Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Verteidiger der Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Ciel Felicien de Souvagne

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Verteidiger der Souvagne

#1

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Di 31. Okt 2017, 19:31

<< Was zuvor geschah

Nachdem sein Vater ihn verabschiedet hatte, traf Ciel sich mit Comte Massimo de la Cantillion und Jules. Die Dienerschaft hatte alles zu ihrer Abreise vorbereitet. Für die Herrschaften stand eine Kutsche bereit, selbstredend gepolstert und mit moderner Federung versehen, welche die Reise auf dem ohnehin schon gut ausgebauten souvagnischen Straßennetz so angenehm machte, als würde man im Schloss auf einem Sofa sitzen. Ciel bestand darauf, dass Jules und Massimo mit ihm gemeinsam in der Kutsche saßen, damit sie keine weitere Zeit verloren und gleich miteinander sprechen konnten. Khawa und die anderen Personen, die Ciel hatte mitnehmen wollen, mussten reiten oder zu Fuß gehen.

Vorn auf dem Kutschbock saß neben dem Kutscher Serge Roux der Barde Nathan Leroy und lieferte eine musikalische Untermalung mit seiner Leier, auf der er dezent vor sich hinklimperte. Beide Männer waren absolut vertrauenswürdig.

"Wir hatten vorhin bereits das Vergnügen, uns begrüßen zu können, also können wir uns gleich dem Wesentlichen widmen", begann Ciel pragmatisch. Die Kutsche war geräumig, so dass zwischen den gegenüberliegenden Sitzbänken auch ein kleiner festgenagelter Tisch befindlich war. Ciel breitete eine Karte von Souvagne und den umliegenden Ländereien darauf aus. "Ich habe vor der Hinrichtung, wie von meinem Vater gewünscht, eine große Zahl Boten entsandt. Unsere Schreiber waren sehr fleißig und haben in aller Eile eine große Anzahl von Kopien des Befehls meines Vaters angefertigt, welche die Boten nun in alle Städte tragen, wo diese von fachkundigem Personal weiter kopiert und von dort aus in alle Dörfer getragen werden.

Herolde und Aushänge werden schon bald überall den Willen meines Vaters verkünden, dass alle Angehörige von Feindesvölkern unter Androhung von Arrest binnen drei Tagen unsere Scholle zu verlassen haben. Umgekehrt werden alle Landsmänner und -frauen, die sich außerhalb befinden, aufgerufen, sofort heimzukehren. Eine sofortige Ernte aller Felder wurde ebenso angeordnet und, wo das nicht möglich ist, deren sofortige Brandschatzung, damit der Feind keine Nahrung vorfindet, sollte er auf unser Land vordringen.

Auch wurde in die Wege geleitet, sofort sämtliche Zahlungen an die verräterischen Goblins und die am Verrat beteiligten Großherzogtümer einzustellen, die fortan unsere Scholle nicht mehr betreten dürfen.

Jules, bitte geben Sie mir Auskunft darüber, was die Himmelsaugen über die Situation bezüglich unserer Schiffe in Erfahrung bringen konnten. Wurde der oder die Verantwortliche am Hafen bereits ausfindig gemacht?

Wir werden das erste Stück des Weges nach Norden gemeinsam mit dem Comte zurücklegen, alsbald werden sich unsere Wege trennen. Wir fahren weiter nach Westen, um die Bannmeile einzurichten, Massimo reitet nach Norden zur Küste.

Massimo, mein Vater wünscht, dass Ihr euch der gestohlenen Schiffe annehmt, mit welchen die Verräter übergesetzt sind. Sie sind mit einer Notmannschaft zurückzuholen oder notfalls vollständig zu vernichten, damit sie diese nicht erneut verwenden können, um Souvagne zu schaden."
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#2

Beitrag von Jules de Mireault » Mi 1. Nov 2017, 21:33

Chevalier Jules Seymour de Mireault

Jules hörte dem jungen Herrn aufmerksam zu.

"Ihr habt gut daran getan die Befehle Eures Vaters umgehend umzusetzen. Ich habe mir erlaubt den Officier généraux de Souvagne Bellamy Bourgeois zu bitten die vier Marquis als Berater der vier Marqiuis-Provinzen zum Hofe rufen zu lassen. Bourgeois steht Eurem Vater selbstverständlich in erster Linie mit Rat und Tat zur Seite.

Borgeois hat umgehend Eilboten nach Beaufort zu Jules Auriville de Beaufort, nach
Chasseaux zu Philippe-Louis Gillot de Chasseaux, nach Chevrette zu Mayhew de Chevrette und nach La Grange zu Clement Laviné de la Grange entsandt.

Während der Vorbereitung der Hinrichtung der Verräterin habe ich mentalen Kontakt zu meinen Kollegen aufgenommen. Es wurde umgehend eine Untersuchung des Geländes vorgenommen. Die Vögel suchten bereits passenden Stellen für die geplanten Fallgruben, es wurden Proben von Schlammlöcher und Salzwiesenabschnitte genommen um dort ebenfalls - falls nötig, den Feind festsetzen zu können. Wir werden nicht nur Waffen, sondern auch die natürlichen Ressourcen gegen den Feind nutzen.

Bellamy versicherte mir, dass es innerhalb von drei Tagen möglich sei, die Burg Eures Herrn Vaters binnen drei Tagen abzusichern. Die Mauern werden durch zusätzliche Querbalken verstärkt, die Tore werden zusätzlich zig-fach gesichert. Ferner wird der Boden rund um die Burg mit Markierungen für die Bogenschützen und Himmelsaugen versehen.

Eine Truppenverlagerung von einem Kontingent Soldaten wurde bereits umgehend von Bellamy veranlasst um eine Notevakuierung von unserem Herrscher jederzeit gewähren zu können. Sollte Euer Herr Vater in die Waldfeste in Chevrette fliehen müssen, oder dort sein Hauptbasislager aufschlagen wollen, wird binnen drei Tagen von heute an möglich sein.

Bellamy versicherte mir, dass er ebenso alles mögliche in die Wege leiten wird, was die Grenzsicherung betrifft. Die Grenze wird von unsichtbaren Fallgruben umgeben sein wird, neben einer Kompanie Bogenschützen hat er sogar Belagerungsmaschinen Richtung Grenze ausgesandt um notfalls die anrückenden Feinde mit Felsbrocken als tödliche Wurfgeschosse zurückzuwerfen. Barrikaden und so weiter, werden ebenfalls binnen kürzester Zeit hochgezogen.
Zu Eurer Frage, nein einen persönlichen Verantwortlichen für die missbräuchliche Nutzung unserer Schiffe kann ich Euch nicht benennen junger Herr.

Wie ich bereits Eurem Vater berichtete haben unsere Späher eine logistische Großaufgabe entdeckt. Leider haben wir ihr zu unserer Reue keine Beachtung beigemessen. Dieser Fehler lag eindeutig bei uns.

