Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Argentocoxos - Thabit

Biomechanoiden, die eine enge Symbiose mit ihrem Kapitän eingehen. Ihre Gesinnung kann sehr unterschiedlich ausfallen.
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Davard von Hohenfelde

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Argentocoxos - Thabit

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 24. Aug 2019, 16:48

Argentocoxos - Thabit


Name: Argentocoxos oder Thabit
Seele: Thabit von Wigberg
Art: Lebendes Schiff, Biomechanoid
Gesamtlänge: 388 Meter
Spannweite: 271 Meter
Gewicht: keine Angaben
Verdrängung: 249.770 Tonnen
Maximale Tauchtiefe: 30.000 Fuß/9.144 Meter
Maschine: 1 GDSS Nuklear Fusions Kern
Antrieb: 6 Hybrid MHD/Hydroturbine Drives
Reisegeschwindigkeit: 180 Knoten/333 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 220 Knoten/407 km/h


Aktueller Kapitän:
Irving


Aussehen:

Schiff:
https://i.pinimg.com/originals/36/2d/a0 ... 07edc4.jpg


Bewaffnung/Ausstattung:

6 SLR-83 (Long Range) "Avenger" Hochenergie-Pulslaserkanonen.
4 SLR-84 (Long Range) Hochenergie-Pulslaserkanonen "Stingray".
8 SMR-72 (mittlere Reichweite) "Scorpion" Hochenergie-Pulslaserkanonen.
6 einsatzfähige "Hellfire" -Railguns mit Geschütztürmen.
36 x 6 Röhren RAFIT Torpedobatterien (Bogen)
12 x 6 Röhren RAFIT Torpedobatterien (Stern)
Bis zu 20 ICBMs der Triton IV-E-Revelation-Klasse mit jeweils 8 MIRVs (insgesamt 3400 Megatonnen)
Bis zu 160 Raytheon Pathfinder III Hypersonic Cruise Missiles

Defensive Systeme:
Mark X Intercept Torpedos
Incom Gegenmaßnahmenpakete
EMP-Feldgenerator (Anti-Torpedo)


Nahrung:
Argentocoxos die Energie seines Nuklear Kerns, sowie Seelen seiner dargebrachten Opfer



Beschreibung:

Argentocoxos
"In seinem Inneren findet sich alles Wissen, das die Familie Wigberg im Laufe der Jahrhunderte - oder sind es Jahrtausende? - angehäuft hat. Anhand der Form der Räumlichkeiten lässt sich erahnen, dass die Bibliothek kein unterirdisches Gebäude ist, sondern ein großer Biomaschinoid.

Mehr noch - er spricht zu seinem Gast. Die Stimme ist mechanisch, künstlich, doch die Seele dahinter ist die eines Menschen: Niemand geringeres als Thabit von Wigberg, der um das Jahr der Asche herum lebte.

Die gesamte Bibliothek wird gebildet vom Tauch-Schiff Nr. 5, Name Argentocoxos, beseelt und zu einem Leviathan modifiziert. Es ist eines der sieben Relikte aus der alten Welt und es ruhte in Ledwick, bis wir es bargen und umbauten. Thabit war jener, dem das gelang. Und dieser Biomechanoid ist in der Lage, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen - samt dem Wissen, dass er in sich birgt.

Argentocoxos ist organischer Natur und bildet mit seinem Kapitän eine Einheit. Die Erschaffung dieser Schiffe ist ein kompliziertes Verfahren und wurde von Äonen von Jahren von Thaumaturgen, speziellen Nekromanten durchgeführt.

Ein Schiffsgrundgerüst das die Funktion eines Skeletts übernimmt, wurde mit zusätzlichen Antriebsaggregaten hergestellt und mit einer Schicht aus gereiften Syntfleisch, Knochen und Panzerung überzogen. Das Syntfleisch wurde aus der Spende des Besitzers/Schöpfers gezogen und reifte in speziellen Behältern heran, bevor es auf das Schiff implantiert/gepflanzt wurde.

Das Grundgerüst von Argentocoxos bildete das gleichnamige Tauchschiff/Relikt. Nach Zugabe der Spenderseele verfügte das Schiff auch über die komplexen Eigenschaften von Fühlen und Denken. Es geht eine unzertrennbare Beziehung mit dem Besitzer/Kapitän ein.

Gemeinsam mit dem Schiff muss jeder Kapitän der sich das erste Mal mit dem lebenden Schiff vereinigt, die Schmerzen des Ersten Schöpfers und des heranreifenden Schiffes erleiden. So entsteht eine tiefe Verbindung und der Kapitän bekommt ein Gespür für die zu tragende Verantwortung.

Das Schiff passt sich seinem Schöpfer individuell an. Die Geschwindigkeitswünsche des Kaptiäns werden ohne Angeben eines Befehls ausgeführt. Die Kommunikation erfolgt mental, per Verbundkabel oder verbal.

Ferner kann das Schiff aus den vorgenannten Gründen nicht verkauft werden, es könnte sein, dass es die Trennung nicht überlebt und vor Kummer verstirbt. Es kann nur an einen neuen Besitzer der mit dem alten Besitzer blutsverwandt ist, weitergegeben werden.

Kapitän und Schiff sind lebenslang miteinander verbunden.

