Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#11

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 19. Feb 2018, 12:58

Dave schmunzelte Minaddar an.

"Also ich denke da sagt keiner von uns nein Minaddar. Ich helfe auch, indem ich keinen Salat und keine So├če zubereite. Damit habe ich Euch am meisten geholfen. Und falls das einer anzweifeln sollte, kann die Person gerne Varmikan fragen. Er hat schon mal etwas gegessen, dass ich gekocht habe", grinste Dave gut gelaunt.
"Naja so schlecht war es nicht, man konnte es mit ausreichend Liebe herunterw├╝rgen", l├Ąchelte Varmi, was die anderen loswiehern lie├č.

"Genau das meint er. Vielleicht solltest Du Deine Kochk├╝nste bei den Verh├Âren anwenden und keine Magie. Ich meine, wenn sie wirklich so schrecklich sind, wie alle behaupten, w├Ąre das doch eine effektive Folter", schlug Lydia lachend vor.
"Den Vorschlag macht die Richtige", fl├Âtete Jeelen.

"Bitte?", knurrte die Zwergin.
"Er sagte - das ist ein richtig guter Vorschlag!", prustete Seddik.
"Pah", schnaubte Lydia, "bin gleich wieder da!"

Die Zwergin verlie├č kurz den Verhandlungsraum.

"Richtig lecker Gegrilltes? Das wird super, ich habe schon ewig nichts gegrilltes mehr gegessen!", lachte Wolfi.
"Was ist bei Dir ewig? Drei oder vier Tage?", gibbelte Dave.
"Das kommt hin", prustete Anwolf.

"Ich werde den Kaffee zu unserem Grillfest beisteuern, keine Feier ohne Kaffee", grinste Tsounai.
"Kaffee? Kaffee ist immer gut", stimmte Baran zu.
"Ohne Kaffee geht gar nichts", pflichtete Ekangar bei.

Lydia kam nach einigen Minuten zur├╝ck und blieb blass in der T├╝r stehen.

"Rinelda! Es hat Rinelda erwischt! Sie liegt zerfetzt und mit herausgerissener Kehle hinter unserem Haus!",keuchte die Zwergin.

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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#12

Beitrag von Urako » Mi 21. Feb 2018, 09:40

"Was?!", br├╝llte Urako und st├╝rzte los. Vielleicht war noch irgendwas zu machen! Er rannte hinter das Haus, wo er Rinelda fand. Sie war kreidewei├č, der Hals regelrecht zerfleischt. Urako sah auf den ersten Blick, dass hier nichts mehr zu machen war. Eine unb├Ąndige Wut ├╝berkam ihn, als er sie untersuchte. "Zu wenig Blut f├╝r diese Wunde", presste er zwischen zusammengebissenen Z├Ąhnen hervor. "Hier m├╝sste eine riesen Lache sein. Das ist ein j├Ąmmerliches Pf├╝tzchen. Sie ist regelrecht blutleer." Er stand auf und sp├╝rte eine Mischung aus unb├Ąndigem Zorn und Verzweiflung. Irgendjemand machte sich an seiner Familie zu schaffen! An den einzigen Leuten, die ihm je wirklich wichtig gewesen waren! Das musste mit den Verhandlungen zum Familienfrieden zusammenh├Ąngen! Da war er sich sicher, es passte zeitlich genau zusammen und es wussten nicht viele, wer hier in den unscheinabren H├Ąuslein wohnte.

Er musste sich umdrehen, er konnte nicht anders, er musste Gasmi packen und an sich dr├╝cken, sp├╝ren, dass er noch lebte. Gasmi sp├╝rte Urakos rasenden Puls, w├Ąhrend der versuchte, nicht die Beherrschung zu verlieren. "Du bleibst ganz dicht bei mir", bestimmte er. "Und damit meine ich dicht! Ich will dich sp├╝ren! Es sei denn, es geht nicht anders, aber dann bleibst du in Sicht- und H├Ârweite! Du gehst nicht allein irgendwohin! Nie wieder! Nicht mal aufs Klo!" Dann rief er zu allen: "Wir m├╝ssen zusammenbleiben! Wir wissen nicht, ob das Schwein noch in der N├Ąhe ist!"

Fast flehend blickte er in Richtung Aino. Sie hatte letztendlich das letzte Wort in dieser Sache. Er hoffte, sie w├╝rde nicht empfehlen, sich zum Suchen aufzuteilen. Er presste Gasmi noch fester an sich. Er blickte hin├╝ber zu Davy und Flocke. Er begann zu zittern. Wer immer der M├Ârder war, er w├╝rde sie nicht bekommen. Eher w├╝rde er sich selbst in St├╝cke rei├čen lassen.
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warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#13

Beitrag von Pavo » Mi 21. Feb 2018, 14:31

Pavo schob sich an den anderen Geistern vorbei, kniete neben Rinelda nieder und schloss ihr die gebrochenen Augen. Ihr Tod musste unvorstellbar grausam gewesen sein, schon allein wenn man ihr Gesicht betrachtete. Es spiegelte das Entsetzen wieder, das sie vor ihrem Dahinscheiden empfunden hatte.

Pavo untersuchte die ├ťberreste der Frau sehr genau. Der alte Goblin lie├č sich Zeit, um keine falschen R├╝ckschl├╝sse zu ziehen oder etwas zu ├╝bersehen. Dann stand er auf und wandte sich an die Geister. Seddik trat nach vorne, umh├╝llte Rineldas ├ťberreste mit einer Decke und trug sie ins Haus.

"Urako hat Recht, unserer dahingeschiedenen Schwester fehlt jede Menge Blut. Die zerfetzte Kehle zieht sofort jeden Blick auf sich, so dass man vermuten k├Ânnte, ein Tier habe sie angefallen. Es muss auch ein Tier im Spiel gewesen sein, denn es sind tats├Ąchlich Bisswunden. Die Wunden wurden durch sehr scharfe Z├Ąhne verursacht.

Aber das war nicht die Hauptursache, sprich das war nicht allein Rineldas Todesurteil.
Unsere Schwester scheint sich mit dem Angreifer oder den Angreifern einen Kampf geliefert zu haben.

Rinelda wurde hinterr├╝cks niedergestochen. Ein Stich zwischen die Schulterbl├Ątter hindurch, der vorne ihren Brustkorb sprengte und sie regelrecht durchbohrte. Die Klinge wurde mit sehr viel Gewalt gef├╝hrt. Die Knochensplitter zeugen davon.

Dann wurde sie in der Mitte durchgeschlagen, sonst l├Ąge die Arme hier nicht in zwei H├Ąlften.
Angesetzt knapp unterhalb des rechten Rippenbogens, schr├Ąg runtergezogen oberhalb des H├╝ftknochens. So verl├Ąuft der Schnitt, der Rinelda get├Âtet h├Ątte. Der Feind hat vermutlich extrem gute Anatomiekenntnisse, denn die Klinge schnitt somit nur durch viel Gewebe, als Knochen hatte sie ausschlie├člich die Wirbels├Ąule als Widerstand.

