Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der Tross nach Ehveros

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Der Tross nach Ehveros

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 4. Feb 2018, 12:52

Der Tross nach Ehveros

Der Tross hatte den Gro├čherzoglichen Hof verlassen und machte sich auf Richtung Ehveros. Der Wind frischte auf und vertrieb die ersten schweren Schneewolken des nahenden Winters, die sich am Himmel zusammengebraut hatten. Das Wetter schien auf ihrer Seite zu sein, vorerst.

Ein hoher, klarer Schrei zerriss die Luft. Ein nichtmenschlicher Schrei, der Ruf eines Falken der die Hand seines Himmelsauges verlie├č um die Wegroute mit seinem messerscharfen Blick auszusp├Ąhen.

Wer zur├╝ckblickte sah, dass ein Gro├čteil der Hauptstreitmacht der Souvagnischen Armee die Gartenanlage des Hofes dazu umfunktioniert hatte, den gro├čherzoglichen Hof, die Hauptstadt Beaufort wie auch die naheliegende Grenze zu sichern.

Manch einen ├╝berkam ein Gef├╝hl von Dringlichkeit, was die Friedensverhandlungen anbelangte, bei dem Anblick der schwer ger├╝steten Soldaten. Aber der Tross des Gro├čherzog hatte sich in Bewegung gesetzt und lie├č den Hof samt den Soldaten wie auch ihren jetzigen Amtsinhaber hinter sich zur├╝ck.

Die Stra├če gl├Ąnzte feucht durch den Morgentau und die ersten Sonnenstrahlen brachte sie zum dampfen. Alcanterra schritt ruhig vor sich hin, w├Ąhrend ihm der Duc etwas mehr Z├╝gel gab. Direkt neben ihm ritt Fabien, sein treuer Leibdiener.

Beaufort war keine gewaltige Stadt, zeichnete sich aber dennoch durch feinere H├Ąuser, einige Anwesen, prunkvollen Alleen und einem gepflasterten Stra├čennetz aus. Wei├če H├Ąuser herrschten zwar vor, aber auch bunte in den unterschiedlichsten Kolorierungen waren anzutreffen. Die Souvagner schienen nicht nur Burgen und Festungen zu lieben, in ihrer Hauptstadt liebten sie es farbenfroh.

Die meisten Fensterl├Ąden der einfachen H├Ąuser waren rot, gr├╝n manche sogar sonnengelb. Zudem wurden viele Fassaden von bl├╝henden Kletterpflanzen geschm├╝ckt, die nun im Herbst mit satten Rott├Ânen den Stra├čen einen besonderen Charme verliehen.

Kleine Gesch├Ąfte schmiegten sich in die engen Stadtgassen, B├Ącker, Schuster, Herren- und Damenschneider waren dort ebenso zu finden wie M├Âbel- und Geschirrmacher. Metzger und Wurstmacher priesen ihre Waren an. Besonders reichhaltig war das Angebot, welches die Fischh├Ąndler und jene die weiteres Meeresgetier anboten. Das Meer bestimmte einen Gro├čteil des Auskommens in Souvagne. Au├čerhalb der Stadt lagen die Gesch├Ąfte der F├Ąrber, Lederer und Schmiede.

Um die Springbrunnen in der Stadt hatten sich die Heiler und Apotheker angesiedelt, dahinter folgten die ersten kleineren Wohnh├Ąuser, in denen die einzelnen Zimmer der Leibeigenen lagen. Meist handelte es sich hierbei um jene, die dem Marquis de Beaufort oder dem Comte Grivois in der Stadt dienten.

Wo lang der Tross auch zog, die umstehenden B├╝rger hielten sofort in ihrer T├Ątigkeit inne und gingen auf die Knie f├╝r ihren Gro├čherzog.

Die meisten schwiegen respektvoll mit gesenktem Haupte, andere riefen Begr├╝├čungen, wiederum andere versuchten einen Blick auf ihren Duc pers├Ânlich zu erhaschen oder diesen zu ber├╝hren. Ein sinnloses Unterfangen, solange der Duc dies selbst nicht w├╝nschte, denn seine Leibgarde blieb aufmerksam, misstrauisch und wachsam.

Almanen waren ein traditionsbewusstes Volk, allen voran die Souvagner. So genossen die souvagnischen Adligen und allen voran der Duc h├Âchstes Ansehen. Die Leibgarde hatte sich nicht gro├č bei Landsleuten zu sorgen.
Aber ├╝berall auf der Welt gab es einzelne, versprengte wahnsinnige Seelen, die aus reiner Boshaftigkeit hochgestellten Pers├Ânlichkeiten zu schaden versuchten. Ferner galt es den Gro├čherzog vor fremdl├Ąndischen Feinden zu sch├╝tzen. Es gab einige Fremdl├Ąnder, die den almanischen Herrschern nach dem Leben trachteten.

