Söldner in Asamura

  • Söldner in Asamura

    soeldnerlager.jpgEin Söldner ist eine gegen Bezahlung (Sold) angeworbene Person, die in einem bewaffneten Konflikt unter fremdem Banner kämpft. Es ist unüblich, dass sich Söldner einzeln verdingen, sie dienen immer einem Kommandanten, der die Geschäfte für die gesamte Truppe organisiert. Stationiert sind sie in Söldnerlagern. Während Zivilisten und Kombattanten durch das im Kaisho-Konvent geregelte Kriegsrecht geschützt werden, sind Söldner von diesem Schutz ausdrücklich ausgenommen. Im Ansehen stehen sie hinter einer staatlichen Armee zurück und verdienen schlechter. Doch während für einen Almanen, der unter fremdem Banner dient, in seiner Heimat die Todesstrafe winkt und für einen Arashi die lebenslängliche Verbannung, stellt der Beruf des Söldners in Naridien kein Problem dar, so lange die Waffe nicht gegen das eigene Land geführt wird. Ledwick unterhält mit den Oltremarini gar eine staatliche Fremdenarmee.


    Bekannte Söldnereinheiten


    soeldner.jpg1) Raubvögel


    Das Söldnerlager in der Nähe von Obenza wird von den Verbrechersyndikaten finanziert. Es dient vor allem der Behauptung der Unabhängigkeit des Stadtstaates gegen die Großmacht Naridien und dem Schutz der Schmugglerpfade durch das Gebiet, fungiert aber auch als eine Art Polizei. Ihre Treue ist rein finanzieller Natur und sie wechseln ihre Dienstherren wie die Socken. Sie dienen dem, der sie bezahlen kann. Jedoch bringt sie das mitunter in Gefahr durch andere Söldnerbanden, die ihrerseits von ehemaligen Dienstherren der Raubvögel zu deren Bestrafung gegen sie entsendet wurden. Das Söldnerlager der Raubvögel wurde vor wenigen Jahre bei einer Auseinandersetzung um die Hoheit über die Hafenzölle von den Oltremarini niedergebrannt, jedoch mittlerweile wieder aufgebaut.


    2) Grüner Kader


    Grundsätzlich werden Söldner von Herrschern angeheuert, können aber auch selbst zu Machtfaktoren werden, wie es zum Beispiel beim "Grünen Kader" geschah, einer Söldnertruppe, die sich aus Deserteuren des Almanischen Bruderkrieges zusammensetzte. Um der Einberufung zu entgehen, verteidigten sie sich gegen den Zugriff der Krone mit Waffengewalt. Die Bezeichnung "Grüner Kader" leitete sich davon ab, dass diese Fahnenflüchtigen sich in den Wäldern verstecken.


    Sie hielten sich ursprünglich in der Nähe ihrer Heimatgemeinden auf, wo sie mit der Unterstützung von Verwandten und Freunden rechnen konnten. Nach dem Ende des Almanischen Bruderkrieges aber wurden die "Grünen Kader" zu einem Selbstläufer, denn nicht all Kämpfer kehrten anschließend in ihre Heimat zurück. Viele blieben bei ihren Söldnereinheiten, die ihnen ein neues Zuhause geworden waren.


    Die „Grünen Kader“ verfügen über eine militärische Organisationsstruktur, sind voll bewaffnet, terrorisieren die Bevölkerung, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen und brachten in der Vergangenheit einige Landstriche in der Wildnis zwischen Almanien und Rakshanistan sowie im Bereich der naridischen Ostgrenze unter ihre Kontrolle. Sie dienen keinem politischen Ziel, sondern ihre eigene Versorgung steht für sie an erster Stelle.



    Bekannte Söldner

    Dieser Söldnerkommandant kam viel herum. Er diente nach seiner Flucht vom naridischen Militär zunächst als Ausbilder in der Strafkompanie von Souvagne, dann im Grünen Kader, später bei den Raubvögeln, um sich heute als Kommandant des Söldnerlagers der Eisenfalken im Dienst von Drakenstein zu verdingen.


    Situation der Söldner in den unterschiedlichen Ländern

    • Almanien

    Für einen Almanen, der unter fremdem Banner dient, gilt im eigenen Land als Hochverräter die Todesstrafe, so dass eine Rückkehr in seine Heimat ihm für den Rest seines Lebens verwehrt bleibt. Jedoch nehmen Almanen ihrerseits mitunter die Dienste von fremdländischen Söldnern in Anspruch, die auf die Krone schwören müssen.


    • Naridien

    Für einen Naridier ist der Dienst als Söldner unter fremder Fahne nicht per se strafbar. Für die Beurteilung, ob Verrat vorliegt, hängt es davon ab, ob der Söldner an einem bewaffneten Konflikt gegen Naridien teilgenommen hat oder nicht. Hat er gegen die eigenen Landsleute gekämpft oder diesen Kampf anderweitig unterstützt, erwartet ihn der lebenslängliche Dienst in den Erzminen von Trux. Hat er die Waffe nicht gegen Naridien erhoben, sondern gegen andere Mächte gekämpft, spielt es bei seiner Heimkehr nach Naridien keine Rolle, ob er als Söldner diente oder nicht.


    • Arashima

    Arashi verzichten auf die Dienste von Söldnern und verachten diese zutiefst. Ein Arashi, der nachweislich als Söldner dient, hat sich selbst und damit seine Familie und sein Land derart entehrt, dass man ihn aus der Gesellschaft ausstößt und einen Suizid von ihm erwartet.


    Weiterführende Literatur


    Kriegerherz - ein Bericht über die Situation der naridischen Grenztruppen, die sich mit den Söldnern der Grünen Kader herumschlagen müssen