Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Krake

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen St√§dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst√§dten, die aus den W√§ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f√ľr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.

Der S√ľdwesten
Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen St√§dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst√§dten, die aus den W√§ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f√ľr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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Ragosh
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#71

Beitragvon Ragosh » Di 8. Nov 2016, 16:19

Der Abstieg war nicht gerade m√ľhsam oder sogar anstrengend er war einfach nur grauenhaft. Es wurde mit jedem Schritt beklemender und Ragosh hatte bei den Pausen die sie machten furchtbare Tr√§ume, er sah in diesen Tr√§umen wie sich Felsw√§nde √∂ffneten und riesige Z√§hne ihn mit Haut und Haar verschlangen.

Gerade als sie erneut eine Pause engelegt hatten tr√§umte er erneut, es war wieder ein riesiges Maul was ihn verschlingen wollte. Er fuhr hoch und war sofort wach, er sah sich um und manche D√ľsterlinge die in seiner N√§he sa√üen schauten ihn neugierig an. Grunzend machte er klar das sie ihre Blicke woanders wuseln lassen sollten.

Ragosh stand auf und sah sich um, er war froh das dieses eingebildete Weibsbild nicht mehr dabei war. Gerade als er diesen Gedanken zu ende gedacht hatte, sah er den Leiter der Expedition in die Szenerie eintreten. Zu seiner rechten hatte er ein neues Mitglied im schleptau es war eine spitzohrige Prinzessin!

Als er erneut auf den Zwischenfall mit dem anderen Spitzohr hinwie√ü und in seine Richtung schaute bleckte Ragosh leicht die Z√§hne, sagte jedoch nichts. Das Ger√§usch was nun zu h√∂ren war, war sicherlich nicht gerade dazu gedacht die Stimmung anzuheitzen. "Lasst uns den Weg nehmen" alle schauten zu dem Ork und er stockte, welcher stand √ľberhaupt zur Auswahl? Er schaute verlegen zu der Albin "nun den ihr nehmen w√ľrdet". Alle schauten erneut zu der Albin und Ragosh war somit erstmal aus dem Schneider.

Seine Habseligkeiten aufnehmend stand er da und freute sich nun das es, richtig los ging sie waren mittendrin und seine Burg war nicht mehr weit entfernt.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#72

Beitragvon Tharnil Sonnentochter » Mi 9. Nov 2016, 16:11

Tharnil musste erstmal schlucken, als alle sie anblickten und sah sich nach Mummenschanz um, aber von ihm war nichts zusehen. Doch Tharnil fing sich schnell wieder. Mit fester Stimme antwortete sie: "Vorw√§rts weiter in den langen Tunnel. Ihr Farrinur geht voran, nehmt einige von den D√ľsterlingen mit und Firxas ihr sichert mit Leviathan uns von hinten, was immer sich uns zu n√§hern scheint, haltet es auf.
Ragosh bleibt bei Schrulla und mir. Und jetzt vorwärts!"

Die Albin mochte Orks nicht sonderlich, wusste aber durchaus ihre Kampfkraft zu sch√§tzen, daher schien es ihr am kl√ľgsten Ragosh in der Mitte bei sich und der Zwiebelhexe zuhalten. Schlie√ülich waren sie beide die schw√§chsten K√§mpfer.So w√ľrde sie Ragosh auch im Auge behalten, ihr war nicht der Blickwechsel zwischen dem Ork und Mummenschanz entgangen, was ihr Misstrauen gegen beide noch verst√§rkte.

Und ohne weitere Worte liefen sie los.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#73

Beitragvon Firxas » Mi 9. Nov 2016, 17:40

Der Herr Expeditionsleiter tat, als h√§tte er die Anweisungen Tharnils nicht geh√∂rt, ging einmal um die Ecke und war hernach - wieder einmal - verschwunden. Sch√∂n, wie er sich wieder einmal aus der Verantwortung zog. Langsam nervte das. Firxas blieb demonstrativ sitzen, als die Albin ihre Befehle verteilte und putzte seine Backenz√§hne mit der Kralle seines kleinen Fingers. Er war es gewohnt, Befehle von Leuten zu erhalten, die diese notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen vermochten. Die Dame geh√∂rte eindeutig nicht zu dieser Sorte. Warum also h√§tte er ihr folgen sollen? Urako h√§tte sicher Einiges zu sagen, wenn eine Frau ihm versuchen w√ľrde, Befehle zu erteilen, aber der war ja nicht da. Firxas war im Gegensatz zu ihm kein Gro√ümaul, er begn√ľgte sich damit, unbeeindruckt dreinzublicken und Essensreste zwischen seinen Z√§hnen hervorzupulen - und sich nicht einen Fingerbreit vom Fleck zu bewegen.