Und nichts war Kriegstreibern verhasster, als ein Herrscher der sich ausdr├╝cklich f├╝r den Frieden aussprach.

So hatte sich die Bev├Âlkerung die in Ehrerbietung die Stra├če s├Ąumte meist nur mit einem freundlichen Schmunzeln oder einem knappen Gru├č zufrieden zu geben.

Sobald der Tross zum Stehen kommen w├╝rde, kam es durchaus vor, dass einzelne B├╝rger um eine Vorstellung bei dem Duc baten. Meist waren dies kleine Leute aus den umliegenden D├Ârfern, die sonst kaum Gelegenheit hatten, einmal mit dem Duc pers├Ânlich in Kontakt treten zu k├Ânnen, obwohl dieser f├╝r all seine B├╝rger ein offenes Ohr hatte.

Nach einer Weile brachten sie die erste Wegbiegung aus der Stadt heraus hinter sich und die gepflasterten Stra├čen wichen den festgetretenen Lehmwegen. Es folgten die ersten Bauernh├Ąuser, jene die die Au├čenbezirke der Stadt Beaufort markierten.

Der Duc lie├č entspannt seinen Blick ├╝ber die Landschaft schweifen, w├Ąhrend ihm Fabien ein L├Ącheln schenkte, dass nur minimal angespannt wirkte. Maximilien schmunzelte zur├╝ck.
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"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Re: Der Tross nach Ehveros

#2

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » So 4. Feb 2018, 14:01

Zusammen mit dem Tross bahnten sich auch zwei riesige Kutschen ihren Weg. Die tr├Ągen, gigantischen Gef├Ąhrte wirkten in dem Tross vollkommen deplatziert. Auf der hinteren Kutsche prangte das Wappen der Familie de Thibodeau, in dieser fuhr die erste Beifrau des Ducs. Auf der vorderen prangte das Bastardwappen. Da der in dieser Kutsche befindliche Prince eben jener Beifrau entstammte und nicht der Duchesse, war es ihm nicht gestattet, das reine Wappen von de Souvagne zu tragen. Stattdessen trug er das Wappen mit einem roten Balken versehen, welcher diagonal dar├╝ber lag, als w├╝rde er das Wappen durchstreichen.

Doch der Bastard reiste nicht allein. Bei ihm in der Kutsche war, nicht ganz offiziell, sein Halbbruder Kronprinz Dreaux. W├Ąhrend die meisten Mitglieder des Trosses sich die Hauptstadt ansahen, die Landschaft betrachteten oder den Schaulustigen zuwinkten, sa├č Ciel im Inneren seines ├╝berdimensionierten Gef├Ąhrts an dem fest montierten Schreibtisch und arbeitete. Er w├╝rdigte der Sch├Ânheit der Umgebung keines Blickes, f├╝r ihn war ein Fenster nur zum Lichtspenden gut, damit er etwas auf seinen Papieren erkennen konnte. Vorn auf dem Kutschbock klimperte Nathan mit seiner Lyra und er klimperte und sang sehr laut, damit niemand h├Ârte, wenn Ciel und Dreaux sich unterhielten. Immerhin sollte Dreaux eigentlich den Thron h├╝ten, w├Ąhrend der Duc nach Ehveros reiste. Stattdessen hatte Ciel ihn in seiner Kutsche mitgeschmuggelt.

Mit seinem Leibdiener Khawa schmollte Ciel, er wollte ihn nicht sehen und hatte ihm nicht Bescheid gegeben, wann sie abreisen w├╝rden und ihm auch kein Pferd zur Verf├╝gung gestellt. Khawa war doch nun ein freier Mann, sollte er sich selbst eines kaufen. Zufrieden damit, dem ehemaligen Rakshaner derart eins ausgewischt zu haben, wandte Ciel sich an Dreaux.

"Ich habe hier die Import- und Exportstatistiken der letzten Monate", erkl├Ąrte er und tippte auf die Unterlagen. "Ich habe sie zusammentragen lassen, um zu pr├╝fen, ob irgendwer von dem Krieg wirtschaftlich profitiert, ganz so, wie wir es besprochen hatten. Vater glaubt noch immer dran, dass es sich um eine blo├če Fehlentscheidung von Kaisho handelte, sich in einen Krieg einzumischen, der sie ├╝berhaupt nicht betraf. Ich aber traue den f├╝hrenden K├Âpfen von Kaisho durchaus ausreichend Weitsicht zu. Nein, irgendwer muss daran verdienen und das nicht zu wenig. Unser Hauptverd├Ąchtigen in dieser Hypothese waren vorerst vor allem Kaisho und Naridien, ferner aber auch Avinar. Ich habe mir alles angesehen, nun bist du an der Reihe. Was h├Ąlst du davon?"

