Verteidiger der Souvagne


Gro├čherzogtum Souvagne
Nicht alle Almanen waren damit einverstanden, die eigenen Truppen zu opfern, um die Zwerge vor dem Chaos zu retten. Souvagne verlie├č daher das Kaisho- Abkommen und begann, alle Grenzen zu sichern. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Khawa
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Re: Verteidiger der Souvagne

#11

Beitragvon Khawa » Di 5. Dez 2017, 19:35

Artig stand Khawa in der Warteschlage vor dem Zelt des Medicus. Er unterhielt sich mit einer Gruppe von Soldaten und nat├╝rlich sprach jeder, der ihn kannte (und das waren viele) ihn auf seinen fehlenden Turban an.

"... und ich war mit einer Tasse in der Hand gestolpert, weil der Chevalier sein Zelt bis unter das Dach mit Teppichen ausgekleidet hat und dabei ist ein winziger Tropfen Kaffee auf seine Robe gelangt. Ein einziger Tropfen! Er hat sich deswegen bei meinem Herrn beschwert und behauptet, ich h├Ątte ihn absichtlich verbr├╝hen wollen!"

Die Soldaten h├Ârten pl├Âtzlich auf zu lachen. Einer von ihnen wackelte mit einer Augenbraue und nickte mit dem Kopf irgendwo hin, ein anderer zeigte mit den Aug├Ąpfeln in die selbe Richtung, aber der Rakshaner bl├╝hte gerade voll in seiner Geschichte auf, so dass er sich dar├╝ber keine Gedanken machte.

"Aus Rache hat er mir der Chevalier meinen Turban gestohlen, damit ich mich bei diesem Wetter hier erk├Ąlte. Und das alles nur, weil ich ihm einen warmen Kaffee bringen wollte. Ich dachte, der Chevalier ist zwar ein kauziger Geselle, aber man kann ihn doch als t├╝chtiger Sklave nicht einfach ignorieren. Der arme Mann ist ja den ganzen Tag drau├čen mit seinen Himmelsaugen und niemand k├╝mmert sich um ihn, weil er sich keinen Leibdiener leisten kann, da wird es ihm gut tun, wenn ihm jemand ein warmes Getr├Ąnk bringt. Pustekuchen! Den Turban hat er mir entwendet! Er tat ja glatt, ob ich ihm eine ganze Tasse ├╝ber den Latz gegossen h├Ątte! Und als mein Herr sich anschlie├čend die Geschichte angeh├Ârt hatte, sagte er ..."

In dem Moment sp├╝rte Khawa von hinten ein Rempeln und stolperte nach vorn. Er drehte sich um und wurde eine Nuance blasser.

"Monsieur Mireault", ├Ąchzte er.

Die Soldaten erstarrte. Einer stammelte hastig einen Gru├č, der andere traute sich nicht, irgendwas zu sagen. Jules nahm Khawa mit sich und Khawa f├╝rchtete die schlimmste R├╝ge, aber nach dem ersten Schrecken stellte er fest, dass sein pers├Ânlicher Lieblingschevalier mit ihm gedanklich ganz anders sprach, als er nach au├čen zur Schau trug.

'Ihr habt wirklich an mich gedacht?', schmachtete Khawa in Gedanken zur├╝ck. 'Wie genau haben wir uns in Euren Gedanken die Zeit vertrieben?'

Der Weg zum Zelt Ciels war viel zu kurz. Jules schubste ihn rein, nur um sich dann an ihm vorbeizudr├Ąngeln und grabschte ihm dabei an den Hintern. Khawa bekam weiche Knie und zerschmolz unter der kurzen Ber├╝hrung fast und offenbar sah Ciel ihm das an. Er runzelte sorgenvoll die Stirn und Khawa w├╝nschte sich seinen Schleier zur├╝ck. Gleichzeitig w├╝nschte er sich, Jules w├╝rde ihn auf ganz andere Weise schubsen.

Ciels Sorge dauerte nur einen Wimpernschlag, dann widmete er Jules seine volle Aufmerksamkeit und h├Ârte ihm zu, ohne Khawa zu beachten, der heftiges Herzklopfen hatte.

