Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Mac's Gaststätte

Zwischen den Urwäldern erheben sich die Ruinen gefallener Hochkulturen. Die Goblins haben nicht umsonst ihr Land um diese alten Bauwerke herum gefestigt, denn in den Kellern vermutet so manch einer mehr als nur altes Gestein.
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Tobi Mac Trizzle

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Re: Mac's Gaststätte

#11

Beitrag von Tobi Mac Trizzle » Mo 22. Mai 2017, 21:06

Tobi hatte alle Teile gefunden, die er für sein Experiment brauchte. Um den besonders lässig Coolen zu spielen, zündete sich Tobi noch eine Zigarre an, die er unten im Keller gefunden hatte und piefte sie, während er alles vorbereitte.

Zunächst erhitzte er einen Brennstab, indem aus einer Gaslampe ein Dampf austrat. Der dabei sehr stark entstandene Gestank wurde durch einen außenumliegenden Trichter, mittels einer Schlauchvorrichtung direkt auf die Oberfläche einer zweiten Apparatur zugeleitet. Während die erste Apparatur vor sich hin einen dunklen Rauch erzeugte, brachte Tobi die zweite Apparatur in Gang. Dazu kippte er unten in einen Auffangbehälter eine Flüssigkeit, während er ein dünnes Metallstreifen oberhalb positionierte, wo später das Omelett zubereitet werden sollte. Noch wartete er bis sich die perfekte Menge Ruß in der zweiten Apparatur befand, dann kippte er die zweite Flüssigkeit hinzu.

Als der Knall ertönte, musste Sanara bestimmt das Schlimmste erwarten. Tobi fasste sich aber nur an die Haare, die nun etwas stärker zu Berge standen und wischte sich den Ruß von den Augen. Als nach ein paar Sekunden durch die kleine Öffnung oberhalb des Auffangsbehälters zischender Wasserdampf hinauskam, grinste Tobi. Er aschte kurz mit seiner Zigarre ab und pustete eine dicke Rauchwolke in die Luft.
So gut hat es bisher noch nie geklappt, dachte er sich. Die Dampfzufuhr war absolut kontinuierlich. Als Tobi zudem seine Hand hinhielt spürte er mit seinem Tastsinn, dass die Temperatur auf vollkommen in Ordnung war.

Tobi vergaß aber, dass er bereits jetzt das Ei für das Omelett verquirlen musste.
"Verdammt, die Oberfläche wird zu warm," schrie er, als er nach einer Schüssel suchte.

Um die verlorene Zeit wiederzugelangen warf er mit hohen Bogen die Eier in die Schüssel. Ein Ei landete auf den Fußboden. Die anderen zwei landeten in der Schüssel. Unbedacht verquirlte er die Eier mit der Schale, als er sein Missgeschick sah.

"Kann doch nicht wahr sein!", schrie er.

Derweil begann die dünne Metallplatte von unten zu glühen. Als Tobi schließlich nach vielen Handgriffen endlich die Eierschale aus der Schüssel hatte und die Eier auf die ungefettete Oberfläche verteilte, brannten sie nach kurzer Zeit sofort an, während Tobi den Schinken, die Paprika und die Kräuter hinzuholte. Noch schlimmer: Das Metallplättchen gab nach und brach über.

"Katastrophe, gar nicht gut!", fasste er sich ungläubig an den Kopf.
Er war unfähig zu handeln. Dieses Kupferplättchen hatte ihn ein halbes Vermögen gekostet. Genau genommen 2 Monatslöhne.
Sofort kam er mit einem Eimer Wasser und kippte es vollkommen sinnlos und unbedacht sowohl über das verbrannte Omelett, als auch über die Appatur.

Als das Wasser in den Auffangbehälter mit den Chemikalien gelangte, kam es erneut zu einer chemischen Reaktion. Das Ding flog im hohen Bogen aus der Verankerung, auf den Boden und verteilte auf den altem Holzboden de Chemikalien. Das Problem: Das nun entstandene Gemisch war ätzend und akalisch dazu. Tobi vollkommen verwirrt und chaotisch im Kopf griff natürlich zu aller erst instinktiv nach dem Auffangbehälter, um zu verhindern, dass noch mehr Flüssigkeit auf dem Boden verteilen konnte.
Dabei gelangte aber etwas Flüssigkeit über seine Hand. Die Haut nahm binnen weniger Sekunden eine schwarze Farbe, bis sich die Chemikalie durch die dicke Hautschicht gefressen hatte und eine starke Verbrennung hinterließ. Zu allem Überfluss flog Tobi noch die Zigarre aus dem Mund und verursache nun mit dem chemikalischen Gemisch ein kleines Feuer auf dem Boden.