Ciel schob die Unterlagen her├╝ber zu Dreaux. Bevor sie es sich gem├╝tlich machten und ihre Freizeit genossen, wollte Ciel, dass sie gearbeitet hatten. Andernfalls k├Ânnte er keine einzige freie Minute genie├čen.
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Dreux Gifford de Souvagne
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Re: Der Tross nach Ehveros

#3

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Mo 5. Feb 2018, 10:10

Dreux sa├č ├Ąu├čerst zufrieden und bequem in der riesigen Kutsche seines Bruders. Wie ├╝blich arbeitete sein Bruder, vermutlich arbeitete dieser sogar noch nachts im Schlaf und notierte sich morgens seine Eingebungen. Dreux streckte seine Beine lang aus, lehnte sich gegen das Fenster und zog die Gardine etwas zur Seite. Allerdings nur soweit, dass man ihn nicht erkennen konnte.

Dreux staunte nicht schlecht, als er Khawa direkt hinter Chevalier Jules de Mireault auf dem Pferd sitzen sah. Er lie├č die Gardine wieder sinken und schaute seinen Bruder an.

ÔÇ×Du wirst es nicht glauben, Dein Leibdiener Khawa sitzt hinter seinem Nemesis de Mireault auf dem Pferd. Was so ein neuer Name und eine neue Staatsb├╝rgerschaft so alles bewirken kannÔÇť, erkl├Ąrte Dreux verwundert.

Als sein Bruder ihm die Import- und Exportstatistiken vorlegte, schaute Dreux sehr geflissentlich dar├╝ber.

ÔÇ×Nun generell muss man das Ganze von einigen Seiten beleuchten. Die erste Frage die ich mir bei so einer Aufkl├Ąrung stellen w├╝rde Ciel ist, wie Du schon richtig sagst, wer verdient an der ganzen Sache? Wer profitiert davon und verdient sich eine goldene Nase? In den meisten F├Ąllen ist Geld der Beweggrund f├╝r eine Handlung.

Allerdings k├Ânnte auch eine Expansion, kurzum Landgewinn eine Grund gewesen sein. Wie wir nun erfahren haben, vergr├Â├čert sich Ehveros um Ledwick. Ein Krieg zerst├Ârt alte Strukturen, weicht Grenzen auf oder rei├čt sie sogar ein. Man muss nicht immer selbst einen Eroberungsfeldzug f├╝hren um sich Land einzuverleiben. Man muss vielleicht nur einen anzetteln.

Felipe war schon immer ein schlauer Fuchs. Er hatte Roderich in der Hand. Im Grunde hat Felipe ├╝ber Ehveros und die Hohe Mark geherrscht. Nun der Krieg h├Ątte sich f├╝r ihn momentan nicht gelohnt. Er hat die Hohe Mark verloren, daf├╝r allerdings Ledwick gewonnen. Ich gehe davon aus, dass Ledwick legitim in sein Herzogtum integriert wird. Kurzum, dass es bald Ledwick nicht mehr geben wird und zu einem weiteren Teil von Ehveros wird.

W├Ąre die Hohe Mark noch in seiner Hand, h├Ątte er ein gewaltiges Gro├čherzogtum, sprich Almanien h├Ątte sich dann in Gro├č-Ehveros und Souvagne aufgeteilt. Vermutlich w├Ąre der n├Ąchste Schritt dann gewesen, die beiden Herzogt├╝mer zu vereinen. Aus den ehemals vier Herzogt├╝mern w├Ąre somit ein gigantisches Herzogtum entstanden.

So ein Herzogtum h├Ątte nat├╝rlich immense Vorteile, allerdings auch seine eigenen Nachteile. Wobei w├╝rde man die Herrschaft in Lehen unterteilen selbst ein gigantisches Land regiert werden kann.

Auf der anderen Seite haben wir nun die Tieflinge in der Hohen Mark.
Sie haben die Bev├Âlkerung als die ihre angenommen, sollten diese sich ebenfalls zur neuen Hohen Mark bekennen. Warten wir ab, was sich daraus entwickelt.

Und wer wei├č was Felipe oder Vater bez├╝glich Souvagne und Ehveros planen. Ich denke jeder von beiden hat dort so seine ganz eigenen Vorstellungen davon. Ein Zusammenschluss von Souvagne und Gro├č-Ehveros w├Ąre ebenfalls ein gewaltiger Machtgewinn. Aber ob man Vater davon ├╝berzeugen k├Ânnte?

