Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Varmikan Eisseher
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#41

Beitragvon Varmikan Eisseher » Do 7. Sep 2017, 21:57

Varmikan musterte Urako grinsend und genoss die Streicheleinheit.

"Wir beide sehen gut aus, dass war nur ein Scherz Puschel. So sehr ich Deine Streicheleinheiten genie├če, wir m├╝ssen das momentan lassen, da ich schon mit meiner Beherrschung zu k├Ąmpfen habe. Ich wurde von Dave heute Morgen ungeliebt zur├╝ckgelassen, verstehst Du?

Ich wache auf, sehne mich nach meinem Mann. Taste nach ihm und er ist nicht da.
Selbstredend war ich hellauf begeistert und habe ihn sofort mental gesucht.
Und als ich ihn in der Heilstube ersp├╝rt habe, habe ich Angst um ihn bekommen und bin sofort zu Euch geeilt. Nun und den Rest kennst Du. Drum stehe ich nackt vor Dir.

Lass uns bei Pavo nach dem Kraut fragen. Wir sollten davon direkt etwas auf Lager haben und bei uns verwahren. Wir wissen nicht, wann wir auf Mo treffen. Erst dann das Kraut zu besorgen, w├Ąre etwas sp├Ąt. Wir m├╝ssen vorbereitet sein.

Ich hatte vor, Dave von meinem Plan zu berichten, in der Hoffnung er versteht dann, dass er Mo vergessen und abhaken muss. Das er mir damit schadet und sich selbst auch. Komm wir gehen zu unserem Quartier. Ich habe ihm gesagt er soll dort warten.

Dankesch├Ân Puschel, Du bist auch ein sehr guter, weiser und f├╝rsorglicher Ehemann. Ich glaube unsere beiden Sch├Ątze ruhen sich auf unserer Arbeit aus. Denn falls etwas schief geht, wissen Gasmi und Dave, dass wir sie schon da raus boxen werden. Sehen wir zu, dass wir Mo quitt werden. Aber ich m├Âchte auch mit Dave dar├╝ber reden. Meinst Du tats├Ąchlich, dass macht Mo noch interessanter?",
fragte Varmikan.

Der Frostalb schloss die T├╝r von der Schreibstube wieder auf und gab die F├╝hrung zu seinem Quartier. Dave hockte auf dem Bett und musterte Puschel und seinen Mann. Varmikan ging auf Dave zu und umarmte ihn fest und k├╝sste ihn auf den Kopf.

"Liebst Du mich?", fragte Varmi leise.
`Ja von ganzem Herzen┬┤, antwortete Dave mental. Varmikan wusste warum sein Mann diesen Weg w├Ąhlte, eine L├╝ge war so nicht m├Âglich.

"Ich liebe Dich auch Davy, dann vertraue mir und meinem Urteil. Du bist mein Mann, verhalte Dich bitte so. Und denke daran, ich bestimme mit wem privat Du Kontakt hast. Genauso sage ich Dir was Du zu tun oder zu lassen hast. Wie oft habe ich Dich vor etwas gewarnt, Du hast nicht geh├Ârt und am Ende hatte ich doch Recht? Versuchen wir es ab heute mal anderes herum? Gehorchen und keinen ├ärger bekommen oder verursachen? Du h├Ąltst Dich an mich und Urako. Das m├╝sstest Du Dir doch ganz leicht merken k├Ânnen hm?", erkl├Ąrte Varmi und k├╝sste Dave erneut.

Dave umarmte seinen Mann um den Bauch und schaute zu ihm auf.

"Du hast ja Recht. Abgemacht Klingenohr. Ich war heute Morgen etwas neben der Spur, tut mir leid Fl├Âckchen. Rulrot wartet noch mit Fedor und Brownie im Hof. Ich hatte eigentlich vor zur├╝ck zu den Centauren zu reiten und mit ihnen in die Stadt zu reiten um dort einen Kaffee zu trinken. Habt Ihr beiden Lust mitzukommen?", bot Dave an.

Varmikan beugte sich gut gelaunt zu Dave herab und k├╝sste ihn innig. Dave streckte sich seinem Schatz entgegen und erwiderte den Kuss fest.

"Nein. Aber da Du gleich einsichtig warst, g├Ânne ich Dir Deinen Spa├č. Also hau schon ab. Aber macht nicht zu lange und sei vor Mittag bitte wieder zur├╝ck. Ich fange in der Schreibstube nachher schon einmal an", erkl├Ąrte Varmi.

Dave schmunzelte Varmikan gut gelaunt an.

"Ich wei├č ja wie Du es meinst Fl├Âckchen. Auch wenn ich manchmal stur bin, ich wei├č dass Du mich besch├╝tzt. Oder dass Du es zumindest immer versuchst. Wir beide m├╝ssen es uns nachher mal gem├╝tlich machen und ein bisschen miteinander reden in Ordnung?", bat Dave.

"Reden und mehr", grinste Varmi.
"Ja reden und mehr...", stimmte Dave gut gelaunt zu.

