Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.

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Dreux Gifford de Souvagne

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#32

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 15. Mai 2018, 20:45

Die Trauung

Endlich war es soweit, der offizielle Teil der Hochzeit begann. Der gesamte Hof war bis aufs Äußerste herausgeputzt. Jeder noch so kleine Winkel war mit Blumen dekoriert worden. Pavillions waren aufgestellt worden, um die zahlreichen Gäste mit Erfrischungen und Speisen zu verwöhnen. Dabei hatte das Fest noch nicht einmal begonnen.

Die Zeit der Trauung war endlich gekommen. Dreux verschaffte sich kurz Gehör.

"Werte Paare, werte Gäste folgt uns bitte in den Palast, auf dass die Vermählung durch unsere Hand stattfinden möge", sagte er höflich. Dreux lächelte die Paare und Gäste freundlich an und gab dann den Weg vor, indem er gemessenen Schrittes zum Palast schritt.

Der Weg für diese Zeremonie war genau vorgegeben und dementsprechend abgesichert worden. Zur Durchführung des militärischen Zeremoniells waren rund 1000 Angehörige der souvagnischen Streitkräfte angetreten. Die Streitkräfte versahen die Ehrenwache am Großherzoglichen Palast und waren dementsprechend in Prunk- und Paraderüstungen gekleidet.

Gregoire Verrill de Souvagne schritt gemeinsam mit seinem Verlobten Linhard von Hohenfelde den Menschen gesäumten Weg zum Großherzoglichen Palast entlang. Den beiden folgten Ciel Felicien de Souvagne mit Olivie Solain de Souvagne. Die Hofgarde hatte 100 Gardisten zum Säbelspalier abgestellt. Die Ehrenposten entlang der Strecken, die die Hochzeitspaare zurücklegen, bestand teils aus Soldaten und wie auch aus Zivilisten.

Die Menge hinter den sichernden Soldaten versuchte möglichst nah an die Absperrungen zu kommen um einen direkten Blick auf die Brautpaare, den folgenden Familienangehörigen und Adelstross Souvagnes werfen zu können. Die Großherzogliche Leibgarde übernahm die Ehreneskorte zum Einmarsch in den Großherzoglichen Palast.

Kurz bevor Gregoire, Linhard, Ciel und Olivie unter der Führung von Dreux als Duc den Palast betraten, blieb dieser kurz stehen. Dreux drehte sich um und vollführte eine einladende Geste. Keine Sekunde später regnete es tausende und abertausende rosafarbene Rosenblätter aus dem gewaltigen Luftschiff.

Überall vernahm man erstaunte wie erfreute Ausrufe, das Gesicht von Olivie strahlte mit der Sonne um die Wette. Sie hielt beide Hände auf und versuchte einige der Rosenblätter zu fangen. Der gesamte Hof sah nach wenigen Augenblicken aus, wie eine Märchenlandschaft, die man mit rosafarbenem Zuckerguss übergossen hatte. Wem sie dies zu verdanken hatte war klar - Ihrem Liebsten Ciel.

Dreux wartete einen Augenblick, dann führte er die Paare in den Palast zum Trausaal. Der Weg dorthin war mit schweren Samtvorhängen abgehangen worden. Nun als sich die Gruppe näherte, wurden die Vorhänge beiseite gezogen und gaben den Blick auf eine Dekoration preis, die ihres Gleichen suchte. Ein Meer aus duftenten Blumen empfing sie.

Der Weg bis zur Spitze des Saales war mit Kerzen flankiert. Blumen über Blumen soweit das Auge reichte. Sie hingen von der Decke, schmückten Säulen und zierten die Zwischenräume der Sitzgelegenheiten. Dreux schritt voran und nahm seinen Platz am oberen Ende des Saales ein. Auf ein unsichtbares Zeichen hin, fiel das Band, dass die Paare vom Weg getrennt hatte.

Link:
https://i.pinimg.com/564x/ad/ab/a2/adab ... 4dc5fd.jpg

Gemeinsam schritten Gregoire und Linhard Hand in Hand nach vorne.
Exakt zwei Schritte hinter ihnen folgten Ciel und Olivie und hielten sich bei den Händen.

Hinter den Paaren folgte die Familie sowie die Gäste. Maximilien und seine Ehefrauen setzten sich in die erste Reihe, während sich der Strom der Gäste leise in den Reihen verteilte. Als alle Platz genommen hatten, erhob Dreux die Hände und bat damit um Ruhe.

"Wer mit dem Herzen sieht, sieht auch Verborgenes. "Das Herz hat für manches gute Gründe, die die Vernunft gar nicht kennt und aus diesem Grund sind wir heute hier. Vier Herzen haben beschlossen auf ewig im gleichen Takt zu schlagen.

Tretet nach vorne Gregoire Verrill de Souvagne und Linhard von Hohenfelde.
Tretet nach vorne Ciel Felicien de Souvagne und Olivie de Souvagne",
bat der junge Duc.

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Dreux Gifford de Souvagne

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#33

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 15. Mai 2018, 23:28

Die Trauung von Gregoire & Linhard und Ciel & Olivie - 01.05.203


Dreux Gifford de Souvagne
Dreux hatte beide Brautpaare nach vorne gebeten. Freundlich musterte er seine Geschwister und fragte sich, wann er selbst vor dem Altar stehen würde. Sie sahen glücklich aus, alle drei und auch der familiäre Neuzugang Linhard wirkte durch und durch glücklich. "Wer überreicht die Hand von Greg seinem Manne Linhard?", fragte Dreux. Rein der Zeremonie halber, da er die Antwort bereits kannte.

Maximilien
"Ich - ich überreiche die Hand meines Sohnes, an seinen anzutrauenden Ehemann", bestätigte Maximilien de Souvagne.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wer überreicht die Hand Linhards seinem Manne Gregoire?", fragte Dreux die Gegenfrage. Er hoffte, dass der Geist erschien, oder sich einer seiner anderen Verwandten dazu erbarmte. Ansonsten würde hoffentlich einer der Cantillions diese Aufgabe übernehmen. Aber so wie er seinen Vater kannte würde er Linhard nicht hängen lassen, sondern dann alle vier Hände ineinander legen.

Brandur von Hohenfelde
Der Geist erhob sich aus dem Mantel wie grüner Nebel. Er war die ganze Zeit über bei seiem Sohn gewesen. Er manifestierte sich in der Gestalt, die Linhard vertraut war, ein alter Mann in der Kleidung des naridischen Adels, mit Bundhose, Strumpfhosen, Schnallenschuhen, Wams und knielangem Mantel. Nicht fehlen durfte der Dreispitz. Brandur lächelte glücklich. Er konnte Linhards Hände nicht halten, doch er deutete die Berührung an und legte seine Geisterhände um die warmen, lebenden Hände Linhards. "Ich überreiche die hand meines Sohnes Linhard an seinen anzutrauenden Ehemann", sprach er feierlich. Seine Stimme war voller Stolz auf seinen Sohn.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musste einen Moment die Fassung bewahren, aber seine Ausbildung hatte ihn genau dass gelehrt. Gleichgültig wie erstaunt er über den Geist war und wann hatte er jemals zuvor in seinem Leben einen echten Geist gesehen, er musste die Fassung und Würde bewahren. Zumal dies nun ein "Familiengeist" war.

Dreux Gifford de Souvagne
"Beide Väter legen die Hand ihres Sohnes in die des anderen. Und so frage ich Dich, Gregoire Verrill de Souvagne, möchtest Du den anwesenden Marquis Linhard von Hohenfelde zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, für jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will".

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire hörte seinem Bruder zu und musterte erleichtert Brandur, der rechtzeitig zur Hochzeit erschienen war. Nichts wäre für Linhard schlimmer gewesen, als auf seinen Vater zu verzichten. Sanft umschloss er die Hand seines Liebsten. "Ja ich will", sagte er liebevoll.

Dreux Gifford de Souvagne
"Und so frage ich auch Dich, Linhard von Hohenfelde, möchtest Du den anwesenden Prince Gergoire Verrill de Souvagne zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, für jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will", forderte Dreux freundlich.

Linhard von Hohenfelde
Linhard atmete seelig auf, als Brandur erschien und seine Hand in die von Verrill legte. Er schloss seine starke Hand um die schlanken Finger von Gregoire. Dies war mehr als eine Eheschließung, Brandur, Maximilien und Dreux gaben ihnen ihren Segen - und gleichgültig was offiziell von Bedeutung war, für Linhard zählte, dass sein Vater mit der Verbindung einverstanden war. Lin musterte Greg, den er eigentlich für Brandur und die Familie hatte heiraten wollen und nun aus einem ganz anderen Grund ehelichte. "Ja ich will - für jetzt und alle Zeit", antwortete er innig.

Dreux Gifford de Souvagne
"Kraft meines Amtes, sowie des Hausrechts de Souvagne erkläre ich Euch somit zu rechtmäßig anerkannten Eheleuten. Marquis Linhard von Hohenfelde trägt ab sofort den Titel sowie Namen Prince Linhard de Souvagne, Marquis von Hohenfelde und ist mit Hoheit anzusprechen. Willkommen in unserer Familie Schwager. Tauscht bitte die Ringe".

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire zückte ein kleines Kästchen und klappte es auf. Er entnahm einen der beiden Ringe und zwar den mit Steine und schob ihn Linhard sanft auf den Finger. "Für Dich Linhard. Ich habe Dir etwas in unseren Roman geschrieben", flüsterte Gregoire.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm den zweiten, etwas schlichteren Ring heraus, wobei schlicht eigentlich eine Beleidigung für den Ring war und schob ihn seinerseits Verrill auf den Finger. "Wer Liebe erfährt, versteht den Sinn des Lebens Verrill", sagte Lin sanft und strich über Gregoires Hand.

Dreux Gifford de Souvagne
Eheringe Gregoire und Linhard:
Link:
http://asktoronto.info/wp-content/uploa ... -ringe.jpg

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr dürft Euch nun küssen", schmunzelte Dreux. Der Aufforderung kamen Gregoire und Linhard direkt nach. Lin umarmte Greg fest und beide küssten sich lang und liebevoll, ehe sie sich grinsend voneinander lösten. Dreux verkniff sich ebenfalls ein Grinsen, während die beiden einige Schritte nach hinten machten um nun den Platz für Ciel und Olivie zu räumen.

Dreux Gifford de Souvagne
"Tretet bitte nach vorne Ciel und Olivie. Wer überreicht die Hand von Olivie ihrem Manne Ciel?", fragte Dreux. Rein der Zeremonie halber, da er die Antwort bereits kannte.


Maximilien
"Ich überreiche die Hand meiner Tochter Ciel Felicien", antwortete Maximilien.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wer überreicht die Hand von Ciel Felicien an Olivie?", fragte Dreux der Zeremonie gehorchend.

Maximilien
"Ich überreiche die Hand meines Sohnes Ciel Felicien an Olivie", erklärte Max feierlich und legte ihre beiden Hände ineinander.

Dreux Gifford de Souvagne
"Euer Vater legte die Hand seines Sohnes und seiner Tochter in die des anderen. Und so frage ich Dich, Ciel Felicien de Souvagne, möchtest Du die anwesende Olivie Solain de Souvagne zu der Dir angetrauten Ehefrau nehmen, für jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte seiner Braut während der Zeremonie in die Augen. Ihre waren so blau wie seine und beide hatten blondes Haar. Sie konnten nicht leugnen, dass sie Halbgeschwister waren. Doch Olivie sah frischer, lebendiger aus als er selbst, der sich viel Stress gemacht hatte in letzter Zeit und kaum geschlafen hatte. Dennoch war er nun glücklich. Er lächelte, wobei die Ringe unter seinen Augen sich vertieften. »Ich will«, sagte er.

Dreux Gifford de Souvagne
"Und so frage ich auch Dich, Olivie, möchtest Du den anwesenden Prince Ciel Felicien de Souvagne zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, für jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will", forderte Dreux glücklich.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie musterte Ciel, während ihre Finger seine Hand umschlossen hielten. Er liebte sie. Aber nicht nur das, er hatte sich so viele Gedanken gemacht. Angefangen von ihrer Sicherheit, darüber was aus ihr werden sollte, falls sie einen Zwerg ehelichen würde, über ihre gemeinsame Ehe, das sie beide unbedarft in diese Ehe gingen und sogar dass sie Rosen über alles liebte und sogar Rosenblätter für sie regnen ließ. Sanft drückte sie seine große starke Hand und lächelte ihn liebevoll an. "Ja ich will", sagte sie voller Liebe.

Dreux Gifford de Souvagne
"Kraft meines Amtes, sowie des Hausrechts de Souvagne erkläre ich Euch somit zu rechtmäßig anerkannten Eheleuten. Die aus dieser Ehe hervorgehenden Kinder erhalten die Titel Prinz/Prinzessin de Souvagne und werden mit Hoheit angesprochen.Tauscht bitte die Ringe".

Ferrau Du Trieux
Ferrau trat an Ciel heran und reichte ihm die Eheringe:
Link:
https://www.fischer-trauringe.de/wp-con ... 95x400.jpg

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel warf Ferrau einen dankbaren Blick zu. Er war nicht nur froh, dass der brave Diener an alles gedacht hatte, sondern auch, dass er dadurch, dass er die Ringe bei sich getragen hatte, nun einen Grund hatte, in diesem wichtigen Augenblick bei Ciel zu stehen. Ciel bedeutete es viel, seinen Leibdiener nun bei sich zu haben und anstatt das Kästchen von diesem entgegenzunehmen, nahm er nur den Ring heraus, damit Ferrau bei ihnen stehen blieb. In diesem Moment fiel ihm ein, dass er vor lauter Nervosität vergessen hatte, seiner Braut den Vorsteckring zu überreichen. Das war ganz schön unangenehm, aber er würde ihr den Ring später noch schenken. Die Eheringe sahen auch für sich betrachtet wunderschön aus. Er nahm den Ring heraus, nahm ihre Hand in seine und schob ihr den Ring langsam über den Finger. Diese Geste hatte für ihn fast noch etwas Bedeutsameres im Hinblick auf die Eheschließung an sich, als die Worte des Ducs, die ihre Trauung besiegelten. Er hatte das Gefühl, dass Olivie, jetzt in diesem Moment, als er ihr den Ring auf den Finger steckte, seine Frau wurde. Er lächelte glücklich.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie hielt ganz still, als Ciel ihr den Ehering auf den Finger schob. Nun war es offiziell und für alle sichtbar, sie beide waren Mann und Frau. Liebevoll drehte sie mit einem Finger den Ring an ihrer Hand. Wie sanft er ihr den Ring über den Finger gestreift hatte, aber so war Ciel. Er war durch und durch eine sanftmütige Person, die wie ein Sandpanther kämpfen konnte, damit alle anderen in Ruhe und Glück leben durften. Olivie nahm den zweiten Ring aus dem Kästchen und schob ihn Ciel über den Finger. "Liebe bedeutet für mich, immer von Deinen starken Händen beschützt, gehalten oder aufgefangen zu werden", flüsterte sie ihm zu.

