Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Raue See

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
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Monsutā Shinigami
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Raue See

#1

Beitrag von Monsutā Shinigami » So 6. Dez 2015, 11:42

Als Monsuta das Deck betrat leuchtete es im schein des Mondes. Seine Crew jubelte ihm zu und aus der Masse löste sich ein krĂ€ftiger, durchtrainierter Mann mit schwarzer Hose. Sein Oberkörper war mit TĂ€towierungen ĂŒbersĂ€t. Über der Schulter trug er einen breiten GĂŒrtel welcher auf dem RĂŒckenteil eine Lasche hatte wo ein KrummsĂ€bel hing. Die Haut des Mannes war durch die vielen Jahre auf See braun gefĂ€rbt. Einige Narben zierten ihn. Sein Name war Mortis und er war Monsutas erster Offizier. Mortis fiel auf die Knie und senkte den Kopf. "Erhebt euch Mortis " sagte Monsuta. Der Mann tat wie ihm befohlen wurden. Noch immer war sein Blick auf die dunkelbraunen Planken gerichtet. "Sagt an erster Offizier wie ist die Lage?" frage Monsuta leise das nur Mortis es verstand. Dieser wagte es immer noch nicht aufzusehen. "Wir haben das Ziel fast erreicht. Bei gutem Wind erreichen wir in ein paar Stunden das Ziel". Zufrieden schaute sich Monsuta um. Die Gesichter seiner Mannschaft waren gespannt. „Befehl den MĂ€nnern die Segel zu hissen und Kurs zu nehmen, wenn sie das getan haben sollen sie sich um dem Hauptmast versammeln! Bring mir den Gefangenen und binde ihn an den Hauptmast. Ramnok soll sich bereit halten!“ mit diesen Worten wandte sich Monsuta um und ging in Richtung seiner KajĂŒte. Nun hörte er die Tiefe Bassstimme von Mortis wie sie schrie „Hisst die Segel! Bring die Gute auf Kurs!“.

Monsuta stieß die beiden HolztĂŒren zu seiner KajĂŒte auf und betrat sein Allerheiligstes. Hinter sich verschloss er die TĂŒren wieder. Stolz blickte er in dem Raum um her. Ihm gegenĂŒber vor dem großem Bleiglasfenster stand ein massiver Holztisch. Dieser war sehr kunstvoll verziert wurden. Die FĂŒĂŸe der Tischbeine waren geschnitzte Totenköpfe aus dessen MĂŒnder sich Schlangen an den Beinen herauf schlĂ€ngelten. Ihre aufgerissenen MĂ€uler wanden sich um menschliche Gliedmaßen. Die beiden linken hatten die Arme, die Beiden rechten die Beine. Der Mensch war Skelettiert und auf dem Brustbein war die eigentliche Platte angebracht wurden. Der Kopf war in den Nacken gelegt und die leeren Höhlen schauten zur Decke hinauf. Hinter dem Schreibtisch stand ein Stuhl. Dieser hatte eine halbrunde und sehr hohe RĂŒckenlehne welche mit den Armlehnen verschmolz. Auch in diesem Stuhl fand man Totenköpfe. Wie beim Tisch waren auch die FĂŒĂŸe des Stuhles als Totengesichter dargestellt. Jedoch wanden sich keine Schlangen aus den MĂŒndern. Diese fand man an dem Armlehnenenden. Die SitzflĂ€che und auch die RĂŒckenlehne waren gepolstert und mit rotem Leder ĂŒberzogen wurden. Monsutas Blick schweifte in die hintere rechte Ecke neben dem Schreibtisch. Dort stand eine hölzerne Puppe, welche seine RĂŒstung trug. Seine alte RĂŒstung als er noch dem Volk der Arashi angehört hatte. Viel Frostalbenblut klebte an ihr. Erinnerungen an die glorreiche Zeit kamen in ihm auf doch er schĂŒttelte sie ab. Sein Blick fiel auf die Kommode welche gute fĂŒnf Schritt vor der RĂŒstung an der Seitenwand stand. In den SchublĂ€den befanden sich seine ĂŒbrigen KleidungsstĂŒcke. Auf ihr war ein StĂ€nder befestigt welcher seine drei Schwerter trug. Sein Blick wechselte auf die gegenĂŒberliegende Seite, auf das große fĂŒr zwei Personen gedachte Himmelbett. Die FĂŒĂŸe des Bettes glichen dem des Tisches, jedoch schlĂ€ngelten sich die Schlangen nun die Bettpfosten hinauf und bogen oben in verschiedene Richtungen ab. Ihre MĂ€uler verbissen sich in der Mitte jeder Seite. Die blutroten SeidenvorhĂ€nge waren an den Pfosten befestigt. Die Matratze welche aus feinster Schafwolle bestand bescherte ihm einen ruhigen Schlaf. Die Seidenen Kissen waren aufgeschĂŒttelt und luden auf ein SchlĂ€fchen ein. Noch nicht dachte er sich. Die Nacht ist noch jung. Die HĂ€sslichen Holzdielen wĂŒrden hoffentlich bald unter einem Teppich verschwinden. Diesen hatte er schon bei einem HĂ€ndler bestellt. Er wandte sich zu der Kommode und schritt auf diese zu. Er betrachte seine Schwerter. Heute wurde er nur sein Waikizashi benutzen. Er nahm das Schwert, welches noch in der schwarzen Scheide steckte vorsichtig herunter. Dann zog er langsam die Klinge heraus. Mit seinem Daumen fuhr er ĂŒber sie. Kein Schnitt! Die Klinge war fĂŒr sein vorhaben nicht scharf genug. Aus der obersten Schublade der Kommode holte Monsuta einen Schleifstein hervor. Langsam und vorsichtig lies er den Stein ĂŒber die Schneide. Nach einigen Minuten strich er mit dem Daumen ĂŒber die Schneide. Ein Schnitt! Hervorragend! Er steckte die Klinge wieder in die Scheide und befestigte sie an seinen Obi. Ein Klopfen an der TĂŒr lies ihn aufhorchen. Die gedĂ€mpfte seines ersten Offiziers drang durch das Holz „KĂ€pt'n es ist alles vorbereitet!“

Die MĂ€nner hatten einen Kreis um den Hauptmast gebildet. Als Monsuta hinaus trat bildete sich sofort eine Gasse an deren Ende eine Gestalt an dem Mast gebunden war. Sie hatte weißes Haar und bleiche Haut. Die Ohren waren Spitz, man hatte ihn entkleidet. Der einst so muskulöse Körper war abgemagert. Monsuta schritt langsam auf den Gebunden zu. Der Kopf hing herunter. Monsuta schaute sich in der Masse um und entdeckte Ramnok. Ramnok war ein Ork von normaler GrĂ¶ĂŸe und Statur. Sein schwarzes Haar hatte er sich zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Monsuta machte mit seinem Arm eine Bewegung in Richtung des Gefangen und Ramnock nickte und setzte sich in Bewegung. Endlich erreichte Monsuta das Innere des Kreises. Er blickte in die Minen seiner Crew. Jeder von ihnen wusste was jetzt kommen wĂŒrde. Niemand wollte das erleiden was der Frostalb welcher gebunden und Splitterfaser nackt an dem Mast stand erleiden wĂŒrde. „Ich sehe in eure Gesichter“ erhob Monsuta die Stimme und es wurde still. „Ich sehe Unsicherheit, Mitleid und andere GefĂŒhle die hier fehl sind.“ keiner seiner MĂ€nner schaute ihn in die Augen. Zu groß war die Angst. „So was wie MitgefĂŒhl verdient dieser Abschaum nicht! Sein Volk fĂŒhrte Krieg gegen meins! Sie ließen auch keine Gnade walten, noch ließen sie uns unsere Ehre. Versklavt haben sie uns!“. Er machte eine Pause um die Wirkung seiner Worte zu sehen. „Dieser VerrĂ€ter wollte das Schiff, eurer Zuhause sabotieren es versenken! DafĂŒr gibt es nur eine Strafe. Der Tod!“. Die Stille war erdrĂŒcken und doch genoss er die Macht. Er wandte sich Ramnock zu welcher bereits einen kleinen Hammer und eine Art Pflock in den HĂ€nden hatte. Die Spitze des Pflockes war schwarz wie die Nacht. „Ramnock beginn mit der Strafe der fĂŒnf Schmerzen und brenne ihn unser Zeichen ein!“ Der Ork trat auf den Gefangen zu, setzte die Spitze des Pflockes an den Oberarm an und schlug mit dem Hammer auf den Pflock. Nur leicht aber prĂ€zise. Die Lebensgeister des Gefangenen kehrten zurĂŒck. Jedoch schrie er noch nicht vor Schmerzen. Das wĂŒrde aber bald kommen. Ramnock wiederholte diesen Vorgang nun immer wieder. Die schwarze Farbe wĂŒrde unter der Haut bleiben. Mortis Stimme holte ihn aus seinen Gedanken „KĂ€pt'n es gibt ein Problem!“. Monsuta atmete tief ein und nickte nur und Mortis fuhr fort „Wir werden das Ziel erreichen aber die Sonne wird dann schon aufgehen.“. Monsuta hob die Hand und Mortis verstummte. DafĂŒr fing jetzt der Gefangene an zu seine Schmerzen zu Ă€ußern. Immer noch keine Schreie aber Unbehagen. Er versuchte dem Pflock zu entkommen doch die Taue verhinderten dies. Ramnock hatte bereits die Umrisse des Wolfskopfes mit dem ausgehĂ€ngtem Unterkiefer fertig. Das Fell wurde eine Stunde dauern. Den Rest wĂŒrde er einfach gestalten. Dies nahm noch mal drei Stunden in Anspruch. „Dann werdet ihr die Naitouruf solange fĂŒhren und die Schiffe verfolgen, hisst die Flagge eines neutralen HĂ€ndlers!“ Monsuta gefiel es zwar nicht das er gerade seine PlĂ€ne mit einem anderen teilte aber es war das notwendige Übel. Der erste Schrei ertönte von dem Gefangenem. Ramnock hatte begonnen den Totenkopf im Maul des Wolfes zu zeichnen.

