĂŒr diese Nacht Schlaf gewĂ€hren konnte. Vorsichtig schreitet er an die Höhle heran und wirft einen Stein rein. Schnell versteckt sich Spleen an einer Wand wĂ€hrend er gespannt lauscht.

Stille.

Anscheinend ist die Höhle verlassen, dachte sich Spleen. Als er die Höhle betritt fĂ€llt ihm auf, dass sie ziemlich klein ist. Die Höhle konnte kaum Platz fĂŒr mehr als 5 Personen bieten, die sich nebeneinander hinlegen. Spleen war die harten Konditionen des Wildlebens gewohnt. FĂŒr ihn war es kein Problem eine Nacht in einer kalten Höhle zu verbringen. Ganz im Gegenteil. Irgendwie fĂŒhlte sich Spleen endlich mal wieder wohl. Keine Action, ganz alleine auf sich gestellt und er musste keine Angst um den kleinen verrĂŒckten Goblin Dozzy haben, dass er mal wieder Unfug anstellt.

Spleen schlĂ€ft lange. Als er aufwachte wurde er von Vögeln sanft geweckt. Ausgeschlafen streckt sich Spleen und steht auf. Seine Gliedern schmerzen nicht mehr so sehr wie an seiner Ankunft und insgesamt fĂŒhlt sich Spleen fitter. Also machte er sich auf dem Weg nach draußen um ein wenig Nahrung zu suchen. Er findet ganz in der NĂ€he seiner Höhle ein paar KrĂ€uter und Beeren, von denen er wusste, dass er sie ohne Bedenken essen kann. Außerdem fand Spleen ein paar Steinchen mit denen er minutenlang versuchte einen Vogel zu treffen. Gerade als er es aufgeben wollte, bekam ein unachtsamer kleiner Vogel einen kleinen Stein gegen den Kopf. Aufgrund der Geschwindigkeit starb der Vogel sofort und fiel vom Baum herunter. Spleen schnappte sich den Vogel, riss mit viel Grobmotorik ein paar Federn ab und fing dann an den Vogel roh zu verzehren. Nach einigen Happen spuckte Spleen wieder die HĂ€lfte aus, er war es gewohnt durchgekochtes Felisch zu essen, nur leider hatte er kein Zunderzeug mehr.
Verzweifelt und immer noch ein wenig hungrig begab er sich Richtung Höhle, als er plötzlich viel LÀrm hörte. Schnell rannte er zum Höhleneingang und sah zu seinem Erschrecken, dass sich schon 2 Gestalten in der Höhle befanden.

Die erste Gestalt war eine Frau, gar nicht mal so groß, aber sie strahlte genau die gleiche Aura wie der eine FĂŒrst aus, der sich als gar nicht mal so nett entpuppt hat. Es war ein kaltes GefĂŒhl und Spleen hatte wenig Lust auf ein weiteres Treffen mit einer solchen Kreatur.
Die zweite Gestalt war mĂ€nnlicher Natur, auf den ersten Blick sah er sogar aus wie ein Mensch. Bei genaueren Hinsehen, sah er einen dĂŒnnen Schwanz und krallenartige HĂ€nde. Spleen lief ein kalter Schauer ĂŒber dem RĂŒcken.
So in sich vertieft merkte er nicht wie er direkt auf sie zulief und sie ihn schon lÀngst entdeckt hatten.
Er atmete tief ein und nimmt all seinen Mut zusammen. Er geht langsam auf die beiden Gestalten zu und spricht dann in seinem besten NordlÀndisch.

"Ich begrĂŒĂŸe Sie, werte Dame und werter Herr."

und verbeugte sich tief dabei.

"Mein Name ist Spleen, Alchemist und auf der Suche nach Zunderzeug. Sie haben nicht zufÀllig was dabei?"

Da fiel ihm plötzlich die Wunde bei dem Mann auf. Spleen wurde direkt nervös und hatte Angst um sein Wohlbefinden.

