Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 8 - Rast in der Dunkelheit

Ein kleiner Trupp vom Ring der Menschenfresser hat Naridien verlassen, um nun in Souvagne zu jagen. Angeführt werden die Beißer von dem als Bestie bekannte Archibald von Dornburg. Ihr Ziel: nach der Niederlage nun einen neuen Fleischtempel für den Ältesten zu finden.
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Kapitel 8 - Rast in der Dunkelheit

#1

Beitrag von Tekuro Chud » Mi 1. Aug 2018, 01:03

Nori
Ihr Weg hatte sie in den nächsten Ort geführt, da die Nacht bereits ihren Zenit überschritten hatte. Die Morgendämmerung griff mit grauen Fingern bereits nach der Macht. Tekuro hatte sie direkt in das Örtchen hinein und schnurstracks zur Brauerei geführt. Unter großen Kastanienbäumen, die dank ihres flachen Wurzelwerks gut unterhöhlt werden konnten, lagerte das Bier. Hier blieb es kalt und die Bäume taten an der Oberfläche ihr übriges, dass es kühl, frisch und gemütlich unter ihnen einher ging. Tekuro knackte das Schloss und heimlich stahl sich die Gruppe in den Bierkeller hinab um dort den Tag zu überdauern. Sie verzogen sich in den hintersten Winkel. Dorthin wohin sich zum normalen Geschäftsbetrieb kaum jemand verirrte. Der Kellerraum war tief, es war hier durch die Bäume schön kühl und es gab keine Fenster. Also ein idealer lichtloser Ort für einen Vampir. Auch der Älteste schien mit Tekuros Wahl mehr als zufrieden. Zufrieden nahmen sie in der Ecke Platz. Etwas Licht spendete Kazrar, da ein sanftes, blaues Leuchten von ihm ausging.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro hatte sich all die Zeit über sehr nahe am Geist seines Vaters gehalten. Erst jetzt, wo er langsam sicher war, dass Kazrar nicht plötzlich wieder verschwand, wagte er es, ein wenig beiseite zu rücken, hin zu Nori, die etwas abseits saß. Ihr Bruder roch schon wieder nach Schnaps, sonst hätte Tekuro erstmal ihn versucht auszuquetschen. Nun musste er gleich den direkten Weg gehen. Zum Glück war Nori sehr viel unkomplizierter als das, was er sonst an Frauen kennengelernt hatte. Er setzte sich zu ihr und reichte ihr eine Rauchstange. »Zeit was zu reden?«

Nori
Nori hatte es sich wie alle anderen gemütlich gemacht. Belustigt stellte sie fest, dass man einen Geist auch hervorragend als Beleuchtung nutzen konnte. Aber dafür waren sie leider nicht gedacht, auch wenn es ganz hübsch aussah. Tekuro rückte etwas näher und bot ihr eine Rauchstange an. Da sagte sie nicht nein. Mit einem breiten Grinsen griff sie zu. »Vielen Dank, hast Du Feuer?«, fragte sie freundlich und rutschte zu ihm auf.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Er rutschte ihr etwas entgegen, gab ihr Feuer und zündete sich selbst ebenfalls eine Rauchstange an. Ins blaue Leuchten von Kazrar mischte sich kur ein oranger Schein in ihren Gesichtern, der kurz darauf zu einem glimmenden Punkt verblasste. »Dein Hunger«, begann er. »Erzähl mir davon. Wonach hungert dir?«

Nori
Nori nahm einen langen genüsslichen Zug aus der Rauchstange und überlegte. »Mein Hunger ist nicht auf bestimmte Personen an sich geeicht, sondern auf etwas dass mir an ihnen gefällt. Ein Mann mit schönen starken Armen, dann möchte ich diese verspeisen. Eine Frau mit wohlgeformten Beinen, dann hätte ich gerne davon eines. Es ist anders gelagert als bei Dir oder Arch. Jeder Hunger ist anders Teku«, erklärte Nori nachdenklich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Warum willst du die Teile essen, die dir gefallen?«, hakte Tekuro nach. »Und der Rest ist dir egal?«

Nori
»Weil es mich anspricht. Wenn eine Frau mit schönen Waden vor mir geht, bekomme ich Hunger wie wenn andere saftige Hähnchenschenkel sehen. Warum verspeisen sie Hähnchenschenkel und kein Brot? Weil sie Hunger darauf haben Teku. So geht es mir, ich sehe die Fleischpakete am Lieferanten, ich sehe keine Personen. Es ist kein Begehren wie von Papa oder Dir, ich begehre die Person nicht. Der Akt des Essen ist meine Befriedigung. Wie wenn Du etwas früher gegessen hast, worauf Du Dich wochlang freust, dann angespannt wartest und dann bekommst Du es serviert. Nur ist es bei mir pure Wonne«, erzählte sie verzückt.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Kannst du deinen Hunger kontrollieren?«, fragte Tekuro weiter.

Nori
»Unterdrücken? Teilweise, es sei denn es ist zu appetitlich. Aber es ist anders als Euer Begehren, Ihr begehrt die Person sexuell die Ihr auffresst. Ich tue das nicht. Mich interessiert nicht mal die ganze Person, mich interessieren nur Teile von ihr«, versuchte es Nori zu erklären.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Verstehe. Hast du manchmal auch auf Kinder Hunger?« Er betrachtete sie aufmerksam und seine Augen schienen kurz aufzuleuchten, als er an seiner Rauchstange sog.