FĂŒnf Stunden SpĂ€ter war das blutige Werk vollbracht. Der Gefangene hatte sein Zeichen auf der Brust und dazu noch Spiralen, Linien die sich am ganzen Körper entlangzogen. Ramnock machte diese Bilder oder besser diese Kunst schon fast sein ganzes Leben lang. Seine Schnelligkeit und PrĂ€zision war beeindruckend. Nicht nur bei seinem Handwerk. Niemand sonst beherrschte den Streithammer so wie er. Damals bei seiner Heuerung, er war einer der Ersten die Monsuta auswĂ€hlte, hĂ€tte er ihn fast getötet. Aber genug in der Vergangenheit gereist, die Strafe war noch nicht zu Ende und die Zeit rannte. Verdammte Sonne. Irgendwann wĂŒrde er es bestimmt lĂ€nger als 5 Minuten aushalten. Das war sein Ziel. Der Gefangene hing nur noch am Mast. Das Blut war auf dem Boden verteilt. Smire wĂŒrde ordentlich zu tun haben bald. Wo steckte eigentlich dieser fauler Hund schon wieder. Smire war das MĂ€dchen fĂŒr alles. Keine Erfahrung auf See doch fĂŒr niedere Arbeiten gut. Ein Wimmern drang an sein Ohr und er blickte zu dem Frostalben der vergebens versuchte in der leichten Blutlache zu stehen. Monsuta erhob seine Stimme „Seht MĂ€nner was mit einem passiert der Verrat an uns begeht! Er wir gebrandmarkt, Doch dies ist noch nicht der schlimmste Schmerz der FĂŒnfen.“ er schaute sich um. Nun stand der Gefangene genau hinter ihm. Mit einer schnellen Bewegung zog er sein Waikizashi aus der Scheide, drehte sich um hob die Klinge und ließ sie wieder nieder. Ein nasses Klatschen gefolgt von einem Schrei war zu hören.
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Re: Raue See

#2

Beitrag von Elosthriond Thalion » Di 8. Dez 2015, 23:52

Es war ein sonniger Morgen in Obenza. Reges Treiben herrschte auf den MĂ€rkten.
Die ersten HĂ€ndler standen bereits mit ihren StĂ€nden an der Kaimauer und versuchten dort ihre Waren an die frĂŒh aufstehenden Kunden zu verteilen.

"Frischen Kabeljau, bloß einen Handelstaler und 50 Kupferlinge das StĂŒck!" - rief ein Fischersweib.
"Salz aus dem fernen Sultanat", gellte ein GewĂŒrzhĂ€ndler in einer nasalen Stimmlage.
"Austern und Krebse zum Spottpreis. Greift zu, solange das Angebot reicht", rief ein enthuiastischer Shezem, der mit seiner nassen Bekleidung den ganzen Boden voll triefte.
Stimmen wie diese waren allgegenwÀrtig an diesem Morgen.

Elosthriond hielt aber nichts von diesem Überangebot. FĂŒr ihn reichte bloß etwas Brot, KĂ€se und Obst.
Das Brot kaufte der Lichtalb vom erstbesten Stand, welcher sich direkt am Springbrunnen befand, wo er sich gegenwÀrtig befand.
Der VerkĂ€ufer, ein BĂ€cker aus der Stadt, bedankte sich ĂŒberschwĂ€nglich und wĂŒnschte einen guten Tag.
"Die Ehre war mir beim Erwerb dieses Gutes nicht bewusst. Gleichwohl", Elosthriond schaute kritisch, "wĂŒnsche ich einen ebenso ansehnlichen Tag. Infiniatus Segen sei mit euch".

Elosthrionds Ziel an diesem frĂŒhen Morgen war aber von ganz anderer Art.
Denn der Lichtalb suchte schon seit mehreren Tagen erfolglos nach einem Schiff, was ihn ins ferne Arashi-Land, in die Hauptstadt Kagohiro, bringen könnte.
Die Überfahrt ins Arashi Land war aber ĂŒberaus gefĂ€hrlich und kein Handelsschiff wagte momentan die Reise dorthin. Das lag am Krieg der kalten Fluten gegen die Raben-Norkara, aber auch an den vielen Freibeutern und den Arashi Rebellen, die auf offener See ihr Unwesen trieben.

Und so ging auch Elosthriond an diesem Morgen erfolglos zum Hafenmeister. Dieser vermeldete ihm den neuesten Stand der angekommenen Schiffe und deren Zielorte. Leider war Kagohiro auch diesmal nicht dabei.
Elosthriond verließ gerade den Hafen, als eine zwielichtige Gestalt plötzlich aus dem Dunklen trat und ihn ansprach. "Willst nach Kagohiro, hmm?", fragte der Fremde. Seine ZĂ€hne waren außerordentlich schief, und er stank nach Seetang und Fisch. "Ich kenne da einen Anlegeplatz fĂŒr die etwas 'anderen Schiffe'", grinste er.

Elosthriond verstand nicht Recht, was der Fremde mit diesem Wortlaut meinte, ging aber aufgrund seines Fischgestanks davon aus, dass es sich um Fischerboote handeln mĂŒsste. Er erklĂ€rte sich daher mit einem Nicken wortlos einverstanden und folgte dem Mann.
Wenn der Fremde ihn hÀtte ausrauben wollen, hÀtte er dies ohnehin lÀngst schon getan und so war der Priester ohne jeden Zweifel.

Der Fremde fĂŒhrte ihn zu einem Anlegeplatz, wo ein Schiff anlag, dass ursprĂŒnglich mal eine Handelskogge gewesen war, aber mittlerweile zu einem Kriegssegelschiff umgebaut worden war.
Elosthriond schaute kritisch hin und schĂŒttelte bloß den Kopf. Vermutlich muss man dies neuerdings in den rauhen Arashi GewĂ€ssern so machen...diese Barbaren.
Die Crew machte wohl augenblicklich Rast und nur ein paar vereinzelte Matrosen waren an Bord, die die VorrĂ€te des Schiffes auffĂŒllten und FĂ€sser voll gefĂŒllt mit mir Bier, Obst, Brot, KĂ€se, gerĂ€ucherten Schinken und anderen Sachen an Deck brachten.

"Das ist das edle Schiff. Es ist kriegstauglich und stabil. Ich verkaufe eine Überfahrt fĂŒr 50 Handelstaler - ich bin autorisiert vom KapitĂ€n", erklĂ€rte der Fremde und zeigte Elosthriond eine gefĂ€lschte Vollmacht des KapitĂ€ns. Schnell wollte der Fremde diese wieder einstecken, doch hatte er bei Elosthriond wohl jemanden erwischt, der ein Rechtsexperte war und sich die Vollmacht genauestens durchlas.
Nach 2-3 Minuten meldete sich Elosthriond wieder und meinte: "Ohne jeden Zweifel. Ich akzeptiere hiermit."

Er ĂŒbergab dem Fremden das Geld, welcher sich bedankte und noch abschließend verkĂŒndete: "Abfahrt in 3 Stunden. PĂŒnktlich da sein. Der KapitĂ€n wird nicht warten!"

