Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Gro├čherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzul├Âsen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Monique de la Cantillion
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Re: Das Land Ehveros

#41

Beitrag von Monique de la Cantillion » Do 22. Feb 2018, 17:18

Melville, Maurice und Massimo waren gemeinsam Richtung Verhandlungssaal aufgebrochen. Vorher hatte sich ihr Mann liebevoll ihrer Bed├╝rfnisse angenommen. Diese waren schlicht und ergreifend, ein sch├Ânes warmes Bad, bei dem sie es sich gut gehen lie├čen und etwas rumgealbert hatten. Das Badezimmer war sehr gut ausgestattet, aber dies galt nicht nur f├╝r das Bad, sondern ebenso f├╝r ihr Quartier wie f├╝r die gesamte Burg.

Monique hatte ihren Mann und dessen Br├╝der selbstverst├Ąndlich begleitet. Sie hatte sich das sch├Ânste Kleid anziehen lassen, dass ihre Garderobe hergab. Auch Massimo und seine beiden Br├╝der trugen entsprechende Roben um ihr Haus, sowie ihren Stand zu repr├Ąsentieren.

Gemeinsam betraten sie den Saal und Monique hielt sich einfach an ihre Verwandten. Nun warteten alle gespannt auf das Erscheinen der einzelnen Verhandlungspartner. Felipe von Ehveros samt seiner Tochter, waren schon vor Ort. Die junge Frau war wirklich h├╝bsch und das Kleid das sie trug unterstrich Amt und W├╝rde, die sie wohl sehr bald tragen w├╝rde.

Ihr Gro├čherzog war mit seiner Familie ebenfalls schon vor Ort. Sogar der Kronprinz Dreux Gifford de Souvagne war anwesend. Ebenfalls befand sich auch Zwergenk├Ânig Dunkelerz vor Ort und ein gro├čer Tiefling, von dem ihr Maurice berichtete, es handele sich bei ihm um den neuen Herrscher der Hohen Mark. Monique hakte sich bei Massimo ein und wartete gespannt darauf, wer noch alles erscheinen w├╝rde.

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Fabien Lacomb
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Re: Das Land Ehveros

#42

Beitrag von Fabien Lacomb » Do 22. Feb 2018, 18:15

Einen Rakshaner zwischen all den Allmanen zu finden, war eigentlich nicht sonderlich schwer. Allerdings hatte sich Tarkan zur├╝ckgezogen und dies sehr gekonnt. Fabien konnte es ihm nicht verdenken. Bereits bei Ankunft am souvagnischen Hof, war der Tarrik stark geschw├Ącht und angeschlagen gewesen und bedurfte medizinischer Versorgung.

Die Reise nach Ehveros, samt des Angriffs, der dabei stattgefunden hatte, tat sicher ihr ├╝briges dazu bei das es dem Tarrik nicht besser ging. Zudem hatte ein Teil des Angriffs Tarkan gegolten und er war es gewesen, der den Tiefling letztendlich dingfest machen konnte.

W├Ąhrend der Erstbegr├╝├čung dann wie ein Wilder behandelt zu werden, war sicher nicht dass, was sich der Tarrik von seiner Anreise versprochen hatte. Nicht abzustreiten war, dass die meisten Almanen Fremdl├Ąnder f├╝r unzivilisierte Wilde hielten. Fabien selbst sah dies etwas anders, allerdings auch erst, seit dem er Khawa kennengelernt hatte. Der Rakshaner hatte sich stets freundlich und zuvorkommend verhalten.

Volkszugeh├Ârigkeiten lie├čen sich ebenso wenig verleugnen, wie dass jede Einzelperson dennoch f├╝r sich stand. Ein Souvagner war nicht wie der andere, dennoch sagte man seinem Volk Sturheit nach. Die Tatsache war wohl schlicht und ergreifend, wie stur der Souvagner war. Ebenso verhielt es sich mit den Rakshanern. Die einen waren sicher mordende Wilde, andere wiederum lie├čen sich zu einen anderen Leben bekehren, wenn ihnen dadurch ein ├ťberleben in ihrer Wildnis m├Âglich war.

├ťberzeugen sein Leben zu ├Ąndern, konnte man aber kaum jemanden durch Gewalt, Beleidigungen oder indem man ihn ignorierte. Sie wollten schlie├člich ebenso etwas von Tarkan, wie der Mann sicher auch von ihnen.

In dem Fall war es angebracht und geboten, dass man nach dem Tarrik sah.
Nat├╝rlich konnte man fragen, stellte dieser Mann eine Kr├Ąnkung ├╝ber das Wohl aller? Im Umkehrschluss musste man sich dann aber selbst fragen, wie oft man selbst schon stur gemauert hatte, da man sich gekr├Ąnkt f├╝hlte.

Was dem einen Recht war, war dem anderen billig.