Die D√ľsterlinge kicherten und tuschelten, als sie die Unstimmigkeiten im Team bemerkten und scharten sich um ihre Lieblingsteammitglieder. Sie erwarteten eine handfeste Auseinandersetzung, denn unter Ihresgleichen w√ľrde eine Differenz entsprechend enden. Die m√§nnlichen D√ľsterlinge bildeten eine Traube um Ragosh, den sie zwischen ihrem Gekicher und Gezische fragend anschauten. Ein besonders freches oder lebensm√ľdes Exemplar setzte sich auf die breiten Schultern des Orks, hielt sich an seinem Kopf fest und schaukelte begeistert mit den Beinen.

Die Weibchen und Kinder hingegen lungerten um Farrinur herum, unter den unterschiedlichsten Vorw√§nden zupften sie st√§ndig an dem jungen Mann herum. Ein Weibchen war der Meinung, dass der Zeitpunkt einer Nackenmassage nun √§u√üert g√ľnstig w√§re und begann die Muskeln des Farisin zu kneten. Die anderen Weibchen warfen ihr eifers√ľchtige Blicke zu.

Der Kundschafter Terc hielt sich von den anderen D√ľsterlingen fern, da sie ihn immer noch am liebsten tot sehen wollten und ihn dies sehr deutlich sp√ľren lie√üen. Er lebte nur darum √ľberhaupt noch, weil er sich in der N√§he von Firxas hielt, in dessen Gegenwart niemand Terc anzugreifen wagte. Die ganze Zeit zeigte er nerv√∂s auf die Wand und machte Wellenbewegungen mit der Hand, doch niemand verstand, was er damit ausdr√ľcken wollte.

Der Harpyr Nox fragte missmutig: "Und was wird jetzt mit dem Essen?" Er hatte die Rast zum Anlass genommen, den alten Eintopf aufzuw√§rmen, verfeinert mit einer der kleinen Zwiebelkreaturen, die er f√ľr √§u√üert aromatisch befand. Und nun wollten pl√∂tzlich alle aufbrechen? Auch noch in unterschiedliche Richtungen?

Donwolf Tatterwatter, der Arzt, packte bereits seine Utensilien zusammen. "Madame, ihr habt Recht", sagte er zu Tharnil. "Der sichere Weg ist der einzig Richtige. Was n√ľtzt uns die Zeitersparnis, wenn wir das Ziel nicht erreichen, weil wir tot sind?"

"Pah", grunzte Firxas. "Ich halte es wie der Bursche da." Er nickte mit dem Kopf in Richtung von Farrinur. "Je schneller wir das alles hinter uns haben, umso eher haben wir unsere Burg. Nehmen wir den kurzen Weg."

Das Rumpeln verst√§rkte sich, einige Steine rieselten von der Decke (und in den Eintopf, Nox verr√ľhrte sie rasch), dann war es wieder still.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#74

Beitragvon Ragosh » Mi 9. Nov 2016, 18:41

Es sah so aus als w√ľrde es wieder zu kommen das dieser bund gew√ľrfelte Haufen wieder ins stocken geraten. Die Albin sprach den Weg an und ein paar machten die ersten Schritte in die besagte Richtung jedoch blieben sie bald stehen und die D√ľsterlinge kicherten und scharten sich um verschieden Personen. Ragosh drehte sich um und sein Gedulsfaden der von Natur aus bereits d√ľnn war, wurde hier und jetzt auf eine ungeheure Belastungsprobe gestellt.

Nicht nur das sie unter der Erde waren, nein es rumpelte auch noch und hier unten stimmte irgendwas nicht und sie sollten schleunigst weiter ziehen. Doch das taten sie nicht und als er sich umgedreht hatte sah er auch den Grund daf√ľr. Dieser fette eklige Sack Namens Firxas sa√ü auf einem Stein und pulte in seiner h√§sslichen Visage herum und machte keine anstallten seinen fetten Hintern hoch zu bewegen.

