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BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2016, 17:19 
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Volk: Ork
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Das Chaos (1)
Der Abstieg war nicht gerade mühsam oder sogar anstrengend er war einfach nur grauenhaft. Es wurde mit jedem Schritt beklemender und Ragosh hatte bei den Pausen die sie machten furchtbare Träume, er sah in diesen Träumen wie sich Felswände öffneten und riesige Zähne ihn mit Haut und Haar verschlangen.

Gerade als sie erneut eine Pause engelegt hatten träumte er erneut, es war wieder ein riesiges Maul was ihn verschlingen wollte. Er fuhr hoch und war sofort wach, er sah sich um und manche Düsterlinge die in seiner Nähe saßen schauten ihn neugierig an. Grunzend machte er klar das sie ihre Blicke woanders wuseln lassen sollten.

Ragosh stand auf und sah sich um, er war froh das dieses eingebildete Weibsbild nicht mehr dabei war. Gerade als er diesen Gedanken zu ende gedacht hatte, sah er den Leiter der Expedition in die Szenerie eintreten. Zu seiner rechten hatte er ein neues Mitglied im schleptau es war eine spitzohrige Prinzessin!

Als er erneut auf den Zwischenfall mit dem anderen Spitzohr hinwieß und in seine Richtung schaute bleckte Ragosh leicht die Zähne, sagte jedoch nichts. Das Geräusch was nun zu hören war, war sicherlich nicht gerade dazu gedacht die Stimmung anzuheitzen. "Lasst uns den Weg nehmen" alle schauten zu dem Ork und er stockte, welcher stand überhaupt zur Auswahl? Er schaute verlegen zu der Albin "nun den ihr nehmen würdet". Alle schauten erneut zu der Albin und Ragosh war somit erstmal aus dem Schneider.

Seine Habseligkeiten aufnehmend stand er da und freute sich nun das es, richtig los ging sie waren mittendrin und seine Burg war nicht mehr weit entfernt.
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BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2016, 17:11 
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Volk: Lichtalbin
Beiträge: 6
Tharnil musste erstmal schlucken, als alle sie anblickten und sah sich nach Mummenschanz um, aber von ihm war nichts zusehen. Doch Tharnil fing sich schnell wieder. Mit fester Stimme antwortete sie: "Vorwärts weiter in den langen Tunnel. Ihr Farrinur geht voran, nehmt einige von den Düsterlingen mit und Firxas ihr sichert mit Leviathan uns von hinten, was immer sich uns zu nähern scheint, haltet es auf.
Ragosh bleibt bei Schrulla und mir. Und jetzt vorwärts!"

Die Albin mochte Orks nicht sonderlich, wusste aber durchaus ihre Kampfkraft zu schätzen, daher schien es ihr am klügsten Ragosh in der Mitte bei sich und der Zwiebelhexe zuhalten. Schließlich waren sie beide die schwächsten Kämpfer.So würde sie Ragosh auch im Auge behalten, ihr war nicht der Blickwechsel zwischen dem Ork und Mummenschanz entgangen, was ihr Misstrauen gegen beide noch verstärkte.

Und ohne weitere Worte liefen sie los.
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BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2016, 18:40 
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Volk: Tiefling
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Das Chaos (1) Rote Laterne (1) Top Charakterbogen (1)
Der Herr Expeditionsleiter tat, als hätte er die Anweisungen Tharnils nicht gehört, ging einmal um die Ecke und war hernach - wieder einmal - verschwunden. Schön, wie er sich wieder einmal aus der Verantwortung zog. Langsam nervte das. Firxas blieb demonstrativ sitzen, als die Albin ihre Befehle verteilte und putzte seine Backenzähne mit der Kralle seines kleinen Fingers. Er war es gewohnt, Befehle von Leuten zu erhalten, die diese notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen vermochten. Die Dame gehörte eindeutig nicht zu dieser Sorte. Warum also hätte er ihr folgen sollen? Urako hätte sicher Einiges zu sagen, wenn eine Frau ihm versuchen würde, Befehle zu erteilen, aber der war ja nicht da. Firxas war im Gegensatz zu ihm kein Großmaul, er begnügte sich damit, unbeeindruckt dreinzublicken und Essensreste zwischen seinen Zähnen hervorzupulen - und sich nicht einen Fingerbreit vom Fleck zu bewegen.