Solch eine Fusion w├Ąre normalerweise ein gewaltiger Machtgewinn f├╝r den Mann.
Da aber in Ehveros eine Frau auf dem Thron sitzen wird, k├Ąme dann nur eine Doppelherrschaft in Frage bei einem Zusammenschluss von Souvagne und Ehveros. Ansonsten w├╝rden wir ja unser Land an Felipe verschenken.

Also zur Rekapitulation.
Hinter dem Krieg k├Ânnte sich jemand verbergen der daran verdient.
Hinter dem Krieg k├Ânnte sich jemand verbergen der damit sein Land erweitert.

Oder es k├Ânnte sich dahinter jemand verbergen, der ein ganz anders geartetes Interesse hat und den Krieg als Vorwand nutzt Ciel. Beseitigung von unliebsamen Feinden, w├Ąre nur eine von vielen m├Âglichen Optionen. Da kommen wirklich zig V├Âlker in Betracht, vielleicht sogar insoweit um es einem anderen in die Schuhe zu schieben. Du wei├čt doch, wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Aber wer ist hier der Dritte? Das wissen wir leider noch nicht.

Allerdings tippe ich auf Punkt eins, Geld ist immer noch der m├Ąchtigste Anreiz. Woran hast Du gedacht? Finanztechnisch hast Du mehr drauf als ich, hast Du irgendwen ausfindig machen k├Ânnen, der daran durchweg gut verdient?ÔÇť,
fragte Dreux seinen Bruder.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Der Tross nach Ehveros

#4

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Di 6. Feb 2018, 16:20

Massimo  
 
schloss sich mit seinen Br├╝dern und seine Frau dem Tross vom Gro├čherzog an. ┬áEr ritt neben Maurice in ihre Mitte Monique, damit er sie jederzeit besch├╝tzen konnte. Sein Blick fiel auf Khawa. Der Rakshaner hockte mit auf dem Pferd von Jules dem Himmelsauge des Duc. Massimo schnaubte ver├Ąchtlich. Der Rakshaner nahm sich einiges heraus, aber das war die H├Âhe. Jules schien das heute nicht zu st├Âren. Dabei war der sonst genauso hart gestrickt was diese widerw├Ąrtigen Fremdlinge anging wie Massimo selber. Er tippte seine Frau an und in Richtung Rakshaner. Massimo vermisste sein Gargole der dem Rakshaner Respekt beibrachte. Er selber konnte das genauso, aber Komavan machte das h├Ąrter und effektiver.
Der Comte stellte sich vor wie Komavan Khawa von Jules Pferd riss und ihn so oft ├╝ber die Schulter warf und auf den Boden klatschte, bis der den gleichen Gesichtsausdruck hatte wie der gel├Ąuterte Fisch. Dann konnte der W├╝stenwilde in zwei Richtungen gleichzeitig gucken. Aber Khawa war nichts gegen die falsche Schlange Tarkan die sich in ihre Reihen geschlichen hatte. Vor einiger Zeit hatte er noch mit Komavan und Nal geplant sich ins Lager von Tarkan zu schleichen und sich den Kopf von der Schlange zu holen. Eine Armee musste nicht mit der Waffe oder Magie gestoppt werden. Tarkan zu t├Âten war keine L├Âsung um die Festung zu befreien. Die Wilden w├╝rden einen neuen Anf├╝hrer benennen. Drum wollten sie Tarkan als Geisel nehmen. Und sie wollten sehen, wieviel den Wilden das Leben von Tarkan wert war. Er hatte vor die Wilden zu erpressen. Entweder zogen sie von der Feste der Zwerge ab und zogen sich zur├╝ck, oder Tarkan w├╝rde ├Âffentlich vor ihren Augen gel├Ąutert und von danach von ihm enthauptet. Aber dazu war es nicht gekommen. Und jetzt ritt dieser stinkende W├╝stensohn in ihre Mitte als geh├Ârte er dazu. Von seinen zwei Frauen waren bestimmt drei Ziegen. Massimo verabscheute den Kerl. Wenn er ihn nur ansah wollte er ihn schon mit seinen Turban erdrosseln und an den n├Ąchsten Baum h├Ąngen. Aber er beherrschte sich. Der Duc hatte den widerlichen Hy├Ąnenanbeter eingeladen und Massimo musste sich dem beugen. Scheinbar wurde Tarkan f├╝r die Verhandlungen gebraucht. Danach konnten sie ihn ruhig in das finsterste Loch stecken. Massimo behielt den Turbantrottel genau im Auge.
Was sich wohl der Zwergenk├Ânig dachte, dass der gemeinsam mit der Schlange Tarkan reisen musste. Wobei der hatte eigentlich genauso wenig in ihrem Land verloren. Massimo traute den Zwergen genauso wenig. Zuerst kannten die Zwerge niemanden. Dann als alles verloren war erinnerten sie sich, dass es noch andere V├Âlker gab. Aber Massimo glaubte dem Zwerg ehr als Tarkan. Und dann war da noch der Tiefling der nun Herrscher ├╝ber die Hohe Mark war. Das hatte der Roderich erstklassig hinbekommen. Er hatte sein Volk f├╝r Fremdlinge verheizt und mit seinen Versagen verraten. Die Leute mussten sich nun einen D├Ąmon aus den stinkenden S├╝mpfen beugen.
Massimo traute keinen der Fremdl├Ąnder. Sie alle hatten den Krieg selber verursacht und nun waren sie hier und wollten die Hilfe vom Duc. Solange Frieden herrschte lachten die anderen Herrscher ├╝ber seinen Herrn. Sie dachten, dass er schwach war weil er Krieg ablehnte. Sie hielten sich f├╝r Helden, weil sie sofort zu den Waffen griffen und sich ├╝berall einmischten. Und jetzt wo ihre L├Ąnder verw├╝stet waren, kamen sie angekrochen. In den Krieg zogen sie jubelnd, zur├╝ck kam von ihnen keiner so. Scheinbar war Frieden doch keine Schw├Ąche. Dass die Souvagner die Himmelsaugen, Kampfmagier, Ritter und B├╝ttel nicht umsonst hatten daran dachte keiner. Sie alle k├Ąmpften jeden Tag daf├╝r dass es in ihrem Land ruhig blieb. Und er selber sorgte genauso daf├╝r wie viele andere.
Massimo gefiel es nicht, dass der Duc ihr Land verliess. Der Duc geh├Ârte f├╝r Massimo zu Souvagne wie die Gargole und die Salzwiesen. Er geh├Ârte nicht in die Fremde, sondern an seinen Hof. Irgendwie hatte der Comte ein mieses Gef├╝hl bei der Sache. Die ganze Reise nur f├╝r die Fremdlinge und ihre hausgemachten Probleme. H├Ątte der Duc Massimo um Rat gefragt, h├Ątte er vorgeschlagen f├╝r die Verhandlungen einen Botschafter zu schicken. Felipe war ein Almane, aber er war verschlagen und gef├Ąhrlich und Massimo traute ihm┬á alles zu.┬á Sie mussten auf seinem Land und an seinem Hof vorsichtig und wachsam sein. Massimo tastete kurz nach seinem Schwertgriff. Seine Bef├╝rchtungen schickte er gedanklich zu seine beiden Br├╝der. ┬á
Massimo wandte sich ganz leise an Maurice und seine Frau.
 