"Aaaaaaaaah," schrie er verzweifelt.
"Bring sofort Alkohol, Verbandszeug, Salbe aus dem obersten Schrank unten im zweiten Raum von links, nach der Küche her. Ganz rechts in der Ecke nicht weit von der Spüle. Ja, am besten. Ahhhh", er vergaß total, dass sie zu klein war Dinge zu transportieren.
Schmerzerfüllt schreiend lag er dort.
"Irgendwer muss das Feuer löschen!"
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Re: Mac's Gaststätte

#12

Beitrag von Sanara » Fr 2. Jun 2017, 10:21

Entsetzt starrte Sanara auf das entstandene Chaos. Die Fee fasste sich jedoch schnell. Flink flog sie zu dem vor Schmerz schreienden Tobi, legte eine Hand auf seinem Arm und sprach einen Heilzauber, worauf sich Tobi's Wunde zu schließen begann und das verätzte schwarze Fleisch eine rosige Färbung annahm. Bald würde nichts mehr von der Verletzung zu sehen sein.

Doch Tobi's Verletzung war das kleinste ihrer Probleme gewesen, wie Sanara fassungslos feststellen musste. Die unselige Zigarre hatte ein kleines Feuer entfacht, das nun alles andere als klein war. In Windeseile hatten sich die Flammen ausgebreitet. Begierig leckten sie über den Boden und die Wände des Raumes, auch die Tür hatten die Flammen schon erfasst. Sanara erkannte, das ihnen nur die Flucht durch das Fenster blieb, wenn sie nicht als Häufchen Asche enden wollten.

"Mach das Fenster auf"! schrie Sanara den vor Schreck erstarrten Goblin an. "Mach hin, oder willst Du als Röstbraten enden?"

In letzter Sekunde gelang es Tobi das Fenster zu öffnen und in den Hof zu springen, während Sanara pfeilschnell durch das Fenster hinaus flog.

Wie knapp sie dem Tode entronnen waren, wurde ihnen im nächsten Moment eindrücklich bewusst, als plötzlich ein lauter Knall ertönte und der Dachstuhl des Hauses in einer gewaltigen Explosion in die Luft flog. Nur das Erdgeschoss blieb halbwegs unversehrt stehen.

Mitleidig sah Sanara Tobi an. Dieses missglückte Experiment würde für den jungen Goblin gewiss nicht folgenlos bleiben. Die Fee hatte den Goblin, trotz seines chaotischen Auftretens in ihr Herz geschlossen und was immer jetzt auch kam, sie würde Tobi nicht im Stich lassen.

Sanara wollte gerade etwas Tröstendes zu Tobi sagen, als seine Familie auf ihm zukam. Die Gesichter seiner Angehörigen verhießen nichts Gutes.

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Re: Mac's Gaststätte

#13

Beitrag von Tobi Mac Trizzle » Fr 13. Okt 2017, 21:26

Das Feuer breitete sich in einem rasend schnellen Tempo aus. Dabei wirkte die Chemikalie auf dem Boden, wie ein Brandbeschleuniger. Es heizte das Feuer zusätzlich an. Stichartig schoss die Flamme in die Höhe. Die trockenen und alten Holzdielen fingen sofort an zu brennen. Weder hatte man sie lackiert, noch hatte man die erste Etage irgendwie vor einem möglichen Feuer geschützt. So hatte das Feuer ungehindertes Spiel. Kalmos Element konnte sich ausdehnen und schon bald brannte der gesamte Dachstuhl.

„Aaaah“, schrie Tobi. Er schrie Sanara bloß verwirrt an ohne etwas zu tun.
Die Wunde waren durch Sanaras Heilzauber glücklicherweise geschlossen worden, doch er hatte immer noch Schmerzen. Viel Zeit blieb ihm nicht irgendwas gegen das Feuer zu tun, da mussten sie schon aus dem Gebäude fliehen. Tobi gelang es in einen Busch zu springen, der den Sprung aus der Höhe abfederte. Die Fee Sanara konnte natürlich flink durch die Gegend fliegen.