Nori
»Nein da ist nichts dran, so hart das für andere klingen mag. Arch mag genau dass, was ich nicht mag, so könnte man es beschreiben. Er mag es klein, weich, warm und er verschlingt es ganz wenn es die Masse erlaubt. Ich nehme mir nur meinen Anteil und ziehe weiter. Ein Kind ist nicht meins. Wie steht es mit Dir Teku? Was ist Deine Leibspeise?«, fragte sie freundlich und nahm noch einen Zug aus der Rauchstange

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Ich hab noch keine. Aber ich krieg Appetit, wenn ich jemanden mag. Drum muss der auf Abstand bleiben. Ich such mir dann jemanden, der so ähnlich aussieht, als Ersatz. Wo ihr zubeißt, stech ich zu, mit meinem Körper. Ihn danach zu essen ist die Krönung, war mir aber erst ein Mal vergönnt. Dadurch wird er gänzlich mein. Könntest du für deinen Hunger die Hand ins Feuer legen? Oder überrollt es dich manchmal?«

Nori
»Nun ich kenne mich selbst, wieso sollte ich Dir etwas vormachen? Wir sind alles Beißer, nur beißen wir in unterschiedliche Regionen und Beute. Natürlich kann ich Dir das beschwören, aber wozu? Da könntest Du auch Derya fragen, ob sie schon wirklich mal einen Schwanz abgebissen hat. Warum traust Du mir eine Jagd nicht zu?«, fragte Nori zweifelnd.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Doch, tu ich. Darum geht es nicht, sondern um das Gegenteil. Eine Jagd im Zweifelsfall abzublasen. Kannst du das zu jeder Zeit? Oder ist dein Hunger manchmal doch übermächtig? Archibald kann sich nicht kontrollieren. Ich kann es beim Fressen, aber der Rest ist schwer zu beherrschen, wenn man mich reizt. Ich werd geil, wenn ich nur daran denke.«

Nori
»Natürlich kann sich Archibald beherrschen, sonst wäre er schon tot! Aber sobald er isst, dann nicht mehr. Dass stimmt. Allerdings hat er die Beute dann schon sicher. Ein Problem wäre dann, wenn man ihn in dem Zustand findet. Wobei er clever genug ist, sich an einen sicheren Ort zurückzuziehen. Ich kann eine Jagd abblasen, weil man das können muss. Wenn die Beute in gefährliches Gebiet läuft oder die Jagd für mich gefährlich wird, kann ich einen Rückzieher machen. Keine Beute ist es wert, dafür zu sterben«, mahnte Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Hm, und wenn du Appetit auf jemanden hast, den du magst? Was weiß ich, Arbogast präsentiert dir seinen knusprigen Bizeps und du kriegst mörderischen Kohldampf. Was dann?«

Nori
»Wo soll er denn denn her haben?«, lachte sich Nori kringelig und Arbo musterte sie giftig.

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»Den hat er in einem Jahr, weil ich ihn trainieren werde. Er wird weniger saufen und gesünder essen. Du rechnest nicht damit, ihr geht schwimmen und plötzlich siehst du, wie lecker er mit einem Mal aussieht.«

Nori
»Er ist immer noch mein Bruder, oder fehlt Archibald irgendwo ein Stück? Nein. Ich habe Selbstbeherrschung. Sag mal für wen hältst Du mich eigentlich? Du bist ganz schön dreist. Noch kein einziges Haar am Sack, keinen Zahn im Mund, aber mich madig machen«, murrte Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro feixte. »Kein Haar am Sack? Willst du nachsehen? Ich frag nicht, um dich madig zu machen. Sondern weil ich mir überlegt hab, dass viele Frauen ja irgenwann Kinder wollen in dem Alter. Wie ist das bei dir, schon mal drüber nachgedacht?«

Nori
»Ja klar zeig«, sagte Nori und musste dann selbst lachen. Bei Teku wusste man nie woran man war. Irgendwie war er ein total schräger Vogel, aber sie mochte ihn, auch wenn er sie gerade versuchte auf die Palme zu bringen. Er wollte doch nur herausfinden ob sie sich ihre Zähne redlich verdient hatte. Das würde er noch früh genug erfahren. »Ich habe noch nie über Kinder nachgedacht, aber ich schließe es nicht aus. Hat Arch auch nicht, wieso sollte ich das tun? Verzichten Vegetarier auf Kinder?«, lachte Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Kommentarlos zog Tekuro sein Oberteil hoch und schob den Hosenbund runter, so dass sie seinen dichten schwarzen Pelz sehen konnte. »Würdest du dein Kind abgeben müssen?«, wollte er wissen.

Nori
Nori befühlte Tekus Brust und muste dann kichern. »Du fühlst Dich an wie ein Teddy aus Stahlwolle. Nein wieso? Also doch, ich würde es abgeben müssen. Es kann nicht im Zirkel leben. Das ist zu gefährlich«, erklärte sie und schaute ihm schamlos zwischen die Beine. »Ich nehme meinen Kommentar bezüglich der Haare zurück«, grinste sie breit, »aber da werde ich Dich nicht streicheln. Das könnte für Verwirrung sorgen«.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Er schnaubte belustigt und zog seine Kleidung wieder ordentlich zurecht. »Teddy hab ich noch nicht zu hören bekommen, eher schwarzer Panther. Du selbst wärst also keine Gefahr für dein Kind?«

Nori
»Nein, aber Arch und einige andere schon. Nicht mal aus Böswilligkeit sondern wegen ihrem Trieb. Und Du? Wie steht es mit Dir? Es sei denn die Baronin würde es beschützen, aber die Gefahr ist trotzdem da«, mahnte Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Nah, ich fress keine Kinder. Ich find sie auch nicht reizvoll, ich hasse sie eigentlich. Trotzdem denk ich manchmal drüber nach, wie es wäre, einen Sohn zu haben. In letzter Zeit häufiger.« Er blickte kurz hinüber zu Kazrar.

