Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 02.07.203 n.d.A.

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 02.07.203 n.d.A.

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mo 2. Jul 2018, 17:22

Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 02.07.203 n.d.A.


Am Morgen lie├č der Duc seine S├Âhne, seinen Palaisin, sowie seine Berater zusammenrufen. Seinem Schwiegersohn galt ebenso die Einladung wie dem Schwiegervater Brandur. Als sich alle versammelt hatten, er├Âffnete der Maximilien die Verhandlung.

ÔÇ×Wie wir vor kurzem durch die Himmelsaugen erfahren haben, zieht eine Gruppe Zwerge Richtung Ledwick.
Unseren Sohn Ciel unterrichteten wir bereits dar├╝ber.

Nachdem das F├╝nf-L├Ąnder-B├╝ndnis, besser bekannt als das Kaisho-Abkommen oder das Kaisho-B├╝ndnis zwischen den L├Ąndern Souvagne, Hohe Mark, Ledwick, Ehveros und Evalon aufgrund Kriegstreiberei zerbrochen ist, ist es unsere oberste Pflicht noch h├Ąrter als zuvor die Grenzen unseren Landes zu sch├╝tzen.

Letztendlich wurde nach langen wie auch z├Ąhen Verhandlungen in Ehveros ein Friedensvertrag unterzeichnet, aber wie uns die Geschichte lehrt, wurden solche Vertr├Ąge h├Ąufig dazu missbraucht, andere L├Ąnder in Sicherheit zu wiegen.

Ferner ist der Friedensvertrag weder ausreichend ausgearbeitet noch ratifiziert worden. Nun dies sind kleine Details, solange dem Friedensvertrag Rechnung getragen und Achtung entgegengebracht wird. Souvagne wird den Friedensvertrag selbstverst├Ąndlich nicht brechen. Wir haben und wir werden keinen Angriffskrieg ausf├╝hren, aber wir werden mit unerbittlicher H├Ąrte unser Land gegen jeden Agressor verteidigen und unsere Grenzen halten.

Ob den Zwergen tats├Ąchlich an Frieden gelegen ist, ist nicht abzusch├Ątzen. Laut unserem Abgesandten haben am Ende alle unterschrieben, aber vermutlich da jedem mittlerweile die Luft ausging und alle nur noch nach Hause wollten. Ferner schienen die Zwerge das B├╝ndnis zwischen Souvagne und Alkena zu missbilligen.

Den Zwergen selbst wurde von unserer Seite hier in Souvagne wie auch in Ehveros mehrfach ein B├╝ndnis unterbreitet, dass nicht auf Geh├Âr stie├č. Eine Einmischung in unsere Staatsangelegenheiten und Entscheidungen dulden wir in keiner Weise, gleichg├╝ltig von welchem Volke ausgehend. M├Âglicherweise sehen sie Ledwick als einen eventuellen B├╝ndnispartner. Allerdings w├Ąren dann Dipolmaten gesandt worden, anstatt Krieger. Die Traditionen der Zwerge k├Ânnten aber auch anderes verlangen.

Folglich k├Ânnen wir in Anbetracht der vorgenannten Friedens- und B├╝ndnisverhandlungen keine R├╝ckschl├╝sse auf das Begehren der Zwerge schlie├čen.

Die Zwerge k├Ânnten friedfertige Absichten hegen, um ein B├╝ndnis mit Ledwick auszuhandeln.
Allerdings k├Ânnten sie ebenso Ledwick den Krieg erkl├Ąren.

Hier den Umstand des Nachbarlandes Ledwick ausnutzend, dass dieses ├╝ber noch keine fest verankerte Regierung verf├╝gt, noch von den Kriegswirren gebeutelt ist und leider ├╝ber eine schwache Ernte wie Infrastruktur zur Zeit zu klagen hat. Sollte Ledwick an die Zwerge fallen, k├Ânnten sie versuchen von Ledwick und Lysira aus Ehveros in die Zange zu nehmen und dieses Land ebenfalls zu unterjochen. Nachschub an Kriegsmaterial w├╝rde der Seite Lysira aus der Zwergenpforte Turzwacht und Silberh├Âhe zur Verf├╝gung stehen, w├Ąhrend Ledwicks Truppenversorgung aus Bartglanz und Felsblut erfolgen w├╝rde.

Auch Ehveros hat noch hart mit den Verlusten bez├╝glich seiner Kriegsbeteiligung zu k├Ąmpfen. Und ebenso wie Ledwick wird Ehveros von einer neuen Regierung gef├╝hrt. Was die Sache sicher nicht vereinfacht ist, dass es sich dabei um eine junge Frau handelt. Sie wird sich vermutlich h├Ąrter und arbeitsintensiver in ihr neues Amt einfinden m├╝ssen, als es jeder Sohn gemusst h├Ątte.

Alles Fakten, die beide almanischen L├Ąnder schw├Ąchen und angreifbarer machen.

Unsere Person hofft selbstverst├Ąndlich, dass die Zwerge in friedlicher und vielleicht b├╝ndnissuchender Absicht Ledwick besuchen, aber vor anderen Beweggr├╝nden d├╝rfen wir nicht die Augen verschlie├čen.

Aus vorgenannten Gr├╝nden befehlen wir die Grenz├╝berwachung zu verdoppeln und die Grenze zu den Zwergenpforten Bartglanz und Felsblut, sowie die Grenze zu Ledwick besonders ins Auge zu fassen. Selbstredend darf der Grenzschutz zu den Zwergenpforten Dunkelbruch, Turzwacht und Silberh├Âhe nicht gelockert werden, denn es k├Ânnte sich auch um ein Ablenkungsman├Âver handeln.

Anmerkungen hierzu?ÔÇť,
fragte der Duc in die Runde.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#2

Beitrag von Maurice de la Cantillion » Di 3. Jul 2018, 08:52

Mehrere Falken schraubten sich in luftige H├Âhen und ├╝berflogen das Gebiet, auf dem die Zwerge standen, w├Ąhrend wachsame Blicke auf den Zwergen ruhten. Die schwer befestigte Wehranlage, war weiter ausgebaut worden. Man sah, dass es den Souvagnern mit ihrem Schutz ernst war. Sie bauten nicht einfach eine Mauer, sie bauten eine gewaltige Festung um ihre Lieben, ihre Landsleute und ihre Heimat darin gut und sicher zu verwahren. Neben den schwer bewaffneten Wachen und Sch├╝tzen erschien ein ger├╝steter Mann auf dessen Schulter sein Falke sa├č. Genau wie die Falken und anderen Raubv├Âgel, behielten die Himmelsaugen in diesen Tagen mehr denn je die Umgebung rund um Souvagne im Auge. Durch die Augen seines Tieres sah Maurice die beiden Zwerge in absoluter Deutlichkeit. Die Augen eines Menschen konnten nicht mit denen eines Falken mithalten. Das Himmelsauge gab den Wachen ein Handzeichen, er w├╝rde eine Unterredung mit dem Zwergenk├Ânig f├╝hren.

"K├Ânig von Niewar, Ihr sprecht mit Comte Maurice de la Cantillion, Himmelsauge seiner Allerdurchlauchtigstem Duc Maximilien Rivenet de Souvagne. Bruder des hiesigen Lehnsherrn Comte Melville de la Cantillion. Euer Ansinnen wurde an unsere k├Ânigliche Hoheit weitergeleitet. Laut pers├Ânlichem Befehl unserer Hoheit wurde Euch eine Audienz gew├Ąhrt, Ihr d├╝rft also die Grenze passieren und souvagnischen Boden betreten. Ich werde Euch zum Hof des Gro├čherzogs begleiten. Dort m├╝sst Ihr Euch etwas in Geduld ├╝ben, denn seine Majest├Ąt hat im Moment noch dringende Staatsgesch├Ąfte zu erledigen. Sobald diese abgeschlossen sind, d├╝rft Ihr vor seine Majest├Ąt treten und Euer Ansinnen vortragen. Ich geleite Euch sicher zu unserer Hoheit, wie auch zur├╝ck zur Grenze", erkl├Ąrte der Comte und verlie├č mit diesen Worten die Wehranlage.

Maurice nahm den Zwergenk├Ânig samt seinem Begleiter in Empfang und geleitete beide nach Beaufort. Am Hofe in Beaufort angekommen wurde das Himmelsauge mit seinen beiden Begleitern von einer schwer ger├╝steten Truppe der k├Âniglichen Leibgarde in Empfang genommen. Die Gesichter der Gardisten waren ausdrucklos. Die drei M├Ąnner wurden auf direktem Wege in den Palast des Duc gef├╝hrt. Vorbei an reich verzierten W├Ąnden, geschm├╝ckt mit ausladenden Schnitzereien und verfeinert mit Bildern ging es schnurstracks zu einer durch Wachen gesicherten Doppelt├╝r. Maurice deutete K├Ânig Dunkelerz an einen Augenblick zu warten.

Der Comte trat an einen Diener heran, dem er kurz etwas zufl├╝sterte. Der Mann verneigte sich knapp und ├╝bernahm nun seinerseits die F├╝hrung. Der Diener f├╝hrte den Magier und die beiden Zwerge durch den Palast. An einer gro├čen Doppelt├╝r angekommen, klopfte der Diener an. Diese wurde von den Wachen im Inneren ge├Âffnet. Es handelte sich um einen opulent eingerichteten Wartesaal. Getr├Ąnke, kleine Speisen wie auch B├╝cher lagen aus, um die Wartezeit der edlen G├Ąste zu verk├╝rzen. Zwei Gardisten hielten in diesem Wartesaal Wache und sorgten, falls n├Âtig f├╝r Ruhe und Ordnung. Ein Hausdiener stand bereit, falls die G├Ąste etwas ben├Âtigten oder sich nach etwas erkundigen wollten. Der Diener der sie zum Wartesaal gef├╝hrt hatte trat vor Maurice.

"Wenn Ihr hier bitte Platz nehmen und wartend w├╝rdet. Sobald seine Allerdurchlauchigste Hoheit Duc Maximilien Rivenet de Souvagne bereit ist Euch zu empfangen, werde ich Euch umgehend abholen und Euch zum Thronsaal geleiten. Dort werdet Ihr in Empfang genommen. Allerdings ist seine Majest├Ąt zur Zeit unabk├Âmmlich", verk├╝ndete der Mann.

Der Diener verbeugte sich und lie├č den Comte wie auch die beiden Zwerge im Audienz-Wartesaal des Palastes zur├╝ck. Comte Maurice de la Cantillion ging strammen Schritten an den Leibgardisten vorbei, nahm sich ein Glas Wasser, sowie eine Kleinigkeit zu essen und setzte sich auf einen der gut gepolsterten St├╝hle. Nun hie├č es warten, bis der Duc Zeit f├╝r sie hatte.

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#3

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 3. Jul 2018, 16:11

Familienrat


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel, der sich als Feldherr und Schirmherr des Mauerbaus angesprochen f├╝hlte, ergriff zuerst das Wort. ┬╗Ich werde pers├Ânlich in den S├╝den von Neu-Souvagne reisen und mich vor Ort von den Baufortschritten ├╝berzeugen. Bei dieser Gelegenheit m├Âchte ich auch mit den Himmelsaugen sprechen, welche diesen Grenzabschnitt sichern und den Bau der Akademie in Wolfsfels ins Rollen bringen. F├╝hlt sich jemand berufen, mich zu begleiten?┬ź Er blickte aufmerksam in die Runde.

Greg
"Wir werden Dich begleiten, gleiches Amt, gleiche Verantwortung. Zudem k├Ânnen wir gemeinsam mit Auqilla schneller reisen. Ob die Zwerge kriegerisch unterweges sind oder nicht, die Mauer muss fertiggestellt werden. Die komplette Zwingeranlage. Die Zwerge k├Ânnen friedlich sein, die Rakshaner werden es nicht sein. Gleich zu welcher Zeit oder?", warf Greg ein.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Momentan verhalten die Rakshaner sich ruhig┬ź, erkl├Ąrte Ciel. ┬╗Sie rechnen vermutlich noch mit Tarkans R├╝ckkehr. Er ist jedoch noch nicht in seine Heimat zur├╝ckgekehrt, sondern erholt sich noch als Gast hier bei Hofe. Mit Aquila zu reisen ist eine gute Idee. Wenn du von ÔÇ║wirÔÇ╣ sprichst, meinst du vermutlich dich und Linhard, nehme ich an.┬ź Ciels Gesichtsausdruck war nicht zu deuten.

Greg
Gregoire schmunzelte und blinzelte Ciel an. "Nat├╝rlich meine ich mit WIR meinen Ehemann. Er wird sein Huhn fliegen. Wir genie├čen den Flug. Die Rakshaner waren jetzt auch nur ein Beispiel, f├╝r eine m├Âgliche Bedrohung. Gleichg├╝ltig wer irgendwann der vor der Mauer steht, dort wird er stehen bleiben. Aber Thema waren im Moment die Zwerge und wie wir mit ihnen umgehen sollen", erinnerte Greg freundlich und lehnte sich an Linhard an.