Der Magier stand auf und k├╝sste Varmikan und Puschel zum Abschied, bevor er sich auf den Weg zur├╝ck zu seinem Pferd und seinen Hunden, wie auch zu den Centauren machte.

Als Dave das Quartier verlassen hatte, wartete Varmikan noch eine Weile ehe er sich mit verschw├Ârerischem Grinsen an Urako wandte.

"Er kann, wenn er m├Âchte. Lass uns das Messingkraut holen", grinste Varmi.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#42

Beitragvon Urako » Fr 8. Sep 2017, 08:30

Urako zog sofort die Hand von Varmis Schulter weg, als h├Ątte er auf eine hei├če Herdplatte gefasst und verschr├Ąnkte sie hinter dem R├╝cken. Ununterbrochen Leute zu befummeln war eine unsch├Âne Angewohnheit, die er manchmal nicht einmal bemerkte und die nichtmal unbedingt was damit zu tun hatte, dass er mehr wollte. Zu fummeln machte ihm schlichtweg Spa├č. So lange Gasmi bei ihm war, konnte er das nach Herzenslust tun, denn D├╝sterlinge hatten ein ganz anderes Verh├Ąltnis zu N├Ąhe und Distanz als die von ihnen als k├╝hl und pr├╝de empfundenen Oberweltler. Aber Gasmi war nicht hier. Urako vermisste ihn, aber jetzt musste er erstmal Varmi helfen, den widerspenstigen Dave zu b├Ąndigen.

"So viel Stress am fr├╝hen Morgen", beschwerte er sich. "Ob Mo davon interessanter wird f├╝r Davy, werden wir sehen. Ich gehe vorsichtshalber immer vom Schlimmsten aus." Er folgte Varmi in die Schreibstube und verkniff sich, ihm auf den Hintern zu sehen. Flocke war immer noch splitterfasernackt, als er hier im Haus rumspazierte. Wahscheinlich war Marcella inzwischen heimlich in ihn verknallt und nicht mehr in Wolfi. Zumindest Urakos Selbstbeherrschung wurde davon auf eine harte Probe gestellt.

In der Schreibstube wartete Dave und wurde sehr liebevoll begr├╝├čt. Urako hatte noch immer die H├Ąnde hinter dem R├╝cken und tat, als w├╝rde er gelangweilt aus dem Fenster schauen. Er konzentrierte sich auf den schneidenden Schmerz in seiner Speiser├Âhre. Er lauschte jedoch aufmerksam und stellte fest, dass Dave ihm seinen Spitznamen f├╝r Varmikan klaute, nur, dass er ihn noch verniedlichte. Dave wurde von Varmikan gro├čm├╝tig zum Fr├╝hst├╝ck entlassen und dann bekamen Flocke und sogar Urako einen Kuss. Urako zog Dave kurz an der Robe zu einer festen Umarmung an sich heran und sagte leise: "Alles wieder gut." Es war ihm wichtig, dass die Vers├Âhnung noch mal best├Ątigt wurde.

Anschlie├čend spatzierte Varmi, noch immer nackt, wieder zu Pavo in die Heilstube. Urako dachte an Ziegelsteine, an Fensterkitt und die korrekte Schichtung eines Moorbeetes. Urako dr├Ąngelte sich vor und ging als erster in die Heilstube und staubte dabei eine kostenlose Ber├╝hrung an seinem Arm ab. "Hast du mal Messingkraut, Pavo?"
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#43

Beitragvon Marcella » Sa 9. Sep 2017, 11:47

Marcella
 
tippte Wolfi an.
 
ÔÇ×Wolfi du wolltest deinen Onkel suchen. Bitte mach das jetzt. Vielleicht hast du Gl├╝ck und findest ihn, dann k├Ânnen wir in Ruhe Kaffee trinken. So bin ich die ganze Zeit besorgt. Wir wissen zwar, dass er zur├╝ck nach Hause geritten ist von Distel, aber vorhin konntest du ihn nicht finden. Und wer weiss, ob er Distel angelogen hat. Wenn er so w├╝tend war, wollte er vielleicht doch allein sein oder hat sich umentschieden. In Wut kann vieles passieren. ┬áEs w├Ąre wirklich gut, wenn wir w├╝ssten mit wen er sich gestritten hat. Hat Dave eine Lieblingstaverne wo er gerne fr├╝hst├╝ckt oder isst? Dann sollten wir unseren Kaffee da trinken. Dahin w├Ąre er mit den Zentauren gegangen.
Dieser ganze Streit gef├Ąllt mir gar nicht. Wenn du deinen Onkel erreichst Wolfi, sag ihm er soll nachkommen. Dann k├Ânnen wir zusammen fr├╝hst├╝cken und mit ihm ├╝ber das Trinken reden. Aber nicht sofort, erst wenn er was runtergekommen ist. Dann werde ich vorsichtig mit ihm dar├╝ber reden. Vielleicht erz├Ąhlt er uns, was passiert ist.ÔÇť
 
Marcella schaute sich besorgt um.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#44

Beitragvon Anwolf » So 10. Sep 2017, 01:12

Wolfi nickte zustimmend auf Marcellas Kommentar hin. Der junge Magier nahm auf Tempestas eine entspanntere Haltung ein und lie├č sich in den Nexus fallen. Er suchte nach seinem Onkel und sein K├Ârper zuckte in der Physis kurz zusammen, so schnell wie er ihn gefunden hatte.