Nach 3 Stunden kam Elosthriond zum vereinbarten Treffpunkt. Doch das Schiff war noch nicht abreisebereit, die Crew immer noch mit AufrÀumarbeiten, Reperaturen und dem Verladen beschÀftigt. Und so ging Elosthriond, daher mit seinem gesamten Hab und Gut, an Deck des Schiffes.
Er erntete einige sehr verwirrte Blicke von Monsutas rar vertretener Crew. Elosthriond ließ sich von den Blicken jedoch nicht beirren, verlud sein Zeug in ei leeres Schlafquartier und zeigte dem einzigen Offizier, der momentan an Deck war, den Vertrag. Dieser schien des Lesens nicht mĂ€chtig zu sein und war eher von der dĂŒmmlichen Sorte. Er nickte bloß und ließ Elosthriond gewĂ€hren.

Elosthriond zog sich daraufhin bloß in sein Quartier zurĂŒck und gönnte sich erstmal einen Mittagsschlaf. Er verschlief das Ablegen des Schiffes vollstĂ€ndig und wurde erst wieder wach, als sie auf offener See waren.

Der Vertrag war rechtlich einwandfrei und so war Elosthriond nicht aufgefallen, dass er einem BetrĂŒger und FĂ€lscher zum Opfer gefallen war.
"Ordnung ist das halbe Leben...die Rechtssprechung ist die andere HĂ€lfte."
- zitiert aus "Einleitung zum Rechtswerk IV des Infiniatus - Über die Irren und Wirren der menschl. Existenz", S. 2

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Monsutā Shinigami
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Re: Raue See

#3

Beitrag von Monsutā Shinigami » Do 10. Dez 2015, 13:00

Monusta betrat seine KajĂŒte. Diese Hinrichtungen schafften ihn und doch war er zufrieden mit sich und der Welt die dank ihm wieder einen Frostalben weniger hatte. Er schritt zu der Kommode und holte ein Tuch heraus. Dann wischte er das Blut von seinem Waikizashi, steckte es wieder in die Scheide, zog diese aus dem Obi und legte sie in die Halterung des StĂ€nders. Er löste den Obi vorsichtig und schlug ihn ein bis er nur noch ein kleines handliches Quadrat war. Als nĂ€chstes glitt er aus dem Kimono und platzierte diesen ĂŒber den Stuhl hinterm Schreibtisch. Die ersten Sonnenstrahlen kamen durch das Bleiglasfenster und kitzelten seine Haut. Es fang immer mit einem Jucken an. Bevor es zu brennen anfing zog er die schweren VorhĂ€nge zu. Er schritt auf das Bett zu und legte sich hinein. Seine Augen wurden schwer und fielen zu. Die Dunkelheit umfing ihn.

Monsuta erwachte durch die tiefe dumpfe Stimme von Mortis. Dieser fragte nach Erlaubnis die KajĂŒte zu betreten. Monsuta fuhr sich mit den HĂ€nden ĂŒber sein Geicht, gĂ€hnte und sagte dann „Tritt ein!“. Langsam und vorsichtig öffnete sich eine der beiden FlĂŒgeltĂŒren. Mortis trat ein den Blick gesenkt. Monsuta setzte sich auf. „Bring mir meine Yukata Mortis!“. Der erste Offizier eilte zu der Kommode, öffnete eine Schublade und holte das gewĂŒnschte KleidungsstĂŒck hervor. Dann brachte er es seinem KĂ€pt'n. Monsuta streifte sich es ĂŒber. Dann schritt er zu den VorhĂ€ngen und zog sie zurĂŒck. Der Himmel war Blutrot. Ohne den Blick abzuwenden fragte Monsuta „Was veranlasst dich mich zu wecken obwohl es noch nicht Nacht ist?“. Monsuta drehte sich um. Mortis fiel auf die Knie. „Mein KĂ€pt'n wir haben das Ziel erreicht. Es sind nach unserem Ausguck vier Begleitschiffe. Um genauso zu sein vier Frachter mit leichter Bewaffnung. Der Ausguck meldet das es sich um BogenschĂŒtzen handelt.“ antworte Mortis. Ein LĂ€cheln stahl sich auf sein Gesicht. Frachter benötigten höchsten 10-15 Mann um sie zu steuern. Seine Crew bestand aus 80 Mann. Im Kampf wĂŒrden 10 umkommen. „Also haben wir es mit fĂŒnf Frachtern zu tun?“ fragte Monsuta. Mortis nickte. „Erhebt euch wieder Mortis! Sagt an wie wĂŒrdet ihr an meiner Stelle diese Übermacht angreifen und die meiste Beute herausschlagen?“ Sein erster Offizier erhob sich.
„Mit Verlaub KĂ€pt'n“ sagte Mortis und fuhr fort „unser Schiff könnte es mit dieser Übermacht aufnehmen jedoch nur wenn wir das Zweite Deck benutzen. Die vier Begleitschiffe könnten wir versenken und das Ziel an sich wĂŒrde wahrscheinlich stark beschĂ€digt sein was ein Verkauf unmöglich machen wĂŒrde. Jedoch sehe ich keine andere Möglichkeit.“ Monsuta gefiel diese Antwort nicht. Wenigsten drei Schiffe wollte er haben wenn nicht alle FĂŒnf. Ein Frachter brachte 250 Gold ein. Selbst wenn er leicht beschĂ€digt wĂ€re wĂŒrde er 125 Gold einbringen. Die Fracht GewĂŒrze, Leinen, Planken, Eisenwaren, Leder und Lederwaren wĂŒrden noch dazu vielleicht 500 Silberlinge einbringen. Dies deckte vielleicht die Reparaturkosten. Aber die Heuer nicht. Er musste so viele Schiffe wie Möglich entern lassen. Sie waren schon zu lange auf See und sein Durst wurde mit jedem Tag schlimmer. „Nun Mortis, sag Sukauto er soll nach Osten fliegen, dort findet er die van Blutar. Er soll Rasa mitteilen das es fette Beute gibt und ich ihre Hilfe benötige.“. Monsuta vernahm ein Schlucken seines ersten Offiziers. „Habt ihr EinwĂ€nde?“ fragte er. Mortis schĂŒttelte nur den Kopf und sagte dann leise „Nur Bedenken mein KĂ€pt'n. Wir sind seit einigen Tagen bereits auf See und eurer Durst
.“ Monsuta hob die Hand und Mortis verstummte. Er musste tief durchatmen. „Wie könnt ihr es wagen mich in Frage zu stellen?“ fragte Monsuta erzĂŒrnt „Ich sollte euch auspeitschen lassen
 es ist euer GlĂŒck das ihr einer meiner engsten Vertrauten seid.“. Monsuta wandte sich Mortis zu. „ Geht nun und fĂŒhrt die Befehle aus!“ sagte er und Mortis wandte sich ab und ging.

Es hatte weitere drei Tage gebraucht bis Rasa mit ihrem Schiff zu ihnen gestoßen war. Er freute sich sie wieder zu sehen. Ihr langes rotes Haar war trug sie offen und ihre grĂŒnen Augen schauten ihn an. FĂŒr ihn gab es keine andere Frau. Mortis stand neben ihr und schaute auf die Karte welche auf dem Schreibtisch lag. Monsuta atmete tief durch und begann dann zu erklĂ€ren „Also wir haben das Ziel. Es handelt sich um einen Schoner, darauf befinden sich gut 100 Sklaven, die Begleitschiffe sind ebenfalls Schoner auf denen sich Waren wie Eisenwaren, Leder und Lederwaren und GewĂŒrze befinden. Abgesehen von den Planken und den Bahnen von Segeln. Grob geschĂ€tzt bringen uns die waren 500 Silberlinge ein, die Sklaven vielleicht das dreifache aber eher genau so viel. Die Schiffe haben ein Katapult auf ihren Hauptdeck, welches nur eine kurze Reichweite hat. Ansonsten sind BogenschĂŒtzen die einzige Bewaffnung.“. Er machte eine Pause um seinen Zuhörern Zeit zu geben die Informationen zu verarbeiten. Es war Rasa die sich zu Wort meldete „Warum hast du mich dann kommen lassen? Mit denen wĂŒrdest du auch alleine fertig werden.“ "Ja meine Liebste...“ antwortet Monsuta „Wenn ich sie alle samt auf den Grund schicken wollte, aber ich will die Schiffe! Mortis was ist die nĂ€chste Stadt mit Hafen?“. Mortis rĂ€usperte sich und sagte „Obenza mein KĂ€pt'n!“. Monsuta schaute Rasa an und fragte „Kann deine Mannschaft schwimmen?“.

