Facebook Twitter




Aktuelle Zeit: So 22. Okt 2017, 10:12



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 146 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 15  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Mi 6. Sep 2017, 20:22 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 55
Am 01.09.202 wurde im Namen und mit Vollmacht durch Freifrau Fingard von Hohenfelde für die bevorstehende Vermählung zwischen
Dave und Varmikan
wie auch
Urako und Gasmi

für den 15.09.2017 aufgeboten!


****

Dieser Aushang sollte die Geister auf die bevorstehende Doppelhochzeit ihrer Zunftgeschwister aufmerksam machen.

Zeitgleich wurde die bevorstehende Vermählung am Rathaus ausgehangen um allen kundzutun, dass die Hochzeit eines Freiherren in Form einer Doppelhochzeit stattfinden würde.

**

Aushang 1:

http://fs5.directupload.net/images/170906/o95euqju.jpg



Aushang 2:

http://fs5.directupload.net/images/170906/2w36uomr.jpg
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 06:38 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 48
http://fs5.directupload.net/images/170915/usflwsit.jpg


Hochzeit

Die Hochzeitsgäste hatten sich bereits eingefunden. Und wie es üblich war, parkten die Kutschen der Gäste um den Ort des Geschehens herum. Früher war dies Brauch und Zweck in einem gewesen, um die Festgemeinde zusätzlich zu schützen.

Heute war es meist nur noch Brauch, vor allem in einem Land wie Naridien wurde ein Bollwerk der an die Flüchtlings-Wagentracks aus der Vergangenheit erinnerte nicht mehr gebraucht.

Die Kutschen die auf dem Anwesen standen, waren zahlreich und jeder geladene Gast sah somit, dass der Großteils des naridischen Adels anwesend war. Rang und Namen spiegelte sich durch die Kutschen und der aufwendiger Gestaltung wieder.

Fackeln waren überall aufgestellt worden und die Türen zum Tempel wie zur Festhalle des Hauses standen offen.

Das Öffnen von Fenstern und Türen war ein Brauch, um das Glück während des Festes hereinzulassen. Licht in Form von Fackeln, Feuerschalen und ähnlichem dienten ebenfalls nach altem Brauch, dazu um dem Glück den Weg ins Haus des Ehepaares zu leuchten. Diese Bräuche wurden auch beim Küchenfest gepflegt.

Der Ballsaal war in weiß-grün dekoriert, ebenso der Tisch der Brautpaare. Das Buffet war riesig und reich beladen, in den Schatten gestellt wurde es nur noch von der gewaltigen Anzahl an zur Verfügung stehenden, alkoholischen Getränken.

Für die Zeremonie war ein Podest ähnlich einem Pavillon innerhalb des Tempels errichtet worden. Auch dieser war in weiß-grün geschmückt, mit Pflanzen und Blüten ausstaffiert und mit Organzastoffen verkleidet, so dass er fast etwas Sphärisches hatte.

Grün hatte für einige Almanen eine besondere Bedeutung. Man trug etwas Grün zu besonderen, festlichen Anlässen. Hier bei der bevorstehenden Hochzeit symbolisierte es das neue, aufkommende Leben dass mit einer Ehe einher gehen sollte.

Dann endlich war es soweit.
Die Gäste schritten in den Tempel.

Das Licht wurde zusätzlich gedimmt, und zwei große Feuerschalen erhellten das Podest. Die Flammen schlugen immer höher und waren nach einiger Zeit nur noch die einzige Lichtquelle in dem gewaltigen, dunklen Raum.

Ein Zischen erklang und urplötzlich leuchteten auch die Flammen in den Feuerschalen matt grün, so dass die Decke und die Wände des Tempels in den Farben einer Aurora, eines Nordlichts erstrahlten.

Die Flammen tanzten und loderten, während es den Gästen dabei so vorkam als befänden sie sich unter Wasser durch diese optische Täuschung oder unter einem wogenden Blätterdach.

Dahinter steckte nichts weiter als der Trick, dass dem Flammennährstoff Kupfervidrihol beigemischt wurde um dieses Farbschauspiel zu erzeugen.

Zeitgleich war das Umfärben der Beleuchtung Auftakt zur eigentlichen Zeremonie.