Der Einwand den er hatte war berechtigt und auch nachzuvollziehen, der k√ľrzere Weg war vielleicht der schnellere doch war es auch der sichere? Das war dem Ork gleich er merkte f√∂rmlich wie seine Kiefer knirschten und die Wut langsam in ihm hoch kochte. Die M√§nchen des Rudels feierten es bereits und einer dieser kleinen Schei√üer sprang auf seine Schultern und gerade als seine H√§nde den Kopf des Okrs zu packen ersuchten, ging alles ganz schnell. Ragosh griff beherzt nach oben und bekahm den D√ľsterling irgendwo zu packen er warf ihn hinunter auf den Boden.

Br√ľllend stand Ragosh √ľber ihm er richtete sich auf und trat den D√ľsterling ein paar Meter weit, der quiekend und unter Schmerzen f√ľr ein paar Momente auf dem Boden liegen blieb. Gleich darauf sah er Firxas an und fuhr ihn an "du da! Wir gehen jetzt diesen Weg!" er deutete auf den Weg den die Albin vorgeschlagen hatte. "Wir bleiben alle zusammen!" es war schwer f√ľr Ragosh sich zu beherschen, doch es gelang ihm irgendwie.

"Beweg dich und deinen Wams gef√§lligst oder ich spalte dir deinen Sch√§del!" die Augen des Orkes funkelten wild und er hatte M√ľhe sich zu konzentrieren, um nicht die Beherschung zu verlieren. Er drehte sich herum und schritt voran, er hoffte das Firxas nichts erwiederte was ihn jegliche Kontrolle verlieren lassen w√ľrde. Irgendwas stimmte hier unten nicht und sie mussten hier weg, egal wohin dieser Gang f√ľhrte, er hoffte das die anderen es genauso sahen.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#75

Beitragvon Leviathan » Mi 9. Nov 2016, 19:01

Eine ging eine andere kam und wer der kam gefiel ihm. Er betrachtete die Albin absch√§tzig und konnte nicht leugnen das ein gewisses Interesse an ihr bestand. Sie zu z√ľchtigen und ihr die Wonnen der Lust aufzuerlegen w√§re bestimmt eine gro√üe Freude und nach dem Abstieg eine Abwechslung. Sie war also nun die neue rechte Hand vom Verschwindibus. Mal sehen wie sich machte. Seine Lust sie zu z√ľchtigen stieg noch als sie ihm befahl mit diesem Fettsack und dieser Missgeburt von einem vermenschlichten D√§monen die Hintert√ľr zu bewachen. Niemals w√ľrde er mit diesem Kerl, er schielte kurz zu ihm her√ľber und es ekelte ihn an wie er sich die Z√§hne putzte, zusammen auf engsten Raum marschieren. Sollte sich doch der Ork dieses Vergn√ľgen g√∂nnen. Zu seiner Verwunderung hatte dieser sich bei der Albin versucht ein zu schleimen. Die kleinen Viecher um sie herum fingen auch langsam an zu nerven und wenn er nicht so beherrscht w√§re w√ľrden einige von ihnen bereits nicht mehr da sein. Die Stimmung war im gesamten Team etwas gereizt und es fehlte nur noch das F√ľnkchen was das √Ėl zum brennen brachte. Nun h√∂rte er den Fettklops sagen das er der Meinung des J√ľnglings war. ‚ÄěIch...‚Äú setzte Leviathan nahtlos an Firxas Worte an ‚Äě...bevorzuge aus taktischen Gr√ľnden den sicheren Weg. Unsere Gruppe besteht aus Entschuldigt wenn ich das so sage nicht gerade Kampferprobten Soldaten die auf Gefahren reagieren k√∂nnen. Einige von uns k√∂nnen nicht mal K√§mpfen und ob diese Viecher‚Äú er wies auf die D√ľsterlinge ‚Äě hier das Zeug haben um zu K√§mpfen bezweifle ich. Verschwindibus wird uns auch nicht zu Hilfe eilen wenn wir in der Klemme stecken. Daher bin ich der Meinung unserer neuen Leiterin.‚Äú Er endete und blickte sich um . Die Zeichnungen waren interessant, doch Deuten konnte er diese nicht. Hoffentlich fand er das was er suchte da unten und kam dann Lebend wieder raus. Mit diesem Artefakt w√ľrde er die Gunst des Gottes eventuell erlangen und dieser w√ľrde ihn wieder zu einem vollen D√§monen machen. Es rumpelte kurz und einige Steine fielen herab. Die Stille die dann folgte gefiel ihm nicht. Schon die ganze Zeit, f√ľhlte er sich verfolgt und beobachtet.