ÔÇ×Die Fremdl├Ąnder scheinen verhandeln zu wollen. Sie haben sich bem├╝ht, aber das alleine gen├╝gt nicht. Ich halte Felipe f├╝r gef├Ąhrlicher als alle anderen zusammen. Ob der das ehrlich meint wissen wir nicht und zu allem ├ťberfluss werden wir uns dann noch auf seinen Land befinden. Heimvorteil, Ortsvorteil, Machtvorteil. F├╝r wen gehen wir das Risiko ein und bringen sogar unseren Herrn in Gefahr? F├╝r Fremdl├Ąnder. Dass schmeckt mir absolut nicht, dass sage ich euch. Wie viele gute M├Ąnner sollen noch sinnlos sterben f├╝r die Unf├Ąhigkeit anderer? Die Fremdl├Ąnder halten uns sonst f├╝r r├╝ckst├Ąndige Eigenbr├Âtler. Aber so r├╝ckst├Ąndig sind wir wohl doch nicht, weil unser Land noch steht. Auf einmal erinnern die sich, dass sie nicht alleine auf der Welt sind. ┬áUnd wann erinnern die sich? Jetzt wo die die Hand aufhalten wollen f├╝r Unterst├╝tzung. Vorher hat keiner von denen gefragt, oder selber in Betracht gezogen zu verhandeln.
Der Glaube verpflichtet doch nicht nur uns. Der Glaube verpflichtet alle V├Âlker die Unschuldigen zu besch├╝tzen.
Und das mit der Hohen Mark wird noch nicht vom Tisch sein. Den Kasper Roderich wird Felipe durch einen anderen Hampelmann ersetzen wollen. Der ist Brot gew├Âhnt und so schnell l├Ąsst der nicht los. Damit ist f├╝r uns gar nichts gewonnen, oder glaubt ihr der Tiefling wird da lange auf dem Thron hocken? Ich glaub da irgendwie nicht dran. Felipe wird allein wegen der Hohen Mark auf Krawall geb├╝rstet sein, dabei hat er sich schon Ledwick unter den Nagel gerissen. Vielleicht behandelt der Tiefling die Leute sogar besser, als das Roderich je getan hat. W├Ąre ja keine Kunst. Aber was geschieht, wenn Felipe sich gegen den Tiefling wendet? Entweder stehen wir dem Tiefling bei. Dann m├╝ssen wir Partei ergreifen. Oder wir bleiben neutral. Dann reisst Felipe vielleicht noch die Hohe Mark an sich. Das kann nur verhindert werden, indem wir nicht mehr neutral bleiben. Egal wie wir das drehen oder wenden wir m├╝ssen ein Kr├Ąfteausgleich herstellen. Wir m├╝ssen ein B├╝ndnis eingehen sonst werden die Gegner zu m├Ąchtig.ÔÇť
 
