Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Doppelhochzeit -- 15.09.202

Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Doppelhochzeit -- 15.09.202

#1

Beitrag von Anwolf » Mi 6. Sep 2017, 20:22

Am 01.09.202 wurde im Namen und mit Vollmacht durch Freifrau Fingard von Hohenfelde fĂŒr die bevorstehende VermĂ€hlung zwischen
Dave und Varmikan
wie auch
Urako und Gasmi

fĂŒr den 15.09.2017 aufgeboten!
****

Dieser Aushang sollte die Geister auf die bevorstehende Doppelhochzeit ihrer Zunftgeschwister aufmerksam machen.

Zeitgleich wurde die bevorstehende VermĂ€hlung am Rathaus ausgehangen um allen kundzutun, dass die Hochzeit eines Freiherren in Form einer Doppelhochzeit stattfinden wĂŒrde.

**

Aushang 1:

http://fs5.directupload.net/images/170906/o95euqju.jpg



Aushang 2:

http://fs5.directupload.net/images/170906/2w36uomr.jpg
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#2

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Fr 15. Sep 2017, 06:38

http://fs5.directupload.net/images/170915/usflwsit.jpg


Hochzeit

Die HochzeitsgĂ€ste hatten sich bereits eingefunden. Und wie es ĂŒblich war, parkten die Kutschen der GĂ€ste um den Ort des Geschehens herum. FrĂŒher war dies Brauch und Zweck in einem gewesen, um die Festgemeinde zusĂ€tzlich zu schĂŒtzen.

Heute war es meist nur noch Brauch, vor allem in einem Land wie Naridien wurde ein Bollwerk der an die FlĂŒchtlings-Wagentracks aus der Vergangenheit erinnerte nicht mehr gebraucht.

Die Kutschen die auf dem Anwesen standen, waren zahlreich und jeder geladene Gast sah somit, dass der Großteils des naridischen Adels anwesend war. Rang und Namen spiegelte sich durch die Kutschen und der aufwendiger Gestaltung wieder.

Fackeln waren ĂŒberall aufgestellt worden und die TĂŒren zum Tempel wie zur Festhalle des Hauses standen offen.

Das Öffnen von Fenstern und TĂŒren war ein Brauch, um das GlĂŒck wĂ€hrend des Festes hereinzulassen. Licht in Form von Fackeln, Feuerschalen und Ă€hnlichem dienten ebenfalls nach altem Brauch, dazu um dem GlĂŒck den Weg ins Haus des Ehepaares zu leuchten. Diese BrĂ€uche wurden auch beim KĂŒchenfest gepflegt.

Der Ballsaal war in weiß-grĂŒn dekoriert, ebenso der Tisch der Brautpaare. Das Buffet war riesig und reich beladen, in den Schatten gestellt wurde es nur noch von der gewaltigen Anzahl an zur VerfĂŒgung stehenden, alkoholischen GetrĂ€nken.

FĂŒr die Zeremonie war ein Podest Ă€hnlich einem Pavillon innerhalb des Tempels errichtet worden. Auch dieser war in weiß-grĂŒn geschmĂŒckt, mit Pflanzen und BlĂŒten ausstaffiert und mit Organzastoffen verkleidet, so dass er fast etwas SphĂ€risches hatte.

GrĂŒn hatte fĂŒr einige Almanen eine besondere Bedeutung. Man trug etwas GrĂŒn zu besonderen, festlichen AnlĂ€ssen. Hier bei der bevorstehenden Hochzeit symbolisierte es das neue, aufkommende Leben dass mit einer Ehe einher gehen sollte.

Dann endlich war es soweit.
Die GĂ€ste schritten in den Tempel.

Das Licht wurde zusĂ€tzlich gedimmt, und zwei große Feuerschalen erhellten das Podest. Die Flammen schlugen immer höher und waren nach einiger Zeit nur noch die einzige Lichtquelle in dem gewaltigen, dunklen Raum.