Nori
Nori zog fragend ein Augenbraue hoch. »Du wirbst um mich?«, fragte sie verdutzt und musterte ihn nun mit anderen Augen. »Ohne Zahn wirbt um mich... dann solltest Du zeigen was Du drauf hast«, grinste sie verschlagen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Du hast mich durschaut. Ich war zu deutlich. Ich wollt eigentlich nur mal antesten.« Er grinste etwas zurück. »Ist das ein Ja?«

Nori
»Ein Ja wozu, Deine Partnerin zu sein? Oder Deine Gefährtin für ein gemeinsames Kind? Dazu kann ich nur sagen, ich würde es versuchen, wenn Du Deine Qualitäten bewiesen hast. Wieso nicht? Du siehst gut aus, Du hast ein hübsches Gesicht und eine gute Statur und mit Dir wird es sicher Spaß machen«, grinste Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Partnerin? Besser nicht. Kumpels und ein gemeinsames Kind. Das würde mir gefallen. Du bist stark, schlau und eine gute Jägerin. Wie soll ich dir meinen Wert beweisen? Indem ich meine Zähne verdiene?«

Nori
»Das wäre ein Weg oder Deinem Vater ein Gefäß, was auch eine gute Jagd ist. Oder gar eine bessere, denn dabei jagst Du und musst selbst Deine Selbstbeherrschung beweisen. Du darfst die Beute nicht erlegen. Das zeigt ja ob Du Dich zur Not zurücknehmen kannst. Kumpels mit Kind? Das klingt weniger anstrengend als eine Partnerschaft mit Dir«, lachte Nori und boxte ihn freundschaftlich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro grunzte. »Mein Vater wird ein Gefäß bekommen. Nicht irgendeins, sondern eines, das Kazrars würdig ist. Wenn das die Bedingung ist - einverstanden. Wenn der Kleine nicht beim Zirkel bleiben kann, mach ich dir einen Vorschlag. Wir gehen nach Souvagne.«

Nori
»Wir sind schon in Souvagne Teku! Woher hat der Älteste denn sein Gefäß? Oder meinst Du dauerhaft? Ich bin nicht dafür geschaffen nur die Hausfrau für Dich zu spielen, dass sage ich Dir gleich. Irgendwann werde ich nach Obenza zurückkehren. Es geht nicht anders, dass ist meine Heimat. Jedenfalls momentan«, sagte Nori. »Darf ich überhaupt einfach hierbleiben? Ich bin ja an der Grenze sehr freundlich empfangen worden. Oder geht das in Ordnung seit dem ich offiziell ein Sklave bin? Was passiert wenn ich wieder ausreise und nach Obenza gehen möchte?«

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Hausfrau? Ich hatte nicht vor, mit dir einen Hausstand zu gründen. Wir leben getrennt. Ich bin Leibgardist, ich wohne bei meiner Einheit oder in dem Quartier, was ich dir zeigte. Wenn der Kleine abgestillt ist, kannst du ihn mir überlassen und ich kümmer mich um ihn. Du kannst jederzeit zurück nach Obenza. Momentan kannst du hierbleiben, so lange du willst. Ausreisen ist kein Problem, nur die Einreise, von daher ...«

Nori
»Du möchtest Dich ganz allein darum kümmern? Kannst Du das überhaupt? Für einen Hausstand müsstest Du die Garde verlassen? Darfst Du keinen gründen? Was machst Du, wenn es ein Mädchen wird?«, fragte Nori.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Allein schaff ich das nicht, ich muss ja arbeiten. Ich würde mir Hilfe holen von wem Vertrauenswürdigen. Ich könnte sicher einen Hausstand gründen, aber dort kann ich halt nicht wohnen. Ich wohne, wenn ich keinen Urlaub habe, im Mannschaftsquartier und könnte nur zu Feierabend nach dem Kleinen sehen. Aber ich verdiene sehr gut, es ist kein Problem, wen zu bezahlen. Oder vielleicht find ich auch so jemanden, der das macht.« Er blickte kurz zu Arbogast. »Wenn es ein Mädchen wird, dann ist es eben eins. Dann versuchen wir es ein zweites Mal.«

Nori
»Nun dann kann auch ich mit aufpassen, so ist es nicht. Wir wechseln uns dann ab. Das heißt, sobald Du Deinen Wert bewiesen hast. Eine Frau ist doch nicht weniger Wert als ein Mann, oder seht Ihr das hier so? Wenn es aus dem Gröbsten heraus ist, kannst Du jemanden anstellen. Arbo kann Dir helfen. Ich glaube das läge ihm«, sagte sie freundlich. »Deine Arbeit spannt Dich ziemlich ein, bist Du sicher, dass Du das wirklich möchtest? Du wirst nebenbei auch jagen, denke daran. Du hast vermutlich weniger Zeit als Dir bewusst ist und wieviel Zeit so ein Kind kostet, wissen wir beide nicht«, gab Nori zu bedenken.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Nori, ich sag ganz ehrlich, ich hab von Kindern keine Ahnung. Aber ich jag nicht so häufig wie du oder dein Vater, zumindest nicht auf Fleisch. Ich jag in einer Grauzone, wo es Auslegungssache ist und hinterher lass ich ihn laufen. Verstehst du? Das ist meine Jagd. Sie ist weniger zeitaufwändig und weniger riskant als eure. Ich bin ein Lauerjäger. Arbo, komm mal her.«

Nori
»Ich verstehe, was Du meinst. Dann könntest Du sonst auch jemanden einstellen, der im Haushalt hilft. Ein Mädchen für alles sozusagen, Du musst ja nicht wegräumen oder verstecken. Ich bin von unserer Jagdt ausgegangen«, sagte Nori offen und ehrlich.

Arbogast
Arbogast gestellte sich zu Tekuro und hockte sich neben ihn. »Hier bin ich, naja wie Du unschwer erkennen kannst. Was ist los Tek?«, fragte Arbogast und musterte ihn im fahlen Schein von Kazrar.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Bei meiner Jagd gibt`s nichts wegzuräumen. Ich hab es bequemer. Frauen sind nicht weniger wert, aber sie haben andere Aufgaben. Und einen Sohn als Stammhalter, wer wünscht sich das nicht?« Er wandte sich Arbogast zu. »Schon mal über Familiengründung nachgedacht? So ganz allgemein, meine ich.«

