Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ankunft in Souvagne

Souvagne hat sich als einziges Großherzogtum nicht an den Feldzügen beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit und für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Montgomery
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Re: Ankunft in Souvagne

#31

Beitrag von Montgomery » So 11. Aug 2019, 12:38

Montgomery

hatte überall gesucht. Die Heiler und Krankenhäuser war er abgelaufen. Er wusste keinen Rat mehr und wollte seine Brüder im Palast fragen. Dort hörte man viel. Jemand dort könnte wissen, wo das Weichwesen Urako war. Es war schon spät und Monty war froh, dass er den Palast erreicht hatte. Die Wachen waren freundlich. Jeder wusste, dass er auch ein Wächter war. Dann hörte er den Lärm. Das Weichwesen. Es war hier und schrie rum. Es schrie dass es ein Prinz war und dass er den Duc sprechen wollte. Weil er schon Wochen wartete. Montgomery zuckte die Flügel. Er ging zu den Wachen und Urako dazu.

"Urako gut das ich dich gefunden habe. Ich hab dich überall gesucht. Warum willst du den Duc sprechen? Was ist passiert? Der Meister hat mich geschickt um dich zu suchen. Zuerst war ich bei den Heilern und den Krankenhäusern. Komm mit nach Hause. Ich soll dir vom Meister sagen, du bist Brot gewöhnt. Du bekommst auch Brot Zuhause. Ich hab nicht gewusst, dass du ein Prinz bist Urako. Ich glaub der Meister weiss das auch nicht. Was willst du denn mit den Duc bereden? Gehen wir oder soll ich warten? Der Tag bricht bald an, dann versteiner ich."

Monty hoffe das sich Urako beruhigte. Warum er so wütend war, wusste er nicht.

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Re: Ankunft in Souvagne

#32

Beitrag von Urako » Fr 23. Aug 2019, 12:19

Als es Nacht wurde - wieder einmal - wartete Urako immer noch. Die beiden Gardisten hatten damit gedroht, ihn aus dem Palast zu entfernen, wenn er seine Lautstärke zu dieser späten Stunde nicht mäßigte. Knurrend wollte er sich wieder dem Wartesaal zuwenden, da stand auf einmal Montgomery vor ihm.

"Monty", rief Urako teils erleichtert, teils triumphierend, teils völlig verzweifelt. "Es ist dieser elende Alb, der weder Anstand noch Ehre kennt und die Familie vergiftet! Und Dave, der ekelerregende Spanner, der nicht weiß, was sich gehört in einer Ehe und was nicht! Und Gasmi, der Treulose, der vor ihm auf allen vieren herumkroch, um den Boden zu wischen, den ich absichtlich beschmutzt habe, um Dave zu beleidigen!"

Er packte den Gargoyle an den breiten Schultern und starrte ihn mit glasigen Augen an. "Brot? Was soll ich mit Brot! Sie! Sind! Alle! Vollkommen! Irre! Und die zwei kleinen Waschlappen da", er wies auf die Gardisten neben der Tür zum Thronsaal, die einen Kopf größer waren als er, "erwartet eine Dienstaufsichtsbeschwerde, wenn es die in Almanien gibt!"
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Re: Ankunft in Souvagne

#33

Beitrag von Varmikan Eisseher » Sa 21. Sep 2019, 19:23

Gerade sprach Urako noch voller Verzweiflung zu Monty, als er eine bodenlose Hoffnungslosigkeit fühlte. Seine Knie wurden ihm weich, seine Kehle schnürte sich zu und Tränen stiegen ihm in die Augen.

`Urako...
hi..lf...
mir.... ich.... ster...be....
Gei....ster...hausssss....´,
hörte er die Stimme Varmikans in seinen Gedanken.

Kaum mehr als ein mentales Flüstern, begleitet von einem Schmerz, der das unerträgliche Maß erreicht hatte. Wie Varmikan die Botschaft senden konnte, war unklar. Vermutlich mit den letzten Kraftreserven die sein Körper und Geist aufbieten konnte.

Und es gab nur einem, dem er die Botschaft gesandt hatte - Urako, ihm.

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Re: Ankunft in Souvagne

#34

Beitrag von Urako » So 22. Sep 2019, 13:01

Urako, der eben noch Montys Schultern gepackt und auf ihn eingeredet hatte, ließ ihn unvermittelt los. Mit weit aufgerissenen Augen ging er ein paar Schritte rückwärts. Sein pickliges Gesicht hatte jede Farbe verloren. Auf einmal war ihm, als müsse er sterben, als wäre sein Körper zerstört worden und das Leben sickere aus seinen Adern. Doch es war nicht seine Qual, die er da spürte, es war die von Varmikan, der verzweifelt um Hilfe rief.

"Flocke", sagte er voller Schmerz.

Nicht er starb, sondern sein bester Freund. Die Verletzungen, die er in Varmikans Geist gespürt hatte, waren letal. Als Scharfrichter wusste er, wie ein Körper beschaffen war und wie man ihn effektiv zerstörte. Dieser Körper war zerstört. Mehr als seinem Bruder in den letzten Augenblicken seines Lebens beistehen, konnte Urako nicht. Nicht mit seinen bescheidenen Fähigkeiten! Die Erkenntnis bohrte sich in sein Herz und Montgomery sah in Urakos Gesicht tiefe Verzweiflung.

"Das ist alles Mos Schuld", brüllte er den Gargoyle voller Verzweiflung an. "Er kreuzt auf, macht Dave schöne Augen und der nimmt das zum Anlass, den lieben treuen Varmikan verschwinden zu lassen! Platz für Mo hat er geschaffe, ich weiß, dass Dave das war! Heute ist ihr Hochzeitstag und Varmikan ruft mich vom Geisterhaus um Hilfe an. Das ist doch kein Zufall!"