Wir hielten es für eine Spinnerei der Goblins. Zumal wir zu diesem Zeitpunkt noch Verbündete waren, war unser Blick nicht mit Argwohn auf die Goblins gerichtet.

Streitkräfte der Hohen Mark erreichten uns über Ledwick. Der Tross bestehend aus Goblins, Almanen und Gargoyles erreichte Chasseaux. Mit alten Handelsschiffen der Tazzlogkaner und mit allen verfügbaren Schiffen der Souvagne setzen innerhalb von zwei Tagen 300 Goblins und 500 almanische Ritter über die Azursee.

Wofür die Goblins samt die Hohe Mark so einen Aufwand betrieben haben, hat sich bis dato unserer Kenntnis entzogen junger Herr, aber durch die Kunde vom Comte de la Cantillion und seines treuen Gargoyles wurden wir hinreichend aufgeklärt.

Unser Augenmerk war wachsam nach außen gerichtet und wohlwollend nach innen gekehrt, ganz so wie es Euer Herr Vater wünschte. Zu dem damaligen Zeitpunkt zählten für uns die anderen almanischen Großherzogtümer zu unseren Bündnispartnern. Weder die Goblins noch die Hohe Mark galten als Feinde. Aus diesem Grund wurde ihnen erlaubt zu passieren. Die Nutzung der Schiffe hätte allerdings verhindert werden müssen.

Ich werde mich bemühen, der Sache auf den Grund zu gehen, wer letztendlich untätig blieb. Ein boshaftes Verschulden möchte ich trotzdem bei diesem Landsmann nicht vermuten. Vielmehr unterlagen wir selbst dem Irrtum des Kaisho Abkommens.

Die Befehle Eures Vaters waren eindeutig und werden Dank Euch unverzüglich im Land verbreitet. Ab der Befehlsverkündung Eures Vaters bewachen die Himmelsaugen Souvagne vor jedem Feind - wir haben keine Verbündeten mehr.

Bezogen auf unsere Schiffe kann ich Euch mitteilen, dass diese in See stachen, bis zum heutigen Tag aber nicht zurückkehrten. Weder mit noch ohne Flüchtlinge. Ich vermute, sie haben unsere Schiffe nur zur Übersetzung benötigt. Eine Flucht ist bis dato nicht geplant, da sich die anrückende Armee der Chaos-Armee stellen wollte um die Zwerge zu retten.

Folglich müsste es sich um eine reine Bergungsaktion handeln. Es wäre äußerst abträglich würden die Lichtalben, Zwerge, Gargoyles und Almanen uns angreifen um sich unsere Schiffe anzueignen. Eine unerlaubte Nutzung ist immer noch etwas anderes als ein öffentlicher Diebstahl oder Raub. Und damit wären sie nicht besser als die Chaoten die sie bekämpfen.

Ferner glaube ich kaum, dass sich diese selbsternannte Zwergen-Befreiungsarmee splitten möchte um dann an zwei Fronten zu kämpfen. Eine Front wäre in dem Falle sogar selbst verschuldet. Aber was der Logik geschuldet ist oder nicht, spielt momentan keine Rolle. Wir müssen mit allem rechnen. Bleibt es friedlich, soll mir dies nur Recht sein",
erklärte Jules respektvoll.

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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#3

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 8. Nov 2017, 12:19

Massimo

wusste nicht was er denken sollte. Das der Duc ihn verziehen hatte freute ihn sehr. Genauso dass er eine zweite Chance bekam. Aber das Nal hingerichtet worden war, das schmerzte Massimo. Der Comte verstand sich gut mit Nal. Sie war freundlich und war seine Meinung gewesen. Sie wollte genau wie er, dass das Chaos von der Welt getilgt wurde.
Er wollte nur seinen Herrscher warnen und seine Heimat beschützten. Er hatte nicht gedacht, dass Nal sterben würde, wenn er sich mit in seine Heimat nahm.
Massimo zweifelte nie das Wort von seinen Duc an. Aber diesmal wusste er nicht was er denken sollte. Vielleicht lag er selber falsch und der Duc hatte mehr Gespür für solche Dinge. Er hatte nichts falsches an Nal gespürt. Aber vielleicht hatte er es nicht spüren wollen.
Komavan hatte das gleiche wie der Duc gesagt. Er hatte geraten der Albin nicht zu vertrauen. Und der Duc hatte sofort gehandelt und sie hinrichten lassen. Bei der Verurteilung hat er sie nicht sprechen lassen. Sie hatte sich nicht verteidigen dürfen. Manchmal war das so. Einige durften etwas sagen. Aber wahrscheinlich dann, wenn das Urteil vom Duc noch nicht fest stand.
Wenn er sein Urteil schon gefällt hatte, brauchte er niemand anzuhören.
Er war immer ein weiser und gerechter Herrscher. Er war grosszügig zu Massimo gewesen und hatte ihm seine Fehler vergeben. Massimo hatte fast durch seine Dummheit nicht vor einen Krieg gewarnt. Wie konnte er eigentlich dann denken, dass der Duc sich bei der Albin irrte? Massimo traute seine eigene Einschätzung nicht mehr. Es war gut, dass er Komavan an seine Seite hatte.

"Ihr seid schon fleissig gewesen Herr. Euer Vater ist bestimmt stolz auf euch. Die Goblins verdienen keine einzige Münze mehr von uns. Wenn die sich nicht an die Vereinbarungen halten, warum sollen wir das dann?."

Massimo hörte sich an was Jules berichtete. Bis jetzt klang alles gut und der Comte hoffte, dass es alles gut für Souvagne verlaufen würde. Ciel war jung aber er war fleissig und machte seine Sache gut fand Massimo.

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Ciel Felicien de Souvagne

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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#4

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 16. Nov 2017, 09:48

Während der Chevalier gewissenhaft Ciels Frage beantwortete, klimperte im Hintergrund die ganze Zeit der Barde, der auf dem Kutschbock saß. Als er auch noch anfing zu trällern, um Jules`Stimme zu übertönen, erhob Jules beim Sprechen die Stimme, damit seine Rede nicht in der anschwellenden musikalischen Untermalung unterging. Als daraufhin der Barde ebenfalls seine Lautstärke erhöhte und die beiden sich zu einem regelrechten Duell aufschaukelten, streckte Ciel seinen Kopf aus dem Fenster der Kutsche, schrie:
"Nathan, mäßigt die Lautstärke! Wir haben eine wichtige Unterredung."
Da entdeckte er, zwischen den Kutscher und dem Barden eingequetscht, Khawa, der tunlichst nach vorn blickte. Nun erklärte sich, warum der Barde derart mit Jules um die Wette eiferte. Wahrscheinlich hatte Khawa ihm originialen rakshanischen Mokka versprochen, wenn sie erst im Feldlager angekommen waren.