Der Plan war perfekt. Zwei FledermĂ€use landeten auf dem Deck des ersten Frachters. An den SchiffswĂ€nden kamen Ghule herauf gekletter. Die Mannschaft wusste nicht wie ihr geschah. Drei MĂ€nner mit Schwertern in der Hand kamen auf sie zu Rasa lachte. Er liebte dieses verrĂŒckte Lachen, kurz bevor es in einen Kampf ging. Die BogenschĂŒtzen zielten auf sie. Die SchwertkĂ€mpfer kamen nĂ€her. Rasa schnellte nach vorne und gab dem sich in der Mitte befindenden einen Faustschlag in die Magengrube. Monsuta tat es ihr nach und schnellte auf den Linken zu. Diesem versetzte er eine Kniestoß. Der Rechte hob sein Schwert und wollte es auf Rasa niederfahren lassen, diese griff ihn an seinem Handgelenk und verdrehte ihm dem Arm. Das Schwert fiel auf den Boden. Monsuta nahm seinen Gegner der nun vorgebeugt vor ihm stand in den Schwitzkasten, zog dessen Genick mit einem Ruck nach oben. Ein Knacken war zu hören. Schnell griff er nach dem Schwert und rammte es Rasas Opfer in den RĂŒcken welches sofort zusammen brach. Sie revanchierte sich in dem sie ihr zweites Opfer ihm zuwarf und er seine FangzĂ€hne in dessen Hals rammte. Der sĂŒĂŸliche, metallische Geschmack drang in seinen Mund und erfĂŒllte ihn mit Leben. Er spĂŒrte wie in Sekunden er sich regenerierte. Schade das es keine Zeit gab es zu genießen. Blitzschnell verwandelte er sich wieder in eine Fledermaus und flog mit krĂ€ftigen FlĂŒgelschlĂ€gen weiter. In der Mitte des Schoners nahm er seine menschliche Gestalt wieder an. Er war hinter einen BogenschĂŒtzen gelandet dem er gleich das Genick brach. In diesem Moment waren die Ghule ĂŒber die Reling geklettert und stĂŒrzten sich in den Kampf Von den anderen Schiffen ertönten ebenfalls Schrei. Die BogenschĂŒtzen zogen sich zum Hinterteil und zum Steuerrad zurĂŒck. Da war er! Am Steuerrad! Der feindliche KĂ€pt'n! WĂŒrde er fallen wĂ€re es ein Kinderspiel. Die meisten kleineren Schiffe hatten keine Offiziere und so wĂŒrde die Mannschaft kapitulieren. Vor ihm lag der Bogen er ergriff ihn und zog den Pfeil heraus. Er platzierte ihn auf seinen Daumen, Atmete tief ein, spannte die Sehne, ankerte an seinem Unterkiefer. Er nahm Ziel, atmete noch mal tief ein und lies den Pfeil fliegen. Er sah ihm hinter her doch ein Schmerz in seiner Schulter lenkte ihn ab. Einer Der BogenschĂŒtzen hatte getroffen. Verdammt das hatte er nicht gelernt. Lass nie deine Umgebung aus der Sicht. Monsuta griff den Pfeil und brach ihn laut schreiend ab. Dann zog er die Spitze aus seinem Fleisch. Schnell und prĂ€zise lief er auf den SchĂŒtzen zu. Dieser legte erneut einen Pfeil ein. Jetzt zog er die Sehne nach hinten. Nur ein StĂŒck noch. Die Sehne schnellte nach vorne und gab den Geschoss Geschwindigkeit. Monsuta drehte sich weg und lies den Pfeil ins Leere laufen. Dann sprang er auf den SchĂŒtzen, riss ihn zu Boden und zerfetzte seine Kehle. Er soff das Blut. Dann hörte er von einem Mann „Gnade! Bitte Gnade!“. Langsam und mit blutverschmierten Mund richtete er sich auf. Die Waffen der Gegner fielen zu Boden. Rasa stand neben ihn. „Liebste lass deine Ghule die Überlebenden zusammen trommeln und aufs Deck bringen.“. Sie nickte nur.

Mann hatte ihm seinen Kimono gereicht und er hatte sich ihn angezogen. Vor ihm knieten von Ghulen umringt an die 25 Mann. Die Arme hinter den Kopf. Er schaute in die Minen die voller Angst waren. Auf den anderen Schiffen war es nicht anders gewesen. „Ich sehe in eure Gesichter und sehe Angst!“ begann er zu sprechen „Diejenigen unter euch die meinen Sterben zu mĂŒssen erheben sich jetzt!“. Er schaute herum keiner erhob sich nicht wie bei den anderen Schiffen. Feiglinge! „Ich biete euch eurer Leben an. Ihr werdet bis wir in Obenza sind teil dieser Crew sein und das Schiff sein, dann könnt ihr eure Feigen Ärsche in den Gassen des Hafens verfrachten. Sollte gegen diese Gabe verstoßen werden, werdet ihr euch wĂŒnschen gestorben zu sein!“ Er drehte sich zu dem ersten Offizier um. Es war der von Rasa. Es war ein Skelett dessen Vorbesitzer wahrscheinlich ein bisschen zu verliebt war. Mann hatte die Knochen mit einem sonderbarem Metall ĂŒberzogen. Die Höhlen starrten ihn an. „Ihr wisst was ihr zu tun habt, fĂŒr die Befehle werden wir euch ein Fleischling zur Seite stellen.“ Nach drei Tagen erreichte der Konvoi Obenza!
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Re: Raue See

#4

Beitrag von Monsutā Shinigami » Mo 14. Dez 2015, 09:54

Sie waren gerade aus der Stadt zurĂŒck gekehrt und wieder in See gestochen. Die leichte Priese schlug Monsuta ins Gesicht. Rasa hatte sich auf ihr Schiff wieder begeben und segelte nun gen Heimat. Eine einsame Insel welche zwar auf der Karte eingezeichnet war jedoch der keine grĂ¶ĂŸere Bedeutung zuteil wurde. Sie lag fast geradlinig zur Stadt Rogg'har. Dort war wie eine kleine Stadt in den Jahren entstanden. Eine Stadt die er regierte.

Die Sonne versank gerade am Horizont und tauchte den Himmel in Farben die eine Schönheit besaßen welche er nicht in Worte fassen konnte. Rot wie Blut welches in Gelb tauchte und es zu einem Orange machte was kein KĂŒnstler hinbekommt. In Obenza hatten sie neue MĂ€nner an Bord genommen. Monsuta drehte sich langsam um. Hinter ihm stand keiner mehr. Wie bei Hinrichtungen hatte sich die Mannschaft kreisförmig um den mittleren Mast gestellt, den Hauptmast. Die PrĂŒfungen sollten beginnen. Langsam und darauf bedacht erhaben zu wirken schritt er das lange Deck entlang und tauchte in der Masse unter. Seine MĂ€nner bildeten sofort eine Gasse zur Mitte des Kreises wo 30 Gestalten standen. Monsuta hatte die Mitte erreicht. Die Gestalten standen in einer Reihe aufgereiht da. Zuerst musterte er sie dann verschrĂ€nkte er die HĂ€nde hinterm RĂŒcken und schritt die Reihe entlang. Er begann zu sprechen „Ahoi ihr Landratten!“ begrĂŒĂŸte Monsuta sie „Ich bin erfreut das sich doch noch einige MĂ€nner finden ließen sich unserer Sache anzuschließen! Ich verspreche euch Freiheit und Reichtum und fordere nur LoyalitĂ€t bis in den Tod von euch!“. Ein Jubel entfuhr der Stammmannschaft der jedoch auf ein Handzeichen von Monsuta endete. WĂ€hrend er gesprochen hatte hat er sich die Neuen genauer angesehen. Sie waren von unterschiedlichsten Rassen. Zehn Menschen waren dabei und auch Acht Zwerge. Er schritt weiter und fuhr fort in seiner Rede „Einige von euch sehen wie KĂ€mpfer aus, andere wie Berater und wieder andere sehen so aus als ob sie hier Falsch wĂ€ren. Der Koch freut sich ĂŒber sie.“. Ein Lachen folgte auf diese Worte und wie zuvor verstummte auch die auf eine Handbewegung von Ihm. Derweil war er die Reihe weiter gegangen. Unter den Neuen waren Außer Menschen und Zwergen auch vier Goblins, sieben Orks und 
 ein sah er richtig? Ein Lichtalb! Die Götter mussten ihn lieben. Ansonsten wĂŒrden sie ihm nicht so einen Spaß bereiten. Er hatte das Ende der Schlange erreicht drehte sich um und lief zurĂŒck . „DOCH BEVOR IHR EUCH EIN MITGLIED MEINER CREW NENNEN KÖNNT UND SAGEN KÖNNT IHR SEIT MIT MIR, MONSUTA SHINIGAMI, GESEGELT mĂŒsst ihr verschiedene PrĂŒfungen absolvieren!“. Wieder ertönte ein Jubelschrei von der Crew. Dieses Mahl jedoch lies er es lĂ€nger anhalten bevor er es wieder mit einer Handbewegung unterbrach. Sein Blick suchte Mortis welcher am Rand des Kreises stand, ein Schwert in der Hand. Monsuta nickte ihm zu. Mortis setzte sich in Bewegung und trat an Monsuta heran. Er rammte das Schwert in die Planken und trat wieder in den Rand des Kreises.