Ein alter Priester in gold-violetter Robe deren Borde mit grünem Samt abgesetzt war, trat feierlich auf das Podest hinaus, schritt in dessen Mitte und breitete die Arme aus. In einer Hand hielt er einen seltsamen, scheinbar hölzernen Stab, aus dessen oberer Verdickung Tentakel ragten und sich wie die Arme eines Oktopus schlängelnd bewegten.

Link:
http://vignette2.wikia.nocookie.net/res ... 1030140227

http://cs5-1.4pda.to/2636498.jpg

Schlagartig war es leise im Raum, während Dave gemeinsam mit Urako vor das Podest trat, in gebührenden Abstand stehen blieb, niederkniete und den Blick gesenkt hielt.

Dave trug eine schlichte, schwarze Robe, die seinen schlanken Körper unterstrich. Die Haare trug er dem Brauch entsprechend heute offen als Zeichen dass er unverheiratet war.

„Gepriesen sei Ainuwar, Dun-Haru-Mar!“, grüßte der Priester mit voller, tönender Stimme in die Runde und hielt den Stab empor. Die Tentakel darin unterstrichen seine Worte und machten eine allumfassende, grüßende Geste.

„Gepriesen sei Ainuwar, Dun-Haru-Mar!“, raunten die anwesende Familie der Hohenfelde, Wigberg und Eibenberg und gingen auf die Knie.

„Wir haben uns heute hier eingefunden, um eines der schönsten und wichtigsten Rituale zu begehen, die dem Menschen offenbart wurde – dem Ritual der Ewigkeit, dem Ritual der Liebe.

Unsere Familienmitglieder Davard und sein Wahlbruder Urako haben beschlossen, den Bund der Ehe unter der schützenden Hand unserer Glaubensgemeinschaft und Familiensippe einzugehen.

Davard und Urako, wen habt Ihr auserkoren auf ewig an Eurer Seite zu wandeln meine Kinder? Wem wurde bei Dir diese Ehre zuteil Davard von Hohenfelde?“,
fragte der Priester und blickte auf Dave hinab.

„Ich wählte Varmikan Eisseher und er wählte mich ehrenwerter Priester“, antwortete Dave ehrfurchtsvoll.

„Dann möge er an Deine Seite treten, so dass Ihr für jetzt und immerdar gemeinsam durch das Leben wandelt“, sprach der Priester.

Aus einer Seitentür schritt nun Varmikan hinein, in eine schlichte, weiße und dennoch edle Robe gehüllt. Als er neben Dave stehen blieb, stand dieser auf und hakte ihn unter.

Der Priester lächelte beiden zu und wandte sich dann an Urako.

„Wem wurde bei Dir diese Ehre zuteil Urako von Lyridime zu Phintias?“, fragte der Priester und blickte auf Urako hinab.

„Ich wählte Gasmi und er wählte mich, ehrenwerter Priester“, antwortete Urako genauso ehrfurchtsvoll wie vorab Dave.

„Dann möge er an Deine Seite treten, so dass Ihr für jetzt und immerdar gemeinsam durch das Leben wandelt“, sprach der Priester mit Wohlwollen.

Aus einer Seitentür auf der anderen Seite des Raumes schritt nun seinerseits Gasmi hinein, in einem schlichten und dennoch Lendenschurz aus Leinen, in sanften grünen Farbtönen gehalten. Auch er blieb neben seinem Gefährten stehen. Urako stand auf und hakte Gasmi unter, wie er es zuvor bei Dave gesehen hatte.

Der Priester schaute auf beide Paare hinab und stellte den Segensstab beiseite. Wie durch Zauberhand blieb er einfach stehen, als hätte die Schwerkraft keine Bedeutung für ihn.

„Meine Kinder, mit dem Bund den Ihr hier eingeht, geht Ihr einen neuen Lebensabschnitt ein. Denkt daran, wie stark Euch Eurer Partner macht, denn seht“, sagte der Mann und hob einen einzelnen Zweig und zerbrach ihn.

„Einer allein kann mit geringster Kraft gebrochen werden, und so wandelte Ihr durchs Leben. Aber nun“, sagte der Mann und hob ein Bündel und versuchte es zu brechen, was natürlich misslang… „nun habt Ihr zu einer Stärke gefunden die man Partnerschaft und Ehe nennt.