Die Düsterlinge kicherten und tuschelten, als sie die Unstimmigkeiten im Team bemerkten und scharten sich um ihre Lieblingsteammitglieder. Sie erwarteten eine handfeste Auseinandersetzung, denn unter Ihresgleichen würde eine Differenz entsprechend enden. Die männlichen Düsterlinge bildeten eine Traube um Ragosh, den sie zwischen ihrem Gekicher und Gezische fragend anschauten. Ein besonders freches oder lebensmüdes Exemplar setzte sich auf die breiten Schultern des Orks, hielt sich an seinem Kopf fest und schaukelte begeistert mit den Beinen.

Die Weibchen und Kinder hingegen lungerten um Farrinur herum, unter den unterschiedlichsten Vorwänden zupften sie ständig an dem jungen Mann herum. Ein Weibchen war der Meinung, dass der Zeitpunkt einer Nackenmassage nun äußert günstig wäre und begann die Muskeln des Farisin zu kneten. Die anderen Weibchen warfen ihr eifersüchtige Blicke zu.

Der Kundschafter Terc hielt sich von den anderen Düsterlingen fern, da sie ihn immer noch am liebsten tot sehen wollten und ihn dies sehr deutlich spüren ließen. Er lebte nur darum überhaupt noch, weil er sich in der Nähe von Firxas hielt, in dessen Gegenwart niemand Terc anzugreifen wagte. Die ganze Zeit zeigte er nervös auf die Wand und machte Wellenbewegungen mit der Hand, doch niemand verstand, was er damit ausdrücken wollte.

Der Harpyr Nox fragte missmutig: "Und was wird jetzt mit dem Essen?" Er hatte die Rast zum Anlass genommen, den alten Eintopf aufzuwärmen, verfeinert mit einer der kleinen Zwiebelkreaturen, die er für äußert aromatisch befand. Und nun wollten plötzlich alle aufbrechen? Auch noch in unterschiedliche Richtungen?

Donwolf Tatterwatter, der Arzt, packte bereits seine Utensilien zusammen. "Madame, ihr habt Recht", sagte er zu Tharnil. "Der sichere Weg ist der einzig Richtige. Was nützt uns die Zeitersparnis, wenn wir das Ziel nicht erreichen, weil wir tot sind?"

"Pah", grunzte Firxas. "Ich halte es wie der Bursche da." Er nickte mit dem Kopf in Richtung von Farrinur. "Je schneller wir das alles hinter uns haben, umso eher haben wir unsere Burg. Nehmen wir den kurzen Weg."

Das Rumpeln verstärkte sich, einige Steine rieselten von der Decke (und in den Eintopf, Nox verrührte sie rasch), dann war es wieder still.

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BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2016, 19:41 
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Volk: Ork
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Das Chaos (1)
Es sah so aus als würde es wieder zu kommen das dieser bund gewürfelte Haufen wieder ins stocken geraten. Die Albin sprach den Weg an und ein paar machten die ersten Schritte in die besagte Richtung jedoch blieben sie bald stehen und die Düsterlinge kicherten und scharten sich um verschieden Personen. Ragosh drehte sich um und sein Gedulsfaden der von Natur aus bereits dünn war, wurde hier und jetzt auf eine ungeheure Belastungsprobe gestellt.

Nicht nur das sie unter der Erde waren, nein es rumpelte auch noch und hier unten stimmte irgendwas nicht und sie sollten schleunigst weiter ziehen. Doch das taten sie nicht und als er sich umgedreht hatte sah er auch den Grund dafür. Dieser fette eklige Sack Namens Firxas saß auf einem Stein und pulte in seiner hässlichen Visage herum und machte keine anstallten seinen fetten Hintern hoch zu bewegen.