Ein Zischen erklang und urplötzlich leuchteten auch die Flammen in den Feuerschalen matt grĂŒn, so dass die Decke und die WĂ€nde des Tempels in den Farben einer Aurora, eines Nordlichts erstrahlten.

Die Flammen tanzten und loderten, wÀhrend es den GÀsten dabei so vorkam als befÀnden sie sich unter Wasser durch diese optische TÀuschung oder unter einem wogenden BlÀtterdach.

Dahinter steckte nichts weiter als der Trick, dass dem FlammennÀhrstoff Kupfervidrihol beigemischt wurde um dieses Farbschauspiel zu erzeugen.

Zeitgleich war das UmfÀrben der Beleuchtung Auftakt zur eigentlichen Zeremonie.

Ein alter Priester in gold-violetter Robe deren Borde mit grĂŒnem Samt abgesetzt war, trat feierlich auf das Podest hinaus, schritt in dessen Mitte und breitete die Arme aus. In einer Hand hielt er einen seltsamen, scheinbar hölzernen Stab, aus dessen oberer Verdickung Tentakel ragten und sich wie die Arme eines Oktopus schlĂ€ngelnd bewegten.

Link:
http://vignette2.wikia.nocookie.net/res ... 1030140227

http://cs5-1.4pda.to/2636498.jpg

Schlagartig war es leise im Raum, wĂ€hrend Dave gemeinsam mit Urako vor das Podest trat, in gebĂŒhrenden Abstand stehen blieb, niederkniete und den Blick gesenkt hielt.

Dave trug eine schlichte, schwarze Robe, die seinen schlanken Körper unterstrich. Die Haare trug er dem Brauch entsprechend heute offen als Zeichen dass er unverheiratet war.

„Gepriesen sei Ainuwar, Dun-Haru-Mar!“, grĂŒĂŸte der Priester mit voller, tönender Stimme in die Runde und hielt den Stab empor. Die Tentakel darin unterstrichen seine Worte und machten eine allumfassende, grĂŒĂŸende Geste.

„Gepriesen sei Ainuwar, Dun-Haru-Mar!“, raunten die anwesende Familie der Hohenfelde, Wigberg und Eibenberg und gingen auf die Knie.

„Wir haben uns heute hier eingefunden, um eines der schönsten und wichtigsten Rituale zu begehen, die dem Menschen offenbart wurde – dem Ritual der Ewigkeit, dem Ritual der Liebe.

Unsere Familienmitglieder Davard und sein Wahlbruder Urako haben beschlossen, den Bund der Ehe unter der schĂŒtzenden Hand unserer Glaubensgemeinschaft und Familiensippe einzugehen.

Davard und Urako, wen habt Ihr auserkoren auf ewig an Eurer Seite zu wandeln meine Kinder? Wem wurde bei Dir diese Ehre zuteil Davard von Hohenfelde?“,
fragte der Priester und blickte auf Dave hinab.

„Ich wĂ€hlte Varmikan Eisseher und er wĂ€hlte mich ehrenwerter Priester“, antwortete Dave ehrfurchtsvoll.

„Dann möge er an Deine Seite treten, so dass Ihr fĂŒr jetzt und immerdar gemeinsam durch das Leben wandelt“, sprach der Priester.

Aus einer SeitentĂŒr schritt nun Varmikan hinein, in eine schlichte, weiße und dennoch edle Robe gehĂŒllt. Als er neben Dave stehen blieb, stand dieser auf und hakte ihn unter.

Der Priester lÀchelte beiden zu und wandte sich dann an Urako.

„Wem wurde bei Dir diese Ehre zuteil Urako von Lyridime zu Phintias?“, fragte der Priester und blickte auf Urako hinab.

„Ich wĂ€hlte Gasmi und er wĂ€hlte mich, ehrenwerter Priester“, antwortete Urako genauso ehrfurchtsvoll wie vorab Dave.