Und falls Tarkan wirklich so dachte, dann hatte dies eventuell auch seine Gr├╝nde. Einer war davon ganz gewiss, dass er mit den Nerven am Ende war und er keinen Nerv mehr f├╝r den Kampf um fehlende H├Âflichkeitsfloskeln hatte.

Wer wusste schon was der Rakshaner durchgemacht hatte um zu dem zu werden, der er heute war, w├Ąhrend Felipe und all die anderen kriegstreibenden Gro├čherzoge in all den Jahren im Warmen gesessen hatten.

Fabien teile die Meinung seiner Majest├Ąt, Krieg war kein Heldenmut, es war ein Gesch├Ąfts der Kriegstreiber, dass andere mit ihrem Leben teuer bezahlen mussten. Lacomb hoffte, dass durch diese eine vielleicht unbewusste Handlung, nicht alles ins Wanken geriet. Dies war ihre einzige Chance, die Zukunft f├╝r viele V├Âlker in eine bessere zu verwandeln. Und im Gegensatz zu den meisten anderen, sah er in Ricarda eine Chance. Gerade weil sie eine Frau war, sie w├╝rde die Dinge anders angehen.

Der Leibdiener hoffte, dass sich die Verhandlungspartner einig werden w├╝rden.

Falls nicht, tja... was dann? W├╝rde erneut Krieg ausbrechen? Hungersn├Âte waren garantiert zu erwarten. Und was w├╝rde mit seinem eigenen Land geschehen? Er kannte den Duc de Souvagne besser als jeder andere Mensch, er war die Person die Maximilien am n├Ąchsten stand. Und er wusste, dass dieser im Zweifelsfall alles in seiner Macht stehende tun w├╝rde um sein eigenes Land zu sichern und zu retten.

Aber wie weit wollte er dabei gehen? Wie weit konnten sie gehen? Selbst wenn es ihnen gelang, die Souvagne vollst├Ąndig abzuriegeln und schwerstens zu ├╝berwachen, bedeutete dies absolute Isolation. Denn schloss man die Welt aus, sperrte man sich selbst zwangsl├Ąufig ein.

Sein Herr war sehr traditionsbewusst und mochte ├änderung nicht sonderlich, aber waren diese zum Vorteil seines Volkes, lie├č sich der Duc gerne ├╝berzeugen. Er war stur, aber nicht unbelehrbar. Wobei stur das falsche Wort war. Sein Herr betrachtete die Dinge gerne von allen Seiten, bevor er ein Urteil ├╝ber etwas abgab.

Fabien musste auf die Weisheit seines Herrn zu vertrauen.
So wie Maximilien gerade auf ihn vertraute.

Im Grunde lag es nun an ihm, den Tarrik davon zu ├╝berzeugen doch noch an den Verhandlungen teilzunehmen.
Wie hatte Maximilien gesagt?
Du agierst in meinem Schatten.

Und genau das tat er im Moment. Er musste hinter den Verhandlungen vorverhandeln, damit die Verhandlungen noch stattfanden. Fabien blieb einen Moment stehen, atmete die kalte, winterliche Nachtluft ein und fragte einen der Ehverosser Dienstboten nach Tarkan.

Fabien musste sich durch die gesamte Burg durchfragen, bis er endlich den Tarrik fand. Tarkan lag ersch├Âpft drau├čen auf dem Boden und schlief. Lacomb beugte sich zu ihm herunter und f├╝hlte nach seinem Puls. Mit dem Mann war alles in Ordnung, nur war er extrem ersch├Âpft.

Der Leibdiener des Duc hob Tarkan ganz behutsam hoch und trug ihn zur├╝ck zu ihrem eigenen Quartier. Fabien brauchte daf├╝r l├Ąnger als er eingeplant hatte, aber es lie├č sich nicht ├Ąndern. Er setzte den noch schlafenden Tarkan in den Zuber, holte eine Waschsch├╝ssel und fing an ihm den gr├Âbsten Dreck aus dem Gesicht zu entfernen. Danach lie├č er ihm ein Bad ein, wusch den Mann sauber und rasierte ihn. Solange er in der N├Ąhe war, konnte dieser ruhig weiterschlafen. Ertrinken w├╝rde der Tarrik nicht.

Fabien r├╝ttelte Tarkan nach der Prozedur an der Schulter und hielt ihm einen Becher Kaffee unter die Nase.

"Wacht auf Tarkan. Die Verhandlungen beginnen in wenigen Augenblicken. Ich war so frei, Euch zu bergen, zu reinigen und Euch neu einzukleiden. Der Duc war in Sorge um Euch. Seine Majest├Ąt wei├č, dass Ihr die Begr├╝├čung vermutlich als Fauxpas oder gar als Affront aufgefasst habt. Aber wir bitten Euch dennoch, an den Verhandlungen teilzunehmen.