Ich vermute der Angreifer erstach Rinelda hinterr├╝cks und schlug sie dann entzwei und als sie auf den Boden viel, st├╝rzte sich sein Tier auf sie und zerfleischte ihre Kehle. Was immer f├╝r ein Tier dabei gewesen sein mag. Vielleicht hat das Tier auch vorher Rinelda abgelenkt, so dass der Feind sich an sie anschleichen konnte",
erkl├Ąrte Pavo und schaute ernst in die Gesichter der Umstehenden.

Gasmi umarmte Urako felsenfest und schlang seinen Greifschwanz um ihn.

"Danke f├╝r Deinen Bericht Pavo", sagte Aino, legte Urako beruhigend die Hand auf die Schulter und wandte sich an Jeelen und Gasmi.
"Sucht und finde die Spur von dem Angreifer und seinem Tier", befahl die Anf├╝hrerin der Geister.

"Sofort", best├Ątigte Jeel.

"Nein. Bleibt wo Ihr seid Gas und Jeel", befahl Dave und sch├╝ttelte unmerklich den Kopf.
Aino musterte Dave und zog fragend eine Augenbraue hoch.

"Pavo hat Recht. Ich erkenne den Angreifer, diese Schnittf├╝hrung ist wie eine Unterschrift. Zwei Personen kenne ich die einen Degen oder ein Schwert so f├╝hren k├Ânnen, so exakt und k├Ârpernah. Einer davon war mein Vater Dunwin, der andere sein bester Freund - die Bestie Archibald. Mein Vater ist tot. Die Bestie hat Rinelda get├Âtet. Der Angreifer hatte kein wildes Tier bei sich, er hat selbst solche Z├Ąhne in seinem Schandmaul. Das erkl├Ąrt auch das fehlende Blut. Laut meinem Onkel Brandur, ist Archibald ein Vampir geworden. Dank der edlen Spende seines Leibdieners Kasimir. Die Bestie hinterl├Ąsst normalerweise keine Spuren, dass hei├čt er hat Rinelda bewusst hier liegen gelassen. Wof├╝r?", fragte Dave leise.

Er ging ein St├╝ck in die Gasse hinein und schaute sich um, w├Ąhrend ihn Varmikan dabei fast panisch beobachtete.

"Hast Du die Traute Dich zu zeigen? Hast Du das R├╝ckgrat uns Deine Botschaft ins Gesicht zu sagen? Nur zu, ich bin hier, sag mir was Du mir zu sagen hast Bestie. Lass es uns hier regeln. Ich wei├č, dass Du noch hier bist Archibald...", rief Dave in die Stra├če.

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Davard von Hohenfelde
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#14

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 23. Feb 2018, 20:15

Der darauffolgende Morgen brachte keine Entwarnung, sondern einen neuen Schrecken mit gro├čer Ern├╝chterung mit sich. ├ťber Nacht wurde Tsounai geholt. Der Mann wurde tot, blutleer und kreidewei├č in seinem Bett aufgefunden. Sein M├Ârder musste sich in seinem Zimmer versteckt gehalten haben, denn Tsounais T├╝r war von innen verschlossen gewesen, als er ermordet wurde.

Aino ordnete an, das als Notfallma├čnahme keiner der Geister mehr allein unterwegs sein durfte oder sich von der Gruppe entfernen durfte. Selbst Toiletteng├Ąnge waren gemeinsam zu erledigen, lieber sollte man sich f├╝r einen Augenblick der Scham hingeben als dem Tod. Das Haus bot keinen Schutz mehr, nur der Gruppenzusammenhalt war etwas, dass jeden Einzelnen von ihnen das Leben retten w├╝rde.

Aino blieb an der Seite von Dave und Wolfi, um mit ihnen zu entscheiden wie weiter vorzugehen war. Die Atmosph├Ąre in der sie einen Tag der permanenten Angst verbringen mussten, war eine Kostprobe dessen, wie Dave vermutlich sein ganzes junges Leben verbracht haben musste. Aino selbst hatte einen eigenen Abgrund an Grausamkeiten in ihrer Jugend hinter sich gebracht, aber dieser permanente Psychoterror der Todesangst war etwas, dass sie nicht l├Ąnger als n├Âtig erdulden wollte und konnte.

Wie musste Daves Vater gestrickt sein um sich mit solchen Personen zu umgeben?
Und wie musste es um seine geistige Gesundheit bestellt sein, dass er von diesen Kreaturen als Rudelf├╝hrer akzeptiert, geliebt und sicher auch gef├╝rchtet wurde?
Und dieser Mann seinerseits hatte seinen Vater gef├╝rchtet.

Was es bedeutete die Familie Hohenfelde als geballte Macht als Feind gegen sich zu haben, bekam eine greifbare Dimension. Das manche Personen in dem Fall lieber freiwillig das Anlitz Asamuras verlie├čen, war selbstverst├Ąndlich. Wobei selbst dies bedeutete keinen Schutz, soviele Nekromanten wie in dieser Familie waren.

Sie mussten diesen verdammten Schwertmeister finden!
Wie konnte sich ein Mensch derma├čen gut verstecken?
Selbst Dave konnte den Kerl nicht aufsp├╝ren, da er ein Untoter war.
Es war zum Haare raufen, h├Ątte sie welche gehabt.

Dave und Wolfi standen neben ihr und lasen im Akkord in irgendwelchen magischen B├╝chern ├╝ber untote Wesenheiten und versuchten etwas ├╝ber Vampire in Erfahrung zu bringen, was ihnen dabei helfen w├╝rde diesen Mann aufzusp├╝ren. Aino und die Geister behielten die Gegend mit entsicherten Repetierarmbr├╝sten im Auge.

"Einiges was man im Volksmund als Sage weitergibt scheint den Tatsachen zu entsprechen", erkl├Ąrte Wolfi und hielt Dave sein Buch unter die Nase.
"Lies es laut vor", bat Dave.

"Hier steht...
Vampire gleichen im Aussehen ihren sterblichen Artgenossen, so lange ihr Hunger gestillt ist, mit dem Unterschied, dass sie blasser sind und auffallend lange Eckz├Ąhne haben. Wird der Hunger gr├Â├čer, verliert ihre Seele immer mehr der wertvollen Lebenskraft, Vampire altern dadurch extrem schnell. Innerhalb weniger Wochen kann ein Vampir somit um viele Jahre altern. Schafft er es nicht neues Blut zu saugen, stirbt der Vampir, verrottet innerhalb weniger Tage und zerf├Ąllt zu Staub.

