Orks auf Abwegen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n√∂rdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K√ľsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.

Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n√∂rdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K√ľsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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Skugga
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Orks auf Abwegen

#1

Beitragvon Skugga » Di 18. Apr 2017, 21:09

Skugga spuckte auf den Boden, um den Geistern des Eisberges zu zeigen, was sie von ihm hielt und die Biester abzuschrecken, so wie sie es an jedem Ort tat, den sie das erste Mal besichtigte.

‚ÄěWillkommen auf Skille, dem gr√∂√üten schwimmenden Eisberg Tasmerons‚Äú, verk√ľndete der Kapit√§n, als ihre Stiefel den Schnee betraten. Doch wieder irgendwas schwimmendes, kein fester Boden. Noch immer kein Land in Sicht! Skugga hasste Schiffe, Wasser und alles, was damit zusammenhing. Sie schnaubte w√ľtend und aus ihrer Nase stie√üen zwei wei√üe Wolken hervor wie Drachenatem. Ohne sich von dem Kapit√§n zu verabschieden, folgte sie dem ins Eis gehauenen Stollen ins Innere Skilles. Der Mann war nur ein Frostalb und ihr Begleiter Frosch hatte ihn mehr als geb√ľhrend bezahlt, also sah sie keinen Grund, auch nur ein weiteres Wort mit ihm zu wechseln.

Frosch trottete blass und d√ľrr hinter ihr her. Ihm hatte das Leben auf hoher See weitaus schwerer zu schaffen gemacht, als ihr. Zum einen, weil alle Nahrung im hohen Bogen wieder aus ihm herausgeschossen war und zum anderen, weil er derjenige war, der all die Wochen f√ľr die √úberfahrt hatte schuften m√ľssen. Wie eine Leiche trottete er hinter ihr her, ohne ein Wort zu sagen.

Die W√§nde des Hafens waren allesamt gerundet, glatte Stollen, vermutlich Wassermagie. Der Ort war eisig und trostlos. Obwohl hier Leben herrschte, wurde nur das N√∂tigste gesprochen. Die Frostalben, Norkara und Shezem sahen allesamt durchgefroren und halb verhungert aus und alle irgendwie krank. Das Ganze machte mehr den Eindruck einer Str√§flingskolonie und in der Tat hatte sie sich sagen lassen, dass Skille als gesetzesfreie Zone ein beliebtes Ziel f√ľr Vogelfreie und politisch Verfolgte war. Nicht nur Mitglieder der Fraktion der Kalten Fluten, auch Angeh√∂rige anderer Ethnien waren hier zu finden, Hoffnungslose, die keine Zukunft mehr hatten und nur versuchten, irgendwie am Leben zu bleiben. Ein v√∂lkisches Kuddelmuddel, vor dem Skugga sich ekelte wie vor einem zusammengew√ľrfelten Eintopf, bei dem man nie wusste, was f√ľr eine Widerlichkeit man als n√§chstes auf dem L√∂ffel haben w√ľrde. Wenn es nach ihr ginge, w√ľrde man alles, was unorkisch war, einfach ausrotten.

‚ÄěHeifenkraut?‚Äú, fragte ein zahnloser Norkara. Sie machte sich nicht einmal die M√ľhe, den Kopf zu sch√ľtteln, als sie an ihm vorbei tiefer in den Eisberg stapfte. Ihre zackenbewehrten Steigeisen bohrten sich bei jedem Schritt in das Eis, so dass sie nicht ausrutschte. Jeder hier trug diese und wer sie sich nicht leisten konnte, hatte zumindest Eisenketten um seine Stiefel gewickelt, um Halt auf dem glatten Untergrund zu haben.
‚ÄěPfeifenkraut w√§re nicht schlecht gewesen zum Aufw√§rmen‚Äú, sagte Frosch kleinlaut.
‚ÄěIst dir kalt?‚Äú, fragte Skugga.
‚ÄěEin wenig.‚Äú
‚ÄěDann musst du schneller laufen.‚Äú Sie beschleunigte ihren Schritt. Ihr entkr√§fteter Begleiter kam kaum noch hinterher. Das war die Strafe f√ľr sein Gejammer.

‚ÄěTrockenfleisch?‚Äú, fragte ein Shezem. Als einziges Volk hier trugen die Fischleute kaum Kleidung und froren trotzdem nicht. Skugga hatte Sandj√§ger und Schlinger in den dunkelblauen Fluten um das Schiff herum gesehen. Alles, was oberhalb des Gefrierpunktes lag, war f√ľr Shezem warm, nur hier drau√üen brauchten sie etwas Schutz vor der K√§lte. Wenn sie zu sehr froren, sprangen sie ins Eiswasser, um sich aufzuw√§rmen, als w√§re es ein Badezober mit hei√üem Wasser. Auch diesen H√§ndler ignorierte sie. Es wurde dunkler, das Eis blau beleuchtet von alchimistischen Lampen.

Und endlich, im Dunkel, traf sie auf den wahren Markt. Fisch, Waffen, Kleidung, Alkohol, Drogen und Sklaven wurden hier gehandelt, ein paar ungepflegte Nutten boten ihre Dienste an, jedoch streng bewacht, was darauf schlie√üen lie√ü, dass sie das Geld nicht behalten durften, was sie einnahmen, sondern dankbar sein konnten, dass man sie nicht t√∂tete und das war auch schon der ganze Lohn f√ľr ihre Arbeit. Skugga hatte keinerlei Mitleid. Wer schwach war, hatte es nicht anders verdient.

Der Eisberg war derma√üen ausgeh√∂hlt, dass sich in seinem Inneren ein See gebildet hatte, vermutlich gab es unter Wasser einen direkten Zugang f√ľr die Shezem, √ľber den sie ihre Waren hereinbrachten. Soeben zerrte eine Gruppe von Sandj√§gern einen erbeuteten Riesenkalmar aufs Eis, dessen Kopf allein so gro√ü war wie das Schiff, auf dem die beiden Orks gereist waren. Die St√ľcken wurden von einem Feuermagier anger√∂stet, denn nat√ľrlich gab es hier im hohen Norden keinerlei Brennmaterial. Alles, was dazu taugen w√ľrde, brauchte man f√ľr andere Dinge, f√ľr Schifsreparaturen vornehmlich.