Massimo beugte sich zu Monique und streichelt ihren R├╝cken.
 
ÔÇ×Noch sind wir in unserem Land Moni, ├╝berleg dir ob du weiter mitkommen willst, oder ob du umkehren magst. Wenn du bleibst, bleib die ganze Zeit an meine Seite. Wir lassen uns zusammen unterbringen. Wir werden nicht getrennt wohnen und du wirst in kein Frauenzimmer ziehen. Ich frier mir lieber den Arsch ab und gebe dir meinen Umhang f├╝r die Nacht, als dass die dich einsacken. Ich meine, was mir zu der Rakshanischen Schlange eingefallen ist, kann genauso anderen einfallen. Mit einem Faustpfand kann viel erreicht werden. Du kannst jemanden ├╝berzeugen zuzuh├Âren oder Eingest├Ąndnisse einfordern. Ich habs oft selber getan, daher weiss ich das. Egal was in Ehveros passiert oder vorgegeben wird, wir trennen uns nicht. Weder zum schlafen, noch beim essen oder feiern oder sonst wo. Du bist meine Frau, du bleibst an meine Seite Moni. Ich h├Ątte sonst keine ruhige Minute. Versprich mir das Moni.ÔÇť

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Re: Der Tross nach Ehveros

#5

Beitrag von Tarkan » Di 6. Feb 2018, 20:21

Tarkan ritt auf einem Pferd. Das war insofern bemerkenswert, dass er Pferde recht herablassend betrachtete. Sie waren dauernd krank und konnten nur bei perfektem Untergrund gehen, bei dem kleinsten Hindernis scheuten sie. Er h├Ątte einer guten Reithy├Ąne eindeutig den Vorzug gegeben.

Er bemerkte, wie viel Hass ihm in den Blicken mancher Reisender entgegenschlug. Einer der Mitreisenden ├╝bertrieb es. Er starrte sowohl Khawa als auch Tarkan mit offenem Hass hinterher. Tarkan war m├╝de und krank und f├╝hlte sich von dem Kerl bel├Ąstigt. Er h├Ątte sich beim Duc beschweren k├Ânnen oder bei dessen Palaisin, doch das war nicht Tarkans Art, genau so wenig wie vor biestigem Fu├čvolk auszuweichen. Stattdessen ritt er genau neben den Mann, hielt mit dessen Pferd schritt und starrte zu ihm her├╝ber.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#6

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 7. Feb 2018, 05:17

Massimo

unterhielt sich gerade mit seine Frau und hatte andere Gedanken als die Schlange Tarkan sich an ihn klemmte. Der Rakshaner starrte ihn an. Dabei hatte er nicht den Anstand sein Gesicht zu zeigen. Vielleicht war das besser so, wer wusste wie der unter dem Turban aussah. Das was er sah reichte Massimo schon. Massimo starrte kalt zur├╝ck.

"Was soll das Geglotze Rakshaner? Was wird das, wenn es fertig ist? Hast du kein Benehmen? Ich rede privat mit meine Frau. Halt Abstand oder besser noch verzieh dich."

Massimo sprach leise und sein Blick verfinsterte sich.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#7

Beitrag von Tarkan » Mi 7. Feb 2018, 07:40

Tarkan dachte ja gar nicht daran, sich von irgendeinem kleinen Tunichtgut vertreiben zu lassen. Er war niemand, der im eigenen Heer sonderlich viel wert darauf legte, dass man ihn als jemand H├Âhergestellten behandelte, aber sich vom Fu├čvolk seines Gastgebers dumm anmachen lie├č er auch nicht. Anstatt wegzureiten, lie├č er sein Pferd ein St├╝ck n├Ąherr├╝cken. Er war verletzt und ersch├Âpft, aber er war auch stinksauer. Nach einem Jahr Kampf am St├╝ck hatte er die Schnauze einfach nur voll.