"Khawa, zum Rakshor! Ich habe doch ausdrückliche Anweisungen gegeben, dass abgesehen von meinem Kutscher und meinem Barden keine Domestiken mit auf dieser Kutsche zu reisen haben!"

"Verzeihung, Herr. Mein Asameisch ist noch nicht so gut."

"Dein Asameisch ist besser als das von so manchem Bauern! Entferne dich sofort vom Kutschbock und steig auf dein Pferd. Du hast hoffentlich dafür gesorgt, dass jemand es mitführt."

"Ja, Herr."

Khawa sprang während der Fahrt vom Kutschbock und schlich nach hinten wie ein geprügelter Hund. Ciel wusste jedoch, dass das nur Show war. Er rieb sich die Nasenwurzel, um sich zu entspannen.

"Fahren Sie bitte fort, Jules."

Ciel hörte ihm aufmerksam zu. Er war froh, dass auch die anderen Befehlshaber eifrig bei der Sache waren, alles lief nach dem Plan des Ducs und alles hörte sich so weit gut an.

"Danke, Jules. Dann können wir dahingehend entspannt bleiben, so weit das in Anbetracht der Situation möglich ist. Massimo, habt Ihr den Befehl meines Vaters vernommen? Eure Aufgabe sind die Schiffe! Und noch eine weitere Information. In Eurem Lehen soll eine Magierakademie errichtet werden, so wünscht es mein Vater. Eine Akademie, in welcher die Nekromantie eine eigene Abteilung erhält. Er wünscht, dass Ihr euch nach Erledigung der Aufgabe bezüglich der Schiffe darum kümmert, dass alles seinen Gang geht."
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Re: Verteidiger der Souvagne

#5

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Di 21. Nov 2017, 23:03

In einer kleinen Stadt machten sie Rast, bevor sich ihre Wege trennten. Massimo wurde mit einer eigenen Kutsche in Begleitung seines Gargoyles nach Norden geschickt, um seinen Auftrag bezüglich der Schiffe zu erfüllen und Ciel begab sich mit dem übrigen Tross nach Nordwesten an die Front. Dort übernahm der Prince das Kommando über das Feldlager, was man dort inzwischen provisorisch angelegt hatte. Unter seiner Aufsicht begann man, einen hölzernen Wall zu errichten. Das Holz dazu schaffte man aus dem nahen Wald herbei.

Nur wenige Tage nach Beginn der Schanzarbeiten, begab sich folgendes:

Der Ritter und der Wilde - Ehrenwort (ü18)
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Re: Verteidiger der Souvagne

#6

Beitrag von Jules de Mireault » Mi 22. Nov 2017, 21:38

Jules Seymour de Mireault

Jules trat aus dem Zelt und streichelte Gufo. Seine Eule saß draußen vor dem Zelt auf ihrer Stange. Er zog gedankenverloren den Lederhandschuh über und Gufo hüpfte auf seine Hand. Das vertraute Gewicht seines Tieres beruhigte etwas seine aufgewühlten Gedanken.

Jules machte sich mit Gufo auf den Weg zu der Wallanlage.

Mireault empfand etwas für Khawa, dass er nicht empfinden wollte. Was für eine Lüge. Er empfand etwas, dass er nicht empfinden durfte. Das war die Wahrheit. Gleichgültig was er sich vorher vorgemacht hatte, tief im Inneren wusste er, dass Khawas Gefühle auf Gegenliebe stießen.

Gufo, der auf Jules linkem Arm saß, tat seinen Unmut mit einem Krächzen kund. Mireault konnte es ihm nicht verdenken. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt waren sie ein unzertrennliches Duo.

Jules benötigte einen klaren Kopf, etwas Ruhe und ihm fehlte der Ausblick auf die Weite des Landes - kurzum der Blick durch die scharfen Augen von Gufo. Die Eule hüpfte auf seine Schulter und rieb sich an Jules Wange. Bilder ihres letzten Fluges drangen in sein Bewusstsein. Mit riesengroßen orangenen Augen sah Gufo Jules erwartungsvoll an.

Mireault nahm die Eule von der Schulter und warf sie mit dem linken Arm in die Luft. Gufo fächerte sofort seine lautlosen Schwingen auf. Mit großen Flügelschlägen verschwand die Eule zwecks Erkundung der Lage hinter den Wall.

Jules hockte sich im Schneidersitz auf den Boden, verband seinen Geist mit dem seines geliebten Tieres und genoss den Flug. Später waren die Bilder sicher noch für die Terrainanalyse nützlich, aber nun benötigte er sie erst einmal für sich selbst um gedanklich etwas abschalten zu können.

Jede Verbindung mit Gufo war ein besonderer Moment.

Ein anderer, extrem besonderer Moment war die erste, viel zu kurze Verbindung mit Khawa gewesen. Schlagartig spürte Jules die braunen, kräftigen Hände auf seiner Hüfte, schmeckte Kaffee auf seinen Lippen und fühlte noch ein ganz anderes Körperteil von Khawa mehr als nur seine Erinnerung kitzeln.

Jules spürte für einen Moment Gufos Vewirrung. Die mentale Verbindung war keine Einbahnstraße. Genau aus diesem Grund waren die Himmelsaugen so effektiv.

Ihre Vögel agierten auf die mentalen Befehle ihrer Himmelsaugen und das was er gerade Gufo übermittelt hatte, musste seine Eule etwas irritiert haben. Jules konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Gufo war wohl die einzige Seele, die Khawa für ihr Geheimnis nicht auf den Block schicken würde.

Der Magier rief sich selbst zur Ordnung und genoss den Rest des Fluges von Gufo. Sie spähten die nähere Umgebung des Walles aus, überflogen eine weitere Strecke ins feindliche Gebiet hinein, ehe die große Eule abdrehte und so lautlos verschwand wie sie aufgetaucht war.

Auf dem Rückweg kreiste sie über dem souvagnischen Lager. Als Gufo Khawa erspähte, ging er im Sturzflug runter, flog ihn von hinten lautlos an und riss ihn dem Turban vom Kopf. Stolz machte er sich mit seiner Beute auf zu seinem Herrn.

Gufo ließ den Turban vor Jules zu Boden fallen und landete auf dessen ausgestreckten Arm. Khawa würde die Antwort verstehen. Gut gelaunt klaubte der Chevalier den Turban vom Boden auf und verzog sich damit grinsend in sein Zelt.
Falls Khawa seinen Stoffbahn-Helm wieder haben wollte, war ihm sicher bewusst bei wem er wieder aufschlagen musste.