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr dürft Euch nun küssen", forderte Dreux Ciel auf und musterte ihn gut gelaunt. Er wusste wie sein Bruder zu Körperlichkeiten stand, aber dies war Zärtlichkeit und Zeremonie. Minimal nickte er ihm aufmunternd zu.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blinzelte seinem Bruder kaum merklich zu, als dieser ihm zunickte. Dann konzentrierte er sich nur noch auf Olivie und erstmals küsste er seine Frau. Weich schmiegten sich ihre Lippen aufeinander. Ciel hatte nie gedacht, dass er je heiraten würde. Er hatte es nie gewollt. Und doch hatte die Heirat heute keinen Schrecken mehr. Olivie war von so sanftem Wesen, so klug und so einfühlsam. Alle hatten sich so viel Mühe gegeben, allen voran Ferrau, aber auch der gesamte Hofstaat und alle Mitglieder ihrer Familie. Vater war extra aus Ehveros aufgebrochen, noch bevor die Verhandlungen beendet waren, um der Hochzeit seiner Kinder beiwohnen zu können. Sie alle hatten dazu beigetragen, dass dies ein wundervoller Tag wurde. Ciel mochte in manchen Dingen unbeholfen sein, er konnte weder gut Komplimente machen noch Geschenke auswählen, doch gut küssen, das konnte er. Er legte alle Liebe, die er für seine junge Frau empfand, in diesen Kuss.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie küsste Ciel mit allem was sie für ihn empfand, aller Liebe, aller Freundschaft, aller Zuneigung die sie ihm entgegenbrachte und dies war extrem viel. Zeitgleich drückte sie ihren Körper an seinen und hielt ihn fest in ihren Armen. Er küsste sie so, dass sie seine Seele fühlen, ja schmecken konnte. Diesmal beherrschte er sich nicht, es war auch keine Kontrolle nötig, denn sein Gefühl war rein und kristallklar wie ein Bergsee. Ebenso küsste sie ihn zurück, hielt ihn, streichelte ihn und sandte ihm per Herzen all ihre Liebe und Wärme.

Ciel Felicien de Souvagne
Als Bluthexer spürte Ciel den Herzschlag seiner Frau mit übergroßer Deutlichkeit. Ohne, dass er dies bewusst getan hatte, hatte er ihre Herzen in den selben Takt gebracht. Ihre Herzen schlugen völlig gleich und Olivies Herzschlag fühlte sich gesund und voller Lebenskraft an. Damit übertraf sie seine eigene Vitalität um Längen, die in letzter Zeit arg gelitten hatte. Er war froh, dass es so war und nicht umgekehrt, dass sie so warm und lebendig war, so voller Leben. Ciel war der Geistmagie nicht mächtig, doch auf seine Weise spürte er ebenso, wie viel Olivie für ihn empfand.

Dreux Gifford de Souvagne
"Meine Lieben, ich erkläre Euer dreitägiges Hochzeitsfest für eröffnet!", verkündete Dreux. Nach der Trauung begaben sich die Ehepaare unter der Führung von dem jungen Duc und dem militärischen Ehrengeleit zur Prunktreppe des Großherzoglichen Palastes um sich der Öffentlichkeit zu zeigen.
Das Fest konnte beginnen!

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Brandur von Hohenfelde

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#34

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Mi 16. Mai 2018, 00:45

Brandur von Hohenfelde
Brandur war zutiefst ergriffen. Als Geist konnte er keine Tränen der Rührung mehr vergießen und das war gut, denn sonst hätte er wohl den Großteil der Zeit damit verbracht, mit einem Stofftaschentuch seine Augen zu tupfen. Brandur hatte drei Kinder auf schreckliche Weise verloren. Das vierte jedoch, jenes Kind, welches er erst kurz vor seinem Tode adoptiert hatte - jenes ging nun einer glücklichen Zukunft auf dem neuen Pfad entgegen. Brandur hatte seinen nachdenklichen und oft stoischen-resignierten Jungen, den er so sehr liebte, selten so glücklich gesehen. Er schwebte an einer gut sichtbaren Stelle und blickte ihn aufmerksam an, damit Linhard zu ihm kommen konnte, wenn er sich für ein Gespräch bereit fühlte. Der Geist des alten Mannes, der sonst so gut wie nichts von seinen Gefühlen hatte nach außen dringen lassen, lächelte aus ganzem Herzen und in seinen Augenwinkeln bildeten sich Lachfalten, die man so selten bei jemandem ihrer Familie sah.

Linhard von Hohenfelde
Linhard drückte Greg fest an sich, vergrub einmal seine Nase in dessen Haaren, ehe er ihn behutsam von sich schob. Er hielt eine Hand von Gregoire fest und spielte mit dessen Fingern. »Ich muss mit meinem Paps reden, ich bin gleich wieder da. Lauf nicht weg und mach keinen Unsinn, nicht dass Du wen mit einem Blumenkübel erschlägst. Das soll Unglück bringen Verrill, ganze drei Nächte lang«, raunte Lin Gregoire ins Ohr. Er küsste ihn liebevoll und ging dann hinüber zu seinem Vater. Lin blieb in einigem Abstand zu Brandur stehen und schaute ihn von oben bis unten an, ehe er nahe herantrat. Seinen Vater mit so guter Laune zu sehen,musste er einfach als Gesamtbild genießen. Auch er grinste wie ein Honigkuchenpferd, dass sah er zwar nicht, aber er spürte es. Vor allem, dass dies eine sonst ehr ungewohnte Bewegung seines Gesichts war. Nun für Brandur sicher ebenso. Lin legte den Kopf schief und blinzelte Brandur zu. »Keks Paps, ich freue mich so, dass Du an de Zeremonie teilgenommen hast. Ich glaube Dreux hat etwas gemogelt und meine Leute eingeladen... aber wichtig ist, dass Du hier bist. Ob Du Dich freust muss ich nicht fragen, Du strahlst fast mehr als ich«, sagte Lin überglücklich.

Brandur von Hohenfelde
»Keks, mein lieber Junge. Einen riesengroßen Berg voller Kekse! Ihr beide seid ein wundervoll anzuschauendes Paar. Meiner anfänglichen Skepsis zum Trotz freue ich mich, euch beide so glücklich zu sehen und wünsche euch von Herzen alles Gute auf eurem weiteren Weg, den ihr nun Seite an Seite beschreitet. Möge es ein heller und warmer Pfad bleiben und es nie mehr erforderlich sein, die Klingen zu etwas anderem als zu Übungszwecken zu kreuzen. Ich möchte dir gern ein Geschenk überreichen.«

Linhard von Hohenfelde
»Danke Paps, dass hoffe ich auch. Und ich hoffe dass sich Verrill an meiner Seite so wohl fühlt, dass er mir vielleicht auch eines Tages ein Geschenk machen möchte. Falls es so kommen sollte, werde ich mein Küken nach Dir benennen. Vorher möchte ich rundum glücklich mit Verrill sein und hoffe dass sich seine Familie mit unserer verbindet. Das wäre doch sehr schön. Was hast Du für mich denn Schönes?«, fragte Lin neugierig.

Brandur von Hohenfelde
»Dass du dein Kind nach mir benennen möchtest, ist eine große Ehre und es rührt mich. Ich freue mich auf den Tag, an dem es so weit ist und mein Enkelchen das Licht des Lebens erblickt. Doch bevor dir Verrill ein Kind schenkt, möchte ich dir etwas schenken. Es ist mir leider momentan nicht vergönnt, materielle Dinge überreichen zu können. Dennoch soll es ein Geschenk sein, für das ich keinen Überbringer benötige. Ein Geschenk von mir an meinen Sohn. Ich weiß nicht, wie lange ich dir als Geist noch erhalten bleiben werde, darum soll dieses Geschenk dich daran erinnern, wie sehr ich dich liebe und dass ich stets ein Teil von dir sein werde, auch wenn wir uns in diesem Leben nicht mehr sehen sollten. Mein Geschenk soll etwas sein, das bleibt bis auch du dich auf die Reise in den Nexus begibst. Ich möchte dir jenes Geschenk überreichen, welches traditionell alle Väter ihren Söhnen erweisen, das bei uns allerdings noch aussteht. Ich möchte dir einen Namen geben. Deinen ersten Namen gab dir Ansgar, der dein leiblicher Vater ist. Ich, als dein Adoptivvater, möchte dir nun deinen Zweitnamen schenken. Den Namen meines vierten Kindes.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte stumm und ergriffen. Seinem Namen konnte er nichts abgewinnen, die Abkürzung ging noch durch - Lin, aber die meisten verhackstückelten ihn in etwas weniger schmeichelhaftes, wie Lin Larve oder der gleichen. Und Linhard an sich, hatte zwar eine gute und starke Bedeutung, aber er klang trotzdem grauenvoll. Das Brandur ihm einen Namen schenken wollte rührte ihn daher zutiefst. Er hatte ihn aufgenommen, obwohl ihn sonst scheinbar niemand haben wollte - fast niemand, außer Verrill. Damit gab es schon zwei Leute. Gut mit Opa drei. Aber ein Name war zeugte davon, wieviel Gedanken Brandur sich um ihn machte und wie gut er ihn kannte. Denn danach suchte man den Namen aus. Das was die Person war, oder das was man ihr wünschte. Was wünschte ihm sein Paps? Lin war neugierig und freute sich über alle Maße. »Wie lautet mein Name?«, fragte er gerührt.

Brandur von Hohenfelde
»Ich habe mir lange Gedanken darum gemacht, wie mein jüngster Sohn heißen soll. Hier in Souvagne beginnt der neue Weg unserer Familie und darum wählte ich einen souvagnischen Namen. Einen, mit dem du dich hoffentlich genau so wohl fühlst wie ich, wenn ich mir vorstelle, dass du ihn trägst und wie ich dich mit ihm anspreche ... wie du dich danach umdrehst, wenn dein Paps diesen Namen ruft. Es ist der Name, den ich ausgewählt hätte, würde ich dich als neugeborenen Säugling in meinen Armen halten. Aber ist das, was uns beide verbindet, nicht auch so etwas wie eine Geburt? Ich bin dein Vater und du bist mein Sohn. Mit aller Liebe für dich gebe ich dir den Namen Xavier, mein Kind.«

Linhard von Hohenfelde
Lin umarmte Brandur, jedenfalls versuchte er es. »Danke Paps, ich werde ihn mit Liebe und Stolz tragen. Ein Name den niemand verunstalten kann, ein Name der nach etwas klingt. Und wenn es auch keiner weiß, er klingt nach Liebe. Was bedeutet er? Er verbindet uns mehr, als die Adoptionsurkunde je könnte. Ja in Souvagne neugeboren mit neuem Namen, dass trifft es sehr gut, dass trifft es perfekt«, freute sich Linhard und wischte sich die Tränen aus den Augen.

Brandur von Hohenfelde
Brandur umarmte seinen neu bennannten Sohn mit seinen eisigen Geisterarmen. »Xavier bedeutet ›neues Haus‹ und war einst der Name einer alten und sehr wehrhaften almanischen Burg, die lange noch vor der Ankunft der naridischen Siedler erbaut wurde. Sie war der Sitz vieler verschiedener Adelsgeschlechter. Und diese Burg Xavier steht noch heute, es ist eine der ältesten erhaltenen Burgen überhaupt. Ich finde ihn passend für meinen Sohn und unser Familienoberhaupt und nebenbei ist er sehr klangvoll.«

Linhard von Hohenfelde
»Ja und wie mein neuer Name, soll auch unsere Familie erhalten bleiben. Wehrhaft nach außen und liebevoll nach innen. So wie jene in die wir durch meine Hochzeit eingeheiratet haben. Der Name klingt sehr schön Paps, ich danke Dir aus tiefstem Herzen dafür. Ein schöneres Geschenk konntest Du mir nicht machen. Außer zurückzukehren, aber das ist mein Part. Auch das werden wir schaffen, wie wir alles gemeinsam geschafft haben. Nun vielleicht haben wir jetzt ein paar helfende Hände mehr. Verrill mag Dich sehr«, erklärte Linhard glücklich.

(Fortsetzung folgt)

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#35

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Mi 16. Mai 2018, 19:23

Nach der Eröffnung des Festes, zog sich Dreux für einen Moment in die Großherzogliche Schreibstube zurück. Maximilien folgte seinem ältesten Sohn und bat ihn darum, jenen Passus der eigentlich für Ciel und Olivies Verlobungs- wie auch Hochzeitsurkunde gegolten hatte, ebenfalls bei Gregoire und Linhard einzufügen.

Dreux war zwar etwas erstaunt und fragte sich insgeheim, ob sein Vater den beiden ein gemeinsames adoptiertes Kind legitimieren wollte. Dennoch kam er der Bitte nach. Nachdem er die Heiratsurkunden verfasst hatte, begab sich Dreux gemeinsam mit seinem Vater zu Gregoire und Ciel.

"Damit auch alles offiziell seine Richtigkeit hat, Eure Heiratsurkunden", sagte Dreux freundlich und überreichte zuerst Gregoire und dann Ciel jeweils ihre Urkunden.

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Maximilien drückte seine drei Jungs an sich.

"Verrill falls Du jemals den Entschluss fassen solltest, gemeinsam mit Linhard ein Kind zu bekommen, ist es durch die Heiratsurkunde legitimiert. Ganz offiziell tragen Eure Kinder Deinen Namen, wie jedes von Dir mit einer Ehefrau gezeugte Kind. Keine nachträgliche Erläuterung, keine Ergänzung. Dein Bruder hat es so in Eurer Heiratsurkunde vermerkt. Kläre Dreux bitte auf", bat Maximilien leise.
"Dankeschön Paps. Eigentlich wollte ich Dich nach der Hochzeitsfeier aufklären Dreux, aber ich denke jetzt ist ebenso ein guter Zeitpunkt. Komm mit", bat Verrill und gab den Weg vor.

Dreux zuckte die Schultern und folgte seinem Bruder. Maximilien nahm sich zwei Gläser Sekt und drückte eines davon Ciel in die Hand.

"Du hattest Recht, beenden wir das Versteckspiel. Zumindest in der Familie", sagte Max liebevoll und stieß mit Ciel an.

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#36

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Mi 16. Mai 2018, 23:40

Kennenlernen
Hochzeitsnacht von Gregoire und Linhard - 01.05.203 n.d.A.

Link (Ü-18):
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&p=14452#p14452


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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#38

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 17. Mai 2018, 23:59

Linhard schaute sich auf dem Fest um, ob er die bestimmte Person sah, die er dringend erwartete. Etwas abseits sah er den kleinen, pummligen, älteren Mann mit schütterem Haar. Dennoch war er gepflegt und machte einen freundlichen Eindruck.

Lin deutete Verrill an zu warten und gesellte sich zu dem kleinen Kerl. Beide sprachen kurz leise miteinander, ehe Linhard mit dem Mann im Schlepptau zu Greg zurückkehrte.

"Verrill darf ich Dir Gaston, Deinen neuen Leibdiener vorstellen? Gaston hat erstklassige Zeugnisse und hat auch einige Zeit bei einem Heiler gelernt, so dass er bei kleinen Dingen ebenfalls helfen kann. Laut unserem Hofmarschall ist er integer, verschwiegen, zuverlässig nun alles was ein Leibdiener sein muss. Ich hoffe Du freust Dich", grinste Lin.

"Eure Hoheit, es ist mir eine Ehre Euch kennenlernen zu dürfen. Zu Eurer Vermählung wünsche Euch und Eurem Gatten alles Gute", sagte Gaston ergeben und verneigte sich vor Gregoire.

Link Gaston:
https://78.media.tumblr.com/332771c1744 ... 2_1280.jpg

"Danke Schatz, ja ich freue mich. Vielen Dank Gaston, auf ein gutes Verhältnis zwischen uns. Feiere etwas mit uns. Sobald ich Deiner bedarf, rufe ich Dich", erklärte Greg freundlich.

Gaston verbeugte sich erneut.
"Vielen Dank Herr", antwortete er respektvoll und ließ die beiden frischgebackenen Eheleute allein.

Verrill musterte Lin und umarmte ihn.

"Du bist ein Lieber", flüsterte er Lin ins Ohr, "lass uns tanzen".
"Gerne. Wer macht nachher den Anfang Verrill? Du oder lässt Du mir diesmal den Vortritt?", flüsterte Linhard zurück und küsste Verrill.
"Linny Du hattest die ganze Zeit vor der Hochzeit den Vortritt, was soll es, von mir aus, Du bekommst Dein Stückchen vom Kuchen", schmunzelte Verrill.