"Das sind hervorragende Nachrichten, Jules! Bitte richtet dem Comte mental meinen pers├Ânlichen Dank aus. Die Schiffe und die Akademie, beides in der kurzen Zeit erfolgreich in die Wege geleitet! Ich bin hocherfreut! Ich werde mit meinem Vater dar├╝ber sprechen, wie wir diese gro├čartige Leistung geb├╝hrend w├╝rdigen k├Ânnen. Melville de Cantillion soll sich um die Ausschreibung f├╝r die Lehrkr├Ąfte k├╝mmern, infrage kommende Probanten auf Herz und Nieren pr├╝fen und sie bei ensprechender Eignung einstellen. Souvagnische Lehrer sind zu bevorzugen, doch bei herausragender Eignung sind auch ausw├Ąrtige Lehrkr├Ąfte in Erw├Ągung zu ziehen."

Als Jules seiner eigenen Sorge um Khawa Ausdruck verlieh, zuckte einen Moment lang Ciels Augenbraue. Khawa f├╝rchtete schon, er w├╝rde aus diesen wenigen Worten und seinen eigenen weichen Knien alles herauslesen, sofort wissen, was sie beide im Zelt des Chevaliers getrieben hatten und sie beide bestrafen.

Doch Ciel nickte nur freundlich.

"Es freut mich, dass Sie sich um Auss├Âhnung mit meinem Leibdiener bem├╝hen. Ich dachte schon, dieser alberne Zank w├╝rde nie aufh├Âren."

"Chevalier July hat mich soeben geschubst!", beschwerte sich Khawa und schlug sich rasch die H├Ąnde auf den Mund.

Die Augen des Prince weiteten sich und seine Wangen wurden rosig. "Da h├Âren Sie es, Jules! Genau das ist das Problem. Khawa war einst die Gewissenhaftigkeit in Person und nun unterl├Ąuft ihm ein Fauxpas nach dem anderen. Ich vermute eine Hirnhautentz├╝ndung, vielleicht hat er sogar einen Tumor! Khawa, ab mit dir zum Medicus, aber sofort! Nicht zu diesem Feldscher, der dich seit Stunden bei dieser K├Ąlte in der Schlange stehen l├Ąsst, such meinen Leibmedicus auf. Wei├č Ardemia, was du dir inzwischen noch alles eingefangen hast! Jules, seid so gut und begleitet ihn und berichtet mir alles."

Man sah Ciel an, dass er nun wirklich in gr├Â├čter Sorge war. Er rieb sich die Nase und brummelte: "Chevalier July ... nicht zu fassen!"
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"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Re: Verteidiger der Souvagne

#12

Beitragvon Erz├Ąhler » Mo 18. Dez 2017, 00:48

Br├╝derlicher Besuch

Chat-rpg


Dreaux, der Bruder des Ciel de Souvagne und erster in der Thronfolge, stattete der neu erbauten Befestigungsanlage einen Besuch ab. Er unterzog sie einer gr├╝ndlichen Inspektion, w├Ąhrend er sich mit seinem Bruder unterhielt. Sie berieten ├╝ber eine Strategie, die geeignet sei, um Souvagne zu verteidigen - was auch bedeutete, ├╝berhaupt erst den Schuldigen am Kriegsgeschehen zu ermitteln.

Dreux:
Das sieht nicht haltbar aus. *r├╝ttel - Palisade f├Ąllt um* Aha! Pfusch! *Ciel anfunkel*

Ciel:
Die war ja auch noch gar nicht fertig!

Dreux:
Eure Ausreden waren auch schon einmal besser, geliebter Bruder! Das ist eindeutig Rakshaner-Pfusch. Hat Euer Wilder gezimmert?

Ciel:
Die Mannen, die ich aus der Umgebung zum Bau eingezogen habe. Das ist solide souvagnische Handwerkskunst. Sie war nur noch nicht fertig! *zeigt auf den Stapel lose rumliegender Verstrebungen*

Dreux:
*in Augenschein nehm* Nein, das sieht mir fremdl├Ąndisch aus.
Vielleicht hat Euer Wilder sabotiert, hm?

Ciel:
Khawa kann das nicht sabotiert haben, da er gar nicht zugegen war. Er ist krank.
Das ist souvagnische Meisterarbeit.

Dreux:
Krank? Was hat es f├╝r eine Krankheit? Ist es ansteckend? Seid Ihr infiziert?