„Dann möge er an Deine Seite treten, so dass Ihr fĂŒr jetzt und immerdar gemeinsam durch das Leben wandelt“, sprach der Priester mit Wohlwollen.

Aus einer SeitentĂŒr auf der anderen Seite des Raumes schritt nun seinerseits Gasmi hinein, in einem schlichten und dennoch Lendenschurz aus Leinen, in sanften grĂŒnen Farbtönen gehalten. Auch er blieb neben seinem GefĂ€hrten stehen. Urako stand auf und hakte Gasmi unter, wie er es zuvor bei Dave gesehen hatte.

Der Priester schaute auf beide Paare hinab und stellte den Segensstab beiseite. Wie durch Zauberhand blieb er einfach stehen, als hĂ€tte die Schwerkraft keine Bedeutung fĂŒr ihn.

„Meine Kinder, mit dem Bund den Ihr hier eingeht, geht Ihr einen neuen Lebensabschnitt ein. Denkt daran, wie stark Euch Eurer Partner macht, denn seht“, sagte der Mann und hob einen einzelnen Zweig und zerbrach ihn.

„Einer allein kann mit geringster Kraft gebrochen werden, und so wandelte Ihr durchs Leben. Aber nun“, sagte der Mann und hob ein BĂŒndel und versuchte es zu brechen, was natĂŒrlich misslang
 „nun habt Ihr zu einer StĂ€rke gefunden die man Partnerschaft und Ehe nennt.

Dieses BĂŒndel Zweige symbolisiert Euch, aber auch Eure zukĂŒnftige Familie. Die ersten beiden Zweige habt Ihr nun zusammengefĂŒgt, umgeht sie mit weiteren – es sind Eure Kinder. Denn wie steht es geschrieben?

Macht ist immer lieblos, aber Liebe niemals machtlos.

Und so frage ich Dich Davard von Hohenfelde, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen fĂŒr alle Ewigkeit?“,
fragte der Priester.

„Ja ich will“, antwortete Dave glĂŒcklich.

„Und so frage ich Dich Varmikan Eisseher, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen fĂŒr alle Ewigkeit?“, fragte er auch Varmikan.

„Ja ich will“, antwortete Varmikan ergriffen.

„Dann erklĂ€re ich Euch hiermit zu Mann und Mann, die Bruderschaft bezeuge dies. Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar! Tauscht bitte die Ringe“, segnete der Priester beide und hielt den Stab ĂŒber ihre Köpfe, der beide zeitgleich mit sanfter BerĂŒhrung segnete.

FĂŒr Sekunden zogen sie die dĂŒnnen Ärmchen ins Innere zurĂŒck um dann mit zwei Ringen aufzutauchen und diese dem Brautpaar zu reichen. Dave nahm zuerst vorsichtig den Ring und steckte ihn Varmikan an und schmunzelte dabei.

Varmikan starrte kurz seinen Ring an, als er erkannte woraus er gefertigt war. Er war aus Dunkelstein gefertigt! Er stubste Dave mental liebevoll an, nahm respektvoll den zweiten Ring aus dem Tentakel des Stabes und schob ihn Dave behutsam auf den Finger.

"Ihr dĂŒrft Euch nun kĂŒssen", erklĂ€rte der Priester.

„Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar“, riefen die anwesenden Familienmitglieder, wĂ€hrend sich Dave und Varmikan kĂŒssten.

Eheringe von Dave und Varmikan:
Link:
http://image.rakuten.co.jp/koufukunoisi ... 991942.jpg

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#3

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Fr 15. Sep 2017, 06:44

Priester

"Und so frage ich Dich Urako von Lyridime zu Phintias, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen fĂŒr alle Ewigkeit?“, fragte der Priester.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#4