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Re: Verteidiger der Souvagne

#7

Beitrag von Khawa » Do 23. Nov 2017, 14:57

Khawa

Khawa war gerade auf dem Weg zu seinem Herrn, als ein heftiger Schlag seinen Kopf von hinten traf. Khawa drehte sich reflexartig nach hinten, weil er glaubte, dass ihn jemand geschlagen hatte, um diesen nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass er gerade das Eigentum des Prince de Souvagne beschädigte. Doch während er sich noch umdrehte, wurde ihm der Turban vom Kopf gerissen und flog davon wie ein flatterndes schwarzes Gespenst. Ungläubig starrte Khawa der wehenden Stoffbahn hinterher, die samt dem diebischen Uhu über die Zelte verschwand und dann an einer Stelle niederging, die ihm sehr bekannt vorkam.

"Unverschämtheit!", ereiferte sich Khawa, schüttelte die Faust mit der Kerze in Richtung des Zeltes und fluchte auf Rakshanisch, während er sich die andere Hand vor Nase und Mund hielt, um sein entblößtes Gesicht halbwegs zu verbergen. Hätte der Chevalier ihm den Lendenschurz geklaut, wäre das auch nicht peinlicher gewesen, als ohne Gesichtsschleier in die Öffentlichkeit zu gehen. Khawa hatte heiße Ohren. So zeigte man sich normaler Weise nur im Inneren seines privaten Zeltes und er besaß keinen Ersatzturban! Am liebsten würde Jules sofort zu ihm zurückkehren, und ihn unter vier Augen zur Rede stellen.

Khawas Gesichtsausdruck wurde verträumt. Zu seinem tiefsten Bedauern hatte er gerade keine Zeit, den Schuldigen zur Rede zu stellen. Schmachtend stand er mitten im Feldlager. Dass der Tag so verlaufen würde, hatte er sich zwar schon seit Jahren sehnlich gewünscht, doch nicht wirklich daran geglaubt. Die Hürden waren groß, die Standesschranken in Almanien unüberwindbar. Und doch hatte er das Glück gehabt, sie eine Stunde vergessen zu können. Khawa war gerade eine Minute fort und schon vermisste er den Chevalier. Doch leider musste er nun zu seinem Herrn eilen. Ciel würde sich sicher schon fragen, wo er so lange blieb.

Ciel war gerade mit der Inspektion des halbfertigen Walles fertig und besprach sich nun mit einer Ansammlung militärischer Führer, die meisten davon frisch eingetroffen. Ungläubig betrachtete er Khawas nackten Kopf. Der schämte sich dermaßen, dass er kaum wusste, wohin er blicken sollte.

"Verzeihung für diesen Aufzug, Herr! Mir wurde mein Turban entwendet."
Ciel wiederholte unnatürlich langsam. "Dir wurde dein Turban entwendet."
"Genau so war es!"
"Du warst doch aber soeben noch bei Jules. Hast du dich in der Zwischenzeit herumgetrieben? Er hat sich im Übrigen über deine sich häufenden Missgeschicke beklagt."
"Ich beklage mich auch! Dank ihm muss ich nun so herumlaufen! So sollte sich ein Chevalier nicht benehmen. Und das nur wegen ein paar Tropfen Kaffee. De Mireault hasst mich!"
"Chevalier de Mireault! Und er war vollkommen durchnässt! Soll er sich eine Lungenentzündung holen?" Ciel blickte ihn erbost an. Khawa schüttelte beschämt den Kopf."Und was machst du überhaupt mit dieser Kerze? Du hast dich also doch herumgetrieben!"
Khawa hatte ganz vergessen, dass er sie noch in der Hand hielt. "Keineswegs, Herr! Sie stammt aus seinem Zelt."
"Dann hast du Chevalier de Mireault bestohlen?!"
"Nein, Herr." Khawa grinste hinter seiner Hand. "Die hat er mir geschenkt!"
Ciel sah ihn lange an. "Khawa, du hast für den Rest des Tages frei. Vorher begibst du dich unverzüglich zum Medicus. Dein Zustand macht mir Sorgen. Sein Zelt befindet sich in der Nähe von unserem, du erkennst es an einer entsprechenden Fahne. Geh jetzt."

Khawa verneigte sich und machte sich auf den Weg.

Ciel sah ihm besorgt hinterher. Hoffentlich waren das nicht die ersten Symptome eines Hirnschlages oder einer unheilbaren Geisteskrankheit. Wenn er hier alles erledigt hatte, würde er auch noch einmal mit Jules sprechen und ihn dazu befragen, wie er Khawas Verhalten einschätzte und ob er ihm tatsächlich die Kerze geschenkt und Khawas Turban an sich genommen hatte. Keines von beiden konnte der Prince sich so recht vorstellen.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, heiß wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Re: Verteidiger der Souvagne

#8

Beitrag von Erzähler » So 26. Nov 2017, 09:24

Chat-rpg vom 25.11.2017


Da beim Medicus gerade sehr viel los war (wegen des schlechten Wetters hatten viel tapfere Recken eine böse Erklältung erlitten), verbrachte Khawa die Wartezeit damit, einen Mokka für jene aufzubrühen, die gerade in der Schlange standen.

Jules de Mireault
was ist hier los?

Khawa
Chevalier. *verneig*
Ich habe mir erlaubt, einen Mokka für alle Anwesenden aufzusetzen.

Jules de Mireault
Khawa. :D

Jules de Mireault
Ich sollte mir Regenkleidung kaufen, bekomme ich auch einen?
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Khawa
Warum benötigt Ihr Regenkleidung? *schenkt erst ihm und dann sich selber Mokka ein* Darf ich Euch Zucker hineingeben? *schaut sich um* Ihr seht votrefflich aus!

Jules de Mireault
Khawa jaja *abwink* `dito Kaffeeböhnchen, alles klar bei Dir Schatz? ich hoffe, Du vergisst nicht Deinen Lappen, sprich Turban abzuholen. Gufo spielt sonst damit´

Khawa
›Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass Ihr Geistmagier seid! Mir geht es gut, aber ich vermisse Euch.‹

Jules de Mireault
`wie sollte ich sonst mit Gufo Kontakt halten Süßer? g und die Kerze schon getestet? Ich hab gehört, Du musst zur Medmaus? Was ist los?´

Khawa
›Ich habe nicht daran gedacht, ich fand andere Aspekte Eurer Person interessanter. Die Kerze wurde schon getestet, ich habe sie verschönert. Der Junge Herr Ciel schickt mich zum Medicus, er hält mich für verrückt.‹ *kramt die Kerze heraus, sie wurde zurechtgeschnitzt und sieht jetzt einem Körperteil ähnlich, das Jules sehr bekannt vorkommt*

Jules de Mireault
`Das sind wir doch auch, oder? Irgendwie sind wir ein wenig verrückt, aber nichts, was man behandeln müsste. Wir müssen nur vorsichtig sein. Viel Spaß mit der Kerze.`

Khawa
›Ich hab sie Euch nachempfunden`*guckt verliebt* ›Wo ihr Recht habt ... ich bin gespannt auf die Diagnose! Ich glaube, um Euch macht Ciel sich auch Sorgen, ich musste ihm sagen, woher ich die Kerze habe.‹