Aushungern werden wir ihn wohl nicht k├Ânnen.
Aber jetzt etwas, dass uns weiterhelfen k├Ânnte, oder auch nicht. Jedenfalls w├╝rde es erkl├Ąren warum sich der Kerl so gut verstecken kann. H├Ârt zu. Hier steht weiter...

Viele Vampire sind zudem in der Lage, sich in Flederm├Ąuse zu verwandeln. Dies lernt ein Vampir meist von anderen Vampiren in seiner ersten Lebenszeit. Danach beherrschen sie die Verwandlung intuitiv, sprich binnen eines Wimpernschlages k├Ânnen sie die Gestalt annehmen und nutzen, wobei sie die normale Gr├Â├če einer Fledermaus haben. Die Fellfarbe entspricht der Haarfarbe, so dass es unter Albenvampiren recht viele wei├če Flederm├Ąuse gibt, was sie in dieser Gestalt deutlich von echten Flederm├Ąusen unterscheidet.

Das bedeutet wir suchen gar keinen Kerl! Schei├če wir suchen eine kleine, schwarze Fledermaus. In der Gestalt kann sich der Kerl doch ├╝berall reinquetschen. Selbst in die kleinste Ritze vom Kloh├Ąuschen. Man sitzt da nichts ahnend und wird in die Futt gebissen und leergesaugt. Gibt sicher sch├Ânere Arten zu sterben.

Hier steht noch...
Vampire brauchen Blut um zu ├╝berleben, Menschen- und Albenblut lieben sie am meisten.
Blut anderer V├Âlker wird ebenfalls getrunken, ist jedoch f├╝r viele Vampire eher schwer zu trinken, da es geschmacklich f├╝r Vampire sehr bitter ist. Das Blut von Tieren wird nur im gr├Â├čten Notfall getrunken. Tiere, die von einem Vampir gebissen wurden, werden weder zu einem Untoten, noch zu einem Vampir.


Das hei├čt keiner von uns ist sicher. Wie auch, er kann jeden t├Âten, er m├Âchte uns garantiert nicht in Vampire verwandeln.

├ťber den Biss steht hier folgendes....
Will der Vampir seinen Durst stillen, bei├čt er sein Opfer, dabei ist es egal, in welche K├Ârperstelle. Die Oberen Eckz├Ąhne sind sehr spitz und dringen in die Haut des Opfers ein. Ist der Biss vollendet, bleiben nur zwei winzig kleine L├Âcher. Ab und an kommt es vor, dass der Vampir eine Abneigung gegen das Bei├čen entwickelt, beispielsweise, wenn er durch Freunde und Familienmitglieder am Leben gehalten wird, die ihm das Blut spenden. In diesem Falle verletzt der Vampir sein Opfer oftmals lieber mit einer Klinge oder das Opfer verletzt sich selbst und f├╝llt das Blut anschlie├čend in ein Trinkgef├Ą├č.

Wird eine Person gebissen, k├Ânnen zwei Dinge passieren:
Wird eine Person gebissen und bleibt ein kleiner Teil des Blutes im Opfer zur├╝ck, lebt dieses weiter. Jedoch wirkt die Person sehr schwach, die Haut wird blass. Die Person reagiert hochempfindlich auf Sonnenlicht.
Innerhalb von 24 Stunden wird die Person sterben und als Vampir wieder auferstehen.
Sofort nach der Auferstehung hat der Vampir einen unsagbaren Durst nach Blut, der ihn dazu treibt, ├╝ber das n├Ąchstbeste lebende Wesen herzufallen. Bevor der neue Vampir sein erstes Blut trinkt, ist eine Heilung durch einen Priester/Druiden der Ardemia noch m├Âglich. Je nach H├Âhe des durch den Biss verursachten Blutverlusts kann die Befreiung vom Vampirismus f├╝r den Betroffenen allerdings mit dem Tode enden.


Also eines steht fest, Bei├čhemmung hat die Bestie nicht. Aber vielleicht irre ich mich und er f├Ąnde es ganz witzig eine solche Gefahr in unsere Gruppe einzuschleusen. Falls also wer gebissen wird, wird er eine Gefahr f├╝r die Gruppe, aber solange er noch nicht getrunken hat, k├Ânnte er geheilt werden - Frist 24 Stunden.

Ah Moment hier steht etwas ├╝ber das T├Âten von Vampiren, h├Ârt zu:
Vampire sind, so lange sie gen├╝gend Blut trinken, ewig jung und unsterblich.
Jedoch kann man sie auch t├Âten.
F├╝r Vampirj├Ąger das einfachste und effektivste Mittel ist einem Vampir einen Pflock durch das Herz zu jagen.
Auch die Enthauptung ist eine sichere und beliebte Methode.
Sonnenlicht ist t├Âdlich f├╝r Vampire, wenige Strahlen gen├╝gen, um einen Vampir in Flammen aufgehen zu lassen.


Na der Mann hat aber auch ein Pech ewig jung und unsterblich! Einen Pflock durchs Herz, wie soll man das bei so einem hinbekommen? Enthaupten? Er hat Rinelda zerst├╝ckelt!

Aber Sonnenlicht! SONNENLICHT LEUTE!
Wir m├╝ssen so lange es Tag ist alle Fenster und Vorh├Ąnge aufrei├čen, dass es ├╝berall so hell wie m├Âglich ist bis auf die Kellerr├Ąume. Wenn nur wenige Strahlen ausreichen, dann k├Ânnte er sich zwar noch versteckt halten, aber er k├Ânnte nicht mehr von Versteck zu Versteck wechseln. So clever wird er schon sein. Die M├Âglichkeit h├Ątten wir ihm damit genommen.

Nun noch etwas, dass uns weiter die Laune verderben wird. Hier steht noch folgendes...
Jeder Jungvampir erwacht mit der F├Ąhigkeit, sich in eine Fledermaus zu verwandeln und mit zwei weiteren Spezialf├Ąhigkeiten. Nach einem Jahr gilt er nicht mehr als Jungvampir und erlernt eine weitere F├Ąhigkeit.
Dann ist mit diesen drei F├Ąhigkeiten erstmal Schluss.

Folgende F├Ąhigkeiten wurden bei Vampiren festgestellt:

Regeneration:
Bei ausreichendem Nahrungsangebot heilen Wunden sehr schnell und gut. Nach wenigen Tagen sind auch schwere Verletzungen auskuriert.

Fledermausmonster:
Der Vampir verwandelt sich nur zur H├Ąlfte in eine Fledermaus, was ihm ein gr├Ąssliches und furchterregendes Aussehen verleiht. Er kann in dieser Gestalt nicht fliegen, aber hervorragend h├Âren, auch Ultraschall und extrem gut riechen. Er kann sie beliebig lange aufrechterhalten.