Beitrag von Urako » Fr 15. Sep 2017, 11:06

Es war ein wunderschönes Ambiente. Urako liebte den Pavillon und das Lichterspiel mit den grĂŒnen Flammen. Er musste daran denken, sich zu erkundigen, wer sich diese Gestaltung ausgedacht und sie organisiert hatte, dieser Person musste er seinen Dank aussprechen. Der Priester war gut gewĂ€hlt, er hielt eine ergreifende Rede und Urako merkte, dass er heute sehr nah am Wasser gebaut war. Sein sonstiges kerniges Auftreten fehlte, er verhielt sich vor lauter Aufregung sehr angespannt und zurĂŒckhaltend und hatte bereits vor Beginn der Zeremonie so gut wie ĂŒberhaupt nicht gesprochen. Gasmi und er hatten sich einige Stunden nicht gesehen, keiner wusste, wie der andere heute gekleidet sein wĂŒrde.

Urako hatte sich entsprechend der Tradition seiner alten Heimat eher archaisch, aber dafĂŒr umso aufwĂ€ndiger gekleidet. Sein Lendenschurz bestand aus dem langen, weißen Fell einer Bergziege und passte zu seinem langen, weißen Haar, dass er wie Dave heute offen trug und der flauschigen Quaste am Ende seines Schwanzes, die ihm den Spitznamen Puschel eingebracht hatte. Er hatte sein Haar mit einem alchimistischen Trank gewaschen, die es heute besonders weiß leuchten ließen und sich mit dem selben Trank seine verbliebenen ZĂ€hne geputzt, bis sie perlweiß leuchteten, um das beste aus seinem demolierten Äußeren herauszuholen. Sein nackter Oberkörper und die FlĂŒgel waren mit magischen Mustern aus leuchtend roter Farbe bemalt, welche seine Narben ĂŒberdeckten, böse Geister abwehren sollten und ihn und seinen kĂŒnftigen Mann vor eventuellen VerwĂŒnschungen ihrer Ehe durch misgĂŒnstige MitbĂŒrger schĂŒtzen wĂŒrden. Um den Hals trug er eine Kette aus Raubvogelklauen, dazu passend auch eine enge Krallenkette um jeden Oberarm, von der lange weiße Federn herabhingen. Seine FĂŒĂŸe waren traditionell nackt, die Klauen an HĂ€nden und FĂŒĂŸen sorgfĂ€ltig manikĂŒrt.

Als er Gasmi auf sich zukommen sah, spĂŒrte er, wie seine Augen heiß wurden. Gasmi sah umwerfend aus in seinem grĂŒnen Lendenschurz, der seine Augenfarbe unterstrich und seine grĂŒnen Augen regelrecht leuchten ließ. Urako war ergriffen. Er hatte immer geglaubt, mit irgendeiner Frau, die er bis zur Hochzeit noch nicht gesehen haben wĂŒrde, von seinem Vater zwangsverheiratet zu werden und er hĂ€tte seinem Vater zugetraut, aus reiner Niedertracht ihm gegenĂŒber eine besonders scheußliche und garstige Gattin fĂŒr ihn auszusuchen. Stattdessen durfte er heute die Person heiraten, die er aus tiefstem Herzen heiraten wollte. Dies war seine Entscheidung. Es war keine politische Heirat und sie war kein bisschen standesgemĂ€ĂŸ und Urako war rundum glĂŒcklich damit. Gasmi war der Mann, den er liebte und mit dem er bis zu seinem Tode zusammen sein wollte. Aus zwei Leben wĂŒrde eines werden, ihre Wege wĂŒrden Seite an Seite verlaufen und sie wĂŒrden sie bis zum Ende gemeinsam gehen.

Dave und Varmi gaben sich als erste das Ja-Wort. Auch diese beiden sahen noch wunderbarer aus als sonst und als ihr Bund besiegelt wurden, wirkten sie rundum glĂŒcklich. Urako freute sich fĂŒr sie, doch seine Gedanken und GefĂŒhle galten heute niemand anderem als Gasmi. Weder Dave und Varmi, noch die GĂ€ste interessierten ihn sonderlich. Gasmi war das Zentrum all seiner Sinne.