Himmelsauge-Bote
Ein Bote kam hereingeeilt und verbeugte sich vor der gro├čherzoglichen Familie. "Eure Majest├Ąt, Eure Hoheiten, an der Grenze wurde ein Zwerg gesichtet, der um Einlass bittet. Er sagt, er m├Âchte Euch sprechen Eure Majest├Ąt. Der Zwerg ist nur in Begleitung eines weiteren Mannes und es handelt sich um K├Ânig Dunkelerz. Die weitere Gegend wurde von uns mit unseren Greifv├Âgeln abgesucht, die beiden M├Ąnner sind tats├Ąchlich allein. Vermutlich eine Delegation? Ebenso k├Ânnte es sich um eine Delegation gen Ledwick handeln", erkl├Ąrte das Himmelsauge respektvoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich denke nicht, dass von einem so kleinen Zwergengr├╝ppchen Gefahr ausgeht. Was bef├╝rchtest du, Vater? Ich denke, es ist eine Tradition bei ihnen, mit einer Schar Kriegern zu reisen, so wie wir mit unserer Leibgarde unterwegs sind. Diese Zwergenkrieger werden schlicht den selben Zweck erf├╝llen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nun ich f├╝rchte nicht die Zwergenkrieger, sondern deren Bedeutung Ciel. Oft ist nicht ma├čgeblich was wir direkt vor unserer Nase sehen, sondern dass was wir dadurch verpassen. Sprich das was es vor uns verbirgt. Das Prinzip ist uralt, der Lockvogel. Auf der anderen Seite k├Ânntest Du absolut Recht haben und die Zwerge sind auch redlichen Gr├╝nden hier. Es herrschte in letzter Zeit in der Welt zu viel Zwist, Streit, Mord und Krieg als dass man dies ungeachtet beiseite schieben k├Ânnte. Kurzum ich suche den Haken. Sollte es keinen geben, freut mich das", antwortete Max und wandte sich an das Himmelsauge. "Dem Zwergenk├Ânig samt seiner Begleitung ist die Einreise gestattet. Geleitet ihn in den Palast und teilt ihm einen Saal zu. Wir werden uns zeitig unseres Gastes annehmen", befahl der Duc. Das Himmelsauge nickte knapp und eilte davon.

Dreux
"Wir sollten bevor wir mit den Zwergen verhandeln, selbst auf eine klare Linie kommen. Wenn die Zwerge hier sind, da sie sich von den Kriegswirren etwas erholt und ihre Gefallenen bestattet haben, k├Ânnten sie das angebotene B├╝ndnis in Anspruch nehmen wollen oder sogar selbst einen vorschlagen. In Ehveros war es ihnen vielleicht nicht m├Âglich, oder sie hatten andere Sorgen aufgrund der Anwesenheit von Tarkan. Und dieser gab selbst zu, dass die Ghule au├čer Kontrolle sind. Folglich wollte jeder in die Heimat, wie Vater schon richtig sagte um die eigene Bev├Âlkerung und seine Lieben in Sicherheit zu bringen. Nun da dies geschehen ist, sind die Zwerge zur├╝ckgekehrt. Hier vor Ort hat Dunkelerz einen ehrenwerten Eindruck gemacht. Also wie gehen wir vor, falls ein B├╝ndnis vorgeschlagen wird? Und welche Bedingungen m├╝ssen f├╝r uns erf├╝llt sein? Was ist f├╝r uns das Mindestma├č, was ist f├╝r uns Ablehnungsgrund? Wir m├╝ssen dort mit einer Stimme sprechen. Ich wei├č Vater, dass Du diese eine Stimme bist, aber wir treten als regierendes Duo auf und die Familienversammlung wurde ebenfalls nicht umsonst einberufen. Also hat dazu jemand eine Idee oder schon eine Anmerkung?", fragte Dreux in die Runde.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien nickte zustimmend. "Wir regieren als Duo und wir treten als gesamte Familie als eine geschlossene Einheit auf. Zwar treffe ich letztendlich s├Ąmtliche Entscheidungen, aber ich m├Âchte alles f├╝r und wieder gut gegeneinander abw├Ągen. Und viele K├Âpfe haben mehr Ideen. Also nur zu", bat Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗K├Ânig Dunkelerz pers├Ânlich sucht das Gespr├Ąch mit uns und eine Schar seiner Getreuen tut das selbe in Ledwick. Ich vermute, auch nach Ehveros wurden Zwerge entsandt. Lass uns erst sein Wort h├Âren, bevor wir urteilen. Du bist etwas nerv├Âs, Vater, scheint mir, dass du gleich das Schlimmste hoffst.┬ź Ciel vermutete, es lag daran, dass Maximilien seinen vertrauten Leibdiener entbehren musste, der f├╝r einen Monat anderweitig diente, aber daran musste er sich Ciels Meinung nach gew├Âhnen. Schlie├člich musste das auch funktionieren, wenn Fabien einmal krank war oder anderweitig l├Ąngere Zeit ausfiel. ┬╗Dreaux hat Recht, wir sollten vorher in diesen Punkten einig werden, denn nach dem Gespr├Ąch mit Dunkelerz wird es vermutlich weiteren Diskussionsbedarf geben. Welcher Natur sollte das B├╝ndnis sein? An erster Stelle steht die Frage - was hat Souvagne davon, au├čer, im Kriegsfall die Stirn hinhalten zu m├╝ssen? Was k├Ânnen die Zwerge uns bieten, damit es sich lohnt, souvagnisches Blut zu vergie├čen? Mir schwebt Artefaktmagie vor, um den Zwinger noch sicherer zu machen - und vielleicht der Korridor nach Norden, den sie uns bei den ersten Verhandlungen verwehrten.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Mein lieber Ciel, ich hoffe garantiert nie das Schlimmste. Was h├Ątte ich davon? Mein pers├Ânlicher Wunsch ist es, dass alle Souvagner, einschlie├člich meiner Person in Ruhe und Frieden leben k├Ânnen ohne Angst vor irgendetwas haben zu m├╝ssen. Sei es vor Krieg, Seuchen, M├Ârdern oder sonstiges. Also ich hoffe bestimmt nicht auf eine Katastrophe. Aber tritt eine ein, werde ich sie beenden. Jedenfalls w├╝rde ich es nach besten Wissen und Gewissen versuchen, wie stets. Ich stimme Dir und Dreux zu, dass unsere Standpunkte vor der eigentlichen Verhandlung fest stehen m├╝ssen. Jedenfalls die unumst├Â├člichen. Jene die verhandelbar sind, m├╝ssen wir auch vormerken und nat├╝rlich wie weit wir da mit uns handeln lassen. Wir f├╝hren keine Stellvertreterkriege Ciel, f├╝r niemanden. Kein Souvagner wird sterben, damit ein anderer Fremdl├Ąnder davon verschont wird, selbst seine Heimat zu verteidigen. Unterst├╝tzung k├Ânnte man sich ├╝berlegen, aber die Kriege die andere lostreten haben sie auch selbst auszufechten. Ansonsten sollten sie Frieden halten. Artefaktmagie basiert worauf? Sind wir damit von Erneuerungen abh├Ąngig? Oder wird ein Artefakt einmalig gefertig und wenn man es erworben hat, funktioniert es bis zu seiner Zerst├Ârung?", hakte Max nach.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels bleiches Gesicht wurde so pink wie Nathans Wams. ┬╗Ich habe mich versprochen. Ich ging nicht davon aus, dass du das Schlimmste hoffst, sondern f├╝rchtest, da du in Sorge bist. Also soll das B├╝ndnis keine gemeinsamen Kriegshandlungen beinhalten, auch nicht zur Verteidigung. Worauf aber dann? Artefaktmagie wirkt sehr lange, je nach Fertigungskunst so viele Jahrhunderte, dass es erscheint, als w├╝rde sie ewig wirksam sein.┬ź Ciel tupfte sich mit einem sauberen Stofftaschentuch etwas Schwei├č von der Stirn.

Greg
Verrill grinste ├╝ber beide Ohren, als Ciel anfing wie ein Hochofen zu gl├╝hen. Zu allem ├ťberfluss brach ihm auch noch der Schwei├č aus. "So steht es auch in den B├╝chern geschrieben. Besonders Waffen werden gerne verzaubert. Ich denke Sorge ist angebracht, nach dem Krieg der drau├čen tobte. Aber es ist auch ein Neuanfang angebracht. Wenn jeder dem anderen weiter misstraut und keiner sich einen Schritt auf den anderen zu wagt, dann wird es immer genau dieser Status bleiben. Eine gemeinsame Verteidigung ist etwas anderes, als ein gemeinsamer Krieg in meinen Augen", sagte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Grins nicht so┬ź, murrte Ciel leise. ┬╗Wie sollte die gemeinsame Verteidigung aussehen? Wir haben unsere Mauer. Im Austausch von Truppen?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Eine gemeinsame Verteidigung w├Ąre nur dann sinnvoll, wenn man gemeinsame Aufkl├Ąrung betreibt, sich gegenseitig warnt. Sollte es zu einem Angriff kommen, w├Ąre man bei einem B├╝ndnispakt verpflichtet, dem anderen Volk beizustehen. Es kommt drauf an, ob wir dies mit den Zwergen wollen. Wie verhielt es sich in der Vergangenheit? Haben die Zwerge Partei f├╝r unsere B├╝ndnispartner oder gegen die Handelsallianz ergriffen? Nein. Sie waren genauso neutral wie wir. Sie haben sich aus allem herausgehalten. Sie m├Âchten nicht das Zwerge grundlos sterben und ebenso m├Âchte ich nicht, dass einer meines Volkes grundlos stirbt. Ein B├╝ndnis w├Ąre in meinen Augen zuerst f├╝r die kommende Friedenszeit gedacht. Wie Du sagtest die Nordpassage. Aufnahme von Handelsbeziehungen und dergleichen. Jedes Volk kann etwas anbieten und erh├Ąlt etwas im Gegenzug zur├╝ck. Siehe Alkena als Beispiel. Dies w├Ąre ein erster Schritt um sich gegenseitig anzun├Ąhern und Vertrauen aufzubauen", schlug Maximilien vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mir geht es um einen direkten Landweg nach Alkena, dagegen hatten die Zwerge sich mit H├Ąnden und F├╝├čen gewehrt. Wir haben eine Luftbr├╝cke eingerichtet, was vielleicht sogar die bessere L├Âsung ist. Dennoch finde ich, dass die Zwerge bei den Verhandlungen wenige Zugest├Ąndnisse gemacht haben, aber viel verlangten. Ich bin gespannt, was sie uns diesmal bieten. Artefaktmagie f├Ąnde ich, wie angemerkt, eine gute L├Âsung, um unsere Zwingermauer zu verst├Ąrken. F├╝r ein B├╝ndnis im Kriegsfall erscheint es mir fr├╝h, ich will mich aber auch nicht komplett dagegen stellen. Ich habe nur Sorge, dass beim n├Ąchsten ├ťberfall der Rakshaner auf die Zwerge Souvagne in einen Krieg hineingezogen wird, der nicht der unsere ist. Umgekehrt k├Ânnen die Zwerge uns jedoch kaum helfen, sollte das Chaos sich erneut in unsere Richtung bewegen, oder sehr ihr das anders?┬ź

Dreux
"Nein ich sehe es genau wie Du. Die Zwerge haben sich den Rakshanern aus zweierlei Gr├╝nden gestellt. Erstens sie wurden angegriffen und Stolz. Sie haben bis zum Schluss gewartet, ├╝berhaupt wen um Hilfe zu bitten. Vorher waren sie zu stolz dazu. Ich vermute sie sahen sich als Erl├Âser der Welt, als ein Volk der Ordnung. Die Zwerge h├Ątten sich zu gerne auf die Fahne geschrieben - Bezwinger der Rakshaner. Aber die Rakshaner sind ein Meer aus Menschen, die gr├Â├čte Bev├Âlkerung die unser Planet zu bieten hat. Kein Volk ist zahlenm├Ą├čig gr├Â├čer. Z├Ąhlt man die Naridier dazu, w├Ąren diese immer noch geringer. Zudem sind Naridier kein gewachsenen Volk, sondern ein V├Âlkerbund, ein Vielv├Âlkerstaat. Sei es drum, die Rakshaner sind ein Meer aus Menschen. Und niemand kann das Meer bezwingen. Dass wei├č jede Nation, die eine Meerseite besitzt. Man kann lernen mit dem Meer und der davon ausgehenden Gefahr zu leben. Man kann das Meer eind├Ąmmen und man kann D├Ąmme bauen, dass sich die Wellen des Meeres daran brechen. Was D├Ąmme und Wellenbrecher angeht, sind wir erstklassig ausgestattet. Sobald der Zwinger fertig gestellt ist, k├Ânnten die Rakshaner angeflutet kommen, aber sie w├╝rden Souvagne nicht wegsp├╝len. Es w├Ąre der sprichw├Ârtliche Fels in der Brandung. Und bis dato, hielten es die Zwerge ebenso. Sie verschanzten sich unter Tage, hielten die Tore fest verschlossen und somit jede Gefahr drau├čen. Wir tun nichts anderes oberirdisch. Es stimmt, von den Zwergen m├╝ssten einige Zugest├Ąndnisse kommen. Ein einseitiges B├╝ndnis ist kein B├╝ndnis. Der Weg frei nach Alkena w├Ąre schon ein Anfang. Vielleicht auch, Alkena mit in die Handelsbeziehungen einzuflechten. So w├Ąre dem Land ebenfalls geholfen", schlug Dreux vor.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel strich sich ├╝ber das Kinn. ┬╗Alkena sollte auf jeden Fall mit einbezogen werden, allein wegen der alchemistischen G├╝ter! Mauern und Tore sind ein gutes Stichwort. Die Zwerge haben ihre Festungen, die wie Deckel auf einem Topf funktionieren. Die Zwerge verstehen sich auf Tunnelbau und wie die Gelehrten festgestellt haben, ist der Planet von einem G├Ąngesystem zerfressen wie ein alter Dachbalken von Holzw├╝rmern. Auch unter Souvagne ist der Kontinent hohl. Eine unterirdische R├╝ckzugsm├Âglichkeit f├╝r Souvagne, nicht in Zwergengr├Â├če, sondern f├╝r Menschen geeignet, eine Bunkeranlage, falls an der Oberfl├Ąche alle Stricke rei├čen - was haltet ihr davon?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Einiges in der Art gibt es schon, es sind Schutzr├Ąume. Ihre Mobilmachung wurde befohlen. Man kann sie zudem ├╝ber bestimmte Schutzmechanismen verteidigen. Ich verweise dazu auf die Generalmobilmachung. Unser Land auch in die Tiefe auszubauen, gef├Ąllt mir. Eine sehr gute Idee. Warum sollte man eine Ebene ungenutzt lassen, die wohlm├Âglich irgendwann die Rettung in der Not ist? Wir m├╝ssen uns nur um die Bewetterung k├╝mmern, da diese Anlage weit gewaltiger werden d├╝rfte als jedes Bergwerk oder jeder Schutzraum. Aber die Idee gef├Ąllt mir. Zudem k├Ânnte man sie auch mit Magie verst├Ąrken. In der Generalmobilmachung hei├čt es wie folgt:Langfristige Sicherheitsma├čnahmen:

Grenzsicherung:
Die Grenzen Souvagnes sind mit einem Bollwerk (Schleusenmauer) zu sichern. Dieses Bollwerk ist mit entsprechenden Sicherheitstoren und Schleusen, zwecks Abriegelung zu versehen.