Ihr habt mehr erlebt und ├╝berstanden, als einen nicht dargebotenen Gru├č. Und Ihr habt vermutlich zehnmal mehr ├╝berlebt, als es der Gro├čherzog von Ehveros jemals musste. Es ist ein alter Mann Tarkan, dass habt Ihr doch gesehen. Schon bald, wird er seine Macht an seine Tochter ├╝bergeben. M├Âglicherweise schon heute.

Von uns allen ruhen die Hoffnungen auf den Verhandlungen. Eure doch ebenfalls Tarrik, sonst h├Ąttet Ihr nicht die beschwerliche Reise zu uns in Kauf genommen oder gar hierher. Soll dies alles umsonst gewesen sein, f├╝r den fehlenden Gru├č eines alten Mannes, der eventuell nur noch einige Tage auf dem Thron sitzt?

Mein Herr sch├Ątzt Euch, seid dessen versichert. Und bedenkt, was Ihr bereits in den Vorverhandlungen mit Zwergenk├Ânig Dunkelerz und dem F├╝rsten der Hohen Mark aushandeln konntet.

Bedenkt bitte, was Ihr dort drinnen f├╝r Euer Volk erreichen k├Ânnt und was Ihr an Chancen verlieren w├╝rdet, w├╝rdet Ihr dort nicht erscheinen.

Und nebenbei, ganz privat unter uns beiden Herr, vielleicht war es Felipes Absicht Euch in Misskredit zu bringen. Der Mann ist nicht harmlos, sondern ein Marionettenspieler. Werdet nicht zu seiner Puppe, indem Ihr so handelt, wie er es eventuell vorausgeplant hat. Er hielt Euch f├╝r einen Wilden. Nun denn, zeigt diesem Almanen doch wie zivilisiert Ihr tats├Ąchlich seid Tarkan.

An Eurer Optik werter Tarrik, wird es garantiert nicht mehr scheitern. Daf├╝r habe ich gesorgt. Ihr seht blendend aus, erlaubt mir diese Bemerkung. Begleitet Ihr mich?",
fragte Fabien respektvoll und band die entfilzten langen Haare von Tarkan mit einem Haarband zusammen.

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Skaldor Dunkelerz
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Re: Das Land Ehveros

#43

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Do 22. Feb 2018, 19:02

Der Verhandlungsrunde wurde immer gr├Â├čer es war jedoch klar wer reden w├╝rde und wer nicht, die Vertreter der jeweiligen Parteien hatten St├╝hle auf denen sie an dem gro├čen Tisch platz nehmen konnten. Skaldor nahm an der linken Seite von Filipe Platz nachdem er ihn nat├╝rlich begr├╝├čte in dem er, leicht den Kopf neigte. Golir war stets an seiner Seite und nahm genau neben Skaldor platz. Die jeweiligen St├╝hle waren einen halben Meter voneinander entfernt, der Blick des K├Ânigs blieb schmerzlich an der Zwergenpforte Dunkelbruch h├Ąngen. Auch hier war der Schmerz der Niederlage deutlich zu sp├╝ren, die Wut die in ihm wieder langsam brodelte war fast zum greifen nahe. Doch er rang seinen Zorn nieder, jeder der Parteien war zu weit gegangen und das schloss ihn und seine Entscheidungen mit ein.

Kurz nach ihm kam der Duc hinein den der Zwergenk├Ânig leicht l├Ąchelnd begr├╝├čte, ebenso kamen seine Gefolgsleute nach. Sie waren allesamt gut gekleidet und strahlten eine gewisse W├╝rde aus. Allen vor allem war der Duc es der das Wappen seines Hauses trug und dies mit vollem Stolz, er war ein gro├čer Mann keine Frage doch wie w├╝rde er sich bei diesen Verhandlungen wohl verhalten? Wie w├Ąren seine Standpunkte? Was seine Forderungen?

Als er so dar├╝ber nachdachte wurde er von einem Knall aus seinen Gedanken gerissen, die T├╝r flog auf und machte sich krachend bemerkbar. Es waren die S├Âhne des Ducs die einen Auftritt hinlegten der den Anschein hatte, als w├╝rden alle nur auf sie warten. Doch rettete es der Sohn in dem er alle Anwesenden begr├╝├čte und sich zu den anderen gesellte, der K├Ânig schaute den Duc kurz an und ein L├Ącheln umspielte seine Mundwinkel. Tsaagan kam ebenfalls mit seinem Begleiter herein und da erst bemerkte Skaldor das irgendwas mit diesem Mann nicht stimmte, er schaute sehr angestrengt in die Runde so als w├╝rde er nichts oder wenig sehen? Die Frage wo Tarkan war, war jedoch die richtige es fehlten nur noch er und die Delegation von Ledwick.

Ob sie wohl noch kommen w├╝rden?