"Ja, ich will!", antwortete Urako fest, als der Priester die entscheidende Frage stellte. Vor lauter Aufregung zitterten seine Finger ein wenig, aber man wĂŒrde es, wenn ĂŒberhaupt, nur sehen, wenn man ganz nah bei ihm stand. Niemand außer Gasmi wĂŒrde es bemerken. Urako konnte seinen Blick nicht von seinem Mann wenden und sein Blick war voller Liebe. Von seiner sonstigen Arroganz und Grobheit war nichts zu spĂŒren, denn beides war an diesem Tage vollkommen fort und einem GefĂŒhl tiefer GlĂŒckseligkeit, Ehrfurcht und Liebe gewichen.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#5

Beitrag von Gasmi » Fr 15. Sep 2017, 11:57

Als Gasmi endlich das Tempelinnere betreten durfte, war der kleine DĂŒsterling mehr als aufgeregt. Wie er sich einen Tempel von innen vorgestellt hatte, konnte Gasmi gar nicht beschreiben.

Irgendwie eine Mischung aus bunter, wilder Dekoration mit einer Statue drin die den Gott abbildete. Denn die Menschen und anderen Völker sagten doch schließlich, dass dieser Gott in dem Tempel wohnte.

Da er nach Gasmis Überlegung garantiert selbst nicht persönlich anwesend war, hatte man sicher eine Statue von ihm hingestellt umso zu tun, als ob er doch da wĂ€re. Sowas machten Menschen hĂ€ufig.

Aber Gasmi hĂ€tte Unrecht. Der Tempel war nicht schreiend bunt, sondern er war matt, dunkel, urig und gediegen, ja fast dĂŒster und bedrohlich auf der einen Seite aber auch erhaben und still auf der anderen. Hervor stachen die drei gewaltigen Fenster, die in Buntglas gehalten waren.

Sie zeigten die Symbole Ainuwars und mussten ein Vermögen gekostet haben. Vor den Fenstern befand sich der gewaltige, steinerne Altar und davor war das Podest ihrer Hochzeit aufgebaut worden.

Das Symbol Ainuwars war zeitgleich das Symbol ihrer Gilde – die Sanduhr. Mahnung an die Ewigkeit und der VergĂ€nglichkeit zugleich. FĂŒr sich selbst beschloss Gasmi, wĂŒrde dieses Zeichen die Ewigkeit ihrer Ehe symbolisieren.

Die Beleuchtung in dem Tempel war fĂŒr seine DĂŒsterlingsaugen sehr angenehm. Es war dunkel, nur ein mattes GrĂŒn aus den Feuerschalen erhellte den Raum. Gas fĂŒhlte sich unheimlich wohl in dem Tempel.

Als er an Urakos Seite schritt schaute er staunend um. Er schenkte Puschel ein breites LÀcheln, so dass man ebenfalls seine ZÀhne aufblitzen sah. Gas kÀmpfte gegen den Drang an nervös mit dem Schwanz zu peitschen.

Dave und Varmikan standen auf der anderen Seite und passten besonders gut durch den Kontrast zueinander – schwarz und weiß. Varmikan schien regelrecht in der Dunkelheit des Tempels zu leuchten, so weiß war seine Haut.

Aber das war fĂŒr Gasmi im Moment alles unwichtig. Wichtig war Puschel. Sein Haar leuchtete mit der Haut von Varmikan um die Wette und nach Gasmis Geschmack hatte Puschel eindeutig gewonnen.

Er trug die Haare offen und Gas viel auf, wie lang sie eigentlich wirklich waren.

Meist trug sein Mann die Haare irgendwie zusammengebunden und verknoten. Gas hatte von so etwas keine Ahnung, DĂŒsterlinge mussten sich nicht mit Haaren herumplagen. Aber die von Puschel waren nicht nur schön, sondern wie waren auch außergewöhnlich weich.