Nachtsicht:
Der Vampir sieht bei Dunkelheit so gut wie andere bei Tage und kann zudem im infrarotbereich sehen, also wird K├Ârperw├Ąrme f├╝r ihn sichtbar.

Sprinter:
Der Vampir kann sehr schnell und ausdauernd rennen und so auch gro├če Distanzen in recht kurzer Zeit ├╝berbr├╝cken, vergleichbar mit jemandem, der ein Pferd im Galopp reitet.

Springer:
Der Vampir kann jeweils 5 m hoch und weit springen.

Nahk├Ąmpfer:
Der Vampir ist einem durchschnittlichen Menschen kr├Ąftem├Ą├čig ├╝berlegen. Seine Kraft entspricht einer sehr trainierten Person des gleichen Geschlechts. Zudem hat der Vampir sehr gute Reflexe. Ein ge├╝ber K├Ąmpfer, wie ein Ork oder ein S├Âldner, ist ihm dennoch ├╝berlegen, durchschnittliche Opfer hingegen sind leichter zu ├╝berw├Ąltigen.

Spuken:
Der Vampir kann kleiner Spukerscheinungen verursachen, die an Poltergeister erinnern, zB klimperndes Geschirr, knarzendes Dachgeb├Ąlk, wehende Vorh├Ąnge. Er kann jedoch keine Gegenst├Ąnde von ihrem Ort bewegen.

Natursprache:
Der Vampir beherrscht die Natursprache. Er kann damit Tieren der Nacht anlocken oder aufscheuchen, ohne ihnen jedoch konkrete Befehle erteilen zu k├Ânnen. Ein angelockter Wolf f├Ąllt zB nicht zwangsl├Ąufig jemanden an, sorgt vielmehr f├╝r Panik und Ablenkung.

Geistmagier:
Der Vampir beherrscht Geistmagie des ersten Grades.


Wir haben es also mit einem sehr m├Ąchtigen und gerissenen Gegner zu tun. Die Verhandlungen sind noch nicht so lange her, dass hei├čt wenn Brandur selbst noch so w├╝tend war, kann Archibald noch nicht so lange ein Vampir sein. Leider wissen wir nicht ├╝ber welche F├Ąhigkeiten er verf├╝gt.

Brandur hat doch versprochen uns als Familienoberhaupt zu besch├╝tzen, falls er es nicht wahr, der die Bestie auf uns angesetzt hat, dann m├╝sste er uns doch helfen. Er ist ein Nekromant, er muss wissen was man sonst noch tun kann. Ob er den Kerl auf uns angesetzt hat, erfahren wir, wenn er unsere Bitte um Hilfe ablehnt",
sagte Wolfi und klappte das Buch zu.

"Du wei├čt nicht welchen Rachefeldzug dieser Mann auf eigene Faust durchf├╝hrt, er ist ein unkalkulierbares Risiko. Gleichg├╝ltig ob uns Brandur gleich beisteht, wir m├╝ssen das Fledermausvieh finden. Und wenn er eine Fledermaus ist, muss er irgendwo in der N├Ąhe von unserem Haus seine Klamotten und seine Waffen versteckt haben!", warf Varmikan sein. Der Frostalb gab sich alle M├╝he, sich seine Angst und Nerv├Âsit├Ąt nicht anmerken zu lassen, aber so ganz gelang ihm dies nicht. Er musterte Dave und suchte dann den Blick von Puschel.

"Damit hast Du v├Âllig Recht Wolfi, ich werde Brandur um Hilfe bitten. Ich w├╝sste ehrlich gesagt nicht, warum er uns ├╝ber Archibald angreifen sollte. Aber gut, welcher Angriff innerhalb unserer Familie hatte eine andere Logik au├čer Mordlust und Machtgier? Er k├Ânnte uns sicherheitshalber trotzdem aus dem Weg r├Ąumen wollen. Schl├Ągt es fehl, war es die fehlgeleitete Bestie, gelingt ihm der Schlag hat er Linhards Erbe in Stein gemei├čelt. Wobei er war bei der Besprechung ehrlich. Es sei denn er stand unter Drogen.

Du hast ebenfalls Recht Varmi, wir werden gleich gemeinsam nach seinem Zeug suchen, aber nicht jetzt. Ich muss mit Brandur sprechen. Schirmt mich ab",
bat Dave und hielt sich an Varmikan fest. Varmi legte einen Arm um ihn und hielt seinen Mann fest.

Dave griff auf seine F├Ąhigkeit der Telepathie zur├╝ck und rief seinen Onkel Brandur mental.

`Brandur, ich bin es Dave! Ich ben├Âtige dringend Deine Hilfe.
Wir schweben in Todesgefahr. Zwei aus meiner Gildenfamilie sind ermordet worden!
Rinelda wurde in der Mitte durchgeschlagen, ihre Kehle wurde mit messerscharfen Z├Ąhnen zerfetzt und sie war fast blutleer.
Das mag paranoid klingen, aber ich kenne nur zwei Personen die so das Schwert auf Kurzdistanz gef├╝hrt haben, mein Vater und Archibald. Vater ist tot - bleibt nur noch ein Verd├Ąchtiger.

Der zweite Tote war Tsounai. Tsounai wurde komplett ausgesaugt, er hatte keinen Tropfen Blut mehr in sich und war wei├č wie eine Wand und das Brandur obwohl er zu Lebzeiten ein Raskhaner war.

Rin wurde auf offener Stra├če ermordet. Es muss extrem schnell gegangen sein. Tsounai wurde in seinem verschlossenen Quartier ermordet. Zwei sehr eindeutige Warnung, wo man uns ├╝berall erwischen kann. Ich vermute dass es Archibald ist, aufgrund seiner Handschrift der Schwertf├╝hrung, aber ich wei├č es nicht!
Hilf uns bitte┬┤,
bat Dave seinen Onkel und wartete auf Antwort.

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Brandur von Hohenfelde
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#15

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Sa 24. Feb 2018, 12:10

Brandur sa├č zu dieser Zeit gerade mit Chirag in der Stube beisammen und lie├č sich mit ihm eine Platte erlesener K├Ąsespezialit├Ąten schmecken, die sie mit kleinen Spie├čen aufpickten. Es waren keine grantigen K├Ąsesorten, sondern eine Auswahl von mild schmeckenden Weichk├Ąsen. Dazu gab es einen lieblichen Wei├čwein aus Souvagne, den Chirag empfohlen hatte und der in der Tat ausgezeichnet zu den K├Ąsest├╝ckchen passte. Waln├╝sse und Birnenschnitze rundeten die h├╝bsch arrangierte Platte ab. Brandur und Chirag schwelgten gerade in den Vorz├╝gen einer feudalistischen Gesellschaftsordnung und bedauerten - angeheitert vom Wein - wortreich den naridischen Werteverfall, als Brandur j├Ąh aus seiner angenehm nostalgisch-melancholischen Stimmung gerissen wurde.
Ver├Ąrgert senkte er die Hand mit dem Spie├č, auf dem der n├Ąchste Leckerbissen steckte, den er sich gerade hatte in den Mund schieben wollen. Jemand klopfte in seinem Geist an und das sehr nachhaltig. Ohne auf die Freigabe zu warten, drang dieser Jemand einfach ein und plauderte los. H├Âflich war das nicht, aber Brandur verstand auch rasch, warum der Gast sich nicht mit H├Âflichkeiten aufhielt. Davard war in Todesgefahr und bat um Hilfe. Brandur nahm sich eine Minute Bedenkzeit, ehe er antwortete.

