Mac's GaststÀtte

Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Re: Mac's GaststÀtte

#11

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Mo 22. Mai 2017, 21:06

Tobi hatte alle Teile gefunden, die er fĂŒr sein Experiment brauchte. Um den besonders lĂ€ssig Coolen zu spielen, zĂŒndete sich Tobi noch eine Zigarre an, die er unten im Keller gefunden hatte und piefte sie, wĂ€hrend er alles vorbereitte.

ZunĂ€chst erhitzte er einen Brennstab, indem aus einer Gaslampe ein Dampf austrat. Der dabei sehr stark entstandene Gestank wurde durch einen außenumliegenden Trichter, mittels einer Schlauchvorrichtung direkt auf die OberflĂ€che einer zweiten Apparatur zugeleitet. WĂ€hrend die erste Apparatur vor sich hin einen dunklen Rauch erzeugte, brachte Tobi die zweite Apparatur in Gang. Dazu kippte er unten in einen AuffangbehĂ€lter eine FlĂŒssigkeit, wĂ€hrend er ein dĂŒnnes Metallstreifen oberhalb positionierte, wo spĂ€ter das Omelett zubereitet werden sollte. Noch wartete er bis sich die perfekte Menge Ruß in der zweiten Apparatur befand, dann kippte er die zweite FlĂŒssigkeit hinzu.

Als der Knall ertönte, musste Sanara bestimmt das Schlimmste erwarten. Tobi fasste sich aber nur an die Haare, die nun etwas stĂ€rker zu Berge standen und wischte sich den Ruß von den Augen. Als nach ein paar Sekunden durch die kleine Öffnung oberhalb des AuffangsbehĂ€lters zischender Wasserdampf hinauskam, grinste Tobi. Er aschte kurz mit seiner Zigarre ab und pustete eine dicke Rauchwolke in die Luft.
So gut hat es bisher noch nie geklappt, dachte er sich. Die Dampfzufuhr war absolut kontinuierlich. Als Tobi zudem seine Hand hinhielt spĂŒrte er mit seinem Tastsinn, dass die Temperatur auf vollkommen in Ordnung war.

Tobi vergaß aber, dass er bereits jetzt das Ei fĂŒr das Omelett verquirlen musste.
"Verdammt, die OberflĂ€che wird zu warm," schrie er, als er nach einer SchĂŒssel suchte.

Um die verlorene Zeit wiederzugelangen warf er mit hohen Bogen die Eier in die SchĂŒssel. Ein Ei landete auf den Fußboden. Die anderen zwei landeten in der SchĂŒssel. Unbedacht verquirlte er die Eier mit der Schale, als er sein Missgeschick sah.

"Kann doch nicht wahr sein!", schrie er.

Derweil begann die dĂŒnne Metallplatte von unten zu glĂŒhen. Als Tobi schließlich nach vielen Handgriffen endlich die Eierschale aus der SchĂŒssel hatte und die Eier auf die ungefettete OberflĂ€che verteilte, brannten sie nach kurzer Zeit sofort an, wĂ€hrend Tobi den Schinken, die Paprika und die KrĂ€uter hinzuholte. Noch schlimmer: Das MetallplĂ€ttchen gab nach und brach ĂŒber.

"Katastrophe, gar nicht gut!", fasste er sich unglÀubig an den Kopf.
Er war unfÀhig zu handeln. Dieses KupferplÀttchen hatte ihn ein halbes Vermögen gekostet. Genau genommen 2 Monatslöhne.
Sofort kam er mit einem Eimer Wasser und kippte es vollkommen sinnlos und unbedacht sowohl ĂŒber das verbrannte Omelett, als auch ĂŒber die Appatur.

Als das Wasser in den AuffangbehĂ€lter mit den Chemikalien gelangte, kam es erneut zu einer chemischen Reaktion. Das Ding flog im hohen Bogen aus der Verankerung, auf den Boden und verteilte auf den altem Holzboden de Chemikalien. Das Problem: Das nun entstandene Gemisch war Ă€tzend und akalisch dazu. Tobi vollkommen verwirrt und chaotisch im Kopf griff natĂŒrlich zu aller erst instinktiv nach dem AuffangbehĂ€lter, um zu verhindern, dass noch mehr FlĂŒssigkeit auf dem Boden verteilen konnte.
Dabei gelangte aber etwas FlĂŒssigkeit ĂŒber seine Hand. Die Haut nahm binnen weniger Sekunden eine schwarze Farbe, bis sich die Chemikalie durch die dicke Hautschicht gefressen hatte und eine starke Verbrennung hinterließ. Zu allem Überfluss flog Tobi noch die Zigarre aus dem Mund und verursache nun mit dem chemikalischen Gemisch ein kleines Feuer auf dem Boden.