Dieses Bündel Zweige symbolisiert Euch, aber auch Eure zukünftige Familie. Die ersten beiden Zweige habt Ihr nun zusammengefügt, umgeht sie mit weiteren – es sind Eure Kinder. Denn wie steht es geschrieben?

Macht ist immer lieblos, aber Liebe niemals machtlos.

Und so frage ich Dich Davard von Hohenfelde, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen für alle Ewigkeit?“,
fragte der Priester.

„Ja ich will“, antwortete Dave glücklich.

„Und so frage ich Dich Varmikan Eisseher, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen für alle Ewigkeit?“, fragte er auch Varmikan.

„Ja ich will“, antwortete Varmikan ergriffen.

„Dann erkläre ich Euch hiermit zu Mann und Mann, die Bruderschaft bezeuge dies. Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar! Tauscht bitte die Ringe“, segnete der Priester beide und hielt den Stab über ihre Köpfe, der beide zeitgleich mit sanfter Berührung segnete.

Für Sekunden zogen sie die dünnen Ärmchen ins Innere zurück um dann mit zwei Ringen aufzutauchen und diese dem Brautpaar zu reichen. Dave nahm zuerst vorsichtig den Ring und steckte ihn Varmikan an und schmunzelte dabei.

Varmikan starrte kurz seinen Ring an, als er erkannte woraus er gefertigt war. Er war aus Dunkelstein gefertigt! Er stubste Dave mental liebevoll an, nahm respektvoll den zweiten Ring aus dem Tentakel des Stabes und schob ihn Dave behutsam auf den Finger.

"Ihr dürft Euch nun küssen", erklärte der Priester.

„Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar“, riefen die anwesenden Familienmitglieder, während sich Dave und Varmikan küssten.

Eheringe von Dave und Varmikan:
Link:
http://image.rakuten.co.jp/koufukunoisi ... 991942.jpg

****
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 06:44 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 48
Priester

"Und so frage ich Dich Urako von Lyridime zu Phintias, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen für alle Ewigkeit?“, fragte der Priester.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 11:06 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Tiefling
Beiträge: 166
Auszeichnungen: 1

Die Freien Völker (1)
Es war ein wunderschönes Ambiente. Urako liebte den Pavillon und das Lichterspiel mit den grünen Flammen. Er musste daran denken, sich zu erkundigen, wer sich diese Gestaltung ausgedacht und sie organisiert hatte, dieser Person musste er seinen Dank aussprechen. Der Priester war gut gewählt, er hielt eine ergreifende Rede und Urako merkte, dass er heute sehr nah am Wasser gebaut war. Sein sonstiges kerniges Auftreten fehlte, er verhielt sich vor lauter Aufregung sehr angespannt und zurückhaltend und hatte bereits vor Beginn der Zeremonie so gut wie überhaupt nicht gesprochen. Gasmi und er hatten sich einige Stunden nicht gesehen, keiner wusste, wie der andere heute gekleidet sein würde.

Urako hatte sich entsprechend der Tradition seiner alten Heimat eher archaisch, aber dafür umso aufwändiger gekleidet. Sein Lendenschurz bestand aus dem langen, weißen Fell einer Bergziege und passte zu seinem langen, weißen Haar, dass er wie Dave heute offen trug und der flauschigen Quaste am Ende seines Schwanzes, die ihm den Spitznamen Puschel eingebracht hatte. Er hatte sein Haar mit einem alchimistischen Trank gewaschen, die es heute besonders weiß leuchten ließen und sich mit dem selben Trank seine verbliebenen Zähne geputzt, bis sie perlweiß leuchteten, um das beste aus seinem demolierten Äußeren herauszuholen. Sein nackter Oberkörper und die Flügel waren mit magischen Mustern aus leuchtend roter Farbe bemalt, welche seine Narben überdeckten, böse Geister abwehren sollten und ihn und seinen künftigen Mann vor eventuellen Verwünschungen ihrer Ehe durch misgünstige Mitbürger schützen würden. Um den Hals trug er eine Kette aus Raubvogelklauen, dazu passend auch eine enge Krallenkette um jeden Oberarm, von der lange weiße Federn herabhingen. Seine Füße waren traditionell nackt, die Klauen an Händen und Füßen sorgfältig manikürt.