Der Einwand den er hatte war berechtigt und auch nachzuvollziehen, der kürzere Weg war vielleicht der schnellere doch war es auch der sichere? Das war dem Ork gleich er merkte förmlich wie seine Kiefer knirschten und die Wut langsam in ihm hoch kochte. Die Mänchen des Rudels feierten es bereits und einer dieser kleinen Scheißer sprang auf seine Schultern und gerade als seine Hände den Kopf des Okrs zu packen ersuchten, ging alles ganz schnell. Ragosh griff beherzt nach oben und bekahm den Düsterling irgendwo zu packen er warf ihn hinunter auf den Boden.

Brüllend stand Ragosh über ihm er richtete sich auf und trat den Düsterling ein paar Meter weit, der quiekend und unter Schmerzen für ein paar Momente auf dem Boden liegen blieb. Gleich darauf sah er Firxas an und fuhr ihn an "du da! Wir gehen jetzt diesen Weg!" er deutete auf den Weg den die Albin vorgeschlagen hatte. "Wir bleiben alle zusammen!" es war schwer für Ragosh sich zu beherschen, doch es gelang ihm irgendwie.

"Beweg dich und deinen Wams gefälligst oder ich spalte dir deinen Schädel!" die Augen des Orkes funkelten wild und er hatte Mühe sich zu konzentrieren, um nicht die Beherschung zu verlieren. Er drehte sich herum und schritt voran, er hoffte das Firxas nichts erwiederte was ihn jegliche Kontrolle verlieren lassen würde. Irgendwas stimmte hier unten nicht und sie mussten hier weg, egal wohin dieser Gang führte, er hoffte das die anderen es genauso sahen.
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BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2016, 20:01 
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Volk: Tiefling
Beiträge: 200
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Chronist in Bronze (1) Rote Laterne (1)
Eine ging eine andere kam und wer der kam gefiel ihm. Er betrachtete die Albin abschätzig und konnte nicht leugnen das ein gewisses Interesse an ihr bestand. Sie zu züchtigen und ihr die Wonnen der Lust aufzuerlegen wäre bestimmt eine große Freude und nach dem Abstieg eine Abwechslung. Sie war also nun die neue rechte Hand vom Verschwindibus. Mal sehen wie sich machte. Seine Lust sie zu züchtigen stieg noch als sie ihm befahl mit diesem Fettsack und dieser Missgeburt von einem vermenschlichten Dämonen die Hintertür zu bewachen. Niemals würde er mit diesem Kerl, er schielte kurz zu ihm herüber und es ekelte ihn an wie er sich die Zähne putzte, zusammen auf engsten Raum marschieren. Sollte sich doch der Ork dieses Vergnügen gönnen. Zu seiner Verwunderung hatte dieser sich bei der Albin versucht ein zu schleimen. Die kleinen Viecher um sie herum fingen auch langsam an zu nerven und wenn er nicht so beherrscht wäre würden einige von ihnen bereits nicht mehr da sein. Die Stimmung war im gesamten Team etwas gereizt und es fehlte nur noch das Fünkchen was das Öl zum brennen brachte. Nun hörte er den Fettklops sagen das er der Meinung des Jünglings war. „Ich...“ setzte Leviathan nahtlos an Firxas Worte an „...bevorzuge aus taktischen Gründen den sicheren Weg. Unsere Gruppe besteht aus Entschuldigt wenn ich das so sage nicht gerade Kampferprobten Soldaten die auf Gefahren reagieren können. Einige von uns können nicht mal Kämpfen und ob diese Viecher“ er wies auf die Düsterlinge „ hier das Zeug haben um zu Kämpfen bezweifle ich. Verschwindibus wird uns auch nicht zu Hilfe eilen wenn wir in der Klemme stecken. Daher bin ich der Meinung unserer neuen Leiterin.“ Er endete und blickte sich um . Die Zeichnungen waren interessant, doch Deuten konnte er diese nicht. Hoffentlich fand er das was er suchte da unten und kam dann Lebend wieder raus. Mit diesem Artefakt würde er die Gunst des Gottes eventuell erlangen und dieser würde ihn wieder zu einem vollen Dämonen machen. Es rumpelte kurz und einige Steine fielen herab. Die Stille die dann folgte gefiel ihm nicht. Schon die ganze Zeit, fühlte er sich verfolgt und beobachtet.