Da brach pl√∂tzlich die Decke ein und eine riesige Staubwolke h√ľllte die Gruppe ein. Dann ert√∂nten Schreie. In ihnen hallte der Schmerz und ihr T√∂ne sagten ihm das Leben genommen wurde. Langsam legte sich die Staubwolke und gebar etwas Scheu√üliches. Keine Ahnung wo das Ding hergekommen war oder wie es hie√ü, es war einfach nur Riesig und h√§sslich. Eine Art Wurm doch um einiges Gr√∂√üer als seine Artgenossen. Die Haut schien nur aus Schuppen zu bestehen. In seinen riesigen Schlund verschwanden gerade einige D√ľsterlinge mit Felsbrocken. Das Chaos brach aus und Rakshor h√§tte sich gefreut. Die verbleibenden D√ľsterling schrien durcheinander und liefen auch Kreuz der Quere. Einige versuchten das Monster anzugreifen doch ihre Angriffe blieben erfolglos. Das Biest wandte sich zur Gruppe um. Die winzigen Augen fixierten die Gruppe und die K√∂rpersprache des Wesen bedeutete nichts Gutes. Ohne es zu wollen fragte Leviathan mit viel Sarkasmus in der Stimme ‚ÄěUnd nun Albin wie lauten eure Befehle?‚Äú. Dann machte er sich auf einen Kampf bereit. Ohne es zu wollen jedoch schlich der Gedanke ein das er nur mit gro√üen Gl√ľck aus diesem Kampf lebend gehen w√ľrde...
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#76

Beitragvon Tharnil Sonnentochter » Do 10. Nov 2016, 13:35

Tharnil ging auf Leviatans sarkastische Frage nicht ein. Fasziniert betrachtete sie den riesigen Wurm.Sie hatte von dieser Kreatur in alten Legenden gelesen, aber noch nie mit eigenem Augen gesehen.

"Ich las vor einiger Zeit von diesen W√ľrmen.Wenn es stimmt, was die alten Aufzeichnungen sagen, ist die einzige verwundbare Stelle der Unterleib.Am Bauch haben sie keine Schuppen. Wir m√ľssen das Biest dazu bringen sich aufzurichten um damit es seine verwundbare Seite entbl√∂√üt. "
Tharnils Gedanken rasten. Ihr Blick fiel auf die Suppe des Kochs in der auch einige von Schrullas merkw√ľrdigen Zwiebeln schwammen und ihr kam eine Idee.

Tharnil schnappte sich die Zwiebeln und fuhr den Koch an: Gebt mir die sch√§rfsten Gew√ľrze, die ihr habt. Sofort! Der ver√§ngstigte Koch reichte ihr ein einige rote Schoten.
"Mal sehen wie dir das bekommt "rief die Albin." Ich w√ľnsche einen guten Appetit! " Der Wurm, auf die Lichtalbin aufmerksam geworden, begann sich ihr zu n√§hern. Mit lauten Rufen lockte Tharnil die Kreatur in ihre Richtung, so da√ü der Wurm die anderen nicht mehr beachtete und ihr sein aufgerissenes Maul zuwandte.

Da begann Tharnil die Zwiebeln und Schoten in seinen riesigen Schlund zu werfen. Sie hoffte inst√§ndig, da√ü ihr Plan aufging und wurde nicht entt√§uscht. Pl√∂tzlich b√§umte sich der Wurm auf und W√ľrgekr√§mpfe duchfuhren seinen Leib der empfindliche Bauch lag frei.
"Jetzt stecht zu, schnell ! "rief Tharnil den anderen zu.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#77

Beitragvon Farrinur Hraunar » Mo 21. Nov 2016, 09:18

Der Ersatz f√ľr Vivali bestand ebenfalls aus einer Albin. Im Gegensatz zum Schattent√§nzer wirkte sie jedoch um einiges vornehmer und war nicht √ľber und √ľber mit Steinen beh√§ngt. Farrinur nickte ihr freundlich zu.
Als sie ihm jedoch Widerworte gab, verd√ľsterte sich seine Miene etwas.
‚ÄěWenn wir verhungern, weil der Weg nie endet, kann man das kaum als ‚Äělebend‚Äú bezeichnen‚Äú, murrte er jedoch bloss.