Als er Gasmi auf sich zukommen sah, spürte er, wie seine Augen heiß wurden. Gasmi sah umwerfend aus in seinem grünen Lendenschurz, der seine Augenfarbe unterstrich und seine grünen Augen regelrecht leuchten ließ. Urako war ergriffen. Er hatte immer geglaubt, mit irgendeiner Frau, die er bis zur Hochzeit noch nicht gesehen haben würde, von seinem Vater zwangsverheiratet zu werden und er hätte seinem Vater zugetraut, aus reiner Niedertracht ihm gegenüber eine besonders scheußliche und garstige Gattin für ihn auszusuchen. Stattdessen durfte er heute die Person heiraten, die er aus tiefstem Herzen heiraten wollte. Dies war seine Entscheidung. Es war keine politische Heirat und sie war kein bisschen standesgemäß und Urako war rundum glücklich damit. Gasmi war der Mann, den er liebte und mit dem er bis zu seinem Tode zusammen sein wollte. Aus zwei Leben würde eines werden, ihre Wege würden Seite an Seite verlaufen und sie würden sie bis zum Ende gemeinsam gehen.

Dave und Varmi gaben sich als erste das Ja-Wort. Auch diese beiden sahen noch wunderbarer aus als sonst und als ihr Bund besiegelt wurden, wirkten sie rundum glücklich. Urako freute sich für sie, doch seine Gedanken und Gefühle galten heute niemand anderem als Gasmi. Weder Dave und Varmi, noch die Gäste interessierten ihn sonderlich. Gasmi war das Zentrum all seiner Sinne.

"Ja, ich will!", antwortete Urako fest, als der Priester die entscheidende Frage stellte. Vor lauter Aufregung zitterten seine Finger ein wenig, aber man würde es, wenn überhaupt, nur sehen, wenn man ganz nah bei ihm stand. Niemand außer Gasmi würde es bemerken. Urako konnte seinen Blick nicht von seinem Mann wenden und sein Blick war voller Liebe. Von seiner sonstigen Arroganz und Grobheit war nichts zu spüren, denn beides war an diesem Tage vollkommen fort und einem Gefühl tiefer Glückseligkeit, Ehrfurcht und Liebe gewichen.

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 11:57 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 71
Als Gasmi endlich das Tempelinnere betreten durfte, war der kleine Düsterling mehr als aufgeregt. Wie er sich einen Tempel von innen vorgestellt hatte, konnte Gasmi gar nicht beschreiben.

Irgendwie eine Mischung aus bunter, wilder Dekoration mit einer Statue drin die den Gott abbildete. Denn die Menschen und anderen Völker sagten doch schließlich, dass dieser Gott in dem Tempel wohnte.

Da er nach Gasmis Überlegung garantiert selbst nicht persönlich anwesend war, hatte man sicher eine Statue von ihm hingestellt umso zu tun, als ob er doch da wäre. Sowas machten Menschen häufig.

Aber Gasmi hätte Unrecht. Der Tempel war nicht schreiend bunt, sondern er war matt, dunkel, urig und gediegen, ja fast düster und bedrohlich auf der einen Seite aber auch erhaben und still auf der anderen. Hervor stachen die drei gewaltigen Fenster, die in Buntglas gehalten waren.

Sie zeigten die Symbole Ainuwars und mussten ein Vermögen gekostet haben. Vor den Fenstern befand sich der gewaltige, steinerne Altar und davor war das Podest ihrer Hochzeit aufgebaut worden.

Das Symbol Ainuwars war zeitgleich das Symbol ihrer Gilde – die Sanduhr. Mahnung an die Ewigkeit und der Vergänglichkeit zugleich. Für sich selbst beschloss Gasmi, würde dieses Zeichen die Ewigkeit ihrer Ehe symbolisieren.

Die Beleuchtung in dem Tempel war für seine Düsterlingsaugen sehr angenehm. Es war dunkel, nur ein mattes Grün aus den Feuerschalen erhellte den Raum. Gas fühlte sich unheimlich wohl in dem Tempel.