Arbogast
»Ich? Man ich bin froh wenn ich mit mir selbst zurecht komme. Aber eine Familie zu haben, darüber habe ich schon nachgedacht. Aber mehr, dass wir alle die wir zusammengehören auch zusammen sind. Bleib einfach bei uns, Du gehörst doch schon zu uns«, schlug Arbo freundlich vor.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro musterte Arbogast verdutzt. Dann rang er sich zu einer ruhigen Antwort durch. »Zwei Sachen. Erstens. Wenn du so was Nettes sagst oder, wie manchmal, zutraulich wirst ... macht mich das heiß. Überleg dir gut, ob du das willst, mein Name ist nicht umsonst Skorpion. Zweitens. Nori und ich, wir planen ein Kind. Das soll nicht im Ring leben und nicht wie ich abgegeben werden. Sondern ich will es in Souvagne haben, bei mir in der Nähe. Aber ich arbeite den Großteil der Zeit und wohne bei meiner Einheit. Ich musste an dich denken ... ob du vielleicht Kindermädchen sein magst. Ich vertrau dir. Du scheinst wenig Biss zu haben. Das ist in dem Fall von Vorteil.«

Arbogast
»Ehm ja in Ordnung, ich versuche daran zu denken und Dich nicht zu provozieren. Na Du meinst dass ich eine Flasche bin ist von Vorteil? Vielleicht stimmt es auch, jedenfalls ist das ein besserer Dienst, als in der Küche. Ich bin dabei und helfe Dir Dein Kind großzuziehen. Also Euer Kind«, korrigierte sich Arbo.

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»Du wäst dann mehr für das Kind als nur irgendwer. Du wärst der Ersatz...papa.« Das Wort fühlte sich seltsam an, wenn er von sich als Vater sprach. Fremd. Er musste sich erst an den Gedanken gewöhnen. »Und du musst zu saufen aufhören. Dann dürftest du bei mir in Souvagne wohnen und ich würd alles für dich bezahlen und dich mit durchfüttern. Das Kind wäre deine einzige Aufgabe, aber die musst du gut erfüllen, sonst reiß ich dir den Arsch auf bis über die Ohren. Kriegst du das hin?«

Arbogast
»Das mit dem Kind auf alle Fälle, ich passe auf und bemühe mich. Ich mache meine Arbeit gut, frag doch in der Küche nach. Ich freu mich, dass wir solche Kumpel sind Tek ehrlich. Das macht mich echt stolz, der Ersatzpapa zu sein. Aber ich sagte Dir ehrlich, allein pack ich das nicht mit dem Saufen aufzuhören. Ich habe es schon oft versucht und war nach kurzer Zeit wieder mit den Gedanken im Schnapsglas. Aber vielleicht hilft mir der Tapetenwechsel«, sagte Arbo nachdenklich. Den Zirkel hinter sich zu lassen, konnte sein persönlicher Neuanfang werden, anstatt dass er sich auf Raten zu Tode soff.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Dann sag mir, warum du säufst. Und wann. Ich helf dir. Bei uns in der Leibgarde gabs auch einen, der immer zu viel trank, auch heimlich, er war das noch von der Hofgarde gewöhnt. Aber das geht bei uns nicht. Das haben wir dem ganz fix wieder abgewöhnt. Bei dir krieg ich das auch hin.«

Arbogast
»Wenn... also wenn...«, er musterte Archibald und rutschte näher zu Robere auf. »Na wenn ich in der Küche die andere Arbeit machen muss. Ich kann es nicht ertragen die Leute zu zerlegen und aus Leuten... Stückchen zu hacken. Dann saufe ich und betäube mich, damit ich die Arbeit erledigen kann«, erklärte Arbo leise, was Arch nur angewidert schnauben ließ.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Das brauchst du dann ja nicht mehr. Das ekligste wären dann Babywindeln. Ist es echt nur das? Weil im Club hast du auch ganz schön gesoffen, Arbo.«

Arbogast
»Na ich erinnere mich auch an einige Arbeiten und dann, kommt alles wieder hoch und ich spüle die ganze Scheiße runter. Es ist nicht so,dass ich die Arbeit vergessen kann Robby, es ist schwer für mich. Es ist alles unsagbar schwer, jede Arbeit. Und je mehr ich saufe, je schwieriger wirds«, stöhnte Arbogast, während Arch sich was in den Bart murmelte.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro drehte ihm eine Rauchstange und steckte sie ihm in den Mund. »Dann musst du dich ablenken. Was lenkt dich gut ab, damit du nicht daran denken musst?«

Arbogast
»Außer dass Saufen? Wenn ich etwas Ruhiges mache, Knobeln, Wetten, Zocken. Ich habe auch schon versucht was zu lesen, aber das ödet mich an«, grinste Arbo.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Zocken ist scheiße, weil ich dir dafür nicht mein Geld gebe! Wir haben auch Zocker in der Leibgarde, aber am Schlimmsten ist da der Mireault von den Himmelsaugen. Und die Himmelsaugen manipulieren einen, damit man mitzockt und bringen einen mit ihren Zaubern dazu, zu verlieren. Knobeln? Du meinst solche Knobelspiele? Kann ich dir besorgen.«

(Fortsetzung folgt)
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Re: Der Schwarze Skorpion

#2

Beitrag von Tekuro Chud » Do 2. Aug 2018, 01:13

<< ü18-Story

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro setzte sich an ein Weinfass und rieb sich das Gesicht. Dann entdeckte er die heruntergefallene Rauchstange, die noch immer glimmte und nahm sie. Die Glut leuchtete auf und eine Wolke von Rauch verlor sich im Dunkel. »Ich wollt ihm helfen«, rechtfertigte er sich, da er das Gefühl hatte, dass ihn nun alle verurteilten.