Skugga kaufte sich einen Tintenfischring, gro√ü wie ein M√ľhlrad. Frosch musste mit einer handvoll D√∂rrfisch vorlieb nehmen. Viel Geld hatten sie nicht mehr. Einer der H√§ndler, die um den See herum auf mehreren Stufen ihre Buden aufgebaut hatten, so dass das ganze den Eindruck einer Arena erweckte, bot genau das an, was Skugga suchte ‚Äď Felle. Und eines davon war ein Eisb√§renfell. Sie kaute offenem Mund auf dem kautschukartigen, fischig schmeckenden Fleisch herum und riss dabei rhythmisch das Maul auf, so dass sie ein lautes Schmatzen verursachte und jeder den Inhalt ihres Mundes zu sehen bekam. Frosch hingegen speiste wie eine Ratte, eingerollt und das Trockenfleisch mit beiden H√§nden umklammert, als w√ľrde es ihm jemand wegnehmen wollen. Skugga schlug ihm einmal auf den Hinterkopf, ohne dass sie irgendeine Verhaltens√§nderung daf√ľr erwartete, es war eine Geste der Gewohnheit, die sie mehrmal t√§glich zu den unterschiedlichsten Situationen auszu√ľben pflegte, damit Frosch seinen Platz nicht verga√ü.

Skugga √ľberlegte, wie sie an das ausgebreitete wei√üe Fell herankommen sollte. Sie brauchte es. Sie hatte geschworen, ihrem alten H√§uptling Nakra zu beweisen, dass sie es w√ľrdig war, seine Hand zu werden. Sie hatte gro√üspurig herumposaunt, sie w√ľrde ihm das Fell eines Untiers bringen, eines, wie er es noch nie gesehen hatte. Da brauchte sie nicht mit einem Hy√§nen- oder Wolfspelz oder etwas derartigem anr√ľcken. So was konnte jeder Goblin besorgen. Sie brauchte etwas Besonderes, ein Eisb√§renfell!

Sie stie√ü Frosch mit dem Ellebogen an und wies mit dem Kopf unauff√§llig zur Bude. Soeben erkundigte jemand sich nach dem Preis. Bei der Summe, die der H√§ndler nannte, stellten sich Skugga vor Wut die Nackenhaare auf und sie fletschte die Z√§hne. Sie blickte sich um, auf der Suche nach irgendetwas, dass ihr n√ľtzen k√∂nnte, um an den beschissenen Pelz zu kommen, ohne daf√ľr zahlen zu m√ľssen.

Da fiel ihr Blick auf ein stattliches Exemplar von einem Orkmann. Sie musterte ihn ungeniert. Er trug auf den ersten Blick keinen Hinweis am Leib, welcher Rotte er angeh√∂rte. Hoffentlich war das nicht gerade ein Mader oder ein Blutfalke. Aber darauf konnte sie jetzt keine R√ľcksicht nehmen.
Sie tuschelte mit einem Schwarzen Schlinger, der sehns√ľchtig das Essen betrachtete und vermutlich kein Geld hatte, um sich etwas zu kaufen. Sie steckte ihm den Rest ihrer Mahlzeit zu und tuschelte weiter.
‚ÄěBereit halten‚Äú, knurrte sie anschlie√üend zu Frosch. ‚ÄěWir haben nur einen Versuch. Bei der Flucht hilft uns der Fischkopp hier.‚Äú

Ohne weiter zu z√∂gern, ging sie zu der Bude, riss kurzerhand das Eisb√§renfell von der Auslage und rannte auf den Schlinger zu in der Erwartung, er w√ľrde nun voran st√ľrmen und ihnen mit seiner Wassermagie den Weg in die Freiheit bahnen. Dann gedachte sie, eines der anliegenenden Schiffe zu kapern. Der Schlinger aber verformte sich pl√∂tzlich, er hakte seinen Kiefer aus wie eine Schlange, riss sein Maul fensterweit auf und machte Anstalten, Skugga herunterzuschlucken. Die hatte keine Ahnung, dass er ihr damit tats√§chlich hatte bei der Flucht helfen wollen, und drosch ihm stattdessen die Faust auf die Nase. Der Knorpel darunter gab ein gutes St√ľck nach, Skugga sp√ľrte, wie ihre Kn√∂chel sich mehrere fingerbreit in sein Gesicht senkten. Der Schlinger st√ľrzte nach hinten, als w√§re er gef√§llt worden. Der bestohlene H√§ndler rannte mit wutverzerrtem Gesicht und erhobener Harpune auf Skugga zu.
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Re: Orks auf Abwegen

#2

Beitragvon Ragosh » Di 30. Mai 2017, 18:43

Die Reise hierhin war f√ľr einen Ork ungew√∂hnlich doch Ragosh hatte sich zum Ziel gesetzt, ferne L√§nder zu bereisen und √ľberall Monster zu jagen oder gar zu t√∂ten, in diesem Falle lief es bisher f√ľr den Ork verdammt gut. Er hatte viel gesehen und musste sich eingestehen das er die √úberfahrt hierher regelrecht gehasst hatte. Es war weder der Seegang noch waren es die Matrosen, gewesen nein es war vielmehr das warten, er hasste es dieses nichts tun.

Doch Abends als er mit den Matrosen bei abendlichen Feiereien sich austoben konnte, war das warten etwas ertr√§glicher geworden und dennoch, war es die pure Folter f√ľr ihn gewesen. Doch nun war er bereits zwei Wochen hier und hatte alles erkundet und hatte getrunken und sich hier und da als Rausschmei√üer durchgeschlagen. Das alles hatte etwas gutes er hatte st√§ndig Spa√ü und konnte Nasen zertr√ľmmern, dazu kam noch der Bonus das er sogar daf√ľr bezahlt wurde. Doch all das waren nur T√§tigkeiten um ihn bei Laune zu halten, doch ebenso dieser Geduldsfaden wurde erneut auf eine Zerrei√üprobe gestellt.

Er stand vor einem Waffenstand und schaute sich gerade einen Speer an, das Ende des Speeres gl√§nzte das Metall war definitiv nicht von einem Menschen oder Ork geschmiedet worden, f√ľr die kleinen b√§rtigen Maden war es jedoch zu gro√ü.

"Es ist von den Lichtalben" grinste der H√§ndler eine Gestalt der man die Gier bereits ansah, die Z√§hne waren sofern sie noch vorhanden waren, in einem Stadium der Verwehsung angekommen in der nicht mal ein Zauberer h√§tte sie retten k√∂nnen."Der Preis!?" knurrte Ragosh zwischen seinen Z√§hnen hindurch, das Grinsen des H√§ndlers verschwand. "Nun diese Art von Waffe ist √§u√üerst selten....darum" doch weiter kam er nicht. "Halt stehen bleiben! Ich glaube es hackt! Haltet den Dieb!". Die Szene war einfach nur der Wahnsinn, eine Orkin rannte an Ragosh vorbei, sie hatte alles was eine anst√§ndige Orkkriegerin brauchte. Ein provokantes Gesicht einen K√∂rper der nur aus Muskeln bestand und einen Hintern auf den Ragosh gern mal drauf gehauen h√§tte, nur um sich mit ihr anschlie√üend zu pr√ľgeln. Sie hatte ein Eisb√§renfell geschultert mit dem sie sich wohl davon machen wollte, ohne daf√ľr zu bezahlen.