"Keks", antwortete Lin grinsend.
"Ich Dich auch Linny, Keks", gab Verrill zurück und zog ihn auf die Tanzfläche.

"Gregoire... Verrill... Schätzchen, hast Du Dir wegen einem Kind schon einmal nähere Gedanken gemacht? Oder besser generell gefragt, würdest Du eines in Erwägung ziehen?", fragte Linhard Verrill ernst, während sie beide langsam tanzten.
"Als Vater wünsche ich mir auf alle Fälle Kinder Lin. Ob ich als Mutter ein Kind austragen werde, muss ich mir gut überlegen, da es mit extrem großen Risiken für mich verbunden ist. Aber ich hätte schon sehr gerne eines von Dir, sehr gerne sogar. Aber nicht sofort Lin, lass uns das Leben noch eine Zeit zu zweit genießen. Du bist erst 18 Jahre jung und ich 23. Lass es uns in zwei Jahren planen", schlug Verrill vor.

"Wann immer Du dazu bereit bist. Wir werden die besten Heiler dazu befragen und wir werden die besten Heiler und Heilmagier engagieren, damit sie Dir in dieser Zeit beistehen. Dir wird nichts passieren, dafür sorge ich", flüsterte Linhard Verrill ins Ohr.
"Noch bin ich nicht bereit dazu", schmunzelte Verrill.

"Noch", antwortete Lin mit einem Zwinkern.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#39

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » So 20. Mai 2018, 02:25

Die Rückkehr des Ritters


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ging in der billigen, zerbeulten Rüstung über den Hof, bis er Ferrau fand. Das Blut, das aus seinen Haaren in sein Gesicht gelaufen war, war inzwischen angetrocknet und die Wunde blutete nicht mehr. Er grinste Ferrau breit zu.

Ferrau Du Trieux
Ferrau starrte seinen Herrn und dessen Aufmachung an. "Was ist denn mit Euch geschehen? Ihr seid ja verletzt!", stöhnte Ferrau

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich habe mich schmutzig gemacht, damit du heute keinen Feierabend machen kannst", erklärte Ciel mit ernster Stimme.

Ferrau Du Trieux
"Ich habe es von Anfang an gewusst, dass Ihr ohne mich mal wieder nicht klarkommt", knurrte Ferrau und hakte Ciel unter. "Ihr verletzt Euch während der eigenen Hochzeit. War das Eure Frau? Warum hat sie euch geschlagen?", hakte der Leibdiener nach.

Ciel Felicien de Souvagne
»Meine Frau? Bewahre! Ich habe mir lediglich einen Übungskampf mit jemandem von der Leibgarde geliefert. Du hast heute gefehlt Ferrau. Absolut gefehlt. Aber die Dekoration, um die du dich gekümmert hast, ist traumhaft. Die lassen wir so, bis die Blumen völlig verwelkt sind. Und die Leckereien waren ausgesprochen köstlich. Allerdings weiß ich, wo du sie her hast.« Er knuffte Ferrau, der ihn mit sich schliff.

Ferrau Du Trieux
"Herr ich hatte solche Sorge um Euch. Ja von Eurem Bruder Gregoire Herr. Niemand backt so wie er und ich musste dieses Risiko auf mich nehmen, damit alles perfekt für Euch werden würde. Es freut mich zu hören, dass ich Euch gefehlt habe. Euer Bruder hat mich anständig behandelt, als ich um die Leckereien für Euch gebeten habe. Er hat sich sehr darüber gefreut. Ich glaube wenn man mit ihm über Kekse und Kuchen redet oder über Bücher ist er ein anderer Mensch. Ihr solltet an Eurem Hochzeitstag nicht trainieren Herr", erklärte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ich habe nicht trainiert, ich habe nachgedacht. Dazu bedarf es eines freien Kopfes und nichts hilft dabei besser, als die Aussicht auf gewaltige Kopfschmerzen. Zudem habe ich mich gut mit dem betreffenden Leibgardisten unterhalten. Ich freue mich über die Mühe, die du dir für meine Hochzeit gemacht hast, aber verrate mir doch bitte, wie ich dich dazu bringen kann, meine Anweisungen zu befolgen, hm?«

Ferrau Du Trieux
"Das habe ich Herr. Ihr sagtet kümmere Dich um alles Ferrau und das habe ich sogar auf die Gefahr hin, wieder geschlagen zu werden. Ich habe nichts gescheut, obwohl ich gewaltige Angst vor Eurem Bruder hatte. Aber er war wirklich ganz reizend, allerdings nicht wie Grubengas", lachte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
»Meine Anweisung besagte auch, dass du und Zerbino Arrest in meinem Flügel habt, so lange ich abwesend bin«, sagte Ciel und blickte Ferrau sehr ernst an.

Ferrau Du Trieux
"Ja Herr dass stimmt. Aber Eure Hochzeit ist sehr wichtig und welcher Befehl galt nun zuerst? Da musste ich entscheiden. Bleibe ich gehorsam daheim und Ihr habt keine schöne Hochzeit oder gehe ich los und erfülle Eure Wünsche und es wird wunderschön? Es war beides Euer Befehl Herr. Ich möchte Euch nicht ärgern, ich wollte Euch nur glücklich machen. Sonst gehorche ich Euch doch immer, dass wisst Ihr", sagte Ferrau glücklich.

Ciel Felicien de Souvagne
»Eigentlich grenzen diese beiden Befehle sich sehr deutlich voneinander ab - sie besagen in Kombination: Bereite alles für meine Hochzeit vor, ohne allein meinen Flügel zu verlassen! Du hättest alles delegieren oder per Boten erledigen lassen können. Und bei den anderen Dingen, wo das nicht möglich ist, hätte ich dabei sein können. Nicht nur du sorgst dich, Ferrau, auch ich mache mir Sorgen. Vergiss das nicht. Dennoch war alles wundervoll.« Er stockte kurz. »Na ja. Fast alles. Aber dafür kannst du nichts.«

Ferrau Du Trieux
"Ja da habt Ihr Recht, aber Ihr wisst auch dass es doch eine Überraschung werden sollte. Herr zukünftig, gehorche ich Euch aufs Wort. Es steckte kein böser Wille dahinter, dass ich Euren Befehl etwas lockerer sah. Weil ich ganz schön Angst hatte zu Eurem Bruder zu gehen. Aber fragt nur, er war wirklich höflich und Ihr seht ja, der Kuchen und die Leckereien waren da. Das Ihr Euch so um mich sorgt, dass freut mich sehr. So sollte es zwischen Herrn und Diener sein. Beide achten aufeinander. Was war denn nicht nach Eurem Wunsch?".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel prüfte, dass niemand in der Nähe war und sprach leise. "Was glaubst du, warum wir nicht gleich im Bett liegen geblieben sind? Die Hochzeitsnacht war ein einziges Desaster. Es fing wunderschön an, die Mitte war ein Graus und das Ende war erträglich. Aber damit sollte ich vielleicht nicht mit dir sprechen, du sagst mir ohnehin nur wieder, dass du keine Ahnung hast oder schweigst einfach", murrte Ciel.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schaute Ciel traurig an und nahm ihn in den Arm. "Herr ich bin halt einfach ein bisschen dumm und ungeschickt in solchen Dingen. Ich bin ein Trampel in Liebesdingen. Wenn ich Euch berate, wird alles nur schlimmer. Aber ich kann Euch trösten".

Ciel Felicien de Souvagne
»Du hättest dabei sein sollen«, sagte Ciel, drückte ihn an sich und strich ihm von hinten durchs Haar. »Aber ich habe deswegen schon mit Olivie gesprochen. Sie mag dich nicht, genau so wenig wie Zerbino. Und Nathan darf ich nicht fragen. Nun stehe ich auf dem Schlauch. Die Lösung für alle Probleme wäre so einfach - aber die verschmäht sie.«

Ferrau Du Trieux
"Vielleicht hat sie genauso Angst wie Ihr und ich? Ich weiß es nicht Herr. Soll ich Euch frisch machen für die Feier?", bot Ferrau freundlich an und versuchte dass Blut zu entfernen.

Ciel Felicien de Souvagne
"Es lag nicht an ihr. Ich wollte nicht. Weil mir die nötige Unterstützung gefehlt hat, um mich zu entspannen. Sie wollte Zerbino sogar aus dem Raum herausschicken! Nein, ich bleibe gleich so, ich versprach dir Freizeit. Nur das Blut könntest du wegputzen."

Ferrau Du Trieux
Ferrau zückte ein seidenes Taschentuch und reinigte Ciel ganz behutsam von dem Blut, damit er nicht noch eine wunde Stelle am Kopf bekam. "Danke Herr. Versucht Euch etwas zu entspannen und zu amüsieren. Trinkt etwas und esst gut. Wir sehen uns nachher. Seid bitte vorsichtig. Ich werde auch noch etwas essen gehen und dann bin ich in Euren Gemächern", sagte Ferrau und drückte Ciel zum Abschied.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire schlenderte zu Ciel und schaute Ferrau kurz hinterher. "Hallo. Warum bist Du gerüstet Ciel?", fragte Greg neugierig und schaute sich Ciels Kopfwunde an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel drückte Ferrau zurück und ließ ihn ziehen, auch wenn alles in ihm sich dagegen sträubte. Aber Ferrau hatte sich ein paar freie Stunden mehr als verdient. Da kam auch schon Greg und fing Ciel ab. "Ich hatte einen Übungskampf", erklärte er und blickte Ferrau immer noch hinterher.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Und das heute? Was ist mit Ferrau, dass Du ihm so nachschaust? Ist alles in Ordnung bei Dir Ciel? Und bevor ich es vergesse, erstmal vielen Dank, dass Du Dich mit Lin ausgesöhnt hast. Er hat sich sehr darüber gefreut, ich hoffe Ihr beide freundete Euch an. Ihr seid zwar verschieden, aber Ihr ergänzt Euch. Das hat mich extrem gefreut, dass Du ihm die Hand gereicht hast", erklärte Greg freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
»Es war überfällig«, erklärte Ciel. »Mich freut es auch. Es nimmt einen Teil der Last. Einen unnötig schweren Teil. Linhard ist schwierig, aber nicht so kaltherzig, wie ich am Anfang glaubte. Vermutlich ist er sogar das Gegenteil und gibt sich nur alle Mühe, kalt zu wirken, damit man einen Bogen um ihn macht und seinem Herzen nicht zu nahe kommt. Bezüglich Ferrau ... das hängt mit einer schiefgelaufenen Hochzeitsnacht zusammen. Mir hat ... Unterstützung gefehlt. Olivie wollte keine. Und ich konnte mich ohne Hilfe nicht entspannen.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das hast Du sehr weise erkannt Ciel, er hat eine gewaltig hohe Mauer drumherum errichtet und es dahinter gut versteckt. Wenn man ihn lässt, ist er genau wie Du eine sehr warmherzige und liebevoll Person. Aber man muss ihm auch die Möglichkeit dazu geben. Und er muss etwas Vertrauen fassen, Du hast ihm gezeigt dass Du dazu bereit bist und er hat es sehr mit Freude angenommen. Ich soll Dir etwas geben, wenn ich Dich treffe. Hier, dass ist für Dich", erklärte Greg und legte Ciel einen Feuerstein mit einem kreisrunden Loch in die Hand. "Dieser Stein heißt Hühnergott, dass soll ich Dir sagen", sagte Greg und schloss Ciels Hand um den Glücksstein. "Deine Hochzeitsnacht lief schief? Es lief nichts?", fragte Greg und schaute seinen Bruder genau an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss die Finger fest um den Stein und verwahrte ihn am Fußgelenk in seiner Socke. Dort konnte er nicht verlorengehen. "Es lief nur die Hälfte. Es begann richtig gut. Aber dann wollte Olivie Zerbino hinausschicken und von da an ging es abwärts. Ich wurde fahrig, gereizt. Wir haben es dann am Ende trotzdem versucht, aber ich habe abgebrochen. Deine Leckereien waren übrigens köstlich. Danke, dass du mir Ferrau nicht erschlagen hast dafür, dass er dich danach fragte."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Was konnte Ferrau für meine Angst und für meine schlechte Laune? Ich war ungerecht und habe mich einfach widerwärtig verhalten. Der Kuchen war das Mindeste. Zudem waren die Leckereien ja für Dich. Er möchte dass es Dir gut geht und ich möchte das auch. Es gibt also gar keinen Grund sich zu streiten. Und mein Angriff auf ihn war meinen dicken Eiern geschuldet, bin ich mal völlig ehrlich", grinste Greg. "Das klingt nicht gerade sehr gut. Habt Ihr Euch denn sonst vestanden? Gut der Anfang ist zuerst immer etwas Überwindung, dann erkundet man sich langsam, tastet sich ab, lernt sich kennen. Entweder wird man dann eingeladen oder nicht. Nun ich musste Lin auch ein klein wenig überzeugen, zumal er vor den Heiler treten musste. Aber danach heiß er mich willkommen. Das Du dann lieber abgebrochen hast, vestehe ich. Weißt Du mit so viel Krampf wäre es auch nur ein krampfhaftes Rummgerammele geworden. Zerbino war Deine Rückendeckung, verstehe. Warum sollte Zerbino gehen?".

Ciel Felicien de Souvagne
"Sie meinte, er sei ein alter Sack", murrte Ciel. "Als ich sie daran erinnerte, dass ich ihr vorher Ferrau und Nathan angeboten hatte, die sehr viel jünger sind, fand sie Ferrau plötzlich unheimlich und Nathan zu lieb, um ihn darum bitten zu dürfen. Dabei fragte ich sie schon vor Wochen! Sie wollte gern mich ... was mich freut. Aber ich hätte ein wenig Unterstützung wirklich gebraucht. Weißt du, was mich verunsichert? Damals im Schrank - durfte Ferrau bis zum Schluss gehen. Obwohl es in einem furchtbaren Schrank geschah! Und mit Olivie hatte ich alle Zeit und Ruhe der Welt. Der Gardist, mit dem ich vorhin kämpfte, meinte, dass mir die männliche Unterstützung gefehlt hätte, die mir Sicherheit gibt. Und ich glaube, er hat recht."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich weiß...", schmunzelte Greg und musterte Ciel, "...und Du weißt es auch schon länger. Du hast es Dir nur nicht eingestanden. Wie weit würdest Du mit mir gehen ohne Ferrau und andere Unterstützung?"

Ciel Felicien de Souvagne
»Mir nicht eingestehen? Verrill, ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, Menschen nach ihren Geschlechtern zu unterscheiden! Bislang war mir das egal. Woher soll ich wissen, dass ich beides gleichzeitig benötige?«, stöhnte Ciel gestresst. »Mit dir allein ... würde ich vermutlich keine Probleme haben, oder nur wenige. Denn du bist ... bereits beides.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Weil Du nicht unterscheidest und nicht selektierst. Wer keine Wahl trifft, benötigt alles. Richtig ich bin bereits beides... und nun sag mir, hast Du vorher in Betracht gezogen mich zu fragen, vor Olivie?", fragte Greg leise und liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
"Dich was zu fragen?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Hattest Du die Idee mich zu fragen ob ich Dich gerne heiraten möchte bevor Du die Idee hattest Olivie zu fragen, oder danach?", hakte Greg schmunzelnd nach.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ich habe erst angefangen, ernsthaft darüber nachzudenken, jemanden zu heiraten, als Olivie an diesen Zwerg verkauft werden sollte. An dich dachte ich das erste Mal in der Hinsicht, als du offenbartest, dass du auch auf Männer stehst.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das war nie ein Geheimnis Ciel, ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht. Ich habe nur den Grund verschwiegen warum es so ist. Dreux weiß ebenfalls bescheid. Nun fast alle bis auf Deine Mutter, Olivie und Josette. Möchtest Du Dir einen Mann suchen?", fragte Gregoire.