Wolfi hatte nicht damit gerechnet, Dave ├╝berhaupt zu finden, geschweige denn so schnell. Beruhigte stubste er seinen Onkel mental an.

`Dave wo bist Du? Geht es Dir gut? Wir haben geh├Ârt Du hast Dich gestritten? Wer war denn Schuld?┬┤, fragte Wolfi besorgt. Bewusst ├╝bermittelte er seine Gef├╝hle mit.

`Mir geht es gut, es ist alles in Ordnung, ich bin gleich bei Euch und dann gehen wir einen Kafee trinken. Wer Schuld war? Ich selbst, ich habe durch meine eigene Dummheit einen Streit vom Zaun gebrochen, der wirklich nicht h├Ątte sein m├╝ssen. Ich hatte eigentlich etwas anderes vor... kurzum mein Grund f├╝r die Provokation war jemanden zu einer Nettigkeit zu verleiten.

Das ist voll nach hinten losgegangen. Meine Schuld auf ganzer Linie, ich habe provoziert, ich habe die Quittung erhalten. Wir haben uns ausgesprochen und vers├Âhnt, der Streit ist beigelegt Wolfi┬┤,
├╝bermittelte Dave.

Einige Minuten sp├Ąter ritt Dave mit Rulrot um die Ecke und gesellte sich zu Distel, Enzo, Marci und Anwolf.

"Entschuldigt bitte, dass ich Euch habe warten lassen. Und Danke dass Ihr Euch um mich gesorgt habt. Der Streit ist war auf meinem Mist gewachsen und ich habe mich entschuldigt. Er ist also beigelegt. Meine Einladung gilt noch und einen Kaffee kann ich nun mehr denn je gebrauchen", erkl├Ąrte Dave freundlich.
"Dann mal los, am besten zur Taverne um die Ecke. Wir m├╝ssen ja schlie├člich gleich noch arbeiten oder?", grinste Wolfi.

"Ja das m├╝ssen wir", grinste Dave zur├╝ck.
"Die Zeit die wir f├╝rs Fr├╝hst├╝ck ben├Âtigen, arbeiten wir aber nicht nach. Das f├Ąllt unter F├╝rsorge dem Arbeitgeber geben├╝ber. Falls das nicht zieht - Familienangelegenheiten", lachte Wolfi und gab den Weg mit Tempestas vor.

Sie ritten noch ein kurzes St├╝ck und kehrten dann gemeinsam in ihre Stammtaverne ein. Damit sich die Centauren problemlos zu ihnen gesellen konnten, w├Ąhlte Wolfi einen Tisch drau├čen.

"Ihr m├╝sst gar nichts nacharbeiten Wolfi, weder Du noch Marci. Was ich w├Ąhle ist klar - Kaffee", erkl├Ąrte Dave und machte es sich im Stuhl gem├╝tlich.
"F├╝r uns ebenfalls und wir bekommen dazu noch ein gro├čes Fr├╝hst├╝ck mit Brot, Schinken und Eier", w├Ąhlte Wolfi f├╝r sie alle, gab bei der Bedienung die Bestellung auf und tat es dann seinem Onkel gleich.

Aufmunternd nickte er Marcella zu, Dave hatte gute Laune, dass konnte sie f├╝r ihr Gespr├Ąch nutzen.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#45

Beitragvon Varmikan Eisseher » So 10. Sep 2017, 01:51

Varmikan grinste Urako von einem spitzen Ohr zum anderen an.

"Da hast Du aber was missverstanden Puschel. Du solltest Deine Hand nicht entfernen, da es mir nicht gef├Ąllt, sondern aus dem Grund da es mir zu gut gef├Ąllt. Dave hat mich vernachl├Ąssigt, da muss ich sonst schwer um meine Beherrschung k├Ąmpfen. Und im Moment m├╝ssen wir einen Auftrag erledigen, wir brauchen dieses Kraut", erkl├Ąrte Varmikan gut gelaunt.

"Ich glaube mit Deiner Vorgehensweise hast Du auch Recht. Es ist besser vom Schlimmsten auszugehen und positiv ├╝berrascht zu werden, anstatt das Beste zu hoffen und dann eine gewaltige Bauchlandung hinzulegen", pflichtete Varmi Puschel bei.

Entgegen Varmikans Bef├╝rchtung zeigte sich Dave einsichtig, was den Frostalben ziemlich freute.

Scheinbar begriffen Dave und Urako manchmal einfach nicht, warum er sich f├╝r sie so abstrampelte. Warum er so haargenau darauf achtete, dass alles seinen richtigen Gang nahm und er darauf bestand, dass man ihm gehorchte.

