Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der Tross nach Ehveros

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprĂ€gt von sanfte HĂŒgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hĂ€lt sich aus Kriegen grĂ¶ĂŸtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische NeutralitĂ€t. Von allen Herrschern ist er der GemĂ€ĂŸigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen grĂ¶ĂŸtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Bellamy Bourgeois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#21

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Mi 7. Feb 2018, 18:46

Bellamy Bourgeois nickte anerkennend und ließ den Scharfrichter seines Amtes walten. Im Gegensatz zu anderen Personen fĂŒrchtete er Dominique Dubois nicht, vielmehr sah er ihn als Kollegen. Dieser Mann fĂŒhrte einen Job aus, zudem andere nicht einmal in der Lage waren. Aber der Beruf des Henkers war genauso notwendig wie der eines Palaisins, ohne sie beide, ohne viele andere Ă€hnliche Berufe konnte die öffentliche Ordnung nicht aufrecht erhalten werden.

Welche ZustĂ€nde ĂŒber ein Land herein brachen, welches sich nicht vehement dem Verbrechen in den Weg stellte und ihm nicht nur die Stirn bot, sondern direkt den Kopf abschlug, sah man an Naridien. Obenza war ein beispielloser Ort dafĂŒr, wie weit das Verbrechen BlĂŒten treiben konnte, wenn es niemanden gab, der ihm Einhalt gebot.

Souvagne wĂŒrde durch Leute wie sie und durch Herrscher wie den Duc niemals zu einem gigantischen Obenza verkommen.

Scharfrichter Dubois hatte dem ÜbeltĂ€ter ein Joch umgelegt. Was es genau damit auf sich hatte, wusste Bellamy nicht. Aus dem Grund schaute er seinen Kollegen Dominique an und zog kurz fragend eine Augenbraue hoch, ehe er sich ebenfalls Richtung Duc umdrehte.

"Eure MajestÀt, die Kreatur ist gesichert", erklÀrte er freundlich.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Der Tross nach Ehveros

#22

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 7. Feb 2018, 18:55

Massimo

sprang von seinem Pferd und trat der Zofe von seiner Frau dabei voll in die Knochen. Die Frau stĂŒrzte zu Boden. Mit einer Bewegung hatte der Comt sein Schwert gezogen und schlug der Zofe den Kopf ab. Er packte die Überreste der Frau am Kragen und schleuderte sie ins GebĂŒsch. Mit grimmigen Blick schaute er die widerwĂ€rtige, kleine Kreatur an.

"Der FremdlĂ€nder soll gebrandmarkt werden. Zerstört sein Gesicht. Mein Bruder Melville soll ihm das Gesicht von den Knochen schmelzen. Ich verlange das als Wiedergutmachung fĂŒr die Ehre von meine Frau Herr. Verschont das Vieh vom Block, aber brandmarkt diesen FremdlĂ€nder. Gebt uns ein paar Minuten, wir sind gleich wieder da."

Massimo packte Monique am Oberarm und zog sie mit sich zu dem kleinen Bach der die Felder versorgte.

"Weine nicht Moni. Du hÀttest nicht den Platz mit mir tauschen sollen. Es ist meine Schuld, weil ich rumgestritten hab. Darum hast du den Platz getauscht. Es tut mir leid Moni. Gleich bist du wieder sauber. Ich muss dich aus dem Fetzen schÀlen, hab keine Angst."

Der Comte schnitt das Kleid mit seinem Dolch auf und schnitt es von Moniques Körper runter, so dass seine Frau nackt vor dem kleinen Bach stand. Er drĂŒckte ihr vorsichtig den Dolch in die Hand und zeigte auf den Bach.

"Geh dich abwaschen, ich bin sofort wieder da. Wasch dich ganz, egal wie deine Haare gleich aussehen. Wenn wir ins nÀchste Dorf kommen, kannst du sie machen lassen. Oder binde sie nur zusammen. Das reicht. Ich bin gleich wieder da, ich hole dir ein neues Kleid. Schrei wenn was ist Moni. Ich beeile mich."