Als sie unten ankamen, versuchte Tobi wieder auf cool zu tun. Er durchsuchte gerade seine Hosentaschen nach seinen Wertsachen, als plötzlich der Dachstuhl in die Luft flog und es in sich einstürzte.“Oh, verdammter Crap. Das wird ganz gar nicht gut“, sagte er bloß. Er hatte seinen üblichen, lockeren Slang und die läppische Aussprache, die bekannt für den goblinischen Dialekt aus Tazlogg war.
Viel mehr konnte er aber nicht sagen, als sämtliche Gäste und das Personal (also Tobis Familie) aus der Taverne eilte. Ihre Blicke verhießen nichts Gutes.

Wir müssen abhauen! Das überlebe ich nicht. Ich werde irgendwo in einer Gosse als Kanalarbeiter arbeiten müssen, um meine Schulden abzugleichen. Ich kann das nicht!
Der 15 Jährige Goblin sah für sich keine Wahl. Innerhalb der kurzen Zeit konnte er auch nicht viel mehr nachdenken, und musste schnell entscheiden. Also entschied er sich zu flüchten und den Konsequenzen somit zu entgehen.

„Schnell, wir müssen fliehen!“, zischte er zu Sanara.
Unglücklicherweise hatte Tobi bis auf seinen Geldbeutel mit etwas Trinkgeld, einer Trinkflasche, einer Zigarre und einer kleinen Flasche Propensäure nichts weiter bei sich. Immerhin hatte der Goblin vernünftiges Schuhwerk und Kleidung an. „Wir müssen irgendwo hin. Ich weiß nicht wo.“

Er rannte so als ob sein Leben davon abhängen würde. Zunächst flüchteten sie die Straße herunter. Unterwegs mussten sie an mehreren Verkaufsständen vorbei. Kurz vor Ende des Dalis (Freitag) wollten die Händler ihre Waren noch verkaufen und schrien wüst durch die Gegend. Stämmige Orks und Rakshaner versperrten die Gasse, als Tobi und Sanara diese erreichten.
Dicht auf ihren Fersen waren Tobis Vater und sein ältester Bruder.
„Sry, bro“, tippte er einen Ork an. Der schien ihn aber nicht zu hören oder Tobi aufgrund seiner Größe zu übersehen. Der 1m große Goblin war zu der Zeit noch in der Wachstumsphase und noch nicht voll ausgewachsen. Im Vergleich zu den teils 2m hohen Orks war er ein Winzling. Kein Wunder, dass er ihn übersehen konnte.

Die Zeit den Ork nochmal zu bitten, zur Seite zu gehen, reichte nicht mehr aus.
„Flieg irgendwo hin. Ich komme schon alleine zurecht“, rief er Sanara zu. Er selbst kriechte unterhalb der Beine des Orks hindurch und versteckte sich unterhalb des Waffenrocks des zweiten Orks, direkt dahinter.
Ob er wohl ungesehen bleiben würde?
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Re: Mac's Gaststätte

#14

Beitrag von Sanara » So 10. Dez 2017, 10:25

"Flieg irgendwohin, ich komme schon allein zurecht. " Sanara dachte gar nicht daran, Tobi s Aufforderung Folge zu leisten. Obwohl Sanara längst klar war, dass Tobi das Chaos anzog, wie die Blüte den Schmetterling, hatte sie in ihrem Herzen längst beschlossen, bei dem kleinen Goblin zu bleiben. Einer musste schließlich auf ihn aufpassen, bevor er sich noch um Kopf und Kragen brachte.

Die Fee sah , wie der Goblin sich unter dem zweiten Ork versteckte.Dummerweise begann der Ork mit dem ersten Ork aus für die Fee nicht ersichtlichen Gründen zu streiten. Sanara sah entsetzt, wie der Ork , unter dem Tobi Schutz suchte zu einen gewaltigen Faustschlag gegen sein Gegenüber ausholte.Leider kam er dabei ins Straucheln. Es kam was kommen musste : Der Ork stürzte über Tobi und auch der zweite Ork schlug, von dem Faustschlag getroffen, lang hin. Verdutzt starrten beide Orks auf den jungen Goblin.Ihren Zwist hatten sie völlig vergessen.