Ciel Felicien de Souvagne
»Zum heiraten? Nachdem ich nicht einmal meine Frau vernünftig umkümmern kann?«, fragte Ciel traurig. »Jene, die ich heiraten wöllte, stehen außerdem nicht zu meiner Verfügung.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nun ich vermute mit beiden an der Seite und Du in der Mitte könntest Du Dich kümmern. Oder bist Du ehr jemand der lieber an einer Seite ist? Ich habe zwei Seiten, weißt Du?", schmunzelte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ja, so in der Art hatte ich mir das vorgestellt. Olivie sollte in der Mitte liegen. Zerbino sollte sie verwöhnen und ich wollte genau schauen, wie er das macht. Vielleicht ein wenig mitmachen oder es auch mal selbst versuchen. Er hätte dabei meinen Rücken streicheln können, während ich mich Olivie widme. Und dann hatte ich geplant, ihn zum einschlafen hinter mich zu legen, während ich in der Mitte liege und mit Olivie kuschle.« Er betrachtete Gregoire etwas zweifelnd. »Du bietest dich an, mir mit unserer Schwester zu helfen?«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich habe ehr gedacht, dass Du es mal mit mir und Linhard versuchst. Aber ich könnte anwesend sein bei Dir und Olivie. Allerdings würde ich sie höchstens mal streicheln. Wir sind direkte Blutlinie, vergiss das nicht", erinnerte Verrill und küsste Ciel auf die Stirn. "Genauso so wie Du es beschreibst, ist ein anständiger Dreier".

Ciel Felicien de Souvagne
»Mit ... Linhard? Aber den kenne ich doch kaum«, warf Ciel ein. »Das Angebot ehrt mich natürlich. Aber für mich gehört dazu schon sehr viel Vertrauen. Ich müsste Linhard vorher besser kennen lernen. Sehr viel besser. Er ist kein schlechter Kerl, aber bis vor kurzem sah ich ihn noch als meinen schärfsten Rivalen, ja, als Feind! Und nun soll ich mit ihm derart persönliche Dinge tun? Das will mir nicht richtig erscheinen. Bezüglich Olivie hast du recht. Ihr seid zu nah miteinander verwandt. Du kannst mir da vermutlich nicht helfen. Ich würde gern einen dritten Part zur Hilfe haben, aber Olivie lehnt jeden ab«, beklagte Ciel sich. »Ich weiß einfach nicht weiter! Ich sehe unser Liebesleben den Bach runtergehen, bevor es richtig begonnen hat. Hast du nicht irgendeinen klugen Rat?«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Für das was wir tun würden, musst Du Linhard nicht besser kennenlernen. Denn dabei würdest Du ihn so nah kennenlernen wie es nur möglich ist. Ihr macht nichts miteinander, sondern nebeneinander mit mir. Aber alles zu seiner Zeit, falls jemals dazu kommt. Also keine Angst Ciel. Ich an Deiner Stelle würde Alex dazunehmen. Du liebst ihn und er ist für Olivie keine Gefahr. Vielleicht hatte Zerbinos Erfahrung sie abgeschreckt. Und falls das nicht genehm ist, bin ich dabei. Ihr beide seid meine Geschwister, ihr kennt mich und meine Anwesenheit würde Dich und sie beruhigen. Aber ich wäre kaum aktiver Part. Ich wäre einfach für Euch beide da. Wie ein seelischer Heiler", erklärte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
»Aber es ist doch extrem persönlich, selbst wenn wir nur nebeneinander liegen. Man berührt sich ja doch und sieht den anderen bei sehr intimen Dingen, bei denen ich mich obendrein anstelle wie der erste Mensch. Bei Olivie würdest du ... Alex dazunehmen?«, fragte Ciel nun vollkommen aus dem Konzept. »Alex? Du meinst, ausgerechnet der soll auf Olivie vertrauenserweckender wirken als Zerbino oder Ferrau?«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Und genau dass würde die Grenze auflösen. Du siehst ihn, er sieht Dich. Beide völlig vertraut und dennoch nicht für den anderen bedrohlich. Beide als das was Ihr seid, liebesbedürftig. Ebenso ich. Wir sind dort gemeinsam um uns nahe zu sein. Es ist kein reiner Akt. Vielleicht kommt es nicht mal dazu. Sondern zu dritt Nähe zulassen. Nun für Alex empfindest Du etwas und für Olivie. Das würde passen. Ich empfinde für Linhard und für Dich. Das würde passen. Einmal wärst Du das Bindeglied, einmal ich. Also was das Angebot angeht und was Deine Partnerschaft angeht. Nur muss Alex sauber sein und nicht morcheln".

Ciel Felicien de Souvagne
»Schon, ich mag ihn. Sehr. Und könnte mir das mit ihm auch vorstellen. Aber er hat ... du weißt, was ihm fehlt. Wie soll Olivie damit umgehen? Sie ist so zartfühlend und die Narben, die er am Körper trägt, sind wirklich heftig. Das könnte ihr Angst machen oder sie betrüben. Zudem ist er selbst auch nicht ganz einfach. Mir würde die Vorstellung gefallen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das in Olis Interesse wäre. Bezüglich Lin ... wir sollten es, wenn es dir wichtig ist, sehr langsam angehen. Wirklich sehr langsam. Denn wenn, dann will ich nicht die ganze Zeit Lin ausweichen, weil er mich versehentlich berühren könnte, sondern möchte es genießen können.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Oder Ciel es ist genau dass was Ihr beide braucht. Sie einen Mann der völlig ohne Bedrohung ist - er wird sie nicht besteigen, aber er kann zärtlich zu ihr sein. Sie streicheln, aber er wird ihr nicht wehtun. Er wird nicht ihren Körper in Besitz nehmen. Und Du hast einen vertrauten männlichen Partner an der Seite, der Dir Kraft gibt. Sie stützt er, Dich beruhigt er. Was Lin, Dich und mich angeht - ich möchte dass es wie gemeinsames Schmusen mit mehr ist. Ihr sollt Euch anschauen, anfassen, gut zueinander sein. Wollt Ihr mehr - gut. Aber zuerst gehört ihr beiden mir", grinste Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
»Meinst du, sie fühlte sich von Zerbino bedroht?«, fragte Ciel erstaunt. »Warum hat sie das dann nicht gesagt? Bei Ainuwar, ich wollte nicht, dass sie Angst hat. Ich nahm an, sie hat sich nur etwas albern ...« Ciel war entsetzt. »Ich werde ihr Alex vorschlagen. Und erst danach Alex fragen. Tue ich es andersherum und sie lehnt dann ab ... bewahre«, stöhnte Ciel. Dann musterte er Verrill interessiert. »Warum wünschst du dir den Dreier ausgerechnet mit uns beiden? Hattest du auch mal bezüglich einem anderen Part als mir dazu Überlegungen angestellt? Was reizt dich an dieser Kombination?«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Zwei im Arm zu haben die mir viel bedeuten. Sehr viel sogar. Das reizt mich. Ich hatte es schon mit anderen aus anderen Gründen. Einfach Lust und Neugier. Aber Sex aus dem Grund ist nicht das gleiche wie mit jemanden, den man wirklich liebt. Mit jemanden den ich scharf finde, oder mit jemanden den ich liebe und scharf finde wie Lin? Das ist was ganz anderes. Drum wärt Ihr es und ich vertraue Euch. Aber jetzt zurück zu Dir. Sie hat keine Ahnung, Du hast keine, Zerbino ist erfahren, er ist älter, er weiß wie der Hase läuft und würde ihr vermutlich klare Ansagen machen. Denkt sie. Und sie sprach nicht, weil er da war. Das vermute ich. Du musst Ihr dann allerdings sagen, dass Alex besonders ist", erklärte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ja, natürlich hätte Zerbino das getan, das war ja auch seine Aufgabe! Himmel«, jammerte Ciel. »Bevor ich Olivie sage, dass Alex besonders ist, muss sie ersteinmal zustimmen, sonst ist es ein unnötig gelüftetes Geheimnis. Und er muss mir dazu die Genehmigung erteilen. Wie du es beschreibst, deine Vorstellung von Lin und mir, hört es sich gut an. Aber es darf nicht zu schnell gehen, noch bin ich dazu nicht bereit. Ich muss Lin wie gesagt noch besser kennen, ehe ich mit dir und ihm schmusen möchte.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ganz ruhig, beschnuppert Euch als Freunde und wenn Ihr beide wollt - Du und Lin, dann werden wir es wagen. Er muss auch wirklich wollen. Er ist da etwas offener als Du, aber ihr beide wart nicht neutral, ihr müsst zueinander finden. Danach wagen wir uns es, solltet Ihr wollen. Haben wir es gewagt, werdet Ihr anders zueiandner stehen, dass weißt Du. Frage Olivie doch einfach ob sie sich vor Alex fürchtet. Er macht keinen furchterregenden Eindruck. Zerbino für mich auch nicht, aber vielleicht für sie. Alex ist neutral und er ist ein Marquis. Daran kann es auch liegen. Ich würde zum Beispiel auch nicht jeden reinbitten, dazu gehört schon sehr viel mehr", flüsterte Verrill Ciel ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel spürte, wie ihm ein warmer Schauer den Rücken hinabjagte, als Verrill ihm so etwas ins Ohr flüsterte. »Ich fühle mich geehrt. So machen wir das. Jetzt habe ich einen neuen Plan, an den ich mich halten kann. Danke dir.« Er nutzte die Gelegenheit, Verrill einen Kuss auf die Wange zu drücken. »Hast du meine Braut gesehen?«

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill schloss halb die Augen und genoss den Kuss. "Ciel wir standen bei der Trauung zuerst vor und dann hinter Euch. Natürlich habe ich Euch gesehen. Ihr habt beide fantastisch ausgesehen. Rede mit ihr in aller Ruhe. Alex ist ein ruhiger und besonnener Mann, auch wenn er sich mir gegenüber komisch verhält. Nun ich war auch nicht freundlich mit meinem Block-Witz. Frage sie was sie von Alex hält und erkläre ihr, dass Du jemand an Deiner Seite benötigst - zusätzlich. Dann soll sie antworten. Und mal ganz ganz gaaaanz ehrlich - wer hätte nicht gerne jemanden dabei, der einem die Angst nimmt? Jeder möchte doch in einer völlig neuen Situation einen Beschützer an der Seite. Dabei wünscht sich das auch so mancher, nur keiner gibt es zu. Jeder hat Angst und keiner gibt es zu. Das ist doch lächerlich. Ich hatte damals Angst und ich habe auch etwas Angst vor dem anderen ersten Mal. Und die Angst genommen zu bekommen ist doch was sehr Schönes. Manche schaffen es völlig alleine, Du gehörst halt nicht dazu. Und sie ja scheinbar auch nicht. Nicht jeder hat das Glück und hat beim ersten mal so einen zärtlichen liebevollen und umsichtigen Partner wie Dich. Mein erstes Mal war schön und absolut zärtlich. Das erste Mal als ich Lin auf meinem Rücken liegen ließ, habe ich auch nie bereut. Er war zwar sehr hungrig, aber er war war sehr vorsichtig und hat aufgepasst. Als er mich in Besitz nahm, hat er mich zwischen den Beinen gestreichelt und sich kurz gewundert, woher die Lust einer Frau kam, bevor er mir ganz sanft seinen Finger hineinschob. Er sagte als er mich so nach roch wusste er mein Duft ist anders. Aber auch da tat er mir nicht weh, er streichelte mich nur und testete ob er das durfte. Es war mehr Liebkosung als irgendetwas anderes. Und es fühlte sich herrlich mit ihm an. Er ist ziemlich schwer, obwohl er nicht so aussieht. Und so liebte er mich, seine Zähne in meinem Nacken, sein Schwanz in meinem HIntern und sein Finger da wo vorher niemand war. Und ich fühlte mich, als sollte es so sein. Es war rund und ich war glücklich und geborgen. Und so wird es mit uns ebenfalls sein. Das musst Du hinbekommen", raunte Verrill Ciel ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ich wollte doch nur wissen, ob du sie jetzt gesehen hast, ob du weißt, wo sie ist«, keuchte Ciel erregt ob der bildhaften und gefühlvollen Beschreibung. Er merkte sehr deutlich die Folgen der nicht zu Ende gebrachten Hochzeitsnacht. »Alexandre ist schnell beleidigt. Du solltest dich bei ihm entschuldigen und dich durch Lob und geschickte Fragen einschmeicheln, wenn du dich mit ihm wieder gut stellen möchtest. Sonst wird er dir den sogenannten Witz nachtragen, bis der Nexus ihn holt.«

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg schaute beschämt zu Boden. "Ich wollte das er zu Deiner Hochzeit kommt um Dir eine Freude zu machen. Ich wollte ihn doch nicht... dermaßen schockieren. Aber gut, woher soll er wissen, dass das ein blöder Witz war. Wir haben die Macht diesen "Witz" binnen Sekunden Realität werden zu lassen. Und da lacht sicher niemand drüber. Ich werde mich bei ihm entschuldigen und ihm sagen, wie daneben und unbedacht mein Witz war. Und ich werde ihm sagen, warum ich so einen Unsinn erzählte. Ich hoffe er versteht das. Ich werde mich mit ihm aussöhnen, ich werde mich bemühen. Wie gesagt, ich wollte mit dem Mann doch keinen Streit. Nein ich habe Olivie nicht gesehen, ich war bis vor kurzem bei Lin und kam dann zu Dir. Er fragte ob ich bereit wäre ein Kind mit ihm zu zeugen, sprich es auszutragen. Ich sagte als Vater möchte ich gerne Kinder. Als Mutter von ihm ja, aber noch bin ich dazu nicht bereit. In zwei Jahren werde ich darüber nachdenken, oder noch später. Aber noch nicht. Er sagte er besorgt die besten Heiler, nun... das freut mich. Dennoch bin ich noch lange nicht bereit. Aber ich wollte Dich informieren", flüsterte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte steif. »Danke für die Information. Heißt, sollten wir beide es allein miteinander versuchen, dann solltest du einen Zeitpunkt wählen, an dem du nicht empfangen kannst. Sprich das bitte mit Benito ab. Alexandre hatte deinen Witz nicht als komisch aufgefasst. Er hatte Panik! Und nun ist er beleidigt. Wollen wir ihn und Olivie suchen gehen?«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ja ich weiß Ciel, es gibt auch Maßnahmen die man vorher treffen kann. Danke für Deine Sorge mein Großer. Ja lass uns die beiden suchen gehen", stimmte Verrill zu und hakte sich bei Ciel unter. "Zuerst suchen wir am Besten ihn oder?", schlug Greg vor.

Ciel Felicien de Souvagne
»Einverstanden«, sagte Ciel und freute sich, dass Verrill bei ihm untergehakt gehen wollte. Er führte ihn entsprechend stolz durch die Menge, ungeachtet der unpassenden Trainingsrüstung, die er selbst gerade am Tag seiner Hochzeit trug. Sie fanden Alexandre noch am selben Fleck, an dem Ciel ihn zuvor zurückgelassen hatte, an einem einsamen Stehtisch, wo er stilles Wasser trank und pure rohe Leber mit einer Gabel aß. Alexandre musterte die beiden Princen und als er merkte, dass sie zu ihm wollten, hörte er auf zu essen, legte die Gabel weg und trat etwas vom Tisch weg. »Hoheiten«, grüßte er sie und verneigte sich.