"Als erstes entfernt dem blutleeren Rakshaner den Kopf. Ihr seid keine Experten, ihr k├Ânnt nicht einsch├Ątzen, ob er tats├Ąchlich tot bleiben oder als Vampir wieder auferstehen wird. Am besten ist in so einem Fall eine Feuerbestattung. Gebete helfen hier nicht, lasst euch nicht von einem Priester bequatschen, hier m├╝ssen physische Schritte erfolgen. Der Leichnam muss umgehend enthauptet und dann vernichtet werden!

Versucht, Ruhe zu bewahren, damit ihr klar denken k├Ânnt. ├ťberst├╝rzt nichts, aber handelt zeitnah. Ihr wisst nicht, ob es wirklich Archibald war. Blo├č, weil du lediglich diese zwei Personen kennst, die das Schwert so f├╝hren, hei├čt dies nicht, dass es nicht auch andere Leute gibt, die auf diese Weise vorgehen. Ehrlich gesagt habe ich dahingehend Zweifel. Die Techniken erlernt man von Meistern und Lehrb├╝chern und die Grundlagen sind immer die Gleichen, auch wenn es hier und da Variationen gibt und der eine dies und der andere jenes bevorzugt. Archibald h├Ątte zudem nur einen sehr engen Zeitraum zur Verf├╝gung gehabt, da er hier im Tal nicht f├╝r l├Ąngere Zeit verschwunden war. Zumindest hat er sich nicht abgemeldet und mir w├Ąre es nicht aufgefallen. Dazu wei├č jedoch am ehesten noch Jesper Bescheid.

Folgendes. Ihr Geister ergreift alle bekannten Ma├čnahmen zur Abwehr von Vampiren. Wenn ihr k├Ânnt, umgebt euch mit Ghulen. Ghule reagieren sehr hungrig auf die Anwesenheit von Vampiren. Sie sind ein absolut zuverl├Ąssiger Indikator f├╝r deren Anwesenheit. Mit einem Ghul an der Seite werdet ihr von keinem Vampir get├Ąuscht werden k├Ânnen, der sich als Lebender ausgibt. Ghule wittern und jagen Vampire, da diese Leichen sind. Sie fallen also ins Beuteschema des Ghuls. Wenn Osmund und Maghilia noch anwesend sind, k├Ânnen sie aus Tsounai gegebenenfalls noch einen Ghul machen. Auf jeden Fall wittert ein Ghul auch, wenn ein Vampir unsichtbar in der N├Ąhe ist. Sie sind, was Leichen anbelangt, wie ein guter Sp├╝rhund.

Des Weiteren sorgt f├╝r ausreichend Tageslicht. Es gibt alchemistische Tageslichtlampen, das sind fluoreszierende Kristalle, die ultraviolette Strahlung abgeben, die dem des Sonnelichtes ├Ąhnelt. Sie bringen Vampire nicht um und verletzen sie nicht einmal, aber sie haben eine abschreckende Wirkung. Sie k├Ânnen einen Vampir nicht tats├Ąchlich aufhalten, aber ein Vampir, der diese Lampen nicht kennt, wird davor Angst haben und sie meiden. Erfahrene Vampire schreckt man damit nicht ab, Jungvampire ohne Mentor schon. Ich wei├č nicht, ob Kasimir Archibald in diese Lampen instruiert hat, ich vermute jedoch nicht, da er nicht will, dass aus Archibald ein J├Ąger wird. Es ist jedoch meiner Meinung nach wie gesagt fraglich, dass wirklich Archibald dahinter steckt."


Brandur musste sich einen Moment sammeln und ├╝berlegen.

"Gut. Deine Aufgaben sind also so weit bekannt. Meine werden sein, mit Jesper und Kasimir zu reden, denn diese beiden sind der Schl├╝ssel, sollte es sich tats├Ąchlich Archibald sein, der euch das Leben schwer macht. Archibald h├Ąngt sehr an den Mitgliedern von Dunwins Stab. Wom├Âglich kann man ihm ├╝ber die Gruppe Druck machen. Ich werde mich darum k├╝mmern, aber ich kann keine Ergebnisse versprechen.

Kopf hoch, Davard. Z├Ąhne zusammenbei├čen. Wenn alle Str├Ąnge rei├čen und der Kerl sich als unkontrollierbare Gefahr erweisen sollte, werde ich Archibald beseitigen lassen. Ich habe ein wenig mit meinem Freund Chirag geplaudert. Ich bin mir sicher, er w├╝rde uns in dieser Sache helfen. Archibald vertraut ihm. Das kann man nutzen. WENN er es ├╝berhaupt gewesen ist."

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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#16

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 24. Feb 2018, 19:52

Dave dachte ├╝ber die Informationen nach. Er war alles andere als zartbesaitet, aber Tsounai zu enthaupten tat ihm weh.

`Danke f├╝r Deine Ratschl├Ąge, wir werden sie befolgen. Ich wei├č, was Du meinst Brandur. So meinte ich das nicht. Jeder Meister gibt doch seine Art des Kampfes weiter. Genauso in Sachen Magie. Die Grundz├╝ge sind stets die gleichen, also die ersten Schritte in jeder Kunst. Aber jede Person hat doch eine Lieblingsart Magie zu wirken oder mit dem Schwert zu k├Ąmpfen.

Und wie ich sagte, ich kenne nur zwei die so k├Ąmpfen. Wobei Vater nicht permanent so k├Ąmpfte. Ich meine damit, er nutzte seine Waffen als Distanzwaffen, konnte sie aber auch anders einsetzen. Archibald ging auf direkte Konfrontation.

Falls es nicht Archibald ist, kann ich mir nicht erkl├Ąren wer es sein kann.
Gut wahrscheinlich haben wir tausende Feinde, ohne dass man uns kennt. Freunde, Verwandte und so weiter von unseren "zufriedenen Kunden" k├Ânnten sich ebenso r├Ąchen wollen. Aber das darunter ausgerechnet ein Schwertmeister ist, der die gleiche Technik bevorzugt?

Andererseits ist das so verr├╝ckt, dass es wieder passen k├Ânnte. Und wo haben Vater und die Bestie gelernt? Ihr Meister muss letztendlich auch aus Shohiro stammen.