Monsuta blickte in die Augen der Fremden. „Wer von euch hĂ€lt sich fĂŒr einen Krieger?“ fragte er in die Runde. Einige der Orks und Menschen und der Zwerge hoben die Arme. Auch ein Goblin meldete sich. Zehn der Neuen meldeten sich. Monsuta lĂ€chelte. Dann schaute er zu Mortis und hob die Hand in die Luft. Mit seinen Fingern zeigte er eine Vier auf. Mortis zog darauf sein Schwert aus der Scheide von seinem RĂŒcken und rammte es neben dem schon in die Planken steckenden Schwert dann ging er zu anderen Crewmitgliedern und forderte sie auf ihre Schwerter abzugeben. Monsuta erhob die Stimme und sagte „Nun bildet einen Kreis um die Schwerter! Die anderen gehen in die Masse!“. Mortis hatte in des die FĂŒnf Schwerter in den Boden gerammt. Die Neuen bildeten einen Kreis darum. Monsuta schritt langsam um den Kreis herum und begann zu erzĂ€hlen „Nur vier von Euch werden in die Crew aufgenommen. Ich werde bis drei zĂ€hlen und dann werdet ihr um dieses Privileg kĂ€mpfen! Und zwar mit und gegen mich! Fertig? Drei!“ Monsuta schoss vor und griff sich Mortis's KrummsĂ€bel. Schnell drehte er sich um. Ein Mensch kam auf ihn zu gerannt und hatte bereits eines der Schwerter in Aussicht. Monsuta hob den Schwertarm und fĂŒhrte ihn von Links nach Rechts. Der Mensch blieb stehen und sein Kopf glitt langsam von seinem Körper. Dann sackte er zusammen. Jetzt waren es nur noch vier Menschen! Die ihm gegenĂŒber standen. Er spĂŒrte die ErschĂŒtterung hinter sich und wandte sich um. Ein Ork erreichte die Schwerter und zog eines raus. Dann hob er es ĂŒber seinen Kopf und rannte auf Monsuta los. Dieser schnellte nach vorne und hieb in die Magengegend des Orks. Mit einem Ruck zog er den SĂ€bel seitlich raus, vollfĂŒhrte eine Drehung und rammte den SĂ€bel in den RĂŒcken des Orks dieser lies das Schwert fallen und sackte tot zusammen. Da waren es nur noch ein Ork. Inzwischen hatten die Menschen sich die ĂŒbrigen Schwerter geschnappt und einen ihrer Kameraden ermordet. Der eine Ork der ĂŒbrig war stand nun Monsuta gegenĂŒber. Seiner Haltung nach wollte er ihn angreifen doch ĂŒberlegte er noch wie er das am besten machen konnte. Monsuta wandte sich ab und sah wie die Menschen den Zwerg abschlachteten. Dann drehte er sich wieder um und sah zu dem Ork. „EnttĂ€usche mich nicht!“ sagte Monsuta und warf dem Ork das Schwert zu. Dieser fing es verblĂŒfft. Nun wanden sich die Menschen Monsuta zu. Der Ork trat an Monsutas Seite. Zwei gegen Drei. Das gefiel ihm. Er schnellte vor. Noch bevor der Mensch reagieren konnte hing er an seinem Hals und saugte ihm das Blut aus den Adern. Von ferne hörte er wie Metall auf Metall krachte, dann ein Schmerzensschrei und ein dumpfer Aufschlag. Dann schnelle Schritte. Er lies von seinem Opfer ab. Der Körper fiel schlaff auf den Boden. Der Ork hatte einen Menschen niedergestreckt. Wo war eigentlich der Goblin? Monsuta drehte sich um. Da war er und erledigte den letzten Zwerg. Es war vorbei. Ein Ork, ein Goblin, ein Mensch waren ĂŒbrig. Zwei weniger als gedacht aber das verkraftete er schon „Genug!“ schrie er und die KĂ€mpfer ließen von einander ab! Blutrausch ein wirkungsvolle Waffe. „Mortis wird sich um euch kĂŒmmern! Die anderen Neulinge vorgetreten!“ sagte er mit etwas erschöpfter Stimme. Aus der Masse kamen schritten zwei Crewmitglieder hervor die einen Tisch in den Kreis stellen. Ramnock trat ebenfalls aus der Masse. Monsuta schaute in die Augen der Verbliebenen die sich noch nicht bewĂ€hrt hatten. „Wer von euch hĂ€lt sich fĂŒr Stark?“

Die zweite PrĂŒfung nĂ€herte sich langsam dem Ende. ArmdrĂŒcken mit einem Ork. Bis auf den Lichtalb, ein Goblin, und ein Mensch hatten sich alle fĂŒr die zweite PrĂŒfung gemeldet. Ramnok konnte seine Gegner gut einschĂ€tzen ob er eher zur Arbeit auf dem Deck oder in der KĂŒche geeignet war. Der letzte Gegner ging zu Boden und Ramnok nickte. Deck also. Der Ork schaute zu Monsuta. „Diejenigen die fĂŒr die KĂŒche eingeteilt wurden wenden sich an Smire der Rest folgt Ramnok!“ sagte Monsuta und ging wieder in die Mitte des Ringes. „Die restlichen Drei vorgetreten.“ sagte er. Die Drei schritten vor. Er betrachte sie und fing an mit fester Stimme zu sagen „Die letzte PrĂŒfung ist die schwierigste! Sie erfordert Köpfchen und Klugheit! Jener der sie ĂŒberlebt wird wie eine Art Berater sein!“ Insgeheim hoffte er das es der Lichtalb wurde. Er sah interessant aus. Ein Goblin hatte er bereits kennengelernt und Menschen ĂŒberlebten nicht lange. „Hört zu und sagt mir eure Antwort!
Etwas, das alles und jeden verschlingt:
Baum, der rauscht, Vogel, der singt,
frisst Eisen, zermalmt den hÀrtesten Stein,
zerbeißt jedes Schwert, zerbricht jeden Schrein,
schlÀgt Könige nieder, schleift ihren Palast,
trÀgt mÀchtigen Fels fort als leichte Last.
Was ist es?“
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Ashaki
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Re: Raue See

#5

Beitrag von Ashaki » Sa 19. Dez 2015, 22:58

Im regen Treiben fiel die schwarz verhĂŒllte Gestalt gar nicht auf. Anders als am Abend zuvor, wo sie im Gasthaus des Ortes ihren Auftritt hatte und dabei wie ĂŒblich mehr als genug Aufmerksamkeit hatte. Und der Wirt war ungemein großzĂŒgig gewesen, da er dank ihres Auftrittes zahlreiche GĂ€ste zu bewirten hatte, und so einiges an MĂŒnzen in seine Tasche kam.
So konnte auch sie mit gut gefĂŒlltem MĂŒnzbeutel weiter reisen.

Wohin es gehen sollte wußte sie nicht so recht, einfach hinaus in die Welt, und so hatte sie sich blindlings vom Hafenmeister etwas empfehlen lassen. Doch da noch Zeit war , streifte sie ein wenig umher um sich die Gegend zu betrachten.
Nu am Hafen angekommen, war sie etwas irritiert, da die Gestalten hier weniger vertrauenswĂŒrdig wirkten , und die Gegend etwas anders aussah, als sie es in Erinnerung hatte.
Aber wer weiß, sie hatte es eilig, auf keinen Fall wollte sie das Schiff verpassen.
Und so ging sie an Bord. Die Crew war so beschÀftigt das sie nicht mal auffiel, also suchte sie sich eine ruhige Ecke, in welcher sie weder auffiel, noch störend im Wege stand.