Ciel:
Ich wei├č es noch nicht, er ist gerade bei meinem Leibarzt. Chevalier de Mireault fand, dass er blass auss├Ąhe.

Dreux:
Blass? Blass? *lacht boshaft* Er ist alles andere als erhaben blass! Ich warnte Euch schon immer, mit Euren neumodischen Sitten. Was habt Ihr Euch nur gedacht? Das wird noch Euer Ungl├╝ck sein *grins* werter Bruder. Aber unsereins soll es nicht st├Âren.

Ciel:
Khawa kann sehrwohl blass aussehen, f├╝r rakshanische Verh├Ąltnisse ist er sowieso recht hell. Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass es lediglich guter F├╝hrung bedarf, um aus einem Barbaren einen Zivilisierten zu machen. Khawa bietet doch ein gutes Beispiel. Er ist sehr t├╝chtig.

Dreux:
Im Vergleich zu was? Einem schlafenden Souvagner? Bruder, Ihr macht eh, was Ihr wollt, aber ich kann das nicht guthei├čen. Ich traue diesem Fremdling nicht.

Ciel:
Ihr macht den Fehler, zu Verallgemeinern. Ihr m├╝sst immer das Individuum betrachten. Was genau gef├Ąllt Euch nicht an Khawas Betragen? Ich erkenne keinen Grund zur Klage.

Dreux:
Na pers├Ânlich kenne ich ihn nun nicht *gr├╝bel* Vermutlich ist er mir unheimlich. Sein Volk mordet und pl├╝ndert, reicht Euch das nicht?

Ciel:
Da seht Ihr es. Ihr solltet ihn pers├Ânlich kennenlernen und arbeiten sehen. Gerade, dass sein Volk pl├╝ndert und mordet macht es doch umso bemerkenswerter, zu welchem Wandel sie f├Ąhig sind. Ich tr├Ąume davon, dass eines Tages alle V├Âlker nach souvagnischem Vorbild leben.

Dreux:
*keuch* Das ist nicht Euer Ernst. Wie stellt Ihr Euch das vor
Sie k├Ânnen doch gar nicht begreifen, warum wir so leben wie wir leben. Warum wir unsere Heimat lieben, die St├Ądte, die Kultur, die Natur. Sowas haben die Wilden nicht... vermute ich

Ciel:
Wir werden Stra├čen durch die Steppe bauen, das ist der erste Schritt, eine funktionierende Infrastruktur. Dann ben├Âtigen sie Nahrung, damit sie nicht auf Pl├╝nderungen angewiesen sind. Khawa hat mir viel berichtet. Sie haben rudiment├Ąre Viehhaltung, das muss man erweitern. Wenn die Grundversorgung gesichert ist, geht es daran, ihnen Sesshaftigkeit beizubringen, H├Ąuserbau und dann kann sich eine stabile Wirtschaft etablieren

Dreux:
Nun Ciel, seid ehrlich, was habt Ihr davon? Sollte Eure Energie nicht dem souvagnischen Volke zu gute kommen, anstatt diesen Wilden?

Ciel:
Mit Souvagnischen Stadthaltern, versteht sich.

Dreux:
Oh ich verstehe, ich meint Kolonialisierung :D
nun dar├╝ber l├Ąsst sich reden :klasse:

Ciel:
*h├╝stelt* Etwas in der Art, aber ich h├Ątte es nicht so negativ benannt.

Dreux:
Nun ich w├╝nsche Euch bei Eurem Vorhaben viel Gl├╝ck. Ihr werdet es brauchen.

Ciel:
Es st├Ąrkt auch unsere eigene Wirtschaft und mindert die Bedrohung von au├čen.

Dreux:
Wieso das? Hat Vater den guten alten Block verloren?

Ciel:
Ich verstehe nicht, warum Ihr so derart pessimistisch seid. Wie sehen Eure Zukunftspl├Ąne aus?

Dreux:
Nun, ich glaube sie sind recht einfach gehalten. Ich werde den Thron besteigen und in die Fu├čstapfen unseres Vaters treten. Ich werde Souvagne so erhalten wie es ist. Mit all seiner Sch├Ânheit und versuchen es vor jeder Bedrohung von au├čen zu bewahren. Wollt Ihr dies nicht? Ich meine dies ernst Bruder.