" Wenn du mit deiner Frau sprichst, dann solltest du sie anehen und nicht fremden M├Ąnnern hinterherschauen. Jemanden derart anzustarren ist ausgesprochen unh├Âflich. In manchen Kreisen legt man es als romantisches Interesse, in anderen als Herausforderung aus. Ich bin ein Staatsgast", knurrte er, "aus meiner geliebten Steppe in dieses Land gereist, um ├╝ber Frieden zu verhandeln. Einen Frieden, auf den in den Reihen meines Volkes kaum jemand Lust hat. Besser, du h├Ąltst den Mund und siehst in eine Richtung, die angemessen ist."

Diese Reise war f├╝r ihn purer Stress, nicht zuletzt, da er wusste, dass sein sch├Ąrfster Rivale Dschan ihm am liebsten schon allein daf├╝r den Hals umdrehen w├╝rde, dass er sich ├╝berhaupt auf den Weg gemacht hatte. Tarkan rechnete mit einer b├Âsen ├ťberraschung, wenn er heimkam. Er machte sich wenig Freunde damit. Und nun musste er sich auf dieser Reise auch noch von einem dahergelaufenen Wichtigtuer vollfurzen lassen.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#8

Beitrag von Komavan » Mi 7. Feb 2018, 07:51

Komavan befand sich derweil auf halbem Wege zwischen dem Lehen der de la Cantillions und dem Tross. Er stand als steinerne Statue an einem versteckten Platz im Wald, wo er des Sonnenunterganges harrte. Massimo hatte ihn nicht mitgenommen. Er hatte sich nicht einmal verabschiedet! Entweder, weil seinen treuen Gargoyle vergessen hatte, oder weil er vor lauter Schmetterlingen im Bauch nur noch mit seiner neuen Frau besch├Ąftigt war. Komavan war wenig erfreut, vor allem, weil er wusste, dass Massimo ihn brauchte. Er hatte beschlossen, auf eigene Faust mitzureisen, ob der Comte ihn dabei haben wollte oder nicht. Wie Komavan seinen Freund kannte, w├╝rde der mit seiner charmanten Art eines Holzhammers bald Probleme bekommen und was w├Ąre er f├╝r ein W├Ąchter, nur auf Zuruf auf ihn zu achten? Noch war es Tag, doch bald w├╝rde die Dunkelheit sich auf das Land senken und Komavan erneut zum Leben erwachen.
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Re: Der Tross nach Ehveros

#9

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 7. Feb 2018, 11:37

Massimo

fluchte innerlich. Dieser Hy├Ąnenk├╝sser r├╝ckte ihm noch n├Ąher auf den Pelz. Massimo fand das ├╝berhaupt nicht witzig. Er konnte sich keinen Platz verschaffen und zu Seite ausweichen. Auf der anderen Seite neben ihn ritt seine Frau und er w├╝rde sie abdr├Ąngen. Sie ritt ein normales Pferd. Foudre w├╝rde es sonst zur Seite r├Ąumen. Er w├╝rde seine Frau nicht gef├Ąhrden. Zudem sah er ├╝berhaupt nicht ein, sich vor seine Frau von so einen W├╝stenaffen als Schlafsack darstellen zu lassen. Was sie dann von ihm dachte, war sowas von klar. Was hing sich der widerw├Ąrtige Wilde ├╝berhaupt in ihr Gespr├Ąch? Das war die H├Âhe.

"Bis gerade hab ich noch meine Frau angesehen. Dann kamst du und gehst mir auf die Eier. Schwatz einen anderen voll. Das ist unser Land und ich kann hingucken wo ich m├Âchte. Romantisches Interesse an dir ganz bestimmt nicht. In der W├╝ste gibts wohl keine Spiegel. Eine Herausforderung h├Ąttest du gesp├╝rt Rakshaner. Daf├╝r h├Ątte ich dir meinen Panzerhandschuh um die Ohren geschmettert. Zudem hast du dich an mich geklemmt und nicht umgekehrt.
Korrekt du bist Staatsgast vom Duc. Stimmt v├Âllig. Du hast von mir die Erlaubnis sofort damit anzufangen dich wie ein Gast zu verhalten und nicht wie der Herr ├╝ber Souvagne. Zuerst rutscht du mal ein St├╝ck von mir weg mit deinen Gaul oder ich helfe nach. Nat├╝rlich bist du hierher gereist f├╝r Friedensverhandlungen. Glaube ich dir, dann solltest du die Einwohner genauso friedlich behandlen und die nicht ver├Ąrgern. Ich bin hier ein Ureinwohner. Und wir sind sogar eine Meinung, von uns hat kaum einer Lust auf Verhandlungen mit euch. Jeder kennt euch und jeder weiss was ihr f├╝r Leute seid. Wer keinen Anstand kennt, der h├Ąlt sich genauso wenig an sein Wort. Wann ich mein Mund halte entscheide ich, dass ist meine Scholle. Ich lass mir von dir nicht den Mund verbieten. Ich soll den Mund halten und woanders hinsehen, sonst was? Sprich dich aus."