Tobi, soviel war klar, hätte gegen die beiden Kerle keine Chance. Ablenkung musste her und zwar schnell.

Sanara überlegte panisch, was sie tun sollte, als ihr Blick auf einen Gewürzstand fiel. Unter der Vielzahl an Gewürzen und Kräutern, die der Händler feilbot, entdeckte sie auch gemahlenen Pfeffer.

Geschwind mopste sie ein Handvoll davon und schleuderte den Pfeffer den Orks ins Gesicht. Mit tränenden Augen und vorübergehend blind von dem Gewürz wandten die beiden Kerle sich von Tobi ab. Für einem Moment waren sie vollkommend desorientiert.

"Lauf Tobi, lauf!" schrie Sanara. Für ihren Geschmack viel zu langsam, kam Tobi auf die Beine und lief los.

Hinter ihren Rücken erscholl ein entsetzliches Krachen und Brüllen. Die Orks, noch vom Pfeffer geblendet, schlugen in blinder Wut um sich und richteten ein heilloses Chaos an.
Die kleine Fee betete, dass die Orks sie nicht doch noch entdeckten und feuerte Tobi weiter an, schneller zu laufen. Würde ihnen die Flucht vor den wütenden Orks gelingen?

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Re: Mac's Gaststätte

#15

Beitrag von Tobi Mac Trizzle » Sa 30. Dez 2017, 19:48

Einer der beiden Orks schaute ungläubig, als Tobi unerwartet vor ihnen vorbeihuschte. Ein dummes „eh“, ertönte aus dem riesigen Maul des stinkenden Orks. Der Andere hingegen war durch den Pfeffer geblendet und schon beschwerte er sich brüllend in orkischer Manier. „Dreckiger Dreckskerl!“
Uglaag Barak war nicht gerade für seine Wortgewandtheit bekannt. Jedoch war er in anderen Dingen schlagfertig. So dauerte es nicht lange, bis die Faust den verdutzten Ork traf, der sich verwundert über den Goblin hatte beschweren wollen. Seine Worte konnte er aber nicht beenden. Er brachte nur ein: „Was zum….“ heraus, als die Faust seine Nase traf.
„Das war ich nicht!“, schrie er wütend. Doch er ließ den anderen Ork keine Zeit zu antworten, sondern ließ auch lieber die Fäuste sprechen. „Madige Made!“, brüllte Ortuk Ratosh zurück. Schon entbrannte eine Schlägerei zwischen den Beiden. Der wahre Grund war für die beiden Orks nicht mehr vordergründig, da es bald darum ging, wer die dickeren Eier hatte. Sprich wer der Stärkere war.

Der Schlägerei schlossen sich aber auch noch andere Orks an. Sie kämpften für die Seite, von der sie dachten, dass diese gewinnen würde. Auf diese Weise konnte man sein Ansehen in der Rotte gewinnen. Womöglich sogar sozial aufsteigen. Die Goblins in der näheren Umgebung schlossen hingegen eifrig Wetten mit einigen Tieflingen und Rakshanern ab. Sie witterten ein Geschäft, und kurz vor Feierabend war das für manch einen goblinischen Händler nochmal die Gelegenheit ordentlich Profit zu scheffeln. Der Großteil der Tieflinge schaute jedoch grimmig drein und sie standen wie unbeteiligte Pfeiler am Kampfplatz. Während die Düsterlinge schnell zwischen den Häuserspalten das Weite suchten, wie sie es immer taten, wenn eine Streiterei ausbrach.

Tobi tat genau das, was er nicht tun sollte. Eigentlich hatte er fliehen sollen, da ihn seine ganze Familie immer noch durch die halbe Stadt jagte. Doch sein Coolness relativierten die Gefahr und den Stress mal wieder. „Passt schon“, dachte sich Tobis Gehirn. Also stellte er sich zur Seite und schaute amüsiert dem Kampf zu. Es war durchaus als Unbeteiligter auch nicht ungefährlich der Schlägerei zuzusehen, da die Orks auch sämtliche Gegenstände aus der Umgebung benutzten um sich zu prügeln. Nur Stichwaffen und Klingen jeglicher Art wurden nicht benutzt. Es sollte kein Blutkampf werden, sondern lediglich eine kleine Rauferei. Tobi positionierte sich ziemlich intelligent hinter einem stattlichen Tiefling. Dort war Tobi vor den wettenden Goblins verschont. Er war der Kultur der Chaosvölker vertraut, sowie es alle tazloggkanischen Goblins war. Daher wusste er, dass diese kleine Rauferei, die für Andere unglaublich gefährlich aussah, bloß ein kleiner lusiger Zeitvertreib zwischen Orks war. Im Grunde genommen eine andere Art von Kommunikation.