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Ricarda von Ehveros
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Re: Das Land Ehveros

#44

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Do 22. Feb 2018, 19:25

Filipe war erleichtert das fast alle seiner Einladung gefolgt waren, der Duc ebenso der Zwergenk├Ânig waren bereits da. Ebenso die ganze Gefolgschaft des Ducs aber das hatte er auch nicht anders erwartet, den der Duc war eine h├Âchst wichtige Person und in seinem Land von allen geliebt, ebenso war seine Familie hier und das war Risiko genug. Doch es fehlten noch zwei Vertreter der jeweiligen L├Ąnder bevor sie beginnen konnten. Als Tsaagan eintrat war Filipe angespannt, das also war der Mann der die Hohe Mark regieren sollte? Der seinen guten alten Freund Rodrick den Thron raubte?! Es war ein Wilder aus dem Norden und dieser sollte an den Verhandlungen teilnehmen?! Eine Frechheit sowas hatte es zu Zeiten seiner Vorfahren nicht gegeben! Ein Skandal!

Seine H├Ąnde gruben sich in die Lehne an seinem Stuhl, in seinem Kopf kreisten Gedanken aller Art. Einer schlimmer als der andere, doch jeder auf seine Art verf├╝hrerisch. Ricarda hatte den Zorn bemerkt der in ihrem Vater gerade versuchte die Oberhand zu gewinnen, sie legte ihre auf seine um ihn zu beruhigen. Er erschrak erst und schaute schnell nach links und blickte in ihr Gesicht, gleich darauf erkannte er seine verstorbene Gattin in ihr wieder sie hatte so viel von ihr und irgendwie beruhigte es ihn.

Auf die Frage wo Tarkan war antwortete er ruhig und mit Zuversicht "ich hoffe, er st├Â├čt noch zu uns die Delegation aus Ledwick ist ebenso noch nicht eingetroffen" er bot durch die Bediensteten Trank und Speisen aller Art an, niemand sollte hungern oder Durst versp├╝ren. Drau├čen wurde es allm├Ąhlich dunkel und der Kamin in dem Raum wurde befeuert, ebenso wurden Kerzen angemacht und Lampen aufgestellt der Raum bekam somit einen eigenen ernsten Charakter, der F├╝rst lie├č St├╝hle f├╝r die Gefolgschaft des Duc heran schaffen. Doch sie sa├čen weiterhin am Rand der Tisch mit der Karte der bekannten Welt, war den Repr├Ąsentanten der jeweiligen Parteien vorbehalten.

Nach l├Ąngerer Betrachtung der jeweiligen Personen musterte der F├╝rst den Zwergenk├Ânig und seinen Berater nun etwas genauer, er hatte aus der N├Ąhe noch nie einen Zwerg gesehen. Ihr Mut und ihre Loyalit├Ąt waren Legend├Ąr ebenso ihre Krieger und Kampfkunst, was er ├╝ber sie wusste war das sie ein langes Leben hatten. Somit gelangten sie in den meisten F├Ąllen zur Weisheit oder starben jung in der Schlacht oder Kriegen wie diesen. Sie w├Ąren wertvolle Verb├╝ndete und ebenso starke Waffenbr├╝der, dachte er sich gerissen. Doch w├╝rde er es nicht sein der solche R├Ąnke schmieden w├╝rde, nein es war seine Tochter doch sie w├╝rde ihm Geh├Âr schenken keine Frage wem sonst?

Ricarda musterte die Anwesenden, es war sehr faszinierend den Duc zu sehen er strahlte eine St├Ąrke aus die man nicht einsch├Ątzen konnte. Seine S├Âhne hingegen machten hingegen den Eindruck das stille Wasser tief sein konnten doch dazu sp├Ąter oder in den n├Ąchsten Tagen mehr. Tsaagan war eine Erscheinung die sie noch niemals zuvor gesehen hatte, doch auch er hatte etwas exotisches an sich das sie interessierte, ob er nun die Hohe Mark regierte oder nicht war nicht von Belangen f├╝r sie, ihr war es wichtig das wieder ein Frieden herrschte der solide war und zwar unter allen egal wem. Die Zwerge waren so wie sie es sich vorgestellt hatte, kleine b├Ąrtige Krieger sie konnte es kaum abwarten sich mit all den G├Ąsten in ruhe zu unterhalten. Vor allem der Duc wusste vieles ├╝ber ihren Gro├čvater und ebenfalls ├╝ber ihre Mutter bevor sie verstarb, ihr Vater sprach nicht gern ├╝ber diese Themen doch Ricarda wollte vieles erfahren und das w├Ąren Informationen aus erster Hand.

Als gefragt wurde wo Tarkan war, wurde sie stutzig hoffentlich war ihm nichts passiert ebenso die Delegation aus Ledwick war noch nicht da. Sie konnten erst anfangen wenn alle dort waren, es w├Ąre schlichtweg unh├Âflich ohne sie zu beginnen. Sie h├Ątte gern etwas gesagt, doch bei den Begr├╝├čungen hielt sie sich an die Anordnung ihres Vaters, zwar h├Âchst widerwillig dennoch tat sie wie ihr mehr oder minder befohlen wurde, sie nickte zur Begr├╝├čung und ihr Vater stellte sie den Anwesenden vor, dieses Treffen w├╝rde Geschichte schreiben gar keine Frage.