Jules de Mireault
`Khawa Du verdammter ... na wunderbar, wie rede ich mich da wieder raus? Gib mir mal einen Tipp, Du hast mich da reingezogen. Mir nachgeformt? Du meinst meinem Schwanz? Na dann bitte ich darum, sie zu verstecken, auf der anderen Seite - wer wurde darin sofort meinen Schwanz erkennen sfg´

Khawa
›Sie liegt unter meinem Kopfkissen, wenn ich unterwegs bin, ansonsten in meinen Armen, es ist meine Kuschelkerze, wenn ich sie gerade nicht anderweitig verwende! Ich könnte Ciel sagen, ich hätte gelogen und die Kerze gestohlen.‹

Jules de Mireault
`Gestohlen werde ich sicher nicht sagen, das hätte arge Konsequenzen. Ich sage einfach, Dir hat sie gefallen und ich dachte, was auch immer, mir fällt schon was ein. Kuschelkerze? Hab ich auch noch nie gehört.´

Khawa
›Nun, bisher ist es mir nicht gelungen, etwas Kuschligeres zu erbeuten, aber eigentlich mag ich die Kerze zum Kuscheln. Nur der Rest dran fehlt irgendwie. Ich hoffe, ich habe Euch nicht allzu sehr in Bedrängnis gebracht. Danke, dass Ihr mich jetzt nicht nach vollbrachtem Werk ignoriert.‹

Jules de Mireault
`nun, ich hab zum Kuscheln einen Turban gg ich könnte Dir was ähnlich gemütliches überlassen. Habe ich nie behauptet oder? Zudem hat Gufo Dir ja eine Botschaft geschickt´

Khawa
›Ich hatte Euch vermisst und war in Sorge, hab mich gefreut, als Gufo seine Nachricht überbrachte! Ihr erhaltet bei Gelegenheit die passende Revanche! Nach mehreren Jahren Abstinenz das erste Mal wieder auf Beutezug!‹

Jules de Mireault
`Beim nächsten Mal raubt er Dich nicht aus, er wird Dir etwas bringen. Versprochen. Nur halte ihn nicht fest und versuch nicht es ihm abzunehmen bevor er es Dir gibt. Eine Eule wie jeder andere Greif, damit meine ich Greifvogel, durchschlägt mit ihren Klauen beim Zuschlagen mühelos eine menschliche Hand und das Tier lässt nicht wieder los. Es öffnet meist den Fuß nicht, sondern zerfetzt Deine Hand. Drum greife nie nach seinen Füßen, schon gar nicht wenn er liegt und sie hochhält. Das ist kein Spaß. Er wird es Dir aushändigen oder vor Dir ablegen.´

Khawa
›Hm, was mag das wohl sein? Eine neue Kopfbedeckung? So ohne Schleier kann ich nicht vor dem Herrn rumlaufen, das ist unerhört! Ich habe das Gefühl, jeder schaut mir ins Gesicht! Ich werde Gufo nur beobachten, nicht berühren!‹

Jules de Mireault
`Gut ich möchte nicht, dass er Dich versehentlich verletzt. Einen Gesichtsschleier? Wo bei Ainuwar soll ich so etwas auftreiben? Reicht ein Stoffstück?´

Khawa
›Ich versuche, mir einen Schal zu organisieren oder ein Tuch. Macht Euch keine Gedanken, behaltet den Turban! Er ist original aus Rakshanistan, Beutegut aus Tamjidistan, der hat schon 62 Jahre auf dem Buckel.‹ *rutscht nervös herum*

Jules de Mireault
`damit ist er älter als ich. Wer besaß ihn vorher? Wo immer Tamjidingsbums auch liegt. Ich kenne nur die direkte Umgebung unseres Landes. Nun mehr muss ich auch nicht wissen. Dachte ich jedenfalls bis vor kurzem immer´

Khawa
›Das liegt da, wo heute Südrakshanistan ist! Irgendein Verwandter x-ten Grades, dessen Namen ich vergessen habe, weil ich mir die nicht alle merken kann, war da an einem Überfall beteiligt. Nur war der Turban damals noch weiß, er hat ihn erst schwarz gefärbt. Nur Tamjid tragen weiße Turbane!‹

Jules de Mireault
`Eh ja gut. Ich weiß zwar auch nicht wo Euer Land liegt, nur dass es wohl hinter demverfluchten Zwergenland liegt, aber wie weit die Stöpsel ihr Land ausgedehnt haben, weiß ich nicht. Ich achte ja nur darauf dass keiner von denen zu uns kommt. Wieso tragen sie weiße Turbane? Und nebenbei wieso tragt ihr überhaupt welche?´

Khawa
*schenkt ihm Mokka ein und kleckert auf sein Knie* Ups!

Jules de Mireault
Khawa! Du verdammter Wilder, Du Hornochse! Zum Glück trage ich schwarze Kleidung. Das war Absicht!

Jules de Mireault
`das war Absicht oder? Irgendwann erwürge ich Dich, vermutlich ganz langsam mittendrin gg´

Khawa
Ich bitte untertänigst um Vergebung! Es kommt nie wieder vor! Das ist das unsägliche Wetter, es trägt den Geruch der Steppe mit sich! *tupft das Knie trocken* ›Natürlich! Jetzt kann ich Euer Knie anfassen!‹ *tupft sehr gründlich*

Jules de Mireault
`ich bin froh, dass Du mir den Kaffee nicht in den Schritt gegossen hast. Aber dort in aller Öffentlichkeit zu tupfen wäre auch sehr auffällig` Das kommt nicht wieder vor, ich sollte mal eine Strichliste führen, wie oft es schon vorkam!

Khawa
›Dafür wäre der Mokka doch etwas zu heiß.‹ *Knie tätschel* ›Nie wieder, Monsieur Jules, nie wieder!

Jules de Mireault
Khawa ich verzeihe Dir, wie immer. Was sollte ich auch sonst tun? Ciel nimmt meine Beschwerden ja nicht ernst. Der junge Herr scheint Dich sehr zu schätzen.
`wie ich auch. Aber aus völlig anderen Gründen Böhnchen´

Khawa
Vielen Dank, Herr. *blinzelt freundlich* Herr Ciel schickt mich zum Medicus wegen meiner Migräne! Er ist sehr gütig und großherzig und immer in Sorge um alle. Er nimmt das Prinzip von Schutz und Schirm sehr genau. ›Böhnchen! Wie soll ich Euch nennen, ohne dass ihr mich erschlagt? Mir fällt schon noch ein schöner Name für Euch ein!‹

Jules de Mireault
`Migräne? Sex soll gut sein gegen Migräne hörte ich´ *flöt

Khawa
›Ach wirklich? Kuriert man das in Souvagne so, ja? Dann brauch ich dringend eine Kur!‹

Jules de Mireault
`in Souvagne generell nicht, ich mache das so gg´

Khawa
Ah, diese Kopfschmerzen! *stößt die ganze Kanne um und saut Jules`Schuhe ein* Oh weh ... es tut mir so leid! ›Nicht! :-D‹ ›Ciel meint, ich würde Urlaub bekommen in der nächsten Zeit, damit ich mich erhole ...‹ *noch näher ranrutsch*

Jules de Mireault
*erstarr* Herr, ich glaube Eurer Diener braucht dringend, am besten heute noch Urlaub!