Da brach plötzlich die Decke ein und eine riesige Staubwolke hüllte die Gruppe ein. Dann ertönten Schreie. In ihnen hallte der Schmerz und ihr Töne sagten ihm das Leben genommen wurde. Langsam legte sich die Staubwolke und gebar etwas Scheußliches. Keine Ahnung wo das Ding hergekommen war oder wie es hieß, es war einfach nur Riesig und hässlich. Eine Art Wurm doch um einiges Größer als seine Artgenossen. Die Haut schien nur aus Schuppen zu bestehen. In seinen riesigen Schlund verschwanden gerade einige Düsterlinge mit Felsbrocken. Das Chaos brach aus und Rakshor hätte sich gefreut. Die verbleibenden Düsterling schrien durcheinander und liefen auch Kreuz der Quere. Einige versuchten das Monster anzugreifen doch ihre Angriffe blieben erfolglos. Das Biest wandte sich zur Gruppe um. Die winzigen Augen fixierten die Gruppe und die Körpersprache des Wesen bedeutete nichts Gutes. Ohne es zu wollen fragte Leviathan mit viel Sarkasmus in der Stimme „Und nun Albin wie lauten eure Befehle?“. Dann machte er sich auf einen Kampf bereit. Ohne es zu wollen jedoch schlich der Gedanke ein das er nur mit großen Glück aus diesem Kampf lebend gehen würde...

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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2016, 14:35 
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Volk: Lichtalbin
Beiträge: 6
Tharnil ging auf Leviatans sarkastische Frage nicht ein. Fasziniert betrachtete sie den riesigen Wurm.Sie hatte von dieser Kreatur in alten Legenden gelesen, aber noch nie mit eigenem Augen gesehen.

"Ich las vor einiger Zeit von diesen Würmen.Wenn es stimmt, was die alten Aufzeichnungen sagen, ist die einzige verwundbare Stelle der Unterleib.Am Bauch haben sie keine Schuppen. Wir müssen das Biest dazu bringen sich aufzurichten um damit es seine verwundbare Seite entblößt. "
Tharnils Gedanken rasten. Ihr Blick fiel auf die Suppe des Kochs in der auch einige von Schrullas merkwürdigen Zwiebeln schwammen und ihr kam eine Idee.

Tharnil schnappte sich die Zwiebeln und fuhr den Koch an: Gebt mir die schärfsten Gewürze, die ihr habt. Sofort! Der verängstigte Koch reichte ihr ein einige rote Schoten.
"Mal sehen wie dir das bekommt "rief die Albin." Ich wünsche einen guten Appetit! " Der Wurm, auf die Lichtalbin aufmerksam geworden, begann sich ihr zu nähern. Mit lauten Rufen lockte Tharnil die Kreatur in ihre Richtung, so daß der Wurm die anderen nicht mehr beachtete und ihr sein aufgerissenes Maul zuwandte.

Da begann Tharnil die Zwiebeln und Schoten in seinen riesigen Schlund zu werfen. Sie hoffte inständig, daß ihr Plan aufging und wurde nicht enttäuscht. Plötzlich bäumte sich der Wurm auf und Würgekrämpfe duchfuhren seinen Leib der empfindliche Bauch lag frei.
"Jetzt stecht zu, schnell ! "rief Tharnil den anderen zu.
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BeitragVerfasst: Mo 21. Nov 2016, 10:18 
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Volk: Farisin
Beiträge: 28
Der Ersatz für Vivali bestand ebenfalls aus einer Albin. Im Gegensatz zum Schattentänzer wirkte sie jedoch um einiges vornehmer und war nicht über und über mit Steinen behängt. Farrinur nickte ihr freundlich zu.
Als sie ihm jedoch Widerworte gab, verdüsterte sich seine Miene etwas.
„Wenn wir verhungern, weil der Weg nie endet, kann man das kaum als „lebend“ bezeichnen“, murrte er jedoch bloss.