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Das Chaos

Re: Das Land Ehveros

#45

Beitrag von Tarkan » Do 22. Feb 2018, 20:04

Tarkan sog gierig den Kaffeeduft mit der Nase ein. Noch bevor er ├╝berhaupt die Augen aufschlug, hatte er den Becher mit beiden H├Ąnden umfasst und schl├╝rfte den braunen Lebenssaft. Offenbar hatte Zickidul Recht, wenn er behauptete, dass Tarkan kaffees├╝chtig sei. Seine bestialischen Kopfschmerzen wurden merklich gemildert und seine grottenschlechte Laune besserte sich. Auch erh├Âhte sich sein Blutdruck so weit, dass er in Betracht zog, sich selbst als "wach" im Sinne von "nicht schlafend" zu bezeichnen. Wirklich munter war er nicht. Er war krank, ohne Zweifel, mordsm├Ą├čig erk├Ąltet mindestens. Es f├╝hlte sich jedoch eher wie eine beginnende Lungenentz├╝ndung an, denn jeder Atemzug lie├č ein belegtes Gef├╝hl in seinen Lungen aufkommen. Er konnte jedoch nichts abhusten. Vielleicht h├Ątte er doch in einem Zimmer schlafen sollen, anstatt auf dem gefrorenen Erdboden, so angeschlagen wie er seit den letzten Ereignissen schon zur Gen├╝ge war.

Einer der Almanen hatte ihn offenbar ├Ąu├čerlich auf die Verhandlungen vorbereitet, ohne dass Tarkan etwas davon mitbekommen hatte. Er war gewaschen, rasiert und seine Kleider abgeputzt. Der Mann band gerade seine Haare zusammen und redete aufmunternd mit ihm.

"Fabien?", fragte Tarkan erstaunt. Ja, er war sicher. Das war der Name des Mannes und es war obendrein irgendein enger Vertrauter des Ducs, so viel hatte er mitbekommen, auch wenn ihm keine Sau irgendwas hier erkl├Ąrte. Niemand machte sich die M├╝he, dem fremdl├Ąndischen Staatsgast, der v├Âllig ├╝berfordert mit den hiesigen Gepflogenheiten war, irgendwie bei der Eingew├Âhnung zu helfen. "Haben die S├Ącke ohne mich schon angefangen? Verdammt, so lange wollte ich doch gar nicht schlafen. Mir geht`s ziemlich bescheiden, Fabien. Ich h├Ątte auch gern jemand, der mir meinen ganzen Kram erledigt und mir zur Hand geht, so wie du f├╝r den Duc, dann w├Ąre es einfacher, als wenn man sich um alles selber k├╝mmern muss. Ich h├Ątte jemanden mitbringen sollen. Ich w├╝rde dir ja Trinkgeld f├╝r deine Hilfe hier geben, aber ich habe nie Geld besessen. Drum muss ich es bei einem Danke belassen. Hilf mir mal hoch."

Er krallte sich in Fabiens ├ärmel und zog sich auf die F├╝├če. Mit einiger M├╝he wickelte er seinen Turban neu, was in seinem Zustand eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Aber er wollte schlie├člich repr├Ąsentativ aussehen. Er lie├č sich von Fabien zur Versammlung f├╝hren. Ihm ging es derart mies, dass er sich an Fabien festhalten musste. Ihm wurde immer wieder schwindlig. Verdammtes Fieber. In den Saal trat er jedoch alleine ein. Erleichtert eilte er zu dem Stuhl am Kartentisch, damit er sich endlich setzen konnte. Man befand sich noch nicht in den Verhandlungen, stattdessen taxierten sich alle. Au├čer Tsaagan, aber der konnte auch niemanden taxieren, wie Tarkan bereits wusste. Alle W├╝rdentr├Ąger von Rang und Namen waren anwesend. Nun ja, fast, au├čer dem seinen war noch ein weiterer Stuhl leer. Er hatte keine Ahnung, was f├╝r ein Gru├č angemessen w├Ąre, mit diesen ganzen almanischen F├Ârmlichkeiten kam er durcheinander. Also sagte er gar nichts.

Er entdeckte den uns├Ąglichen Verr├Ąter Khawa, der den blassen Sohn des Ducs umwuselte. Tarkan h├Ątte schw├Âren k├Ânnen, dass er das letzte Mal dem anderen Sohn gedient hatte, aber diese Wei├člinge sahen irgendwie auch alle gleich aus. Es war kein Wunder, wenn er durcheinander kam. Er w├╝rde froh sein, dass hier hinter sich zu haben.