Ein Zahn flog wenig später in hohem Bogen zu Tobis Richtung. Er hob diesen vom Boden auf und zeigte ihn Sanara, die wieder in seiner Nähe aufgetaucht war. Ihre Reaktion konnte der chaotische Goblin nicht ganz interpretieren. Es war auch schwer die Mimik und Gestik in so einem kleinen Gesicht wiederzuerkennen.
„Hier hast nen Zahn. Bist doch ne Zahnfee“, sagte er lässig,wobei es abfälliger klang, als es in dem Moment gewollt war. Es handelte sich dabei um ein Vorurteil, den andere Völker gegenüber Feen hatten. Denn viele sahen Feen nur als Hüter der Zähne und Boten des Karies an. Eigentlich wurden Feen häufig nicht ernst genommen. Und obwohl Tobi ein sehr aufgeschlossener und kommunikativer Typ war, waren solche Vorurteile auch in ihm verankert. Vor allem, da er mit dem Volk der Feen keine Erfahrung sammeln konnte.
Er schaute beiläufig auf den Kampf und meinte dann zu Sanara. „Ist doch lustig.
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Re: Mac's Gaststätte

#16

Beitrag von Sanara » Sa 13. Jan 2018, 10:24

„Hier hast nen Zahn. Bist doch ne Zahnfee“ Sanara war ob Tobi´s abfälliger Worte gekränkt. So sympathisch die Fee den kleinen Goblin auch fand, es wurde Zeit ihn eine Lektion zu erteilen.

Sanara war zwar hauptsächlich in Heilmagie ausgebildet, aber einen Verteidigungszauber beherrschte sie doch und gedachte nun ihn gegen Tobi einzusetzen: "Wurzeln schlagen" . Der Zauber bewirkte, dass der Verzauberte sich nicht von der Stelle rühren konnte. Gedacht, getan. Tobi konnte sich nicht mehr rühren.

Währenddessen beteiligten sich immer mehr Orks an der Schlägerei und es ließ sich nicht mehr vermeiden, dass Tobi von den umherfliegenden Gegenständen getroffen wurde, ohne sich wehren zu können, ganz wie Sanara es beabtsichtigt hatte. Schadenfroh sah Sanara zu. Die kleine Fee setzte sogar noch einen drauf, als sie an einer Mauer einige Ameisen entdeckte. Feen konnten ja mit Tieren kommunizieren und auch wenn Sanara nicht dafür ausgebildet war, Tiere zu beherrschen, fragen konnte man ja mal und so setzte sich die Fee mit den Ameisen in Verbindung, die glücklicherweise bereit waren bei Sanaras Streich mitzuspielen. Faszieniert beobachtete die Fee, wie die Ameisen auf Tobi zukrabbelten und unter seine Kleidung schlüpften, wo sie ihn mit Bissen traktieren würden.

Das wird dich lehren, mich nicht nochmal so abfällig zu behandeln. dachte Sanara. Natürlich würde die kleine Fee nicht zulassen, dass Tobi ernsthaften Schaden erlitt und den Zauber aufheben, wenn es zu gefährlich für den kleinen Goblin würde. Allerdings war sie sich nicht ganz sicher, ob die Ameisen auf sie hören und den Rückzug antreten würden, wenn Sanara sie darum bat.

Die Fee betrachtete den Orkzahn, den Tobi ihr zugeworfen hatte und beschloss ihn zu behalten, wer weiß schon, wofür er eines Tages noch nützlich wäre. Notfalls gäbe er eine passable Stichwaffe für die Fee ab. Gelassen beobachtete Sanara die Situation, die für Tobi sehr ungemütlich geworden war. Noch überwog allerdings der Ärger über Tobi`s Verhalten ihr gegenüber ihr Mitleid. Der Goblin warf ihr inzwischen verzweifelte Blicke zu. "Wie heißt das Zauberwort?" fragte Sanara ihn.

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