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill streichelte während des Laufens beruhigend Ciels Arm. Sie mochte das Gefühl, er fühlte sich genauso stark und sicher an wie Linhard. Als sie bei Alexandre angekommen waren, musterte Verrill kurz das was er dort aß. Nun Austern waren für Lin genauso appetitlich, wie für ihn rohe Leber. Und der Mann schien es wirklich zu benötigen. Verrill erwiderte die Verbeugung in perfekter Vollkommenheit und hob danach eine Hand. "Marquis ich entschuldige mich in aller Form bei Euch für meinen unangebrachten Witz. Hört, es war nie meine Absicht, Euch auf den Block zu schicken. Diese Bemerkung hatte ich im Scherz von mir gegeben - mit einem Augenzwinkern wenn Ihr so wollt. Das Euch danach nicht nach Lachen zumute war, da ich durchaus in der Lage wäre so einen "Witz"Realität werden zu lassen, wurde mir danach erst bewusst. Ihr hattet es nicht als Witz aufgefasst und es ist auch nur ein Scherz, wenn beide darüber lachen. Grund meinerseits war, dass ich Euch zur Hochzeit bewegen wollte. Es lag mir fern Euch zu verletzen. Es lag mir nur daran meinem Bruder eine Freude zu machen, da er Euch schätzt und liebt. Ihr solltet auf seiner Hochzeit erscheinen. Also bitte verzeiht mir meine kindische Dummheit, es tut mir aufrichtig leid. Verzeihung", sagte Gregoire und reichte Alex die Hand zur Versöhnung.

Alexandre
Falls Alexandre überrascht oder verunsichert war, ließ er es sich nicht anmerken. Er ergriff Gregoires Hand mit festem Fingerdruck. »Mein Herr, ich nehme Eure Bitte um Verzeihung an. Lustig fand ich den sogenannten Witz in der Tat nicht.« Ciel krallte sich derweil in Verrills Arm, weil der ausgesprochen hatte, was er für den Marquis empfand. Der indes wirkte vollkommen ungerührt.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich weiß und ich weiß dass Ihr mir vergebt, dank Eurer Worte - aber vergessen werdet Ihr meinen Fauxpas sicher nicht. Oder nicht so schnell. Aber da meinem Bruder sehr viel an Euch liegt, und mir an Ciel - werde ich mich bemühen, dass Ihr es mir nicht nur vergebt, sondern auch meine Dummheit vergesst. Ihr seid an anständiger Mann Marquis und ich weiß wozu Ihr in der Lage seid. Ich weiß auch wozu Ihr bereit wärt, falls einem von uns was geschieht. Ich habe Euch nicht nur geängstigt, ich habe einen Mann schockiert, der im Notfall mein Leben retten würde und seines dafür gäbe. Dafür schäme ich mich", flüsterte Verrill so dass nur Alex und Ciel sie verstehen konnten.

Alexandre
»So ist es«, sprach Alexandre langsam und bedeutungsschwer. »Geschehen ist geschehen. Auch ich werde mich um ein gutes Auskommen mit euch bemühen, denn böses Blut ist das Letzte, was der Hof benötigt.« Dann wanderte sein Blick zu Ciel. »Schön wäre jedoch gewesen, wenn du wenigstens diesmal den Mut aufgebracht hättest, mir dein Befinden persönlich zu sagen.« Ciel schlug die Augen nieder.

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill trat näher und legte Alex die freie Hand auf den Arm. "Alex... ganz vertraulich unter uns beiden. Du weißt doch sicher selbst wie schwer es ist, einer Person zu sagen was man empfindet. Gerade der Person für die man es empfindet. Und welche größere Empfindung als Liebe gibt es? Ciel hatte vor es Dir zu sagen. Auf seine Art, zu seiner Zeit. Aber ich bin der Auffassung, dass Du es verinnerlichen solltest. Du so wie er Dich liebt, so benötigst Du die Liebe. Du bist einsam Alex, sehr einsam. Unter all diesen Menschen hier in der ganzen Masse bist Du allein. Dieses Leid erleiden noch andere Seelen, nicht nur Du. Aber auch in Deinem Leid bist Du allein, denn nicht alle einsamen Seelen finden aus dieser Einsamkeit zusammen. Drum sieh es doch als vermittelnde Botschaft. Er verschwieg es Dir nicht aus Feigheit, sondern da er noch nicht wusste, wie er es Dir sagen kann. Und ich sprach nicht um ihn bloßzustellen, sondern um Euch nebeneinander zu stellen. Verstehst Du? Versteht Ihr?", erklärte Verrill liebevoll. Sie nahm Alex Hand und legte sie in die von Ciel. "Ihr liebt Euch, ich sehe es. Falls er fragt warum und woher Ciel, Du darfst es ihm sagen. Und Du darst Dein Herz öffnen Alex, lass es zu".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel griff Alexandres Hand und zog ihn vorsichtig an sich heran. Halb widerstrebend, halb verwirrt ließ der Marquis es geschehen. Ganz vorsichtig, so als würde er es nur tun, weil man es von ihm verlangte, legte er die Arme um Ciels Schultern. Ciel schmiegte seinen Kopf an ihn und schloss die Augen. Er hielt den Erzhexer sanft fest und sagte nichts. Je länger die Umarmung währte, umso unsicherer wurde Alexandre. »Warum?«, fragte er Verrill nun selbst. »Woher meint Ihr dies zu wissen?«

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill umarmte sie beide. "Ich bin seit Geburt beides, ich bin das was man einen Hermaphroditen nennt - einen Zwitter. Ich sehe mit den Augen eines Mannes und einer Frau, also entgeht mir nichts. So wie Vater sagt, mein Dasein ist rund - auch wenn ich nur die eine Hälfte offen trage. Glaube mir, ich bin beides und Ciel weiß es. Und so verstehe ich auch was Du bist. Wer Du bist. Lass es einfach zu Alex, es ist alles in Ordnung. Du benötigst es mehr als Du glaubst. Lass ihn in Deine Festung", flüsterte Verrill ihm zu.

Alesandre
Nun war es an Alex, kein Wort mehr herauszubekommen. Er betrachtete das Gesicht des Prinzen, der doch kein reiner Prinz war, sondern gleichsam eine Prinzessin. »Aber ja«, sagte er schließlich und sein Blick wurde eine Spur zugänglicher. »Nun verstehe ich.«

Ciel Felicien de Souvagne
»Mögt Ihr tanzen?«, fragte Ciel den Erzhexer, da er ihn nicht loslassen mochte. »Es wäre mir eine Ehre.«


Alexandre
Noch verwirrter als zuvor nickte der Erzhexer.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Was verstehst Du Alex?", fragte Greg und drückte Ciel einen Kuss auf die Stirn.


Alexandre
»Ciel hatte mir etwas gebeichtet, das nun in einem anderen Licht erscheint.« Er spielte auf den völligen Kontrollverlust seines Schülers im Schrank an, was er aber nicht benennen durfte, ohne seine Schweigepflicht zu brechen. Ciel wurde knallrot.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Sprecht offen, nur zu. Ich habe mich auch offenbart", schmunzelte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
»Ihr dürft«, murrte Ciel kleinlaut und versteckte sein Gesicht in Alexandres Robe. Der war noch immer verstört davon und betrachtete Ciel wie einen Fussel, der an seiner Kleidung hing. Ganz vorsichtig legte er eine Hand auf sein vom Tragen des Helms verstrubbeltes Haar und strich etwas darüber. »Ciel ist ein Bewahrer. Er ist dazu geboren, besonders schützenswerte Individuen um sich zu scharen und sie zu behüten. Er kann nicht anders, er muss sie einsammeln und zu seinen machen. Das ist sein ainuwargegebener Sinn. Allerdings macht ihn das auch undifferenziert. Drum bin ich etwas ... zurückhaltend, was seine Liebeserklärung anbelangt«, gestand Alexandre. »Ich bin nur einer in einer sehr langen Liste, von denen der Großteil nebeneinander in der ersten Zeile steht.«

Gregoire Verrill de Souvagne
"Aber auch Bewahrer muss es geben Alex. Eine liebende Mutter die 10 Kinder hat, wird alle 10 Kinder lieben. Jedes genauso stark, aber auch jedes auf seine Art und Weise - für das was es ist. Das schwächt doch nicht die Liebe zu dem Einzelnen oder? Es zeigt nur, dass diese Person sehr viel Liebe zu geben hat und sogar jene liebt, die andere von sich weisen. Das macht seine Liebe nicht geringer, sondern ehr wertvoller. Und es ist nicht das Fremdartige dass ihn falsch anzieht. Er liebt Dich nicht trotzdem - sondern weil Alex. Und weil Du so bist, gehörst Du zu seiner Herzensfamilie. Er hat nicht das Bedürfnis einer Freakshow im Bett. Er hat das Bedürfnis jene aufzulesen, die andere nicht schützen würden. Denn wo andere den Freak sehen, sieht er das Herz und die Schönheit die anderen verborgen bleibt. Da sie gar nicht hinschauen wollen"


Alexandre
»Richtig, Hoheit. Es ist eine Gabe. Und sie ist der Grund, warum er sich von Euch so angezogen fühlte, ohne zu wissen, warum. Er spürte, dass Ihr besonderem Schutz bedürft. Man unterstellt Ciel oft, er würde eine Kuriositätensammlung um sich scharen und auch ich habe dies im Zorn schon verlauten lassen. Ich weiß jedoch eigentlich sehr gut, wer Ciel wirklich im Inneren ist, ich selbst habe diese Gabe bei ihm erkannt und sie gezielt gefördert, da sie eine der wichtigsten Tugenden unserer Zunft enthält - Selbstlosigkeit. Wenngleich Ciel manchmal noch üben muss, sie nicht zu eigensüchtigem Besitzgreifen umschlagen zu lassen.« Er hob ihm mit dem Finger das Kinn und Ciel grinste etwas. »Tanzen, Alex?«, fragte er noch einmal. - »Tanzen«, bestätigte der Erzhexer. Ciel ließ Alex los, umarmte Verrill ganz fest, flüsterte: »Danke!« Dann ging er, noch immer in Rüstung, mit Alexandre zur Tanzfläche.

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Linhard von Hohenfelde

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#40

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Mo 21. Mai 2018, 13:58

Vater & Sohn - Brand & Lin
(Fortsetzung)


Linhard von Hohenfelde
Linhard freute sich dass sein Vater als Geist auf der Hochzeit erschienen war. Das Dreux seine anderen Verwandten auch eingeladen hatte, war schön aber nicht so wichtig, wie dass Brandur erschienen war. Nun benötigte er nur noch einen neuen oder seinen alten Körper. Lin gesellte sich wieder zu Brandur, da Greg scheinbar ausgerechnet heute durch die Gegend stromern musste. Aber was sollte es, so war er und so hatte er mehr Zeit für seinen Vater. Lin grinste Brandur breit an, er konnte nicht anders. "Ich freue mich jedesmal wie blöde wenn ich Dich sehe", sagte er gut gelaunt.

Brandur von Hohenfelde
"Es ist schön zu sehen, dass du nach all der Zeit nun so herlich lächeln kannst. Du hast ein schönes Lächeln, weißt du das? Aber wenn du weiter so viel rauchst, wirst du irgendwann braune Zähne haben und dann ist es nur noch halb so gut anzuschauen. Ich freue mich auch stets, wenn wir uns begegnen, insbesondere, da Zeit für mich ein sehr wertvolles Gut geworden ist, welches ich gern mit deiner Gegenwart ausfülle. Die Frist läuft bald aus. Gibt es Neuigkeiten bezüglich meiner Wiedererweckung oder hast du einen tauglichen Körper gefunden, den ich verwenden könnte?"

Linhard von Hohenfelde
"Ich werde versuchen aufzuhören Paps. Nein noch nicht, aber die Hochzeit ist doch eine gute Gelegenheit sich nach einem neuen Körper für Dich umzuschauen, findest Du nicht auch? Ansonsten werde ich Ciel noch einmal bitten, Dich wiederzubeleben. Er hatte es ja vor. Er wollte diesen schrecklichen Alex dafür opfern. Gut es ist sein einziger Freund und er wollte Dich dafür in seine Dienste einstellen. Was sagst Du dazu? Ich meine ich muss ja nicht ausgerechnet heute anfangen eine Moral zu entwickeln. Dass geht auch einen Tag später. So eilt das nun nicht. Oder? Darf ich Dich mal etwas fragen, ohne das Du böse wirst? Hast Du je Deine Frau geschlagen Paps?", hakte Lin nach.

Brandur von Hohenfelde
Brandur wurde sehr ernst. »Ja, das habe ich. Nicht so, dass sie verletzt wurde, aber auch ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht ist ein Schlag, der Körper und Seele schmerzt. Es geschah aus Wut und Verzweiflung gegen eine Ehe, die ich nur zur Hälfte wollte. Zwar war Magdalene die Frau, die ich selbst wählte, doch war sie nur zweite Wahl und das wusste sie - und hasste meine wahre Frau Aster. Wir stritten uns so oft deswegen ... Magdalena war Souvagnerin, doch sie lebte in Naridien und kannte die naridische Sitte der Monogamie sehr gut. Die forderte sie ein, während ich almanisches Recht für mich beanspruchte. Rückblickend schäme ich mich dafür. Ich schlug sie dafür, dass sie mich liebte. Es war ... ein sehr hohenfeldsches Verhalten. Warum fragst du? Und was für ein Problem hast du mit Alexandre?«, wollte Brandur wissen und sein Blick wurde hart. »Hast du Ärger mit dem Mann?«

Linhard von Hohenfelde
"Danke für die ehrliche Antwort. Manchmal wenn ich nicht weiter weiß, habe ich oft das gleiche Bedürfnis und ich habe mich gefragt, was passiert wenn ich es je bei Verrill habe. Allein für den Gedanken habe ich mich geschämt, aber ich dachte ich frage Dich. Wir sagen uns immer die Wahrheit. Nun Verrill nimmt glaube ich das gleiche Recht in Anspruch wie Du einst, er sieht das sehr weitläufig was ich manchmal sehr eng sehe. Keine Ahnung, vielleicht sollte ich mal anfangen mich zu entspannen, wie er sagt. Also Alex ist ein Fall für sich. Er lebt sehr zurückgezogen ist einer von denen die wir benötigen und ich habe versucht ihm zu helfen. Ich wollte ihn mit Dave und Wolfram zusammenbringen, damit er nicht so einsam ist. Aber was war, er war ziemlich frech und undankbar. Also mit Ansgar würde er sich sicher, sehr gut verstehen. Denn was er in den falschen Hals bekommen konnte hat er auch gleich so geschluckt. Er ist von Ciel der beste Freund glaube ich. Dafür habe ich mich mit Ciel versöhnt. Er eigentlich mit mir, was mich sehr freute. Drum wollte ich ihn nochmal für Dich bitten. Was wäre Dir denn lieber? Möchtest Du Deinen alten Körper zurück oder einen nagelneuen?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Mein alter Körper hatte einen gebrochenen Rücken. Nach der Wiedererweckung wäre er vermutlich so gebrochen wie zuvor. Ein junger, gesunder Körper wäre nicht schlecht. Wobei es auch Bluthexer geben soll, welche dazu im Stande sind, jemanden in verjüngter Gestalt auferstehen zu lassen. Allerdings weiß ich nicht, ob jene die hier bei Hofe zur Verfügung stehen, das schaffen, oder ob sie mir meinen alten, kaputten Körper wiedergeben würden, indem ich vielleicht noch 5 oder 10 Jahre wie gewohnt weiterlebe, ehe ich endgültig scheide. Nein, ein junger Körper wäre eindeutig die bessere Wahl. Bitte schlage Gregoire nicht. Erstens wird er zurückschlagen. Zweitens wird sein Vater das so wenig dulden wie seine Brüder. Du verpasst ihm einen Hieb und verlierst Leib und Leben. Und nicht zuletzt liebst du ihn doch. Rückblickend schäme ich mich sehr und könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich weder Magdalena noch meine Kleinen schlagen - ganz so, wie ich auch dich in unserer kurzen Vater-Sohn-Beziehung nie geschlagen habe und auch niemals würde. Man wird älter und klüger. Schlag die Wand oder einen Domestiken. Dazu sind sie schließlich da. Kasimir beherrscht die Gabe der Regeneration, du kannst ihn halb tot prügeln und mit genügend Blut ist er bald schon wieder der Alte. Was genau tut Gregoire denn, was dich so stört? Hast du mit ihm einmal darüber gesprochen? Bezüglich Alexandre ... bringt es dich nicht zum Nachdenken, dass Ciel dir nicht nur seinen besten Freund opfern würde, sondern einen derart fähigen Magier? Ungeachtet aller persönlichen Präferenzen - ich würde einen Abgrund tun! Dieser Mann ist vielleicht der wertvollste hier bei Hofe! Ciel wäre entweder dumm, ihn zu opfern, oder eine gute Beziehung zu dir ist ihm bis auf das Maß von größtmöglicher Dummheit wichtig.«