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Re: Das Land Ehveros

#46

Beitrag von Killian O'Noughton » Do 22. Feb 2018, 21:00

Killian sa├č nachdenklich in dem kleinen Sessel in dem Raum in dem er und Alan untergebracht waren. Einer der beiden Gardisten schob drau├čen Wache. Den anderen hatte der neue Count O'Noughton zum aus ruhen geschickt. Die beiden Gardisten sollten jeweils nach einer Tagesh├Ąlfte wechseln.

Alan sa├č auf dem Bett und lass eines der B├╝cher das er mitgenommen hatte. Der Leibdiener blickte auf als es an der T├╝r klopfte. Gekonnt legte er ein kleines Band in das Buch bevor er es zu kappte und an die T├╝r ging. Er ├ľffnete die T├╝r.
ÔÇ×Ja?ÔÇť
ÔÇ×Es ist Zeit, euer Herr m├Âchte bitte mit mir kommen,ÔÇť sagte ein Diener der vom Hofe Felipe war.
ÔÇ×Ich werde es ihm ausrichten, wartet bitte kurz,ÔÇťsagte Alan als sich die T├╝r wieder schloss.
Der Diener ging zu seinem Herrn der eigentlich die Worte von drau├čen vernommen haben musste. Killian gab keine Reaktion von sich. Er war zu tief in Gedanken versunken.
Mit einem leichten r├╝tteln von Alan kam er wieder zu sich.
ÔÇ×Die Zwerge haben die Antwort....,ÔÇť kam es aus dem wieder zu sich kommenden Killian.
ÔÇ×Was?ÔÇť
Fragte Alan leicht verwirrt seinen Herrn und Freund.

Killian brauchte noch einen Moment um die Situation zu analysieren.
ÔÇ×....Verzeih ,Alan. Ich war in Gedanken. Was gibt es?ÔÇť
ÔÇ×Die Verhandlungen beginnen,ÔÇť verk├╝ndete der Leibdiener.
Killian atmete noch einmal tief durch und erhob sich.
ÔÇ×Ich Verstehe.ÔÇť
Alan wollte noch einmal das Gewand zurechtr├╝cken, aber Killian gab ihm ein Handzeichen es zu lassen und machte es selbst.
ÔÇ×Alan, ich bin alt genug das selbst zu machen. Beantworte mir lieber eine Frage. Werde ich das richtige tuhen?ÔÇť
Der Leibdiener l├Ąchelte leicht und meinte: ÔÇ×Solange du dir diese Frage selbst stellte. Lautet die Antwort Ja. Weil du dir Gedanken um dein Handeln machst. Du solltest aufh├Âren an deinen Selbstzweifeln geeignet zu sein als Count. Lass uns lieber gehen. Man wird nicht ewig auf dich warten.ÔÇť

Killian nickte und ging zur T├╝r. Er folgte dem Diener begleitet von Alan. Er durfte zwar nicht mit hinein w├╝rde aber drau├čen auf seinen Herren warten wenn sie fertig waren. Im Saal in dem die Verhandlungen stattfanden verbeugte sich Killian leicht vor Felipe. Er war der letzte der Ledwick Delegation. Ohne auffindbaren K├Ânig ├╝bernahmen die f├╝nf unter ihm stehenden Counts die Verhandlungen f├╝r Ledwick. Die Vertreter f├╝r Ledwick waren deswegen Count O'Maes, Count O'Myan, Count O'Bright, Count O'Hought und Killian als Count O'Noughton.
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Re: Das Land Ehveros

#47

Beitrag von Golir Greifenfeder » Do 22. Feb 2018, 21:24

Golir bemerkte den Blick seines K├Ânigs der auf Dunkelbruch haftete. Auch die finster werdenden Gesichtsz├╝ge fielen dem alten Zwerg auf. Er lebte nun genug Jahre und hatte diesen Ausdruck schon zu oft gesehen. Der Artefaktmagier beugte sich leicht hin├╝ber zu Skaldor und fasste ihm leicht an die Schulter.

ÔÇ×Mein K├Ânig ich kann euer inneres Feuer verstehen. Haltet daran fest und nutzt es nicht f├╝r Wut. Befeuert damit die Sache wo f├╝r wir hier sind. Ein weiteres Dunkelbruch darf es nicht geben.ÔÇť

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Re: Das Land Ehveros

#48

Beitrag von Fabien Lacomb » Do 22. Feb 2018, 21:37

"Fabien?", fragte Tarkan.
Der Leibdiener des Duc beugte sich zu ihm herunter.

"Niemand hat ohne Euch angefangen Tarrik, seid unbesorgt. Dies w├Ąre ein gewaltiger Affront, den sich der gastgebende Gro├čherzog damit leisten w├╝rde. Nein, jeder ist an den Verhandlungen interessiert, wenn auch jeder aus seinen Gr├╝nden Tarrik. Ansonsten spricht nichts dagegen die Verhandlung "zur st├╝rmen" und um eine Wiederholung des gesagten oder um ein Pausieren zu bitten.