In dem Fall w├Ąre es mir tats├Ąchlich lieber, wir h├Ątten die Bestie auf dem Hals. Er ist zwar eine immense Gefahr und ich habe ehrlichen Herzen vor dem Kerl mehr Schiss als Du Dir vorstellen kannst, aber er ist eine absch├Ątzbare Katastrophe und keine unbekannte Gr├Â├če. Wir kommen Deinen Tipps nach. Es w├Ąre lieb, wenn Du Jesper und Chirag herschicken k├Ânntest. Vielleicht finden sie ihn, oder k├Ânnten sagen ob er ├╝berhaupt dahinter steckt. Oder Kasimir, auf den Mann scheint er ja zu gehorchen.

Wir melden uns wieder, Danke nochmals┬┤,
antwortete Dave mental und ben├Âtigte einen Moment, um zur├╝ck in die Physis zu finden.

"Brandur steht uns bei. Also als erstes was wir tun m├╝ssen. Wolfi hatte Recht, wir m├╝ssen ├╝berall f├╝r Tageslicht sorgen. Entsprechende Lampen die Tageslicht abgeben m├╝ssen wir uns ebenfalls besorgen. Zur weiteren Funktion der Lampen schweige ich mich aus, wir wissen nicht ob wir belauscht werden.

Wir m├╝ssen Tsounai k├Âpfen. Dies ist die einzige M├Âglichkeit zu verhindern, dass er nicht doch noch ein Vampir wird. Brandur sagte, dass weder ein Priester noch sonst etwas tats├Ąchlich hilft. Die einzige M├Âglichkeit auf Nummer sicher zu gehen ist Tsounai zu enthaupten und zu verbrennen.

Um einen Vampir aufzusp├╝ren ben├Âtigen wir einen Ghul. Ghule fressen Leichen, Vampire sind Leichen. Folglich k├Ânnte man einen Ghul wie ein Sp├╝rhund einsetzen. Wir ben├Âtigen also einen Ghul. Mindestens einen.

Brandur warf ein, dass es nicht die Bestie sein muss, die uns hier schadet. Zwar ist meine Bef├╝rchtung ja nicht von der Hand zu weisen, aber Archibald ist kein Autodidakt der sich einen v├Âllig eigenen Schwertstil angeeignet hat. Das hei├čt, wenn schon zwei M├Ąnner diesen Stil beherrschen, vielleicht leider auch ein unbekannter Dritter. Was wir lieber nicht hoffen wollen, denn so gef├Ąhrlich die Bestie auch ist, ihn k├Ânnen wir etwas einsch├Ątzen. Einen v├Âllig fremden Feind nicht.

Also machen wir uns an die Arbeit. Zuerst Tsounai k├Âpfen und verbrennen, dann Tageslicht ins Haus lassen, die n├Ąhere Umgebung nach versteckten Ausr├╝stungsgegenst├Ąnden und Waffen absuchen und dann einen Ghul und Lampen besorgen. Denkt dran, dass wir zusammenbleiben m├╝ssen",
ermahnte Dave die Geister.

"Zuhause lebten genau 149 Ghule, wir sollten sie alle herholen! Und wir ben├Âtigen Knoblauch. Es hei├čt doch im Volksglauben dass Knoblauch Vampire vertreibt. Wenn sich jeder davon so einen Kranz umh├Ąngt, w├Ąre das auch schon mal eine Erleichterung", warf Wolfi ein.

"Richtig, die 149 Ghule, da 150 Ghule zu viele sind. Wer meldet sich freiwillig um Tsounai zu k├Âpfen? Ich wei├č es w├Ąre meine Aufgabe, sollte Archibald tats├Ąchlich der Feind sein, aber ich glaube ich bringe es nicht ├╝bers Herz. Er wurde mir einst von Tarkan in Freundschaft verliehen. Ich wei├č ich sollte nicht so weichherzig denken, aber es geht mir nahe. Ich bef├╝rchte dass ich der Grund daf├╝r bin, warum die Bestie meine Familie angeht", erkl├Ąrte Dave leise.

"Schuld bist nicht Du Dave, sondern der Angreifer. Sobald Du Dir das n├Ąmlich einredest, hat er Dich genau wieder dort, wo er Dich haben m├Âchte. Also gut, gehen wir es an. Punkt eins - Tsounai", sagte Aino traurig.

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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#17

Beitrag von Urako » So 25. Feb 2018, 12:43

"Ich erledige das", sagte Urako. "Wozu hat man einen Scharfrichter vor Ort. Irgendeinen Zweck muss ich ja in der Gilde erf├╝llen, und wenn es nur die fachgerechte Entsorgung infizierter Leichname ist. Aber ich gehe nicht allein. Gasmi kommt mit, aber ich will noch einen dabeihaben. Wir sollten mindestens zu dritt sein, wenn dieser Archibald wirklich so gef├Ąhrlich ist, wie Davy sagt. Wer meldet sich freiwillig? Ihr m├╝sst nicht hinsehen, nur die Umgebung im Auge behalten."

Urako holte sein Richtbeil und ging anschlie├čend in Tsounais Zimmer, wo der Tote r├╝cklings in seinem Bett lag, um den Leichnam abzuholen. Der Rakshaner war tats├Ąchlich wei├č geworden. Sein Gesicht sah friedlich aus, mehr noch, gl├╝cklich. Seine Augen waren geschlossen, er wirkte, als l├Ąchelte er im Schlaf. Sein Hals wies eine gro├če Bisswunde auf. Wie ein normaler Vampirbiss wirkte das nicht. Vermutlich war das doch dieser Archibald gewesen. Das Zimmer war mit allerlei rakshanischen Neckereien eingerichtet, allem voran nat├╝rlich verschiedenen Mokkat├Âpfen, Kaffeekannen und Gew├╝rzdosen, die auf den halbhohen Schr├Ąnken standen. Mehrere benutzte Kaffeetassen standen noch herum, die meisten nicht ganz ausgetrunken. Das ganze Zimmer zeigte, wer hier gewohnt hatte und das dieser Jemand mitten aus seinem Leben gerissen worden war. So etwas geh├Ârte zu ihrem gef├Ąhrlichen Leben als Auftragsm├Ârder dazu. Er verdr├Ąngte das Gef├╝hl vollst├Ąndig und funktionierte, wie er es jahrelang getan hatte. Er buckelte sich den Toten auf den R├╝cken und brachte ihn in den Keller. Dort legte er ihn in eingerollter Position, mit der Vorderseite nach unten, nieder. Er bettete Tsounais Kopf bis zu den Schultern auf einen gro├čen Holzklotz. Das war die einzige Unterlage, bei der er sich nicht die Schneide seines Richtbeils verderben w├╝rde und den Fu├čboden wollte er schlie├člich auch nicht zerhacken. Er h├Ątte den Kopf zwar auch auf dem Seziertisch St├╝ck f├╝r St├╝ck mit dem Messer abtrennen k├Ânnen, doch da er Tsounai kannte, wollte er es nicht so genau sehen m├╝ssen, was er da tat und es schnell hinter sich bringen.