"Bitte glaubt mir, ich will nichts Böses! Ich kann vielleicht helfen! Ist das eine Stichwunde? Ich habe hier ein paar KrĂ€uter fĂŒr dich und.."

in seinem Redeschwall lĂ€uft er an Iberias vorbei und geht in die Höhle, holt einige von den KrĂ€utern, die er vorher gesammelt hatte, dreht sich um und lĂ€uft zu dem Mann. Vor NervositĂ€t stolpert Spleen aber und lĂ€sst die KrĂ€uter fallen. Spleen rappelt sich wieder auf, lĂ€chelt nervös und drĂŒckt Iberias die KrĂ€uter in die Hand. In seiner NervositĂ€t merkte er nciht einmal die Piraten, die hinter seinem RĂŒcken einfach an der Höhle vorbeiliefen. Zum GlĂŒck war die Höhle ziemlich versteckt und Spleen klein, sodass sie ihn nicht wahrnahmen.

"Hier nimm sie, sie werden helfen. Einfach im heissen Wasser kochen lassen und dann den Sud ĂŒber die Wunde gießen. Es hilft bei der Heilung!"

sagte Spleen und blieb mit einem gezwungen LĂ€cheln stehen, hoffend dass er die nĂ€chsten paar Minuten ĂŒberlebt.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#8

Beitrag von Iberias » So 19. Jul 2015, 18:43

Etliche Schritte liefen sie schon, sein Bein schmerzte und das Blut quoll immer noch aus der Wunde. Der Tiefling fragte
sich wie gut sich Lacrima beherrschen konnte angesichts seiner dauernden Verletzungen, denn es war nicht das erste Mal,
dass Sie sich um ihn und seine Wunden kĂŒmmerte. Die Bewegungen fielen Iberias schwer, da das Holz tief in sein Fleisch
eingedrungen war. GlĂŒcklicherweise wurde er nie krank, die meisten Menschen wĂŒrden nicht durch den gerissenen
Muskel sterben sondern an den Krankheiten, die sie danach heimsuchten. Wundbrand, Blutvergiftungen oder Insekten welche
sich in der Wunde einnisteten waren die wirklichen Todesursachen. Wenn er nur an die Parasiten dachte bekam er ein mulmiges GefĂŒhl....

„ Wir werden verfolgt. Ich kann sie bis hier riechen.“ lies die Vampirin verlauten.

Iberias war klar das die Sklaventreiber sich nicht so leicht abschĂŒtteln ließen.
Irgendwann stieß Lacrima ihn durch ein GebĂŒsch in eine kleine Höhle und der Tiefling musste sich anstrengen nicht zu stolpern oder auszurutschen.
Schnell hielt er sich an der Höhlenwand fest und ließ sich dann langsam an dieser nieder. Erschöpft schnaufend und klatschnass saß er da und beobachtete
wie seine GefÀhrtin ihm in die Höhle folgte. Kurz darauf brachen ihre Verfolger durch das Unterholz und rannen den Weg entlang den die beiden zuvor gefolgt
waren. Sie liefen blindlings an ihrem Versteck vorbei.

„GlĂŒck gehabt...“ murmelte Iberias vor sich hin und seufzte. Er versuchte sich anders hinzusetzen, doch fuhr ihm ein stechender Schmerz
durch den Oberschenkel seines rechten Beines.

Sicherheit bot der Unterschlupf zwar vor den Verfolgern, jedoch trat genau in diesem Augenblick eine kleine grĂŒne Gestalt aus dem GestrĂŒpp und nĂ€herte sich ihnen.
Der GrĂŒnling bemerkte erst selbst zu spĂ€t das er entdeckt wurde, reagierte jedoch sofort und sprach die beiden höflich an.

„Mein Name ist Spleen, Alchimist und auf der Suche nach Zunderzeug. Sie haben nicht zufĂ€llig was dabei?“ sprach er die beiden an und Iberias
bemerkte wie der Blick des Goblins auf sein Bein fiel. Sofort sprach er weiter und bot hastig seine Hilfe bei der Versorgung der Wunde an.
Misstrauisch und etwas angespannt griff Iberias nach dem Griff seines Schwertes, als Spleen schon schnurstracks an ihm vorbei tiefer in die Höhle lief.
Kurze Zeit spĂ€ter kam er mit einigen Pflanzen zurĂŒck die Iberias noch nie gesehen hatte.
Er versprach das ihm die Pflanzen bei der Wundheilung helfen wĂŒrden und wie man diese Anwenden sollte.