Burgen und Bollwerke/Schutzr├Ąume:
Jede Burg ist zu verst├Ąrken. Ferner sind in den Burgen und Festungen Schutzkeller und Schutzr├Ąume einzubauen.

Die Schutzkeller und Schutzr├Ąume haben gegen folgende Unbill zu sch├╝tzen:
Br├Ąnde
Hitze
Rauch
Tr├╝mmerbelastung
Splitterwirkung
Luftsto├čwellen
Luftsogwellen

Ferner sind die Schutzr├Ąume gegen Magie abzusichern. Entweder durch einen zugeteilten Magier vor Ort, oder durch sch├╝tzende Artefaktmagie!

Das waren jene Befehle, die erteilt wurden, bez├╝glich der Schutzr├Ąume und Schutzkeller. Aber unterirdische St├Ądte zu schaffen, oder zumindest eine gewaltige Stadt gef├Ąllt mir au├čerordendlich gut. Diese Stadt sollte im Herzen Souvagnes liegen, vielleicht sollten die Speere eine Art zugang zu dem Komplex bilden", schlug Maximilien vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dann lasst uns auch in die Tiefe gehen und nicht nur in die L├╝fte┬ź, fand Ciel. ┬╗Sobald das Bauprojekt der Mauer beendet wurde, sollten wir uns dem widmen. Die Speere w├Ąren dann Himmelsbr├╝cken, welche den tiefsten Punkt mit dem h├Âchsten verbindet, die Eingeweide mit ihren luftigen H├Âhen.┬ź

Dreux
Dreux nickte zustimmend. "F├╝r mich klingt dass auch sehr gut. Es muss einen Hauptzugang und mehrere Nebenzug├Ąnge geben. Wie eine gewaltige Bunkeranlage. Im Kriegsfall zieht man sich hinter die Souvagnische Mauer zur├╝ck. F├Ąllt diese, was wir nicht hoffen, dann in die der Burgen. Und fallen diese - was wir nicht hoffen, dann ziehen wir uns in den Gro├čbunker zur├╝ck", sagte Dreux.

Greg
Einem Weltenbaum gleich der uralten Sagen. Seine Wurzeln ruhen tief in der Erde, sein Stamm steht in der Welt und seine ├äste reichen in den Himmel. So k├Ânnte man es auch f├╝r unsere Welt halten. Eine Stadt mit mehreren Ebenen w├╝rde ich planen. Nicht viele St├Ądte. Man sollte in dem Fall alle an einem Ort binden, dass macht die Versorgung einfacher. Es birgt eine Gefahr, aber es birgt auch einen gro├čen Zusammenhalt. Zudem m├╝ssen wir auch unterirdisch eine Mauer, eine Abgrenzung ziehen, damit sich niemand von au├čen hineingr├Ąbt. Vielleicht besonders gefestigtes Gestein oder Magie", sagte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das Gleichnis gef├Ąllt mir┬ź, sprach Ciel. ┬╗Sehr gut sogar. Ebenso den Gedanken, alles zu zentrieren. Welche im Zentrum gelegene Stadt w├Ąhlen wir f├╝r dieses Vorhaben? Wolfsfels? Oder D├╝rrfels, mit einem neuen und w├╝rdigeren Namen? Oder eine g├Ąnzlich andere?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max strich sich nachdenklich ├╝ber das Kinn und musterte seinen Schwiegersohn, "Hohenfelde", schlug der Duc vor. "Es liegt fast mittig von Grand Souvagne und unser Linhard bekommt eine Aufgabe, die er sich mit Euch teilt. Wir alle werden daran arbeiten. Es ist eine extrem wichtige Aufgabe, die noch zig Generationen nach uns, Souvagnern das Leben retten kann. Oder wenn wir Gl├╝ck haben und alles wirklich einmal friedlich bleibt, neuen Lebensraum schenkt. Die Schollen m├╝ssten wir dann den Ebenen nach anpassen. Aber das bekommen wir hin", grinste Max. Solche innovativen Ideen gefielen ihm au├čerordentlich gut. Man konnte absolut traditionell denken und zeitgleich die Zukunft mit der neusten Technik meistern. Der Versuch klang verlockend.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sank m├╝rrisch etwas tiefer in den Sessel. Scheinbar hatte sein Vater einen neuen Favoriten. Nat├╝rlich, es war ja auch der Mann von Lieblingskind Gregoire. Zornesflecken bildeten sich auf Ciels Gesicht und er sagte so ruhig wie m├Âglich: ┬╗Willst du diese wichtige Aufgabe nicht richtigen Souvagnern anvertrauen? Geb├╝rtigen Souvagnern, die unserem Land seit Generationen treu dienen?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max strich Ciel ├╝ber den Kopf. "Du wirst an seiner Seite sein, oder m├Âchtest Du ihn lieber an Deiner Seite wissen unter Deinem Kommando? Sprich offen", bat Maximilien, w├Ąhrend Lin Ciel anstarrte. Er hatte nichts dagegen das Ciel die Federf├╝hrung ├╝bernahm. Aber das er gleich scheckig wurde, verst├Ârte ihn etwas.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich will ihn nicht unter meinem Kommando haben. Ich finde nur, dass wir diese Aufgabe einer alten Adelsfamilie anvertrauen sollten und keinem Neuadel, der erst wenige Wochen die souvagnische Staatsb├╝rgerschaft sein eigen nennt┬ź, brummelte Ciel. ┬╗Man hat das Gef├╝hl, dass du Linhard bevorzugst, nur weil er der Mann deines Lieblingskindes ist.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ciel, weder ist Verrill mein Lieblingskind, noch bevorzuge ich Linhard. Ich w├╝rde ihn bevorzugen, wenn er gar keine Aufgabe bek├Ąme. Aber da Dich dies derma├čen st├Ârt, benenne jemanden, den Du beauftragen m├Âchtest", bat Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie w├Ąre es mit den de Grivois? Deine Hauptfrau entstammt dieser Familie, sie sind mit uns verwandt und das nicht erst seit Nathalie. Es gab nie Grund zur Klage. Und auch mein Lehrer Adrien ist ein Grivois. Oder die de Barieres? Mein lieber Erzieher Gaston entstammt dieser Familie. Das sind alles zuverl├Ąssige Adelsh├Ąuser. Warum muss es ausgerechnet Linhards Sippe sein, wir haben gen├╝gend eigene. Bereits sein Onkel Davard hat einen sehr wichtigen Posten inne und sogar Brandur trachtet danach, sich einzuheiraten. Du r├Ąumst dieser Familie viel zu viel Macht ein.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wen m├Âchte Brandur heiraten? Gro├če Macht bedeutet auch eine gewaltige Verantwortung, aber ich gebe Deinem Einwand statt, die anderen Adelsh├Ąuser k├Ânnten dies als Afront sehen. Grivois? Nun dass ist eine gute ├ťberlegung wert", sinnierte Maximilien.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Brandur hat Interesse an Gregoire bekundet┬ź, giftete Ciel und musterte Linhard triumphierend, weil sein Vater sich seinen Einwand zu Herzen nahm.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Brandur hat bitte was? Wieso sollte er? Greg nimm Stellung dazu, was hat es damit auf sich?", fragte Maximilien. Gregoire sch├╝ttelte langsam den Kopf. "Gar nichts, das ist ein Ger├╝cht, dass Fabien in die Welt gesetzt hat", gab Verrill zur├╝ck. Max musterte Ciel und Verrill. "Marquis Jules Auriville de Beaufort, Marquis Philippe-Louis Gillot de Chasseaux, Marquis Mayhew de Chevrette und
Marquis Clement Lavin├ę de la Grange kommen ebenso in Betracht, allein schon von ihrem Rang her", sagte Max und Dreux nickte zustimmend. "Sie sind Marquis", pflichtete er bei.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Bez├╝glich einer Heirat oder was die Schirmherrschaft ├╝ber das Projekt Souvagnischer Weltenbaum anbelangt?┬ź, fragte er verwirrt.

Dreux
Dreux musste lachen. "Beides, aber ich ging jetzt vom Bauprojekt aus, von der Hochzeit her wr├╝de es ebenso passen. Was meine Hochzeit anbelangt, aber bis jetzt habe ich noch niemanden kennengelernt", erkl├Ąrte Dreux freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie gesagt, ich bevorzuge de Grivois von den Genannten. Oder die de la Granges gingen nat├╝rlich auch┬ź, sinnierte Ciel. ┬╗Alexandres Familie hat Souvagne bislang stets treu gedient. Sind alle Adligen nach der Hochzeit schon abgereist? Hast du niemanden kennengelernt?┬ź

Dreux
"Nein ich hatte anderes zu tun, muss ich gestehen, ich habe mich mit vielen unterhalten aber so f├╝r die Ehe habe ich niemanden kennengelernt", antwortete Dreux ehrlich.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Dann werden wir speziell daf├╝r ein Fest geben. Das wird schon werden. Gut, dann soll Alexandres Familie diese Aufgabe ├╝bernehmen. Ich denke, dass haben sie sich verdient und wir k├Ânnen ihnen trauen. Zumal ich Alex nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst habe. Erteile ihm den Auftrag f├╝r seine Familie. Zur├╝ck zu unseren G├Ąsten, den Zwergen. Also f├╝r Handelsbeziehungen ben├Âtigt es noch kein B├╝ndis. Es erleichtert viel, aber zwangsl├Ąufig notwendig ist es nicht", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Was ist denn deine Meinung, Linhard?┬ź, fragte Ciel. ┬╗Du hast bislang noch gar nichts dazu ge├Ąu├čert.┬ź

Linhard
"Also wen Dreux heiratet, sollte er selbst entscheiden. Und ein Fest ist eine gute M├Âglichkeit, um eine Frau kennenzulernen. Ein B├╝ndnis ist bei Handelsbeziehung nicht n├Âtig. Das stimmt, aber es schadet auch nicht und man begegnet sich ganz anders, wenn man im Bunde steht, als wenn man sich nur gegenseitig etwas verkauft. Wir m├╝ssen ├╝berlegen, was wir wollen. Die Zwerge als Freunde sehen, oder wollen wir uns einfach gegenseitig nur als gute Kunden betrachten? Die unterirdische Festung klingt gut und sicher, aber auch ohne Deinen Einwand w├Ąre mir die Aufgabe zu gro├č gewesen. Niemand stemmt sowas allein", antwortete Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel verkniff sich die ├äu├čerung, dass das im Nachhinein jeder behaupten k├Ânnte, den Rest von Linhards Anmerkungen fand er jedoch recht gut durchdacht. ┬╗Ja, was wollen wir?┬ź, fragte er nun in die Runde. ┬╗Wollen wir die Zwerge als Freunde sehen oder als Handelspartner? Die Frage ist berechtigt. Sie fasst das Problem zusammen, mit dem wir uns gerade befassen.┬ź

Dreux
"Nun ich w├╝rde sagen wir geben ihnen eine Chance, ein B├╝ndnis ist nicht unk├╝ndbar, wie man am Kaisho gesehen hat. Festigt es sich und wird zu einer guten Freundschaft, dann soll es so sein. Zeigen sich die Zwerge aber wie Roderich, dann verlassen wir das B├╝ndnis. Es ist wie mit einer Freundschaft, man muss sich darauf einlassen. Aber niemand zwingt einen dabei zu bleiben. Ich w├╝rde ihnen ihre Chance geben. Falls sie sich bew├Ąhren, sehr gut. Und falls nicht, dann haben wir nichts verloren und bleiben hinter unseren Mauern, wie sie hinter ihren", schlug Dreux vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Einverstanden┬ź, pflichtete Ciel bei und bei den Worten von Dreaux wurde er das Gef├╝hl nicht los, dass eine Doppeldeutigkeit mitschwang. Er warf einen Seitenblick zu Linhard.

Linhard
Linhard schaute zur├╝ck und zuckte die Achseln, er wusste nicht, was die Br├╝der gerade unter sich da ausmachten. Er hatte einfach nur einen Vorschlag unterbreitet, mehr nicht. Und er wollte sicher seiner Familie nicht schaden.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#4

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 3. Jul 2018, 16:17

Maximilien lie├č sich das Gesagte seiner S├Âhne noch einmal durch die Gedanken gehen.

ÔÇ×Gut lassen wir noch einmal all unsere Spekulationen Revue passieren und gehen wir mal rein vom Positiven aus. Die Zwerge sind hier, weil sie sich ein B├╝ndnis w├╝nschen. Ferner w├╝nschen sie eine Friedensfestigung, vielleicht sogar eine Freundschaft.