Ciel Felicien de Souvagne
*betrachtet die Misere* So etwas ist meine Person von Khawa überhaupt nicht gewöhnt. Er arbeitet sonst so sorgfältig! Khawa, das gefällt mir nicht. Geh zum Arzt und lass dir eine Empfehlung geben, wie lange du Urlaub benötigst. Für dahin stelle ich dich frei.

Jules de Mireault
Das ist sehr großzügig von Euch Herr. Ich hoffe er, erholt sich bald und ich werde dann nicht mehr mit Kaffee übergossen.
`gut nun müssen wir nur noch planen wie wir zusammenfinden während Deiner Kur Böhnchen gg´

Khawa
›Wir lassen uns was einfallen, Schnuckel! Chevalier Schnuckel‹ *räusper*

Jules de Mireault
`Für Dich July, sobald wir privat sind, Böhnchen.´

Khawa
*wird dunkelrot* ›July.‹

Jules de Mireault
`fühl Dich geküsst gg´

Khawa
›Ihr Euch auch, aber defte!‹

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Comte Massimo de la Cantillion

Die fleißige Feder in Bronze
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Re: Verteidiger der Souvagne

#9

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 3. Dez 2017, 18:59

Massimo
 
war in seine Heimat Cantillion zurückgekehrt. Seine Aufgabe hatte er von Ciel den jungen Herrn erhalten. Er hatte die Schiffe die Souvagne gestohlen worden waren zurückzuholen. Massimo konnte diese Aufgabe nur erledigen, mit der Hilfe seines Bruders Melville. Von unterwegs hatte er seinen Bruder über alles gedanklich informiert.
Comte Melville de la Cantillion erwartete Massimo in ihre gleichnamigen Festung. Forteresse de la Cantillion war in Kriegszustand versetzt worden, so wie der Duc es befohlen hatte. Massimo ging unverzüglich zu seinen Bruder. Sein zweit älterer Bruder Maurice war schon da. Beide empfingen Massimo mit ernsten Gesichtern.
 
"Wir haben Vorarbeit für dich geleistet Massimo. Der Name von unsere Familie steht auf den Spiel. Meine Kontakte zu anderen Himmelsaugen haben einiges ergeben. Die Grenze ist nicht weit und der Krieg ist nah. Melville erklärte, das die Almanen und Goblins mit veralteten Handelsschiffen der Tazzlogkaner und mit allen verfügbaren Schiffen der Souvagne innerhalb von zwei Tagen 300 Goblins und 500 almanische Ritter üben den Azursee geschifft haben.
Ziel war Tazlogg. Die komplette Armee fand keinen Platz in dem Goblinnest. Zu klein, so mussten viele ausserhalb der Stadt ihr Lager aufschlagen. Also direkt an der Küste. Und hier nun unsere Idee kleiner Bruder, wir gehen nicht über Land und holen unsere Schiffe zurück, wir kommen von der Seeseite".
 
Maurice streichelte während er redete seinen Falke. Er war genau wie Massimo und Melville ein Geistmagier, aber er war kein Kampfmagier geworden, sondern hatte sich den Himmelsaugen angeschlossen. Massimo konnte sich auf seine Brüder verlassen. Melville wartete ob Maurice noch was sagen wollte. Aber er überliess ihn das Wort.
 
"Da sich die ehemaligen Bündnispartner einfach unserer Schiffe bedienten ohne wenigstens zu fragen, müssen wir Schritte einleiten. Es hat sie nicht interessiert, was danach nicht unseren Eigentum passiert. Und es interessiert sie sicher nicht, ob die Schiffe für den Lebensunterhalt von Leuten dienen, die ehrlich arbeiten. Das Leben von den Leuten hat sich nicht interessiert und unser Duc würde zu Recht sagen, dass sich so Almanen nicht verhalten.
Du hättest dich mit deine Informationen direkt an uns wenden müssen Massimo. Maurice und mich hättest du fragen müssen was du wegen den Zwergen tun sollst und nicht Wolfram. Er mag weise sein, auf seine Art. Aber er ist kein Souvagner. Er ist weit weg. Er lebt in Sicherheit. Vielleicht war ihn nicht mal bewusst, zu was er dir geraten hat und wie schlimm die Lage bereits fortgeschritten ist. Wir sind Brüder, also stehen wir zusammen.
Das der Duc nicht erfreut war, wissen wir alle, aber er hat dir verziehen. Was zeigt, dass er dich trotz allem schätzt. Nur zukünftig, pass auf was  du entscheidest. Zudem nach der Rettungsaktion der Schiffe wirst du zu Ciel zurückkehren und ihn weiter unterstützen. Das ist das Mindeste, was du tun kannst, um deine Schuld abzubezahlen und zu zeigen, wie ernst dir es ist.
Jetzt zu unseren Plan. Wir haben alle Fischerboote der gesamten Küste zu uns schicken lassen. Jede Piroge, jede Jolle. Küstennah fischen unsere Leute, also sind diese Boote genauso gut geeignet, Krieger und Seeleute zu transportieren. Pro Boot werden einige Krieger und einige Seeleute an Bord sein. Wie uns gesagt wurde, sind Pirogen sogar in der Lage, starke Brandung zu überwinden. Da wir uns für unser Vorhaben nicht auf Wind verlassen können, wir gepaddelt.
Direkt von unserer Küste aus, werdet ihr Nachts übersetzen und Euch so von der Seeseite den Schiffen nähern. Habt ihr die Schiffe erreicht, werdet ihr sie entern und unsere Schiffe zurückholen. Die Krieger sind bereit, Maurice hat zwei Kollegen dabei und die Seeleute sind genauso abreisebereit. Die Mission startet so schnell wie möglich. Maurice wird dich begleiten Massimo.
Zu der anderen Sache was die Akademie angeht, habe ich ein Sendschreiben an den Duc verfasst. Ich habe ihn für die Ehre gedankt. Ich hab ihm mitgeteilt, dass wir eine Burg von uns dafür direkt zur Verfügung stellen. Wir werden sie umbauen lassen. Der Bezug von der Akademie kann gleich beginnen. Ich freue mich sehr über seine Entscheidung die Magie so zu fördern und unsere Scholle mit diese Aufgabe zu betrauen.
Sobald du zurückkommst, wirst du dich gemeinsam mit den jungen Ciel um Lehrpersonal für die Akademie bemühen. Vielleicht solltest du den Familienstreit der von Hohenfelde dafür nutzen, ehe dort wieder sinnlos die Köpfe rollen. Einige Köpfe sind von ihnen durchaus zu mehr in der Lage als Mordkomplotte zu schmieden. Sobald sie den rechten Weg aufgezeigt bekommen.
Maurice und ich werden uns ebenso bei geeigneten Magiern umhören. Zusammen schaffen wir das. Wir werden den Duc beweisen, dass auf Cantillion Verlass ist."
 