Der H√§ndler hatte eine Harpune in der Hand und sah so aus, als w√ľrde er sie auch verwenden. Der Speer den Ragosh in der Hand hielt schnellte durch die Luft und traf die Beine des H√§ndlers, dieser flog zu Boden und landete dort mit einem lauten Krachen. "Nicht mein Geschmack" Ragosh legte die Waffe auf den Tisch und rannte der Orkin hinterher. Sie musste eine Kriegerin sein! Es konnte garnicht anders sein, sie hatte nichts mit den Weibern gemeinsam die die Kinder geb√§rten und diese h√ľteten.

Man h√∂rte von √ľberall Rufe laut werden, dieses Weib w√ľrden sie bald einholen und einsperren. Ragosh rannte schnell doch dieses Weib war, wie besessen doch nach einer gewissen Anstrengung holte er auf und brachte sie zum stehen indem er ihr die Beine weg zog. Beide waren so schnell das sie in einem Stand der getrockneten Fisch zum verkauf anbot landeten. Er stand sofort wieder auf und sch√ľttelte sich, er schaute die Orkin an die rasen w√ľrde vor Wut. Er baute sich auf fletschte die Z√§hne "egal was du vor hast, ich bin dabei wenn es √Ąrger gibt, dieser Ort wurde mir langsam echt langweilig" er versuchte sie zu beeindrucken indem er s√§mtliche Muskeln anspannte.

"Dahinten!" h√∂rte man von weiter weg, bald w√ľrden die ersten Wachen eintreffen oder dergleichen, er war gespannt was die Orkin vor hatte.
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Re: Orks auf Abwegen

#3

Beitragvon Skugga » So 4. Jun 2017, 10:54

Skugga sp√ľrte einen Schlag gegen ihre Unterschenkel, der ihr beide Beine zur Seite wegriss. Doch anstatt der L√§nge nach hinzuschlagen, vollf√ľhrte Skugga eine Rolle und landete sofort wieder auf den F√ľ√üen - nur um in einen Stand getrockneter Fische zu krachen, der √ľber ihr zusammenbrach. Sie sp√ľrte einen gro√üen, harten K√∂rper an ihrer Seite, das war weder Frosch noch der Verk√§ufer. Wie ein ausbrechender Vulkan brach Skugga schnaubend aus den Tr√ľmmern aus Holz, Trockenfisch und Schnee hervor, neben ihr der imposante Ork, der ihr zuvor schon aufgefallen war.

"Egal was du vor hast, ich bin dabei wenn es √Ąrger gibt, dieser Ort wurde mir langsam echt langweilig", sagte er.

Skugga dr√ľckte ihren aufkeimenden Wutanfall herunter, grinste breit und entbl√∂ste ihre hoffnungslos gelben, aber gesunden Z√§hne. "Ich brauch das Eisb√§renfell hier! Hilf mir, alles zu Kleinholz zu hauen und ein Schiff zu kapern. Oh und der da muss auch mit."

Sie zeigte auf Frosch, der vollkommen √ľberfordert wie ein kopfloses Huhn herumrannte und nicht wusste, was er machen sollte. Wahrscheinlich w√ľrden ihm ein paar Befehle gut tun, aber Skugga wollte sich jetzt, angespornt durch die Worte des Gro√üen, lieber kloppen, als sich um den Schlaffi zu k√ľmmern.

Mit einem markersch√ľtternden Br√ľllen, das dem einer L√∂win glich, packte sie den Verk√§ufer des Standes mit beiden H√§nden, hob ihn hoch √ľber ihren Kopf und schleuderte ihn ihrem w√ľtenden Verfolger entgegen. Sie traf ihn volle Breitseite. Die zwei Kerle rollten in einem Gewirr von dicker Kleidung und Gliedma√üen durch den Schnee. Skugga sprang aus dem Tr√ľmmerhaufen und st√ľrzte sich auf den n√§chsten Gegner beziehungsweise die n√§chstbeste Person, die den Fehler machte, sich in ihrer Reichweite zu befinden.
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Re: Orks auf Abwegen

#4

Beitragvon Ragosh » Di 6. Jun 2017, 20:02

"Oh und der da muss auch mit" die Miene von Ragosh verzog sich als er den Ork erblickte der eigentlich keiner sein konnte. Er war d√ľrr und machte den Eindruck als sei er, kr√§nklich und √ľberhaupt nicht lebensf√§hig schon gar nicht an so einem Ort wie diesen. "Ist das dein Sklave?" er hatte vieles gesehen doch das, war selbst f√ľr orkische Verh√§ltnisse komisch.

Doch das konnte man später immer noch klären, es kamen Wachen angelaufen und die Orkin stellte ihre Wildheit direkt zur schau. Jeder Muskel von ihr war angespannt als er den Verkäufer hinweg schleuderte und Ragosh verfolgte die Flugbahn des Mannes mit offenem Mund. Als dieser krachend gelandet war, blickte der Ork die Orkin an und sagte breit grinsend "ein Schiff, keine Ahnung was du damit willst aber ich bin dabei!".

Ein Mann war heran geeilt er hielt einen Speer in den Händen. Ragoshs Arm sprang regelrecht nach vorn, der Ork hatte Blut geleckt er wollte ordentlich Nasen brechen und irgendwelche Sachen kaputt machen. Seine Hand packte den Speer und er zog daran, der Mensch hatte damit nicht gerechnet und flog mit dem Ruck mit. Der Flug war nicht besonders lang den Ragoshs Kopf kam seinem sehr schnell entgegen.

Da knackte es schon laut und die erste Nase war hin, der Mensch verdrehte die Augen und landete auf dem Boden, er blieb benommen liegen. Den Speer in beiden H√§nden haltend sah er sich um und sah das bereits mehrere Menschen heran gerannt kamen, das waren zu viele selbst f√ľr die Orkin und ihn selbst. "Wir sollten schleunigst zum Hafen!" gleich nach diesem Satz rannte er los, er packte sich den d√ľrren Ork wie einen Welpen und warf ihn sich √ľber die Schulter, der wog echt kaum was!

Sie rannten eine Stra√üe hinab und hinter ihnen ihre Verfolger, ungef√§hr 20 Meter vor ihnen betrat ein Magier die Stra√üe, diese waren ab und an f√ľr die Sicherheit verantwortlich. Er holte Luft, sicher um einen dieser feigen Zauber von sich zu geben! Den Speer wollte er nicht werfen da entschied er sich kurzerhand f√ľr das leichtere √úbel, er warf den d√ľnsten Ork den er jemals gesehen und getragen hatte. Dieser quiekte kurz auf und flog besser als Ragosh es von ihm erwartet h√§tte. Der Plan ging auf und der Magier konnte seinen Zauber nicht beenden, da der d√ľnne Ork direkt auf ihm landetet und ihm so die Luft raubte, sie kamen krachend auf dem Boden liegen. Kurz darauf waren auch schon er selbst und die Orkin auf ihrer H√∂he, er packte den Ork und schulterte ihn sofort wieder um keine Geschwindigkeit oder Zeit zu verlieren.