Es ging ihm nicht darum, dass sich irgendwer aufgab. Schon gar nicht Urako oder Dave. Beide sollten lernen frei zu leben und vor allem frei zu denken. Aber dazu geh├Ârte nach Varmikans Verst├Ąndnis auch, dass man bereit war, einem anderen zu vertrauen.

Keine seiner M├Ąnner hatte vor einem anderen den Blick zu senken, aber sie durften gerne zu ihm aufschauen.

Das war ein gewaltiger Unterschied, den Dave und Urako noch begreifen mussten. Zum Gl├╝ck waren die beiden fast nie zeitgleich stur oder bockig. Er hatte entweder Puschel oder Dave zur Unterst├╝tzung an seiner Seite um den jeweils anderen zur├╝ck auf den Teppich, oder erst mal zur├╝ck nach Hause zu holen.

Varmikan warf Urako einen kurzen freundlichen Blick zu. Die beiden hatten wirklich keine Ahnung was sie ihm mit ihrem st├Ąndigen Bl├Âdsinn antaten. Wen hatte er denn, au├čer Dave und Puschel?

Niemanden.

Er war v├Âllig auf sich alleingestellt, obwohl er den Geistern angeh├Ârte. Varmikan wusste, dass sie ihm beruflich immer beistehen w├╝rden, aber privat hatte er niemandem mit dem reden konnte. Seine einzigen beiden Bezugspersonen waren Dave und Urako.

Das war nicht viel und gerade deshalb waren die beiden f├╝r ihn so immens wichtig. Seinem Volk eilte ein Ruf voraus, der das Kn├╝pfen von Freundschaften erschwerte wenn nicht gar verhinderte.

Er war nicht zartbesaitet, er hatte bereits oft im Leben Dinge getan, die getan werden mussten.

Aber auch er hatte Gef├╝hle und Bed├╝rfnisse wie jede andere Person. Auch er sehnte sich nach Vertrauen, Geborgenheit und Liebe. Einem Vertrautem, der ihm dies alles schenkte und dem er dies alles genauso schenken durfte. Dem er sogar mehr schenken w├╝rde, seinen Schutz und seine uneingeschr├Ąnkte F├╝rsorge.

Und genau jenen Schatz hatte er nach vier t├Âdlichen Niederlagen in der Fremde gefunden, da wo er diesen Schatz niemals erwartet h├Ątte.

Varmikan konnte sich ein Leben ohne Dave und Urako nicht mehr vorstellen und das wollte der Frostalb auch gar nicht.

Er hatte vor mit den beiden samt Gasmi in das neue Haus zu ziehen, sich dort h├Ąuslich niederzulassen und dort mit den Dreien gl├╝cklich zu werden. Sie w├╝rden sich ein Heim schaffen, voller gem├╝tlicher Behaglichkeit und Nestw├Ąrme.

Und wenn sie wirklich gro├čes Gl├╝ck hatten, dann gew├Ąhrte ihnen das Schicksal sogar ein K├╝ken in ihrem Nest.

Aber vor all dem, hatte er erneut um all das zu k├Ąmpfen. Varmikan betrat hinter Puschel die Heilstube und schaute auf das breite Kreuz des Tieflings. Am liebsten h├Ątte er sich geschlaucht dagegen gelehnt, als Urako nach dem Messingkraut fragte.

Der alte Goblin schaute Urako fragend an.

"Nat├╝rlich, wof├╝r brauchst Du es?", hakte Pavo misstrauisch nach.
"F├╝r einen Test Pavo, bitte h├Ąndige es uns einfach aus. Urako sagte mir, dass das Kraut magische F├Ąhigkeiten unterdr├╝ckt. Ich werde es einnehmen und testen, ob ich dann noch eine Verbindung zum Nexus habe. Falls nicht, haben wir mit dem Kraut eine L├Âsung gefunden, Dave zwangsweise aus dem Nexus zur├╝ckzuholen, falls er dort festh├Ąngt. Eine M├Âglichkeit, die auch ein Nichtmagier anwenden k├Ânnte. Gibst Du uns bitte das Kraut?", bat Varmikan ersch├Âpft.

"Ja sicher", sagte Pavo auf einmal eine ganze Spur umg├Ąnglicher. Der Heiler kramte das Kraut heraus und h├Ąndigte es Urako aus.

"Geht damit vorsichtig um. Die ├ťberlegung ist wirklich gut. Es freut mich, dass Du so ├╝ber Dave wachst. Ich war nicht immer fair zu Dir Frostalb und Du auch nicht zu mir. Wir sollten das Kriegsbeil begraben. Was meinst Du?