Dann fiel ihm plötzlich ein, dass es neben der klassischen Heilkunst noch die Kunst der Magie gab. Vitalismagie, im Volksmund auch Heilmagie genannt. Im Palast gab es die besten Heiler! Hier gab es jemanden, der das Unmögliche möglich machen konnte! Wenn nicht hier, wo dann?

"Ich werde versuchen, Varmikan zu helfen. Entweder du begleitest mich und hilfst mir, Flockes Leben zu retten, oder kehre zurück zum Geisterhaus und behalte das Dreckschwein im Auge. Damit meine ich Dave von und zu Natternzunge! Alternativ setzt du mein Werk fort und informierst seine faule Majestät darüber, dass ein Waldalb sich illegal in Souvagne aufhält und die Fantomes ihm Schutz gewähren. Wenn ich daran denke, wie der Kerl mir vorgeheult hat, wie böse doch alle zu ihm waren ... zu Recht, will ich meinen! Sie waren noch zu gut zu ihm, Archibald samt Dunwin, Hiwi und Narbi und wie sie alle hießen. Nichts anderes hatte er verdient!"

Urako eilte los und fragte sich durch den Palast, bis er Benitos Heilstube gefunden hatte. Dort hämmerte er wie besessen an die Tür.
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Re: Ankunft in Souvagne

#35

Beitrag von Benito » So 22. Sep 2019, 20:07

Benito stockte gerade seine medizinische Vorräte in aller Ruhe auf, alls jemand wie besessen gegen die Tür polterte. So war der Beruf des Heilers. Wann man wieviel zu tun hatte, konnte man nicht vorher sehen. Ben eilte zur Tür und öffnete umgehend.

Bei dem Anblick dem sich ihm bot, war keiner seiner Scherze zur Aufmuterung angbracht. Ein Tiefling stand völlig aufgelöst vor seiner Heilstube.

"Regt Euch ab und berichtet mir von dem Notfall", bat Benito.

Es konnte sich nur um einen Notfall handeln, denn so wie der Mann aussah ging es um Leben und Tod. Benito schnappte sich seine Heilertasche die für Notfälle direkt auf der Anrichte neben der Tür stand. Er gesellte sich zu dem Tiefling, schob diesen quasi ein Stück aus dem Hauseingang der Heilstube und zog die Tür hinter sich zu.

"Ihr führt mich zum Patienten, berichtet bitte", sagte Ben ruhig. Er musste die Ruhe für sie beide bewahren, ebenfalls ein wichtiger Teil seines Berufes.

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Re: Ankunft in Souvagne

#36

Beitrag von Urako » Di 24. Sep 2019, 16:52

Während sie flotten Schrittes durch den Palast eilten, erzählte Urako dem alten Heiler, was sich zugetragen hatte.
"Mein Name ist Prinz Urako Lyridime von und zu Phintias", begann Urako mit seinem offiziellen Titel, auch wenn der dank seines Vaters praktisch wertlos für ihn war. Vielleicht konnte er wenigstens an dieser Stelle einmal nützlich sein. "Mitglied der Fantomes seiner Majestät. Es geht um meinen Freund Varmikan Hohenfelde-Eisseher - ebenfalls Mitglied dieser Einheit - einen herzensguten Mann und frischgebackenen Familienvater", sprach Urako verzweifelt. Irmina war zwar nicht Varmikans leibliche Tochter, aber alles, was irgendwie geeignet schien, einen abgebrühten alten Arzt, der schon alles gesehen hatte, davon zu überzeugen, dass hier höchste Eile geboten war, war dazu geeignet, ins Feld geführt zu werden.

"Der getreue Varmikan hat mir magisch einen Hilferuf geschickt, ich konnte seine Wunden spüren und seinen Zustand. Er liegt im Sterben! Des weiteren bin ich sicher, dass sein Ehemann Davard von Hohenfelde einen Mordanschlag verübt hat. Varmikan ist ein Frostalb, aber er ist Souvagner und diente der Krone loyal bis zum heutigen Tag, er verdient jeden Schutz. Ich wollte seine Majestät gerade darüber informieren, dass ich Davard für Hohenfelde nicht mehr für vertrauenswürdig halte, weil er illegal eingereisten Fremdländern Unterschlupf gewährt, einer davon ein gesuchert Mörder, der andere ein zwielichtiger Söldner, aber ich kam nicht mehr dazu, weil mich der Hilferuf erreichte. Vermutlich hängen die beiden Ereignisse zusammen, Varmikan wusste zu viel und drohte damit, zu plaudern. Jemand muss Duc Maximilien vor diesem Hohenfelde warnen! Und wir müssen einen dieser Reitgeier nehmen, sonst kommen wir zu spät!"
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Re: Ankunft in Souvagne

#37

Beitrag von Montgomery » Mi 9. Okt 2019, 10:45

Montgomery

bekam Panik als das Weichwesen Urako auf einmal Schmerzen hatte. Er wurde weiss wie eine Wand. Das Weichwesen sagte Flocke. Das war der Mann des Meisters. Scheinbar hatte Mo den weissen Mann angegriffen. Um Platz zu schaffen sagte Urako. Aber warum nur? Im Haus war genug Platz für alle. Monty verstand die Weichwesen oft nicht.
Dann sollte er auf den Meister aufpassen und mit dem Oberboss der Menschen reden. Oder mitkommen. Montgomery schwirrte der Kopf. Urako lief davon und Monty blieb zurück. Er hockte sich auf den Platz vom Weichwesen um den Oberboss der Menschen von den scheusslichen Alben zu erzählen.

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