Bald darauf sahen sie ein Schiff das ablegte, es war ein mittelgro√ües Schiff es hatte einen Mast und nur ein paar Mann als Besatzung. Das war zumindestens das was man so aus dem Augenblick ausmachen konnte, egal das musste reichen! Er br√ľllte "dort! Das ist unser Schiff!" wie es das Schicksal oder ihr Gl√ľck wollte, fuhr es an einem Steg entlang und gewann an Fahrt. Die Verfolger kamen immer n√§her es flogen bereits Pfeile durch die Luft, die sie um haaresbreite verfehlten und in den Holzboden des Steges einschlugen um dort stecken zu bleiben. Die Orkin war als erstes am Schiff nah genug um zu springen, sie schaffte es auch.

Sie rollte sich ab und stand sogleich wieder um zu schauen wo die anderen beiden blieben. Ragosh holte aus und warf seinen Schulterpasagier mit aller Kraft, dieser flog im hohen Bogen und kam krachend auf dem Schiff an. Jetzt kam der schwierige Teil, n√§mlich er selbst das Schiff nahm immer mehr an Fahrt auf und er merkte wie allm√§hlich seine Lungen schmerzten. Noch einmal b√ľndelte er all seine Kr√§fte und gab nochmal alles, das Schiff war nicht mehr so weit entfernt. Da war der Steg auch schon zu ende! Da sprang er im allerletzten Moment ab und flog durch die Luft, er klatschte gegen das Gel√§nder und drohte ab zu rutschten!

Da hielt er sich eisern am besagten Gel√§nder fest und zog sich so schnell er konnte hoch, er polterte ebenfalls auf den Boden des Schiffes und kam dort keuchend zum liegen. Die Besatzung schaute nicht schlecht doch sagte erstmal nichts, sie waren daf√ľr viel zu verdutzt. Als Ragosh wieder zu Atem gekommen war blickte er die beiden Orks an, er grinste etwas. "Ich bin Ragosh" sprach er und holte erstmal ein paar mal erneut Luft. "Ihr beide seid Geschwister oder?" er kam direkt zur Sache den das, was er da vor sich sah, war das merkw√ľrdigste Paar das er jemals gesehen hatte.

"Wozu brauchst du dieses Fell? Solche Bären zu töten macht, den wahren Reiz des Felles doch erst aus.......oder nicht?" das letzte war wieder ein Versuch, ihr zu schmeicheln. Allein der Gedanke wie sie irgendwas tötete versetzte ihm einen Stich, der sehr gut tat. Sie ließen die Insel aus Eis hinter sich und er war, gespannt auf ihre Erklärung.
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Re: Orks auf Abwegen

#5

Beitragvon Skugga » Mi 7. Jun 2017, 14:35

Wie ein au√üer Kontrolle geratenes Rhinozeros fr√§ste sich der imposante Ork seinen Weg durch die H√§ndler, Seeleute, Fischer und S√∂ldner, die den Fehler machten, in seiner Bahn zu stehen. Skugga johlte vor Vergn√ľgen, als sie mit geballten F√§usten ebenfalls um sich drosch. Das Blut spritzte, als sie eine Nase nach der anderen einebnete und die Z√§hne splitterten nur so. Sie trug Lederhandschuhe, deren Kn√∂chel mit einem Polster aus Sand verst√§rkt waren, der steinhart wurde, wenn sie die F√§uste ballte und inzwischen nass von Blut waren.

Doch als der gro√üe Ork ihren Begleiter schulterte wie einen Sack, verfl√ľchtigte sich ihr √úbermut einen Moment und sie japste auf. "Eh, mach den nicht kaputt", br√ľllte sie. Normaler Weise durfte niemand Frosch ber√ľhren, ohne vorher Skugga um Erlaubnis zu bitten und sie erteilte diese Genehmigung nur, wenn sie sich davon einen Vorteil versprach! Aber sie konnte gerade nichts dagegen unternehmen, da der Krieger sich samt Frosch unaufhaltsam vorw√§rts bahnte und Skugga M√ľhe hatte, mit ihm Schritt zu halten, das riesiger schwere Fell zusammengerollt √ľber beide Schultern gelegt, so dass die gro√üen Tatzen vor ihrer Brust herunterbaumelten und bis zu ihrer H√ľfte hinabreichten.

Die Schritte hinter ihr kamen n√§her, sie trug eine schwere R√ľstung und nun obendrein den Pelz, der auch nicht gerade wenig wog. Das machte sie langsam. Auf dem schlauchf√∂rmigen Weg hinauf durch das Eis, der zu den Schiffen f√ľhrte, riss sie schlie√ülich ein volles Rumfass von einem Schlitten und rollte es ihren Verfolgern entgegen. Es war zu wenig Platz, um zur Seite zu springen. Als das mannshohe Fass √ľber die M√§nner hinwegrollte, knackten ihre Knochen wie trockene Zweige. So, jetzt hatten sie erstmal eine Weile Vorsprung. Der H√ľne von Ork fackelte nicht lange und wies auf ein gerade abfahrendes Schiff. Die ersten Pfeile zischten um ihre Ohren, sie mussten sich beeilen.

Frosch, der immer noch √ľber der Schulter des gro√üen Orks hing, quiekte und riss die Arme √ľber den Kopf. Im n√§chsten Augenblick flog er in genau der selben Haltung in hohem Bogen durch die Luft, denn der Krieger hatte ihn geworfen. Skugga kreischte w√ľtend auf, als sie einen Moment glaubte, Frosch w√ľrde in dem eisigen Wasser landen und dann sah, wie er √ľber die Planken rollte. Der Kerl besch√§digte ihn noch! Jetzt durfte das Schiff keinesfalls mehr ohne sie ablegen! Der Spalt zwischen dem ins Eis gehauenen Steg und dem Rumpf wurde immer gr√∂√üer. Der riesige Krieger machte einen Satz und hing sogleich wie ein Klammer√§ffchen an der Reling.

Skugga folgte dem Beispiel des H√ľnen und sprang, flog mit gestrecktem Leib und ausgestreckten Armen und Beinen durch die Luft. Ihr im Vergleich zu dem Mann geringes Gewicht hatte den Vorteil, dass sie sofort das Gel√§nder richtig zu packen bekam und sogleich mit einem kraftvollen Schwung bei Frosch auf dem Deck war. Sie packte den Gro√üen, der noch immer mit dem Gewicht seiner Muskeln k√§mpfte, bei der Kleidung und half ihm, sich hochzuhieven. Er h√§tte es auch ohne sie geschafft, aber ihr ging es um die Geste, au√üerdem hatte sie so einen Vorwand, ihn mal kurz anzugrabschen. Ihr gefiel dieses brutale Urvieh.