Tharnil beliess es aber nicht etwa bei ihrer Aussage, sondern begann wie selbstverst√§ndlich Kommandos zu verteilen. Farrinur blickte sich irritiert nach Mummenschanz um. Hatte dieser ihnen diese Frau wirklich als Anf√ľhrerin vorgesetzt, oder nahm sie sich einfach etwas f√ľr zu voll?
Firxas schien dieser Meinung zu sein, denn er setzte sich demonstrativ auf einen Stein und begann mit einer sehr umstrittenen K√∂rperpflege. Ausserdem teilte er Farrinurs Meinung und pl√§dierte f√ľr den k√ľrzeren Weg. Auch ihm schien die Truppe an den Nerven zu nagen.

Mit Interesse beobachtete auch Schrulla, wie Ragosh sich auf die Seite der Albin stellte und tats√§chlich Firxas anpfurrte. Die Alte freute sich bereits auf die n√§chste Pr√ľgelei, war jedoch auch der Meinung, dass nun nicht der richtige Zeitpunkt daf√ľr w√§re. Sie nickte Leviathan zu, obwohl sie sich sicher war, dass er sie ebenfalls nicht gerade als kampferprobt bezeichnen w√ľrde.
Im n√§chsten Moment wurden die Teilnehmer jedoch in ihrem Gezanke unterbrochen, denn das Poltern wurde st√§rker und Staub und Steine rieselten von der Decke. Schrulla schlurfte etwas zur√ľck, weg von dem Gefahrenherd und beorderte ihren Schemel herbei, der in einer Ecke stand und wie Espenlaub zitterte.
‚ÄěNun hab di net so‚Äú, knurrte sie ihn an.

Im n√§chsten Moment brach das Vieh aus dem Gestein hervor. Farrinur teilte f√ľr einen kurzen Augenblick die Begeisterung mit Tharnil, ein solch beeindruckendes Wesen zu Gesicht zu bekommen, als der dicke Wurm jedoch seinen Schlund aufriss, verging ihm sein Gl√ľck.
W√§hrend die anderen noch vor Schreck erstarrt waren, reagierte die Albin geistesgegenw√§rtig. Mit Zwiebeln bewaffnet st√ľrmte sie auf den Wurm zu. Ist die etwa lebensm√ľde?
Einen Moment schien ihr Plan aufzugehen, die dicke rosa Wurst bäumte sich auf und gab den Bauch frei.
‚ÄěJetzt stecht zu, schnell!‚Äú, rief die Albin, welche wagem√ľtig in der ersten Reihe stand.
Farrinur verfluchte sich daf√ľr, sein Schwert verloren zu haben und sein Bogen war auch unn√ľtz geworden, als er zu Bruch ging.

Der fette Wurm fixierte Tharnil unterdessen und w√∂lbte seinen Oberk√∂rper in ihre Richtung. Gleichzeitig schien er sich zu verkrampfen, dann konnte man pl√∂tzlich w√ľrgende Ger√§usche ausmachen. Als Farrinur erahnte, was gleich passieren w√ľrde, rannte er auf die Albin zu.
Er sprang im selben Moment ab, als der Wurm eine schleimig gr√§uliche Fl√ľssigkeit von sich gab. Leider war er nicht schnell genug. Trotzdem prallte er in vollem Lauf gegen die Albin, und mit seinem Schwung brachte er beide zu Fall. Sie rollten gemeinsam √ľber den Boden und blieben einige Meter weiter liegen, √ľber und √ľber mit dem graugr√ľnen Rotz vollgesaut. Die Masse war unglaublich harzig, so dass die Albin und der Farisin hilflos aneinander kleben blieben und es nicht schafften, sich wieder aufzurichten.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#78

Beitragvon Firxas » Mi 23. Nov 2016, 06:09

Die K√∂pfe der D√ľsterlinge drehten sich alle gleichzeitig in die selbe Richtung und folgten der Flugbahn ihres Artgenossen. Mit einem langgezogenen "Aaaaaaaaahhh!" zischte dieser an Firxas vorbei und landete den Ger√§uschen nach zu urteilen krachend in einem Gep√§ckberg. Sehen konnte Firxas das nicht, weil er stattdessen in Richtung des Orks schaute, der ihn nun anraunzte.

"Du da! Wir gehen jetzt diesen Weg!" er deutete auf den Weg den die Albin vorgeschlagen hatte. "Wir bleiben alle zusammen! Beweg dich und deinen Wams gefälligst oder ich spalte dir deinen Schädel!"

Firxas, der bis gerade eben noch mit der Klaue des kleinen Fingers an seinen Z√§hnen herumgekratzt hatte, lie√ü die Hand nun sinken. Die D√ľsterlinge bildeten eine keifende Mauer hinter dem Ork. Sie kreischten und warfen mit herumliegenden Steinen nach Firxas, w√§hrend sie Ragosh wiederholten. "Genau! Beweg deinen Wams!"

Wieso war eigentlich nicht der Ork Anf√ľhrer der Expedition geworden? Der verstand wenigstens etwas davon, die Leute zu motivieren, ganz im Gegensatz zum Herrn Expeditionsleiter, der nie da war und wenn, dann viel zu wenig herumbr√ľllte, sondern schon fast gelangweilt schien. Langsam erhob Firxas sich. Hinter ihm keifte Terc auf Demonai, wohl um sich bei ihm einzukratzen. Der andere D√ľsterling rappelte sich meckernd aus dem Gep√§ck auf. Er gesellte sich nun ebenfalls zu Firxas, mit hasserf√ľlltem Blick in Richtung Ragosh. Das war ja lustig. Von diesen Kreaturen sollte er irgendwann einmal vor etlichen Generationen seinen Schweif geerbt haben. Unwillk√ľrlich bewegte er diesen. Ein Wunder, dass sie inzwischen nicht ausgestorben waren, andererseits vermehrten sie sich ja auch wie die Karnickel.

Dann brach die Decke ein und ein riesiger Wurm drang in die H√∂hle. Ein Tumult entstand. Die D√ľsterlinge johlten und sprangen alle gleichzeitig auf das Tier, um es zu kratzen und zu bei√üen. Genau so gut h√§tten sie eine Wurst aus Granit attackieren k√∂nnen. Der Wurm ging zum Angriff √ľber. Die Albin erwies erstaunlichen Einfallsreichtum und goss ihm den widerlichen Eintopf in den Rachen, worauf der Wurm sich erbrechen musste. Nox heulte auf, Firxas lachte. Ansonsten tat er nichts. Das Vieh war ihm eindeutig eine Nummer zu gro√ü, er war ja nicht lebensm√ľde, nur weil er S√∂ldner war. Am√ľsiert beobachtete er Tharnil und Farrinur, die vollgekotzt worden waren und nun aneinanderklebten. Hilflos rollten sie im Doppelpack √ľber den Boden und versuchten wohl, sich auf diese Weise aus der Reichweite des Wurms zu bef√∂rdern. Ein paar D√ľsterlingfrauen sprangen kreischend ihrem Helden hinterher, um ihn zu befreien, stellten sich dabei jedoch selten d√§mlich an und blieben ebenfalls kleben. Ein riesiges herumrollendes Kn√§uel entstand, das einen Heidenl√§rm veranstaltete. Der Wurm kroch ihnen zielstrebig mit aufgerissenem Rachen hinterher. Nun gut, vielleicht sollte er nun doch etwas tun, ehe der Mummenheini es sich anders √ľberlegte mit seiner Bezahlung.