Linhard von Hohenfelde
"Dann werde ich mit Ciel reden, ob Du gesund auferstehen kannst. Falls nicht, dann suchen wir Dir einen guten gesunden Körper. Den wir am besten vorher schon suchen. Ach Paps, dass kann ich manchmal gar nicht so genau erfassen. Aber eines vorneweg - ich werde ihn niemals schlagen. Ich hatte nur Angst vor den Gedanken. Manchmal sage ich was und er ist so... sagen wir mal selbständig und unbelehrbar, dass ich ihn packen und schütteln möchte. Aber eine Sekunde später grinst er mich an und ich denke mir... Du kleiner Hornochse, übertreib es mal nicht. Aber dann ist meine Wut sofort verraucht. Gut auf der anderen Seite, er muss mir ja nicht gehorchen. Nur regt mich das ständig auf, wenn er es nicht macht. Ich möchte ja einfach nur, dass es ihm gut geht. Das gleiche möchte Ciel. Eigentlich ist es mehr Sorge als alles andere. Das andere Thema sind Kinder. Oder erstmal ein Kind. Ich habe ihn gefragt, er möchte erst in circa zwei Jahren. Sprich also ich fragte ob er Kinder möchte. Als Vater ja, als Mutter wollte er es sich überlegen. Sagte aber dass er gerne ein Kind von mir hätte, sehr gerne sogar, was mich gewaltig freute. Aber er möchte erst in ungefähr zwei Jahren. Jetzt ist er noch nicht bereit dazu. Das verstehe ich und ich sagte, dass wir es angehen wenn er soweit ist. Das war schlichtweg von mir gelogen, da ich es am liebsten heute tun würde. Du kennst mich Paps. Jedenfalls habe ich ihm versprochen, dass ich mich um die besten Heiler kümmere, damit ihm nicht geschehen kann, wenn er schwanger ist. Wenn sie schwanger ist... er klingt so... abstrakt. Das war selbstverständlich nicht gelogen, denn ich werde den Abgrund verschieben wenn es sein muss, damit ihr nichts passiert und dem Kleinen. Warten werde ich trotzdem, oder sie überzeugen, dass es auch vorher schon geht. Was Du wegen dem schlagen gesagt hast stimmt. Ich werde mein Kind auch nie schlagen und ich werde ihm beibringen sich zu verteidigen. Bezogen auf zurückschlagen, ich glaube wenn man sich mit Verrill wirklich anlegt, kann es passieren dass man den Kürzeren zieht und das nicht sehr gut für einen ausgeht. Kasimir schlage ich nicht Paps, er war immer gut zu mir. Er war neben einigen wenigen mein Halt. Ich hoffe er ist immer noch dann mein Diener, wenn ich selbst alt und grau bin. Dann wird er immer noch existieren. Das klingt für Dich vielleicht schräg, aber für mich hat das eine beruhigende Vorstellung. Jemand der immer da ist, jemand der einen nicht verlässt. Das meine ich nicht böse auf Dich bezogen, Du kannst ja nichts dafür dass wir alle sterblich sind, aber Kasimir ist das nicht. Ich weiß nicht ob er mich mag oder sogar als Kumpel sieht, oder einfach nur als Job - aber für mich hat er etwas wie ein Fels in der Brandung oder das Meer. Er war immer da und wird noch da sein, wenn ich längst tot bin. Und dann wird er für mein Kind da sein und so weiter, dass war immer mein Wunsch. Was Kasimir betrifft. Also von der Seite aus habe ich das mit Ciel noch gar nicht betrachtet. Er ist in dem Fall gar kein Konkurrent gewesen, sondern er war so großzügig, dass es schon an Eigengefährdung grenzt. Du hast eine bessere Sicht auf die Dinge als ich. Ja, wozu bietet er mir das an? Er benötigt Dich, dass war meine Schlußfolgerung. Aber jemanden wiedererwecken können übersteigt doch jede Fähigkeit. Jedes Können, er... mag mich vielleicht?", grübelte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte mit hochgezogenen Brauen. »Ja, das war mein Gedanke. Er mag dich - es sei denn, er benötigt dich für etwas, das noch wichtiger ist als Alexandre. Doch was könnte das sein? Was könntest du ihm bieten, dass die Macht dieses Hexers übersteigt? Denkbar wäre natürlich auch, dass die Wiedererweckung gar nicht unbedingt dir gilt - sondern Gregoire. Er möchte vielleicht, dass Gregoire sieht, wie viel er zu opfern bereit ist, nur damit es seinem Mann gut geht. Das wäre ein Gedanke, der sehr in Richtung unserer Familie geht. Ich kenne Ciel nicht gut genug, um ihn dahingehend einschätzen zu können. Er ist ein hervorragender Schauspieler. Warum möchtest du jetzt sofort das Kind? Wovor hast du Angst? Sag mir, warum du dich sorgst. Denn Angst ist es, die dich treibt, das sehe ich, leugnen ist zwecklos. Ich bin schließlich dein Paps.« Brandur lächelte freundlich. »Kasimir ist dir gegenüber so loyal, wie ein Vampir nur sein kann. Also zu 98%. Für ihn bist du sicher mehr als nur eine Aufgabe, denn seien wir ehrlich - ist jemand wie er auf einen ehrlichen Beruf angewiesen? Einen Körper hast du für mich also noch nicht gefunden. Schade. Ich werde die Augen weiter offenhalten.«

Linhard von Hohenfelde
"Das würde zu Ciel passen, er ist absolut selbstlos und liebt seine Geschwister bis zur Selbstaufgabe. Er hat Olivie geheiratet um sie vor einem Zwerg zu retten. Welcher Mann macht sowas? Er. Er hat Dreux seinen geliebten Leibdiener geschenkt, seinen Leibdiener, sein Ein- und Alles. Und er beschützt meinen Mann so als... wäre es seiner. Auf der einen Seite macht mich das tierisch eifersüchtig, auf der andere beruhigt es mich zu wissen, da ist noch wer, der mit aufpasst. Ja ich habe Angst. Manchmal denke ich, was ist wenn sie mich vorher umlegen, ich habe meinen Stab, meine Leute und ich denke als Ehemann von Greg genieße ich sicher auch etwas mehr Schutz als normale Leute. Aber Du kennst unsere Familie - ein unverzeihlicher Fehler und sie holen Dich. Was wenn ich sie nicht auf Spur bekomme? Dafür habe ich dann Archibald und den Stab. Gut und bis jetzt scheinen alle gut gelaunt und glücklich zu sein, aber der Tag des Nekromantieverbots ist nur noch einen Hauch von uns entfernt... was dann? Werden Maghilia und Osmund mir vorwerfen sie geofpert zu haben? Und werden sie mich angreifen? Falls ja, ich wüsste nicht wer oder was die beiden im Duo aufhalten kann. Das hast Du lieb gesagt, was Kasimir betrifft, ich mag ihn sehr. Er bedeutet mir viel. Na einen Körper hatten wir schon, aber ihn samt seinem Bewohner hätte ich gerne als Kumpel Paps", grinste Lin schief. "Sag mal Xavier zu mir", lachte er leise, "Bitte".

Brandur von Hohenfelde
Brandur lächelte so warm, wie der Geist eines toten Vaters nur lächeln konnte, den sein Sohn bat, in bei seinem Namen zu nennen. »Xavier«, sagte Brandur sanft und stolz. »Du wirst diesem Namen zur Ehre gereichen. Ich habe ihn nicht umsonst für dich erwählt. Es ist ein großer Name und ich weiß, dass er dir genau passt. Die de Souvagnes werden dich nicht holen. Du bist nun einer von ihnen. Sie sehen das etwas anderes als die Hohenfeldes, für die das gemeinsame Blut der entscheidende Punkt war, neben Magiefähigkeit. Deine Eifersucht bezüglich Ciel hat durchaus Hand und Fuß, nach allem, was du erzähltest. Ich war zumindest nie derart intim mit meinen Brüdern, wie es zwischen den beiden Sitte zu sein scheint. Dabei hatten wir anfangs durchaus viel, was uns verband, ehe das Dunkel in uns erwachte. Maghilia und Osmund sollten Souvagne vor Ablauf der Frist verlassen! Sie machen sich sonst strafbar. Was man ihnen entgegensetzen könnte? Einen Vampir. Nur um ein Beispiel zu nennen. Oder schlichtweg ein Messer in der Dunkelheit oder einen gezielten Armbrustbolzen.«

Linhard von Hohenfelde
"Danke Paps, der Name gefällt mir. Er hat was ganz besonderes, er wurde mit Liebe ausgewählt und ist von Dir. Das reicht schon aus um ihn zu etwas Besonderem zu machen. Du hast völlig Recht! In denke in alten und falschen Bahnen... wieso sollten sich die de Souvagnes wie Hohenfeldes verhalten? Dann gäbe es nur noch Dreux, oder den der es geschafft hätte. Und was Maghilia und Osmund angeht, bis jetzt waren sie loyal. Und falls sie ihren Unmut an mir auslassen wollen, ich habe sogar zwei Vampire und vermutlich ein paar Leibwächter von denen ich nichts weiß, die über Armbrüste verfügen. Nein Du bist das nie gewesen, aber denke mal an Opa und Arch. Wenn die Gerüchte stimmen was sie Oma angetan haben, waren sie keinen Deut besser im Duett als Damir und Holzi mit dieser Margot. Einen Vamir haben sie nichts entgegenzusetzen? Überhaupt nicht?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
"Ein Nekromant hat gegen einen Vampir im offenen Kampf nicht mehr in der Hand als jeder andere - seinen Degen. Vampire sind Untote, wie sollten wir sie also aufhalten als jene, welche die ganz Toten beherrschen? Was Dunwin und Archibald anbelangt, so haben diese beiden nie miteiinander etwas gehabt, sondern nur gemeinsam über ihr Opfer verfügt. Deine bedauernswerte Großmutter. Aber Gregoire und Ciel scheint anderes zu verbinden, nachdem, was du einmal andeutetest. Oder entsprang diese Einschätzung Zorn und Angst, als du meintest, Ciel könnte dir womöglich einen Kuckuck ins Nest setzen?"

Linhard von Hohenfelde
"Dann kann ich froh sein, zwei zu haben. Nein Du hast mich absolut richtig verstanden. Es war kurz vor unserer Hochzeit, da hatten Verrill und ich Sex. Jedenfalls hat Ciel in unserem Schrank gehockt und gemeinsam mit seinem Leibdiener zugeschaut! Soweit so grauenvoll, wenn man so etwas nicht weiß! Ich bin ja nicht prüde, ich ganz gewiss nicht. Aber das hätten die beiden mich fragen können oder? Verrill fand das überhaupt nicht schlimm. Gut so gesehen ich auch nicht, ich war nur für einen Moment wütend, dass ich davon nichts wusste. Ansonsten habe ich selbst schon zugeguckt, manche macht es an. Nur ein unwissender Depp zu sein, schmeichelt nicht gerade. Ciel hat sich verraten, indem er im Schrank losheulte wie die Notsignalsirene in unserem Schrank als er kam. Es klang als wurde ein Pferd im Schrank massakriert und dann hatte er noch alles vollgespritzt, echt der Mann ist die Härte!", stöhnte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur öffnete den Mund, zeigte die Zähne und ließ eine seiner seltenen Lachsalven verlauten. »Das ist wirklich die Härte! An Unhöflichkeit kaum zu überbieten und das von ihm, dem doch an Sittsamkeit angeblich so viel gelegen ist. Warum Gregoire dich unwissend ließ, musst du ihn fragen. Vielleicht war es ein geschmackloser Scherz, vielleicht wollte er seinem Bruder einen Gefallen tun. Aber was machte der Leibdiener dann auch noch mit darin? Der hatte nun wirklich nichts dort zu suchen und euch beide so zu sehen. Ich würde ihn ja blenden lassen für diesen Frevel. War das der selbe Kerl, der dir und Gregoire so viel Spaß bereitet hat mit dem Schürhaken? Ciels Leibdiener dürfen sich scheinbar alles erlauben.«

Linhard von Hohenfelde
Lin musste ebenfalls losprusten, als sein Paps lachte. Es war befreiend ihn so locker und glücklich zu sehen, auch wenn das Thema dafür etwas schräg war. Mit Ansgar hatte er nie gemeinsam gelacht, jedenfalls konnte er sich nicht daran erinnern. "Der Leibdiener war nicht nur im Schrank, er war auch in Ciel, denn als dieser den Schrank verließ... ehrlich bei den Göttern, er zog ihm den Finger aus dem Arsch! Ich dachte ich gucke nicht richtig, ich wäre am Träumen oder wäre zugedröhnt. Aber nein... es war kein Traum, es war kein Albtraum, es war die Realität. Nichts Paps kann so schräg sein wie die Wahrheit und Realität. Wenn er diese Geräusche auch in der Hochzeitsnacht von sich gegeben hat, dann wird seine Frau schon über alle Berge sein", lachte sich Linhard scheckig.

Brandur von Hohenfelde
Brandur lachte noch lauter. »Das macht es nicht besser, beim Abgrund! Was geht in dem Jungen nur vor? Gut, immerhin wissen wir nun, warum sein Leibdiener solche Narrenfreiheit hat. Und dass du und Gregoire den Herrn besser in Ruhe lasst, denn ganz offenbar ist er für Ciel mehr als nur irgendein Domestik. Seine Ehefrau tut mir leid. Sie hat vermutlich nicht viel zu melden.«

Linhard von Hohenfelde
Lin wischte sich die Lachtränen aus den Augen. "Das tat gut Paps. Ach was, das klang jetzt schlimmer als es gewesen ist, das war einfach pure Situationskomik. Sonst hätten wir nicht so lachen müssen. Warum Greg ihm das erlaubt hat? Damit Ciel etwas lernt, damit er lernt wie es läuft. Aber das hätte er auch offiziell haben können. Tja... ja... der Leibdiener bedeutet ihm sehr viel und das müssen wir anerkennen. Ich habe auch Leute die mir viel bedeuten. Es sind wenige, dafür benötige ich nicht mal eine Hand um sie abzuzählen, aber würde einem davon etwas geschehen, wäre ich genauso fertig wie er es war. Wir haben uns da einen gewaltigen Schnitzer geleistet. Und wie ich Dich fragte, wieviel Dunkler Weg schlummert einfach in unserem Blut? Nicht alles ist wirklich eine bewusste Entscheidung Paps. Denn ich handelte wie Dunwin, obwohl ich genau das nicht wollte. Drum muss man sehr achtsam sein mit sich und seinen Handlungen. Weißt Du was achtsam ist? Greg hat es mir erklärt, er versucht meist achtsam zu sein, aber manchmal sticht ihn auch der Hafer. Sonst wäre es nicht soweit gekommen. Wollen wir ein bisschen rumlaufen?", schlug Lin vor.