Ciel:
Doch, nat├╝rlich m├Âchte das auch ich! Doch bin ich eher daf├╝r, das ├ťbel an der Wurzel zu packen und diese liegt doch darin, das die Fremdl├Ąnder so unsouvagnisch leben. Ihre gesamte Kultur muss global umgekrempelt werden. Sonst leben wir in einem ewigen Krieg.

Dreux:
Ich empfinde, dass es immer noch Dinge gibt, die wir in unserem Land verbessern k├Ânnten. Bessere Bildung, bessere Versorgung, bessere Bewaffnung. Wieso sollten uns andere k├╝mmern? Fragt ein anderer was er f├╝r Souvagne leisten kann? Selbst unsere almanischen Br├╝der haben uns hintergangen Ciel. Was wollt Ihr da noch mit weiteren, geistig noch weiter entfernten V├Âlkern anfangen?

Ciel:
*reibt nachdenklich sein Kinn* Da sprecht Ihr Wohl, Dreaux. Man muss sie k├Âdern. Man muss ihnen etwas zeigen, dass sie unbedingt haben wollen, aber nur dann bekommen, wenn sie sich auf unsere Lebensweise einlassen. Ihnen die Vorz├╝ge von alldem n├Ąherbringen.

Dreux:
Nun der Gedanke ist nicht schlecht, dass gebe ich zu. Aber leider hat er nur in der Theorie funktioniert. Zu einer guten Nachbarschaft und zu einem guten B├╝ndnis geh├Ârt Ehrlichkeit und Transparenz und gewiss keine Alleing├Ąnge. Wir wurden fast in einen Krieg gezogen der nicht der unsere ist. F├╝r was Ciel? F├╝r Zwerge, denen die Goblins beistehen wollten. Daf├╝r sollen Souvagner sterben? Tja bringt einem Rakshaner das Arbeiten bei Bruder. Hei├čt es nicht so? Soweit mir bekannt ist, ernten sie lieber durch Raub, die Fr├╝chte jener die daf├╝r hart gearbeitet haben. Es mag sein, dass ich vieles sehr hart sehe. Aber positiv ├╝berrascht hat mich noch kein Verb├╝ndeter. Und Vater musste dies auch bitter erkennen. Warum sonst sichert Ihr unsere Grenzen? Die Strategie w├Ąre es ihnen freiwillig auszuh├Ąndigen, aus Angst vor Repressalien Bruder. Dass bedeutet aber auch, dass wir keinen Frieden schlie├čen, sondern Tribut zahlen um von ihnen verschont zu werden.

Ciel:
Ich glaube daran, dass wir B├╝ndnisse eingehen k├Ânnen, ohne unsere Identit├Ąt dar├╝ber zu verlieren. Das gew├Ąhrleistet man ├╝ber Schirmherrschaft.

Dreux:
Wie stellt Ihr Euch so eine Schirmherrschaft genau vor? Ich habe dar├╝ber noch nie nachgedacht.

Ciel:
Herrje, Dreux! Ich rede von einer wirklichen Strategie, nicht von der direktesten, in dem Fall offensichtlich stupiden L├Âsung! Denkt doch mal an Vaters Worte, an das Prinzip Schutz und Schirm. Die Rakshaner f├╝rchten viele Dinge. Hunger, Sandst├╝rme, Krankheiten - aber auch V├Âlker, die ebenso unsere Feinde sind, wie die Lichtalben. Wir helfen ihnen, wir sch├╝tzen sie - und f├╝ttern sie mit dem, was die Lichtalben abwerfen, w├Ąhrend sie uns in Ruhe lassen. Dar├╝ber kann sich ein Vertrauensverh├Ąltnis aufbauen, sie verstehen, dass es ihnen gut geht unter unserer Obhut und ordnen sich bereitwillig unter. Dann hat man sie und kann beginnen, sie zu zivilisieren.

Dreux:
Oh verstehe, Ihr denkt im Dreisatzverfahren. Ihr m├Âchtet ├╝ber Umwege erreichen, was f├╝r uns gut ist. Nun gar nicht schlecht die Lichtalben an die Rakshaner zu verf├╝ttern. Das h├Ątte ich Euch nicht zugetraut.

Ciel:
Nun, ich werte das jetzt mal als Kompliment.