Allerdings stellt sich mir die Frage, weshalb die Zwerge ausgerechnet mit Ihrer Bitte an mich, sprich Souvagne, herantreten.

Von Souvagne ist noch nie zu keiner Zeit ein Krieg ausgegangen. Wir haben noch nie in unserer uralten Geschichte ein anderes Volk angegriffen!
Weder um einen Eroberungsfeldzug zu f├╝hren, noch um ein anderes Volk zu unterjochen.
Wir haben uns nicht einmal am Krieg gegen die Handelsallianz beteiligt.

Im Gegenteil, wir hatten uns vor anderen V├Âlkern zu verteidigen.

Seltsamerweise wird aber scheinbar genau das von uns bef├╝rchtet ÔÇô irgendwann zu Kriegstreiber zu werden.
Oder wird uns dies sogar unterstellt?

Es erscheint, als k├Ânnten andere Nationen nicht glauben, dass es ein Land gibt, dem nicht an Krieg, Mord und Totschlag gelegen ist. Ferner scheinen sie nicht begreifen zu k├Ânnen, dass es L├Ąnder gibt, die sich auf ihre eigenen Werte und Traditionen konzentrieren und nicht mordl├╝stern auf die Nachbarn schielen. Diese Nationen sollte nicht von sich auf andere schlie├čen. Denn es gibt mindestens ein Land, das den Krieg verabscheut, es hei├čt Souvagne. Souvagne war, ist und wird stets friedlich sein. Und dieses Leben nach unseren uralten Werten und Traditionen werden wir wie stets verteidigen. Ein Anrecht auf Verteidigung hat jedes Land, jedes Volk und jede Person!

Wir werden das in Ehveros geschlossene Friedensabkommen nicht brechen.

Und nun absolut privat unter uns.
Wir befanden uns mittlerweile schon genau zweimal an dieser Position und haben ├╝ber einen m├Âglichen Frieden und B├╝ndnisse verhandelt!

Einmal hier in Beaufort und einmal in Ehveros. In Beaufort wie in Ehveros h├Ątte es die M├Âglichkeit gegeben, sich vor Ort mit einer Vielzahl von Nationen ├╝ber einen Friedensvertrag und B├╝ndnisse zu einigen.

Letztendlich haben die Verhandlungen in Ehveros ein Friedensabkommen bewirkt. Ein tats├Ąchlicher ausgearbeiteter Vertrag kam nicht zu Stande. Solange sich jedes beteiligte Land daran gebunden f├╝hlt, ist dieses Friedensabkommen auch v├Âllig ausreichend. Wir werden das Friedensabkommen nicht brechen.

Demzufolge wurde die beiden Chancen die sich den V├Âlkern vor Ort in Beaufort wie auch in Ehveros geboten haben vertan.

Auch K├Ânig Dunkelerz wurde von mir hier in unserer Heimat, wie auch in Ehveros mehrfach ein B├╝ndnis angeboten.

Es kam zu keiner B├╝ndnis-Zusage, es kam nicht einmal zu einer Verhandlungsaufnahme bez├╝glich eines B├╝ndnisses!

Der Zwergenk├Ânig hat weder abgelehnt, noch zugesagt.
Er hatte scheinbar kein sonderliches Interesse daran.
Dies verurteile ich nicht, sondern nehme es schlicht zur Kenntnis, dass das Volk der Zwerge stets eigenst├Ąndig war und bleiben m├Âchte, ganz wie Souvagne.

Aller guten Dinge m├Âgen drei sein, aber auch ich habe gen├╝gend andere Verpflichtungen als ein drittes Mal in langwierige Verhandlungen einzutreten, die letztendlich leider doch im Sande verlaufen.

Die Beseitigung der Kriegssch├Ąden und die Sicherung unseres Landes, um nur einige Beispiele zu nennen. Gl├╝cklicherweise konnten wir in Ehveros Dank des F├╝rsten von Alkena der ehemaligen Hohen Mark beistehen.

Diese Almanen sind nun Souvagner und wie allen Landsleuten gilt ihnen mein absolutes Wohlwollen wie auch meine Unterst├╝tzung. Diese Leute haben es sich verdient, endlich wieder in Frieden und Sicherheit leben zu k├Ânnen.

Ein Umstand den Roderich auf extrem schmerzliche Weise verletzt hat. Nun vielleicht nicht mal bewusst selbst, sondern als Spielzeug von Felipe. Unser Beistand gilt somit vorrangig der Region Neu-Souvagnes, wie auch Alkena.

Beide ben├Âtigen Wiederaufbauhilfe. In zwei Regionen ÔÇô Neu-Souvagne und Alkena geht es nun friedlich und sicher zu. Aber dies war auch eine bewusste Willensentscheidung des F├╝rsten. Er war zu gewaltigen Zugest├Ąndnissen bereit um seinem eigenen Volk beizustehen und das habe ich anerkannt. Man mag ├╝ber diesen Mann sagen was man m├Âchte, aber ich pers├Ânliche habe ihn ausschlie├člich als offenen, ehrlichen und auf die Sache fokussierten Herrscher kennengelernt.

Nicht auszudenken was geschehen w├Ąre, h├Ątte Felipe sich Ledwick und die Hohe Mark angeeignet. Vermutlich h├Ątte es f├╝nf Minuten Frieden gegeben, die bekanntliche Ruhe vor dem Sturm.

Wer letztendlich hinter dem Krieg die treibende Kraft war, werden wir nie aufkl├Ąren k├Ânnen. Roderich war die Marionette von Felipe, jedenfalls wird dies so behauptet. Entspricht dies den Tatsachen, dann hat Ricarda von Ehveros noch ein schwereres Erbe anzutreten, als sie es schon als Frau hat.

Viele werden Ricarda zu Unrecht an den Schandtaten ihres Vaters messen. Dabei hat sie einen sehr guten Anfang gemacht, als sie die Verhandlung herum riss und f├╝r Frieden pl├Ądierte.

Mir ist stets an der friedlichen Co-Existenz aller V├Âlker gelegen, nach M├Âglichkeit vermitteln wir sogar neutral, wenn es erforderlich sein sollte.
Aber wie oft wollen wir hier verhandeln?
Oder besser gefragt wie oft noch?

Sollte den Zwergen an Handelsbeziehungen gelegen sein, ben├Âtigen wir daf├╝r keine B├╝ndnisverhandlungen.
Hierzu reicht ein schlichtes Handelsabkommen.

Heute warten die Zwerge auf uns, und bittet genau um jene Verhandlungen. Nun gut, ich bin stets f├╝r Darlegungen und dazugeh├Ârigen Argumente offen. Aber auch ich habe einige Fragen.

Mich w├╝rde interessieren was sich ver├Ąndert hat, oder was pl├Âtzlich die Meinung des Zwergenk├Ânigs ge├Ąndert hat, dass er in Souvagne erscheint und um eine Audienz bittet.

Also da ich seit meiner R├╝ckkehr gemeinsam mit Dreux herrsche und dieses Familientreffen einberufen habe ÔÇô wie gehen wir in diese Verhandlungen?

Meine pers├Ânliche Meinung steht fest meine Lieben. Aber ich m├Âchte die Entscheidung von jedem einzelnen von Euch h├Âren und zwar so, als m├╝sste er dort allein gleich die Verhandlungen f├╝hren, denn irgendwann m├╝sst Ihr esÔÇť,
sagte Max liebevoll.
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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#5

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 3. Jul 2018, 16:23

Dreux schaute kurz seinen Vater an.

ÔÇ×Wie ein altes Sprichwort schon sagt, es kann der Fr├Âmmste nicht in Frieden leben, wenn es dem b├Âsen Nachbarn nicht gef├Ąllt. Nur sind wir nicht der b├Âse Nachbar von K├Ânig Dunkelerz aus Niewar.

Wir waren stets der Nachbar, der sich um seine eigenen Angelegenheiten gek├╝mmert hat und nicht seine Nase in anderer Leute Sachen gesteckt hat. Und ich denke, dass h├Ątten sich auch andere V├Âlker verbeten.

Aber k├╝mmert man sich lediglich um seine eigenen Angelegenheiten, ist dies genauso unerw├╝nscht, wie wenn man sich einmischt.

Kurzum auch hier stimmt wieder ein Sprichwort ÔÇô wie man es macht, macht man es falsch. Oder frage f├╝nf Leute und h├Âre zehn Antworten. Man kann es schlichtweg nicht allen Recht machen. Wenn man auf diese Weise versucht Freunde oder Verb├╝ndete zu halten, mag das zwar gelingen, aber eines verliert man doch ÔÇô sich selbst.

Und Selbstverlust, Identit├Ątsverlust ist kein Preis, den ich bereit w├Ąre zu zahlen.

Ich habe nichts gegen ein freundschaftliches B├╝ndnis auf gleicher Augenh├Âhe, wo sich beide B├╝ndnispartner achten und zum gegenseitigen Vorteil unterst├╝tzen. Ein B├╝ndnis das auf Respekt und Akzeptanz des anderen beruht, gef├Ąhrdet nicht die eigene Identit├Ąt, die Traditionen oder die Lebensweisen. Wir denken, weder den Zwergen noch den Souvagnern w├Ąre daran gelegen.

Es sind meist gerade die Unterschiede der V├Âlker, die ein B├╝ndnis vervollkommnen.

Alles anzugleichen und in einen Topf zu werfen, ist noch nie gegl├╝ckt. Ein mahnendes Beispiel ist die Handelsallianz. In der Handelsallianz gibt es keinen V├Âlkerzusammenhalt wie bei den Zwergen oder Souvagnern. Es handelt sich schlie├člich auch nicht um ein Volk, sondern um einen bunt zusammengew├╝rfelten Haufen vieler V├Âlker.

Und gleichg├╝ltig was die Handelsallianz propagiert, wie bunt und sch├Ân diese Welt ist, sie ist nichts weiter als ein Moloch. Das einzige was die B├╝rger verbindet ist Geld oder das Bestreben nach Geld.

Zudem, falls man einmal genau hinschaut, ist die Handelsallianz gar nicht so bunt, wie sie selbst behauptet. Es ist gar kein ÔÇ×MischvolkÔÇť, denn jedes Volk hat sich im Herzen doch ein bisschen Zugeh├Ârigkeit bewahrt.

Die naridischen Lichtalben leben unter sich,
die naridischen Almanen leben unter sich,
die naridischen Goblins leben unter sich,
die naridischen Arashi leben unter sich,
die naridischen Norkara leben unter sich und zwar jeder in seinem Sektor!

Was sagt uns das? Das entgegen der Beteuerungen der naridischen Regierung doch jedes V├Âlkchen am liebsten unter sich bleibt!

Kann man es ihnen verdenken? Jeder ist gerne unter sich und umgeben von Gleichgesinnten und Freunden, von jenen die einen verstehen.

Aus diesem Grund halten wir an unserer traditionellen Lebensweise gr├Â├čtenteils fest. Ich sage gr├Â├čtenteils, denn jene ├änderungen die gut f├╝r uns sind, ├╝bernehmen wir gerne. Andere bleiben au├čen vor. Manche Dinge sind also ohne Probleme verhandelbar, andere sind und bleiben ein TabuÔÇť,
warf der junge Archi-Duc Dreux Gifford de Souvagne ein.

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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#6