Urako legte Tsounai mit gestrecktem Hals hin. "Tut mir leid, Kumpel", sagte er laut. "Aber das muss jetzt sein. Kann vielleicht ein bisschen zwicken."

Urako holte aus, das Beil raste hinab, es gab einen dumpfen Schlag und Tsounais Kopf rollte ein St├╝ck zur Seite, w├Ąhrend der K├Ârper zur├╝ckrutschte. Zwischen den beiden Halsenden klaffte ein Spalt, aus dem kein Blut floss. Urako bettete, ohne richtig hinzusehen, beide Teile von Tsounai in einen der f├╝r die Aufbewahrung von K├Ârpern vorgesehenen Schieber. Auch Rineldas Leichenteile holte er, r├Ąumte sie in einem eigenen Schieber dazu und reinigte den Fleck, auf dem sie drau├čen gelegen hatte, von Blut und Organfetzen. Dann musste er sich sofort waschen gehen.

Er warf seine komplette Kleidung in den brennenden Ofen und wusch sich anschlie├čend in mehreren Stufen. Erst drau├čen im Fluss, um das Gr├Âbste wegzusp├╝len. Dann unter der Dusche, lange und mit Unmengen von Seife. Er holte sich als drittes von Pavo Desinfektionsmittel und alchemistisches Reinigungsfluid f├╝r hartn├Ąckige Verkrustungen. Er rubbelte und rieb sich damit sauber, erst mit den H├Ąnden, dann mit einem Schwamm, den er ebenfalls in den Ofen warf und schlussendlich sogar mit Sandpapier. Zuletzt legte er sich, krebsrot und wundgescheuert, in eine hochprozentige Salzlauge. Es brannte so sehr dass er fast heulte, doch er wusch sich alles, auch die wunden Stellen, die Stressekzeme und die Augen. Dann ging er sich noch einmal unter klarem flie├čenden Wasser absp├╝len. Blut verf├Ąrbte das von ihm abflie├čende Wasser.

"Alles erledigt. Tsounai und Rinelda warten im Keller auf ihre Bestattung. Ich brauch neue Klamotten", erkl├Ąrte er. "M├Âglichst dunkle. Oh und Gasmi, hol mal bitte den Anh├Ąnger, den du mir gebastelt hast."
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warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#18

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 27. Feb 2018, 08:31

Dave hatte die Nachricht von einem Himmelsauge erhalten, dass sein Onkel Brandur verstorben war. Der Magier schluckte. Dave beendete die Verbindung zu dem fremdem Magier, der so freundlich war und ihn ├╝ber den Notfall seiner Familie informiert hatte.

Als h├Ątten sie nicht schon genug Probleme, schlug der Schicksalsschlag nun dem Fass den Boden aus. Dave wusste nicht was er denken, geschweige denn f├╝hlen sollte.

Zuerst war er w├╝tend auf Brandur gewesen, w├╝tend dar├╝ber dass er die Hochzeit auf diese Art und Weise gesprengt hatte. Dann hatte er ihn gef├╝rchtet, allein schon aufgrund Dunwins Beschw├Ârung. Einige Zeit sp├Ąter, als es irgendwie zu einem unausgesprochenen Waffenstillstand gekommen war, hatte er ihm misstraut. Und nach den Friedensverhandlungen sah er ihn mit anderen Augen, oder Brandur ihn - jedenfalls hatte Dave mit ihm gehofft.

F├╝r sie beide, f├╝r die ganze Familie, sogar f├╝r die ganze Sippe und nun war ausgerecht der Mann tot.

Dave f├╝hlte irgendwie als w├Ąre ein Teil ihm ebenfalls gestorben. H├Ątte man ihm dies vor einem halben Jahr gesagt, oder am 15.09.202 h├Ątte er h├Âhnisch gelacht, wenn er dazu in der Lage gewesen w├Ąre, was er nicht wahr.

Jetzt f├╝hlte er sich wie vor den Kopf geschlagen. Gleichg├╝ltig wie sehr man sich in seiner Familie manchmal auch verabscheute, es versetzte einem dennoch einen Stich wenn einer ging. Und er hatte Brandur schon l├Ąngst nicht mehr verabscheut, er hatte in ihm die Chance gesehen, die Ansgar und er gemeinsam nicht hinbekommen hatten. Dave ├╝berlegte, wann er mit Brandur gesprochen hatte.

So lange war das gar nicht her, als er ihn um Hilfe bat und Brandur hatte zugesagt. Er hatte sein Wort gehalten, nun er w├╝rde seines ebenso halten und ihn nach Hause holen. Diesmal nicht in einen steinernen Sarg der zeitgleich Geburts-, Lebens- und Todesst├Ątte war, sondern nach Hause.

Dave betrat das Wohnzimmer, wo alle Geister versammelt waren und ihren Namensvettern gleich vor sich hin starrten. Der Magier breitete die H├Ąnde aus und atmete durch.

"Leute ich habe eine sehr schlechte Nachricht, Brandur ist tot. Er ist gemeinsam mit Lin, Chirag und noch einer Person in die Souvagne gereist und dort ist er verstorben. Ich wurde von einem fremden Magier kontaktiert, dieser bat mich, Brandur nach Hause zu holen und das werde ich auch. Seine letzten Worte uns, mich... unsere Familie betreffend waren ehrlich und friedlich. Folglich werde ich ihn nicht zur├╝cklassen.

Es mag zwar nur wenig gute Traditionen in unserer Familie gegeben haben, aber eine besagte, dass es nur einem Hohenfelde zusteht - einen anderen Hohenfelde zu t├Âten. Und wir lassen niemanden zur├╝ck, nicht einmal im Tode. Ich werte das nicht als den alten Weg, sondern einen neuen Anfang. Er soll nicht in fremder Erde ruhen, sondern dort wo er sich wohl gef├╝hlt hat.

Das war vermutlich bei Wolfram im Tal, wo er wohnte. N├Ąheres wird Lin wissen. Da ich vier Leute zu transportieren habe, kann ich niemanden von Euch mitnehmen. Wolfi f├╝hre unsere Familie ins Herrenhaus, Du kennst die Mechanismen, Du kennst die Fallen, die Ausl├Âser zur Scharfmachung - die Bestie kennt sie nicht. Passt auf Euch auf. Ich reise umgehend ab, es geht nicht anders, ich muss unsere Leute nach Hause holen",
erkl├Ąrte Dave.

Bevor der Magier aufbrach, blieb er erneut stehen und musterte seine Wahlfamilie.