Als er an Urakos Seite schritt schaute er staunend um. Er schenkte Puschel ein breites Lächeln, so dass man ebenfalls seine Zähne aufblitzen sah. Gas kämpfte gegen den Drang an nervös mit dem Schwanz zu peitschen.

Dave und Varmikan standen auf der anderen Seite und passten besonders gut durch den Kontrast zueinander – schwarz und weiß. Varmikan schien regelrecht in der Dunkelheit des Tempels zu leuchten, so weiß war seine Haut.

Aber das war für Gasmi im Moment alles unwichtig. Wichtig war Puschel. Sein Haar leuchtete mit der Haut von Varmikan um die Wette und nach Gasmis Geschmack hatte Puschel eindeutig gewonnen.

Er trug die Haare offen und Gas viel auf, wie lang sie eigentlich wirklich waren.

Meist trug sein Mann die Haare irgendwie zusammengebunden und verknoten. Gas hatte von so etwas keine Ahnung, Düsterlinge mussten sich nicht mit Haaren herumplagen. Aber die von Puschel waren nicht nur schön, sondern wie waren auch außergewöhnlich weich.

Puschel hatte sich sehr schön herausgeputzt, sogar seine Zähne glänzten. Gas musste das Verlangen niederkämpfen, Puschel in den Mund zu schauen. Sowas würde sicher bei den anderen komisch ankommen, vermutete der Düsterling. Wobei Puschel seine Zähne extra für ihn so schön aufgehellt hatte.

Als sie Arm in Arm vor dem Priester standen, hatte Gasmi einen dicken Kloß im Hals. Für eine Sekunde war so aufgeregt, dass ihm schwindlig wurde, als der Priester die besondere Frage stellte.

Urako sagte ohne jedes Zögern ja und Gasmis Herz machte vor Freude einen kleinen Sprung. Urakos Hände zitterten, aber ihm selbst erging es nicht anders. Gas streichelte liebevoll die Finger von Urako und wartete auf seine Frage. Er hatte nicht vor seinen Mann länger als nötig warten zu lassen.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 12:04 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 48
Priester

„Und so frage ich Dich Gasmi, willst Du diesen Mann zu Deinem Dir Anvertrauten machen für alle Ewigkeit?“, fragte er auch Gasmi.

„Ja! ja ich will“, antwortete Gasmi freudestrahlend.

„Dann erkläre ich Euch hiermit zu Mann und Mann, die Bruderschaft bezeuge dies. Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar!“, segnete der Priester beiden ebenfalls und hielt den Stab über ihre Köpfe, der beide zeitgleich mit sanfter Kontakt segnete.

Gasmi küsste Urako so schnell und spontan, dass die Besucher samt Priester auflachten.

„Dein Gefährte scheint es eilig zu haben. Tauscht bitte die Ringe“, sagte der Mann anerkennend.

Erneut verschwanden die kleinen Fangarme um dann die Ringe hervorzuholen, die man dem Priester vorher für das jeweilige Brautpaar ausgehändigt hatte.

Gasmi grinste noch breiter, während Urako den Ring vorsichtig vom Stab nahm und seinem Mann in die Hand legte mit breitem Grinsen. Gasmi grinste zurück und steckte Urako den Ring an. Urako tat es seinem Schatz gleich und steckte Gas ebenfalls den Ring an den Finger.

"Ihr dürft Euch nun küssen", erklärte der Priester.

„Gepriesen sei Ainuwar - Dun-Haru-Mar“, riefen die anwesenden Familienmitglieder, während sich Urako und Gasmi küssten.

****

Der Priester wartete einen Moment ab, ehe er sich an beide Paare wandte.

„Beide – sowohl Varmikan Eisseher und auch Gasmi werden nicht nur ihren alten Namen, sondern auch ihren alten Status ablegen.

Ferner heiße ich Euch in unserer Mitte willkommen, Varmikan, Urako und Gasmi. Seid geweiht und wisset – man ist im Geiste Person, sonst nirgendwo“,
weihte er die beiden gesondert.

Während er erneut kurz den Stab über ihre Köpfe hielt, zeichnete dieser eine unsichtbare Rune auf die Stirn der beiden neuen Familienmitglieder.