"Aaaaaaaaah," schrie er verzweifelt.
"Bring sofort Alkohol, Verbandszeug, Salbe aus dem obersten Schrank unten im zweiten Raum von links, nach der KĂŒche her. Ganz rechts in der Ecke nicht weit von der SpĂŒle. Ja, am besten. Ahhhh", er vergaß total, dass sie zu klein war Dinge zu transportieren.
SchmerzerfĂŒllt schreiend lag er dort.
"Irgendwer muss das Feuer löschen!"
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Re: Mac's GaststÀtte

#12

Beitragvon Sanara » Fr 2. Jun 2017, 10:21

Entsetzt starrte Sanara auf das entstandene Chaos. Die Fee fasste sich jedoch schnell. Flink flog sie zu dem vor Schmerz schreienden Tobi, legte eine Hand auf seinem Arm und sprach einen Heilzauber, worauf sich Tobi's Wunde zu schließen begann und das verĂ€tzte schwarze Fleisch eine rosige FĂ€rbung annahm. Bald wĂŒrde nichts mehr von der Verletzung zu sehen sein.

Doch Tobi's Verletzung war das kleinste ihrer Probleme gewesen, wie Sanara fassungslos feststellen musste. Die unselige Zigarre hatte ein kleines Feuer entfacht, das nun alles andere als klein war. In Windeseile hatten sich die Flammen ausgebreitet. Begierig leckten sie ĂŒber den Boden und die WĂ€nde des Raumes, auch die TĂŒr hatten die Flammen schon erfasst. Sanara erkannte, das ihnen nur die Flucht durch das Fenster blieb, wenn sie nicht als HĂ€ufchen Asche enden wollten.

"Mach das Fenster auf"! schrie Sanara den vor Schreck erstarrten Goblin an. "Mach hin, oder willst Du als Röstbraten enden?"

In letzter Sekunde gelang es Tobi das Fenster zu öffnen und in den Hof zu springen, wÀhrend Sanara pfeilschnell durch das Fenster hinaus flog.

Wie knapp sie dem Tode entronnen waren, wurde ihnen im nĂ€chsten Moment eindrĂŒcklich bewusst, als plötzlich ein lauter Knall ertönte und der Dachstuhl des Hauses in einer gewaltigen Explosion in die Luft flog. Nur das Erdgeschoss blieb halbwegs unversehrt stehen.

Mitleidig sah Sanara Tobi an. Dieses missglĂŒckte Experiment wĂŒrde fĂŒr den jungen Goblin gewiss nicht folgenlos bleiben. Die Fee hatte den Goblin, trotz seines chaotischen Auftretens in ihr Herz geschlossen und was immer jetzt auch kam, sie wĂŒrde Tobi nicht im Stich lassen.

Sanara wollte gerade etwas Tröstendes zu Tobi sagen, als seine Familie auf ihm zukam. Die Gesichter seiner Angehörigen verhießen nichts Gutes.

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Re: Mac's GaststÀtte

#13

Beitragvon Tobi Mac Trizzle » Fr 13. Okt 2017, 21:26

Das Feuer breitete sich in einem rasend schnellen Tempo aus. Dabei wirkte die Chemikalie auf dem Boden, wie ein Brandbeschleuniger. Es heizte das Feuer zusĂ€tzlich an. Stichartig schoss die Flamme in die Höhe. Die trockenen und alten Holzdielen fingen sofort an zu brennen. Weder hatte man sie lackiert, noch hatte man die erste Etage irgendwie vor einem möglichen Feuer geschĂŒtzt. So hatte das Feuer ungehindertes Spiel. Kalmos Element konnte sich ausdehnen und schon bald brannte der gesamte Dachstuhl.

„Aaaah“, schrie Tobi. Er schrie Sanara bloß verwirrt an ohne etwas zu tun.
Die Wunde waren durch Sanaras Heilzauber glĂŒcklicherweise geschlossen worden, doch er hatte immer noch Schmerzen. Viel Zeit blieb ihm nicht irgendwas gegen das Feuer zu tun, da mussten sie schon aus dem GebĂ€ude fliehen. Tobi gelang es in einen Busch zu springen, der den Sprung aus der Höhe abfederte. Die Fee Sanara konnte natĂŒrlich flink durch die Gegend fliegen.

Als sie unten ankamen, versuchte Tobi wieder auf cool zu tun. Er durchsuchte gerade seine Hosentaschen nach seinen Wertsachen, als plötzlich der Dachstuhl in die Luft flog und es in sich einstĂŒrzte.“Oh, verdammter Crap. Das wird ganz gar nicht gut“, sagte er bloß. Er hatte seinen ĂŒblichen, lockeren Slang und die lĂ€ppische Aussprache, die bekannt fĂŒr den goblinischen Dialekt aus Tazlogg war.
Viel mehr konnte er aber nicht sagen, als sĂ€mtliche GĂ€ste und das Personal (also Tobis Familie) aus der Taverne eilte. Ihre Blicke verhießen nichts Gutes.