"Danke f├╝r die schnelle Erledigung Puschel, die Sachen spendiere ich Dir. Sobald ich zur├╝ck bin, kannst Du Dir frei nach Herzenslust aussuchen, was Du m├Âchtest - ich bezahle. Varmi und Puschel, seid so lieb und nehmt Eloise mit auf den Ausflug zum Herrenhaus ja? Varmi wei├č wo sie sich gerade aufh├Ąlt und passt Du auf sie auf. Klingenohr erkl├Ąre Puschel nachher warum.

Ich beeile mich Leute und ich versuche mit Hilfe zur├╝ckzukommen. Sobald Ihr Euch auf den Weg macht, geht bei Maghilia und Osmund vorbei. Die beiden wohnen in der N├Ąhe, vielleicht gew├Ąhren sie Euch auch zum Schutz Unterschlupf, fragt sie einfach. Wolfi Du k├╝mmerst Dich in dem Fall darum. Tut was immer Ihr tun m├╝sst um dem Blutsauger aus dem Weg zu gehen. Passt auf Euch auf",
sagte Dave.

Er k├╝sste zuerst Varmikan fest auf den Mund und dann Puschel, ehe er Wolfi und Pavo auf die Stirn k├╝sste. Dave holte aus der Schreibstube seine Papiere, ging nach drau├čen in den Hof und machte sich einige Minuten sp├Ąter mit Kariakin auf nach Souvagne.

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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#19

Beitrag von Gasmi » Di 27. Feb 2018, 08:45

Gasmi nickte und flitzte davon. Der kleine D├╝sterling lief ins benachbarte Haus und holte dort aus dem Schlafzimmer das kleine, pinke, geh├Ąkelte Herz, dass er extra f├╝r seinen Puschel gebastelt hatte. Gasmi hockte sich kurz aufs Bett und ├╝berlegt, was Puschel noch ben├Âtigte.

Im Moment erst einmal Kleidung und eine gute Hautcreme. Gas kramte einen einfachen Lendenschurz aus seinem Fundus heraus und klemmte ihn sich unter den Arm. Puschel musste ihn dann eben weiter wickeln, oder etwas den Bauch einziehen, aber mit etwas gutem Willen w├╝rde er hineinpassen. Und falls nicht, bekam er einen netten Anblick geboten, was auch nicht schlecht war.

W├Ąhrend Gasmi seine Kleidertruhe durchst├Âberte, kratzte er sich mit der Spitze seines Greifschwanzes am Kopf. Was wusste er ├╝ber Vampire? Leider nichts, au├čer dass sie Blut saugten und nur Nachts anzutreffen waren, da sie kein Sonnenlicht vertrugen. Aber da endete auch schon sein Wissen. Das Vampire tats├Ąchlich Blut tranken, hatte das Exemplar ja bewiesen, dass sie gerade heimsuchte und auf Trab hielt.

Gasmi h├Ârte auf in der Truhe zu kramen und dr├╝ckte das kleine pinke Herz in seinen Krallenh├Ąnden. Zwei aus dem Rudel waren wegen diesem Vampir gestorben. Rin und Tsounai und wenn sie nicht aufpassten, holte er sich wer wei├č wen noch.

Und nun die Botschaft, dass von Dave der Onkel gestorben war.
Gasmi hatte den Mann nicht gekannt, aber er bedauerte den Verlust f├╝r Dave und Wolfi, wo ihr Heimatrudel gerade zusammenzuwachsen begann. Nein dies waren wahrlich keine guten Zeiten. Das Rudel musste zusammenhalten, sonst w├╝rde das Rudel untergehen.

Gas ├╝berlegte, ob Flederm├Ąuse einen eigenen Geruch hatten, aber er konnte sich nicht an den Geruch von Flederm├Ąusen erinnern. Mit Beklemmung schnappte sich Gas einen Lendenschurz f├╝r Puschel und einen gro├čen Tiegel Hautcreme.

Kaum wieder bei den Geistern angekommen, verknotete Gas seinen Greifschwanz mit dem von Puschel und dr├╝ckte ihm die zwei Sachen in die Hand und zwar das Herz und den Lendenschurz. Den Cremetiegel behielt Gasmi.

"Mein Herz, ein Lendenschurz und Creme. So kannst Du nicht rumlaufen Puschel. In den Lendenschurz passt Du bestimmt", l├Ąchelte Gasmi aufmunternd und strich liebevoll durch Puschels Haare.

Gasmi wartete ab was Aino oder Wolfi nun anordnen w├╝rden.

Vorsichtig untersuchte er Puschels Haut, er hatte sich ├╝berall wund und blutig gescheuert. Kein Wunder bei der Aufgabe die sein Schatz erledigen musste. Gas schraubte den Tiegel auf und fing ganz behutsam und liebevoll an, die Wunden von seinen Mann mit Creme abzutupfen. Er hoffte, dass sie so viel schneller heilen w├╝rden.
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Re: Einen Gehilfen f├╝r den Heiler

#20

Beitrag von Kasimir » Fr 2. M├Ąr 2018, 08:55

Was in der Zwischenzeit geschah: http://asamura.de/viewtopic.php?f=64&t= ... 630#p13621

Nachdem die ersten Sicherheitsma├čnahmen zum Schutz vor dem M├Ârder ergriffen worden waren, machte Davard sich auf den Weg nach Souvagne, um seinen verstorbenen Onkel Brandur abzuholen und jene, die ihn begleitet hatten. Er reiste auf dem riesigen Greif Kariakin und half ihnen, den Toten ins Verborgene Tal zu ├╝berf├╝hren, wo man sich von ihm verabschiedete und Totenwache hielt. Noch vor der Beisetzung musste Davard jedoch wieder abreisen, um sich um die Geister zu k├╝mmern, die noch immer von dem M├Ârder bedroht wurden.

Drei Tage sp├Ąter traf Dave erneut in Shohiro ein. Doch er war nicht allein. Bei sich hatte er eine winzige wei├če Fledermaus, die nun an seinem Hals vorbei ihr K├Âpfchen aus seiner Kapuze streckte. Mit zerknitterten Ohren schaute sie sich um. Sie hatte bis gerade eben kopf├╝ber mit den F├╝├čen an seine langen Haare geklemmt geruht. Kasimir war erleichtert, dass sie es noch in der Nacht geschafft hatten, das Geisterhaus zu erreichen. Er strich sich die Ohren mit dem Fl├╝gel glatt und machte sich sofort auf die Suche nach seinem Sch├╝ler. Er flog durch alle R├Ąume.

"Archibald?", rief die Fledermaus immer wieder, w├Ąhrend sie durch das Geisterhaus flatterte. "Archibald!"
"Herr, wer euch dient f├╝r Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen f├Ąllt, l├Ą├čt euch im Sturm allein." - William Shakespeare

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