Misstrauisch beÀugte der Tiefling den Neuankömmling und die KrÀuter in seiner Hand. Er hob sein Schwert und deutete damit auf den Goblin.

„Egal was du tust, denk daran es könnte das le....“ versuchte Iberias ihn mit harter Miene zu drohen, doch sah er Besorgnis im Blick des
kleinen Mannes und verstummte.
Sein Gesichtsausdruck wurde weicher, nahm das Schwert beiseite, hielt dem GrĂŒnling die Pflanzen hin.
„Danke“, murmelte Iberias „Ich glaube du kennst dich damit besser aus.“ fĂŒgte er hinzu und lehnte den Kopf gegen
die kĂŒhle Steinwand.
Fragend sah er nun seine GefÀhrtin an, der Tiefling hatte keine Ahnung wie sie auf den kleinen reagierte, hoffte jedoch mit seiner Geste die Anspannung ein wenig
gemindert zu haben.

„Mein Name ist ĂŒbrigens Iberias, ich bin Söldner und auf der Durchreise.“, tat er es dem Goblin gleich und schaute Lacrima an.
Seine GutglÀubigkeit hatte die Vampirin und ihn erst in diese furchtbare Lage gebracht, jedoch konnte er nicht anders als dem Goblin zu Vertrauen. Wer lief schon
freiwillig in die Arme von zwei bewaffneten Fremden.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#9

Beitrag von Lacrima Dal'danil » Mo 20. Jul 2015, 08:37

Zufrieden hörte sie wie ihre Verfolger an dem Versteck vorbei liefen und wollte sich gerade zu Iberias setzen als eine kleine grĂŒne Gestalt in die Höhle stolperte und sie erst erschrocken ansah und dann zielstrebig auf sie zulief. Mut hatte er, das mußte man ihm lassen.
Etwas irritiert lauschte sie seinem Wortschwall und sah ihm nach als er etwas tiefer in der Höhle verschwand und mit KrĂ€utern zurĂŒck kehrte.
Ihre Augen wurden zu misstrauischen schmalen Schlitzen mit welchen sie den Goblin argwöhnisch betrachtete.

Wobei eigentlich eher er der Jenige sein mĂŒĂŸte der Angst haben sollte, beim Anblick der beiden blutbefleckten und schmutzigen Personen.
Doch in ihrem Blutdurst war sie viel zu gereizt um ruhig zu bleiben, immerhin kostete es schon genug Anstrengung nicht ĂŒber den Tiefling herzufallen.

In einer flinken Bewegung hatte sie ihren Standort gewechselt und stand nun dicht hinter Spleen. Ihre Hand welche sich auf die Schulter des kleinen grĂŒnen Mannes legte war eiskalt und viel wĂ€rmer war ihre Stimme auch nicht.

"Du wirst seine Wunde versorgen und sei gewarnt. Wenn es ihm schadet, bezahlst du mit einem grausamen Tod dafĂŒr."

Die KĂ€lte ihrer Stimme ließ keinen Zweifel daran das sie es ernst meinen wĂŒrde.

Ein kichern vom EIngang her riss sie aus der Situation.

"Ist sie nicht niedlich?"

Sprach eine sĂŒĂŸliche Stimme kichernd. Unbemerkt, selbst fĂŒr Lacrima waren zwei Gestalten eingetreten. Eine Frau schlank und von ewiger Schönheit wie sie, aber mit blonden gelockten Haaren und blauen Augen.
Der Mann an ihrer Seite war nicht weniger gut ausehend, aber mit dunklem langen Haar und schwarzen Augen.
Ihre PrĂ€senz ließ keinen Zweifel daran, das es sich bei dem PĂ€rchen um Vampire handelte, genau jene Vampire, welche mit auf dem Schiff gewesen waren.
Sie hatten beobachtet wie Lacrima und Iberias in der Höhle verschwunden waren.

"Spielst du immer mit deinem Essen?"