Erschrocken wich die Besatzung zur√ľck, als die beiden Orks sich vor ihnen zur vollen Gr√∂√üe aufrichteten. Allein Skugga √ľbertraf sie bereits in H√∂he und Breite, bei ihrem neuen Begleiter war der Gr√∂√üenunterschied zu den Menschlein noch extremer. Skugga spuckte sie voll und zerrte Frosch auf seine schlotternden Beine. Als einziger war er genau so winzig und d√ľrr wie die Menschen und genau so h√§sslich. Er war voller Eis und Schnee, sie klopfte ihn ab. "Alles noch dran", piepste Frosch, dem von der rasanten Flucht noch immer die Pumpe ging.

"Ihr beide seid Geschwister oder?", fragte der Große.
Skugga funkelte ihn an. "Das ist mein Dildo! Wenn ich mit dem verwandt w√§re, w√ľrde ich ihn von der n√§chsten Klippe schmei√üen." Sie klopfte Froschs Hose vorn sauber. "Du h√§ttest ihn fast besch√§digt! Bevor du ihn das n√§chste Mal anf√§sst, fragst du mich!"

"Wozu brauchst du dieses Fell? Solche Bären zu töten macht, den wahren Reiz des Felles doch erst aus.......oder nicht?"

Skugga hob die Hand zum Zeichen, dass der Gro√üe kurz warten sollte. Dann br√ľllte sie mit markersch√ľtternder Lautst√§rke: "Ihr Bleichlinge da! Alle unter Deck und zwar pl√∂tzlich!" Mit Tritten, Fausthieben und w√ľsten Fl√ľchen jagte sie die Mannschaft in die Luke und verrammelte sie von au√üen.

"So! Jetzt k√∂nnen wir reden. Ich hab keinen lebenden Eisb√§ren gefunden, nur so eine schei√ü Gestaltwandlerin, die mir aber entwischt ist. Ich brauch das Fell f√ľr den Noch-H√§uptling meiner Rotte. Die Krokodile."

Sie beobachtete ihn scharf, ob er sich nun auf sie st√ľrzen wollte, weil er zuf√§llig einer verfeindeten Rotte angeh√∂rte.

"Nakra Sturmbringer ist alt, er muss weg! Die Aaskr√§hen kreisen schon √ľber seinem Knochenthron und warten nur darauf, dass er sich eine Bl√∂√üe gibt. Aber er hat immer noch einen Haufen Speichellecker, die ihn unterst√ľtzen. Keine Ahnung, was die sich von dem alten Sack versprechen! Ich muss jedenfalls n√§her an ihn rankommen, muss in seinen engsten Kreis und mir dort Freunde machen, sonst bin ich meinen Kopf selber gleich los, kaum, dass ich den Alten abgesetzt habe. Das Fell ist ein Geschenk f√ľr ihn. Es soll ihm zeigen, dass ich es w√ľrdig bin, seine rechte Hand zu werden."

Sie zog einen Batzen Rotz hoch und schluckte die wertvolle Proteinquelle sogleich herunter.

"Skugga von den Krokodilen", stellte sie sich vor. "Und Frosch von den Krokodilen. Dein Name und deine Rotte und was machst du hier √ľberhaupt!"
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Re: Orks auf Abwegen

#6

Beitragvon Ragosh » Do 8. Jun 2017, 19:01

Wie sie die Menschen unter Deck scheuchte brachte ein Grinsen in Ragoshs Gesicht. Was ein Weib! Gnadenlos und unbarmherzig, eine waschechte Kriegerin. W√§hrend sie mit den Menschen zugange war musterte er den d√ľrren Ork. Er be√§ugte ihn voller Missgunst wie konnte er es wagen, so schwach zu sein. Ein echter Ork sah nicht so aus, er hatte drahtige Orks in seinem Leben gesehen keine Frage, doch auch die verstanden sich auf den Kampf.

Der war kein Krieger wie hatte er es geschafft mit ihr reisen zu d√ľrfen? Diese Frage wurde ihm promt beantwortet. "Er ist dein Dildo?!" diese Erkl√§rung hatte er niemals kommen sehen, sie schlief mit ihm? Wieso denn bitte? Er konnte ihr keine Kinder schenken, die jemals stark genug w√§ren f√ľr die Welt es sei den sie k√§men zu 100% von der Mutter.

Er versuchte so gut es ging seinen Frust und √úberraschung zu verbergen doch es gelang ihm nicht. "Wie kann er sich behaupten mit dir zu v√∂geln?!" er blickte den d√ľrren Ork dessen Name Frosch war, d√ľster an. Allein dieser Name! Dachte er sich, doch er behielt weitere Fragen was das anginge f√ľr sich.

Als sie sich vorstellte, stellte sie sich ebenso mit ihrer Rotte vor. Sie hatte einen Plan ihrem Häuptling näher zu kommen um ihn dann den gar aus zu machen, er schätzte ihre Einstellung sehr. "Meinen Clan gibt es nicht mehr, er ist in den Krieg gezogen gemeinsam mit mir, gegen die miesen kleinen Bartlinge" er spuckte bei dem letzten Wort auf den Boden. "Nach der Schlacht bin ich einfach gegangen, ich wollte die Welt sehen und Götter was habe ich gesehen, ich jage gern Monster und töte diese" er zeigte seine Halskette wo lauter Zähne hingen manche waren größer andere kleiner.

"Ich reise durch die Welt und arbeite mal hier mal dort, als S√∂ldner Rausschmei√üer" er breitete die Arme aus "ich war an vielen Orten, die viele Krieger garnicht zu Gesicht bekommen w√ľrden!". Diese Art zu denken war selten besonders bei Orks doch Ragosh war in einer Art und Weise stolz so zu denken. Er grinste und entbl√∂√üte seine Hauer, er blickte auf die Orkin und fand sie sehr ansprechend, die Grabschaktion hatte er mitbekommen, er fand es nur schade das er es noch nicht erwidern konnte.

"Aber mal was anderes, weiß jemand von euch wie man segelt?" er blickte sich um und sah das der Wind am Segel zerrte und um sie herum, war die eis kalte See, sie hatten die Insel bereits hinter sich gelassen. "Wo zum Geier wollt ihr jetzt eigentlich hin?".
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Re: Orks auf Abwegen

#7

Beitragvon Skugga » So 25. Jun 2017, 09:20

Skugga musste grinsen √ľber Ragoshs Entr√ľstung, als sie diesem offenbahrte, dass sie Frosch als Dildo mit sich herumschleppte.