Dreux:
Nun ich gestehe, manchmal bin ich ehr f├╝r die einfachen Pl├Ąne. Es war als Kompliment gemeint, Bruder. Vielleicht sollten wir so etwas wie vor der Haust├╝r etwas weiter weg anzetteln und wem in die Schuhe schieben. :D so k├Ânnten wir unsere Feinde ebenfalls dezimieren.

Ciel:
Manchmal sind die einfacheren Pl├Ąne die besseren, gerade da, wo schnelle Entscheidungen gefragt sind, w├Ąhrend andere sich in Details verzetteln. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung. Aber in so einer gro├čen und komplexen Sache, wie kann da ein simpler Plan dauerhaft zur L├Âsung beitragen? Komplexe Probleme erfordern komplexe L├Âsungsstrategien. Deine Idee h├Ârt sich gar nicht schlecht an ... an wen dachtest du?

Dreux:
Der gr├Â├čte Feind der freien Souvagner sind doch scheinbar die Lichtalben. Sie berufen sich auf die Ordnung und verbreiten, Tod, Krieg und Chaos. Mehr noch als die Chaosfraktion. Ist Dir dies nie aufgefallen? Es freut mich, einmal so ... freundlich mit Dir sprechen zu k├Ânnen, Ciel.

Ciel:
Mich freut es ebenso. Wir sollten ├Âfter unter vier Augen sprechen und nicht unter dem Druck vieler Augen und Ohren, vor denen man sich stetig beweisen muss und dann hitziger debattiert, als es n├Âtig w├Ąre. :-) Sind wirklich die Lichtalben das Problem? Momentan lagert ein Gro├čteil des Rakshanischen Heeres um Dunkelbruch herum. Gemeinsam mit einem guten Teil des lichtalbischen Heeres ...

Dreux:
Das sollten wir tats├Ąchlich. Nun Vater ist der gleichen Auffassung. Sie versuchen seit jeher den anderen ihre Sicht aufzuzwingen. Daran kann man nicht deuteln. Sie versuchen, in den geschmiedeten B├╝ndnissen die Oberhand zu gewinnen. Nat├╝rlich k├Ânnte eine gr├Â├čere Macht im Hintergrund sie alle gegeneinander ausspielen. Das gleiche war ja eben noch mein Plan. Wen hast Du im Verdacht?

Ciel:
Man m├╝sste dar├╝ber nachdenken, wer die gr├Â├čten Vorteile von dieser Schlacht hatte. Die Rakshaner sicher nicht. Die Zwerge ebenso wenig. Unsere almanischen Br├╝der ... nein. Warum die Goblins eingriffen, entzieht sich meinem Vorstellungsverm├Âgen. Bleiben die Lichtalben. Was h├Ątten sie von diesem Krieg?

Dreux:
*reibt sich das Kinn* je mehr der anderen fallen, je mehr wird ihnen bewusst, dass sie eine gemeinsame Einheit bilden m├╝ssen. Eine gemeinsame Front, gegen einen scheinbar ├╝berm├Ąchtigen Feind. Und da die Lichtalben stets das Chaos bek├Ąmpften, d├╝rfte die F├╝hrung klar sein. Allerdings k├Ânnte die L├Âsung sogar einfacher sein als gedacht Ciel. Vielleicht liege ich falsch und es geht von den Goblins aus. Sie ├╝berfluten die M├Ąrkte mit ihrem Tand. Vielleicht haben sie einfach vor ├╝berall Krieg anzuzetteln, um ihre Waffen zu verkaufen. Folglich stecken die Golbins dahinter und Dal. Krieg bedeutet Handel und Geld. Mit Waffen verdient man gut, Ciel.

Ciel:
Aber wer kauft ihre Waffen? Die Almanen haben seit jeher selbst zum Schmiedehammer gegriffen. Seid Ihr sicher? Oder ist es eine ganz andere Macht, von der wir bis dato nichts wissen?

Dreux:
Ich spreche von Schusswaffen, Repetierarmbr├╝sten und so etwas. Und was sich diese Goblins noch an Mordwerkzeugen ausdenken. Sie sind eine kurzlebige Rasse, sie schert nicht, was sie f├╝r einen Abrund ├╝ber unsere Welt losbrechen lassen. Sie denken in Talern, Ciel. Das w├Ąre meine Bef├╝rchtung.