Erst als die Sonne langsam am Horizont versank, kam Leben auf das Schiff. Man versammelte sich an Deck, doch die TĂ€nzerin hielt sich weiter im Schatten verborgen. Sie wollte beobachten um zu sehen was geschah.
Die Manschaft stand, nicht etwas wild durcheinander sondern recht ĂŒbersichtlich, was darauf hindeutete das der KĂ€ptn seine Crew gut im Griff hatte. Und da kam er auch schon.
Ashaki runzelte die Stirn. Irgendwie erinnerte dieser sie an ihren Lehrmeister. Unter UmstĂ€nden war er auch aus dem Volk der Arashi. Das wĂŒrde heißen das er ein guter KĂ€mpfer war. Vieleicht konnte sie ja von ihm noch etwas lernen, was ihr alter Meister, sie nicht mehr lehren konnte.
Seine Rede war lang, mit Pausen in welchem die Crew ihm schreiend beipflichtete. Doch das wirklich interessante kam erst noch. Er forderte von den Neulingen einen Beweis, einen Kampf, das sie seiner Crew wĂŒrdig waren.
Ob sie sich auch melden sollte? Aber man wĂŒrde sie vermutlich nur verspotten. EIne Frau wie sie und kĂ€mpfen. Andererseits wĂŒrde ihr das einen Vorteil geben. Besser man wurde unterschĂ€tzt als ĂŒberschĂ€tzt.
Anderseits wĂŒrde ihr Kantana sie vieleicht auch veraten. Aber dafĂŒr forderte es schon etwas Intelligenz.
Und auf einem Schiff waren Frauen ohnehin meist die zweite Wahl.
Wie dem auch sei, man wĂŒrde sehen was passierte.

So verfolgte sie aufmerksam die KĂ€mpfe, vor allem auf dem KĂ€ptn lag ihr Blick. Und sie hatte Recht er war gut, sehr gut sogar. Und Ashaki bezweifelte das das was er da gezeigt hatte, wirklich alles war.
Das ArmdrĂŒcken hingegen langweilte sie mehr. sowas sah sie oft genug in diversen Taverne, und mithalten könnte sie da ohnehin nicht.

Aber sie war nicht Einzige welche sich bisher nicht gemeldet hatte, aber auch fĂŒr diese hatte der KĂ€ptn eine Aufgabe. Ein RĂ€tsel. die junge Frau schmunzelte.

"Die Zeit"

erklang ihre melodische Stimme klar und deutlich und sie trat aus dem Schatten. Sie streifte den Umhang zurĂŒck worunter sie ihre ĂŒbliche Reisekleidung trug. Die FĂŒĂŸe welche nur leicht beschuht waren setze sie gleich wie eine TĂ€nzerin, so leicht als wĂŒrde sie den Boden nicht berĂŒhren. Jetzt wo sie ihren Umhang zurĂŒck gestreift hatte konnte man auch das Katana sehen, welches sie bei sich trug. Ein Schwert welches eindeutig der Machart von den Arashi war. Wie sollte es auch anders sein, war es doch das Schwert ihres Meisters.
Das Gesicht war zur HĂ€lfte unter einem hauchdĂŒnnen Schleier verborgen.
Nur die schwarzen, dicht wimperumkrÀnzen Augen sahen Monsuta ganz ohne jegliche Scheu an.

"Eine interessante Aufgabe. Zugegebn der Kampf war auch interessant, aber ich wĂŒrde mich nicht als Krieger bezeichnen."

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Re: Raue See

#6

Beitrag von Elosthriond Thalion » Sa 26. Dez 2015, 18:26

"Ey, du stinkender Faulpelz. Gehts noch?", erklang die Stimme von Ramnok. Mit diesen liebreizenden Worten wurde der Priester aus seinem Schlaf entrissen und perplex schaute sich der Priester darauf um.
Ach richtig, ich befinde mich in der KajĂŒte auf dem Schiff! sagte sich Elosthriond. Doch warum ist dieser Herr so unfreundlich? Dieser ungehobelter Kerl braucht dringend bessere Manieren!

"Ich wĂŒrde Sie bitten...," fing Elosthriond an, wurde aber mit in seinem unterbrochen, als ihn Ramnok vom Bett zerrte und ihn anschrie.
"Halt deine Schnauze, du elende Made! Du bist hier an Bord des KapitÀns Monsuta und ich bin sein Unteroffizier..."
Beim Schreien spuckte Ramnok den Priester versehntlich ins Gesicht, welcher dann mit dem Ärmel seiner weißen Robe die Spucke vom Gesicht abzuwischte.
... Und das ist meine KajĂŒte. Verpiss dich!"
Ramnok packte ihm am Arm, mit dem Elosthriond sich noch eben die Spucke abgewischt hatte, riss die TĂŒr auf und warf ihn mit diesen Worten aus der KajĂŒte.

"Der KapitÀn will, dass sich alle Neulinge sofort am Deck melden. Beweg deinen ekelhaften Hintern!", sagte Ramnok.
Welch ein rĂŒpelhaftes Benehmen! Ich glaube ich spinne!, wunderte sich Elosthriond. Erneut wollte Elosthriond etwas sagen, doch dann schon fing der KapitĂ€n mit seiner Rede an. Also richtete sich der Lichtalb schnell auf und hörte der Rede des KapitĂ€ns zu.

Doch dieser redete wirres Zeug von Freiheit, Reichtum und LoyalitĂ€t bis in den Tod. Rhetorisch nicht unbedingt der Meister seiner KĂŒnste. Das Reden sollte er anderen Leuten ĂŒberlassen, dachte sich Elosthriond und schaute den KapitĂ€n mit leicht aufgeblasenen und angewiderten Gesichtsausdruck an.

Als Monsuta dann darauf zu sprechen kam, dass PrĂŒfungen stattfinden wĂŒrden und sie gegeneinander kĂ€mpfen sollten, wurde Elosthrionds Ausdruck immer herablassender und angewiderter.
Was soll dieser Quatsch? Ich habe fĂŒr die Überfahrt bezahlt. Ich werde hier keinen Finger krumm machen.
Er rÀusperte sich und versuchte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
"Entschuldigt aber...,". Doch man hörte ihm nicht zu. Stattdessen fingen die angesammelten Leute an, gegeneinander zu kÀmpfen.

Bei Malgorions verfluchten Eiern!
"STOPPT DIESEM WAHNSINN!," schrie der Priester. Er fuchtelte wild mit seinen HÀnden herum, doch wurde von den Crewmitgliedern des KapitÀns festgehalten und musste mit ansehen, wie sich vor seinen Augen Crewmitglieder gegenseitig umbrachten. Das war zuviel!
Welch moralisches Graus!
Elosthriond wurde ganz schummrig und er musste sich am Schiffsmast festhalten, um nicht nach vorne umzukippen.
Er quasselte weiter, wurde aber vom KapitĂ€n und den anderen Crewmitgliedern ignoriert. Man hörte ihm nicht weiter zu, denn der Kampf war fĂŒr die Beteiligten viel zu spannend und so urteilte Elosthriond die Anwesenden, ohne dass sie ihm zuhörten.

"Keinen Grund fĂŒr dieses Unheil. Das entzieht sich allen Regeln unserer Herrn..."
"Oh AllmÀchtiger. Womit strafst du meine unschuldige Seele. Ich war dir ein gehorsamer Diener. Das Tötungsdelikt, ohne Unbefangen, einfach so aufgehoben?

"Ihr seid alle Mörder nach Gesetz. Nach dem Rechtswerk I des Infiniatus, Strafgesetzliche Begebenheiten §211, gilt das Tötungsdelikt. Genauer gefasst wird die mordende Person:
Mörder ist, wer zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen BeweggrĂŒnden, heimtĂŒckisch oder grausam oder mit gemeingefĂ€hrlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken..."


In dem Moment war gerade die 2. PrĂŒfung beendet worden. Und der KapitĂ€n hatte die dritte PrĂŒfung an die drei verbliebenden Anwesenden mitgeteilt. Das Menschenweib meldete sich zu Wort und löste das RĂ€tsel. Elosthriond derweil murmelte irgendwelche unverstĂ€ndlichen religiösen Verse und betete zum AllmĂ€chtigen.

Als es gerade absolut still wurde, schrie der Priester auf: "Ich fordere ein Schiedsgerichtverfahren. Ihr seid Mörder!
Ich bin Priester und Rechtsgelehrter. Ich fordere euch auf den Gesetzen des Infiniatus unterzuordnen,"
mit diesen Worten bekam Elosthriond endlich die Aufmerksamkeit von allen und so fuhr er fort.
"Ich habe fĂŒr diese SchiffsĂŒberfahrt bezahlt. Man bĂŒrgte fĂŒr meine Sicherheit!," Elosthriond holte das Vertragswerk auf und fuchtelte mit dem Papier vor dem Gesicht des KapitĂ€ns herum. Dieser wollte was sagen, doch Elosthriond unterbrach ihn.