Tharnil beliess es aber nicht etwa bei ihrer Aussage, sondern begann wie selbstverständlich Kommandos zu verteilen. Farrinur blickte sich irritiert nach Mummenschanz um. Hatte dieser ihnen diese Frau wirklich als Anführerin vorgesetzt, oder nahm sie sich einfach etwas für zu voll?
Firxas schien dieser Meinung zu sein, denn er setzte sich demonstrativ auf einen Stein und begann mit einer sehr umstrittenen Körperpflege. Ausserdem teilte er Farrinurs Meinung und plädierte für den kürzeren Weg. Auch ihm schien die Truppe an den Nerven zu nagen.

Mit Interesse beobachtete auch Schrulla, wie Ragosh sich auf die Seite der Albin stellte und tatsächlich Firxas anpfurrte. Die Alte freute sich bereits auf die nächste Prügelei, war jedoch auch der Meinung, dass nun nicht der richtige Zeitpunkt dafür wäre. Sie nickte Leviathan zu, obwohl sie sich sicher war, dass er sie ebenfalls nicht gerade als kampferprobt bezeichnen würde.
Im nächsten Moment wurden die Teilnehmer jedoch in ihrem Gezanke unterbrochen, denn das Poltern wurde stärker und Staub und Steine rieselten von der Decke. Schrulla schlurfte etwas zurück, weg von dem Gefahrenherd und beorderte ihren Schemel herbei, der in einer Ecke stand und wie Espenlaub zitterte.
„Nun hab di net so“, knurrte sie ihn an.

Im nächsten Moment brach das Vieh aus dem Gestein hervor. Farrinur teilte für einen kurzen Augenblick die Begeisterung mit Tharnil, ein solch beeindruckendes Wesen zu Gesicht zu bekommen, als der dicke Wurm jedoch seinen Schlund aufriss, verging ihm sein Glück.
Während die anderen noch vor Schreck erstarrt waren, reagierte die Albin geistesgegenwärtig. Mit Zwiebeln bewaffnet stürmte sie auf den Wurm zu. Ist die etwa lebensmüde?
Einen Moment schien ihr Plan aufzugehen, die dicke rosa Wurst bäumte sich auf und gab den Bauch frei.
„Jetzt stecht zu, schnell!“, rief die Albin, welche wagemütig in der ersten Reihe stand.
Farrinur verfluchte sich dafür, sein Schwert verloren zu haben und sein Bogen war auch unnütz geworden, als er zu Bruch ging.

Der fette Wurm fixierte Tharnil unterdessen und wölbte seinen Oberkörper in ihre Richtung. Gleichzeitig schien er sich zu verkrampfen, dann konnte man plötzlich würgende Geräusche ausmachen. Als Farrinur erahnte, was gleich passieren würde, rannte er auf die Albin zu.
Er sprang im selben Moment ab, als der Wurm eine schleimig gräuliche Flüssigkeit von sich gab. Leider war er nicht schnell genug. Trotzdem prallte er in vollem Lauf gegen die Albin, und mit seinem Schwung brachte er beide zu Fall. Sie rollten gemeinsam über den Boden und blieben einige Meter weiter liegen, über und über mit dem graugrünen Rotz vollgesaut. Die Masse war unglaublich harzig, so dass die Albin und der Farisin hilflos aneinander kleben blieben und es nicht schafften, sich wieder aufzurichten.
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BeitragVerfasst: Mi 23. Nov 2016, 07:09 
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Volk: Tiefling
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Das Chaos (1) Rote Laterne (1) Top Charakterbogen (1)
Die Köpfe der Düsterlinge drehten sich alle gleichzeitig in die selbe Richtung und folgten der Flugbahn ihres Artgenossen. Mit einem langgezogenen "Aaaaaaaaahhh!" zischte dieser an Firxas vorbei und landete den Geräuschen nach zu urteilen krachend in einem Gepäckberg. Sehen konnte Firxas das nicht, weil er stattdessen in Richtung des Orks schaute, der ihn nun anraunzte.