Der Eintopf bestand, etliche Male verd√ľnnt, zu einem Gro√üteil aus Wasser. Der Teil, der sich noch nicht im Magen des Untiers befand, sondern daneben gespritzt war, war m√∂glicher Weise noch zu etwas n√ľtze, der Topf war ja ziemlich gro√ü gewesen. Firxas streckte eine Hand mit gespreizten Fingern aus. Der Eintopf erhob sich wie ein braunes Gespenst. Es wurde immer l√§nger und d√ľnner und kroch als fl√ľssiges Seil um den vermeintlichen Hals des Tieres. Dann zog Firxas die Schlinge zu. Schwei√ü lief seinen R√ľcken hinab, es kostete ihn sehr viel Kraft, diese Einwirkung aufrecht zu erhalten, er war nicht gerade der Beste seines Fachs. Der Wurm b√§umte sich auf, rollte und wogte, in dem Versuch, die Bedrohung abzusch√ľtteln.

"Macht hin, ich kann das nicht lange halten!" Firxas ausgestreckte Finger begannen bereits zu zittern.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#79

Beitragvon Erz√§hler » So 27. Nov 2016, 12:16

Und dann brach der Boden unter ihren F√ľ√üen weg. Der Wurm hatte das Erdreich auf der Suche nach leckerem Eisenerz in ihrer Umgebung derart ausgeh√∂lt, dass es l√∂chrig geworden war wie ein Bergwychtlk√§se. Der Tumult, das Gewicht der schweren Packtiere und das des Wurmes und der Gemeinschaft auf einem Fleck war zu viel gewesen. Etage um Etage krachten sie hinab, rutschten vom Wurm gegrabene G√§nge entlang wie eine Rutsche, immer tiefer in Richtung Kern des Planetens. In einer dichten Staubwolke blieben sie irgenwann liegen. Die Packtiere waren tot, die mitgef√ľhrten versteinerten Gargoyles zum gr√∂√üten Teil zerbrochen. Die wenigen, die noch heil waren, erwachten nun, da sie ausreichend entfernt vom Sonnenlicht waren, und w√ľrden auch nicht wieder versteinern, bis das ein Sonnenstrahl sie traf. Sie erhoben sich wie schwarze, gefl√ľgelte Schatten im Licht der wenigen Fackeln, die noch funktionst√ľchtig waren. Um die Expeditionsteilnehmer herum hagelten hin und wieder Schauer von Ger√∂ll, eine Wolke aus Staub verdeckte die Sicht, als w√ľrden sie in einem sehr dichten Nebel sein. Man erkannte die Hand vor Augen kaum. √úber ihnen g√§hnte wie ein schwarzer, br√ľchiger und gewundener Schlauch das Loch, durch das sie gefallen waren. Eines wurde rasch klar - sie hatten keinerlei Vorr√§te mehr, da diese beim Sturz irgendwo h√§ngen geblieben waren samt der ungl√ľcklichen Packtiere und somit auch kein Wasser und keine Werkzeuge. Sie besa√üen nichts weiter mehr als das, was sie am Leibe trugen. Aber etwas Gutes hatte der Sturz mit sich gebracht: Auch der Wurm war nirgends mehr zu sehen.
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Re: Expedition zum Mittelpunkt Tasmerons - Team Schwarze Kra

#80

Beitragvon Tharnil Sonnentochter » So 27. Nov 2016, 17:16

Tharnil schrie erschrocken auf, als der Boden unter ihr und Farrinur nachgab und alle in die Tiefe riss.

Die Albin klebte immer noch mit Farrinur zusammen. Unter anderen Umständen hätte sie sich furchtbar um den Dreck und Rotz, der sie und Farrinur besudelte aufgeregt. Aber jetzt war sie nur froh am Leben zu sein. Sie rechnete es dem jungen Farisin hoch an, dass er versucht hatte, ihr Leben zu retten.

"Danke" brachte sie hustend von dem Staub hervor der √ľberall in der Luft lag. "Ihr seid hoffentlich nicht verletzt?" Als der Staub sich legte, wurde ihr das ganze Ausma√ü ihrer Situation bewu√üt. Keine Packtiere, keine Nahrung, sie hatten rein gar nichts mehr. Firxas lag am Boden und r√ľhrte sich nicht, Tharnil hoffte, dass er nicht tot war.Von den anderen vernahm sie ein leises St√∂hnen "Schlimmer kann es nicht mehr werden" dachte sie.

"Nicht, dass mir eure Gesellschaft unangenehm ist, aber wir sollten zusehen, dass wir voneinander loskommen und nach den anderen sehen." Hoffnungsvoll sah sie Farrinur an. "Habt ihr eine Idee?"



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