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mi 4. Jul 2018, 09:11

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. ┬╗Ja, wir sollten bei einem B├╝ndnis keine Vermischung anstreben. Souvagne bleiben souvagner, es gen├╝gt, dass wir unsere rakshanischen Freunde in Neu-Souvagne willkommen hei├čen. Jetzt noch Zwerge dazu, das wird eine explosive Mischung. Nein, naridische Verh├Ąltnisse sind zu vermeiden.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien nickte zustimmend. ┬╗Das sehe ich ebenso. G├Ąste d├╝rfen kommen und gehen unter den Voraussetzungen die wir ihnen diktieren. Sie sollen sich wie Zuhause f├╝hlen, sich nur nicht so benehmen┬ź, grinste Max. ┬╗Ansonsten m├╝ssten wir einschreiten und ihnen Benehmen beibringen. Und auch dort ist ein V├Âlkeraustausch in Form von Ehen nicht gestattet. Ehen unter Leibeigenen bed├╝rfen eh der Zustimmung des Lehnsherrn. Bei Fremdl├Ąndern ist grunds├Ątzlich vor Eheschlie├čung das Einverst├Ąndnis der Krone einzuholen und es m├╝sste eine Genehmigung ausgestellt werden. Es ist gesetzlich verboten, dass ein Souvagner eine oder einen Fremdl├Ąnder heiratet. Entweder wird vorher die Erlaubnis eingeholt und der Fremdl├Ąnder eingeb├╝rgert, wie Linhard. Wird dies nicht eingehalten, verliert der oder die Souvagnerin mit Eheschlie├čung die souvagnische Staatsb├╝rgerschaft und alle damit verbundenen Rechte. Da wir noch immer das Land unter Kriegsnotstand f├╝hren m├╝sste er oder sie sofort das Land verlassen, sonst winkt der Block. Sagen wir eine Frau w├╝rde einen Arashi oder Goblin heiraten und dieser Fremdl├Ąnder w├╝rde nicht eingeb├╝rgert werden. Wobei eingeb├╝rgert irref├╝hrend ist. Ein B├╝rger ist ein geb├╝rtiger Souvagner, ein Landesangeh├Âriger ist ein Eingeb├╝rgerter. Aber gut, dass dazu. Irgendwie bleibt man mit einer Hirnh├Ąlfte immer im Dienst. Ich vermisse Fabien┬ź, sagte Max und boxte Ciel.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Fabien benimmt sich nicht. Er verbreitet L├╝gen und behauptet dann, er h├Ątte sich einfach geirrt┬ź, beschwerte Ciel sich. Dann grinste er. ┬╗Zur Strafe darf er nun zwei Herren dienen, ich habe Ferrau kurzerhand zu seinem zweiten Herrn erkl├Ąrt.┬ź Da sein Vater ihn geboxt hatte und das Thema wechselte, ging Ciel davon aus, dass es nun zum privaten Teil des Gespr├Ąchs ├╝berging.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Das kann ich mir bei Fabien gar nicht vorstellen┬ź, lachte Max, womit Ciel wusste dass sein Vater nur Spa├č machte und ihn gerade auf die Sch├╝ppe nahm. ┬╗Spa├č beiseite, hat er Dich tats├Ąchlich bewusst angelogen, oder hat er Tratsch erz├Ąhlt? Da muss ich ihn dann in Schutz nehmen, dass kommt von mir. Ich h├Âre mir immer den Flurfunk an. Vieles davon ist absoluter Unsinn, aber einiges ist wahr und der Flurfunk ist schneller als die Himmelsaugen - so scheint es fast. Ferrau muss auch unbedingt geschont werden, er hat sich Jahr und Tag so abgerackert...┬ź, gibbelte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Er hat gelogen┬ź, behauptete Ciel mit einem Seitenblick auf Gregoire. ┬╗Doch, ich bin mir sicher. Er wollte mich verletzen aus Rache. Ferrau hat sich sein P├Ąuslein redlich verdient und er scheint es zu genie├čen, dass er auch mal von jemandem h├╝bsch gemacht wird.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Wusstet Ihr schon, dass Ciel und Ferrau zusammen sind? Die beiden sind ein total niedliches Paar und so knuffig. Ich glaube bald h├Âren wir erneut die Hochzeitsglocken klingeln. Oder Ciel? Erz├Ąhl uns von Deiner frisch verbl├╝hten Liebe. Oh ich m├Âchte auch etwas zum Thema Leibdiener sagen. Mit Gaston bin ich sehr zufrieden┬ź, sagte Greg mit einem Zwinkern, was Linhard breit grinsen lie├č.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Er hat gelogen, aber nur seitenverkehrt. Ich hatte es meinem Vater vorgeschlagen, dass er und Greg ein gutes Duo w├Ąren. Du und Ferrau, oh jeee┬ź, st├Âhnte Lin lachend.

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux starrte Ciel mit Kuhaugen an. ┬╗Du und Ferrau... das erkl├Ąrt nat├╝rlich einiges, wenn nicht sogar alles. Der arme Nathan, was er wegen Dir alles durchmachen musste┬ź, schnaubte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zwinkerte in Zeitlupe. ┬╗Nehmt ihr jetzt alle die olle Plaudertasche von Papa in Schutz, oder warum fangt ihr pl├Âtzlich an, ├╝ber mich und Ferrau zu sprechen? Ja, wir sind zusammen, danke, dass du das ├╝berall breittratschst, Greg, obwohl ich dich bat, es f├╝r dich zu behalten. Aber ich werde es nicht abstreiten und meinen Partner verleugnen. Dreaux, wie darf ich das verstehen? Inwieweit erkl├Ąrt das einiges? Was hat Ferrau bitte mit Nathan zu tun?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich komme aber nochmal zur├╝ck auf die Zwerge. Die Zwerge waren vielleicht in der Vergangenheit unzuverl├Ąssig. Dass muss aber nicht hei├čen, dass sie nicht aus dem letzten Krieg gelernt haben. Vor Ort in Ehveros vielleicht nicht. Dort war der Krieg auf einmal weit weg. Manchmal ist der Krieg sogar in der Schlacht weit weg. Die G├Âtterd├Ąmmerung... das tats├Ąchliche Begreifen f├Ąngt dann an, wenn man seine Toten bestatten muss. Dann... und nur dann, hat man auf einmal ein Begreifen davon, wie hart, tief und unwiederbringbar Leben sinnlos ausgel├Âscht wurde. Darum sage ich Euch eines, auch wenn Ihr es f├╝r naridische Spinnerei haltet. Nur wenn wir Friede, Sicherheit und Stabilit├Ąt in unseren Nachbarl├Ąndern herstellen, werden wir genau jenes f├╝r unser Land dauerhaft sichern k├Ânnen. Erst dann sind wir von einer wahren Festung umgeben, n├Ąmlich einer Festung von Gleichgesinnten die an einem Strang ziehen, die loyal Hand in Hand gehen und f├╝r einander einstehen. Eine Person - ein Land. Ein B├╝ndnis - eine Familie. Seht es doch mal von der Seite aus. Und jetzt zu Fabien. Der interessiert keinen, au├čer Deinen Vater also Max. Das Greg plauderte war nur eine Retourkutsche f├╝r das Angiften von mir. Zudem, wenn Du mit ihm gl├╝cklich bist, dann herzlichen Gl├╝ckwunsch - alles richtig gemacht┬ź, erkl├Ąrte Lin freundlich.

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Has Du Ferrau schon vorher ins Auge gefasst, als Nathan noch Dein Diener war? Dann h├Ąttest Du ihn mir gleich geben k├Ânnen. Ihm w├Ąre viel Leid erspart geblieben und mir auch. Ich h├Ątte Dir Ferrau ├╝berlassen. So f├╝hlt sich Nathan sicher ersetzt. Nun das wurde er auch. Naja wo die Liebe hinf├Ąllt... bei mir f├Ąllt sie nirgendwohin! Ich ben├Âtige eine Zofe┬ź, st├Âhnte Dreux.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Tr├Ąum weiter Dreux, eine Zofe. Das Anrecht w├╝rde ich nur einer weiteren Person gestatten, aber Du bist es nicht. Und ja, Fabien hat vermutlich gelogen, da er mich vermisst. Ich vermisse ihn schlie├člich auch. Wir sind 24/7 zusammen, da ist das ganz normal, so etwas wie Entzugserscheinungen zu haben┬ź, erkl├Ąrte Max und dachte ├╝ber die Worte von Linhard nach. ┬╗Deine Worte sind absolut logisch Linhard, eine sehr gute Sichtweise. Frieden schaffen um den Frieden zu sichern. Je mehr mitmachen, je haltbarer ist er┬ź, sinnierte Max gut gelaunt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel starrte Linhard an. ┬╗Gl├╝ckwunsch zur├╝ck - wir sind einer Meinung. Dass wir die Nachbarl├Ąnder als Pufferzone nutzen sollten, sage ich schon lange. Doch, mich interessiert, was Fabien an L├╝gen verbreitet, wenn diese mich betreffen und er mich gezielt mit diesen verletzen will!┬ź An Dreaux gewandt sagte er: ┬╗Nein, das verstehst du falsch. Ferrau tat mir anfangs einfach nur leid und auf Nathan war ich aus anderem Grunde w├╝tend. Ich habe erst gemerkt, was ich f├╝r Ferrau empfinde, als Greg ihn halb zu Tode qu├Ąlte mit seinem gl├╝henden Sch├╝rhaken. Wie sieht es eigentlich mit unser Dreier Bu├če aus f├╝r unsere Vergehen unseren Schutzbefohlenen gegen├╝ber?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Du kannst auch die Schnauze nicht halten oder? Der Sch├╝rhaken war aus Blech und bestenfalls lauwarm. Ferrau sollte im Balett auftreten, als sterbender Schwan, so wie der rumgetanzt ist. Und w├Ąre es schlimm gewesen, w├Ąre er danach zu mir gekommen f├╝r den Hochzeitskuchen? Wohl kaum, ehrlich, warum stellen mich immer alle als geistesgest├Ârtes Monster hin, dass sich nicht unter Kontrolle hat?┬ź, knurrte Greg stinksauer.

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Vermutlich weil Du Dich manchmal so auff├╝hrst und spitzen Metallgegenst├Ąnden auf die Leute einschl├Ągst┬ź, lachte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Der Sch├╝rhaken war aus Eisen und hat rot gegl├╝ht!┬ź, fauchte Ciel zur├╝ck. ┬╗Ferrau war einfach tapfer und wollte mir eine Freude machen!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Ihr werdet einen Monat in einem Kloster als Klosterdiener dienen. Ihr werdet den M├Âchen des Ainuwar zur Hand gehen und Hilfsarbeiten leisten. Dort seid Ihr nicht von Stand, Ihr seid Fu├čvolk, Ihr untersteht den M├Ânchen und Ihr werdet Folge leisten. F├╝r jeden Tag des Ungehorsams, wird ein Tag an den Monat angehangen. Ich an Eurer Stelle w├╝rde mich also sehr pflegeleicht benehmen. Ihr werdet viel Spa├č haben. Ihr d├╝rft Euch allerdings aussuchen ob Alten-, Kinder- oder Armenhaus┬ź, antwortete Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Armenhaus┬ź, erkl├Ąrte Ciel zufrieden.