Damit schloss der Priester die Zeremonie und entließ damit die Brautpaare in einen neuen Lebensabschnitt.

****

Fin ließ es sich als Gastgeberin der Feier nicht nehmen, beide Brautpaare zuerst zu beglückwünschen und herzlich zu umarmen.

"Ich freue mich für Euch. Langes Leben und ewiges Glück", sagte Fingard und umarmte zuerst Dave, danach Varmikan, Puschel und Gasmi.

"Tja was sagt man dann so schön? Die Feier ist eröffnet!“, lachte Fingard.

****
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 13:15 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Tiefling
Beiträge: 166
Auszeichnungen: 1

Die Freien Völker (1)
Urako bekam sogar zwei Küsse, einen spontanen an der falschen Stelle, den er trotz des falschen Augenblickes liebevoll erwiderte und dann noch den richtigen, nachdem sie ihre Ringe getauscht hatten. Das Ja-Wort von Gasmi war eines der schönsten Dinge, die Urako je gehört hatte.

Die Ringe hatte zunächst Urako aussuchen sollen, doch Gasmi kannte sie schon. Da Urako hatte sicher gehen wollen, dass Gasmi sich mit dem Ring wohlfühlte, hatte er ihm eine Vorauswahl gezeigt und beide die selben Ringe als Favoriten gewählt:

https://pixabay.com/de/trauringe-hochze ... e-2726250/

Urako ließ all seine Liebe und alle positiven Gedanken, zu denen er fähig war in diesen Kuss fließen und genoss das Gefühl, das Gasmi ihm mit seinen Lippen zurückgab. Anschließend weihte der Priester sie als Teil der Familie.

Es war so weit. Urako war ein verheirateter Mann und Gasmi sein Ehemann. Urako hielt die ganze Zeit die Hand seines Gatten fest und mochte sie überhaupt nicht mehr loslassen, auch nicht, als Fingard als erstes ihnen gratulierte und sie umarmte.

"Danke für alles, Fin", sagte Urako gepresst. Ihm ging alles sehr nahe und wahrscheinlich machte er heute einen ziemlich weichen Eindruck als Ehemann von Gasmi.

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 13:47 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Beiträge: 71
Gasmi hielt Urakos Hand fest umklammert. Mit der freien Hand malte er die Muster der Ringe nach und blinzelte die Tränen weg. Der kleine Düsterling freute sich maßlos, dass Puschel ihn geheiratet hatte und keine Sekunde zu zögern schien.

Gas hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass er überhaupt jemals wieder einen Partner finden würde nach der Katastrophe mit seinem Ex. Aber an diesen kleinen Bastard wollte er heute nicht denken. Er hatte ihn weit hinter sich gelassen und er hatte jede Macht und Bedeutung für ihn verloren. Er hatte immer nur gefordert und nie etwas gegeben.

Puschel war kein einfacher Partner, aber aus einem anderen Grund. Er hatte so viel zu geben und machte sich ständig Sorgen. Manchmal machte er sich so übertrieben Sorgen, dass Gasmi ihn beruhigend würgen musste, damit Puschel sich wieder einbekam und nicht herum tobte. Aber das war verzeihlich, dass störte Gasmi nicht im Geringsten.

Lieber klopfte er seinen Mann einmal mehr auf die Finger, als das er sich gar nicht für ihn interessierte. Gasmi streichelte durch Puschels weiße Haare, die er extra für ihn so schön zurecht gemacht hatte. Er tupfte sich kurz damit die Augen trocken, dass es nicht auffiel dass sich ein paar Tränen daraus hervor gestohlen hatten.

„Von mir auch, Danke für die schöne Zeremonie und Feier“, sagte Gasmi und hoffte dass seine Stimme nicht zu piepsig klang vor Aufregung.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 13:58 
Freiherr
Benutzeravatar
Offline

Volk: Naridische Almanen
Beiträge: 151
Dave und Varmikan gesellten sich zu Urako und Gasmi. Varmikan schaute sich neugierig die Ringe der beiden an. Der Frostalb kramte ein Haarband aus seiner Robentasche hervor, strich Daves Haare zu einem losen Zopf zusammen und band sie zusammen.

Dave schmunzelte Varmikan gut gelaunt an.