"Du da! Wir gehen jetzt diesen Weg!" er deutete auf den Weg den die Albin vorgeschlagen hatte. "Wir bleiben alle zusammen! Beweg dich und deinen Wams gefälligst oder ich spalte dir deinen Schädel!"

Firxas, der bis gerade eben noch mit der Klaue des kleinen Fingers an seinen Zähnen herumgekratzt hatte, ließ die Hand nun sinken. Die Düsterlinge bildeten eine keifende Mauer hinter dem Ork. Sie kreischten und warfen mit herumliegenden Steinen nach Firxas, während sie Ragosh wiederholten. "Genau! Beweg deinen Wams!"

Wieso war eigentlich nicht der Ork Anführer der Expedition geworden? Der verstand wenigstens etwas davon, die Leute zu motivieren, ganz im Gegensatz zum Herrn Expeditionsleiter, der nie da war und wenn, dann viel zu wenig herumbrüllte, sondern schon fast gelangweilt schien. Langsam erhob Firxas sich. Hinter ihm keifte Terc auf Demonai, wohl um sich bei ihm einzukratzen. Der andere Düsterling rappelte sich meckernd aus dem Gepäck auf. Er gesellte sich nun ebenfalls zu Firxas, mit hasserfülltem Blick in Richtung Ragosh. Das war ja lustig. Von diesen Kreaturen sollte er irgendwann einmal vor etlichen Generationen seinen Schweif geerbt haben. Unwillkürlich bewegte er diesen. Ein Wunder, dass sie inzwischen nicht ausgestorben waren, andererseits vermehrten sie sich ja auch wie die Karnickel.

Dann brach die Decke ein und ein riesiger Wurm drang in die Höhle. Ein Tumult entstand. Die Düsterlinge johlten und sprangen alle gleichzeitig auf das Tier, um es zu kratzen und zu beißen. Genau so gut hätten sie eine Wurst aus Granit attackieren können. Der Wurm ging zum Angriff über. Die Albin erwies erstaunlichen Einfallsreichtum und goss ihm den widerlichen Eintopf in den Rachen, worauf der Wurm sich erbrechen musste. Nox heulte auf, Firxas lachte. Ansonsten tat er nichts. Das Vieh war ihm eindeutig eine Nummer zu groß, er war ja nicht lebensmüde, nur weil er Söldner war. Amüsiert beobachtete er Tharnil und Farrinur, die vollgekotzt worden waren und nun aneinanderklebten. Hilflos rollten sie im Doppelpack über den Boden und versuchten wohl, sich auf diese Weise aus der Reichweite des Wurms zu befördern. Ein paar Düsterlingfrauen sprangen kreischend ihrem Helden hinterher, um ihn zu befreien, stellten sich dabei jedoch selten dämlich an und blieben ebenfalls kleben. Ein riesiges herumrollendes Knäuel entstand, das einen Heidenlärm veranstaltete. Der Wurm kroch ihnen zielstrebig mit aufgerissenem Rachen hinterher. Nun gut, vielleicht sollte er nun doch etwas tun, ehe der Mummenheini es sich anders überlegte mit seiner Bezahlung.