"NEIN, DU SCHWEIGST," Elosthriond schaute ihn streng, wie ein Oberlehrer an und fuhr fort.
"Wo sind wir erst mit der Gesellschaft, wenn VertrĂ€ge keinerlei GĂŒltigkeit mehr haben, sobald die Leistungen vom Vertragsnehmer eingefordert werden! Narretei und WillkĂŒr regieren dann...wie hier."
"Der ehrenwerte...", Elosthriond schaute auf das Vertragspapier um den Namen zu entziffern. "Wilhelm Bröttler," las er vor.
"Übergab mir dieses Dokument. Mit rechtskrĂ€ftigem Eintreten. Und nun sagt mir, was hier vorgeht. Entweder bin ich einem Betrug zum Opfer gefallen, oder Ihr seid einfach nur der schlechteste KapitĂ€n aller Zeiten."
"Ordnung ist das halbe Leben...die Rechtssprechung ist die andere HĂ€lfte."
- zitiert aus "Einleitung zum Rechtswerk IV des Infiniatus - Über die Irren und Wirren der menschl. Existenz", S. 2

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Re: Raue See

#7

Beitrag von Monsutā Shinigami » Mo 28. Dez 2015, 10:40

Was war hier los? Der Plan ging nicht auf! Er hasste es wenn alles durcheinander kam. Der Lichtalb ein Gottestreuer? Eine Blinde Passagierin welche das RĂ€tsel löste? Ruhe musste er reinbringen. Der Priester schrie immer noch und betet Gesetzestexte herunter, die Mannschaft stand da und erwartete seine Befehle welche die Situation bereinigte. Mit seinem Kontaktmann in Obenzena musste er noch ein ernstes Wörtchen reden. Ein Priester! Auch wenn er gerne den geistlichen zuhörte und ihre Sicht verstehen wollte, doch dies dann in einem Tempel aber nicht auf seinen Schiff. Er schaute sich um. Das MĂ€dchen stand da und wartete mit dem Katana in der Hand. Seine beiden Offiziere waren bereits wieder an deck gekommen. Schnell winkte er sie zu sich. Ramnok bedeutet er mit einer Handbewegung etwas zum fesseln und zum knebeln mit zu bringen. Dann wies er auf den Priester und Ramnok verstand. Mit schnellen Schritte eilte der Ork mit einem Seil in der einen Hand und mit einem Tuch in der anderen auf den Lichtalb zu. Zuerst fesselte er ihn. Er wehrte sich doch sollte er wissen das er gegen einen Ork keine Chance hatte. Jetzt verfiel der Priester in einen Zustand der Rage. Er verfluchte alle und jeden! Dann endlich knebelte ihn Ramnok und Ruhe trat ein. Die erstickten Schreie, FlĂŒche vernahm fast niemand.

Monsuta wandte sich zu dem MĂ€dchen um welches ihn noch immer erwartungsvoll anblickte. „Entschuldige aber ich muss hier noch was zu Ende bringen bevor ich mich dir zuwende! Mortis wird dich in meine KajĂŒte bringen dort bereden wir alles!“ er wandte sich nun zu seinen MĂ€nnern und sprach laut und deutlich so das jeder es verstehen konnte auch der Ausguck. „Wir haben eine Dame an Bord! Ich weiß wie einige von euch Hunde auf etwas Weiblichkeit reagieren! Doch sei gewiss sollte der Dame auch nur ein winziges Haar gekrĂŒmmt werden von euch Bastarden, dann erwartet euch nicht der Tod sondern der Schmerz!“ ein raunen ging durch die Menge. Diese Dummköpfe dachten wirklich das er sich mit dem MĂ€dchen vergnĂŒgen wolle. Nein fĂŒr sie hatte er andere PlĂ€ne! Nun wandte er sich dem Priester zu welcher auf den Boden gelandet war und sich wand wie eine Schlange. Monsuta grinste und ging in die Hocke. Dann flĂŒsterte er „So ihr nennt mich Mörder und meine Mannschaft gleich auch? Ihr denkt das dieser Wisch den ihr von meinen Kontaktmann erhalten habt, euch eine Überfahrt gewĂ€hrt?“ er holte Luft bevor er fortfuhr „Erstens ihr seid ab heute an ein Crewmitglied dieser Mannschaft und damit gelten fĂŒr euch nicht die irdischen Gesetze sondern nur meine! Ergo werdet ihr fĂŒr eure schĂ€ndliche Tat bestraft. Zweitens vergesst euren Gott denn der beschĂŒtzt euch hier nicht Pfaffe, es sind die ehrbaren MĂ€nner hier die euch vor anderen Piraten beschĂŒtzen werden. Ihr werdet erst aus der Crew entlassen wenn ich das will oder einer eurer Götter euch zu einer Speise in die Astrawelt holt! Drittens Ihr werdet mir nie wieder den Mund verbieten und schon gar nicht vor meinen MĂ€nnern! Euer GlĂŒck ist es das ich milde mit Neulingen umgehe die meine Regeln noch nicht kennen!“ Monsuta richtete sich auf und nahm einen krĂ€ftigen Zug frischer Meeresluft. Er schaute in die Runde und sagte dann „MĂ€nner! Wie ihr wisst bin ich gnĂ€dig wenn ein Neuling gegen die Regeln der See verstĂ¶ĂŸt! So soll es auch mit diesem verirrten Subjekt sein welches euch als Mörder bezeichnet. Vergebt ihn denn er ist ganz freiwillig auf unser Schiff gekommen! Er soll 50 Peitschenhiebe erhalten um seine Schuld zu sĂŒhnen!“. Monsuta kniete sich wieder hin und sprach leise so das der Priester es nur hörte „Willkommen auf der Naitourufu!“. Dann schrie der Ausguck etwas von oben runter „PiratenjĂ€ger!“ Monsuta rannte schnell zur Vorderseite des Schiffes. Verdammt sie waren zu nahe dran! Ein Kampf war nicht mehr zu vermeiden. Er drehte sich um und schrie „BEREITMACHEN ZUM ENTERN!“
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Re: Raue See

#8

Beitrag von Nyel » Mo 28. Dez 2015, 13:25

Es begab sich, dass Nyel, der Herr der FlĂŒsse und der Meere, just in diesem Augenblicke unterhalb des Schiffes ruhte und sich die Zeit vertrieb, den Wesen an Bord zu lauschen. Er hörte die Streitereien und die schweren KĂ€mpfe und er spĂŒrte den Hass, der durch die Schiffswand zu ihm drang. Das GefĂ€hrt fĂŒhlte sich fĂŒr Nyel an wie ein GeschwĂŒr auf seiner nassen Haut. Der KapitĂ€n höchstselbst verhöhnte gar die Götter! Auch wenn Nyel normaler Weise nicht feindselig gegenĂŒber den Landwandlern war, das hier war ihm zu viel.

Er suchte im Meer nach einer passenden Kreatur und fand den Weißen, der auf dem Meeresgrunde schlief. In seinem RĂŒcken steckten die StĂŒmpfe abgebrochener Harpunen und als Nyel in seinen Geiste drang, spĂŒrte er, dass die Ursache dieser Schmerzen in eben jenem Schiff zu finden war, das ĂŒber ihnen trieb. Wenn das keine FĂŒgung des UnergrĂŒndlichen war! Nyel fuhr in den Weißen und legte sich in das Herz hinein, konzentrierte all sein Sein auf diese eine Stelle.

Bu-Bumm.
Bu-Bumm.
Bu-Bumm.

Jedes Zucken des mÀchtigen Muskels drang durch sein Inneres, bis er selbst dieses Zucken wurde. Von dort aus streckte er seine astralen Arme in die Flossen, die Beine in den Schwanz und den Geist in seinen Kopf. Auf diese Weise verband er sich fest mit dem Körper und der Seele der ahnungslosen Kreatur.

Und so schuf Nyel sich das erste Mal eine fleischliche, sterbliche HĂŒlle.
"Die FlĂŒsse sind meine Adern, die Meere mein Fleisch und alles, was in ihnen lebt, meine Seele."
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Re: Raue See

#9

Beitrag von Der Weiße » Mo 28. Dez 2015, 13:30

(auch den vorherigen Beitrag lesen!)