Archibald von Dornburg
»Mach Dir darüber mal keine Gedanken, Arbo ist wie das Fähnchen auf dem Turme. Was ihn heute noch ärgert, interessiert ihn morgen schon nicht mehr. Er ist leider sehr weich und labil. Man kann ihn nicht gut einschätzen. Aufgrund seiner weichen Art säuft er auch. Er verträgt nichts, er ist zu schwach. Er muss sich ein dickeres Fell anschaffen Tek. Alkohol ist kein Schutzpanzer. Und wenn er den Arsch in der Hose hat, Deinen Vater zu beleidigen, dann muss er auch mit den Konsequenzen leben. Wir alle wissen, was wir auf uns genommen haben um Kaz zurückzuholen. Er soll den Ball flach halten«, sagte Archibald besonnen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Er wollte meinen Schwanz anfassen und nun ist er wütend, weil ich seinen nicht angefasst habe«, ereiferte sich Tekuro. Er blinzelte, weil ihm etwas einfiel. »Was steht auf seinem Schwanz geschrieben?«, fragte er Archibald. »Er meint, er weiß es selber nicht, aber es ist aus deinem Buch.«

Archibald von Dornburg
Arch starrte Tek an, als hätte ihn dieser geohrfeigt. »Keine Ahnung, was der sich auf die Nudel genadelt hat. ARBOGAST HIERHER! Sofort!«, bellte Arch in einem so schneidenden Ton, dass sogar Kaz als Geist zusammenzuckte. Arbo kam aus der Dunkelheit angeschlichen und blieb in einem Sicherheitsabstand zu Archibald stehen. »Zieh Deine Hose aus und zeig mir was Du auf der Nudel stehen hast!«, befahl Arch. »Niemals!«, schnauzte Arbogast und rannte in die Dunkelheit davon, während Arch wütend die Verfolgung aufnahm.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro lehnte seinen Kopf nach hinten an das Weinfass. Archibald würde Arbogast bald zu fassen bekommen, seine Hilfe war überflüssig. Er betrachtete seinen Vater so lange, bis es unhöflich zu werden begann und genoss das sanfte Pulsieren seines blauen Lichts und die schönen Gesichtszüge des Mannes, der ihn in die Welt gesetzt hatte und doch nicht behalten konnte. »Nori hat ja gesagt. Wenn ich einen Tempel für dich besorge.«

Kazrar
»Das ist gut Teku, dass hast Du sehr gut hinbekommen. Höre nicht drauf, was diese kleine Schnapsnase sagt. Er hat sein Leben selbst nicht im Griff und lässt es dann an anderen aus mein kleiner Teku. Aber auch wenn man das weiß, heißt dass nicht, dass seine widerlichen Beleidigungen nicht weh tun. Er hat nicht mal den Hauch Deiner Fähigkeiten, geschweige denn Dein Aussehen. Sobald ich wieder einen Körper habe, werde ich Dich in den Arm nehmen. Das würde ich so gerne«, sagte der Geist und strich Tekuro über den Kopf.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro verstand weder, was mit Arbogast los war, noch warum ihn selbst das so aufwühlte. Den Skorpion hatte er schlafen lassen und trotzdem war es schiefgelaufen? Er lehnte sich dem Geist entgegen, bis er spürte, dass er in dessen eisige Essenz einsank. »Davon hab ich immer geträumt. Dass mein Vater mich in den Arm nimmt. Und ich werd dich auch umarmen. Das wird ein schöner Tag. Nori will durch die Jagd sehen, wie gut ich bin und ob ich mich beherrschen kann. Das ist ihr gutes Recht als Mutter. Aber wir lassen uns trotz allem Zeit bei der Suche. Wir gehen gründlich vor, du wirst nicht den erstbesten Körper bekommen, sondern den Besten.«

Kazrar
»Einen aus der Heimat, dass würde mich sehr freuen. Ich wäre wieder ein kleines bisschen mehr ich selbst. Ich möchte keinen fremden Körper wie ein Ork oder Goblin oder gar ein Alb. Dann lieber alles, aber kein Alb. Sie wecken grausame Erinnerungen in mir. Ich habe immer davon geträumt, Dich auf dem Arm zu halten und zu wiegen, Dir was vorzulesen, mit Dir zu lachen... Aber das war mir nicht vergönnt. Drum die Tagebücher, ich lese sie Dir da zwar nicht vor, aber ich widmete sie Dir«, sagte Kazrar.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Wirst du sie mir vorlesen?«, fragte Tekuro mit geschlossenen Augen. »Dein Wunsch ist mein Geheiß. Du wirst wieder Arashi sein. Wir holen alles nach. Und dann lachen wir gemeinsam.«

Kazrar
»Ja das werde ich. Vorher wird es Archibald an meiner Stelle tun, oder Du musst für mich blättern. Ja wir werden alles nachholen Teku, wirklich alles. Und wir beide können endlich gefahrlos miteinander lachen und sogar leben, endlich Vater und Sohn sein«, flüsterte Kaz.
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Spitzel bei den Beißern

#3

Beitrag von Tekuro Chud » Mi 8. Aug 2018, 00:34

<< Magische Mobilmachung - Beißer in Bedrängnis

Arbogast
Arbogast rannte was seine Beine her gaben zurück zu den Kastanien, dort wo er niedergestreckt worden war. Er wusste nicht, was er von dem Angebot halten sollte. Er hoffte, dass die Gruppe es ehrlich meinte. Aber wie immer würde er sich alle Optionen offen halten. In einer Welt wo man schnell die nächste Mahlzeit werden konnte beim geringsten Fehler, machte man besser keine oder hatte zig Fluchtwege in Peto. Arbo befühlte sein Gesicht und das was er fühlte war nicht gerade beruhigend. Er schaute sich nach dem Zugang zum Keller um. Er öffnete die Luke und stieg wieder hinab, er hoffte dass sie ihn nicht vermisst hatten. Gut, warum sollte man ihn schon groß vermissen? Es sei denn sie suchten wen zum Piesacken. Arbo verzog sich direkt in die hinterste Ecke. Jetzt gleich zurück zur Gruppe zu gehen, wäre zu auffällig. Und er hoffte dass er nicht zu schlimm aussah. Falls doch, würde er behaupten, er wäre in eine Schlägerei geraten.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Es gab jedoch jemanden, der es gewohnt war, darauf zu achten, dass in einer Truppe jeder das tut, was er soll. Tekuro hatte gemerkt, dass Arbogast nach draußen gegangen war, sich aber nicht weiter darum gekümmert. Vermutlich wollte er mal in einem Gebüsch verschwinden oder einfach ein wenig Frischluft schnappen und sich die Beine vertreten. Tekuro drehte sich auf die andere Seite und schlief weiter. Mit einem Ohr lauschte er darauf, dass Arbogast zu ihnen zurückkehrte, was erst nach längerer Zeit der Fall war. In der Zwischenzeit hatten sich die Gemüter wieder beruhigt und Tekuro beendete seinen Schlaf. Er gesellte sich zu Arbogast, der sich in der letzten Ecke verkrochen hatte und sich den Streit wohl noch immer zu Herzen kam. Tekuro setzte sich neben ihn und reichte ihm eine Rauchstange. »Na?«, grüßte er versöhnlich.