"Das ist doch ganz einfach", lie√ü sie sich zu einer Erkl√§rung herab. "Frosch ist ein Nichts, eine Niete, ein Niemand. Er macht alles, was ich sage, immer, zu jeder Zeit und ohne zu Murren. Pass auf, ich zeig`s dir!" Sie wandte sich Frosch zu. "Hose runter", bellte sie und sofort machte ihr Begleiter sich trotz der K√§lte daran, seinen G√ľrtel zu √∂ffnen. "Gut, das reicht", befahl sie, noch bevor er die Aufforderung in die Tat umsetzen konnte.
Sie wandte sich wieder Ragosh zu.
"Abgerichtet wie ein Reitwolf! Siehste und kapierst du, wie praktisch das ist?" Ihre Augen glitzerten gierig. "Wenn ich jetzt einen Krieger von, sagen wir, deinem Kaliber mitschleppen w√ľrde, dann hingegen ginge das Gezicke nach wenigen Tagen los. Ich bin m√ľde, heute nicht, ich hab Kopschmerzen, hab ich schon erw√§hnt, dass ich m√ľde bin? Den ganzen Schmarrn! Ich hab das ausprobiert! Nach sp√§testens zwei Wochen machen die das erste Mal irgendwann schlapp! Frosch macht niemals schlapp und niemals klagt er. Im Gegenzug pass ich auf, dass keiner von den gro√üen Jungs ihn killt oder er verhungert. Ist doch ein fairer Tausch."
"Sehr fair", bestätigte Frosch freudlos.
Es stimmte nicht ganz, dass er niemals klagte, Frosch war im Gegenteil ein ziemlicher Jammerlappen - was er durchaus sein musste, denn anders bekam Skugga in ihrer Unsensibilität gar nicht mit, wenn ihm irgendwas fehlte. Dennoch tat er am Ende doch alles, was sie von ihm verlangte.

Dann erz√§hlte Ragosh seine Geschichte. Skugga h√∂rte ihm aufmerksam zu. Sie nickte bedauernd, als er vom Verlust seiner Rotte berichtete. "Zwerge", sprach sie d√ľster. "Ein Teil unserer Leute unterst√ľtzt Tarkan, den alten Windelkopf. Hab aber lange keine Neuigkeiten von der Front geh√∂rt, da ich viel unterwegs war in letzter Zeit. War es Barlok Eisenhand, der deine Rotte zerschlug? Wenn meine Rotte futsch w√§re, w√ľrde ich auch gehen. Was will man dann noch auf dem Schlachtfeld? Rakshaner taugen nicht als alleinige Kameraden. Es sind Chaosmenschen, aber Menschen."
Nachdenklich betrachtete sie Ragosh. Es war eine Vergeudung, dass er allein herumtingelte, wo er doch seine betr√§chtlichen k√§mpferischen F√§higkeiten gut f√ľr eine Rotte einsetzen konnte.
"Wie soll es weitergehen mit dir? Willst du ewig allein sein? Orks sollten nicht allein sein. Und du bist ein hervorragender Krieger. Ich nehm dich mit in meine Rotte. Wenn du mir hilfst, Nakra abzus√§gen, sollst du meine rechte Hand werden! Mit allen Priviliegien! Wie h√∂rt sich das f√ľr dich an?"

Voller Stolz zeigte Ragosh seine Halskette, an der lauter Z√§hne von Unget√ľmen hingen. Skugga bekam gro√üe Augen. Gern h√§tte sie jezt bei einem Fass Geymash seinen Erz√§hlungen gelauscht und die Geschichte einer jeden Troph√§e bis in die letzte Einzelheit vernommen. Leider war dazu momentan keine Zeit, aber diese Zeit w√ľrde kommen. Auf hoher See konnte es schnell langweilig werden. Skuggas K√∂rper war ebenso voller Narben. Die meisten stammten daher, als sie einen Kontrahenten mit blo√üen H√§nden erw√ľrgt hatte, der sich aber extrem gewehrt hatte. Die Geschichte gab sie besonders gern zum Besten, denn der Kerl hatte Rang und Namen gehabt. Dass er dabei sturzbesoffen gewesen war, lie√ü sie bei ihren Prahlereien weg. Sie hatte ihn im Zweikampf get√∂tet und das war es, worauf es ankam. Sein vollst√§ndiges Gebiss hing, jeden Zahn einzeln s√§uberlich durchbohrt und aufgereiht, um ihren Hals.
Sie zog die Kette hervor.
"Das sind die Z√§hne von `nem Rivalen, das erz√§hl ich dir mal bei einem guten Bier. Aber erstmal m√ľssen wir diese Karre hier zum Laufen kriegen." Sie stopfte die Kette wieder unter ihren Schal. "Ich hab keine Ahnung, wie so ein Schiff gefahren werden muss. Du auch nicht. Also m√ľssen es die Bleichlinge f√ľr uns machen." Skugga √∂ffnete die Luke, stellte sich davor und guckte von oben hinab.

"Wer von euch Hackfressen wird f√ľr uns schuften und wer will gleich als Proviant enden? H√§? Tretet ins Licht, ich will euch sehen!" Mit wei√üen, angstvollen Gesichtern schaute die Mannschaft hinab. Es waren ausnahmslos Frostalben. Hoffentlich war kein Magier dabei, aber die waren in der Regel eher in den St√§dten an Land zu Gange. "Was k√∂nnt ihr!"
Die Mannschaft stellte sich der Reihe nach vor und legte ihre Aufgaben dar. "Aha! Das reicht. Kapitän, zu mir an Deck."
Der Frostalb kam die Treppe hinaufgestapft und sah wenig gl√ľcklich aus dabei. Skugga packte ihn an der Kleidung und zerrte ihn zu Ragosh. "Einen Kapit√§n brauchen wir nicht, wenn wir jetzt die Rolle √ľbernehmen. Was meinst du, was machen wir mit dem?" Sie schubste den Frostalben ein wenig herum und freute sich, wenn er stolperte.
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Re: Orks auf Abwegen

#8

Beitragvon Ragosh » Do 29. Jun 2017, 17:27

Sie war verr√ľckt, gierig und wusste was sie wollte. Es war eine Orkin ganz nach seinem Geschmack, sie hatte den d√ľrren Ork Namens "Frosch" so abgerichtet das er alles tat was sie verlangte. Dennoch schaute er ihn verachtend an, es war einfach nur sein nicht vorhandenes Talent das sie sich zu eigen machte, ohne sie w√§re er nichts! Doch er schluckte seinen √Ąrger hinunter, sie sprach von einem Krieg gegen die Zwerge, dabei erw√§hnte sie einen Zwerg dessen Namen er zwar geh√∂rt hatte dennoch sagte er ihm nichts. "Meine Rotte lebte zu dem Zeitpunkt weit im Osten, dort waren ebenfalls Gebirge und die b√§rtigen Schei√üer, lebten ebenso dort also von daher dauerte es nicht lange, bis sie sich an die Gurgel gehen w√ľrden".