Brandur von Hohenfelde
»Ich an deiner Stelle würde um Ferrau künftig einen Bogen machen, vorsichtshalber, wenn dir an einer guten Beziehung zu Ciel gelegen ist. Andernfalls kannst du ihn vermutlich genau damit gut ärgern, die Frage ist nur, ob das weise wäre. Der dunkle Weg schlummert in allen von uns, in jedem Einzelnen, in dir so wie in mir. Deine Aufgabe ist es, zu lernen, dieses Dunkel zu beherrschen - anstatt selbst davon beherrscht zu werden, wie es über Generationen geschah. Ja, lass uns ein wenig herumlaufen, vielleicht finden wir ein passendes Gefäß.«

Linhard von Hohenfelde
Lin nickte zustimmend und zog gemeinsam mit Brandur los. "Das Dunkele zu beherrschen - anstatt selbst davon beherrscht zu werden - das ist weise und tief Paps. Ein sehr tiefgründiger Gedanke und so wahr. Nein ich werde um Ferrau keinen Bogen machen, sondern ich werde ihn so behandeln wie Ciel es sich wünschen würde. Er hat sich um mich bemüht, er hat mir mehrmals eine Brücke gebaut und am Ende hat er mich in die Familie geholt durch eine Umarmung. Ich wollte zu ihnen, aber ich konnte es nicht und er hat es mir ermöglicht. Von daher weiche ich keinem von ihnen mehr aus, sondern ich bemühe mich. Damit sie sehen, dass es mir genauso wichtig ist, wie ihnen. Das ich es wirklich will. Halt die Augen auf nach jemanden der Dir gefällt, er darf aber nicht zu alt sein. Vielleicht so bis 30 Jahre würde ich sagen? Das wäre doch ein gutes Alter für Dich", schlug Lin vor.

Brandur von Hohenfelde
»Umso jünger, umso mehr Zeit hätten wir beide gemeinsam«, erklärte Brandur. »Darum ist ein junger Körper zu favorisieren. Am besten mit geistmagischen Fähigkeiten, denn ich möchte zu gern wieder Nekromantie ausüben. Mir wurde ja eine entsprechende Stelle in Aussicht gestellt. Andererseits - das hätte sich bei Körperdiebstahl vermutlich erledigt. Aber man kann ja mal schauen. Da ist dein neuer Freund.« Brandur zeigte auf Remy, der mit Gaetano auf der Tanzfläche kreiste. Sie gingen extrem langsam, da Gaetano seine Füße nicht erkannte und völlig außerhalb des Rhythmus. Auch schien Remy wieder ununterbrochen zu reden, sah aber dabei ausgesprochen gut gelaunt aus. »Du hast recht, um ihn wäre es schade«, fand Brandur. »Dass du dich mit Ciel trotz allem ausgesöhnt hast, freut mich. Der Kriege ist wahrlich genug, irgendwann braucht jeder eine Pause vom ewigen Kampf. Und auch er ist nun Teil deiner Familie, wenn man den neuen Weg zugrunde legt und nicht mehr den alten.«

Linhard von Hohenfelde
"Ja dass meine ich doch Paps, wir müssen zusehen dass wir fast gleich alt werden. Ein junger Körper verschafft Dir mehr Möglichkeiten. Oder wir müssen einen in Naridien besorgen", antwortete Linhard und schaute Remy und Tano auf der Tanzfläche zu. "Die beiden... es wäre nicht Recht Paps, er ist ein Guter. Einer von den wenigen der tatsächlich ein Herz hat und es auch einsetzt. Was die Kriege angeht, ich bin sie leid. Aber sollte jemand unsere Familie angreifen, dann werde ich sie mit der gleichen Härte und Konsequenz führen, wie es unser Name seit Generationen der Welt versprach oder härter. Denn die Härte der Hohenfeldes verbündet sich dann mit der de Souvagnes. Es wird keine Gnade geben. Einer von uns heißt alle von Euch. Ja sie sind nun ein Teil von unserer Familie und wir von ihnen. Das macht mich stolz und es freut mich. Ich werde es lernen, ich bin schon dabei. Ihre Wege sind gute, geradlinige Wege Paps. Sie werden Dir gefallen. Sollen wir mit Ciel einmal über diese Möglichkeit sprechen? Was wäre wenn Du hier in anderer Form erscheinst?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Nun, ich kann jede beliebige Gestalt annehmen«, erklärte Brandur - und wurde zu Dunwin. »Hast du eine bestimmte im Blick für deinen Zweck?«

Linhard von Hohenfelde
Lin stockte und blinzelte Brandur an. "Das stimmt ja. Noch nicht, ich überlege mir gerade was. Zeig Dich mal in jung", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
Vor Linhard erschien ein junger Mann mit langem, glatten Haar und für Hohenfeldes eher untypische weiche Gesichtszüge, die von seiner Mutter stammten, doch um die Augen lag die selbe Härte wie bei jedem von ihnen. Sein Lächeln wirkte erzwungen, denn er zeigte sich so, wie er damals ausgesehen hatte, inklusive Mimik. Er war weniger hager als Duwnin und schon damals hatte ein Korsett für die nötige straffe Gestalt gesorgt. Er deutete eine Verneigung an.

Linhard von Hohenfelde
"Du hast gut ausgesehen bis auf den Blick Paps. Aber den Blick haben wir alle und ich hoffe keiner von uns muss jemals wieder so schauen. Sei es aus Überzeugung noch aus Schmerz. Du warst nicht so ein Gerippe wie Dunwin oder ich. Ich rauche und saufe zuviel und esse zuwenig. Keine gute Mischung, vermutlich habe ich nicht nur die Liebe zu Waffen von Opa geerbt, sondern auch den Schmacht auf eine Rauchstange. Aber wie gesagt, ich versuche davon loszukommen. Bleib einfach mal so", sagte Linhard und trat ganz nah an Brandur heran. Er musterte ihn so genau, wie ein Gemälde in einer Gallerie. Scheinbar wollte er jeden einzelnen Pinselstrich verfolgen, die das Gesamtgemälde ausmachten. Er umrundetete seinen Paps einmal in einem ganz langsamen Tempo, ehe er wieder vor ihm stehen blieb und freundlich lächelte. "Du hast nicht viel von Alastair und das steht Dir. Dun hatte viel von ihm, Dave hat es ebenso, genauso wie Wolfi und ich. Ansgar kam wohl ehr nach seiner Mutter. Und Du ebenfalls, darüber kannst Du froh sein. Also so hast Du ausgesehen, so möchtest Du auch wieder aussehen? Dann müssen wir nach einem optisch ähnlichen jungen Mann schauen. Das wir kein Double finden ist klar, falls uns Ciel nicht hilft", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Optisch ähnlich wäre natürlich am besten, aber da bin ich nicht mäklig. Remy hätte mir ja auch nicht sehr ähnlich gesehen, aber man sieht, dass er von Stand ist. Hauptsache, er ist jung, gesund, magisch begabt und man kann sich mit ihm an der Seite in der Öffentlichkeit gut blicken lassen. Das sind die wichtigsten Eckpfeiler. Oh schau mal, wie wäre es mit ihm?« Brandur nickte in Richtung von Fabien, der mit Nathan tanzte. »Da wäre ich auch gleich an einer guten Schlüsselposition. Nur Spaß. Du wolltest mit Ciel reden. Worum geht es und wie soll ich dafür aussehen?«

Linhard von Hohenfelde
"Nathan oder Fabien? Nathan ist der Leibdiener von Duc Dreux und Fabien ist der Leibdiener von Maximilien. Das lassen wir lieber. Wobei ich irgendwann mal mit Maximilien reden muss, nur habe ich davor richtig Schiss. Erstens wie spreche ich ihn an? Zweitens wie gehe ich mit ihm um? Dreux und seine Brüder waren am Anfang schon schwierig, bezogen auf das Gespräch mit der Adelung. Aber mit ihrem Vater, also meinem Schwiegervater? Du solltest aussehen wie Ainuwar und ihn nachts besuchen", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Ich meinte den Blonden, es ist mit mir noch nicht so weit, dass ich in derart affiger Kleidung herumlaufen würde«, schmunzelte der junge Brandur. »Dass die zwei wichtig sind, habe ich mitbekommen, es war auch nur ein Scherz. Wollen wir gleich zu Maximilien gehen? Ich bin an deiner Seite, aber das bin ich nur noch heute und dann für unbestimmte Zeit nicht mehr. Geh mit ihm so höflich und respektvoll um, wie du nur kannst. Er ist dein Schwiegervater und nebenbei auch noch der Duc.«

Linhard von Hohenfelde
"Den Blonden? Wen denn?", fragte Lin und versuchte einen blonden Kerl zu erspähen, ehe er Brandur musterte. "Du meinst doch wohl nicht den Duc selbst oder? DAS... wäre ein genialer Schachzug, aber sehr Hohenfelde", wisperte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur grinste und sah nun tatsächlich ausgesprochen hohenfeldsch aus. »Würden wir den dunklen Pfad weiter verfolgen - wäre das die Option Nummer eins. Nicht wahr? Den Duc oder noch besser - den Thronfolger zu besetzen.« Er nickte in Richtung des ältesten Prinzen.

Linhard von Hohenfelde
"Ja aber es wäre extrem schwer, denn sie stehen sich sehr nahe. Ein falsches Wort, eine falsche Geste und sie wissen etwas stimmt nicht. Zudem werden sie bewacht, auch magisch Paps. Nein, wir wollten hierher um uns zu retten, nicht andere in den Abgrund zu reißen", sagte Lin liebevoll.

Brandur von Hohenfelde
»Ich sagte doch, dass es nur ein Anflug von Humor war. Verzeih. Ich will unserer neuen Familie nichts Böses. Und nebenbei reizte mich zu erfahren, wie du auf den Vorschlag reagieren würdest. Aber die Idee wäre gut, das musst du zugeben«, schmunzelte der junge Brandur. »Lass uns zu Maximilien gehen und mit ihm bereden, was du bereden wolltest.«

Linhard von Hohenfelde
"Die Idee ist gut, sogar brilliant aber dafür waren wir nicht hier. Denn ganz ohne uns überhaupt in Gefahr zu bringen, sind wir in einer ähnlich guten Position, Dank Dir und auch Dank Greg. Überleg nur was wir alles haben, von unseren Schollen bis zu unserer Freiheit. Eine andere Form davon ja - aber ich freue mich hier zu sein und ein neues Leben anzufangen. Und dazu gehört auch den Dunklen Weg zu verlassen. Wie Du vorhin sagtest, ihn in seine Schranken verweisen, anstatt sich beherrschen zu lassen. Nein ich wollte gar nichts mit ihm bereden, ich wollte irgendann nur Hallo sagen. Mehr nicht. Gut komm, aber hilf mir, falls ich rumstammele", bat Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Du hast so recht, wie man nur recht haben kann - spätestens dann, wenn man an deine zukünftigen Kinder denkt, muss einem bewusst werden, dass es mehr als Zeit war, den dunklen Pfad zu verlassen.« Brandur nahm seine alte Gestalt wieder an, in der er gestorben war. »Natürlich helfe ich dir, aber du wirst nicht stammeln, mein lieber Xavier.«

Linhard von Hohenfelde
"Mein aber ich habe weiche Knie, als ich Dreux gegenüberstand war es auch so. Aber auf der anderen Seite, muss es vielleicht so sein. Diese Männer haben eine Macht, die wir nicht haben. Und wenn vor uns einer unserer Leibeigenen steht, dann wird er genauso Angst haben. Das ist denke ich ganz normal, wobei jeder sagt, dass er sehr umgänglich ist. Da hinten, dass ist er. Der Blonde, sie sind fast alles Blondschöpfe", schmunzelte Lin.

Brandur von Hohenfelde
»Natürlich werden deine Leibeigenen so empfinden, ansonsten würdest du etwas falsch machen. Das sind schließlich nicht deine Freunde, sondern du hast für sie zu sorgen und sie für dich zu arbeiten«, erklärte Brandur seine Sicht. »Das funktioniert nur mit einem deutlichen Gefälle in der Hierarchie.« Brandur begleitete seinen Sohn zu Maximilien.

Linhard von Hohenfelde
Linhard gesellte sich gemeinsam mit Brandur zu Maximilien und seinen drei Frauen. Ciels Mutter erkannte er daran, wie sie zu Maximilien stand. Die Duchesse stand ein klein wenig abgerückt und ließ sich kleine Häppchen schmecken, während die dritte Ehefrau Josette auf der anderen Seite von Max stand. Sie war noch ziemlich jung. Vielleicht um die 30 Jahre alt. "Eure Majestät, Eure Hoheiten", grüßte Linhard ergeben. "Ich wollte Euch meinen Vater vorstellen und mich ebenso", sagte Lin mit klopfendem Herzen.

Brandur von Hohenfelde
Brandur vollführte eine formvollendete Verneigung. "Es ist mir eine Ehre."

Maximilien
Max erwiderte den Gruß mit einem freundlichen Nicken. "Wir grüßen Dich Linhard, willkommen in unserer Familie. Neben mir steht Minette, dies ist Josette und dort steht meine Erstfrau Nathalie. Innerhalb der Familie ist es bei uns Souvagnes Brauch sich zu duzen Linhard. Du musst uns - und damit meine ich uns vier - nicht Ihrzen oder Siezen. Dreux hat mir schon einiges über Dich erzählt und Gregoire ebenso. Dass er Dich dermaßen ins Herz geschlossen hat freut mich sehr. Nebenbei, gewöhne Dir bitte ab, dermaßen viel zu trinken. Hierbei geht es nicht um Deinen Ruf, sondern um Deine Gesundheit. Ich sage Dir dies auch nicht als Zurechtweisung, sonst hätte ich vor der Hochzeit nicht Ciel geschickt, damit er Dich von Deiner Bowle befreit. Achte da ein bisschen drauf, Du bist noch so jung. Und Du bist der verstorbene Vater meines Schwiegersohnes - nun trotz allem, willkommen in der Familie. Zu Lebzeiten hätte ich Dir einen Wein angeboten, so müssen wir mit einem Gespräch von Vater zu Vater Vorlieb nehmen", sagte Max freundlich.

Minette
Während die beiden Väter ein Gespräch begannen, trat Minette an Linhard heran und umarmte ihn liebevoll. »Auch von mir Willkommen«, sagte sie mit einem freundlichen Lächeln. »Ich bin die Mutter von Ciel. Ich freue mich, dass er einen so wundervollen Schwager sein eigen nennen kann. Ihr werdet sicher gute Freunde. Du und Gregoire, ihr seid ein bezauberndes Paar und ihr alle vier habt auf der Hochzeit so schön ausgesehen, als wärt ihr einer Traumwelt entsprungen! Nur, dass der Traum Wirklichkeit ist.«

Brandur von Hohenfelde
»Einen guten souvagnischen Wein hätte ich mit Freuden angenommen«, erklärte Brandur. »Aber ohne festen Körper ist dies bedauerlicherweise nur schwer möglich.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard umarmte Minette ebenfalls und wurde dabei knallrot. Das ausgerechnet die Mutter von Ciel den Anfang machte, damit hatte er nicht gerechnet. Was Ciel über sie gesagt hatte, entsprach der Wahrheit, aber genau dass was ihr Sohn so fürchtete, machte seine Mutter äußerst liebenswert. "Ich Danke Dir und Euch allen für die liebe Begrüßung. Ich bemühe mich nicht mehr so tief ins Glas zu schauen und die Rauchstangen loszuwerden. Ein guter Rat Maximilien. Danke Minette für die liebevolle Begrüßung. Dein Sohn und ich waren uns nicht immer ganz grün, aber letztendlich hat er das gleiche getan wie Du, mich mit einer Umarmung willkommen geheißen", freute sich Linhard.