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Nun ich gehe freiwillig ins Altenhaus, ich hoffe dass ich die Zeit gut umbekomme┬ź, sagte Dreux leise und musterte Greg.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ich enthalte mich der Strafe┬ź, fl├Âtete Gregoire freundlich und schmiegte sich an Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Tust du nicht, Greg! Du bist derjenige, der sie am meisten verdient┬ź, befand Ciel. ┬╗Zerbino wolltest du auch umbringen lassen!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Dann w├Ąhle ich f├╝r Dich. Du hast Dich auch nicht beim Unfug enthalten Greg, Du wirst Deine Strafe wie Deine Br├╝der abb├╝├čen. Wobei die Wahl leicht f├Ąllt, es bleibt das Kinderheim ├╝brig und dort wirst Du einen Monat Deinen Dienst versehen┬ź, erkl├Ąrte Max freundlich. Maximilien starrte Greg ernst an. ┬╗Was sagt Dein Bruder da?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Keine Ahnung was Ciel da wieder von Fabien aufgeschnappt hat. Der glaubt eh alles. Dass muss man nicht so f├╝r voll nehmen. Ich wollte gar nichts von Zerbino. Er war unloyal und da habe ich ihn entlassen. Meine G├╝te, eine Entlassung ist keine K├╝ndigung!┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Du meinst eine Entlassung ist kein Mord Schatz┬ź, grinste Linhard. ┬╗Genau, dass wollte ich sagen┬ź, stimmte Greg zu.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das habe ich nicht von Fabien erfahren┬ź, schnauzte Ciel. ┬╗Sondern von jemandem, der sehr viel zuverl├Ąssiger und vertrauensw├╝rdiger ist und zu dem ich zum Gl├╝ck f├╝r Zerbino ein gutes Verh├Ąltnis habe, so dass er sich mir anvertraute.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Langsam, bei solchen ernsten Angelegenheiten ist Fabien ebenfalls zuverl├Ąssig. Tratsch und Eifers├╝chteleien jetzt mal beiseite geschoben. Was ist dort abgelaufen mit Zerbino? Die Frage geht an Dich Ciel┬ź, hakte Max nach.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg schaute Ciel beschw├Ârend an. ┬╗Gut gehe ich eben ins Kinderheim, was solls┬ź, murrte er.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blinzelte fies. ┬╗Ich hatte eigentlich gedacht, dass Greg es dir inzwischen selbst erz├Ąhlt hat - so wie es eigentlich auch vereinbart war im Gegenzug daf├╝r, dass ich schweige. Aber sch├Ân, dann ├╝bernehme ich das eben, wenn du das R├╝ckgrat dazu nicht aufbringen kannst. Zerbino sollte auf eine Reise gehen, von der er nie zur├╝ckkehren sollte. Zerbino sollte sterben, weil Greg der Meinung war, dass dieser seinen Schwur gebrochen hat. Das hat er aber nicht! Ich vertraue Zerbino dahingehend derart, dass ich ihn meinem lieben Lehrer Alexandre als Leibdiener an die Seite gestellt habe.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗M├Âchtest Du dazu etwas sagen, oder sollen wir Jules oder ein anderes Himmelsauge bem├╝hen? Normalerweise ist das in der Familie nicht notwendig Greg. Wenn Dir Dein Leibdiener all die Jahre, sogar Jahrzehnte treu gedient hat, wird er wohl nicht nach zig Jahrzehnten etwas ausplaudern. Wie kommst Du ├╝berhaupt darauf? Und nebenbei, h├Ątte er geplaudert, dann h├Ątte sein Tod auch nichts mehr gen├╝tzt. Oder h├Ąttest Du alle umbringen lassen wollen, die davon gewusst haben?┬ź, hakte Max hart nach.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Erst soll ich es niemandem sagen, weil man mich hassen und t├Âten k├Ânnte. Dann m├Âchte ich, dass es niemand weitersagt... ich hatte Angst, darum wollte ich ihn beseitigt wissen. Er hat es ├╝berall herumgetrascht in der K├╝che. Er ist nicht loyal. Vermutlich wei├č es mittlerweile eh jeder┬ź, st├Âhnte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das ist ├╝berhaupt nicht war┬ź, kreischte Ciel. ┬╗Nichts hat er ausgeplaudert!┬ź Er sp├╝rte nach Gregoires Blutfluss um zu ├╝berpr├╝fen, ob der schon wieder seine Tage hatte. ┬╗Nathan hatte ihn angesprochen wegen der Sache mit Ferrau und sie haben nur dar├╝ber gesprochen. Wolltest du Nathan etwa auch umbringen lassen, weil du meintest, er k├Ânnte es rumerz├Ąhlen?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Greg sprang wie ein Springteufel auf und ballte die F├Ąuste. ┬╗Ja! Ich h├Ątte sie alle get├Âtet, alle!┬ź, br├╝llte er wutentbrannt zur├╝ck. ┬╗Es sind nur Schei├čdiener, es sind Gegenst├Ąnde, ich kann sie zerst├Âren oder nicht. Meine Sache!┬ź, keifte Verrill. Ciel sp├╝rte nichts weiter als zwei Leben.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Gesichtsausdruck ver├Ąnderte sich pl├Âtzlich. Er sah erst w├╝tend aus, dann entsetzt, dann panisch. Er stand auf und legte die Arme um Gregoire. ┬╗Bitte setz dich.Bitte.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Greg: ┬╗Verzieh Dich, dass ist es doch was Du h├Âren wolltest. Das ich sie alle umbringen wollte. Bitte, jetzt hast Du es geh├Ârt. Und Du k├Ânntest auch mal was zu meiner Verteidigung sagen Linhard┬ź, fauchte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sagte gar nichts mehr, sondern lie├č ihn los und wandelte steifbeinig zur├╝ck zu seinem Stuhl, wo er sich hineinfallen lie├č. Er war kreidewei├č.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max packte Verrill am Oberarm und riss ihn zur├╝ck auf den Stuhl. ┬╗Schluss jetzt!┬ź, donnerte er Gregoire an, so wie er es selten mit seinen Kindern tat. Eigentlich schrie er sie fast nie an, oder hob die Stimme. ┬╗Jetzt mach die Ohren auf und lass den Mund zu Verrill. Du wirst sowas nie wieder sagen, ich wei├č dass Du es nur aus Wut gesagt hast um Ciel zu ├Ąrgern. Aber wie hoch wollt Ihr Euch schaukeln? Bis einer von Euch beiden umkippt, einen Herzanfall bekommt oder noch Schlimmeres? Das Du nicht gerne eine Strafe aufgebrummt bekommst ist klar. Genau darin liegt der Sinn der Strafe. Dass musste ich genauso feststellen wie Fabien. W├╝rde es Spa├č machen, w├Ąre es keine Strafarbeit. Zudem Verrill, h├Ąttest Du vorher nachgedacht, m├╝sstest Du jetzt nicht wieder den Krawall-Larry-raush├Ąngen lassen. Und weil es so sch├Ân war, f├╝r Dich zwei Monate. M├Âchtest Du noch etwas sagen Maus? Falls ja, lass es was vern├╝nftiges sein. Falls Du keifst Verrill, werden es drei Monate. Ich liebe Dich ├╝ber alles Kleiner, aber so nicht. Auch Du hast Grenzen und wenn Du sie alleine nicht findest, zeige ich sie Dir┬ź, erkl├Ąrte Max leise.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Greg: ┬╗Es tut mir leid dass ich so ausgerastet bin. Ich war nur auf einmal so stinksauer. Ist in Ordnung Du hast Recht, ich mache es drei Monate und ich bem├╝he mich. Was bist Du so k├Ąsig Ciel? H├Âr auf damit┬ź, gab Verrill zur├╝ck.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hob eine Hand und machte eine beschwichtigende Geste. Es dauerte eine Weile, ehe er sprach. Seine Stimme war leise und er sprach langsam und bed├Ąchtig. ┬╗Papa, ich bitte darum, kurz mit dir unter vier Augen sprechen zu d├╝rfen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max nickte zustimmend und ging gemeinsam mit Ciel nach drau├čen. ┬╗In Ordnung, was ist los? Ich hoffe nicht noch weitere ┬╗Botschaften┬ź die sich Verrill in seiner Panik ausgedacht hat. Bevor Du loslegst, h├Âr mir zu. Das Verrill ├╝berreagiert hat, steht au├čer Frage. Er hat Zerbino nicht so anzugehen, wenn der Mann sich nichts zu schulden kommen lie├č. Aber die Angst die Verrill ├╝berreagieren lie├č, ist meine Schuld. Ich habe ihm von klein auf beigebracht zu schweigen, damit ihm niemand etwas antut. Weil er anders ist. Ich habe Dir dies bereits erz├Ąhlt. Drum ihm jetzt die Angst zu nehmen wird schwer, aber ich habe sie ihm eingefl├Â├čt, ich muss sie ihm auch nehmen. Drum werde ich ihn nicht daf├╝r doppelt bestrafen, denn es ist nichts geschehen. Und gerade hier - nun wir kennen Verrill. Die Ruhe in Person, aber irgendwann schiebt er seinen f├╝nf Minuten Bock und dass l├Ąuft explosiv... Du wei├čt warum┬ź, fl├╝sterte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du nimmst ihn andauernd in Schutz, das ist verletzend. Du sagst, er ist nicht dein Lieblingskind, aber doch, genau das ist er┬ź, sagte Ciel gekr├Ąnkt. ┬╗Sei wenigstens dir und mir gegen├╝ber so ehrlich, das zuzugeben. Aber darum wollte ich nicht mit dir sprechen. Ich habe gerade eine kardiovaskul├Ąre Untersuchung bei ihr durchgef├╝hrt. Aufgrund einer Auff├Ąlligkeit m├Âchte ich dich darum bitten, Ihre Strafe zu verschieben, bis sich alles wieder normalisiert hat.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max umarmte Ciel felsenfest und dr├╝ckte ihn an sich. ┬╗Ich bin ehrlich Ciel, was denkst Du denn von mir? Warum ich ihn immer in Schutz nehme? Er ist der Schw├Ąchste und Zerbrechlichste von Euch Vieren. Darum. Genauso w├╝rde ich Dich vor jedem besch├╝tzen und ich bin bereit mein Leben f├╝r das von Euch zu geben. Das habe ich Dir in Ehveros bewiesen, w├Ąre es eine Reise ohne R├╝ckkehr gewesen. Sicher m├Âchte ich nicht gehen, aber w├Ąre die Wahl Du oder ich, dann gehe ich. Du bist mein Sohn. Und w├Ąrst Du so schwach wie Verrill, dann w├╝rde ich Dich dauernd besch├╝tzen und beh├╝ten, weil ich es muss. Aber Du und Dreux Ihr beide seid stark. Greg hat eine innere St├Ąrke die er nicht unter Kontrolle hat. Er muss es lernen und dass wird er. Ich denke was Du sagtest ist wahr, er muss beides leben k├Ânnen, damit er nicht auf eine Art ausbrechen m├Âchte. Aber das gerade war von Euch beiden nicht n├Âtig. Du hast Lin eine Breitseite mitgegeben, Greg schoss zur├╝ck. Dann hast Du ihm eine mitgegeben und es wurde zu einem Ping Pong Spiel. Das wei├čt Du wenn Du ehrlich bist Ciel. Wieso hast Du Angst dass ich Dich nicht lieben w├╝rde, oder es irgendwann unterlasse? Ich vertraue Dir absolut. Wenn ich Dich schicke um eine Aufgabe zu erledigen, ist es so als gehe ich selbst. Ebenso bei Dreux oder sogar Greg. Nur muss man bei Greg schauen, wann man ihn schickt. Manchmal ist er ├╝beraus liebevoll und weise, manchmal eine Furie. Aber Ciel, dass kannst Du auch ganz gut, dass Rumgiften meine ich. Greg wird seine Strafe antreten, egal ober er kardiodingsda hat. Was ist das ├╝berhaupt?┬ź, fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├╝ckte sich an seinen Papa und lie├č die Umarmung eine Weile wirken. ┬╗Greg kann tun und lassen, was er will, nur weil er rumgiftet. M├╝ssen Dreaux und ich das jetzt auch machen? Wieso hast du daf├╝r Verst├Ąndnis, warum braucht er sich nie zusammenrei├čen? Du verw├Âhnst ihn. Ich bin so w├╝tend f├╝r das, was er ├╝ber die Diener sagte, dass ich platzen k├Ânnte! Ich w├╝rde ihm am liebsten seine eigene Medizin zu kosten geben! Ich hab nur eine kleine Spitze stecken lassen und er droht wieder mit Mord und Totschlag und dass das keine leeren Worth├╝lsen bei ihm sind, wei├čt du. Er ist nicht nur ein bisschen w├╝tend, wenn er w├╝tend ist, rollen K├Âpfe - weil du es ihm durchgehen l├Ąsst und er tun und lassen kann, was er will. Und da wunderst du dich, warum ich mich verst├╝mmeln will! Trotzdem sollte er momentan die Strafe nicht antreten. Die Analyse bezog sich auf sein Herz-Kreislauf-System und da ist eine Auff├Ąlligkeit. Er sollte sich schonen, bis alles wieder beim Alten ist.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max hielt Ciel fest und legte seinen Kopf auf den von seinem Sohn ab. ┬╗Du hast Recht, indem ich ihm alles durchgehen lassen, lernt er sicher nicht sich zu beherrschen. Er wei├č es erfolgt keine Konsequenz. So wie Du das damals wusstest oder Dreux. Aber Ihr wart Kinder. Wenn er normal leben m├Âchte, dann muss er auch normale Grenzen einhalten und nicht wie ein Derwisch w├╝ten. Ja ich wei├č, dass er sich in etwas reinsteigern kann, also werde ich ihn vorher auf den Boden zur├╝ckbringen m├╝ssen. Vor allem wenn es ihm auf den Kreislauf schl├Ągt. In seinem eigenen Interesse sollte er nicht derma├čen ausflippen. Du allerdings auch nicht. Was ist mit Dir hm?┬ź, fragte Max und strich Ciel ├╝ber die Haare. ┬╗So geht das auch mit Dir nicht weiter. Das klingt fies, aber ich meine es lieb - Du siehst aus wie ein gerupftes Huhn. Ich wei├č dass es mit Deiner Magie zusammenh├Ąngt, aber kannst Du da nichts machen? Ich schlage vor Du gehst nachher zu Benito und l├Ąsst Dich einmal durchchecken. Vielleicht bekomme ich Verrill auch dahin. Aber Du gehst bitte zum Heiler. Haare zu verlieren, ist ja nicht nur optisch. Es zeigt, dass Du einen Mangel an irgendetwas hast┬ź, sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich habe Eisenmangel. Unter anderem, da ich dauernd meine Schutzbefohlenen zusammenflicken muss und jetzt auch noch Gregs Ehemann. Wir haben zu wenige Bluthexer, ich komme kaum noch dazu, mich zu erholen. Und dann spielt sicher auch der st├Ąndige ├ärger mit herein. Verrill kann ruhig zu Benito gehen, ich denke, das ist sogar eine gute Idee. Besser, als wenn ich es ihr sage, dass mit ihr etwas anders ist als sonst.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Was immer es ist, sag Du es ihr. Benito sollte ihr nichts in dieser Art sagen, wo sie sich wieder sorgt. Dir vertraut sie, sag es ihr. Ich werde zusehen, dass wir weitere Rekruten f├╝r Euch finden. Vielleicht auch bei den anderen Ausbildungsst├Ątten. Geistmagier die gerne Bluthexer werden wollen. Wir m├╝ssen besondere Anreize schaffen und f├╝r Dich etwas besorgen, damit Du wieder zu Kr├Ąften kommst. Ich werde mich umh├Âren. Abgemacht?┬ź, fragte Max seinen Sohn.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sie hat gerade gesagt, mein lieber Ferrau sei nur ein Gegenstand, der kaputt gemacht werden k├Ânnte. Sch├Ânes Vertrauen, dass sie mir entgegenbringt, die bl├Âde Kuh┬ź, ├Ąrgerte sich Ciel. Er wischte sich ├╝ber die Stirn. ┬╗In Ordnung, ich sag es ihr. Danke f├╝r deinen Beistand bez├╝glich der Bluthexer. Wolfram wollte mit Alexandre reden, aber er kam bislang nicht dazu.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Wolfram machte einen sehr netten Eindruck. Ich denke die Attacke galt ehr dem treulosen Zerbino, der gar nicht treulos war. Dein Ferrau ist Dein Partner und bleibt unangetastet, Du hast mein Wort drauf. Ich schicke Dir das Fr├╝chtchen raus. Ohne Linhard, keine Sorge┬ź, sagte Max und ging wieder in den Verhandlungsraum.

Ciel Felicien de Souvagne
Nerv├Âs herumtigernd wartete Ciel.