Dies sagte er sachlich und mit keiner Wertung es war einfach eine Tatsache das Orks und Zwerge sich bekriegten, das war immer so und so wie es aussah w√ľrde es auch immer so bleiben. Ihr Vorschlag jedoch war deutlich verlockender, er musterte sie genau "einen weiblichen H√§uptling?" fragte er direkt hinaus. "Ich kann mir vorstellen, das es verdammt viele √Ąrsche gibt die das versuchen zu verhindern". Dann bleckte Ragosh breit "und in diese √Ąrsche w√ľrde ich gern treten, das klingt nach einer ordentlichen Klopperei" er nickte der Orkin zu und ging damit nicht weiter auf das Thema ein.

Als sie den Kapit√§n des Schiffes hinaus zerrte und meinte das es nur einen geben m√ľsste, schaute er das Milchgesicht an. Er war √§lter f√ľr seine Rasse, sein Haar wurde bereits grau und er hatte eingefallene Augen. Ihn √ľber Bord werfen? Ihn kalt machen? Oder was auch m√∂glich w√§re, w√§re ihn zu fressen? Die M√∂glichkeiten √ľberschlugen sich in dem Kopf des Orkes.

"Bitte ich fahre euch wohin ihr wollt, ich flehe euch an Gnade!" der alte Mann sank auf die Knie und fing an kl√§glich zu weinen. Der Ork r√ľmpfte nur die Nase und packte den Menschen und zog ihn auf die Beine. Er blickte ihm in die Augen und fletschte seine Z√§hne. "Du und deine j√§mmerlichen Kumpels sagt mir sofort was ihr geladen habt!".

"Gew√ľrze, wir haben Gew√ľrze und Weine edle Tropfen bedient euch bitte! Nur bitte t√∂tet mich nicht!" die Furcht war deutlich in seinen Augen zu sehen. "Solltest du was aushecken gegen mich oder sie" er deutete nur auf Skugga nicht auf ihren Abklatsch eines Orkes. "Dann h√§ute ich dich bei lebendigen Leib!" er musste sich konzentrieren nicht die Fassung zu verlieren, um diesen Menschen v√∂llig zu zerfetzen.

Er lie√ü letzten Endes den Menschen los, dieser landete unsanft auf dem Boden, er schaute Skugga an "sag diesem M√ľllhaufen, wohin wir m√ľssen damit wir dorthin segeln k√∂nnen, ich hasse das Meer und will wieder festen Boden unter den F√ľ√üen haben". Nachdem er das gesagt hatte ging er unter Deck, als er an Frosch vorbei ging rempelte er den Ork mit der Schulter an, er mochte den d√ľrren Ork nicht und das sollte dieser auch mitbekommen. Es war normales orkisches Verhalten um ein Weib zu buhlen, das war an Land schon eine Angelegenheit die schnell aus der Bahn geraten konnte, wie war das dann auf einem Schiff auf hoher See?

Er freut sich auf jeden Fall auf einen Schluck Wein!
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Re: Orks auf Abwegen

#9

Beitragvon Skugga » Fr 14. Jul 2017, 09:32

Unger√ľhrt beobachtete sie, wie Ragosh ihren Begleiter zur Seite rempelte. Wie ein Gummiball prallte der viel leichtere Frosch von ihm ab und knallte r√ľcklings gegen die Reling. Das frost√ľberzogene Eisengel√§nder war hoch genug, als dass er nicht √ľberkippte, aber Skugga packte ihn dennoch rasch an den Klamotten und zerrte ihn weg von der Kante. Die Geste war von Ragosh nicht einmal wirklich b√∂se gemeint war, so etwas geh√∂rte unter Orks nun einmal dazu. H√§tte Ragosh wirklich Ernst gemacht, w√§re Frosch nun in hohem Bogen ins Eismeer geklatscht. Dennoch sah der Kerl aus, als k√∂nne er auch ganz anders, wenn er gerade Lust und Laune hatte und auch Frosch schien diese Einsch√§tzung zu teilen.

Angstvoll blickte er in Richtung des riesigen Kriegers. Die Sorte hatte ihn fr√ľher fast umgebracht. Sie hatten ihn verpr√ľgelt, ihn mit allerlei Gegenst√§nden gequ√§lt, ihn ob seiner H√§sslichkeit beschimpft - jeden einzelnen Tag seines verfluchten Daseins lang. Sie hatten ihn halb bewusstlos in die Grube unter dem Donnerbalken geworfen, im Winter seine Stiefel entwendet, seine Haare angez√ľndet, sein Gesicht in verfaulte Speisereste gedr√ľckt, bis er fast erstickt w√§re, ihn beim Baden abgefangen und ihn komplett mit Schwarzpulver eingeseift, worauf seine Haut mit einer extremen Entz√ľndung reagierte, die ihn vor lauter Schmerzen und Juckreiz fast um den Verstand brachte und auf seine Kleider gepisst. All die Dinge, die einer Horde Orks, die nichts mit sich anzufangen wusste, so einfiel, besonders, wenn noch Alkohol im Spiel war. Noch immer w√§lzte Frosch sich nachts in Albtr√§umen und im Vergleich dazu, was die Krieger mit ihm angestellt hatten, war der Dienst bei Skugga tats√§chlich ein Segen.

Skugga funkelte Ragosh an. Es war kein Mitleid gewesen, dass sie Frosch zu sich genommen hatte, sondern Kalk√ľl, aber jetzt war er ihr Eigentum und niemand hatte das Recht, es ohne ihre Erlaubnis zu besch√§digen!

"Wenn du Frosch umbringst oder ihn in funktionsunt√ľchtig machst, wirst du seinen Platz einnehmen", grollte sie. "Und du wirst es bereuen! Wenn du mit ihm spielen willst, frag mich vorher und wir kl√§ren die Bedingungen. Ich bin ja kein Geizkragen. Aber ich lasse ihn mir nicht sinnlos kaputtmachen! Es war harte Arbeit, den so zu erziehen! Ich habe viel Essen und noch mehr Nerven in ihn investiert!"

Ragosh jedoch hatte bereits das Interesse an ihm verloren und spielte stattdessen ein wenig mit dem Frostalben, der erstaunlich schnell anfing, zu heulen und um Gnade zu winseln. Skugga zog die Stirn kraus. Sie hatte sich mehr Durchhaltemögen von einem seines Volkes erhofft.

Ihr aufkeimender √Ąrger auf Ragosh wurde wieder gemildert, als er die Frostalben anflaumte, die Finger von ihr zu lassen. Hervorragend. Genau so einen konnte sie gebrauchen! Einen brutalen W√§chter. Sie selber war nun einmal eine Frau und auch, wenn sie den Frauen aller anderen V√∂lker im Nahkampf √ľberlegen war, so war sie dennoch einem m√§nnlichen Ork nur in Ausnahmef√§llen wie bei Frosch gewachsen. Sie brauchte also jemanden, der ihre Muskeln und ihre fehlenden Eier ersetzte, wenn sie wirklich H√§uptling werden wollte. Jemanden, der gewaltigen Eindruck schindete. Ragosh schien daf√ľr perfekt. er hatte zugestimmt, doch das Gespr√§ch recht schnell abgew√ľrgt. Na ja, sie konnten auch ein andermal dar√ľber reden. Wahrscheinlich wollte er noch dar√ľber nachdenken oder sich erstmal eine Flasche Wein g√∂nnen. Ein Bed√ľrfnis, dass Skugga gut nachempfinden konnte.