Teste das Kraut in kleiner Dosierung Varmikan und notiere Dir immer genau wie viel Du eingenommen hast und um wie viel Du die Dosis erh├Âht hast. Falls Du Dich nicht gut f├╝hlst, komm sofort zu mir. Falls es wirkt, haben wir so eine Angabe, wie hoch die Dosierung sein muss. Aufs K├Ârpergewicht gerechnet, da Dave einiges mehr wiegt als Du. Und geh Dich bitte endlich anziehen",
grinste der Golbin.
"Abgemacht, f├╝r Davy, Puschel und Dich - begraben wir das Kriegsbeil. Danke f├╝r das Kraut Pavo. Ja ich denke auch, ich sollte mich anziehen gehen. Bis sp├Ąter", grinste Varmi zur├╝ck.

Der Frostalb packte Urako, ehe dieser noch etwas erwidern konnte und machte sich mit ihm auf den Weg zu seinem Quartier. Als sie au├čer H├Ârreichweite waren tippte Varmi Puschel gut gelaunt an.

"Das Experiment werden wir wirklich durchf├╝hren. Du musst auf mich aufpassen", schmunzelte Varmi und knuffte Urako.

"Macht bitte beide keinen Bl├Âdsinn mehr. Woher kamen die Scherben Urako? Du hast mir nicht geantwortet und bist immer ausgewichen. Also woher? Sag mir das bitte", forderte Varmikan Puschel liebevoll auf.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#46

Beitragvon Marcella » Do 14. Sep 2017, 21:23

Marcella
 
setzte sich neben Dave. Sie wartete, bis alle ihr Fr├╝hst├╝ck erhalten hatten und anfingen zu essen.
 
ÔÇ×Dave ich will mit dir ├╝ber ein ernstes Thema reden. H├Âr mir bitte zu. Und bitte werde nicht b├Âse auf mich. Wenn du es anders sieht, kannst du mir das sagen. Aber was ich jetzt sage, sage ich dir, weil wir uns um dich sorgen. Dave du bist ein guter und sehr lieber Meister. Wir haben uns gleich gut verstanden. Du hast nie rumgeschrien oder warst ungerecht zu mir. Ich weiss, dass geht mich nichts an, aber trinkst du? Mein Vater sagte immer, meist trinken die lieben Leute, weil sie irgendwas nicht anders ertragen. Ich schwatze vom kranken trinken, nicht wenn du abends ein Bier trinkst. Wenn du aber krank bist, darfst du das genauso wenig trinken. Bitte sag mir ehrlich ob du trinkst. Du musst nicht b├Âse werden oder Angst haben, wir schwatzen nichts weiter. Wolfi und ich werden dir helfen. Ich hab von Heiler geh├Ârt, die dabei helfen k├Ânnen von trinken loszukommen. Wenn du nur trinkst, wenn du w├╝tend bist, musst du das lassen Dave. Das trinken f├Ąngt immer mit einen Grund hat. Zuerst vielleicht wegen Trauer oder Wut. Sp├Ąter wenn du dich daran gew├Âhnst, dass es alles sch├Ân bet├Ąubt, dann wirst du es f├╝r jedes Problem benutzen. Dann hat das trinken dich in der Hand. Und du hast gar nicht gemerkt, dass du danach s├╝chtig geworden bist. Dave manche Leute haben alles versoffen. Sie haben Haus und Hof versoffen. Aber was allen S├Ąufern passiert ist, dass sie sich am Ende um ihren Verstand saufen. Wir wollen auf dich aufpassen, denn du passt genauso auf uns auf. Wir sind eine Familie, dass hast du gesagt. Drum trinkst du? Wenn ja, dann lass uns zu einen Heiler gehen, der dir helfen kann. Ich habe geh├Ârt dass die Leute Schmerzen haben, wenn sie aufh├Âren zu trinken. Der Heiler wird dir daf├╝r was geben.
Wir werden aber nicht zu Pavo gehen. Ich weiss das Pavo und du abends auf der Treppe sitzen und dass ihr dort Bier trinkt. Entweder musst du dann Pavo erz├Ąhlen dass du trinkst und aufh├Âren willst. Oder du kannst nicht zu Pavo als Heiler gehen. Er sieht das Problem nicht ein. Und Bier darfst du abends nicht mehr trinken Dave. Trink was anderes ohne Alkohol. Wenn du magst, passen wir da auf dich auf. Wolfi oder ich k├Ânnen dabeisitzen, damit du durchh├Ąltst. Nur sag ehrlich ob du trinkst und wenn wie lange schon. Nimm unsere Hilfe an. Bitte Dave.ÔÇť
 
Marcella wartete nerv├Âs ab, was Dave antworten w├╝rde.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#47

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Fr 15. Sep 2017, 07:49

Dave musterte Marcella abwartend, als sie davon sprach ein ernstes Thema anschneiden zu m├╝ssen. Das Thema war nicht nur ernst, es war zudem sehr pers├Ânlich. Der Naridier h├Ârte sich wortlos an was Marcella ihm zu sagen hatte. Auch nachdem Marcella geendet hatte schwieg er noch eine Weile.

Dave hatte f├╝r einen Moment das Bed├╝rfnis einfach aufzustehen und zu gehen. Marcella und die anderen einfach dort sitzen zu lassen um sich mit dem Thema nicht auseinander setzen zu m├╝ssen. Aber sein Bedarf an Fluchten war f├╝r heute gedeckt und gebracht hatten sie ihm noch nie etwas.