Der Weiße schlug die Augen auf. Etwas war anders. Er fĂŒhlte sich ungewohnt klar im Kopf, begriff Dinge, die er nie zuvor begreifen konnte, erinnerte sich an Sachen, die er lĂ€ngst vergessen glaubte als spiele Zeit in seinem Dasein keine Rolle. Er sah nach oben und gegen das Licht der WasseroberflĂ€che zeichnete sich der dunkle Rumpf des Mutterwals ab, mit dem er einst gekĂ€mpft hatte. Er erkannte ihn sofort, unter tausend RĂŒmpfen wĂŒrde er ihn noch erkennen! Doch begriff er plötzlich, dass dies gar kein harter, steifer Wal war, sondern ein kĂŒnstlich geschaffenes Objekt aus zusammengefĂŒgtem Holz. Die Landwandler waren keine Parasiten auf dem RĂŒcken des hölzernen Giganten, nein, im Gegenteil, sie waren jene, die ihm erst Leben einhauchten!

Er spĂŒrte weiteres Leben und sah sich um. Etwas weiter entfernt nĂ€herte sich ein zweites solches Objekt. Es hielt zielstrebig auf das erste zu, so direkt und so schnell, dass nur ein Angriff dahinter stecken konnte. Ein Mundwinkel des Weißen zog sich zu einem LĂ€cheln auseinander. Jene, die ihm Schmerzen bereitet hatten, wĂŒrden leiden. Die Wunden an seinem RĂŒcken eiterten noch immer und behinderten jeden Atemzug. Er stieg mit krĂ€ftigen FlossenschlĂ€gen empor, immer schneller und katapultierte seinen Leib in einem Regen von Millionen Tropfen ĂŒber die WasseroberflĂ€che hinaus. Sie glitzerten in einem leuchtenden Regenbogen. Was fĂŒr eine Geschwindigkeit und Kraft er plötzlich hatte! Als sei er verjĂŒngt worden! Fast fĂŒhlte er sich, als könnte er fliegen, so leicht war sein Leib! Klatschend landete er an Deck des Angreifers. Wasser spritzte unter ihm nach allen Seiten und das Schiff schwankte heftig. Die Augen des Weißen leuchteten wie zwei blaue Sonnen, als er die Mannschaft betrachtete. Die abgebrochenen Harpunen standen wie Stacheln von seinem RĂŒcken ab.

„FĂŒrchtet euch nicht, ihr PiratenjĂ€ger“, sagte Nyel mit tiefem Bass durch den Mund mit den scharfen DreieckszĂ€hnen, der nie zum Sprechen erschaffen worden war. „Ich, der Herr der Meere, werde euch helfen diesen Schandfleck da von meiner Haut zu tilgen.“ Er sprang in hohem Bogen zurĂŒck ins Wasser um den Angriff der PiratenjĂ€ger zu unterstĂŒtzen.

(Exkurs: Spontanes Chat-rpg, das an diese Handlung anknĂŒpft)

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Re: Raue See

#10

Beitrag von Monsutā Shinigami » Sa 12. MĂ€r 2016, 13:06

Das Monster war besiegt? Das war es? Kein Duell auf Leben und Tod? Warum war es aufgetaucht? Ein Schrei der von seinem Ausguck kam riss Monsuta aus diesen Gedanken. „Sie kommen!“. Er spĂŒrte wie Panik in ihm aufstieg. Das durfte nicht sein. Verdammter Orden des Weißen Segel. Sie hatten es zur Aufgabe gemacht Piraten und alles was nicht in das WeltgefĂŒge des Infinitus passte auszumerzen oder zu ordnen. Als ob das was bringen wĂŒrde und wenn er an Götter glauben wĂŒrde, wĂ€re Rakshor der erste den sein Glauben gehören wĂŒrde. Dieser verdammte Pfaffe. Begehrt auf und zitiert Gesetze die auf der See nicht gelten. Die See hat ihre eigenen Gesetze. Eine Hand berĂŒhrte ihn an der Schulter und Mortis Stimme flĂŒsterte „Ihr mĂŒsst entscheiden KĂ€pt’n!“. Ein Zischen fuhr durch die Luft und etwas Schwarzes schoss durch, gefolgt vom GerĂ€usch vom berstenden Holz und als Monsuta seinen Blick nach oben richtete sah er wie der Hauptmast brach und in Richtung Deck fiel. Fluchend verfolgte er den Flug des schweren langen Stammes. Die Takelage riss auf der einen Seite und die Seile peitschten durch die Luft. Schmerzensschreie mischten sich mit dem Aufprall auf dem Deck. Monsuta kniff seine Augen zusammen und spĂ€hte in die Ferne. Auf dem gegnerischen Schiff befand sich ein Doppelkatapult welches sogenannte Kettengeschosse abfeuern konnte. Entwickelt wurde es von Zwergen die damit die Höhlentrolle und andere Lebewesen bĂ€ndigen wollten. Doch die Krieger besonders die Seefahrer erkannten den anderen Nutzen davon. „Zu den Waffen, lassen wir sie Eisen schmecken!“ rief Monsuta aus voller Kraft.

Der Kampf um sein Schiff hatte damit begonnen das eines der Ordensschiffe seins gerammt hatte, sich es parallel zu seinem Gestellt hatte und mit seinen Ballisten noch eine Salve abgefeuert hatte. Danach flogen die Enterharken durch die Luft und krallten sich an der Reling fest. Einige MĂ€nner aus seiner Mannschaff versuchten die Harken zu lösen. Immer mehr AnhĂ€nger landeten auf seinem Deck. Sie schwangen sich mit Seilen durch die Luft. Zwar versuchten einige seiner MĂ€nner sie mit Pfeilen zu erwischen jedoch gelang ihnen dies nicht. Schwerter wurden gezogen und langsam kam SchlachtenlĂ€rm auf. Ein Mann schrie „FĂŒr die Ordnung, fĂŒr Infinitus!“. Diese dummen Fanatiker! Glaubten sie wirklich an diese Scheiß den irgendwelche Pfaffen verbreiteten? Monusta zog sein Schwert und kĂŒsste die Klinge. Dann rannte er los mitten in die Masse rein.

Ein Ritter des Ordens hob sein Schwert, Monsuta tauchte darunter ab und hieb mit der Schneide des Schwertes in die Körpermitte. Ein Ruck und es floss Blut. Der Mann sackte auf dem Boden zusammen, es wĂŒrde nicht lange dauern und er wĂŒrde durch die Bauchwunde verbluten. Zwei weitere Ritter umstellten ihn beide bereit anzugreifen. Einer vor ihm der andere hinter ihm. In diesem Moment traf Monsuta etwas am Kopf. Es war nass und kalt und sagte ihm dass die Situation sich nicht bessern wĂŒrde. Der Wind nahm zu und pfiff nun stĂ€rker. Der Ritter welcher hinter ihm stand stĂŒrmte nach vorne das Schwert zu Stich bereit. Auch der Vordere rannte los. Schnell vollfĂŒhrte Monsuta eine Drehung, wich dem Stich des Hinteren aus griff dessen Handgelenkt und zog es nach vorne. Die Klinge fuhr butterweich in den vorderen Angreifer, in dessen Augen Erstaunen stand. Mit seinem eigenen schnitt Monsuta die Kehle des verblieben Angreifers durch. Dann hörte er eine ihm vertraute Stimme. „Es ist also wahr! Das Monster der Meere lebt!“ Ein LĂ€cheln stahl sich auf sein Gesicht und er drehte sich in die Richtung aus der die Stimme kam. Da stand er! In der RĂŒstung des Ordens gewandet, Das Schwert auf der Schulter abgelegt mit diesem ĂŒberheblichen Grinsen auf den Lippen. Er musterte den jungen Mann mit den braunen Haaren und den schwarzen Augen die ihm auch seinen Namen eingebracht hatten. FrĂŒher als er noch Pirat war nannte man ihn den Raben. Den Vorboten des Todes. Dann war er von dem Orden geschnappt wurden und konvertierte. Nun jagte er Piraten. Monsuta machte eine Verbeugung vor dem Ritter und sagte mit Spott in der Stimme „Kenji der Rabe beehrt mein Schiff was fĂŒr eine Ehre!“ Sein Gegner lachte auf und erwiderte „Das war mein alter Name, aber jetzt heiße ich anders
“ Weiter kam er nicht denn plötzlich fuhr ein Blitz vom Himmel und Donner grollte, und wie aus dem Nichts begann es zu schĂŒtten. Der Regen nahm die Sicht, er war wie ein Schleier der sich vor den Augen auftat. Chaos brach aus und ein Mann schrie nur noch „MONSTERWELLE“. Dann stand die Welt Kopf und Monsuta merkte nur wie es ihn von den Planken riss

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