Hier nehmt das P├Ąckchen Grippepulver. Bevor Ihr fragt um was es sich handelt, es ist ein Allzweckmittel gegen Infektionen. Hergestellt wird es aus Pulver vom Kranichschnabel, Pelargonien, Bertram Pulver. Bertram ist eine kamillen├Ąhnliche Heilpflanze und Muskatnuss.

In Kombination mit Brot hilft das Mittel gegen Herzschmerzen, bei Schnupfen kann es durch die Nase eingeatmet werden, Husten kuriert Ihr, indem das Grippepulver in Omelette eingebacken zu Euch nehmt und bei Heiserkeit empfahl mein Vorg├Ąnger angew├Ąrmten, mit dem Grippepulver versetzten Wein. Auch gegen Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen hilft es. Es wirkt, nehmt es am besten w├Ąhrend der Verhandlung mit einem Schluck Wein und esst dazu etwas Brot.
Altes Hausrezept der Leibdiener um Ihren Herrn wieder fit zu bekommen, wenn Ihr so m├Âchtet.

Tarrik, zu Eurer Information einem Leibdiener gibt man niemals Trinkgeld!
Dies ist eine ehranr├╝chige Beleidigung. Damit sagt Ihr mir, dass ich entweder dieses Zubrot der Spende ben├Âtige, da ich in meinem Beruf unf├Ąhig bin. Oder schlimmer noch, meine Loyalit├Ąt sei von fremder Hand k├Ąuflich.

Ihr k├Ânnt und sollt gerne jeder guten Schankmaid oder jedem Kellner f├╝r seine Dienste etwas Geld zustecken, aber ich bin das pers├Ânliche Eigentum des Duc. Ihr m├╝sst mich nicht bezahlen, oder mir danken Tarrik. Ich diene hier dem Duc, den dieser ordnete an, dass ich nach Euch schauen m├Âge. Folglich komme ich nur meiner Pflicht nach. Auch wenn Ihr ein sehr angenehmer Umgang seid. Das sei dazu gesagt. Ihr seid ebenso angenehm wie mein Herr. Der Leibdiener der Euch vielleicht einst dienen wird, wird froh sein Euch Herr nennen zu d├╝rfen.

Genug der privaten Konversation Tarrik. Steckt bitte Eure Medizin ein und vergesst nicht, vor Einnahme ein St├╝ck Brot zu essen. Nicht dass es nachher hei├čt, ich h├Ątte Euch betrunken gemacht",
schmunzelte Fabien.

Lacomb geleitete Tarkan mit sicherem Griff zum Verhandlungsraum. Da der Tarrik sich stillschweigend setzte, ergriff Fabien f├╝r ihn das Wort.

"Es erscheint Tarrik Tarkan, Regent und Heerf├╝hrer der Chaostruppen. Er entbietet dem Gro├čherzog Felipe von Ehveros seinen Gru├č. Die almanischen Gepflogenheiten sind unserem werten Gast noch nicht hinl├Ąnglich bekannt, weshalb meine Person f├╝r den Tarrik das Wort ergreift", erkl├Ąrte Lacomb und verbeugte sich.

Fabien wartete ab, bis Tarkan sicher Platz genommen hatte, dann erst bezog er Stellung genau hinter dem Stuhl des Duc. Er legte Maximilien kurz die Hand auf die Schulter, als Zeichen dass alles in Ordnung war.

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Re: Das Land Ehveros

#49

Beitrag von Khawa » Fr 23. Feb 2018, 08:05

Khawa l├Ąchelte zur├╝ck, sein breites, ungeniertes Rakshanerl├Ącheln. Er stellte in diesem Moment fest, dass er Jules noch nie mit offenem Haar gesehen hatte. Jules` Gesicht sah deswegen irgendwie gleich ganz anders aus. Oder hatte er eine neue Gesichtscreme? Nein, das lag an der anderen Frisur. Khawa musste ihm die ganze Zeit auf die Haare schauen. Wie fl├╝ssiges Silber fielen sie um seine Schultern. Sie sahen weich aus. Khawa wollte sie gern anfassen, an sein Gesicht pressen, daran riechen und sp├╝ren, wie sie sich anf├╝hlten, wenn sie so weich geb├╝rstet waren. Sonst trug der Chevalier sie immer als Zopf und von dem dauernden Tragen der Kapuze waren sie stets durcheinandergebracht und verkn├Ąuelt, wenn sie denn ├╝berhaupt mal zu sehen waren.

"Ihr seht sch├Ân aus, Jules", schmachtete er verliebt.