Puschel hatte sich sehr schön herausgeputzt, sogar seine ZĂ€hne glĂ€nzten. Gas musste das Verlangen niederkĂ€mpfen, Puschel in den Mund zu schauen. Sowas wĂŒrde sicher bei den anderen komisch ankommen, vermutete der DĂŒsterling. Wobei Puschel seine ZĂ€hne extra fĂŒr ihn so schön aufgehellt hatte.

Als sie Arm in Arm vor dem Priester standen, hatte Gasmi einen dicken Kloß im Hals. FĂŒr eine Sekunde war so aufgeregt, dass ihm schwindlig wurde, als der Priester die besondere Frage stellte.

Urako sagte ohne jedes Zögern ja und Gasmis Herz machte vor Freude einen kleinen Sprung. Urakos HÀnde zitterten, aber ihm selbst erging es nicht anders. Gas streichelte liebevoll die Finger von Urako und wartete auf seine Frage. Er hatte nicht vor seinen Mann lÀnger als nötig warten zu lassen.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#6

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Fr 15. Sep 2017, 12:04

Priester

„Und so frage ich Dich Gasmi, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen fĂŒr alle Ewigkeit?“, fragte er auch Gasmi.

„Ja! ja ich will“, antwortete Gasmi freudestrahlend.

„Dann erklĂ€re ich Euch hiermit zu Mann und Mann, die Bruderschaft bezeuge dies. Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar!“, segnete der Priester beiden ebenfalls und hielt den Stab ĂŒber ihre Köpfe, der beide zeitgleich mit sanfter Kontakt segnete.

Gasmi kĂŒsste Urako so schnell und spontan, dass die Besucher samt Priester auflachten.

„Dein GefĂ€hrte scheint es eilig zu haben. Tauscht bitte die Ringe“, sagte der Mann anerkennend.

Erneut verschwanden die kleinen Fangarme um dann die Ringe hervorzuholen, die man dem Priester vorher fĂŒr das jeweilige Brautpaar ausgehĂ€ndigt hatte.

Gasmi grinste noch breiter, wĂ€hrend Urako den Ring vorsichtig vom Stab nahm und seinem Mann in die Hand legte mit breitem Grinsen. Gasmi grinste zurĂŒck und steckte Urako den Ring an. Urako tat es seinem Schatz gleich und steckte Gas ebenfalls den Ring an den Finger.

"Ihr dĂŒrft Euch nun kĂŒssen", erklĂ€rte der Priester.

„Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar“, riefen die anwesenden Familienmitglieder, wĂ€hrend sich Urako und Gasmi kĂŒssten.

****

Der Priester wartete einen Moment ab, ehe er sich an beide Paare wandte.

„Beide – sowohl Varmikan Eisseher und auch Gasmi werden nicht nur ihren alten Namen, sondern auch ihren alten Status ablegen.

Ferner heiße ich Euch in unserer Mitte willkommen, Varmikan, Urako und Gasmi. Seid geweiht und wisset – man ist im Geiste Person, sonst nirgendwo“,
weihte er die beiden gesondert.

WĂ€hrend er erneut kurz den Stab ĂŒber ihre Köpfe hielt, zeichnete dieser eine unsichtbare Rune auf die Stirn der beiden neuen Familienmitglieder.

Damit schloss der Priester die Zeremonie und entließ damit die Brautpaare in einen neuen Lebensabschnitt.

****

Fin ließ es sich als Gastgeberin der Feier nicht nehmen, beide Brautpaare zuerst zu beglĂŒckwĂŒnschen und herzlich zu umarmen.

"Ich freue mich fĂŒr Euch. Langes Leben und ewiges GlĂŒck", sagte Fingard und umarmte zuerst Dave, danach Varmikan, Puschel und Gasmi.

"Tja was sagt man dann so schön? Die Feier ist eröffnet!“, lachte Fingard.