„Das ist Brauch, sagte Dein Bruder“, grinste Varmikan.
„Damit hat er Recht. Man trägt die Haare offen zum Zeichen noch ledig zu sein auf der Feier und der Partner bindet sie nach der Trauung zusammen. Danach hat man sie stets als Zopf zu tragen in der Öffentlichkeit. Nur Du hast das Recht sie offen zu sehen, nach alter Sitte. Von daher – Euer Hochgeboren Freiherr Varmikan von Hohenfelde-Eisseher. Der Name hat was, vor allem weil ich nun genauso heiße“, lachte Dave leise.

„Du heißt auch Varmikan? Das könnte zu Probleme führen“, grinste Varmi.
„Blödmann“, grinste Dave und boxte Varmikan vor die Schulter.

"Von uns auch vielen Dank für die schöne Feier", sagte Varmikan gerührt zu Fin.
"Danke für alles Finny", schmunzelte Dave und drückte seine Schwägerin.

"Gern geschehen, dass wisst Ihr doch. Vergesst das Feiern nicht", sagte Fin fröhlich und gesellte sich zu ihrem Mann Ansgar.

„Was bedeutet Dun-Haru-Mar eigentlich?“, hakte Varmi nach, während Dave ebenfalls die Ringe von Urako und Gasmi bewunderte.
"Dun-Haru-Mar ist der interne, zeremonielle Gruß unserer Sippe. Dun-Haru-Mar ist kein Wort, es ist eine Abkürzung und steht für Dunwolf, Harubold und Marthis. Mit vollem Namen Dunwolf von Hohenfelde, Harubold von Wigberg und Marthis von Eibenberg - jene drei Männer die das Dreierbündnis unserer Familien ins Leben riefen. Vor langer Zeit… vor sehr langer Zeit Varmi", erläuterte Dave und küsste seinen Schatz liebevoll.
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202
BeitragVerfasst: Fr 15. Sep 2017, 15:39 
Zweitcharakter
Benutzeravatar
Offline

Volk: Rakshaner
Beiträge: 27
Auszeichnungen: 1

Das Chaos (1)
Tarkan drängelte sich nicht in den Vordergrund. Allerdings war es schwer, als Vollblutrakshaner mit entsprechender Gewandung inmitten einer naridischen Adelsfamilie nicht aufzufallen. Er hatte sich extra informiert, welche Kleidungswahl angemessen sei, um einen Fauxpas zu vermeiden. So trug er eine Gewandung, die jegliche Haut abgesehen von seinen Händen und seiner Augenpartie verdeckte, keine freien Arme oder gar freie Brust, wie es in Rakshanistan aufgrund der anderen Witterung üblich war. Heute war er vermutlich der sauberste Rakshaner mit der am gründlichsten gereinigten Kleidung auf ganz Asamura, er wirkte zwar archaisch, aber nicht barbarisch. Sogar die Geierfedern und das Zebrafell waren frisch verarbeitet und er trug saubere, weiche Kamellederstiefel. Auf die Maske aus einem Hyänenschädel hatte er verzichtet, da sie seine Kriegskrone war, ebenso auf eine allzugroße Leibgarde, die sich dann wie die plündernden Horden aus dem Osten auf das Buffett stürzen und dem Brautpaar alles wegfressen würde. Bei ihm waren nur Aksoy und Crize. Er vertraute ihnen vollkommen.

"Auch von meiner Seite aus die besten Wünsche für die beiden Brautpaare. Möge Rakshor über euch wachen und die Flamme des Chaos in eurem Herzen nie erlöschen. Wenn ihr dann etwas Zeit findet, würde ich euch gern ein Präsent überreichen. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht böse, dass eine Begleitung mitgebracht habe, Crize und Aksoy sind meine persönliche Leibgarde in klein und Crize war nicht davon abzubringen, einen Ghul und seinen Mann mitzubringen, da er der Meinung war, dass dieser und Varmikan sich unbedingt kennenlernen sollten."
Nach oben
  Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 146 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 15  Nächste


Online Statistik

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
nowoczesne kuchnie pyskowice orzesze lędziny kłobuck blachownia wojkowice poręba kalety imielin miasteczko śląskie koniecpol siewierz ogrodzieniec
Gehe zu: