Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Khawa
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#11

Beitrag von Khawa » Mi 2. Mai 2018, 22:01

Nicht nur der Duc erreichte noch rechtzeitig zur Hochzeit der Prinzen Souvagen. Auch Jules und Khawa gelangten zu dieser Zeit in Beaufort an. Das gro├če Schlachtross, auf dem sie hintereinander sa├čen, bahnte ihnen einen Weg durch die angereisten Bev├Âlkerungsscharen. Khawa war ├╝bergl├╝cklich. Er f├╝hlte, dass er nach Hause kehrte. Seine Heimat war l├Ąngst nicht mehr die Steppe, auch wenn der Nordwind hin und wieder seinen Namen rief - er w├╝rde dem Ruf nicht folgen. Sein Platz war hier. Selten war er so rundum zufrieden wie an jenem Tage.

"Das haben sie aber sch├Ân f├╝r uns geschm├╝ckt", fand er. "Aber woher wussten die nur, dass wir heiraten werden?" Sie dr├Ąngten sich mit dem Pferd weiter durch die Menge auf der Suche nach bekannten Gesichtern.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Remy de Remuer
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#12

Beitrag von Remy de Remuer » Mi 2. Mai 2018, 22:17

Man sah die Staubwolke, noch bevor man ihren Ursprung erahnen konnte. Dann erscholl Hufgetrappel. Vier feurige souvagnische R├Âsser, rabenschwarz mit wei├čen M├Ąhnen, zogen im gestreckten Galopp eine Kutsche in Richtung Beaufort. Die Menschen sprangen in die Stra├čengr├Ąben, denn die Kutsche machte nicht den Eindruck, als w├╝rde sie R├╝cksicht auf schw├Ąchere Verkehrsteilnehmer nehmen. Das Gef├Ąhrt war flach, breit und schwarz lackiert. Ein wei├čer Streifen verlief von vorn nach hinten dar├╝ber, passend zu den Farben der Pferde. In Rekordgeschwindigkeit erreichte die Kutsche ihren Zielort. Remy stieg aus und hielt zuvorkommend die T├╝r auf.

"Na, Tano, hab ich zuviel versprochen?", rief er begeistert. "Wenn man einmal eine Audeaux gefahren ist, will man keine andere mehr, oder?" Er half dem Comte, mit dem er sich ohne dessen Einverst├Ąndnis angefreundet hatte, auszusteigen. "Mann, wir sind gerade noch p├╝nktlich! Guck dir das Luftschiff an!"
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Jules de Mireault
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#13

Beitrag von Jules de Mireault » Mi 2. Mai 2018, 22:45

Jules grinste Khawa ├╝ber die Schulter an und lie├č die Augenbrauen h├╝pfen. Der Chevalier war froh gesund und an einem St├╝ck gemeinsam mit Khawa wieder in der Heimat zu sein. Selbst sein Pferd Vernon schien beschwingter zu laufen. Sie alle waren einfach froh, wieder Souvagnischen Boden unter den F├╝├čen oder Hufen zu haben.

"Glaub es oder lass es Kaffeeb├Âhnchen, aber die Begr├╝├čung ist nicht f├╝r uns. ├ťberall Wimpel und Banner, ├╝berall Blumen, Aush├Ąnge und Girlanden, das kann nur eines bedeuten - eine gro├čherzogliche Hochzeit steht an. Unsere eigene Hochzeit wird vielleicht nicht so bombastisch ausfallen, aber die Feier danach zwischen uns beiden schon", antwortete Jules grinsend.

Jules lenkte Vernon Richtung Hof und musterte mit stockendem Atem das Luftschiff.

"Schau Dir das Luftschiff an Khawa, die Form hat was oder? Erinnert mich an etwas, aber ich wei├č nicht genau was", lachte Jules leise, w├Ąhrend Gufo sich auf seiner Schulter mit einem Krallenfu├č putzte. Der Uhu drehte seinen Kopf um 180 Grad und starrte Khawa in die Augen, ehe er sich wieder umdrehte und seine Federn aufplusterte.

"Oh dabei f├Ąllt mir ein, wir sollten dem Duc noch einmal pers├Ânlich Bericht erstatten. Zwar habe ich alles Relevante ├╝bermittelt, aber ein pers├Ânlicher Bericht macht sich gut in Deiner Laufbahn Khawa. Neu-Souvagne wurde von den Luftstreitkr├Ąften des Chaos verlassen, die Sicherung der Schollen ist im vollen Gange, die R├╝ckf├╝hrung der Bauern zur├╝ck auf ihre Schollen ebenfalls.

Das Hochzeitsfest kommt zu einem passenden Zeitpunkt. Wobei f├╝r eine Hochzeit gibt es vermutlich keinen unpassenden Zeitpunkt. Finstere Zeiten erhellt sie und lichte Zeiten bringt sie zus├Ątzlich zum Strahlen. Ich freue ich auf das Fest Khawa. Ich hoffe Du gew├Ąhrst mir den ersten Tanz",
schmunzelte Jules und ritt in den Hof ein.

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Gaetano de la Cantillion
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#14

Beitrag von Gaetano de la Cantillion » Mi 2. Mai 2018, 22:55

Gaetano genoss die wilde Fahrt mit der au├čergew├Âhnlichen Kutsche. Vermutlich gerade deshalb, weil er kaum etwas sah, ansonsten h├Ątte er sich um die versprengten Fu├čg├Ąnger gesorgt. Aber so schaute er aus dem Fenster, sah nichts als vorbeihuschende Schemen und genoss den Fahrtwind. Viel zu schnell war die aufregende Fahrt zu Ende. Er h├Ârte das Remy die T├╝r ├Âffnete und stieg vorsichtig aus. Remy half ihm wie selbstverst├Ąndlich dabei, was Tano dankbar l├Ącheln lie├č.

Tano kam sehr selten aus dem Haus, eigentlich gar nicht. Umso mehr freute er sich, dass er mit seinem Freund Remy endlich mal die Gelegenheit hatte, die Umgebung kennenzulernen. Der junge Mann stand eines Tages vor ihrer T├╝r, musste scheinbar die Zwerge vor der Grenze inspizieren und dabei hatten sie sich angefreundet. Gaetano war froh, einen so guten Freund wie Remy gefunden zu haben. Jemand der sich nicht ├╝ber ihn lustig machte, ihn aber auch nicht in Watte packte. Remy hakte ihn einfach unter und zeigte ihm auf seine Art die Welt. Und daf├╝r war ihm Tano ├╝beraus dankbar.

Das Himmelsauge hatte sogar versprochen, sich um eine Frau f├╝r ihn zu k├╝mmern. Gaetano glaubte da zwar noch nicht so Recht daran, aber er lie├č alles auf sich zukommen. Denn vor einiger Zeit h├Ątte er auch nicht erwartet, ohne seinen Vater in eine Kutsche zu steigen und nach Beaufort zu fliegen. Fahren konnte man dazu schon nicht mehr sagen. Es war ein unbeschreibliches Gef├╝hl allein mit Remy unterwegs zu sein. Tano f├╝hlte sich fast verwegen. Dies war sein gro├čes Abenteuer.

"Danke Remy. Die Fahrt in Deiner Audeaux-Kutsche war wirklich sagenhaft, ich kann es nicht anders beschreiben", antwortete der junge Comte und grinste dabei von einem Ohr zum anderen.

Angestrengt schaute er zum Himmel. So gro├č wie das Luftschiff war, war es kaum zu ├╝bersehen. Aber die Einzelheiten blieben Gaetano leider verborgen. Dennoch nickte er anerkennend.

"Gewaltig", war sein gut gelaunter Kommentar, ehe er sich bei Remy unterhakte.
"F├╝hre uns aufs Fest", bat Tano freundlich, "vielleicht lernen wir ja hier eine Dame kennen".

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Davard von Hohenfelde
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#15

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mi 2. Mai 2018, 23:18

Olivie Solain de Souvagne

Olivie Solaine de Souvagne sa├č in ihren Gem├Ąchern und z├Ąhlte die Minuten, die sie von ihrem zuk├╝nftigen Ehemann Ciel noch trennten. Fast w├Ąre sie sich nerv├Âs durch die Haare gefahren, aber ihre Zofe Jeanne Briard hielt sie sanft davon ab.

"Nicht Herrin, es gibt keinen Grund nerv├Âs zu sein. Euer zuk├╝nftiger Gemahl k├Ânnte kein besserer Mann sein", sagte Jeanne und l├Ąchelte ihrer Herrin ├╝ber die Schulter zu, so das Olivie es ihm Spiegel sah.
"Meinst Du er ist genauso aufgeregt wie ich Jeanne?", fragte Olivie, stand auf und betrachtete sich gl├╝cklich im Spiegel.

"Nat├╝rlich Eure Hoheit. Jeder Mann, was sage ich generell jeder ist vor seiner Hochzeit aufgeregt. Allein schon, ob man seinem Br├Ąutigam gef├Ąllt, was er selbst tragen wird, ob alles reibungslos abl├Ąuft. Vermutlich treiben einen hunderte Gedanken um. Aber Ihr m├╝sst Euch nicht sorgen, alles wurde vorz├╝glich geplant. Und habt Ihr schon einen Blick aus dem Fenster geworfen? Der Himmel selbst verk├╝ndet Euren Hochzeitstag. Allerdings verr├Ąt er nicht, wer heute die gl├╝cklichen Brautpaare sind", warf Jeanne mit einem liebevollen L├Ącheln ein.
"Der Himmel selbst verk├╝ndet es?", echote Olivie erstaunt und ihre Zofe nickte mit einem leichten Schmunzeln.

Olivie schritt zum Fenster und zog die schweren Samtvorh├Ąnge zur Seite. ├ťber dem Hof schwebte ein gewaltiges Luftschiff, dass bis zum Bersten mit Rosen geschm├╝ckt war. Rosen unterschiedlichster Farben lie├čen den Giganten wie eine gewaltige, himmlische Blumeninsel erstrahlen. Und der Clou an der ganzen Sache war, dass die Seiten des Luftschiffes das Datum den 01.05.203 wiederspiegelten in wei├čen, edlen Rosen auf einem Bett von rose┬┤ farbenen Bl├╝ten.

Gebannt schaute die junge Frau nach oben und fasste sich ans Herz. Wer immer sich diese Dekoration hatte einfallen lassen, hatte damit genau ins Schwarze getroffen. Geradezu euphorisch drehte sich Olivie zu Jeanne um.

"Einfach fantastisch! Ich hoffe ein K├╝nstler wird meinen Ehemann und mich auf einem Gem├Ąlde verewigen mit dem Rosenluftschiff im Hintergrund. Eine Rosenwolke ├╝ber unsere Hochzeit, wer immer das von den drei Lausbuben meiner Br├╝der war, er verdient einen besonderen Dank", freute sich Olivie.
"Das kann ich Euch leider nicht verraten Herrin, aber m├Âglich w├Ąre auch, dass sie alle drei dahinter stecken. Sie sind und waren schon immer ein eingeschworenes Trio", antwortete Jeanne freundlich und genoss ebenfalls den Anblick des Luftschiffes.

Olivie drehte sich einmal um sich selbst und schaute dann Jeanne fragend an.

"Was meinst Du? Kann ich so vor den Traualtar treten? Wird ihm das Kleid gefallen? Ich habe versucht zu w├Ąhlen, was seine Sicht auf die Welt wiederspiegelt. Schlicht, klar, strukturiert und hell. Ciel ist nicht nur ein aufopfernder, liebender und beh├╝tender Bruder, er ist auch sehr selbstlos. Er wird keinen Pomp w├Ąhlen und ich m├Âchte als seine Braut seine Robe unterstreichen. Was sagst Du Jeanne?", fragte Olivie nerv├Âs.
"Ihr habt gut gesprochen und weise gew├Ąhlt Herrin, Euer zuk├╝nftiger Gemahl wird dieses Kleid lieben. Ihr seht wundervoll aus", erkl├Ąrte Jeanne entz├╝ckt, was Olivie strahlen lie├č.

"Wie ich h├Ârte, hat es Vater den G├Âttern sei Dank rechtzeitig und wohlbehalten nach Hause geschafft?", fragte Olivie ihre Zofe.
"Ja Herrin, dass hat er f├╝rwahr. Euer Vater wird auf der Trauung anwesend sein", sagte Jeanne.

"Damit ist es perfekt, die Familie ist wieder vereint. Mehr noch, heute werden die Bande enger geschmiedet denn je", erkl├Ąrte Olivie und strich sich gl├╝cklich das Kleid glatt.

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Gregoire Verrill de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#16

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Do 3. Mai 2018, 00:02

├ähnlich seiner Schwester Olivie betrachtete sich auch Gregoire zum selben Zeitpunkt im Spiegel. Nathan war ein erstklassiger Leibdiener, er hatte seine Arbeit perfekt verrichtet. Verrill war hochzufrieden wie er aussah. Sein Haar fiel frisch und locker, eine kleine Str├Ąhne hatte ihm Nathan geflochten und hinters Ohr geklemmt, ganz so wie es Greg liebte.

Gregoire trug ein schwarzes Hemd, dar├╝ber ein schwarzes verziertes Wams mit dunklen Perlen-Applikationen. Genau wie sein Vater bevorzugte er zu besonderen Anl├Ąssen dunkle Kleidung die seine helle Haut und Augen zus├Ątzlich betonten. Da niemand weiter in seinen Gem├Ąchern anwesend war, schenkte er sich selbst ein strahlendes L├Ącheln.

Linhard musste auch jeden Augenblick fertig sein. Verrill machte es sich vor dem Ofen mit einem guten Buch bequem und stellte dabei fest, dass er noch Linhards Verlobungsring am Finger trug. Liebevoll strich er dar├╝ber. Er w├╝rde ihn Lin heute erneut an den Finger stecken, abziehen w├╝rde er ihn nicht noch einmal.

Greg lie├č sich behaglich in seinem Sessel heruntersinken und schnappte sich das Buch, dass ihm Linhard geschenkt hatte. Mit einem wehm├╝tigem Schmunzeln las er die Widmung, seine Liebeserkl├Ąrung und betrachtete die Zeichnung seines Bruders.

Verrill nahm die Feder zur Hand, schlug die n├Ąchste Seite des Buches auf und schrieb.

Du hattest oft Heimweh nach einem Ort, von dem Du nicht wusstest ob er existiert.
Ein Ort wo Dein Herz erf├╝llt, Deine Seele verstanden und Dein K├Ârper geliebt wird.
Der Ort existiert Lin - in meinem Herzen.
Dein~e Verrill


Gregoire klappte das Buch zu, stand auf und legte es liebevoll auf Linhards Kopfkissen. Nun hie├č es warten.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#17

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 3. Mai 2018, 06:30

Vor der Aufstehzeit, die sein Bruder ihm zwangsverordnet hatte, damit er ├╝berhaupt schlief, schlug Ciel die Augen auf. Entsetzt stellte er fest, dass er entgegen seines Plans tats├Ąchlich eingeschlafen war. Dreaux hatte ihre Arme miteinander verhakt, damit Ciel sich nicht heimlich hinausstehlen konnte. Ciel befreite vorsichtig seinen Arm, richtete sich in eine sitzende Position auf und schwang in der gleichen Bewegung die Beine ├╝ber die Bettkante und kam auf die F├╝├če. Er taumelte, weil er zu schnell aufgestanden war und musste sich einen Moment am Pfosten des Himmelbetts abst├╝tzen. Dreaux regte sich im Schlaf, schien aber nicht aufzuwachen.

Ciel nahm das P├Ąckchen mit dem blauen Pulver, das auf dem Nachttisch lag, steckte es in seine Tasche und pochte leise an die T├╝r der Kammer von Dreaux` Leibdiener. Ein verquollen aussehender Nathan ├Âffnete ihm. Er war trotz der Uhrzeit vollst├Ąndig bekleidet, nur seine Haare w├╝rde er k├Ąmmen und sich vor der Hochzeit noch einmal rasieren m├╝ssen. Entweder hatte er in Kleidern geschlafen oder ├╝berhaupt nicht.

"Kein Nachthemd heute?", fragte Ciel freundlich.

Als er den vers├Âhnlichen Tonfall h├Ârte, zog Nathan f├╝r einen Moment eine Grimasse, in dem Versuch, seine Gef├╝hle zu verbergen und fuhr sich mit dem Unterarm ├╝bers Gesicht. Mit diesem kurzen Satz hatte Ciel bewusst an einem empfindlichen Punkt ger├╝rt. Wenn sie fr├╝her vor dem Schlafengehen noch etwas Freizeit miteinander verbracht hatten, war Nathan immer im Nachthemd gewesen. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum er nun keines mehr trug. Nathan sch├╝ttelte den Kopf.

"Nein, Herr. Kein Nachthemd. Wie kann ich Euch helfen?"

"Nur etwas ausrichten. Ich bin in meinen Gem├Ąchern, falls Dreaux fragt." Ciel blinzelte ihm zum Abschied zu. "Wir sehen uns auf der Feier."

Damit ging er, bevor er selbst allzu r├╝hrselig dar├╝ber wurde, dass sich ihre Vers├Âhnung anbahnte. Ganz bewusst hatte er nicht 'Hochzeit' gesagt, sondern nur 'Feier', denn Nathan w├╝rde zu denjenigen geh├Âren, die keine Freude an dem Umstand hatten, dass Ciel seine Halbschwester ehelichte. Zur├╝ck in seiner Wohnung schaute Ciel, was seine zwei eigenen Diener trieben.

"Ich w├╝nsche einen guten Morgen", sagte Ciel deutlich in den Raum hinein, obwohl er sich selbst nur teilweise gut f├╝hlte. Er freute sich zwar auf seine Hochzeit, nicht jedoch auf die dazugeh├Ârige Nacht, die er am liebsten einfach ├╝berspringen w├╝rde. Er versuchte, die anstehende Herausforderung auszublenden und sich ganz auf das sch├Âne Davor zu konzentrieren. Er trat ans Fenster, zog die Vorh├Ąnge beiseite, ├Âffnete es und lie├č das Licht und die frische Morgenluft herein.

Der Himmel war ros├Ę gef├Ąrbt. Vor der aufgehenden Sonne schwebte ein Luftschiff, das, mit zehntausenden oder noch mehr Rosenbl├╝ten dekoriert, den Tag ihrer Hochzeit begr├╝├čte. Der Anblick war ├╝berw├Ąltigend. Seine Braut w├╝rde sich freuen, sie liebte Rosen ├╝ber alles. Ciel drehte sich langsam um.

"Ferrau?", fragte er langsam. "Ist das da am Himmel dein Verdienst?"
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Ferrau Du Trieux
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#18

Beitrag von Ferrau Du Trieux » Do 3. Mai 2018, 14:38

Ferrau trat an die Seite von Ciel und grinste ihn an.

"Nein Herr, der Rosenfarbene Morgenhimmel ist das Werk Ainuwars. Ein kleiner Scherz meinerseits. Herr das Luftschiff ist das Werk Eures Bruder Dreux, aber die dazugeh├Ârige Rosendekoration ist mein Werk. Ich war bei Eurem Bruder um bez├╝glich der Dekoration mit ihm zu sprechen. Ich wei├č, Ihr hattet mir dies eigentlich verboten, aber ich musste Euer Gebot missachten Herr.

Schaut, ich habe alle Vorbereitungen treffen m├╝ssen und daf├╝r ben├Âtigte ich den Beistand und die Erlaubnis Eures Bruder Dreux. Ich hoffe Ihr seid nicht allzu b├Âse auf mich. Das Luftschiff birgt noch eine ├ťberraschung, wartet ab Herr. Bald werdet Ihr mehr erfahren.

Eure Gewandung und Eure Eheringe liegen ebenfalls bereit. Ich hoffe ich habe damit Euren Geschmack getroffen. Wenn Ihr mir bitte folgen w├╝rdet",
sagte Ferrau gl├╝cklich und f├╝hrte Ciel ins Ankleidezimmer. Er deutete auf einen Diwan, wo er Ciels Hochzeitsrobe fein s├Ąuberlich ausgebreitet hatte.

Ciels Hochzeitsrobe:
Link:
http://www.diegewandschneidervonavalon. ... 9x1356.jpg

"Ich hoffe Euch gef├Ąllt Eure Robe. Sie ist aus den feinsten Stoffen und ist Eurer Stellung w├╝rdig Herr. Und hier schaut, dies sind Eure Hochzeitsringe, wo Eure Frau doch so sehr Rosen liebt, bin ich selbstverst├Ąndlich gleich bei dem Thema geblieben", erkl├Ąrte der Leibdiener gut gelaunt.

Ciel & Olivies Eheringe:
Link:
https://www.fischer-trauringe.de/wp-con ... 70-rgb.jpg

"Vor jeden Ehering geh├Ârt ein Vorsteckring mit einem Diamanten, so habe ich es mir sagen lassen. Nat├╝rlich muss Eure Frau diesen Ring nicht vor ihrem Ehering tragen. Sie k├Ânnte ihn auch wunderbar separat tragen, da er einiges her macht Herr. Hier der Vorsteckring f├╝r Eure Frau", schmunzelte Ferrau.

Vorsteckring f├╝r Olivie:
Link:
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB1I2hjcrsT ... -Ringe.jpg

"Und jetzt folgt etwas Feines f├╝r Eure Frau. Eine gro├če Kleinigkeit nebenbei, die hoffentlich Ihr Herz ber├╝hren wird. Ein goldener Anh├Ąnger, ebenfalls treu dem Thema Rosen geschuldet. Aber er ist weitaus mehr, als einfach eine Rose in Schmuckform Herr. Die Rose des Anh├Ąngers besteht aus echten Rosenbl├╝tenbl├Ąttern. Diese wurden gepfl├╝ckt, getrocknet und konserviert. Sie wurden erneut zu einer Rose zusammengesetzt, lackiert und mit Gold verziert. Ihr schenkt Eurer Frau also eine echte rote Rose, ein Zeichen der Liebe. Und diese Rose wird Eure Liebe ewig zum Ausdruck bringen, denn sie wird niemals vergehen", erz├Ąhlte Ferrau ergriffen und zeigte Ciel den Rosenanh├Ąnger.

Rosenanh├Ąnger, Geschenk f├╝r Olivie:
Link:
https://images-na.ssl-images-amazon.com ... US500_.jpg

"Ich hoffe Ihr seid mit meiner Auswahl zufrieden Herr. F├╝r Euren Bruder habe ich ebenfalls ein kleines Schmuckst├╝ck ausgesucht, dass seinen Geschmack ganz genau treffen d├╝rfte. Gemeinsam von Euch mit Dreux erh├Ąlt er zudem etwas, dass die Abenteuerb├╝cher seiner Bibliothek f├╝llen k├Ânnte. Aber dazu sp├Ąter mehr. Hier schaut, diese Anh├Ąnger habe ich f├╝r Euren Bruder in Eurem Namen erworben. W├Ąhlt selbst, welchen Ihr ihm schenken m├Âgt. Oder schenkt ihm alle. Vielleicht heute das Buch mit dem Herzen und die anderen beiden Anh├Ąnger zu einem anderen Anlass", schlug Ferrau vor.

Buchanh├Ąnger, Geschenke f├╝r Gregoire:
Link:
https://img.etsystatic.com/il/0a495a/11 ... ?version=0

https://img.etsystatic.com/il/cb7bde/99 ... ?version=0

https://i.pinimg.com/originals/ad/db/da ... 0b9f3f.jpg

"F├╝r Euren Schwager habe ich Schmuck und einen zus├Ątzlichen Reitsattel f├╝r sein Drachenhuhn in Auftrag gegeben. Welche Art von Schmuck er bevorzugt, oder welche Hobbys er hat, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Soweit ich herausfinden konnte, liebt er Pferde und sein Drachenhuhn. Da erschien mir dieses Geschenk in Eurem Namen sehr passend.

M├Âchtet Ihr vielleicht Euren Vater besuchen, sobald ich Euch eingekleidet habe? Euer Vater ist rechtzeitig zur├╝ckgekehrt und freut sich sehr auf die bevorstehende Hochzeit", schlug Ferrau vor und wartete gespannt ab, ob sein Herr mit seiner Arbeit zufrieden war.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#19

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 3. Mai 2018, 18:41

Ciel lie├č sich alles zeigen. Seine Gewandung, die Eheringe, den Vorsteckring, den Rosenanh├Ąnger und jene Halsketten mit den B├╝chern. Er sagte w├Ąhrend dessen kein Wort. Ferrau kam aus dem Plaudern nicht mehr heraus, w├Ąhrend Ciel einfach nur guckte. Am Ende erkl├Ąrte Ferrau noch, dass er ebenfalls ein Geschenk f├╝r Linhard organisert hatte und fragte, ob sein Herr nicht seinen Vater besuchen wollte. Ciel blickte ihn einfach nur an, unf├Ąhig, ein Wort zu sagen. Jedes Wort kam ihm banal, geradezu vulg├Ąr vor in Anbetracht der M├╝he, die sein Diener sich gemacht hatte und der Liebe, die er in die Auswahl der Geschenke f├╝r seinen vielbesch├Ąftigten Herrn hatte flie├čen lassen.

┬╗Stell dich da hin┬ź, befahl Ciel und zeigte auf eine Stelle auf dem Teppich. Er wartete, bis Ferrau an dem gezeigten Punkt stand. Dann legte er die Arme um ihn und dr├╝ckte ihn lange.

┬╗Es tut mir leid, dass ich k├Ârperlich werden muss, aber mir fehlen die Worte. Darauf war ich nicht vorbereitet. Es ist ├╝berw├Ąltigend. Was f├╝r eine charmante Idee mit dem rosengekr├Ânten Luftschiff. Olivie wird bezaubert sein, wenn sie es sieht. Ich bin gespannt, was sich darin befinden wird. Die Kleider, die du f├╝r mich ausgew├Ąhlt hast, gefallen mir nicht nur, ich bin begeistert. Sie sind auf der Skala zwischen verspieltem Prunk und geradliniger Eleganz genau am richtigen Punkt platziert. Die dunkelviolette Farbe gef├Ąllt mir ausgesprochen gut und der Samt mit den hellen Borten sieht edel aus. Die Ringe werden Olivie gefallen und der Anh├Ąnger vermutlich noch mehr. Was f├╝r eine wunderbare Idee mit der echten Rose darin. Greg werde ich den ersten Buchanh├Ąnger schenken, den wei├čen mit dem Herz. Dieser Anh├Ąnger passt am besten zu ihm. Ich denke, er wird die Geste verstehen. Die anderen beiden werde ich aufheben und zu anderen Zeitpunkten verschenken. Der grantige Linhard wird sich ├╝ber ein praktisches Geschenk sicher am meisten freuen, das hast du gut erkannt.┬ź

Er k├╝sste Ferrau auf die Wange, ehe er ihn wieder loslie├č.

┬╗Magst du T├Ątowierungen? Dreaux und Greg sind undankbare Narren, was ihre Domestiken anbelangt. Aber ich werde mich sicher nicht dar├╝ber beklagen, dass du nun in meinem Dienst stehst. Ich bin froh, dass ich dich habe. Am Ende habe ich mit Zerbino genau so einen Gl├╝cksgriff gelandet. Ich bin gespannt, was er noch an versteckten Talenten offenbaren wird. Du f├╝r deinen Teil bist wie ein Magier mit einem Zauberhut, jeden Tag ziehst du eine neue ├ťberraschung hervor. Oh und die paar zus├Ątzlichen Kilo stehen dir gut. Komm blo├č nicht auf die Idee, eine Di├Ąt zu machen, falls jemand was sagt. Du darfst mich nun f├╝r die Hochzeit fertig machen und dann gehen wir zu meinem Vater. Ah, moment.┬ź

Er suchte kurz Zerbino in seiner Kammer auf.

┬╗Bitte geh nach Alexandre schauen. Du darfst ihn in meinem Namen herbeordern lassen und ihn hier in meinen Gem├Ąchern auf die Hochzeit vorbereiten, w├Ąhrend ich mit Ferrau bei meinem Vater bin.┬ź
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Linhard von Hohenfelde
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#20

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 3. Mai 2018, 18:56

Linhard hatte eigentlich vor zu Kasimir zu gehen um sich f├╝r seinen Hochzeitstag zurecht machen zu lassen. Aber vorher hatte er noch jemand anderen aufzusuchen. War ihr neues Motto nicht, niemand wandte sich gegen die Familie, sonst wandte sich die Familie gegen Dich? Genau gegen den Grundsatz den er selbst aufgestellt hatte, hatte er versto├čen. Zwar wusste Archibald nicht dass er ein Familienmitglied war, aber Linhard wusste es.

Die Eheschlie├čung wollte Linhard auf alle F├Ąlle noch vollziehen, danach w├╝rde er Archibald die Wahrheit dar├╝ber erz├Ąhlen, was er getan hatte. Sollten die G├Âtter entscheiden, was danach geschah. Wenn Archibald ihn holte, dann war dies nur gerechtfertigt. Dann h├Ątte die Familie Hohenfelde ein weiteres ihrer Mitglieder als Opfer verschlungen.

Linhard war das L├╝gen, das Verschweigen und die langen Messer leid.

Brandur sein Paps hatte Recht damit, dass der alte Weg v├Âllig vernichtet werden musste. Aber das Gespr├Ąch mit Ciel hatte ihm offenbart, dass der Weg genauso in ihm weiterlebte, wie in fast jedem anderen Hohenfelde. Es war nicht das ├╝berm├Ąchtige Grauen dass von manchen einzelnen Familienmitgliedern ausging, nein vielmehr war es das kleine versteckte B├Âse, ├╝ber dass die Hohenfelde hinter vorgehaltener Hand sogar noch lachten, w├Ąhrend anderen schon l├Ąngst das Lachen vergangen war.

Er musste als Familienoberhaupt als Erster den Arsch in der Hose haben, zu seinen Taten zu stehen und vor der Familie v├Âllig offen und ehrlich zu sein.

Die Zeit der L├╝gner, Verschweiger, Schleicher und Betr├╝ger war vorbei. Es war an der Zeit sich ein R├╝ckgrat zuzulegen. Einfach w├╝rde er es Archibald nicht machen, aber das Ergebnis eines ernsten Kampfes zwischen ihnen beiden stand fest. Sollte er daran scheitern und Archibald ihn daf├╝r umbringen, dann sollte es so sein. Entweder starb der alte Weg durch seine Ehrlichkeit oder er selbst starb und mit ihm der neue Weg.

Es blieb schlie├člich in der Familie... wie seit Angebinn ihrer Zeit.

Linhard begab sich zum Stall und ritt mit Noir ein St├╝ck nach Beaufort hinein, da die Vampire in einer Pension untergebracht worden waren. Den Vampiren war der Aufenthalt am Hofe verwehrt geblieben. Lin schaute sich den geschm├╝ckten Ort an, die Wimpel und Banner, die Menschenmassen die bereits um diese Zeit unterwegs waren um einen guten Platz zu erhaschen und bewunderte das Luftschiff das ├╝ber dem Hof schwebte.

Lin betrat das finstere Quartier von Archibald. Seine Augen ben├Âtigten einen Moment um sich an die Dunkelheit zu gew├Âhnen. Verdutzt schaute sich Linhard um, da Archibald nicht anwesend zu sein schien, er lag nicht im Bett und sonst war er auch nicht zu sehen. Im selben Moment sp├╝rte er wie jemand hinter ihm stand.

"Guten Morgen... Li-La...", s├Ąuselte Archibald in Linhards Ohr.

In dem Augenblick war Linhard froh ├╝ber seine Glatze, ansonsten h├Ątten ihm die Nackenhaare zu Berge gestanden, als er Archibalds eisigen Atem auf der Haut sp├╝rte. Er fragte sich, wie sich Archibald in so einem winzigen Raum verstecken konnte. Zudem bewegte sich der Kerl derma├čen leise, dass es schon eine Frechheit war.

Aber Lin lie├č sich nichts anmerken, sondern drehte sich mit einem strahlenden L├Ącheln um. Soviel zum Thema Heuchler, schoss es ihm durch den Kopf.

"Morgen Archi...", gab Linhard gut gelaunt zur├╝ck.
"Was treibt Dich her? Doch wohl nicht die Sehnsucht nach mir...", gibbelte Arch und setzte sich aufs Bett.

"Jein, k├Ânnte man sagen. Ich m├Âchte mit Dir nach meiner Hochzeit ├╝ber etwas Vertrauliches reden. Aber erst danach. Du musst mir versprechen, mir bis zum Ende zuzuh├Âren", bat Linhard ernst.
"Ich bin Dein erster Mann, ich h├Âre Dir zu. Was hast Du angestellt?", schmunzelte Arch.

"Nichts! Nicht was Du vermutest Arch", gab Lin zur├╝ck und hockte sich neben ihn.
"Oh... ich verstehe! Nach der Hochzeit! Ist noch fr├╝h am Morgen, da bin ich noch nicht wach! Du m├Âchtest dass die Erbfolge greift! Hohenfelde-Gedanken, ganz der Opa... w├╝rdige Li-La, absolut w├╝rdig, mein Kleiner! Das h├Ątte ich Dir gar nicht zugetraut, schau an....

Dein Mann soll Duc werden richtig? Ich soll die Linie runter bis auf Greg bereinigen. Ich denke mir einen sch├Ânen Unfall f├╝r die Familie aus, wo sie alle den Arsch zu machen, so dass nur Dein Liebster ├╝brig bleibt... Keine Sorge... in sowas bin ich Profi... dauert aber was... gedulde Dich. Ein Jahr Minimum Li-La, ansonsten f├Ąllt der Plan auf Dich zur├╝ck... Ungeduld r├Ącht sich bei solchen Gro├čeins├Ątzen immer...",
grinste Arch und entbl├Â├čte dabei seine messerscharfen Z├Ąhne.

"Was?!? NEIN! Du sollst mir nur versprechen, dass wir zwei uns zu einem vertraulichen Gespr├Ąch zusammensetzen und Du mir von Anfang bis zum Ende zuh├Ârst, bevor Du handelst. Und das Thema Duc, vergiss so schnell wie es Dir gekommen ist Archibald. Nebenbei eine Aufgabe habe ich f├╝r Dich. Du wirst Greg vor jedem besch├╝tzen, gleichg├╝ltig ob ich da bin oder nicht. Du wirst ihn mit Deinem Leben verteidigen. Habe ich Dein Wort darauf?",
fragte Linhard.
"Das klingt alles sehr theatralisch... Mach es nicht so spannend Lin. Aber von mir aus... reden wir und ich h├Âre mir komplett an was Du zu sagen hast Lin. Bezogen auf Deinen Mann - geschworen. Ich werde ihn besch├╝tzen", stimmte Archibald zu.

"Gut, Danke", sagte Linhard.

Er stand auf, dr├╝ckte Archibald kurz, so dass dieser ihn verdattert anstarrte und verlie├č das Quartier wie die Pension. Nun galt es sich f├╝r die Hochzeit fein zu machen.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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