Arbogast
Arbo musterte Robere und nahm die Rauchstange. »Na zurück«, antwortete Arbo und zündete sich die Rauchstange an. »Und habt Ihr immer noch einen Hass auf mich? Dann bleib ich lieber hier hinten, ich habe keine Lust mich mit Papa anzulegen«, murrte Arbo rauchend. »Und warum bist Du wieder friedlich? Ich dachte Du hättest mich gefressen«, sagte Arbo leise.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Ach was. Ich bin dir nicht mehr böse, ist halt scheiße gelaufen. Lass uns nicht mehr drüber reden. Sag mal, hast du einen Kopfsprung in eine Kiste voller Nägel gemacht?« Tekuro betrachtete die Wunden in Arbogasts Wangen. Wie Messerstiche sah das nicht aus, aber für Dornen von einem Gestrüpp waren die Löcher deutlich zu groß.

Arbogast
»Ja streichen wir die Erinnerung und wiederholen wir sie nicht. Das bringt nichts zwischen uns. Es ist wirklich Scheiße gelaufen. Und ich kann nicht ständig im Bier baden. Ich bin draußen gestolpert und hatte was Ärger. Das heilt schon wieder und wenn Narben bleiben, kommen ein paar Tätowierungen drüber. Halb so schlimm. Wann brechen wir auf?«, gähnte Arbo und machte es sich an der Wand bequem.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»War ja klar. Willst du vielleicht zu den Bütteln gehen und denen Scheiße über mich erzählen?« Tekuro betrachtete Arbogast durchdringend. »Wie blöde muss man stolpern? Wo bist du reingeflogen, in so einen Eisenzaun mit Lanzen als Latten?«

Arbogast
»Was soll ich bei den Bütteln? Du regst Dich schon wieder auf und ja, Friedhofszäune sind aus Metall und haben oben drauf so Pieker, da bin ich mit dem Gesicht hängengeblieben, als ich über den Zaun kletterte. Besser als mit den Eiern oder? Das hätte jedem passieren können, jedem sogar Dir. Keine Ahnung warum Du immer sauer auf mich bist«, stöhnte Arbo und schnipste den Rauchstangenstummel in die Finsternis davon. Man hörte etwas zischen und in der hinteren Ecke zündelte ein Feuer hoch. Scheinbar hatte dort Stroh gelegen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Fluchend sprang Tekuro auf und schob mit seinen Panzerstiefeln das Stroh auseinander. Die einzelnen Brandherde trat er aus. »Pass doch mal auf«, schnauzte er und setzte sich wieder zu ihm. »Ich bin nicht sauer, ja?!« Er griff Arbogasts schweißnassen und stachligen Unterkiefer, um sein Gesicht zu betrachten. »Schwein gehabt, hätten auch die Augen sein können. Fass nicht rein mit deinen Drecksgriffeln, sonst entzündet es sich. Ich wollte dir gestern Abend helfen, klar? Damit du dich nicht wieder volllaufen lässt.«

Arbogast
Arbogast hielt einfach still und musterte ihn etwas irritiert, ehe er langsam und bedächtig nickte. »Ja verstanden, ich fass nicht drauf. Das war ein Versehen, wer lässt hier auch Stroh rumliegen? Helfen? Wieso helfen? Ich hatte so gut wie nichts getrunken. Und Hilfe war das nicht, Du hast mich verarscht, aber egal. Wir haben das abgehakt. Haben die sich entschieden, wo sie hinwollen?«, fragte Arbo und zog vorsichtig sein Gesicht weg.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Keine Ahnung, ich hab gepennt. Hör mal, ich hab nicht aus Spaß gesagt, dass wir jetzt Brüder sind. Ich nehm das verdammt noch mal ernst. Wenn dir das nichts bedeutet, dann sag es jetzt.« Er blickte in Richtung der Tür, wo er Schritte hörte. Irgendwer schlich draußen herum.

Arbogast
Arbogast drückte Robere einfach an sich und gab ihn nach dem kurzen, überraschenden Übergriff wieder frei. »Doch es bedeutet mir sehr viel. Ich meine es ebenfalls ernst, nur müssen wir das irgendwie hinbekommen, dass wir uns nicht immer missverstehen. Da schleicht was rum«, warnte Arbo und deutete zur Tür.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro grunzte überrascht, ließ Arbogast aber gewähren. Danach war er verwirrt. Er stand auf, zog Arbogast auf die Füße und ging mit ihm im Schlepptau nach vorn zu den anderen, während er sich auf die Tür konzentrierte. Die Aussicht auf einen Kampf fegte seine Verwirrtheit rasch wieder davon. »Archi«, raunte er leise. »Vielleicht gibt es gleich Frühstück.« Auch ihm selbst knurrte ziemlich der Magen. Er wies in Richtung der Tür.

Archibald von Dornburg
Archibald horchte auf und rollte sich lautlos auf die Füße. »Du musst nach draußen und nachschauen, ich weiß nicht ob noch Tag ist. Das wäre ein fatales Frühstück«, flüsterte er gut gelaunt. »Warte... grinste er über beide Ohren. Kazrar, geh Du nachschauen, Du musst die Tür doch gar nicht öffnen...«, säuselte Arch.

Kazrar
Kazrar nickte zustimmend. »Ich schaue nach, macht Euch keine Gedanken«, sagte er freundlich und schwebte durch Tekuro durch, als Zeichen seiner Zuneigung. Er wartete ab, bis er ebenfalls etwas hörte, dann durchstieß der Geist Kazrars die Tür und schoss nach draußen ins Freie. »Wer stört meine Ruhe?«, fragte er bedrohlich.