Der Eintopf bestand, etliche Male verdünnt, zu einem Großteil aus Wasser. Der Teil, der sich noch nicht im Magen des Untiers befand, sondern daneben gespritzt war, war möglicher Weise noch zu etwas nütze, der Topf war ja ziemlich groß gewesen. Firxas streckte eine Hand mit gespreizten Fingern aus. Der Eintopf erhob sich wie ein braunes Gespenst. Es wurde immer länger und dünner und kroch als flüssiges Seil um den vermeintlichen Hals des Tieres. Dann zog Firxas die Schlinge zu. Schweiß lief seinen Rücken hinab, es kostete ihn sehr viel Kraft, diese Einwirkung aufrecht zu erhalten, er war nicht gerade der Beste seines Fachs. Der Wurm bäumte sich auf, rollte und wogte, in dem Versuch, die Bedrohung abzuschütteln.

"Macht hin, ich kann das nicht lange halten!" Firxas ausgestreckte Finger begannen bereits zu zittern.

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BeitragVerfasst: So 27. Nov 2016, 13:16 
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Und dann brach der Boden unter ihren Füßen weg. Der Wurm hatte das Erdreich auf der Suche nach leckerem Eisenerz in ihrer Umgebung derart ausgehölt, dass es löchrig geworden war wie ein Bergwychtlkäse. Der Tumult, das Gewicht der schweren Packtiere und das des Wurmes und der Gemeinschaft auf einem Fleck war zu viel gewesen. Etage um Etage krachten sie hinab, rutschten vom Wurm gegrabene Gänge entlang wie eine Rutsche, immer tiefer in Richtung Kern des Planetens. In einer dichten Staubwolke blieben sie irgenwann liegen. Die Packtiere waren tot, die mitgeführten versteinerten Gargoyles zum größten Teil zerbrochen. Die wenigen, die noch heil waren, erwachten nun, da sie ausreichend entfernt vom Sonnenlicht waren, und würden auch nicht wieder versteinern, bis das ein Sonnenstrahl sie traf. Sie erhoben sich wie schwarze, geflügelte Schatten im Licht der wenigen Fackeln, die noch funktionstüchtig waren. Um die Expeditionsteilnehmer herum hagelten hin und wieder Schauer von Geröll, eine Wolke aus Staub verdeckte die Sicht, als würden sie in einem sehr dichten Nebel sein. Man erkannte die Hand vor Augen kaum. Über ihnen gähnte wie ein schwarzer, brüchiger und gewundener Schlauch das Loch, durch das sie gefallen waren. Eines wurde rasch klar - sie hatten keinerlei Vorräte mehr, da diese beim Sturz irgendwo hängen geblieben waren samt der unglücklichen Packtiere und somit auch kein Wasser und keine Werkzeuge. Sie besaßen nichts weiter mehr als das, was sie am Leibe trugen. Aber etwas Gutes hatte der Sturz mit sich gebracht: Auch der Wurm war nirgends mehr zu sehen.
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BeitragVerfasst: So 27. Nov 2016, 18:16 
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Volk: Lichtalbin
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Tharnil schrie erschrocken auf, als der Boden unter ihr und Farrinur nachgab und alle in die Tiefe riss.

Die Albin klebte immer noch mit Farrinur zusammen. Unter anderen Umständen hätte sie sich furchtbar um den Dreck und Rotz, der sie und Farrinur besudelte aufgeregt. Aber jetzt war sie nur froh am Leben zu sein. Sie rechnete es dem jungen Farisin hoch an, dass er versucht hatte, ihr Leben zu retten.

"Danke" brachte sie hustend von dem Staub hervor der überall in der Luft lag. "Ihr seid hoffentlich nicht verletzt?" Als der Staub sich legte, wurde ihr das ganze Ausmaß ihrer Situation bewußt. Keine Packtiere, keine Nahrung, sie hatten rein gar nichts mehr. Firxas lag am Boden und rührte sich nicht, Tharnil hoffte, dass er nicht tot war.Von den anderen vernahm sie ein leises Stöhnen "Schlimmer kann es nicht mehr werden" dachte sie.

"Nicht, dass mir eure Gesellschaft unangenehm ist, aber wir sollten zusehen, dass wir voneinander loskommen und nach den anderen sehen." Hoffnungsvoll sah sie Farrinur an. "Habt ihr eine Idee?"



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