F├╝r Khawa war die Welt gerade in bester Ordnung, Krieg hin oder her. Er stellte sich ein wenig seitlich hinter Dreaux, n├Ąher zu Jules hin, so nah, bis er seine K├Ârperw├Ąrme sp├╝rte. Oha, das sollte er nicht tun. Er r├╝ckte doch wieder einen Schritt weg, ehe das sich anbahnende Unheil seinen Lauf nehmen konnte und a├č ebenfalls ein St├╝ck Orange.

"Das ist f├╝r die Prinzen", fl├╝sterte Nathan und zog die gef├╝llte Schale weg, aus der sich scheinbar jeder meinte bedienen zu m├╝ssen. "Jetzt konzentriere dich doch mal auf deine Arbeit!"
"Mach ich doch", verteidigte sich Khawa. "Ich kann mich auf Vieles gleichzeitig konzentrieren. Darum war ich auch Tarrik und du nur Barde, wenn auch ein sehr guter."
Nathan bekam rote Ohren und sagte gar nichts mehr. Das kleine Lob hatte ihn entwaffnet und er w├╝rde nicht weiter nerven. Khawa nahm ihm die Schale aus der Hand und hielt sie zu Jules her├╝ber. Die Prinzen w├╝rden sich schon melden, wenn sie das Obst zur├╝ck haben wollten.

Ihm entging nicht der kurze, aber sehr feindselige Blick seines alten Anf├╝hrers, der sichtliche M├╝he gehabt hatte, sich auf den Beinen zu halten. Besorgt runzelte Khawa die Stirn. Tarkan war kein Jammerlappen. Wenn es ihm derart offensichtlich mies ging und man davon ausging, dass er das meiste ├╝berspielte, dann ging es ihm wirklich verdammt mies. Er h├Ątte es gern dem Duc gesagt, aber der sa├č ja schon am Kartentisch.

"Sch├Ânes Pink ├╝brigens", schnurrte Khawa zu Nathan her├╝ber.
Der blickte entgeistert an sich herunter. "Du hast mir gesagt, das sei Blau!", fl├╝sterte er entsetzt.
"Ist es doch auch f├╝r einen Farbenblinden. Pink ist doch schon immer dein Lieblingsblau gewesen, warum solltest du aufh├Âren, es zu tragen?" Er blinzelte ihm zu. Das Rot breitete sich von Nathans Ohren ├╝ber seinen ganzen Kopf aus. "Keine Sorge. Es passt wirklich gut zu dir", meinte Khawa schmunzelnd.
"Das n├Ąchste Mal frage ich Ferrau", erwiderte der Barde mit erstickter Stimme.
Khawa blickte zu Ciels neuem Diener hin├╝ber, um zu schauen, ob der sich nicht davon ├╝berzeugen lie├č, Nathan bei der Farbwahl in Khawas Sinne zu helfen. Auch Nathan blickte zu ihm und beide starrten den Neuling gleichzeitig an.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Jules de Mireault
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Re: Das Land Ehveros

#50

Beitrag von Jules de Mireault » Fr 23. Feb 2018, 22:07

Jules grinste verlegen aufgrund des Kompliments von Khawa, w├Ąhrend Gufo halb die Augen schloss und sein Brustgefieder aufplusterte.

"Vielen Dank Rousseau, Du ebenso", schmunzelte Jules vergn├╝gt und nahm sich gut gelaunt etwas von den dargebotenen Getr├Ąnken.

Khawa r├╝ckte n├Ąher, aber schon einen Augenblick sp├Ąter entzog er sich Jules wieder. Was dann geschah war die H├Âhe. Khawa schnurrte und schmunzelte was das Zeug hielt, nur leider an die falsche Adresse. Balzte Khawa tats├Ąchlich Nathan an?!? Nathan wurde rot, Jules tat ihm den Gefallen und nahm die gleiche Farbe an, wenn auch aus einem v├Âllig anderen Grund. De Mirault sah eher aus wie ein Dampfkessel kurz vor dem Platzen.

Der Chevalier musterte Khawa streng, der Blick von Jules war nicht weniger stechend als der seines Greifvogels, der mit scheinbar vor Wut gl├╝henden Augen auf der Schulter von de Mireault sa├č und Khawa anstarrte.

"Nathan hat Recht, widmet Euch Eurer T├Ątigkeit Rousseau", ermahnte ihn der Chevalier leise. Jules setzte sich auf die von Gro├čherzog Felipe freundlicherweise bereit gestellten Sitzm├Âglichkeiten und ignorierte Khawa so gut er konnte. Jedenfalls schaute er demonstrativ in eine andere Richtung, w├Ąhrend Gufo jede noch so kleine Bewegung von Khawa im Auge behielt.

Ferrau hingegen beobachtete gelangweilt das Gepl├Ąnkel zwischen Nathan und Khawa, ab und an schaute er nach dem Prinzen Ciel, aber sein Herr sah nicht so aus, als ben├Âtige er gerade seine helfende Hand. Ferrau war froh ├╝ber seinen neuen Herrn.

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