Er war Marcella nicht b├Âse, er war auch nicht w├╝tend auf sie. Sie hatte sich nicht im Ton vergriffen. Sie hatte eine pers├Ânliche Grenze ├╝berschritten, die durchaus Zorn gerechtfertigt h├Ątte, aber Dave schob auch das beiseite. Es ging Marci nicht darum ihn zu kr├Ąnken oder um seine verletzten Eitelkeiten, es ging ihr darum, dass es ihm gut ging. Darum ging es den wenigsten Leuten die er kannte, die meisten interessierte es nicht einmal.

Er kannte sie noch nicht lange, aber sie sorgte sich um ihn. Etwas dass er von seiner Familie nicht behaupten konnte. Jedenfalls von einem Gro├čteil.

Wie konnte er ihr da b├Âse sein?

Sie hatte Recht, er selbst hatte sie als Teil seiner Familie willkommen gehei├čen und zwar in den Teil seiner Familie, der ihm am Herzen lag. Somit hatte sie eine Antwort verdient. Und vielleicht war es wirklich Zeit, sich diesem unliebsamen Problem zu stellen.

ÔÇ×Zuerst m├Âchte ich eines klarstellen, ich bin Dir nicht b├Âse. Deine Sorge ehrt mich vielmehr und ich nehme Dein oder besser gesagt Euer Angebot an. Nun ich habe nicht vor mich um Haus und Hof oder gar um den Verstand zu saufen. Und sicher sind wir eine Familie, eine die sich etwas bedeutet.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was ich Dir antworten soll Marci. Ich trinke nicht jeden Tag Unmengen an Alkohol, allerdings sobald ich Probleme habe. Und dann ohne Limit. Man k├Ânnte sagen ich bin ein Problemtrinker. Und das gef├Ąllt mir selbst nicht, aus dem Grund nehme ich das Angebot an.

Ansonsten trinke ich nichts. Nein. Also doch. Doch, ich trinke ja abends ein Feierabendbier. Ob das dazu gerechnet wird, kann ich Dir nicht beantworten. Ich habe aber schon mehrfach versucht das Bier durch Kaffee zu ersetzen. Mal klappt das ganz gut, mal leider gar nicht. Aber dann liegt es einfach daran, dass ich Geschmack auf ein Bier habe. Dann trinke ich auch tats├Ąchlich nur eins.

Bei Problemen zu trinken habe ich mit 16 Jahren angefangen, da hatte ich so eine nette Begegnung mit einer Tamjid. Sie war ein akutes Problem und es war ausreichend Wein vorhanden. Und das Problem milderte sich in dem Ma├če, in welchem ich mir den Wein in den Hals goss. Also versuchen wir es. Wir k├Ânnten beides probieren, ich erz├Ąhle Pavo mein Problem und wir gehen zus├Ątzlich zu einem anderen Heiler. Und aus dem Feierabendbier machen wir einen Feierabendkaffee ÔÇô ohne Schuss. Du kannst Dich jederzeit dazuhocken, beziehungsweise Ihr beiden k├Ânnt Euch jederzeit dazuhocken.

Eigentlich m├╝sste ich das hinbekommen. Immerhin kann ich meine Gedanken so b├╝ndeln, dass sie als Waffe funktionieren. Ich sollte es schaffen meine Gedanken genauso zu b├╝ndeln um durchzuhalten. Nur stehen sich da oft zwei W├╝nsche gegen├╝ber. Aufh├Âren sich zu bet├Ąuben und bet├Ąubt werden. Wobei es nicht um die Bet├Ąubung an sich geht, Bet├Ąubung ist wie Flucht ÔÇô man ist dem ausgewichen. Ich bin den ausgewichen. Hatte ich eben auch vor, aber ich bin trotzdem geblieben. Komisch was mich selbst betrifft, bin ich ein ziemlicher Feigling, h├Ątte eine Person die ich gerne habe das gleiche Problem ÔÇô sagen wir mal Du, w├╝rde ich keinen Zoll breit weichenÔÇť,
antwortete Dave Marci leise und trank nachdenklich einen Schluck Kaffee.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#48

Beitragvon Urako » Fr 15. Sep 2017, 14:56

<< ├╝18-Bereich - Daves Bestrafung




Es hatte eine Weile gedauert, Dave zu verdeutlichen, wie sehr Urako missfallen hatte, dass er ihn absichtlich eifers├╝chtig gemacht hatte. Doch es war vollbracht und der Naridier nun hoffentlich wenigstens f├╝r die n├Ąchsten Wochen von entsprechenden Anwandlungen befreit.

Besser gelaunt kehrte Urako zu Varmikan zur├╝ck, der mit dem Messingmoos auf ihn wartete. Urako schuldete ihm noch eine Erkl├Ąrung, warum er aus dem Mund blutete.