****

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#7

Beitrag von Urako » Fr 15. Sep 2017, 13:15

Urako bekam sogar zwei KĂŒsse, einen spontanen an der falschen Stelle, den er trotz des falschen Augenblickes liebevoll erwiderte und dann noch den richtigen, nachdem sie ihre Ringe getauscht hatten. Das Ja-Wort von Gasmi war eines der schönsten Dinge, die Urako je gehört hatte.

Die Ringe hatte zunĂ€chst Urako aussuchen sollen, doch Gasmi kannte sie schon. Da Urako hatte sicher gehen wollen, dass Gasmi sich mit dem Ring wohlfĂŒhlte, hatte er ihm eine Vorauswahl gezeigt und beide die selben Ringe als Favoriten gewĂ€hlt:

https://pixabay.com/de/trauringe-hochze ... e-2726250/

Urako ließ all seine Liebe und alle positiven Gedanken, zu denen er fĂ€hig war in diesen Kuss fließen und genoss das GefĂŒhl, das Gasmi ihm mit seinen Lippen zurĂŒckgab. Anschließend weihte der Priester sie als Teil der Familie.

Es war so weit. Urako war ein verheirateter Mann und Gasmi sein Ehemann. Urako hielt die ganze Zeit die Hand seines Gatten fest und mochte sie ĂŒberhaupt nicht mehr loslassen, auch nicht, als Fingard als erstes ihnen gratulierte und sie umarmte.

"Danke fĂŒr alles, Fin", sagte Urako gepresst. Ihm ging alles sehr nahe und wahrscheinlich machte er heute einen ziemlich weichen Eindruck als Ehemann von Gasmi.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#8

Beitrag von Gasmi » Fr 15. Sep 2017, 13:47

Gasmi hielt Urakos Hand fest umklammert. Mit der freien Hand malte er die Muster der Ringe nach und blinzelte die TrĂ€nen weg. Der kleine DĂŒsterling freute sich maßlos, dass Puschel ihn geheiratet hatte und keine Sekunde zu zögern schien.

Gas hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass er ĂŒberhaupt jemals wieder einen Partner finden wĂŒrde nach der Katastrophe mit seinem Ex. Aber an diesen kleinen Bastard wollte er heute nicht denken. Er hatte ihn weit hinter sich gelassen und er hatte jede Macht und Bedeutung fĂŒr ihn verloren. Er hatte immer nur gefordert und nie etwas gegeben.

Puschel war kein einfacher Partner, aber aus einem anderen Grund. Er hatte so viel zu geben und machte sich stĂ€ndig Sorgen. Manchmal machte er sich so ĂŒbertrieben Sorgen, dass Gasmi ihn beruhigend wĂŒrgen musste, damit Puschel sich wieder einbekam und nicht herum tobte. Aber das war verzeihlich, dass störte Gasmi nicht im Geringsten.

Lieber klopfte er seinen Mann einmal mehr auf die Finger, als das er sich gar nicht fĂŒr ihn interessierte. Gasmi streichelte durch Puschels weiße Haare, die er extra fĂŒr ihn so schön zurecht gemacht hatte. Er tupfte sich kurz damit die Augen trocken, dass es nicht auffiel dass sich ein paar TrĂ€nen daraus hervor gestohlen hatten.

„Von mir auch, Danke fĂŒr die schöne Zeremonie und Feier“, sagte Gasmi und hoffte dass seine Stimme nicht zu piepsig klang vor Aufregung.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#9

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 15. Sep 2017, 13:58

Dave und Varmikan gesellten sich zu Urako und Gasmi. Varmikan schaute sich neugierig die Ringe der beiden an. Der Frostalb kramte ein Haarband aus seiner Robentasche hervor, strich Daves Haare zu einem losen Zopf zusammen und band sie zusammen.

Dave schmunzelte Varmikan gut gelaunt an.