Ciel:
Man m├╝sste Einsicht nehmen in die entsprechenden Unterlagen. Pr├╝fen, in welchem Ausma├č goblinische Waffen gehandelt wurden und ob dieses sich um den Kriegsbeginn herum signifikant verbesserte oder verschlechterte - was ein Anlass w├Ąre - und wie die Lage heute aussieht.

Dreaux:
Eine sehr gute Idee. Wie kommen wir an diese Unterlagen? Wir brauchen ein kleines Himmelsauge!

Ciel:
Nun, ich h├Ątte meinen Vertrauten Chevalier de Mireault bei mir. Er k├Ânnte es ├╝bernehmen oder einen geeigneten Mann vorschlagen.

Dreux:
Ja sie kommen an Informationen, er soll sich etwas ├╝berlegen. Die Handelsfraktion h├Ątte eingegriffen, oder angegriffen w├Ąre sie der Drahtzieher. Was meinst Du?

Ciel:
Die Naridier ... *gr├╝bel* ... wir m├╝ssen s├Ąmtliche Importstatistiken ├╝berpr├╝fen, nicht nur jene zu den Goblins. Ihr habt Recht, Dreaux, man darf nicht von vornherein die Sicht zu sehr einengen. Sie h├Ątten nicht eingreifen m├╝ssen. Vielleicht sahen sie einfach nur zu und rieben sich die H├Ąnde. Doch dann h├Ątten sie die Goblins und Almanen an oberster Stelle manipuliert haben m├╝ssen.

Dreux:
Wer sagt denn nicht, dass die Goblins einem Verr├Ąter in obersten Reihen aufgesessen sind. Stell Dir nur vor einer von Vaters Beratern oder Vertrauten w├Ąre ein Verr├Ąter. Nicht umsonst steht auf Hochverrat die Todesstrafe Ciel.

Ciel:
Wie k├Ânnte man das ├╝berpr├╝fen? Auch mit hilfe der Himmelsaugen?

Dreux:
Ja, sie m├╝ssen an die Unterlagen kommen. Sie m├╝ssen sie entweder stehlen oder irgendwie Einsicht erlangen.

Ciel:
Ich werde mich mit Jules beraten, anschlie├čend sollten wir noch einmal miteinander sprechen.

Dreux:
Ich werde meine Berater zu Rate ziehen. Es war sch├Ân mit Dir, eigentlich bin ich gekommen, um Dich zu dissen.
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Re: Verteidiger der Souvagne

#13

Beitragvon Jules de Mireault » Mo 18. Dez 2017, 11:22

Der Chevalier verneigte sich knapp vor Ciel.

ÔÇ×Macht Euch keine Sorgen Herr, ich werde gut auf Euren Leibdiener Acht geben. Obwohl mich dies sicherlich einiges an Nerven kosten wird, aber ich wei├č was er Euch bedeutet und trotz all seiner Tollpatschigkeit besa├č er einst einen gewissen Wert als Leibdiener. Es w├Ąre schaden um ihn, sollte er sich tats├Ąchlich so eine grauenvolle Krankheit zugezogen haben. So etwas w├╝nscht man schlie├člich seinem ├Ąrgsten Feinde nicht.

Vermutlich hat er sich den Kopf verk├╝hlt, als er seinen Turban verbummelte. Es ist ja in Souvagne doch um einige Grade frischer, als in der W├╝ste. Das vermute ich jedenfalls. Wie soeben versprochen, halte ich Euch auf dem Laufenden.

Ferner werde ich Comte Melville de la Cantillion Eure Botschaft zukommen lassen. Seid unbesorgt. Der Comte ist ein rechtschaffener und loyaler Mann. Er folgt Eurem Vater schon viele Jahre, es ist nicht notwendig ihn zu bitten, Souvagner bevorzugt einzustellen. Glaubt mir, wenn ich Euch dies sage.

Nun ich m├Âchte Euch nicht l├Ąnger aufhalten, Ihr habt gewiss Wichtigeres zu tun. Gehabt Euch wohl Herr, bis sp├ĄterÔÇť,
erkl├Ąrte Jules freundlich.

Er packte Khawa etwas grob am Oberarm und zerrte ihn hinter sich her.

ÔÇ×Nicht so Fu├č lahm, oder lauft Ihr Wilden nicht zu Fu├č? Sagt blo├č Ihr besitzt auch Pferde. Wobei ich kaum glaube, dass Ihr in der W├╝ste Pferde halten k├Ânnt. Die armen Tiere w├╝rden elendig verhungern.