Ist der neue Kapitän den Bund mit dem Schiff eingegangen, kann er sich ebenfalls nicht für einen längeren Zeitraum von seinem Schiff trennen ohne Schaden zu nehmen oder schlimmstenfalls daran zu versterben. Die Trennung von Schiff und Kapitän, die Stille im Kopf, bewirkt eine Art Depression. Der Kapitän wird immer antriebsloser, da ihm ein lebenwichtiger Bestandteil fehlt - das Schiff. In der Endphase der Trennung würde der Kapitän nur noch lethargisch herumliegen, verwahrlosen und keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Schiff und Kapitän können nur im Verbund existieren.


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Re: Argentocoxos - Thabit

#2

Beitrag von Baxeda » Do 29. Aug 2019, 10:10

Das immerhungrige Heiligtum

»Capitano, welchen Standort schlägst Du als sicheren Hafen vor?«, fragte Thabit seinen Käptn.

»Geeignet ist die Mondlagunge, die Mannschaft könnte sich Obenza ansehen und dort könntest du dir den Bauch vollschlagen.« Liebevoll tätschelte Irving die Innenwand des Schiffs. »Du bist hungrig, seit die Souvrakasier nicht mehr hier sind und beginnst, uns aufzuzehren, Thabit.«

»Dann werden wir die Mondlagune ansteuern, gegen einen Happen hätte ich wirklich nichts. Ich spüre, wie der Hunger an mir nagt und ich demnach an Euch nagen muss. Steh auf Dorian und gib Irving seinen Platz wieder.«

Dorian erhob sich und zeitgleich eilte Irving wieder auf den Sitz.

Die Mannschaft machte bedauernde Kommentare, doch niemand versuchte, sie aufzuhalten, als Hilarius und Dorian zur Luke gingen. Hilarius schaute sich bei der Mannschaft um. Scheinbar waren sie traurig, dass sie das Schiff verließen. Weshalb konnte er sich nicht erklären. Entweder bekamen sie nicht oft Besuch, oder sie hatten sich etwas erhofft? Aber was? Das Schiff war ein Lich, vielleicht Rettung? Vielleicht zwei weitere Opfer, die ihre Opfer geringer ausfallen ließ? Futter für die Bestie, die sie bei lebendigem Leib verschlang? Das Schiff war ein blau-schwarzes Herrenhaus, ein Dunwolf mit Flossen und sie spazierten durch seine Eingeweide.

»Ein wenig unheimlich war es schon da drin«, fand Dorian, als sie das Ufer erreicht hatten. »Ich bin froh, dass wir wieder hier draußen sind, man hat regelrecht gemerkt, wie Argentocoxos einen auffrisst. Er war freundlich, genau wie Irving, aber ich denke, mit denen ist nicht gut Kirschen essen und Irving ist kein Wigberg.«

»Es ist das gleiche Gefühl, wie wenn Du Dunwolf gegenüberstehst. Er ist freundlich, aber Du weißt, was er ist. Du fühlst die Gefahr förmlich greifbar in der Luft und Iriving ist da nicht anders. Was immer er ist oder behauptet zu sein, das ist nur die Wasseroberfläche. Und stille Wasser sind bekanntlich tief Dorian. Das dort draußen, ist der Abgrund der See, dort liegt Deine Bibliothek.«

»Weißt du, wie Irving mir vorkam? Wie ein Seelenfänger. Hast du mitbekommen, wie er uns zum Cockpit schubste? Ich wette, er hat öfters mal Gäste - und die werden auf dem Stuhl nicht mit Wissen vollgepumpt, sondern ausgeschlürft. Thabit hat uns nur verschont, weil wir zur Familie gehören. Und die Mannschaft war betrübt, weil das Schiff hungrig blieb und sie somit weiterhin als Nährboden dienen müssen - und weil sie uns nicht folgen konnten. Sie sind nicht freiwillig dort, das ist keine Mannschaft, sondern Lebendfutter!«

»Genau so sehe ich das auch, es sind ihre Sklaven. Es wird eine Mannschaft geben, einen vertrauten Kreis. Aber jene die wir sahen, waren es nicht. Sie haben sich etwas erhofft, Rettung oder auch ein bisschen weniger Leid durch unser Opfer. Aber wir waren weder Rettung noch Nahrung. Ich teile Deine Einschätzung. Der Sessel ist sonst für ganz andere Zwecke bestimmt, wenn nicht gerade ein Wigberg darauf Platz nimmt. Deshalb leben wir noch. Und nimmt Irving darauf Platz, dann ist es sein Thron. Hast Du seinen brennenden Blick gesehen, als Du auf seinem Thron sitzen durftest? Ich glaube, jeder Besuch ist für ihn so, wie wenn andere ihre geliebte Frau verleihen. Es ist für ihn kaum zu ertragende Blasphemie, wenn dort ein anderer als er sitzt. Dunwolf könnte man durchaus als unseren Argentocoxos bezeichnen.«

»Dun-Haru-Mar ... von dieser Trinität ist nur noch Dunwolf geblieben. Wenn wir davon ausgehen, dass Dunwolf das Heiligtum der Hohenfelde ist und Thabit-Argentocoxos das der Wigbergs, dann haben die Eibenbergs garantiert auch ein Neues. Die neue Trinität.«

Aus: Klein Souvagne - Distrikt T - Kapitel 14 - Die aschgraue Sonne
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
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