Massimo ging zurĂŒck und holte aus dem ReisegepĂ€ck ein leichtes Kleid. Damit ging er zurĂŒck zu seine Frau. Er hing es so lange vorsichtig ĂŒber einen Ast, ehe er zu ihr ins Wasser ging. Massimo störte das nicht. Er hatte schon im Schlamm und Dreck gelegen wĂ€hrend einer Schlacht. So gut es in den kleinen Bach ging wusch er seine Frau mit Sand vom Bachufer sauber. Danach tauchte er sie ein paarmal unter. Dabei hielt er sie aber fest, dass ihr nichts passieren konnte. Er roch an ihr und an ihre Haare. Sie roch wieder sauber.

"Ich hoffe Melville darf das kleine Drecksvieh zeichnen. Könnte ja sein, dass er sich verschĂ€tzt und es abfackelt. Sowas passiert, kleiner Unfall. Kann ihm niemand ĂŒbel nehmen find ich."

Massimo schnappte sich Monique und trug sie rĂŒber auf die Wiese. Dort zog er ihr das neue Kleid an und kĂŒsste sie liebevoll.

"Da hab ich zum Ausflug zum Meer ja doch was nĂŒtzliches fĂŒr dich gelernt. Ich kann dich nicht nur aussiehen, ich kann dich sogar anziehen Moni. Weine nicht mehr. Das war widerwĂ€rtig von dem Vieh, aber du bist wieder sauber. Du siehst doch wie die Fremdlinge sind. Kein Benehmen was wollen wir mit solchen Tieren in der Gesellschaft. Da war mir der Rakshaner sogar noch lieber und das sage ich. Wobei gut, ich hab angefangen zugegeben. Der Duc wird es bestrafen lassen, da bin ich ganz sicher."

Der Comte schĂ€lte den Körper der Zofe aus dem Kleid und machte den Fetzen als Putzlappen im Bach nass. Gemeinsam ging er mit seine Frau zurĂŒck zu deren Pferd und machte das mit dem Lappen sauber. Massimo schmiss den Lappen ins GebĂŒsch und half seine Frau wieder aufs Pferd. Dann schwang er sich auf Foudre.

"Wir sind wieder da. Es kann bestraft werden."

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Dominique Dubois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#23

Beitrag von Dominique Dubois » Mi 7. Feb 2018, 19:49

"Es ist ein Messinghalsband. Ohne SchlĂŒssel kriegt der kleine Kerl es nicht mehr ab. Messing ist in der Lage, jegliche Magie erfolgreich zu blockieren", erklĂ€rte Dominique, als er den fragenden Blick des Palaisins auf sich ruhen sah. Er sprach leise, damit der Duc nicht gestört wurde. "Man stellte es zuerst fest bei Gestaltwandlern, deren WandlungsfĂ€higkeit blockiert wurden. Doch Experimente ergaben, dass es bei allen Magierichtungen funktioniert."

WĂ€hrend um sie herum alles außer sich war, die weniger gut ausgebildeten Pferde durchgingen und die Zivilisten kreischten, war Dominique zufrieden mit sich und der Welt. Der Scharfrichter war die Ruhe in Person. Er tĂ€tschelte dem kleinen Deliquenten den Kopf. "Wird schon halb so wild. Jetzt beruhige dich erst einmal."

Die fachmÀnnische Enthauptung der ungehorsamen Zofe durch den Comte de la Cantillion quittierte er mit einem anerkennenden Nicken.

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Edoardo Lombardi
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Re: Der Tross nach Ehveros

#24

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mi 7. Feb 2018, 22:41

Edoardo ritt eine ganze weile ohne Vorkommnisse am Ende des Tross.
Als unerwartet Bellamy Befehle brĂŒllte. Die Gardisten strömten aus so wie auch er. Seine Schwerthand bereit zum ziehen des Schwertes. Langsam und mit wachsamen Auge untersuchte er die Gegend. Recht schnell wurde aber Entwarnung gegebene da der Schuldige wohl geschnappt wurde.

Dennoch blieben die Gardisten kampfbereit solange sie hier noch standen. Es konnte immer noch weitere Angreifer geben. Edoardo kam nĂ€her zu der Kutsche von Prinz Ciel. Der Schutz der Duc Familie hatte im Moment höchste PrioritĂ€t. Seine GesichtszĂŒge wurden kalt und sein Blick wanderte unentwegt umher nach möglichen Gefahren Ausschau haltend.