Melville schaute zu Maurice.
 
"Wir schlagen heute Nacht zu Massimo. Meine Ordensschwester Fiorella Iadanza und Bruder Algiso de Fonti berichten beide das gleiche. Was ich euch jetzt erzähle, ist schon einige Tage her.
Die Zwerge und Chaosfront sind schon aufeinandergeprallt. Die Lichtalben sind dazugestossen um den Zwergen beizustehen.
Scheinbar hat ein Golbin das Kommando, er ist mit Orden wie mit Glitter behangen wie ein Stechpalmbaum zum Lichtfest. Und nun die etwas absonderliche Nachricht meine Brüder, ein Schelm wer jetzt böses dabei denkt. Das Heer der Almanen hat sich bereits in Bewegung gesetzt.
Da der Kampf bereits tobt, zog der Befehlshaber mit einer Handvoll Goblins los und mit allen Almanen. Die anderen Almanen sind die Bauernopfer in den Krieg für die Zwerge. Die Goblins verheizen die als Kanonenfutter, während die eigenen Leute in ihrem Lager bleiben. Was glaubt ihr haben die Lichtalben vor? Die werden sicher so freundlich sein, den Almanischen Rittern den Vortritt die in Festung zu lassen. Darauf verwette ich meinen Arsch."
 
Maurice schaute seine Brüder an. Sie waren unter sich, da sprachen sie nicht gewählt.
 
"Ihr zwei ich hatte mich für kurze Zeit gefragt,  ob der Duc sich irrt, was meine Weggefährtin Nal anging. Aber jetzt wo ich das höre, weiss ich dass ich mich geirrt habe. Der Duc hat Recht, wie immer. Auf sein Wort wie seine Entscheidung ist Verlass. Seine Gedanken sind geradlinig und weise. Die Goblins wollen sich mit Ruhm bekleckern, für den andere mit ihrem Blut bezahlen. Ich danke euch für eure Hilfe. Der Duc und Komavan sagten das gleiche. Ich hätte anders reagieren müssen. Das soll keine Ausrede sein und ich hatte kein Möglichkeit mich vor den Duc zu erklären. Aber der Familienstreit auf der Hochzeit der von Hohenfelde betraf mich genauso.
Brandur ist wieder aufgetaucht, wie ich euch übermittelt hab. Und als ich nebenbei erfahren hab, was mit Ansgar und Dave als Kinder geschah, da war ich wie vor den Kopf geschlagen. Die Infos über die Scheisszwerge habe ich dabei irgendwie total vergessen. Mir war vor Wut so schlecht, dass ich Dunwin am liebsten abgestochen hätte, aber das Schwein war ja schon tot.
Und als Ansgar mich im Streit fragte wo ich war als Magdalena mich brauchte und als er fragte wo ich war, als er mich brauchte, wusste ich nichts zu sagen. Denn wo war ich? Wo waren wir alle? Sie war unsere Schwester. Und er und Dave waren genauso unsere Verwandten. Wenn ihr Vater sie so geschändet hat, dann hätten wir ihn daran hindern müssen, wir hätten ihn erschlagen müssen um die Kinder zu schützen. Nur wussten wir es nicht. Die Frage ist, hätten wir es wissen können, hätten wir uns nur ein bisschen interessiert?
Ich weiss, ich sollte nicht wieder von den Thema anfangen. Nicht jetzt wo die andere Aufgabe vor mir liegt. Aber es ist mir wichtig und ich habe Ansgar und Dave versprochen ihnen zu helfen. Und ich werde ihnen helfen. Drum möchte ich mit euch über das Thema reden, wenn ich zurück bin."
 
Darum bat Massimo seine beiden Brüder. Melville und Maurice stimmten zu.
 
"Uns hat es genauso bedrückt Massimo. Geht jetzt und holt die Schiffe zurück. Ich mach mir Gedanken, wie wir die beiden unterstützen können. Mir fällt ganz bestimmt was ein. Gutes Gelingen Massimo und Maurice."
 
Noch in der gleichen Nacht zogen sie los. Die beiden Brüder, Massimo und Maurice de la Cantillion.  Dazu zwei weitere Himmelsaugen, Schwester Fiorella Iadanza und Bruder Algiso de Fonti. Begleitet wurden sie von einer handverlesenen Schar von Kriegern, wie ausreichend Seeleuten.
Gerade als die Nacht aufzog wurden die Pirogen ins Meer geschoben. Leise und ohne ein Wort zu wechseln ruderten die Seeleute. Sie kannten ihr Ziel.
Bei einem ungeübten Ruderer konnten Feinde sie näherkommen hören. Aber die Fischer und Seeleute aus Souvagne wussten was sie taten. Lautlos zogen sie die Ruder durch Wasser. Die Pirogen glitten lautlos durch die dunkle See. Sie wurden von den beiden Eulen der Himmelsaugen geleitet. Die Boote fuhren so dicht, dass sie sich mit kurzen Lichtzeichen verständigen konnten. Sie verliessen den Küstenbereich. Das Ufer, was sie ansteuerten war noch nicht in Sicht. Aber bald verloren sie die Küstenstreifen aus den Augen, den sie verlassen hatten.
Die Seeleute ruderten unermüdlich und wechselten sich in Schichten ab. So vergingen Stunde um Stunde, wo die Männer schweigend über die See ruderten und auf Tazlogg zuhielten. Ihre Aufgabe war wichtig. Die Schiffe die sie bergen mussten, dienten auch den Lebensunterhalt von vielen Leuten. Die Enttäuschung und genauso die Wut über die anderen Herzogtümer trieb die Männer an. Für ein paar Zwerge waren sie einfach verkauft worden. Sowas durfte nicht sein.
Nach einer langen Fahrt, kam die erste Information rein. Ihre Schiffe waren in Sicht. Die guten Himmelsaugen und ihre Eulen hatten sie ausgemacht. Noch vorsichtiger ruderten die Seeleute. Dann sahen sie selbst in der Dunkelheit die souvagnischen Schiffe aufragen. In mehreren Linien steuerten sie die Seeseite ihrer Schiffe an.
Die Pirogen und Boote landeten an den Schiffen an.  Mit wachsame Augen flogen die Eulen lautlos über den Schiffen. Schwarze Enterhaken flogen durch die Nacht und verhakten sich in die Reling. Geschickt kletterten die ersten Krieger nach oben. Sie duckten sich neben die Enterhaken. Es war kein Feind zu sehen. Als Zeichen dass die Seeleute nachkommen sollten, wurde auf das Seil geklopft. Schnell kamen die anderen Krieger und Seeleute nach. Der letzte Mann in der Piroge oder dem Boot, befestigte das Seil an den kleinen verlassenen Boot.
Die Goblins die auf den souvagnischen Schiffen erwischt wurden, bekamen ein Bad im Meer in der Nacht spendiert. Die Souvagner hatten nicht vor die ehemaligen Verbündeten zu töten. Es ging ihnen nur darum, ihr Eigentum zurückzuholen.
Dann war es geschafft. Alle Schiffe waren mit Notbesatzung bemannt. Die Landungsbrücken holte wurden schnell eingeholt. Die Segel wurden gesetzt und die souvagnischen Schiffe nahmen Fahrt in Richtung Heimat auf. Sie zogen die kleinen Pirogen und Fischerboote vertäut hinter sich her. Diesmal war ihr Ziel nicht Beaufort  und Cantillion, sondern Chevrette und Bariere.
Die Schiffe segelten wie vom Duc befohlen die Landzunge an und wurden im natürlichen Hafenbecken des Küstenortes Chevrette, Bariere untergebracht. Es war eine lange, aber erfolgreiche Reise gewesen. Massimo und Maurice freuten sich, dass die souvagnischen Schiffe wieder in der Heimat waren.
 