Nathan
Ein sehr auffällig gekleideter junger Mann musterte ihn mit großen Augen. »Ist Nekromantie nicht verboten?«, fragte er vorsichtig. »Aber Sie können ja gar nichts dafür, dass man Sie beschworen hat. Entschuldigen Sie bitte die Störung, Monsieur Geist, ich wollte nur schauen, was in der Tür drin ist. Ich wusste ja nicht, dass Sie da wohnen.«

Kazrar
Kazrar blinzelte in Zeitlupe. Einerseits wegen der sehr verwirrenden Ansprache und andererseits wegen der Kleidung des Mannes. »Ehm also nein, ich kampiere nur hier. Ich... wieso rechtfertige ich mich überhaupt?«, fragte Kazrar verwirrt.

Archibald von Dornburg
Arch erkannte von unten die Stimme und zog fragend eine Augenbraue hoch. »NATHAN?«, brüllte er nach oben.

Robere Tekuro Chud-Moreau
»Nathan?!«, brüllte auch Tekuro. Die wohlige Kälte, die er von der Berührung seines Vaters erfahren hatte, wurde von flammender Wut verzehrt. Er breitete kurz die Arme mit den Handflächen nach hinten aus, zum Zeichen, dass Nori und Arbogast hinter ihm bleiben sollten, ehe er zu Archibald aufschloss. »Ich sagte ja, Frühstück.«

Nathan
»Weil Sie höflich sind und weil die guten Manieren das so sagen, dass man antworten muss«, erklärte Nathan dem Geist freundlich. Überrascht zog er die Brauen hoch, dann lächelte er breit und winkte in Richtung Kellertür. »Hallo, Archi!«, rief er erfreut.

Archibald von Dornburg
Arch musterte Robere und packte ihn am Kragen. »Was habe ich Dir bezüglich Nathan beigebracht Tekuro? Er ist mein Eigentum und er wird nicht gefressen. Nicht angebissen, nicht angeleckt, nicht flachgelegt, gar nichts«, zischte Arch und ließ Robere los. »Komm runter und rein, also in den Keller. Du weißt ja von meiner Sonnenallergie«, lachte Arch.

Nathan
Gut gelaunt stieg Nathan in den Keller voller Menschenfresser hinab. »Oh und Robby ist auch hier«, sagte er etwas leiser und sicherheitshalber umarmte er Archibald zur Begrüßung und gab ihm ein Küsschen. »Wer sind die anderen?« Nathan ging zu jedem Einzelnen und gab ihm die Hand, sogar dem Geist hielt er sie hin. »Ich bin Nathan Garcìa aus Beaufort«, stellte er sich den fremden Leuten vollständig und korrekt vor. Bei dem jungen Mann in der Robe war er nicht sicher, ob er ihn kannte, er konnte sich nicht ganz erinnern.

Archibald von Dornburg
Arch drückte ihn fest an sich und küsste ihn lang zur Begrüßung. »Der Geist ist Kazrar Chud, mein verstorbenes Mündel, Robere kennst Du, der Bursche ist Arbogast mein Sohn, die Frau ist Nori meine Tochter und der kleine Junge ist der Älteste - so nennen wir ihn. Er ist nicht er selbst, sondern zur Zeit das Gefäß eines Gottes. Ein Gott wohnt in ihm, ähnlich wie Besessenheit, damit er auf Asamura wirken kann. Du kannst Dich gerne mit ihm unterhalten«, sagte Arch und gab Nathan frei.

Nathan
Nathan hatte rote Wangen bekommen von dem Kuss. »Du küsst aber gut, Archi«, fand er. Dann überwog die Neugier und Nathan ging zu dem jungen Mann. »Ich erinnere mich«, piepste er. »Ihr seid Anwolf! Ich wusste gar nicht, dass Ihr sogar Götter in der Familie habt.« Nathan war schwer beeindruckt.

Ältester
»Willkommen Nathan. Dieser Körper gehörte einst Anwolf von Hohenfelde, nun wohne ich in ihm, da mein Körper zerstört wurde. Mein weltlicher Körper der mir das Wirken auf Eurer Welt erlaubte. Möchtest Du etwas erfragen, erbitten oder mich einfach nur anbeten?«, fragte der Älteste freundlich.

Nathan
»Guten Abend, lieber Ältester. Darf man denn was erbitten?«, fragte Nathan und guckte den Ältesten neugierig an. »Wie viele Wünsche oder Fragen hab ich? Ich kann Euch auch gerne anbeten, wenn Euch das gefällt, da müsst Ihr mir nur sagen, wie ich das machen soll, damit Ihr glücklich seid.«

Ältester
»Du betest einfach zu mir, handelst in meinem Namen. Und folgst Du meinem Prinzipien wirst Du sehen, dass es Götter gibt, die nicht nur Gebete empfangen, sondern auch etwas zurückgeben, sich um ihre Gläubigen sorgen - mich. Wir sind geduldig, wir sind alt Nathan, sehr alt. Frage einfach was Du fragen möchtest. Erbitte was Du erbitten möchtest und wir werden sehen ob wir Dir dies erfüllen. In Fleisch gebunden liegt nicht mehr alles in unserer Möglichkeit, so als wenn wir frei wären. Aber das Fleisch wiederrum verschafft uns direkten Zugriff auf diese Welt. Es ist ein zweischneidiges Schwert Nathan Garcia. Also was möchtest Du erfragen oder erbitten?«.

Nathan
»Dass alle gesund bleiben und es nie wieder Krieg oder Unheil gibt«, sprach Nathan eifrig.