Dieser Wilde war unglaublich wie er mit ihm umspang. Massimo h├Ątte ihn am liebsten vom Pferd getreten. Oder sich wirklich seinen Panzerhandschuh geschnappt. Aber den h├Ątte er dem Wilden dann mit der Faust darin ins Gesicht gegraben zur L├Ąuterung. Die Aufforderung nach Platz h├Ątte das W├╝stenw├╝rstchen sofort kapiert. Und das alles vor seine Frau. Massimo sch├Ąumte vor Wut. Vielleicht halfen ja paar klare Worte.

"Blamier mich vor meine Frau dann bring ich dir Benehmen bei vor allen. Ich warne dich, lass es sein."

Zischte Massimo Tarkan leise an. Er bliess sich eine Haarstr├Ąhne aus dem Gesicht und starrte den Rashaner in die Augen. Wer schuld war, wusste Massimo genau. Khawa hatte ihm als Rache diesen Turban auf den Hals gehetzt. Er hatte ihm nie verziehen, dass er ihn mit seine R├Ąuberbande gestellt und aufgerieben hatte. Danach war er zum Schossh├╝ndchen von Ciel dressiert worden. Das sass tief in diesem Wilden. Aber das hatte er sich selbst zuzuschreiben. H├Ątte er keine Souvagner angegriffen und ├╝berfallen, w├Ąre er heute noch frei und kein dessierter Zirkusaffe. Massimos Blick zuckte zu Khawa. Sobald er die Gelegenheit hatte, w├╝rde er ihm daf├╝r danken. Dem w├╝rde er eine Abreibung verpassen die der nicht vergessen w├╝rde.
Massimo schaute Monique an und dann Tarkan. Er konnte die Situation neben seine Frau nicht hochgehen lassen. Bei einem Kampf wurden oft Unbeteiligte mehr verletzt als die K├Ąmpfer. Und er wollte nicht dass sie verletzt wurde. Er hatte ihr was anderes geschworen. Er hatte den Duc einmal entt├Ąuscht als er ihn nicht rechtzeitig ├╝ber den Krieg informierte. Sein Herr hatte ihm eine Chance gegeben. Er hatte sie genutzt und der Duc hatte ihm verziehen. Noch eine Chance bekam er sicher nicht. Wenn er seine Familie erneut in Schwierigkeiten brachte, fiel das auf Moni mit zur├╝ck. Und sein Bruder Melville w├╝rde das nicht so einfach schlucken. Er schaute kurz nach seinem ├Ąltesten Bruder. Er selber wollte genauso Frieden f├╝r seine Familie und sich. Wenn er das jetzt durch sein dummes Maul zerst├Ârte, landete er vielleicht sogar auf dem Block. Massimo schnaufte durch um sich zu beruhigen.

"Ich nehme meine Worte zur├╝ck. Ich war w├╝tend und habe ohne nachzudenken gesprochen. Entschuldige bitte, du hast Recht. Keiner ist hier weil er den anderen so gut leiden kann. Aber du bist hier, weil du es versuchen m├Âchtest. Als Gast hast du dich zu benehmen, dass ist klar. Aber ich habe mich dir gegen├╝ber genauso zu benehmen, da du Gast meines Herrn bist. Verzeihung."

Lenkte Massimo ein.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#10

Beitrag von Tarkan » Mi 7. Feb 2018, 12:11

Tarkan bemerkte das streitlustige Funkeln in den Augen des Mannes, der offenbar nicht nur ihn, sondern auch Khawa auf dem Kieker hatte, so wie er zu dem her├╝berblickte dann aber lenkte der Almane wider Erwarten ein. Ob er es nun aufrichtig meinte oder nicht, es war ein Wort. Tarkan verzichtete daher auf eine Erwiderung der anf├Ąnglichen Garstigkeiten und nickte dem Mann nur knapp zu.

"Wir haben alle die Nase vom anderen voll. Es war ein gutes Jahr mit einer sch├Ânen Schlacht, doch genug ist ist genug. Sehen wir zu, dass wir einen Frieden vereinbaren, damit wir uns so schnell nicht wieder sehen m├╝ssen."

Er trieb sein Pferd an und ritt seines Weges.

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