`Jules hörst du mich? Ich habe eine gute Nachricht für dich, die du bitte an den Duc und Ciel weiter gibst. Es ist mir gelungen mit Hilfe von meinen Brüdern und vielen fleissigen Helfern unsere Schiffe zurück nach Hause zu bringen. Die Schiffe von Souvagne liegen in dem natürlichen Hafenbecken von Chevrette, genau vor dem Ort Bariere. So wie es der Duc befohlen hat. Bitte gib die Info an den Duc und Ciel so schnell du kannst weiter.
Noch eine gute Info. Mein Bruder Melville hat eine alte Burg direkt für Akademie ausgesucht und sie wird entsprechend umgebaut. Die Auswahl von Lehrern kann schon beginnen. Ich komme zu euch zurück und euch zu unterstützen. Richte Ciel meine besten Wünsche aus. Bis bald.´
 
Massimo boxte Maurice dankbar vor die Schulter.

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Re: Verteidiger der Souvagne

#10

Beitrag von Jules de Mireault » Mo 4. Dez 2017, 23:30

Jules lag gerade auf seinem Feldbett in seinem Zelt, seine Gedanken trieben Richtung Khawa und was er alles am liebsten mit seinem kaffeebraunen "Böhnchen" anstellen würde, als ihn die frohe Botschaft von Massimo erreichte.

Dem Comte war es gelungen die Schiffe Souvagnes zurückzuholen. Die zweite, wunderbare Nachricht war, dass sogar die Akademie schon mit Lehrkräften besetzt werden konnte.

`Das sind erstklassige Neuigkeiten Massimo. Ich werde beide Nachrichten unverzüglich an unseren jungen Herrn weiterleiten und Deine besten Wünsche ausrichten. Wir erwarten Deine Rückkehr´, antwortete Jules auf dem gleichen Wege, wie er die Nachricht von Massimo empfangen hatte.

Der Chevalier verließ sein Zelt und spürte mental nach Khawa. Seltsamerweise war dieser nicht bei seinem Herrn, sondern befand sich vor dem Zelt des Medicus in der Warteschlange. Mireault begab sich ebenfalls dort hin und erblickte Khawa schon vom Weiten bereits in der Warteschlange.

Jules stellte sich hinter Khawa und rempelte diesen "versehentlich" an, so dass sie sich kurz berührten.

"Bringe mich sofort zu Deinem Herrn. Ich habe ihm eine dringende und äußerst erfreuliche Nachricht vom Comte de la Cantillion zukommen zu lassen. Ganz sicher benötigt er danach Deine Dienst. Du kannst Dir später immer noch etwas gegen Deine Kopfschmerzchen aufschreiben lassen oder gegen Deine Blässe, nun komm!", befahl Jules und gab den Weg vor.

`Gerade als ich mich in meinem Zelt ausgeruht habe und mir so das eine oder andere durch den Kopf ging, womit wir beide uns die Zeit versüßen könnten Böhnchen, da erreichte mich die Nachricht von Massimo de la Cantillion. Ihm ist es gelungen die souvagnischen Schiffe zu bergen und die vom Duc gewünschte Akademie ist bereits im Aufbau. Wie dem auch sei, wir beide sollten zu Ciel gehen und danach könnte ich Dich ja sicherheitshalber zum Medicus begleiten. Vielleicht benötigst Du danach meine Hilfe oder meinen Beistand? Wer weiß?´, übermittelte Jules ohne dabei eine Miene zu verziehen.

Jules suchte das Zelt von Ciel auf und schob Khawa vor sich hinein.

"Nun geh schon zuerst in das Zelt, Du verdammter Wilder. Woher soll Dein Herr sonst von meiner Ankunft wissen?", fauchte Jules ungehalten.

Während er Khawa mit einer Hand grob an der Schulter packte und in das Zelt von Ciel schob, landete die andere von ihm für einen kurzen Moment auf Khawas Hintern und strich zärtlich drüber.
So schnell wie die Geste gekommen war, so schnell verschwand die Hand auch wieder.

Der Chevalier drängte sich an Khawa gespielt genervt vorbei, wobei sein Körper an dem von Khawa entlang strich, ehe er sich vor Ciel verbeugte.

"Junger Herr ich habe vom Comte de la Cantillion sehr gute Kunde für Euch. Dem Comte ist es gelungen unsere Schiffe zu bergen. Ferner soll ich Euch ausrichten, dass die Akademie in einer alten Burg untergebracht wird. Somit ist ein Besatz mit Lehrern bereits möglich und der Unterricht kann sicher zeitnah beginnen. Zudem soll ich Euch die besten Wünsche vom Comte ausrichten, Euch wie Eurem Vater.

Wenn Ihr mir eine Frage gestattet, ich traf Euren Leibdiener vor dem Zelt des Medicus. Was stimmt mit diesem nicht? Wohlmöglich hat seine tollpatschige Art einen medizinischen Hintergrund? In diesem Fall wäre ich selbstverständlich bereit, mich mit Eurem Diener sicherheitshalber zum Medicus zu begeben. Ihr wisst ja, wie nun sagen wir mal kreativ und eigensinnig er beizeiten sein kann. Ich würde mir sehr gerne anhören, was der Medicus zu sagen hat. Schaden kann es auf keinen Fall und Eure Sorgen, sind meine Sorgen, selbst wenn ich öfter Differenzen mit Eurem frechen Diener habe",
erklärte Jules freundlich und ergeben.

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