Gregoire Verrill de Souvagne
Ciel musste sich einen Moment gedulden, dann gesellte sich Greg zu ihm nach drau├čen. Er blieb in einigem Abstand zu Ciel stehen und musterte ihn von oben bis unten, ehe er stramm auf ihn zuging und ihn fest in die Arme schloss. Verrill k├╝sste Ciel auf die Wange und dr├╝ckte ihn so fest an sich dass es schmerzte und kein Blatt mehr zwischen sie passte. Mit der freien Hand wischte er sich ├╝ber die Augen. ┬╗K├Ânnten wir bitte aufh├Âren uns zu streiten und uns wie kleine Kinder st├Ąndig an den Karren zu fahren? Bitte. Ich dachte wir wollten uns vertragen. Warum muss dass immer so ausarten? Ich wei├č ich habe vorher Mist gebaut, gro├čen Mist. Aber dass was ich gebr├╝llt habe, habe ich wirklich nicht so gemeint. Ich wollte Dich verletzten, damit Du den Mund h├Ąltst. Wir sollten damit aufh├Âren, dass nimmt sonst kein gutes Ende Ciel. Normalerweise halten wir doch wie Pech und Schwefel zusammen. Komm lass uns wieder vertragen, ich mache sogar freiwillig drei Monate den Dienst. Ich gehe Deinen Ferrau nie wieder an, geschworen┬ź, sagte Greg und klopfte ihm liebevoll auf den R├╝cken.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel kuschelte sich an Verrill und dr├╝ckte sie zur├╝ck, aber vorsichtig. ┬╗Du schwindelst andauernd, ich glaube deinen Versprechen nicht mehr. Ferrau ist nur noch mit Bellamy unterwegs, falls ich nicht dabei bin, damit du Bescheid wei├čt. Wenn Ferrau oder Nathan oder Zerbino etwas geschieht - oder Bellamy oder Alexandre oder einem anderen der meinen - sind wir geschiedene Leute. Aber das wollte ich dir nicht sagen. Verrill ... ich bin nicht hundertprozentig sicher. Aber du hast eine kardiovaskul├Ąre Auff├Ąlligkeit in deiner Geb├Ąrmutter. Ich glaube, du tr├Ągst ein Kind in dir.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg wollte etwas sagen, machte den Mund auf und machte ihn dann wortlos wieder zu. Er atmete einen Moment lang durch und klammerte sich an Ciel fest, ehe er ihm in die Augen schaute. ┬╗Wir k├Ânnen gerne zu Jules gehen, damit Du Gewissheit hast. Ich sage oft solche Dinge, meist meine ich sie nicht ernst. Worte als Waffen verstehst Du? Ich benutze sie, wenn ich nicht weiter wei├č. Ein dussliges Verhalten. Wir gehen zu Jules, wann immer Du m├Âchtest...┬ź, erkl├Ąrte Greg traurig und schaute dann an sich herab, als h├Ątte ihn sein K├Ârper verraten. ┬╗In Ordnung┬ź, sagte er nur tonlos.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗K├Ânnte es von jemand anderem sein?┬ź, fragte Ciel. ┬╗K├Ânnte auch Linhard der Vater sein, falls es so ist? Am besten, du gehst auch noch mal zu Benito, damit er dich ├╝berpr├╝ft, ich kann mich auch t├Ąuschen. Ich hab so was noch nie untersucht.┬ź Er guckte Verrill auf den flachen Bauch und streichelte mit der R├╝ckseite der Finger vorsichtig dar├╝ber. Dann blickte er Verrill an. ┬╗Ja, ich m├Âchte das von Jules best├Ątigt haben, dass du keine Gefahr f├╝r meine Schutzbefohlenen darstellst. Sie sind mir sehr wichtig, wie du wei├čt.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill verschr├Ąnkte seine Finger mit denen von Ciel. ┬╗Und Du mir, ich habe einfach Schei├če gelabert Ciel, wie ein dussliges Balg. Wir gehen zu Jules, ich beweise es Dir und zuk├╝nftig sage ich sowas nicht mehr. Das ist doch auch albern, warum tue ich Dir bewusst weh, anstatt einfach zu sagen, h├Âr auf damit, dass tut mir weh? Oder das passt mir nicht? Sprechenden Menschen wir geholfen. Ich schw├Âre Dir nichts, ich verspreche Dir nicht, dass ich mich bessere. Ich beweise es Dir indem ich es zuk├╝nftig lasse und indem ich es Dir durch Jules beweise. Damit Du siehst dass ich nicht l├╝ge. Ich erz├Ąhle manchmal Unsinn oder flippe aus, wie eine vierj├Ąhrige was peinlich genug ist, aber wenn ich Dir ruhig etwas anvertraue - dann bel├╝ge ich Dich nicht┬ź, antwortete Verrill und kraulte Ciel. ┬╗Ja Ciel, er ist mein Mann und ich liebe ihn. So wie Du Deinen Ferrau. Das schm├Ąlert nicht, was wir haben. Aber ich kann Lin nicht immer nur als Kerl nehmen und er bekommt nichts. Zumal er mir entgegen kam, wo ich Dich einfach haben musste┬ź, schmunzelte Verrill schelmisch.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dann ist Linhard der Vater.┬ź Ciel war erleichtert. Das w├╝rde ihnen viel ├ärger ersparen. Gleichzeitig war er aber auch traurig. Bis Olive schwanger sein w├╝rde, war es vermutlich nur eine Frage der Zeit. Aber das Kind w├╝rde nicht von ihrem Mann sein, sondern von ihrem Leibw├Ąchter. Er k├╝sste Verrill auf die Wange, um seine sentimentale Gef├╝hlsregung zu ├╝berspielen. ┬╗Kein Rauchen, weder selbst noch in deiner N├Ąhe. Wenn Linhard es nicht mehr aush├Ąlt ohne sein Pfeifenkraut, soll er den Palast verlassen und nicht nur ans Fenster gehen. Und du - schon dich. Ruh dich aus, reg dich nicht auf, auch wenn das leicht gesagt ist. Lass dich von einer Hebamme oder von Benito beraten, denn du darfst nun nicht mehr alles essen und trinken. Und viel Gl├╝ck, von Herzen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Du wirst es niemandem sagen Ciel, schw├Âre mir das. Ich werde es den anderen sagen wenn die Zeit reif ist. Lin hat sich besser das Rauchen abgew├Âhnt als ich. Ich hoffe Du wirst mir beistehen, wir sind uns nahe nicht nur als Geschwister oder fast Eheleute in Spee, wir sind Freunde und Vertraute. Also hilf mir, die Familie ist alles was man hat.Und mach Dir keine Sorgen um Dich, Ferrau oder Olivie. Das wird sich finden, Du siehst Dir jeden Schuh an Ciel. So wie ich jeden abstreife. Eigentlich sind wir doch ein tolles Team, jedenfalls was Schuld-Schuhe angeht. Jeder sollte ein bisschen was vom anderen lernen. Ich werde sp├Ąter zu Benito gehen. Den kenne ich. Dir w├╝nsche ich ebenso nur das Beste vom ganzen Herzen. Und wenn es Ferrau ist f├╝r den es schl├Ągt, ist das so und ich werde es achten. Ich muss vom Rauchen loskommen, ich gebe Dir nachher die Rauchstangen┬ź, gr├╝belte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Vater will dich auf Biegen und Brechen deine Strafarbeit antreten lassen. Was musste ich auch genau jetzt damit ankommen. Ich habe ihm angedeutet, dass du Schonung brauchst, aber er wollte nicht h├Âren. Ihm musst du es bitte zumindest sagen. Und deinem Mann. Ja, wir sind ein gutes Team. Aber entweder fetzen wir uns oder wir liegen Arm in Arm. Eine Mitte scheint es bei uns nicht zu geben. Mit Ferrau ist es sehr viel harmonischer.┬ź Er l├Ąchelte etwas.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Dann werde ich versuchen, dass wir bei letzterem bleiben mit ein bisschen Richtung harmonisch. Ich wollte die Info erstmal sacken lassen und dann in Ruhe mit ihnen reden. Vielleicht m├Âchtest Du dabei sein? Danke dass Du es mir gesagt hast. Mit solchen Dingen zum Heiler zu gehen ist sehr seltsam und sehr unangenehm. Also ich empfinde so und Du?┬ź, fragte Greg offen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mich macht es momentan nur traurig┬ź, sagte Ciel. ┬╗Gegen├╝ber Heilern habe ich keine Scheu, nein.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Was macht Dich traurig, mein Umstand? Daran muss Dich doch nichts traurig machen Ciel. Es ist Dein Neffe oder Deine Nichte und ich hoffe dass Du gut mit auf das W├╝rmchen aufpasst. Warum bist Du traurig? Erkl├Ąr es mir┬ź, bat Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das ist es nicht, ich freue mich sehr auf das Kleine und ich helfe dir, so gut ich kann. Mich macht nur die Sache mit Olivie traurig. Sie wird vermutlich auch bald kugelrund sein und alle werden mich begl├╝ckw├╝nschen. Nur, dass das Kind nicht von mir sein wird.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ja dieses nicht, vermutlich wird es von Nathan sein oder von Remy. Aber ist Dir Dein pers├Ânliches Gl├╝ck mit Ferrau nicht wichtiger? Ganz ehrlich, jetzt muss ich Dich mal herunterholen, Du hast sie zum Schutz geheiratet und weil Du rein mit ihr zusammensein wolltst. Du besch├╝tzt sie und sie hat ihren Zweitmann gew├Ąhlt so wie Du Ferrau. Wenn Du ihn liebst, wenn Du tats├Ąchlich was f├╝r ihn empfindest und wenn Du ihn gerne liebst, also Sex mit ihm hast Ciel, dann gibt es nur einen Grund sich zu freuen. Du hast Deine Liebe gefunden. Ein Kind ben├Âtigst Du dazu nicht, sondern einen Partner der Dich liebt. Nur Dreux m├╝ssen wir noch unter die Haube bekommen. Und ich werde Dir stets so gut helfen wie ich kann, versprochen. Ich rede mal mit unserer Kr├Ąuterfrau f├╝r Deine Haare und Ferrau muss sich auch mal schlau machen, was das betrifft┬ź, schlug Verrill vor und k├╝sste ihn fest und innig.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du sagst das so einfach. Vielleicht bedeutet mir Olivie aber mehr, als ich es ihr zeigen kann? Vielleicht macht mich die Vorstellung, wie dieser Schleimbolzen auf ihr herum rammelt w├╝tend und traurig? Ich habe es versucht, Greg, Verrill, ich hab es wirklich versucht, ihr ein guter Mann zu sein und hab v├Âllig versagt. H├Ątte ich jetzt Ferrau nicht, ich wei├č nicht, was ich tun w├╝rde.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Doch ich wei├č was ich sage. Du hast beides und Du ben├Âtigst beides. Du m├Âchtest sie als Frau, ben├Âtigst aber einen Mann zur Verst├Ąrkung. Gut, dass hatten wir schon festgestellt. Dann m├╝ssen wir uns etwas einfallen lassen. Du hast eben Mann und Frau. Das habe ich mir auch stets gew├╝nscht, aber ob es so kommen wird, wei├č ich noch nicht. Aber bei Dir, dass bekommen wir wieder hin. Und das Du es versucht hast, dass wei├č ich. Ferrau hat Dir doch sogar noch geholfen. Du wirst zuerst B├╝cher w├Ąlzen und dann erkl├Ąre ich Dir, was ich so tat und den Frauen gefiel┬ź, schlug Verrill vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wei├č, was ihr gefehlt hat, sie hat es mir ja ins Gesicht gesagt. Ich bin ihr zu langweilig und pr├╝de gewesen, sie hat sich bei mir nicht begehrt gef├╝hlt. Kurzum: Sie hat festgestellt, dass ich schlichtweg ├╝berhaupt nicht ihr Typ bin. Alles, was ich versuchen w├╝rde f├╝r sie, w├Ąre Schauspielerei. Sicher kann man sich M├╝he geben, es jemandem sch├Ân zu machen, aber ich bin von ihrem Ideal derart weit entfernt, dass ich mich um 180 Grad verrenken m├╝sste. Alles, was ich noch tun kann, um ihr zu beweisen, wie wichtig sie mir ist, ist, sie ihren Weg gehen zu lassen und Remy z├Ąhneknirschend zu dulden. Zumindest, bis sie schwanger ist, vielleicht passt sie ja wider Erwarten auf. Aber sollte sie rund werden, dann werde ich sie freigeben und dann mag sie mit diesem Kerl gl├╝cklich werden.┬ź Ciel presste die Lippen aufeinander. ┬╗Ich vermisse Ferrau.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Du bist zu langweilig? Sie m├Âchte Aktion? Dann nimm sie doch mal mit auf eine Grenzkontrolle, oder auf eine Patroille wo Ihr nach Rakshanern schaut, wie damals als Du mit Jules und Massimo unterwegs warst. Ihr kann nichts geschehen, aber nimm sie doch mal mit. Mal sehen wie lange Du dann noch langweilig bist. Sie h├Ąlt alles f├╝r selbstverst├Ąndlich, ich wei├č es, mir unterl├Ąuft auch manchmal der Fehler. Bis ich dann sehe wie andere leben, oder lese was unsere Vorfahren leisten mussten, damit wir jetzt so leben k├Ânnen. Das erdet, wie Vater immer sagt. Ansonsten kann sie ja mal Moni fragen, wie sehr sich Massimo mit Dir langweilte, als Ihr Khawa eingefangen habt. Langweilig, Oli hat Nerven┬ź, st├Âhnte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel musste wieder grinsen. Es tat ihm gut, mit Verrill zu reden. ┬╗Man kann ├╝ber dich sagen, was man will - aber ├╝ber zwischenmenschliche Probleme kann man mit niemandem so gut reden, wie mit dir. Vielleicht nehme ich mir deinen Rat zu Herzen und versuche das einmal. Jetzt m├Âchte ich aber erst einmal zu Ferrau gehen, ich vermisse ihn schrecklich. Ich hoffe, er ist nicht schon wieder einkaufen.┬ź Er k├╝sste Verrill innig. ┬╗Pass auf dich auf, Liebes.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Dito S├╝├čer und wenn gar nichts geht, kommt Ihr beiden zu uns. Wir machen uns einen gem├╝tlichen Abend mit Naschzeug und Karten. Es muss nicht Olivie sein, mit der wir sowas machen Ciel. Ihr k├Ânnt bei uns schlafen und denk dran, das gilt immer und jederzeit. Sogar wenn wir uns gestritten haben. Weiterstreiten k├Ânnen wir sp├Ąter immer noch. Geh zu Deinem Ferrau und komm mal auf einen Abend vorbei. Sei auch lieb zu meinem Lin, er versucht es. W├Ąre sch├Ân und w├╝rde mich freuen. Danke f├╝r das Kompliment, jederzeit gerne┬ź, sagte Verrill liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel verabschiedete sich auch noch von den ├╝brigen Familienmitgliedern, dann rannte er, weil er es nicht mehr aushielt, im Eiltempo zur├╝ck in seine Gem├Ącher, um nach Ferrau zu sehen. ┬╗Ferrau?┬ź Er guckte, ob sein Leibdiener anwesend war und was er trieb.

Ferrau
Ferrau lag auf der Couch, die Beine auf einem Turm von Kissen hochgelegt und a├č einige Kekse. Er schaute Ciel grinsend an und winkte ihm von seiner Position aus zu. ┬╗Sch├Ân dass Du wieder da bist. Fabien kann uns dann was zu essen machen. Leg Dich zu mir┬ź, freute sich Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels gerade noch besorgtes Gesicht verwandelte sich in ein Strahlen, als er Ferrau da so gem├╝tlich fl├Ązen sah. Er lie├č sich auch kein zweites Mal bitten, sondern kroch zu ihm auf das Sofa und zog Ferrau ganz fest an sich heran. ┬╗Du l├Ąsst es dir gutgehen. Richtig so.┬ź Ciel kuschelte sich bei Ferrau ein und kraulte ihn gl├╝cklich. Es tat immer noch weh, was Olivie getan hatte und Verrills neue Umst├Ąnde waren etwas, ├╝ber das er nachdenken musste, doch Ferrau verbreitete derart viel Gem├╝tlichkeit, dass sich Ciel trotz allem wieder wohl f├╝hlte. Er k├╝sste ihn fest.

Ferrau
Ferrau zog Ciel zu sich heran, nahm ihn in den Arm und deckte ihn mit sich zu. ┬╗Erhol Dich was und schlaf ein bisschen┬ź, fl├╝sterte er liebevoll.
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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#7

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Mi 4. Jul 2018, 13:44

Royaler Nachwuchs - - 02.07.203 n.d.A.


Verrill schaute Ciel noch einen Moment nach. Es schmerzte Gregoire Ciel so zu sehen. Er hatte sich ohne Zweifel um Olivie bem├╝ht, aber Ciel konnte seinen Gef├╝hlen nur sehr schlecht Ausdruck verleihen. Jedenfalls nicht auf die ├╝bliche Art und Weise, denn er war eine rational, logisch veranlagte Person und kein Gef├╝hlsmensch. Das hie├č selbstverst├Ąndlich nicht, dass Ciel keine tiefen Gef├╝hle hatte. Im Gegenteil, Verrill wusste es besser. Ciel f├╝hlte sogar tiefer als so mancher Romantiker, aber seine Gef├╝hle waren fest in seinem Inneren verschlossen. Sie waren in seiner Seele, wie in seinem Herzen versiegelt und nicht mal er selbst bekam die Siegel zu dieser T├╝r auf. M├Âglicherweise gerade er selbst nicht, da er die Siegel erschaffen hatte. Was er ben├Âtige war Sch├╝tzenhilfe oder besser gesagt einen T├╝r├Âffner oder Schl├╝sselmeister.

Ciel zeigte seine Liebe so wie ihm dies m├Âglich war, durch Sorge, F├╝rsorge, Schutz und durch Eifersucht. Und indem er sich Hilfe holte, wo er selbst nicht weiterkam. Er hatte Ferrau beauftragt, ihm in Sachen Olivie beizustehen. Und das hatte der Leibdiener getan. Er hatte die Geschenke f├╝r Olivie organisiert, er hatte die Dekoration besorgt und die Gem├Ącher geschm├╝ckt, er hatte sogar mit Dreux und ihm trotz seiner Angst zusammengearbeitet um Olivie eine wundersch├Âne Hochzeitstorte zu schenken und f├╝r sie Rosen vom Himmel regnen zu lassen. Z├Ąhlte dies alles nichts?

Ein Mann der seiner Frau Rosen schenkte, hatte diese schlie├člich auch nicht selbst gepflanzt, gro├čgezogen und geschnitten, sondern er ging zu einem Blumenh├Ąndler und kaufte sie dort. Nichts anderes hatte Ciel getan, als er Ferrau mit den Geschenken beauftragt hatte. Das verstand Olivie scheinbar nicht.

Und was bitte war an Ciel langweilig? Wo war er weniger ein Streiter f├╝r Souvagne als Remy?

Ciel hatte ihr Land gesichert, er hatte die Grenzsicherung beauftragt und Jahre zuvor hatte er Auge in Auge den Rakshanern gegen├╝ber gestanden und die wehrlosen Bauern gegen die Bestien aus der W├╝ste verteidigt. Gemeinsam mit Jules und Massimo war er losgezogen und hatte f├╝r Recht und Ordnung gesorgt. Wie alt war er da gewesen, als er das erste Mal ein Schwert gef├╝hrt hatte und den Tod so vieler Leute mit angesehen hatte? Selbst hatte er dort stets in Gefahr geschwebt, gleichg├╝ltig wie gut seine Besch├╝tzer waren, denn diese waren auch nicht unsterblich.

Also was unterschied Ciels Taten von Remys?
Einzig und allein der Umstand, dass Ciel sie f├╝r sich behielt und Remy mit seinen Taten prahlte.

Wie Reklame trug er seine vollbrachten Leistungen vor sich her, wie ein Schreier auf dem Jahrmarkt bot er sich und seine F├Ąhigkeiten an. Ein Gebr├Ąu aus Worten, wie diese auf den M├Ąrkten verh├Âkerten Liebeselexiere. Man konnte sich damit sonst was einfangen, Verdauungsprobleme eingeschlossen. Nur hatte hier Ciel die Verdauungsprobleme bekommen, anstatt Olivie. Denn wenn einem von der eigenen Frau H├Ârner aufgesetzt wurden, war dies nat├╝rlich schwer zu verdauen. M├Âglicherweise waren dies aber alles nur Ausreden von Olivie, um sich nicht eingestehen zu m├╝ssen, sich in Remy verguckt zu haben.

Verrill selbst hatte ebenfalls Probleme, aber damit Gef├╝hle zuzugeben oder zu zeigen niemals. Im Gegenteil, meist brachen sie aus ihm heraus , wie aus einem Vulkan und leider legte er dann genau das gleiche Temperament an den Tag. Im Nachhinein taten ihm seine Worte und Taten oft leid. Seine Reue war ehrlich und auch seine Entschuldigungen waren ernst gemeint, auch wenn ihm dies keiner glaubte. Seine Gel├Âbnisse zur Besserung wollte er umsetzen, er schaffte es nur nicht. Denn irgendwann hielt ihn erneut die Wut in den Klauen. Er musste lernen sich zusammenzurei├čen, die Ruhe zu bewahren und sich nicht von seinen Gef├╝hlen ├╝bermannen zu lassen. Jedenfalls nicht von seiner Wut, alle anderen Gef├╝hle durften ihn ruhig mit sich rei├čen. Dies war ab heute seine Pflicht, f├╝r das W├╝rmchen.

Verrill hatte es unterbewusst irgendwie geahnt. Die ├ťbelkeit, die Gereiztheit, irgendetwas hatte ganz und gar nicht gestimmt und das lag nicht nur an dem Streit zwischen ihm, Ciel und Linhard.

Sie hatten sich vers├Âhnt und Lin hatte ihm verziehen. Eigentlich fing die ├ťbelkeit etwas sp├Ąter nach dem Streit an und er hatte es f├╝r die Nachwirkungen des Streits gehalten. Verrill liebte Linhard von ganzem Herzen, ihn zu verlieren konnte und wollte er sich nicht vorstellen. Linhard hatte ihm beteuert, dass es ihm ebenso ging. Er hatte ihm einen entsprechenden Spruch in ihren Liebesroman geschrieben.

Vergeben Verrill.
Ich liebe Dich mehr, als Du mich jemals ├Ąrgern k├Ânntest.
Aber sei so gut und stelle die Aussage nicht auf die Probe.
Kuss Lin.

Das war Linhards Botschaft gewesen. Verrill hatte sich mehrfach lesen m├╝ssen, erstens da er durch die Tr├Ąnen kaum etwas sah und zweitens da sie ihm alles bedeutete. Und es war nicht nur bei Worten geblieben, Linhard hatte ihm eindeutig gezeigt, wie sehr er ihn liebte und begehrte. Er war in letzter Zeit sehr ÔÇ×flei├čigÔÇť gewesen. Allein schon bei dem Gedanken daran, wie sie sich geliebt hatten, musste Verrill breit grinsen. Lin konnte genauso hungrig sein, wie er selbst und dass gefiel ihm. Eigentlich gefiel ihm alles an dem verr├╝ckten Kerl.

Gregoire ging zur├╝ck in seine Gem├Ącher, schreib etwas in ihr gemeinsames Buch und ging dann zur├╝ck zu seinem Vater, Dreux und Linhard. Als Verrill den privaten Besprechungsraum von Maximilien betreten hatte, blieb er einfach in der Mitte stehen und rang nach Worten. Gerade als Max etwas Beruhigendes sagen wollte, sch├╝ttelte Greg vehement den Kopf und bat mit einem nonverbalen Handzeichen um Ruhe. Er atmete tief durch und reichte Linhard das Buch.

ÔÇ×F├╝r Dich Linny, damit h├Ąltst Du als erster die Information in H├Ąnden. Lin, Paps, DreuxÔÇŽ ich bin schwangerÔÇť, verk├╝ndete Verrill.

Linhard sprang wie von der Tarantel gestochen auf, umarmte Greg und deckte Verrill mit K├╝ssen ein. Dreux und Max tauschten kurz grinsend Blicke, ehe die beiden Verrill und Lin ebenfalls dr├╝ckten.

ÔÇ×Alles Gute f├╝r Maus, wir passen auf Dich auf und sind f├╝r Dich da Verrill. Sei vorsichtig und geh zu Benito. Ich wei├č, dass m├Âchtest Du nicht h├Âren, aber geh trotzdem mit Deinem Mann hinÔÇť, bat Maximilien.
ÔÇ×Auch von mir herzlichen Gl├╝ckwunsch KurzerÔÇť, freute sich Dreux.
ÔÇ×Dankesch├Ân. Versprochen, Danke PapaÔÇť, grinste Verrill verlegen und versuchte sich von den dreien zu befreien, was nicht gelang.

ÔÇ×H├Ątte Ciel mir das nicht einfacher sagen k├Ânnen, als Du hast Kreislauf-Arterien-Irgendwas? Meine G├╝te, da macht er einem PanikÔÇť, grinste Max.
ÔÇ×Im Panik verbreiten ist Ciel super, schafft er bei mir auch st├Ąndig. Und er bringt mich gut auf die Palme, falls das noch keiner gemerkt hat. Spa├č beiseite. Lin wir m├╝ssen mit einem Geistmagier reden, wir m├╝ssen was kl├Ąren lassenÔÇť, fl├╝sterte Verrill.

ÔÇ×Wolfram ist hier vor Ort, ansonsten reisen wir zu meinem Onkel Dave oder mein Bruder Wolfi. Oder kann ein Nekromant helfen? Mein Paps ist erstklassig!ÔÇť, gab Lin zur├╝ck.
ÔÇ×Du k├Ânntest Dich auch an Jules oder Maurice wendenÔÇť, schlug Max vor.

ÔÇ×Nein, kein Nekromant kann mir dabei helfen, ich ben├Âtige einen Geistmagier. Maurice auf keinen Fall, der erz├Ąhlt dass gleich br├╝hwarm seinem Bruder Melville. Wir gehen zu Jules oder WolframÔÇť, antwortete Verrill.

ÔÇ×Pass blo├č auf Verrill auf LinÔÇť, sagte Dreux und knuffte Lin.
ÔÇ×Das versuche ich die ganze Zeit, der Job ist schwieriger als Du denkstÔÇť, gab Lin zur├╝ck, was die vier loslachen lie├č.

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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 07.02.203 n.d.A.

#8

Beitrag von Fabien Lacomb » Do 5. Jul 2018, 15:41

Nathans Sehnsucht - Ciels Spieleabend

├ť18-Geschichte.
Link:
viewtopic.php?f=41&p=14759#p14759

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Linhard von Hohenfelde
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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 02.07.203 n.d.A.

#9

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Mo 9. Jul 2018, 15:39

Seelenfarben

Link:
viewtopic.php?f=60&t=1542
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Re: Aufkl├Ąrungsarbeit der Himmelsaugen - 02.07.203 n.d.A.

#10

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mo 23. Jul 2018, 18:04

Maximilien beorderte seine S├Âhne zur├╝ck in den Thronsaal um die Audienz mit den Zwergen abhalten zu k├Ânnen. Vorab hatten sie sich dar├╝ber ausgetauscht, unter welchen Bedingungen sie einem B├╝ndnis zustimmen w├╝rden. Falls die Zwerge ├╝berhaupt deshalb nach Souvagne gereist waren.

Der Duc wie auch sein Sohn der Archi-Duc sa├čen eine Stunde sp├Ąter im vollen Ornat im Thronsaal. Bereit die zwergischen G├Ąste zu empfangen.

Anwesend waren ferner Gregoire, Ciel und Linhard, sowie das Oberhaupt der Himmelsaugen Parcival und das Himmelsauge Jules. Maximilien gab Parcival ein Zeichen, damit sich dieser mit seinem Kollegen Maurice in Verbindung setzte um die Zwerge in den Thronsaal zu geleiten.

"Magistral Parcival de Coubertin ruft Comte Maurice de la Cantillion samt den zwergischen G├Ąsten zu uns. Die Audienz m├Âge beginnen", befahl Maximilien.

"Wie Ihr w├╝nscht Eure Hoheit", antwortete der Oberhaupt der Himmelsaugen und ├╝bermittelte Maurice umgehend die Nachricht, dass er sich mit den beiden Zwergen im Thronsaal einfinden sollte zur Audienz.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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