„Mein Herr, bleibt bitte zu eurer eignen Sicherheit in der Kutsche“
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Bellamy Bourgeois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#25

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Fr 9. Feb 2018, 08:11

Bellamy ließ seinen Blick ĂŒber seine Truppe schweifen. Der Neue hatte gut und besonnen gehandelt, direkt neben der Kutsche des Prinzen Stellung zu beziehen. Bellamy warf Edoardo einen anerkennenden Blick zu. So ein Einstand in die Truppe gefiel dem Palaisin.

Dominique Dubois erlÀuterte derweil, was es mit dem Joch auf sich hatte. Selten hatte die Garde Magier oder magisch veranlagte Wesen im Gewahrsam. Dies war normalerweise die Aufgabe der Himmelsaugen. Bellamy erinnerte sich an die Verurteilung und Hinrichtung der verrÀterischen Lichtalbin. Sie hatte ebenfalls ein Joch getragen und ihr waren die Augen verbunden worden.

Palasin Bourgeois speicherte die Information umgehend in seinem GedĂ€chtnis. Zu passenden Handschellen um Delinquenten sichern zu lassen, wĂŒrde er ebenfalls Messingjochs an seine Garde verteilen lassen. Zwar begleitete neben der persönlichen Leibgarde auch mindestens immer ein Himmelsauge den Duc, aber Bellamy wollte auf Nummer Sicher gehen.

„Eine Ă€ußerst interessante Information, Danke. Ich vermute die Lichtalbin die vor kurzem hingerichtet wurde, trug ein ganz Ă€hnliches Joch. Die Garde werde ich ebenfalls mit solchen Hilfsmitteln ausstatten lassen“, antwortete Bellamy dem Scharfrichter freundlich. Auch er bedachte den Comte Massimo de la Cantillion mit einem anerkennenden Nicken fĂŒr sein Werk.

„Eure MajestĂ€t wie wĂŒnscht Ihr mit dem Verbrecher zu verfahren?“, fragte Bellamy respektvoll.

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Monique de la Cantillion
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Re: Der Tross nach Ehveros

#26

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 9. Feb 2018, 11:46

Monique wusste nicht wie ihr geschah. Zuerst wurde sie vor allen Augen gedemĂŒtigt, aber keiner der Anwesenden machte sich ĂŒber sie lustig oder zog ihr Missgeschick ins LĂ€cherliche. Nein alle Anwesenden zeigten Anstand und Besorgnis. Sie schĂ€mte sich etwas dafĂŒr, dass sie hatte weinen mĂŒssen, aber sie konnte es auch nicht verhindern.

Die lustigen Anekdoten in denen einem armen unwissenden Reisenden zur frĂŒhen Morgenstunde der Inhalt eines Nachttopfes traf, kamen Monique in den Sinn. Dies waren keineswegs nur ErzĂ€hlungen, nein so manch einem Unwissenden war es tatsĂ€chlich so ergangen.

Zwar hatte Monique keinen Nachttopfinhalt ĂŒber sich entleert bekommen, aber ob der Urin vorher in einem Nachtgeschirr schwamm oder nicht, spielte keine Rolle. Niemals hatte sie sich so gedemĂŒtigt gefĂŒhlt und so schĂ€ndlich behandelt.

Die Verwandten ihrer neuen Familie standen ihr sofort bei. Ihre Zofe wurde von ihrem Schwager zurecht gestutzt und eilte ihr umgehend zu Hilfe. Scheinbar war dies nicht schnell genug, denn einen Augenblick spĂ€ter trat ihr Mann ihre Zofe wie ein wĂŒtender DĂ€mon zu Boden und enthauptete sie. Massimo ergriff den kopflosen Torso, als wĂ€re es das Normalste von der Welt und schmiss den Torso in die Botanik des Wegesrandes.

Sie hatte sich gewĂŒnscht einmal eine LĂ€uterung zu sehen, nun hatte sie eine gesehen. Monique fĂŒhlte sich wie betĂ€ubt. Schlagartig verstand Monique, dass die Redensart – mit jemandem kurzen Prozess machen, nicht einfach nur eine Redenswendung war.

Jeder Adlige hatte das Recht auf seiner Scholle zu richten. Wie schnell und zielsicher Ihr Mann zugeschlagen hatte, flĂ¶ĂŸte Monique Respekt aber auch Angst ein.