„Das ist Brauch, sagte Dein Bruder“, grinste Varmikan.
„Damit hat er Recht. Man trĂ€gt die Haare offen zum Zeichen noch ledig zu sein auf der Feier und der Partner bindet sie nach der Trauung zusammen. Danach hat man sie stets als Zopf zu tragen in der Öffentlichkeit. Nur Du hast das Recht sie offen zu sehen, nach alter Sitte. Von daher – Euer Hochgeboren Freiherr Varmikan von Hohenfelde-Eisseher. Der Name hat was, vor allem weil ich nun genauso heiße“, lachte Dave leise.

„Du heißt auch Varmikan? Das könnte zu Probleme fĂŒhren“, grinste Varmi.
„Blödmann“, grinste Dave und boxte Varmikan vor die Schulter.

"Von uns auch vielen Dank fĂŒr die schöne Feier", sagte Varmikan gerĂŒhrt zu Fin.
"Danke fĂŒr alles Finny", schmunzelte Dave und drĂŒckte seine SchwĂ€gerin.

"Gern geschehen, dass wisst Ihr doch. Vergesst das Feiern nicht", sagte Fin fröhlich und gesellte sich zu ihrem Mann Ansgar.

„Was bedeutet Dun-Haru-Mar eigentlich?“, hakte Varmi nach, wĂ€hrend Dave ebenfalls die Ringe von Urako und Gasmi bewunderte.
"Dun-Haru-Mar ist der interne, zeremonielle Gruß unserer Sippe. Dun-Haru-Mar ist kein Wort, es ist eine AbkĂŒrzung und steht fĂŒr Dunwolf, Harubold und Marthis. Mit vollem Namen Dunwolf von Hohenfelde, Harubold von Wigberg und Marthis von Eibenberg - jene drei MĂ€nner die das DreierbĂŒndnis unserer Familien ins Leben riefen. Vor langer Zeit
 vor sehr langer Zeit Varmi", erlĂ€uterte Dave und kĂŒsste seinen Schatz liebevoll.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#10

Beitrag von Tarkan » Fr 15. Sep 2017, 15:39

Tarkan drĂ€ngelte sich nicht in den Vordergrund. Allerdings war es schwer, als Vollblutrakshaner mit entsprechender Gewandung inmitten einer naridischen Adelsfamilie nicht aufzufallen. Er hatte sich extra informiert, welche Kleidungswahl angemessen sei, um einen Fauxpas zu vermeiden. So trug er eine Gewandung, die jegliche Haut abgesehen von seinen HĂ€nden und seiner Augenpartie verdeckte, keine freien Arme oder gar freie Brust, wie es in Rakshanistan aufgrund der anderen Witterung ĂŒblich war. Heute war er vermutlich der sauberste Rakshaner mit der am grĂŒndlichsten gereinigten Kleidung auf ganz Asamura, er wirkte zwar archaisch, aber nicht barbarisch. Sogar die Geierfedern und das Zebrafell waren frisch verarbeitet und er trug saubere, weiche Kamellederstiefel. Auf die Maske aus einem HyĂ€nenschĂ€del hatte er verzichtet, da sie seine Kriegskrone war, ebenso auf eine allzugroße Leibgarde, die sich dann wie die plĂŒndernden Horden aus dem Osten auf das Buffett stĂŒrzen und dem Brautpaar alles wegfressen wĂŒrde. Bei ihm waren nur Aksoy und Crize. Er vertraute ihnen vollkommen.

"Auch von meiner Seite aus die besten WĂŒnsche fĂŒr die beiden Brautpaare. Möge Rakshor ĂŒber euch wachen und die Flamme des Chaos in eurem Herzen nie erlöschen. Wenn ihr dann etwas Zeit findet, wĂŒrde ich euch gern ein PrĂ€sent ĂŒberreichen. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht böse, dass eine Begleitung mitgebracht habe, Crize und Aksoy sind meine persönliche Leibgarde in klein und Crize war nicht davon abzubringen, einen Ghul und seinen Mann mitzubringen, da er der Meinung war, dass dieser und Varmikan sich unbedingt kennenlernen sollten."

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