Wir mĂŒssen abhauen! Das ĂŒberlebe ich nicht. Ich werde irgendwo in einer Gosse als Kanalarbeiter arbeiten mĂŒssen, um meine Schulden abzugleichen. Ich kann das nicht!
Der 15 JĂ€hrige Goblin sah fĂŒr sich keine Wahl. Innerhalb der kurzen Zeit konnte er auch nicht viel mehr nachdenken, und musste schnell entscheiden. Also entschied er sich zu flĂŒchten und den Konsequenzen somit zu entgehen.

„Schnell, wir mĂŒssen fliehen!“, zischte er zu Sanara.
UnglĂŒcklicherweise hatte Tobi bis auf seinen Geldbeutel mit etwas Trinkgeld, einer Trinkflasche, einer Zigarre und einer kleinen Flasche PropensĂ€ure nichts weiter bei sich. Immerhin hatte der Goblin vernĂŒnftiges Schuhwerk und Kleidung an. „Wir mĂŒssen irgendwo hin. Ich weiß nicht wo.“

Er rannte so als ob sein Leben davon abhĂ€ngen wĂŒrde. ZunĂ€chst flĂŒchteten sie die Straße herunter. Unterwegs mussten sie an mehreren VerkaufsstĂ€nden vorbei. Kurz vor Ende des Dalis (Freitag) wollten die HĂ€ndler ihre Waren noch verkaufen und schrien wĂŒst durch die Gegend. StĂ€mmige Orks und Rakshaner versperrten die Gasse, als Tobi und Sanara diese erreichten.
Dicht auf ihren Fersen waren Tobis Vater und sein Àltester Bruder.
„Sry, bro“, tippte er einen Ork an. Der schien ihn aber nicht zu hören oder Tobi aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe zu ĂŒbersehen. Der 1m große Goblin war zu der Zeit noch in der Wachstumsphase und noch nicht voll ausgewachsen. Im Vergleich zu den teils 2m hohen Orks war er ein Winzling. Kein Wunder, dass er ihn ĂŒbersehen konnte.

Die Zeit den Ork nochmal zu bitten, zur Seite zu gehen, reichte nicht mehr aus.
„Flieg irgendwo hin. Ich komme schon alleine zurecht“, rief er Sanara zu. Er selbst kriechte unterhalb der Beine des Orks hindurch und versteckte sich unterhalb des Waffenrocks des zweiten Orks, direkt dahinter.
Ob er wohl ungesehen bleiben wĂŒrde?
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Re: Mac's GaststÀtte

#14

Beitragvon Sanara » So 10. Dez 2017, 10:25

"Flieg irgendwohin, ich komme schon allein zurecht. " Sanara dachte gar nicht daran, Tobi s Aufforderung Folge zu leisten. Obwohl Sanara lĂ€ngst klar war, dass Tobi das Chaos anzog, wie die BlĂŒte den Schmetterling, hatte sie in ihrem Herzen lĂ€ngst beschlossen, bei dem kleinen Goblin zu bleiben. Einer musste schließlich auf ihn aufpassen, bevor er sich noch um Kopf und Kragen brachte.

Die Fee sah , wie der Goblin sich unter dem zweiten Ork versteckte.Dummerweise begann der Ork mit dem ersten Ork aus fĂŒr die Fee nicht ersichtlichen GrĂŒnden zu streiten. Sanara sah entsetzt, wie der Ork , unter dem Tobi Schutz suchte zu einen gewaltigen Faustschlag gegen sein GegenĂŒber ausholte.Leider kam er dabei ins Straucheln. Es kam was kommen musste : Der Ork stĂŒrzte ĂŒber Tobi und auch der zweite Ork schlug, von dem Faustschlag getroffen, lang hin. Verdutzt starrten beide Orks auf den jungen Goblin.Ihren Zwist hatten sie völlig vergessen.

Tobi, soviel war klar, hÀtte gegen die beiden Kerle keine Chance. Ablenkung musste her und zwar schnell.

Sanara ĂŒberlegte panisch, was sie tun sollte, als ihr Blick auf einen GewĂŒrzstand fiel. Unter der Vielzahl an GewĂŒrzen und KrĂ€utern, die der HĂ€ndler feilbot, entdeckte sie auch gemahlenen Pfeffer.

Geschwind mopste sie ein Handvoll davon und schleuderte den Pfeffer den Orks ins Gesicht. Mit trĂ€nenden Augen und vorĂŒbergehend blind von dem GewĂŒrz wandten die beiden Kerle sich von Tobi ab. FĂŒr einem Moment waren sie vollkommend desorientiert.

"Lauf Tobi, lauf!" schrie Sanara. FĂŒr ihren Geschmack viel zu langsam, kam Tobi auf die Beine und lief los.

Hinter ihren RĂŒcken erscholl ein entsetzliches Krachen und BrĂŒllen. Die Orks, noch vom Pfeffer geblendet, schlugen in blinder Wut um sich und richteten ein heilloses Chaos an.
Die kleine Fee betete, dass die Orks sie nicht doch noch entdeckten und feuerte Tobi weiter an, schneller zu laufen. WĂŒrde ihnen die Flucht vor den wĂŒtenden Orks gelingen?