Einen Moment spĂ€ter stand Massimo neben ihr, ergriff sie am Oberarm und zog sie hinter sich her. Sie folgte ihm gehorsam, wĂ€hrend er beruhigend auf sie einsprach. Es tat ihm leid was passiert war und er nahm die Schuld der Pinkelattacke auf sich. Nun gestritten hatte er wirklich, aber dafĂŒr dass irgendjemand vom Himmel pinkelte, dafĂŒr konnte ihr Mann nichts.

So brutal und erbarmungslos wie er mit der Zofe umgegangen war, so fĂŒrsorglich war er zu ihr. Vorsichtig zerschnitt er ihr ruiniertes Kleid und versicherte ihr, dass sie keine Angst haben mĂŒsse. Monique fĂŒrchtete sich dennoch etwas, aber mehr vor der Waffe als vor ihrem Mann. Eine Klinge so nah an der Haut zu spĂŒren, bereitete ihr große Angst.

Er verletzte sie nicht, er ritzte sie nicht, er berĂŒhrte sie nicht einmal mit dem Metall. Was hatte sie auch geglaubt? Wenn er so mit einem großen Schwert umgehen konnte, wĂŒrde er sie wohl kaum mit einem Dolch verletzten. Und sollte er je beabsichtigen sie zu verletzen, wĂŒrde ihn davon nichts abhalten können.

Sie lĂ€chelte Massimo tapfer an, obwohl sie spĂŒrte dass ihr wieder die TrĂ€nen kamen. Ihr Mann drĂŒckte ihr seinen Dolch in die Hand und forderte sie auf, sich im Bach waschen zu gehen. Er erklĂ€rte ihr, dass er ihr ein neues Kleid holen wollte. Sie nickte zur BestĂ€tigung und drĂŒckte den Dolch an sich, dabei hĂ€tte sie sich beinahe selbst geschnitten.

Vorsichtig watete sie ins Wasser des kleinen Baches. Sie wusch sich so gut sie konnte, aber der ekelerregende Gestank blieb. Verzweifelt schrubbte sie ihre Haut in dem Wasser. Sie konnte den Tross des Großherzogs nicht ewig warten lassen. Panik ĂŒberkam sie, in dem Moment war ihr Ehemann zurĂŒck und hing ein frisches Kleid ĂŒber einen Ast.

Ohne zu zögern gesellte er sich zu ihr ins Wasser und wusch sie mit Sand des nahen gelegenen Ufers sauber. Das half, ihre Haut stank nicht mehr. Dann tauchte er sie ohne Vorwarnung ein paarmal unter, hielt sie aber selbstverstÀndlich sichernd fest. Das war so typisch ihr Mann, er konnte herzensgut, liebevoll und grob zeitgleich sein. Prustend wischte sie sich das Wasser aus den Augen, wÀhrend er an ihren Haaren roch. Auch die etwas unsanfte Prozedur zeigte entsprechende Wirkung. Ihre Haare hatte er ebenfalls vom Gestank befreit.

Dass der das kleine Geschöpf abgefackelt sehen wollte, konnte Monique nachvollziehen. Wenn es nach ihr ginge, hÀtte es ihr ausgereicht, es in den nÀchsten Misthaufen zu schleudern. Trotzdem musste sie bei der Vorstellung grinsen, allein da sie Melville gerne einmal Feuer beschwören sehen wollte. Doch sie korrigierte ihre Gedanken schnell. Eine LÀuterung hatte sie auch sehen wollen und bei dem Gedanken daran wurden ihre Knie ganz weich.

Massimo nahm sie auf den Arm und trug sie aus dem Wasser. Monique schlang ihm dabei die Arme um den Hals und presste sich ganz fest an ihren Ehemann. Als er sie herunter ließ um ihr das frische Kleid anzuziehen ließ sie ihn widerstrebend los.

„Was Du ĂŒber den kleinen Unhold sagst, kann ich unterschreiben. Der Rakshaner war nicht unhöflich und er hat niemanden angegriffen. Nicht einmal Dich Massimo, er hat Dir offen und ehrlich gesagt was ihn stört. Im Vergleich zu diesem ekligen Wildpinkler solltest Du ihm eine Chance geben. Er gab sie Dir ebenso, er hĂ€tte Dein Verhalten melden können Massimo“, erklĂ€rte Monique leise.