Lacrima umgriff ihren blutigen Dolch fester und stellte sich vor den Tiefling und Spleen.

"Sie sind kein Essen, Der Tiefling ist mein GefĂ€hrte und der GrĂŒnling.... steht fĂŒr den Moment unter meinem Schutz"

Der Vampir mustert das Dreiergespann schweigend wĂ€hrend seine GefĂ€hrtin amĂŒsiert kicherte.
Die Beiden wirkten nicht aggresiv aber Jene ihrer Art sollte man nicht unterschÀtzen so war die Stimmung in der kleinen Höhle doch recht angespannt.

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Re: Der steinige Weg in das Abenteuer - TEIL II

#10

Beitrag von Iberias » Mo 26. Okt 2015, 15:33

Lacrimas Reaktion war nicht so freundlich wie die des Tieflings, im Gegenteil sie drohte ihm sogar.
Angesichts der UmstĂ€nde konnte er ihr es aber nicht verĂŒbeln.

Iberias zuckte zusammen als er am Eingang der Höhle ein Kichern vernahm. Zwei Personen standen im Eingang und beobachteten die 3 eingehend. Bei den beiden handelte es sich um einen Mann und eine Frau die er schon auf dem Schiff gesehen hatte.

An der Reaktion der beiden konnte Iberias erkennen, dass sie wussten was Lacrima war. Wahrscheinlich hatten sie Sie wĂ€hrend ihrer Flucht beobachtet und verfolgt. Beide blieben jedoch erstaunlich ruhig angesichts der Tatsache, dass diese einer Vampirin gegenĂŒber standen. Vermutlich waren ihnen Vampire nicht fremd.

„Sie sind kein Essen, der Tiefling ist mein GefĂ€hrte und der GrĂŒnling
 steht fĂŒr den Moment unter meinem Schutz.“ antwortete Lacrima auf die Bemerkung der Frau.

Iberias fiel auf wie schön die Frau war und komischerweise, war die lange Reise ohne irgendwelche Spuren an ihr vorĂŒber gegangen, abgesehen von der verschmutzten Kleidung. Spleen hockte wie versteinert neben Iberias und blinzelte nicht einmal. Der Tiefling versuchte sich aufzurichten, doch er schaffte es trotz aller BemĂŒhungen nicht. Aus seiner Wunde quoll weiteres Blut, als ers eine Hand wegnahm um sich abzustĂŒtzen. Mit einem leisen Stöhnen fiel er wieder in seine Ausgangsposition und drĂŒckte erneut die Hand auf die Wunde.
Die beiden Fremden musterten ihn und seine Wunde eindringlich, und die Situation schien sich wie ein Bogen zu spannen. Etwas Bedrohliches ging aus der Art der beiden hervor, kĂŒhl und gelassen, in Angesicht einer Vampirin und eines Tieflings.

Der Goblin schien diese Anspannung zu spĂŒren und zitterte am ganzen Leib, langsam versuchte er sich vom Eingang zu entfernen, doch Iberias griff, mit der freien Hand, nach ihm und hielt ihn fest. Die leichte Gewichtsverlagerung schmerzte und es strömte weiteres Blut zwischen seinen Fingern hervor. Er sollte sich weniger bewegen und versuchen die Blutung zu stillen, der Rest wĂŒrde innerhalb einiger Tage von selbst geschehen


„Wir wollen keinen Ärger.“, ließ Iberias verlauten. „Wir sind nur auf der Flucht vor diesen SklavenhĂ€ndlern genau wie ihr.“

„Flucht?“, lachte der dunkelhaarige Mann. „Wir sind nicht auf der Flucht, im Gegenteil
“

Noch bevor er den Satz beenden konnte, entriss sich Spleen beider Griffe, zwĂ€ngte sich an Lacrima vorbei und flĂŒchtete weiter ins Innere der Höhle.
So schnell Iberias Reaktion auch war, die Reaktion der Fremden war schneller und sie gingen in eine Art Angriffsposition. Der Dunkelhaarige machte sich bereit die Verfolgung aufzunehmen, hatte jedoch noch Lacrima vor sich.

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