Zum Gl√ľck war das Schiff offenbar voll davon. Aber Gew√ľrze, wozu verkaufte man Gew√ľrze? Als ob Salz und Blut nicht reichen w√ľrden! Daraus konnte man eine leckere So√üe bereiten, die aus jedem noch so widerlichen Fra√ü ein Festmahl werden lie√ü.

"Kurs auf Zeltstadt Cheron", bellte Skugga und trat den Kapit√§n in den Bauch, so dass er umfiel. Und dann an Ragosh gewandt, ohne den gest√ľrzten Mann weiter zu beachten: "Von da aus schlagen wir uns durch die Steppe zu meiner Rotte durch. Jetzt lass uns den Laderaum pl√ľndern!" Auch sie hatte Appetit auf ein leckeres Weinchen.

W√§hrend der Frostalb seine Mannschaft instruierte, r√§umte Skugga rasch alles weg, was als Waffe f√ľr die Bleichlinge taugen k√∂nnte. Dann band sie ihnen mit Seilen die F√ľ√üe so zusammen, dass sie nur winzige Schritte machen konnten. Diese Fessel war ohne Hilfsmittel kaum zu durchtrennen, es war stabiles Hanfseil. Jetzt waren die h√§sslichen Kerle in ihrer Beweglichkeit stark eingeschr√§nkt, was es ihnen schwieriger machen w√ľrde, sich gegen die Orks zu stellen. Nach kurzer √úberlegung nahm Skugga ihnen noch einen Teil ihrer Kleidung ab, so dass sie zwar nicht erfrieren w√ľrden, so lange sie in Bewegung blieben, aber f√ľrchterlich klappern w√ľrden, sobald sie damit aufh√∂rten. Immerhin waren es momentan -30¬įC und es mochte noch weitaus k√§lter werden.

"Die kriegt ihr morgen wieder, wenn ihr eure Arbeit gut gemacht habt und euch eine Rast verdient. Bis dahin w√ľrde ich euch raten, in Bewegung zu bleiben, wenn ihr kein festgefrorener Eisklotz werden wollt!"

Nach diesen kleinen Sicherheitsvorkehrungen begab sie sich mit Ragosh in den Laderaum um zu sehen, was f√ľr Leckerbissen hier unten verstaut waren. Frosch hingegen musste oben auf die Mannschaft achtgeben.
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Re: Orks auf Abwegen

#10

Beitragvon Ragosh » Fr 14. Jul 2017, 14:19

Als er die Treppe hinunter ging kam ihm der Rest der Crew entgegen. Manche staunten nicht schlecht als sie ihn sahen, wagten es jedoch nicht ihm direkt in die Augen zu schauen. Die Treppe war steil und das Schiff tanzte hin und her mit der Zeit wusste man was, man an einem ordentlichen festen Boden hatte. Er hörte Skugga oben noch Befehle bellen, er grinste sie war wirklich nach seinem Geschmack.

Am Ende der Treppe wartete eine T√ľr diese schien nicht verschlossen zu sein, der Ork √∂ffnete sie und trat ein. Es war ein Laderaum √ľberall standen F√§sser ihm stiegen verschiedene Ger√ľche in die Nase, die er nicht sofort deuten konnte. Ein gro√ües Eichenfass erweckte die Neugier von Ragosh er schritt darauf zu und versuchte den Deckel zu entfernen, dieser war jedoch verschlossen. Grunzend holte er aus und schlug einmal kr√§ftig zu, mit einem Krachen gab das Holz nach und darunter kam D√∂rrfleisch zum Vorschein. Lautes Knurren seines Magens machte sich sogleich bemerkbar, er hatte schon etwas l√§nger mehr keine richtige Mahlzeit mehr zu sich genommen.

Sogleich versengte er seine Pranke in der Masse des Fleisches und schaufelte die erste Ladung in seinen Mund. Er kaute und schmatzte in aller Seelenruhe, er drehte dabei den Kopf nach rechts und sah ein Fass das in eine Halterung eingelassen war. Es befand sich ein Zapfhahn an diesem wie auch an anderen F√§ssern. Diese waren ebenfalls in solche Halterungen eingelassen, der Ork schwenkte den Griff nach links und der Wein schoss hinaus. Wieder grunzte Ragosh zufrieden und legte sich quasi unter das Fass. Gierig trank er und als er wieder Luft holte br√ľllte er vor lauter Zufriedenheit laut auf. Er schlug sich auf die Brust und nahm noch einen gro√üen Schlug aus dem Fass.

Danach schloss er den Zapfhahn wieder und ging zu einem anderen Fass um dort den Wein zu kosten. Hier und dort schlug er weitere F√§sser auf. In diesen befanden sich noch weitere K√∂stlichkeiten, es gab Fisch der schon f√ľr so eine lange Reise vorbereitet war. Dann gab es k√∂stlich s√ľ√üe Fr√ľchte die er noch niemals zuvor gesehen hatte. Mehr und mehr K√∂stlichkeiten kamen zum Vorschein ein Wein schmeckte besser als der letzte.

Skugga betrat letzten Endes den Raum und sah wie Ragosh sich gerade mit Weinen und leckeren Sachen, den Bauch voll schlug. Der Ork bemerkte ihre Anwesenheit und drehte sich um, er musterte sie eindringlich und der Wein besser gesagt die Weine zeigten einen Teil ihrer Wirkung.

Grinsend zeigte er ihr die Speisen und sagte "das hier, geh√∂rt alles uns bei den Titten jeglicher Brutmutter das schmeckt alles einfach nur!" er stopfte sich einen Fisch in seinen Rachen und murmelte "gut" ehe er wieder ein kleineres Fass hoch nahm und sich √ľber den Kopf hielt. In diesem war gut gereifter Met, als er damit fertig war warf er das kleine Fass Skugga zu. "Nimm nen Schluck davon der ist verdammt gut!" als sie das Fass fing konnte er sich, an ihrem sehnigen K√∂rper nicht satt sehen. Es war nicht ein Gramm fett an ihr, nicht eines! Gut das sie ihren "Dildo" oben gelassen hatte, somit konnte er sich n√ľtzlich machen und er war mit ihr allein.

"Lust auf einen Ringkampf?" fragte er direkt und bereits leicht angeheitert. "Wenn du gefressen hast, versteht sich" nach dem Satz grinste er und zog seine Felle von seinem K√∂rper damit sie ihn nicht behindern w√ľrden, sollte sie ja sagen. Zudem war es in diesem Lagerraum ohnehin zu warm.
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