Sie hakte sich bei ihrem Mann ein und benötigte noch einen Moment um sich zu sammeln. Nach einem Moment des Durchatmens, ergriff sie Massimo am Kinn, drehte seinen Kopf zu sich und kĂŒsste ihn lang und innig. Dabei umarmte sie ihn und drĂŒckte ihn fest.

„Danke fĂŒr die Rettung Schatz“, flĂŒsterte sie dankbar und gab ihn wieder frei.

Er nahm der Zofe das Kleid ab und trĂ€nkte es im naheliegenden Bach. Als sie gemeinsam zum Tross zurĂŒckkehrten, reinigte er sogar ihr Pferd und half ihr wieder in den Sattel. Als er selbst wieder hoch zu Ross saß, strich Monique ihm liebevoll und dankbar ĂŒber die Seite.

Das kleine Vieh war festgesetzt worden von Scharfrichter Dubois, Palaisin Bourgeois und Tarrik Tarkan. Die Frage was nun geschehen sollte, stand im Raum.

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Der Tross nach Ehveros

#27

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 9. Feb 2018, 12:27

Maximilien Rivenet de Souvagne musterte kurz den winzigen Tiefling. Fabien folgte dem Blick seines Herrn.

„Die Kreatur kann sich einen sehr ĂŒblen Scherz erlaubt haben, oder aber sie wurde bewusst entsandt um uns zu schaden. Ferner kann sie durchaus von Personen niedertrĂ€chtiger Geisteshaltung entsandt worden sein um unser Vorankommen zu unterbinden und die bevor stehenden Friedensverhandlungen zu sabotieren.

Wir werden uns nicht von unserem eingeschlagenen Weg in ein friedliches Zeitalter abbringen lassen. Weder von dieser Kreatur, noch von sonstigen Störungen. Wir setzen unseren Weg fort“,
entschied der Großherzog.

„Dominique gehen wir Recht in der Annahme, dass Ihr ĂŒber eine Möglichkeit der sicheren Verfahrung dieses StraftĂ€ters wĂ€hrend unserer Reise verfĂŒgt? Die Kreatur darf sich weder befreien noch erneute Störungen verursachen dĂŒrfen. Sollte sich diese Kreatur erneut gegen uns wenden, richtet sie mit dem Schwert. Sobald die Kreatur ausreichend gesichert ist, wird die Reise fortgesetzt. Gebt dazu kurze RĂŒckmeldung Dominique“, erklĂ€rte der Duc.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung fĂŒr etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Dominique Dubois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#28

Beitrag von Dominique Dubois » Fr 9. Feb 2018, 14:15

"Wir haben einen entsprechenden Wagen bei uns, Ă€hnlich zum Transport von Pferden, aus massivem Holz mit EisenverschlĂ€gen an den Kanten und einer SicherheitstĂŒr."

Dominique war die Freude ob des Spielzeuges, das man ihm fĂŒr die Reise anvertraut hatte, deutlich anzusehen. Stolz fuhr er fort:

"Darin ist eine mit Ketten herabklappbare Wandpritsche und eine Bettpfanne fĂŒr die Notdurft, die ĂŒber einen Spalt heraus- und hereingereicht werden kann. So wie es das auch mit dem Essen getan wird. Der Karren ist sehr schwer und wird von einem treuen alten Ochsen gezogen. Die Konstruktion stammt von der Quatre M Mordwaffen-Manufaktur, ist also allerhöchste QualitĂ€tsware."

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Re: Der Tross nach Ehveros

#29

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Fr 9. Feb 2018, 15:54

Massimo
 
freute sich ĂŒber die ZĂ€rtlichkeit von Moni. Sie musste sich nicht fĂŒr die Hilfe bedanken. Seine Hilfe war selbstverstĂ€ndlich, sie war seine Frau. Vielleicht war er etwas derb bei der Reinigung gewesen, aber er musste sie schnell sauber bekommen. Sie hatte sich nackt an ihn gedrĂŒckt als er sie aus dem Wasser schleppte. Und sie wollte ihn nicht loslassen. Gerade hatte sie ihn gestreichelt. Massimo musste schnell an was anderes denken. Er dachte an die LĂ€uterung von dem Drecksvieh, dass seine Frau besudelt hatte. Schon wieder war er mit seinen Gedanke bei seine Frau und wie sie sich nackt an ihn presste. Also dachte Massimo an Monis Worte um nicht an ihre nasse Haut zu denken. Er beugte sich zu ihr rĂŒber und kĂŒsste sie.
 