Nun bummele nicht so Khawa, der Leibmedicus seiner Herrschaft hat nicht den ganzen Tag Zeit! Du kannst Dich gl├╝cklich sch├Ątzen als Wilder ├╝berhaupt von ihm untersucht zu werden, dass sage ich Dir.
Und ich habe meine Zeit auch nicht gestohlen, oder meinst Du ich kann Dich den ganzen Tag beaufsichtigen?

Wo beim Abgrund hast Du auch Deinen Turban gelassen? Wenn man Dich nicht st├Ąndig im Auge beh├Ąlt, ich habe es schon immer gewusstÔÇť,
zeterte Chevalier de Mireault.

`Cevalier July? Das klingt nicht nur vertraut, dass weckt Erinnerungen an eine ├Ąu├čerst angenehme Zeit, die wir gleich unbedingt wiederholen sollten. Ich vermisse Dich, Deine N├Ąhe, Deine W├Ąrme und Deine Zuneigung Khawa.

So genau kenne ich den Weg zum Leibmedicus unseres Herrn gar nicht. Wo genau hat er sein Zelt oder seine Praxis aufgeschlagen?

Du gebietest ├╝ber Magie, ich f├╝hle es, sobald ich mit Dir verbunden bin. ├ťber welche Form von Magie gebietest Du B├Âhnchen? Und w├╝rdest Du mir Deinen vollen Namen verraten? Mein voller Name ist Jules Seymour de Mireault.

Das mit Deinem Turban war nur ein kleiner Scherz meinerseits. Solltest Du den Endlos-Lappen wieder haben wollen B├Âhnchen, dann wirst Du in mein Zelt kommen m├╝ssen, um ihn Dir abzuholen. Freiwillig werde ich ihn nicht herausr├╝cken. Du solltest also etwas zum Tausch anbieten, etwas das mich ├╝berzeugt. Oder Du kramst den Turban selbst aus seinem Versteck hervor.

Aber ohne gleichwertigen Tausch, kann ich Dir nicht versprechen, dass Gufo den Turban nicht wieder zur├╝ckholt. Oder vielleicht Deinen Lendenschurz. F├╝r Gufo ist Kleidung einfach Kleidung, er nimmt das nicht so genau┬┤,
erkl├Ąrte Jules mental und strich mit seinen Seelenf├Ąden liebevoll ├╝ber Khawas Seele.

De Mireault blieb kurz stehen, schaute sich suchend um und zuckte mit den Schultern.

ÔÇ×Mal ehrlich, hast Du eine Ahnung wo das Zelt von dem Quacksalber ist?ÔÇť, fl├╝sterte Jules und verkniff sich ein Schmunzeln. Die Narbe die l├Ąngst ├╝ber seinen Mund verlief, lie├č das Schmunzeln wie ein schiefes Grinsen aussehen.

Jules setzte sich wieder in Bewegung und lief einige Zeit hierhin und dorthin, bis sie urpl├Âtzlich vor seinem Zelt standen. Jules schob Khawa ohne jeden Kommentar hinein und schloss die Plane hinter sich. Auch die innere Plane zog er zu. Einen Moment blieb er vor dem Eingang stehen, lauschte und sp├╝rte nach etwaigen Personen, die sich in der N├Ąhe befanden.

Da aber niemand in direkter N├Ąhe zu gegen war, l├Âste sich Jules vom Eingang und ging schnurstracks auf Khawa zu. Er packte dessen Kopf grob mit beiden H├Ąnden und k├╝sste Khawa fest und verlangend.

ÔÇ×Was bietest Du zum Tausch?ÔÇť, fl├╝sterte er Khawa zu.
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Re: Verteidiger der Souvagne

#14

Beitragvon Khawa » Do 21. Dez 2017, 22:21

Khawa setzte den abweisendsten und ungl├╝cklichsten Gesichtsausdruck auf, den er zu bieten hatte. Er blickte erst Jules und dann seinen Herrn mit einem Blick an, der sagte: Bitte nicht der! Aber als artiger Diener sprach er es nat├╝rlich nicht aus und Ciel war es egal, was Khawa vermeintlich st├Ârte. Er wollte nur, dass der Rakshaner endlich zum Medicus gelangte und war froh, dass Jules sich opferte.