Ältester
Der Älteste musterte Nathan mit mitleidigem Blick. »Das ist ein sehr infaltiler und dummer Wunsch Nathan. Krieg, Leid, Seuche, Krankheit und Tod das sind Dinge die die Welt benötigt. Ohne diese Dinge gäbe es keinen Austausch und Ausgleich. Natürlich erscheint es dem Einzelnen grausam, dem Betroffenen ungerecht. Aber gäbe es kein Unheil, wer würde das Heil zu schätzen wissen? Gäbe es keine Krankheit, wer würde seine Gesundheit achten? Gäbe es keine Seuchen, keinen Krieg was würde aus der Welt werden? Eine Welt vollgestopft mit Menschen, Alben, Orks, Zwergen bis an den Rand der Belastung und darüber hinaus? Nein Nathan, die Zivilisationen haben jeden natürlichen Feind verloren. Kein Mensch wird mehr von einem Raubtier verspeist, keinem Wildtier... also schufen die Götter die innerartlichen Raubtiere. Jene die die Herde ausdünnen. Die Schwachen dezimieren und die Herde gesund, stark, vital und in einer bestimmten Größe halten. Manchmal schaffen es die Jäger nicht allein, dann muss ein Krieg her oder eine Seuche. Wird es den Völkern zu eng, dann lassen wir es knallen, bis wieder genug Platz mit ausreichend Freiraum für alle da ist. Und dann vermehrt Ihr Euch erneut, es wird wieder zu eng und es knallt erneut - ein ewiger Kreislauf, den keiner von Euch durchbricht, also durchbrechen wir ihn auch nicht. Denn würden wir es so belassen, wäre dies schlicht das Ende der Welt Nathan. Du siehst Krieg hat also sehr wohl einen Grund«, erklärte der Älteste ruhig.

Nathan
Nathan schniefte, weil der Älteste ihn als dumm bezeichnet hatte. »Aber könnten die Götter nicht einfach Asamura immer größer werden lassen? Dann hätten auch alle genügend Platz. Wenn ich was anderes wünschen darf ... dann wünsch ich mir, dass, dass mein Fabs immer gesund und glücklich bleibt und mich immer lieb hat. Und eine Puppenstube, wenn das geht, von Archi muss die aber sein.«

Archibald von Dornburg
»Und was wäre dann Nathan? Wo hört die Größe der Welt denn auf? Und weißt Du wem Du dort draußen in der Schwärze schadest? Nein es wird immer so bleiben, damit die Welt bestehen bleibt. Der Krieg wird erst dann enden Nathan, wenn die Völker sich nicht mehr wie die Karnickel vermehren und die Liebe zum Nächsten größer wird, als die Liebe zur eigenen Macht. Und das Nathan, wird schon allein an den Menschen scheitern. Aber gräme Dich nicht, ein Krieg ist nicht zwangsläufig notwendig. Es gibt immer andere Möglichkeiten, nur möchte sie kaum jemand in Betracht ziehen. Den Mord verspricht Ruhm. Bedenke, Schlächter bleiben für immer im Gedächtnis der Menschheit, Wohltäter nicht. Wer sich also ein Denkmal in Geschichtsbüchern setzen möchte, sollte seine eigene Geschichte mit Blut schreiben. Das ist die Wahrheit Nathan und ich kann Dir nichts anderes dazu sagen. Berichte mir von Deinem Fabs. Die Puppenstube wird Archibald Dir fertigen, er ist handwerklich begabt, aber dazu benötigst Du nicht mich. Ich dachte Du hättest eine weitaus mächtigere Bitte«.

Nathan
»Darf ich mir denn was Mächtigeres wünschen? Also mein Fabs ist mein Freund und ich liebe ihn sehr. Er ist der Leibdiener vom Duc, wisst Ihr? Er ist sehr hübsch mit einem schönen Gesicht und starken Armen und seine Haare trägt er manchmal so, dass sie oben einen kleinen Zopf bilden, das mag ich. Und er hat ein Bärtchen am Kinn, aber ich durfte keins mehr haben, ich sollte mir alle Haare wegmachen, dabei waren die hübsch. Fabs ist klug und fleißig und immer sehr in Sorge um seinen Herrn, er macht immer alles richtig. Ich, also, ich finde es nicht richtig, mit Blut zu schreiben und außerdem wird das mit der Zeit dann braun. Ich wünsche mir, dass Ciel mich wieder lieb hat und dass Archi nicht mehr so traurig ist.«

Ältester
»Die Bitte werde ich Dir gewähren. Hast Du schon einmal getötet Nathan Garcia? Töte ein Opfer und bringe es mir dar in meinem Namen und ich werde dafür sorgen, dass Dich Dein Fabs niemals wieder verlässt. Er ist Dein Mann, ebenso wird Dich Ciel wieder lieben. Archibald ist nicht traurig mein lieber Nathan, er ist besorgt. Er hat viel zu tun«.

Nathan
Nathan quiekte auf und schüttelte dann erschrocken den Kopf. »Das ist verboten! Man darf niemanden töten und ich kann das auch gar nicht, ich bin zu klein und zu dumm. Ich ... also dann hab ich keinen Wunsch mehr. Baust du mir trotzdem die Puppenstube, Archi? Und warum bist du so besorgt?« Nathan setzte sich auf Archibalds Schoß.

Ältester
»Wenn Deine Wünsche größer oder wichtiger werden Nathan, dann werden Deine Skrupel kleiner und Du wirst zurückkehren, bis dahin wachse und gedeihe. Reife... schon bald kehrst Du in unseren Schoß zurück«.

Nathan
»Aber meine Wünsche sind wichtig, ich wollte, dass niemand mehr leiden muss, aber Ihr habt ja gesagt, dass das nicht geht.« Er drückte sich fest an Archibald und wischte eine Träne ab.

Im Bierkeller - Archibald & Nathan (ü18) >>
Im Bierkeller - Arbogast & Tekuro (ü18) >>
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Patrice Vertcuis

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Re: Kapitel 8 - Rast in der Dunkelheit

#4

Beitrag von Patrice Vertcuis » Fr 10. Aug 2018, 16:21

Der Stählerne Lotus >>

Die schreckliche Nachricht erreicht den Palast in Beaufort. Um Anwolf zu retten und dem Ältesten ein Ende zu bereiten, schickt der Duc den Beißern einen Spezialisten hinterher.
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