"Ich habe ein Wasserglas gegessen, Varmi. Dave hat eine ├äu├čerung von sich gegeben, die mich ziemlich w├╝tend gemacht und sehr verletzt hat. Ich habe das Glas gegessen, damit er sieht, wie sehr er mir damit weh getan hat. Worte reichen manchmal nicht. Keine Ahnung, ob er die Geste verstanden hat, ich glaube nicht. Ich habe darum jetzt gerade doch noch mal mit ihm gesprochen und zwar sehr deutlich, jetzt ist die Sache gekl├Ąrt."

Er setzte sich mit dem Hintern auf Varmis und Daves Bett, weil das weicher und bequemer aussah als die St├╝hle.

"Willst du das Messingmoos gleich mal ausprobieren?"
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#49

Beitragvon Marcella » Mi 20. Sep 2017, 15:04

Marcella
 
war sehr froh, dass Dave nicht b├Âse auf sie war. Er freute sich ├╝ber ihre Sorge und er erz├Ąhlte ihr von seinen Problemen. Marcella dachte nach, wie sie ihm helfen k├Ânnte.
 
ÔÇ×Wenn du ein Feierabendbier trinken willst, dann werde ich mich dazu setzen. Und ich muss deinen Kaffee ├╝berpr├╝fen. Du hast gesagt, du willst ihn jetzt ohne Schuss trinken. Dann hast du ihn vorher mit Alkohol getrunken. Viele trinken, wenn sie Probleme haben. Dann m├╝ssen wir gucken, dass wir deine Probleme loswerden. Dann kannst du besser den Trinken wiederstehen. Mit 16 Jahren trinken anzufangen ist sehr jung Dave. Was hat diese Tamjid denn gemacht? Warst du ungl├╝cklich in sie verliebt? Oder war sie frech zu dir, hat sie dir wehgetan und dich gekr├Ąnkt?
Pavo davon zu erz├Ąhlen ist eine gute Idee. Wenn dir zwei Heiler helfen, ist das besser. Pavo ist immer im Haus und wenn du mal Probleme hast, dann k├Ânnen wir zu ihm gehen. So wie er mit dir umgeht, mag er dich sehr. Dann muss er dir helfen.
Warum du andere beistehst und dir selber nicht, ist seltsam. Vielleicht denkst du, du bist nicht so viel wert wie andere? Denkst du sowas ├╝ber dich? Wenn ja, ist das dumm von dir Dave. Ich kann dir hundert Leute nennen, die nicht so nett sind wie du, die geizig sind und die fies sind und alle halten sich f├╝r wichtig und wertvoll. Und falls du denkst, ich schwatz dummes Zeug, dann frag dein Mann. Ob du f├╝r ihn wichtig bist. Die Meinung von dein Mann ist f├╝r dich immer wichtig. Was er sagt, machst du oder h├Ârst drauf. Dann frag ihn doch genauso dabei. Was sagt Varmikan dazu?
Ich denke f├╝r ihn bist du sehr wichtig. Warum macht er sonst so ein Theater um dich? Er passt auf das du was isst, er besorgt Kaffee, er meckert st├Ąndig rum. Das macht er, weil du ihm wichtig bist. W├Ąrst du f├╝r ihn unwichtig, w├╝rde er das nicht machen. F├╝r mich bist du genauso wichtig. Nicht nur weil du mein Meister bist. Du bist nett zu mir, hilfsbereit und grossz├╝gig und du zeigst mir alles was du weisst. Keiner weiss alles Dave, darum helfe ich dir genauso wie du mir. Was wir beide nicht wissen, finden wir heraus. Andere haben genauso geschafft aufzuh├Âren zu saufen. Du wirst das schaffen.
Du hast doch von Kinder erz├Ąhlt. Varmikan und du, ihr wollt euch ein Kind anschaffen. Ich habe oft Kinder geh├╝tet, daf├╝r bekam ich etwas Geld. Manche Kinder sind lieb und leicht zu h├╝ten, manche schreien sehr viel. Ich w├╝nsche euch ganz viel Gl├╝ck, dass euer Kind lieb ist und wenig schreit. Wenn du ein Kind h├╝ten willst Dave, dann darfst du nichts trinken. Dein Baby kann sich nicht helfen. Es ┬áliegt nur rum und es kann gar nichts allein. Alles was es braucht, musst du ranschaffen. Das Baby musst du f├╝ttern, s├Ąubern und du musst mit ihm sprechen. Wenn es schl├Ąft musst du aufpassen, dass es sich nicht falsch hinlegt. Sein Gesicht muss immer frei sein. Das ist deine Aufgabe, es ist dein Baby. Du musst fest daran denken, dass wenn du schlampig arbeitest, dein Baby in Gefahr ist. Wenn du faul bist und nicht nach ihm guckst, kann es krank werden, weil es im Dreck liegt. Oder es kann was ganz schlimmes passieren, wenn es keine Luft bekommt, weil es falsch liegt. Was machst du, wenn das passiert weil du besoffen warst und eingeschlafen bist? Willst du das? Ich denke du wirst ein guter Vater sein. Und du wirst lieb zu deinen Baby sein. Aber du musst daf├╝r streng zu dir selber sein. Sein Leben h├Ąngt von dir ab.
Du kannst nat├╝rlich jemand daf├╝r bezahlen f├╝r die Aufgabe. Aber das w├Ąre dumm. Ein Baby merkt wer es liebt. Und wenn du ein Baby haben willst, musst du dich selber k├╝mmern und Varmikan genauso. Aber besser ist, du k├╝mmerst dich. Dann wirst du abgelenkt und gezwungen wachsam zu sein f├╝r dein Baby. Schon kannst du nicht saufen. Du darfst nichts saufen, wenn du das Baby h├╝test.
Du musst keine Angst haben, wenn du das Baby selber versorgst. Ich werde dir alles beibringen, wie du das machen musst. Wie du dein Baby richtig anfasst, wie du es f├╝tterst und sauber machst. Das bring ich dir alles bei. Dann hast du keine Ausrede, jemand anderen die Aufgabe zu geben. Das ist deine Verantwortung Dave. F├╝r dich selber und f├╝r das Baby. So wirst du es schaffen mit dem Saufen aufzuh├Âren. Wir helfen dir und du musst mitmachen und dich anstrengen. Dann wird alles gut.ÔÇť
 