Maximilien
Maximilien, Nathalie und Josi folten Minettes Beispiel und umarmten Linhard zur Begrüßung, ehe sich Max Brandur zuwandte. "Leider, aber wie mir zugetragen wurde möchtest Du genau dies ändern. Ich höre zu", sagte Max und nahm einen Schluck Wein.


Minette
»Streit gehört zum Leben dazu, besonders, wenn man jung ist. Es ist nur wichtig, dass man sich hinterher ausspricht und dann wieder miteinander verträgt. Ciel hat sich früher auch mit seinen Brüdern viel gestritten, sie haben sich als Kinder sogar mit Gerten geprügelt und trotzdem sind sie gute Freunde gewesen und sind es immer noch. Inzwischen streiten sie kaum noch.« Sie blinzelte ihm freundlich zu, ganz so, wie es ihr Sohn gerne tat. »Und notfalls hilft es, sich einfach mal alles von der Seele zu reden bei einem warmen Kakao und etwas Zeit verstreichen zu lassen, dann wird es besser.«

Brandur von Hohenfelde
»Mein Sohn meinte, womöglich könnte ich einen Spenderkörper aus Naridien importieren, in welchem ich ganz ohne nekromantische Aktivitäten legal weiterlebe. Die Frage wäre, ob das Stellenangebot als Hofnekromant auch in einem anderen Körper seine Gültigkeit behalten würde, Maximilien.«

Josette
Josette nickte zustimmend. "Ciel und seine Brüder sind absolut umgänglich, man muss es nur an der ersten Hürde vorbeischaffen. Du wolltest einen von ihnen heiraten, da testet Dich jeder gute Bruder", lachte Josette.

Nathalie
Nathalie schmunzelte Lin an. "Zumal Du Dir von den vier Geschwistern jemand sehr Besonderes ausgesucht hast. Behandele ihn gut, so wie er es verdient und wenn es geht noch besser. Er hat es nicht immer leicht mit sich selbst Linhard. Dass wirst Du noch merken. Und je härter manch einer scheint, je zerbrechlicher ist er. Ich wünsche Euch alles Glück der Welt und dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Seid gut zueinander, steht Euch bei und liebt Euch".

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute kurz Maximilien an, ehe er Nathalie musterte. "Ich passe gut auf Verrill auf und ich weiß das er was ganz besonderes ist. Meine Ehe war nicht als Liebeshochzeit geplant, ist aber eine und dass auch dank seiner ganzen Art. Er bedeutet mir extrem viel und ich werde gut auf ihn acht geben, dass schwöre ich. Danke für Eure lieben Worte. Dankeschön. Den Kakao nehme ich gerne an Minette", freute sich Lin.

Maximilien
Maximilien dachte einen Augenblick über die Frage nach, ehe er zustimmend nickte. "Na, denn das Angebot galt Dir und Deinen Fähigkeiten. Werte ich den Körper als Transportmittel, dann ist es so. Du erhältst den Job schließlich auch, gleichgültig in welcher Kutsche Du vorgefahren kommst. Wie gedenkst Du an einen Spender zu kommen? Und weshalb ein Naridier? Falls Du einen Verurteilten benötigst, davon haben wir einige - jene die ihre Körper nicht verdient haben".

Brandur von Hohenfelde
»Ich wollte keinen Souvagner schädigen. Aber einen Verurteilten zu wählen wäre natürlich eine noch einfachere Lösung! Dann könnte ich mir im Gefängnis in Ruhe alle Körper ansehen und mir einen aussuchen«, freute Brandur sich. »Es müsste nur, wenn das möglich wäre, vor dem endgültigen Inkrafttreten des Verbots geschehen, denn andernfalls kann niemand mich in den neuen Körper hineinbefördern. Ich freue mich schon sehr darauf, meine Arbeit anzutreten.«

Maximilien
Maximilien schmunzelte Brandur an. "Wenn ich etwas anordne, geschieht es - gleichgültig wann. Mein Wort ist Gesetz Brandur. Ja Du kannst Dir die zum Tode Verurteilten alle in Ruhe ansehen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?", fragte Max.

Brandur von Hohenfelde
»Ich würde mir einen jungen, gesunden Mann als Spender wünschen, wenn möglich in repräsentabler Optik und mit geistmagischer Begabung. Zur Orientierung könnte ich Remy de Remuer als Referenzobjekt benennen. Hast du so jemanden in deinen Gefängnissen, den Souvagne nicht mehr benötigt?«

Maximilien
"Nicht das ich wüsste, aber ich erteile Dir die Genehmigung bis auf Weiteres Deinem Sohn erhalten zu bleiben, auch in dieser Form. Was den Spender angeht, ist wohl die Magische Gabe das entscheidende. Ich werde schauen, ob wir so jemanden als Verurteilten haben", antwortete Max. "Remy wird es nicht als Spender geben, der Mann ist zwar eine Plaudertasche die ihres gleichen sucht, aber er ist auch ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Er hat alles fein säuberlich notiert und weitergegeben, was ich ihm auftrug. Sprich wo ich in Ehveros war und Kontakt in die Heimat halten musste. Ein grauenvoller Zustand", grinste Max.

Brandur von Hohenfelde
»Um Remy wollte ich nicht bitten«, sagte Brandur mit dem aufrichtigsten und harmlosesten Gesicht, das er aufzusetzen imstande war. »Schau ihn dir doch an.« Der Besagte tanzte im Hintergrund immer noch in Zeitlupe mit dem Blindfisch mit der riesengroßen Brille, wobei er darauf achtete, dass Gaetano ihm nicht auf die Füße trat. Brandur drehte sich wieder um. »Ich benannte ihn nur zur Orientierung, was mir ungefähr vorschwebt. Ich bedanke mich von ganzem Herzen, bei meinem Sohn verweilen zu dürfen. Ich verspreche, beim Herumschweben Diskretion walten zu lassen.«

Maximilien
"Das möchte ich sehr hoffen Brandur, denn es geht fortan auch um die Sicherheit Deiner Familie, Ihr gehört nun zu uns. Und eines Tages soll Dein Enkel doch ebenso die größtmögliche Sicherheit genießen, nicht wahr? Du würdest Dir und Linhard sonst nur selbst schaden. Remy und Gaetano. Ja die beiden haben sich gesucht und gefunden. Remy sprach für Tano vor, er hätte gerne Gaetano mit Olivie vermählt. Nun so gesehen ist er über Eck ein Freund Deiner Familie. Ihr seid mit den Cantillions verbunden, Du warst es einst und er ist mit ihnen befreundet. Vielleicht sollte Ciel Dir einmal Dein Tätigkeitsfeld zeigen, dann muss Du nicht überall danach suchen", grinste Max.

Brandur von Hohenfelde
»Meine anfängliche Aufdringlichkeit diente der Demonstration der Sicherheitslücken«, erklärte Brandur höflich. »Da diese nun bekannt sind, ist dies nicht länger nötig. Ein Gespräch mit Ciel wäre erstrebenswert, sobald dieser Zeit findet, er scheint es meistens sehr eilig zu haben. Wobei ...« Ihm fiel auf, dass Ciel gerade mit dem arroganten Erzhexer tanzte, der erstaunlich souverän den Tanz führte, obwohl er sich sonst eher wie ein Ghul bewegte. Heute schien der Tag der seltsamen Tanzpaare zu sein.

Maximilien
"Und das hast Du auch getan", antwortete Maximilien und folgte Brandurs Blick. "Alexandre ist ein Fall für sich. Er ist der Ausbilder von Ciel, aber in manchen Bereichen ist er mit seiner Ausbildung wohl weit über das Ziel von Ciel hinausgeschossen. Die Lehren die er verbreitet sind nicht das, was ich mir für meinen Sohn wünsche", sagte Max und musterte Alex genau.

Brandur von Hohenfelde
"Inwiefern? Möchtet Ihr darüber reden? Vielleicht kann ich einen guten Rat geben."

Maximilien
Maximilien verschränkte die Arme vor der Brust, nahm einen Schluck Wein und dachte über die Frage kurz nach. "Ja, warum nicht? Alexandre indoktrinierte meinen Sohn dahingehend, dass dieser keusch zu leben hat. Mehr noch, er redete Ciel ein, dass es der Geist ist, der maßgeblich für jede Entscheidung ist. Aber dem Geist kann genauso Gutes wie Grauenvolles erwachsen, wie dem Herzen ebenso. Geist und Herz müssen Hand in Hand gehen. Und wenn der Geist dermaßen dominiert, dass jedes Körpergefühl verloren geht, er sich sogar selbst verstümmeln möchte um ein völliges Geistwesen zu werden, was würdest Du mit dieser Person tun? Das einzige was davon abgehalten hat ihn persönlich niederzustrecken ist, dass mein Sohn diese Person liebt. Alex ist ein treuer Untertan und er ist die Absicherung meiner Familie und dennoch schadet er meiner Familie zeitgleich durch seine pure Anwesenheit. Denn dieser Mann ist im Kopf meines Sohnes daueranwesend mit seinem verquerten Logik und vergiftet sein normales menschliches Empfinden in etwas für selbst dass ich keine Bezeichnung finde. Stell Dir vor Linhard würde Dir erklären, dass er sich selbst entmannen wollte. Das er auf alle weltlichen Güter verzichten wolle. Nur weil er eine Person verehrt, die sein Lehrer ist. Ein Lehrer soll einen auf das Leben vorbereiten und einen den Rücken stärken. Was tut dieser Mann? Er führt meinen Sohn in einen Abgrund, aus dem er selbst kein Entrinnen mehr sieht. Er spürt verlangen wie jede gesunde Person und sieht es als krankhaft durch die Zuflüsterungen dieser Schlangenzunge. Ich weiß nicht wie lange ich mir das noch mitansehe, bevor er fallen muss", antwortete Max sehr leise.


Brandur von Hohenfelde
Brandur klappte der Geistermund auf. Er blickte noch einmal in die Richtung der Tanzenden. Tatsächlich hielt Ciel den Erzhexer sehr eng umschlungen, enger, als ein normaler Tanz unter Freunden ablaufen würde. Er hatte die Augen beim Tanzen geschlossen und verließ sich im wahrsten Sinne des Wortes blind auf den Hexer, der ihn führte. »Würde Linhard solch einen Freund sein eigen nennen ... würde ich zunächst mit Linhard darüber sprechen. Dann mit diesem sogenannten Freund ein sehr, sehr deutliches Wort sprechen.« Er wagte nicht, auszusprechen, was er tun würde, sollte er diese Person danach ein weiteres Mal in der Nähe seines Sohnes vorfinden. Ihm wurde Angst und bange bei der Vorstellung, dass Linhard derart indoktriniert werden könnte und solche selbstzerstörerischen Pläne hätte. »Du scheinst das recht entspannt zu sehen, wenn du die beiden miteinander tanzen lässt«, fand Brandur.

Maximilien
Den Blick den Maximilien Brandur zuwarf, ließ selbst einen Hohenfelde frösteln. "Er ist nur einen Milimeter davon entfernt das zeitliche zu segnen. Ich habe bereits mit meinem Sohn gesprochen. Wie soll ich Dir seine Verblendung verdeutlichen. Sind die ehemalige Sektenmitglieder bekannt? Ähnlich verhält es sich mit Ciel nur ist er immer noch Mitglied dieser Zwei-Mann-Sekte. Oder anders gefragt, bist Du schon mal einer hörigen Person begegnet? So ist Ciel. Was Alex sagt, ist nicht Gesetz, sondern dieses Wort scheint mächtiger zu sein als das von Ainuwar. Jeder Adlige weiß, dass unsere Worte Gesetz sind und meines ist das Oberste. Es geht nicht um Macht- oder Kontrollverlust. Es geht um tatsächliche Macht und jemanden der seine Grenzen viel zu weit überschreitet. Alex ist weder Herr, noch Gebieter meines Sohnes. Und er ist bei Leibe nicht, der Eigentümer seines Geistes. Niemand ist das, nicht einmal ich. Jeder Mann, mag er noch so klein sein, muss seinem Herrn auch aus Freiwilligkeit folgen. Sonst nützt die beste Herrschaft nichts. Eure Untertanen müssen Euch vertrauen. Und Ihr müsst Ihnen vertrauen. Aber wie kann man diesem Mann vertrauen, der einem das eigene Kind nimmt, es entfremdet, es in eine Kreatur verwandet, die nicht mehr männlich, nicht mehr menschlich, nicht mehr zeugungsfähig sein will, sondern vielmehr ein Geist in einer fleischlichen Flasche - einem Gefäß? Antworte mir darauf ehrlich Brandur", bat Max.

Brandur von Hohenfelde
»Problematisch ist also der beträchtliche magische Wert von Alexandre«, sinnierte Brandur. »Man muss ihm als liebender Vater einen Riegel vorschieben. Das ist jenseits von normalen Glaubensfragen, bei denen es immer hier und da Dinge gibt, die Auslegungssache sind. Es grenzt scheinbar an Fanatismus. Und über Ciel hat Alexandre eine enorme Macht, sollte er sich dazu entschließen, deinen Sohn für seine Zwecke als Werkzeug zu verwenden. Da fallen also zwei enorme Risiken zusammen. Hast du Alexandre schon verdeutlicht, wie haarscharf er davor ist, sein Leben zu verwirken? Hast du es Ciel schon verdeutlicht? Wenn nicht, wäre das vielleicht der erste empfehlenswerte Schritt.«

Maximilien
"Ein guter Rat. Ich habe Ciel gesagt, was ich von Alex halte. Allerdings muss man in solchen Fällen sehr vorsichtig sein. Je negativer Du über so eine Person sprichst, je stärker klammert sich das Opfer an sie. Und je offensichtlicher ich versuche Ciel zu retten, je mehr wird er Alex verteidigen. Und sollte ich Alex hinrichten lassen, dann wird er zum Märthyrer für Ciel. Alex - jener der für seine Überzeugung gestorben ist. Nein... das hat nichts mit Amt und Staatswürden zu tun. Das ist eine reine Familienangelegenheit. Ein Vater der seinen Sohn vor einem Rattenfänger, einem Kinderfresser schützen muss. Ich vermute dass Alex bald einen Ausflug macht und niemand sieht ihn je wieder. Was traurig ist, bedauerlich gerade zu aber ich werde meinen Sohn trösten und ihm erklären, dass Alex Worte nur Worte waren. Er wird einen neuen Lehrer bekommen. Seine Lehren fortsetzen, Alex Worte und Weisheiten der Magie wurden verschriftlicht. Ja vielleicht sollte Alex mal etwas ausspannen und auf Weltreise gehen...", sinnierte Max.

Brandur von Hohenfelde
Brandur lächelte etwas. "Aber wie realistisch ist es, dass Alexandre sich allein auf eine längere Reise begeht? Ich habe ihn aus beruflichem Interesse heraus beobachtet und auch hin und wieder in seinem Rückzugsort besucht. Ciel wird vermutlich erkennen, das etwas nicht stimmt, denn ich habe Alexandre als jemanden erlebt, der wie ein Maulwurf in seiner Höhle lebt und nur herauskommt, wenn ihn Ciel oder die berufliche Pflicht dazu zwingt. Wenn, dann müsste er also aus beruflichen Gründen eine Reise antreten."

Maximilien
"Du meinst das jährliche Treffen der Ainuwar-Freunde in Ehveros? Das lässt er sich sicher nicht entgehen. Spaß beiseite, ich werde letztmalig mit meinem Sohn reden. Du kannst mich begleiten wenn Du möchtest", sagte Maximilien. Er stellte sein Glas beiseite und ging zu Ciel und Alexandre. "Auf ein Wort Ihr beiden", sagte Max.


(Fortsetzung folgt)
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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