„Der Rakshaner hat Ehre bewiesen, du hast Recht Moni. Er hĂ€tte mir einen Strick draus drehen können. Hat er aber nicht. Er hat es mir direkt ins Gesicht gesagt. Er hĂ€tte  das hinter meinen RĂŒcken den Duc oder den Palaisin stecken können. Dann wĂ€re die Kacke am dampfen gewesen. Bei der ersten Rast werde ich ihn auf ein Bier einladen als Entschuldigung. Ich war ungerecht zu ihm und ich war anmassend. Er hat sich benommen, wie wir es selber erwarten. Er hat mir keinen Dolch in den RĂŒcken gerammt und er hat nicht geheuchelt. Ich hab mich wie der letzte Idiot verhalten. Warum sag ich besser nicht. Es kommt aber nicht wieder vor Moni.
Du musst dich nicht bedanken. Du bist meine Frau und ich helfe dir immer. Kann sein dass ich was hart mit dir umgesprungen bin im Wasser. Das war nicht böse gemeint. Ich wollte dich nur schnell von dem Dreck befreien. Von Unrat kann man krank werden. Deshalb hab ich mich beeilt dich schnell sauber zu schrubben. “
 
„Eure Hoheit der Befehl zur Grenzsicherung lautete, keiner FremdlĂ€nder darf die Grenzen ĂŒberschreiten. Wer kein Almane ist und unsere Grenze ĂŒberschreitet, soll Frieden mit seinen Göttern machen. Alle FremdlĂ€nder wurden aus Souvagne ausgewiesen. Die FremdlĂ€nder die sich nicht freiwillig verzogen haben landeten auf dem Block. Dank eure weisen Entscheidung.
Deshalb frage ich mich, woher kommt der Angreifer? Wer hat den in unser Land gelassen? Oder wer hat den versteckt, dass er hier im Land bleiben konnte? Grundlos wird der sich nicht nach Souvagne eingeschlichen haben. Er hat sicher weitere Kameraden versteckt. Sowas arbeitet nicht allein. Unser Henker sollte ihn verhören. Ich vermute er ist ein Staatsfeind von Souvagne. Ein VerrĂ€ter, sonst wĂ€re der nicht hier.“
 
Massimo verbeugte sich im Sattel vor seinen Herrn.

 

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Der Tross nach Ehveros

#30

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 11. Feb 2018, 00:04

Maximilien nickte Dominique anerkennend zu.

"Sehr vorausschauend gedacht Dominique. Wirf den Verbrecher in den GefĂ€ngniswagen. Wir sind nicht die Heilsarmee, wir fĂŒttern keine Delinquenten oder VerrĂ€ter. Kurz vor GrenzĂŒbertritt nach Ledwick, sprich Ehveros wirst Du dieses Subjekt einer peinlichen Befragung unterziehen.

Eure Fragen Comte de la Cantillion sind berechtigt, wir wĂŒnschen AufklĂ€rung und die Beantwortung dieser Fragen.

Keine falsche RĂŒcksicht Dominique, wobei diese Aufforderung mĂŒssen wir Dir nicht geben, wir wissen um Deine ZuverlĂ€ssigkeit und Treue.

Danach sichere ihn, beziehungsweise lass ihn gesichert. Wir werden ihn im Ausland auf dem Sklavenmarkt verĂ€ußern. Den Verkaufserlös erhaltet Ihr Comte Massimo de la Cantillion, als Wiedergutmachung fĂŒr die Schmach die Eurer Frau widerfuhr. Möge sie sich davon ein neues Kleid kaufen. Sollte der Erlös zu gering sein wird dieser zum Fehlbetrag auf die Summe von 500 Taler aufgestockt. AbrĂŒcken",
befahl der Duc.

Bellamy gab der Leibgarde ein Zeichen, sie formierten sich zum AbrĂŒcken, einige Minuten spĂ€ter brach der Tross wieder auf. ZurĂŒck blieb am Bach nur ein zerschnittenes Kleid und die Kopflose Leiche einer gelĂ€uterten Zofe am Wegesrand.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
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