Marcella stellte ihr Fr├╝hst├╝ck in die Mitte, damit Dave davon mitessen konnte.
 
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#50

Beitragvon Varmikan Eisseher » Fr 22. Sep 2017, 14:14

Cut:
Handlung nach der Hochzeit (15.09.202 n.d.A.)



**


Varmikan hatte es sich in seinem Quartier auf dem Bett gem├╝tlich gemacht. Der Frostalb klopfte neben sich, damit es sich Puschel ebenfalls neben ihm gem├╝tlich machte.

Das Dave einen mit Worten manchmal zur Wei├čglut bringen konnte, hatte Varmikan schon am eigenen Leib erfahren m├╝ssen. Meist war das der Fall, sobald Dave sich etwas bestimmtes zu h├Âren w├╝nschte oder eifers├╝chtig wurde.

Varmikan legte Urako eine Hand um die Schulter und stellte fest, dass er die ganze Zeit nackt gewesen war. Zwar hatte das Pavo vorhin einmal beil├Ąufig erw├Ąhnt, aber irgendwie war es Varmi wieder entfallen, au├čer dass er sich seltsam wohl gef├╝hlt hatte, war alles beim Alten.

Als Urako ihm erz├Ąhlte, wie es zu seiner Verletzung gekommen war und weshalb er Glas gegessen hatte, f├╝hlte Varmikan einen tiefen Stich in der Brust. Er f├╝hlte sich schuldig und verantwortlich.

ÔÇ×Es tut mir sehr leid, das habe ich weder gewollt noch gewusst. Ich werde nochmal mit Dave in Ruhe reden, auch wenn Du es kl├Ąren konntest. Aber bitte Urako, mach so etwas nie wieder. Bist Du denn verr├╝ckt sage mal? Ich m├Âchte Dich nicht verlieren und Gasmi wie auch Dave ganz sicher auch nicht.

Du und Dave Ihr beiden seit meine einzigen Lieben die ich habe. Muss ich denn st├Ąndig auf Euch aufpassen wir auf Kleinkinder? Die sind nicht so wild und verr├╝ckt wie Ihr. Gut Eure verr├╝ckte Art ist oft sogar liebenswert und ich w├╝rde sie vermissen, aber nur ein klein bisschen weniger w├╝rde mir schon wirklich gut tun. Bitte lass den Mist UrakoÔÇť,
bat Varmi inst├Ąndig.

Sanft strich Varmi Urako ├╝ber die Schulter und kraulte ihm den Nacken hoch.

ÔÇ×Gut lass uns das Messingkraut testen. Ich werde es einnehmen und Du wachst bitte ├╝ber mich. Wir m├╝ssen seine Wirkung ergr├╝nden. Einerseits werden wir es f├╝r Mo verwenden, aber andererseits habe ich wirklich vor es als Medizin zu verwenden. Zum Beispiel falls Melisande im Nexus h├Ąngenbleibt.

Dann werden wir ihr etwas davon geben und sie wird in die Physis zur├╝ck gezwungen. In dem Fall ein positiver Nebeneffekt, sie k├Ąme eine gewisse Zeit dahin nicht mehr zur├╝ck.

Jedenfalls so lange bis die Wirkung von dem Kraut nachl├Ąsst. Das ist meine Vermutung. Sollte das Kraut so wirken, w├Ąre das perfekt. Los geht esÔÇť,
sagte Varmi und stopfte sich etwas von dem Messingkraut in den Mund.

Angewidert kaute er darauf herum, ehe er es herunter w├╝rgte.

ÔÇ×Buah, was ein Geschmack. Nun m├╝ssen wir abwartenÔÇť, schmunzelte Varmi und schmiegte sich an Urako z├Ąrtlich an.
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