Khawa stolperte absichtlich, als Jules ihn herumzerrte und fiel hin. "Nichts passiert", rief er rasch, so als ob er nicht wollte, dass Jules eine R├╝ge kassierte, weil er so grob mit dem Leibdiener des Prince umsprang. Er l├Ąchelte breit, wie es nur Rakshaner ungeniert taten und kassierte daf├╝r ein paar hochgezogener Augenbrauen seines Herrn, ehe das chaotische Gespann aus dem Zelt eierte.

"Pferde", schnaubte Khawa, w├Ąhrend er neben Jules herstolperte, der ihn abwechselnd schob und an ihm rumzerrte. "Wir reiten auf ganz anderen Kreaturen!" Sein Grinsen wurde breiter und er warf Jules einen Blick zu. "Riesenhy├Ąnen. Ponygro├č."

Khawa lauschte aufmerksam, als der Chevalier geistig seinen vollen Namen nannte. Khawa kannte ihn bereits, doch wenn Jules ihn aussprach, klang er wie ein Gedicht.

'Sehr angenehm. Khawa fo-Azenkwed. Das hei├čt auf almanisch 'Kaffee der Gazelle'. Ich gebiete ein wenig ├╝ber Sandmagie. Hier sagt man, glaub ich, Erdmagie dazu.'

Nat├╝rlich fanden sie den Leibmedicus nicht. Khawa hatte einen Augenblick lang geglaubt, Jules w├╝rde ihn wirklich nicht finden, aber dann sperrte er sie beide zielsicher in seinem pers├Ânlichen Zelt ein. Sofort schoss das Blut in Khawas Wangen. Mit diesem Zelt verband er sehr angenehme Erinnerungen. Sogleich packte der Chevalier seinen Kopf und k├╝sste ihn. Khawa erwiderte die Geste nicht minder verlangend. Er angelte mit seiner Zunge nach der von Jules und als er sie fand, war es um ihn geschehen. Er wollte ihn nicht mehr loslassen und zog den Kuss so lange er konnte in die L├Ąnge, w├Ąhrend er sich mit dem ganzen K├Ârper gegen den Chevalier presste.

"Ich habe Euch auch vermisst, July", gestand Khawa und war f├╝r einen Augenblick etwas sch├╝chtern. Er l├Ąchelte, sein Gesichtsausdruck wechselte und wurde triumphierend. "Es tut mir leid, aber meinen Turban brauche ich ohne Wenn und Aber zur├╝ck. Es ist ├Ąu├čerst unschicklich und unh├Âflich, mich einem Mann wie Euch gegen├╝ber ohne Schleier zu zeigen. Wenn Ihr also gestattet ..." Er l├Âste die Ber├╝hrung und sah sich um, bis er einen Zipfel unter dem Feldbett hervorlugen sah. Jules musste das Heiligtum ganz hinten versteckt haben, doch Khawas Adleraugen entging nichts. "Gutes Versteck, aber nicht gut genug." Er kroch mit Kopf und Schultern unter das Feldbett, um nach dem Turban zu greifen.
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Re: Verteidiger der Souvagne

#15

Beitragvon Jules de Mireault » Mo 1. Jan 2018, 18:55

Jules hockte sich genau hinter Khawa und zwar so, dass garantiert kein Blatt mehr zwischen sie passte.

"Und gefunden wonach Du suchst Kaffee der Gazelle?", grinste Jules und kraulte Khawa den R├╝cken.
"Jules hat keine besondere Bedeutung, Seymour war einst ein Ort und bedeutet Saint-Maur, daraus entstand der Name. Ihr reitet also auf Hy├Ąnen? Riesigen Hunden durch die Gegend? Ich w├╝rde lieber auf was anderem reiten", kicherte Jules hinter Khawa.

"Wei├čt Du Ciel w├╝rde uns beiden den Kopf abrei├čen, w├╝sste er von uns. Zudem haben wir eine sehr ernste Lage die es zu bedenken gilt, aber man kann ja nicht permanent im Dienst sein oder? Au├čerdem bekomme ich Dich nicht mehr aus dem Kopf und das ist schlie├člich Deine Schuld", erkl├Ąrte Jules, hob Khawas Lendenschurz hoch und sp├Ąhte drunter.
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